Da draußen – Leben auf unserem Planeten und anderswo

Ben Moore
Da draußen – Leben auf unserem Planeten und anderswo

Kein & Aber
ISBN: 978-3-0369-5705-0
Sachbuch
1.Auflage September 2014
aus dem Englischen von Katharina Blansjaar
ca. 352 Seiten; Format 12,5 x 20,5 cm
Hardcover

www.keinundaber.ch

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Der Autor

Ben Moore (1966) ist seit 2002 Professor für Astrophysik an der Universität Zürich. Unter seinem Künstlernamen Professor Moore spielt er Gitarre in der Elektro-Rockband MILK67 und arbeitet momentan an einem Soloalbum. Für die Zürcher Street Parade 2010 entwickelte er zusammen mit seinen Studenten ein Urknall-Lovemobile. Der Brite hat über 200 wissenschaftliche Abhandlungen zu Themen wie Ursprung der Planeten und Galaxien, Dunkle Materie und Dunkle Energie verfasst. Moores Forschungsgruppe simuliert das Universum mit speziell dafür hergestellten Supercomputern.
(Quelle: Kein & Aber)

Das Buch

Es gibt populärwissenschaftliche Bücher, die man schnell durchgelesen hat, die vollkommen barrierefrei sind und keine besonderen Ansprüche an die Leser stellen. Andere sind sperrig, unrund, und selbst wenn das Thema an sich interessant ist, mag man sich nicht mit ihnen beschäftigen und fängt an quer zu lesen. Es gibt eine weitere Kategorie von Büchern, die weder anstrengend noch anspruchslos sind, sondern schlicht und einfach inspirierend: Bücher wie “Da draußen” des britischen Astrophysikers Ben Moore.

In “Da draußen” geht um die Frage, wie sich das Leben auf der Erde und anderswo im Universum entwickelt hat oder haben könnte, mit welchen Methoden Forscher nach fernen Welten suchen, wie sie diese erkunden und dort nach Signaturen des Lebens Ausschau halten, welche Vielfalt es außerhalb unserer Erde geben könnte und ob beispielsweise exotische Fantasien wie die wuscheligen Tribbles aus Star Trek oder Ridley Scotts Alien denkbar wären. Denn dass irgendwo da draußen Welten wie die Erde existieren und manche von ihnen Leben tragen, davon ist der Astrophysikprofessor aus Zürich fest überzeugt. Und diese Überzeugung überträgt sich dank schlüssiger Argumente und seiner bildhaften und lebendigen Sprache schnell auf die Leser.

Beginnend mit einem Blick in die Weiten der Galaxis und einer Abschätzung, wie viele Planeten in habitablen Zonen hier existieren mögen, beschreibt Ben Moore die Methoden für die Suche nach Exoplaneten, erklärt im Detail die Entwicklung und die Vielfalt des Lebens auf der Erde und spekuliert über die Möglichkeiten, wie sich Leben auf anderen Planeten oder Monden entwickelt haben könnte, wie man Ausschau nach so genannten Biomarkern in fremden Atmosphären halten kann und einiges mehr. Er dringt so tief in Wissenschaften wie Astronomie, Geologie, Chemie oder Mikrobiologie vor wie es das jeweilige Thema verlangt und hält dabei mühelos die Balance zwischen der Vermittlung von Fachwissen und Verständlichkeit, zwischen Leichtigkeit und Spannung. In Kapitel 7 wirft er einen Blick darauf, wie sich das Wissen über ferne Himmelskörper und das Universum und die Spekulationen darüber und über die Existenz fremder Wesen in der Science-Fiction im Laufe der Geschichte gegenseitig bedingt und befruchtet haben. Schließlich findet sich noch ein Glossar mit wichtigen Begriffen am Ende des Buches.

Man muss darauf gefasst sein, an diesem Buch ein bisschen länger zu lesen. Warum? Weil es dazu anregt, selbst über exotische Welten und fremdes Leben nachzudenken und die Gedanken immer wieder schweifen zu lassen. Weil es kein Buch ist, das man nach der letzten Seite in den Schrank stellt und sich kaum mehr an das Thema erinnert. Im Gegenteil. Moores Gedanken haben etwas von dem Leben an sich, über das er schreibt: einmal ausgesetzt, breiten sie sich unaufhaltsam aus, wachsen und gedeihen und kommen immer wieder und überall zum Vorschein.

Fazit

“Da draußen” ist ein wundervolles Buch über das Leben hier und fern von der Erde, das zwar leicht zu lesen ist, trotzdem viel Wissen vermittelt. Da Ben Moore an der Universität Zürich eine Vorlesung über Astrobiologie hält, kann man davon ausgehen, dass er weiß wovon er spricht. Darüber hinaus versteht er es glänzend, sein Wissen zu einer überaus spannenden, amüsanten, lehrreichen und inspirierenden Lektüre zu verdichten, die man ungern aus der Hand legt. Wenn Sie vorhaben, in diesem Jahr nur ein einziges populärwissenschaftliches Buch zu lesen, dann sollte es unbedingt dieses sein.

Copyright © 2014 by Michael Bahner

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