Das Genetische Siegel

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Christian Montillon
Perry Rhodan – Die Tefroder 01

Heyne (2009)
ISBN 9783453526242
Taschenbuch, Science Fiction
Umfang: 350 Seiten
Umschlagbild: Oliver Scholl

www.heyne.de

Es ist das Jahr 1458 NGZ (Neuer Galaktischer Zeitrechnung) und es ist rund 120 Jahre her, dass die Hohen Mächte des Multiversums die Hyperimpedanz, also den hyperphysikalischen Widerstand im Universum, erhöht haben. Und dieser war und ist der ausschlaggebende Faktor für interstellare und vor allem intergalaktische Fernreisen. Eine Vielzahl an negativen Auswirkungen traf alle raumfahrenden Völker. Die massivste Veränderung war jedoch sicherlich die Einschränkung der Reisedistanzen und damit die Verlängerung der Reisezeiten. Viele bis dato erreichbare ferne Galaxien waren nun – wieder – in nie zu überbrückende Weiten gerückt oder Reisen in nähere Galaxien nur mit enormen Flugzeiten zu bewältigen. Das für die terranische Menschheit, ihre Verbündeten und natürlich auch für ihre Gegner zu bereisende Universum ist klein geworden.

Da ist es schon eine Sensation, wenn Perry Rhodan nach Andromeda eingeladen wird, mit der Aussicht, am ersten Testflug eines neuen Raumschiffes teilzunehmen, welches verlorene Verbindngen mittels phantastischer Technologie wieder ermöglichen soll. Zunächst wird dies natürlich als Geheimnis behandelt und Rhodan nimmt die Einladung nur an, weil sie von der Transgenetischen Allianz ausgesprochen wurde. Von alten Feinden, die längst zu Freunden und Verbündeten wurden: Den Tefrodern, ebenso ein Lemurer-Splittervolk wie die 2. Menschheit unter Rhodan, und den Blues, tellerköpfigen Blaupelzen. Beide Völker besiedeln friedlich als dominante Spezies die Nachbargalaxis Andromeda und haben scheinbar seit langem eine weitaus tiefere Verbindung ihrer Völker forciert, als dies dem Rest der galaktischen Völkergemeinschaft bislang bekannt wurde.

Das Ergebnis sind genveränderte Mischwesen, die das genetische Siegel tragen, welches ihnen ermöglicht, sich als Piloten in das Vortex einzufügen, einem hyperraumtauglichen Netz, welche das intergalaktische Reisen mit unglaublichen Geschwindigkeiten erlaubt. Perry Rhodan und einige Freunde begeben sich an Bord des Prototypen-Raumschiffes FARYDOON, an welches das Söldnerraumschiff CANNAE der Sternenwacht Myrmidon angeflanscht wurde. Nur zur Vorsicht; niemand rechnet mit einem Angriff während des Testfluges, doch sicher ist sicher. Und bald wird klar, dass diese Vorsichtsmaßnahme nur allzu berechtigt gewesen ist…

Die beiden Raumschiffe werden geentert, und das während des Fluges im Hyperraum! Gnadenlose Truppen einer unbekannten Macht dringen in beide Raumschiffe ein, töten viele der Raumfahrer und Söldner und nehmen den Rest gefangen. Es sind die Piraten der Gol Coi, die von Stern zu Stern reisen, technologisch unterlegene Völker angreifen und zu Tributleistungen zwingen. Die goldglänzende Haut der Gol Coi steht dabei im krassen Widerspruch zu ihrem grausamen Vorgehen. Doch auch die Gol Coi haben Feinde…

Für mich als alten Perry-Rhodan-Fan erfüllt sich auch mit dieser Mini-Reihe ein Herzenswunsch, den sicher viele Altfans über Jahre dem Autorenteam zum Ausdruck gebracht haben und seit einigen Jahren Früchte zeigt: Back-to-the-roots. Der über Jahre hinweg gepflegte und mitunter nervtötende Pazifismus innerhalb der Serie ist passé. Endlich kracht es wieder, Perry Rhodan als Person und Serie versucht nicht mit Weichspülerei andringende Feinde zu Kumpels zu machen, sondern hält dagegen. Gut so, denn auf lange Sicht wäre dies das Ende der Serie gewesen. Ob größte SF-Reihe der Welt oder nicht. Es ist ohnehin nicht glaubhaft, dass fremde Intelligenzen, mit fremden Kulturen und völlig unterschiedlichen Entwicklungen die gleiche ethische Einstellung wie die Menschheit zeigen würden. Es ist unmöglich MENSCHENRECHTE auf andere Spezies zu übertragen. Vor allem dann, wenn wir uns noch nicht einmal selbst global daran halten.

Ich habe „Das Genetische Siegel“ mit Genuss gelesen und freue mich auf die beiden Fortsetzungen “Segler im Sternenwind“ von Michael Marcus Thurner und „Die Stadt der tausend Welten“ von Wim Vandemaan. (3xPRT)

Copyright © 2009 by Werner Karl

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Das Genetische Siegel

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