Im Bann der Gatusain

Achim Mehnert
Im Bann der Gatusain

Illochim-Trilogie 2
„Perry Rhodan“ und „Atlan“ sind Eigentum von Pabel-Moewig-Verlag, Rastatt
FanPro, Erkrath, 1/2008
TB, SF 71010, 978-3-389064-175-1, 298/900
Titelillustration von Arndt Drechsler
Autorenfoto von N. N.
www.fanpro.com
www.atlan.de
www.achimmehnert.info/
(sfbentry)

In den vergessenen Ebenen unter Terrania-City werden zwei Artefakte extraterrestrischen Ursprungs entdeckt: an Sarkophage erinnernde Kisten, die ihren Benutzern neue Kraft, Selbstbewusstsein und suggestive Kräfte verleihen, aber auch süchtig machen. Während eines der Objekte in die Hände der USO fällt, wird das andere gestohlen und auf den Planeten Orgoch gebracht. Die skrupellose Greta Gale will die Macht, über die sie nun verfügt, nutzen, um sich ein ganzes Volk untertan zu machen.

Atlan ist Greta bereits auf den Fersen. Er erfährt von dem Bewusstsein, das seinem Gatusain innewohnt, mehr über diese Geräte und ihre Schöpfer – und dass es kein Mittel gibt, die Betroffenen von ihrer Sucht zu heilen. Tatsächlich ist auch Atlan dem Gatusain verfallen und muss mit ansehen, wie sein Leidensgefährte Tristan Li mehr und mehr dahin sicht, ein Schicksal, dass auch ihn erwartet, trotz des Zellaktivators…

Nahtlos knüpft der zweite Band der „Illochim“-Trilogie an seinen Vorgänger an und führt die Handlung weiter. Achim Mehnert befasst sich ausgiebig mit dem Geheimnis der beiden Gatusain, die für eine Menge Überraschungen gut sind und immer wieder für unerwartete Wendungen sorgen.

Atlans Selbstsicherheit bekommt einen empfindlichen Dämpfer verpasst, als er erkennen muss, dass ihn der Zellaktivator und die speziellen Schulungen, die er durchlaufen hat, nicht schützen. Schon bald kann er seine Sucht vor den anderen USO-Spezialisten nicht mehr verbergen und muss sich immer häufiger in den Gatusain legen – weder die Beruhigungsmittel noch der Sex mit einer attraktiven Ärztin vermögen ihn auf Dauer abzulenken. Waheijathius der Navigator entpuppt sich schließlich als eigennütziger Verbündeter.

Was auf Atlan zukommt, durchleiden Tristan Li und Greta Gale vor ihm. Tristan wird nur noch von seinem Wunsch nach Rache aufrechterhalten, und Greta steigert sich in ihre Machtbesessenheit hinein. Sie ist auch die unmittelbare Feindin Atlans, die schon zu Beginn als skrupellose Frau geschildert wurde, d. h., die Klischee-Rolle des bösen Vamps belegt, der Männer manipuliert, Unschuldige opfert und dafür natürlich die gerechte Strafe erhält. Dass es wenig erfüllend ist, über Wesen von niederer Entwicklungsstufe zu herrschen, wird dem Autor bzw. der Protagonistin kurioserweise erst richtig bewusst, als der Wahn sie bereits fest im Griff hat.

Nicht alle Rätsel werden gelöst, doch das Kapitel Orgoch ist abgeschlossen. Deus ex Machina taucht am Ende auf, Atlan erweist sich als erpressbar: seine Gesundheit für die Gatusain. Die Nebenfiguren haben damit ihren Teil erfüllt, während für ihn und eine alte Bekannte das Abenteuer weiter geht. Gleichzeitig wird auch eine Brücke zu der „Rudyn“-Trilogie geschlagen.

Achim Mehnerts Roman „Im Bann der Gatusain“ ist erheblich gefälliger geschrieben als „Die Psi-Kämpferin/Rudyn 1“. Wer dem aktuellen Dreiteiler schon wegen Hanns Kneifel, dem Verfasser des Auftaktbandes, eine Chance gegeben hat, wird erfreut feststellen, dass die Charakterisierung des Titelhelden auch hier gelungen ist. Zwar bleiben die Nebenfiguren etwas klischeehaft bzw. farblos, doch dafür hat der Autor mit den Kanacht eine interessante Spezies geschaffen. Man darf gespannt sein, wie Rüdiger Schäfer in „Der Traum des Navigators“ die Trilogie zum Abschluss bringt. (IS)

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Atlan. Im Bann der Gatusain: Atlan 08. Illochim-Trilogie 02: Bd 2

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