Gärtnern (fast) ohne Gießen – Mit wenig Wasser zum Gartenglück

Dorothée Waechter
Gärtnern (fast) ohne Gießen – Mit wenig Wasser zum Gartenglück

Jan Thorbecke Verlag in der Schwabenverlag AG, Ostfildern, 02/2014
HC, Sachbuch, Natur & Tier/Garten
ISBN 978-3-7995-0526-0
Titelgestaltung von Finken & Bumiller, Stuttgart unter Verwendung von Motiven von iStock @ xyno (oben) und photocase @ wa54 (unten)
Fotos und Abbildungen im Innenteil von Martin Staffler, Stuttgarten (gartenfoto.eu)

www.thorbecke.de
www.folium-redaktionsbuero.de
www.gartenschönheit.de (keine Inhalte, Stand: 03/14)

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Sauberes Wasser ist unser wichtigstes Gut. Das haben inzwischen viele Menschen erkannt, auch in Ländern, in denen es scheinbar im Überfluss vorhanden ist. www.right2water.eu initiierte im Jahr 2013 eine Petition, um die nationalen Wasserrechte bzw. die Selbstbestimmung der Gemeinden über ihr Wasser zu schützen – vor einem Ausverkauf im Rahmen des Freihandelsabkommens mit den USA. Was Europa anderenfalls bevorsteht, ist in den USA bereits Gang und Gäbe: Städtische Konzerne kaufen kleinen Gemeinden die Wasserrechte an ihren Quellen ab, um die urbane Versorgung zu sichern, insbesondere seit das Grundwasser durch Fracking verunreinigt wird – und das Quellwasser wird den ursprünglichen Besitzern, teuer in Flaschen abgefüllt, zurück verkauft. Infolgedessen geben immer mehr Farmer, denen buchstäblich das Wasser abgegraben wurde und wird, auf.

In Deutschland, wo selbst trockene Sommer die Wasserversorgung kaum bedrohen, geht der Trend immer mehr zum bewussten Umgang mit der Ressource, teils weil die Gebühren stetig steigen, teils weil es inzwischen in den Köpfen angekommen ist, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, den Wasserhahn aufzudrehen und Trinkwasser in beliebiger Menge zu erhalten. Leider sträuben sich viele Gemeinden und Wasserversorger noch immer dagegen, dass private Haushalte Regenwasser als Brauchwasser (für Toilettenspülung, den Garten etc.) auffangen und auf diese Weise die Trinkwasservorkommen schonen. Allerdings führt ‚übertriebene‘ Sparsamkeit zu neuen Problemen wie verstopfte Toiletten und Kanalisationen. Intelligente Lösungen unabhängig von der Gewinnorientierung der Versorger sind notwendig. Vor allem die Besitzer eines größeren Gartens, der während heißer, trockener Sommermonate wenigstens zwei Mal am Tag ausreichend gegossen werden muss, wären sehr dankbar für Ideen, mit denen sich das kostbare und kostspielige (Wasser- und daran gekoppelte Kanalgebühren) Trinkwasser schonen ließe. Bis dahin ist allerdings ein weiter Weg, sodass man sich anderweitig behelfen muss …

… beispielsweise durch „Gärtnern (fast) ohne Wasser“. Die Gartenbau-Ingenieurin und Staudengärtnerin Dorothée Waechter, die im Fernsehen und in diversen Garten-Zeitschriften und –Büchern schon seit Jahren reichliche Tipps gibt, beschreibt im vorliegenden Sachbuch, wie man „mit wenig Wasser zum Gartenglück“ gelangen kann. Systematisch gibt die Autorin zunächst Wissenswertes zum Thema wieder: dem Wasser an sich, dem Wasserkreislauf/Wetter und der Pflanzenwelke. Das nächste Kapitel ist der Bodenbeschaffenheit gewidmet und den Möglichkeiten, diese zu verbessern, damit das Wasser gespeichert werden kann.

Darauf folgen Ideen zur Anlage von Gärten, die mit wenig Wasser auskommen, orientiert an dem, was die Natur zeigt: Prärie, Kiesgarten, Steingarten usw. Durch die geschickte Platzierung von schattenspendenden Bäumen und Hecken sowie einer entsprechenden Auswahl an geeigneten Pflanzen kann man sich ein kleines, vielfältiges Paradies schaffen, das sehr genügsam ist. Natürlich werden Gemüse- und Kräutergärten nicht ausgespart und darüber hinaus Topfgärten angesprochen. Anschließend finden sich spezifische Ratschläge zum richtigen und nachhaltigen Gießen, der Boden- und Pflanzenpflege etc. Besonders schön ist, dass Listen vorhanden sind, welche Pflanzen für die jeweiligen wassersparenden Gartenanlagen empfohlen werden. So kann man anhand der Begebenheiten im eigenen Garten in Ruhe überlegen, was infrage kommt und planen. Die Hinweise sind nachvollziehbar und interessant, werden außerdem durch schöne Farbfotos, die wenigstens Kreditkartenformat haben und bis zu zwei Seiten belegen können, veranschaulicht.

„Gärtnern (fast) ohne Wasser“ ist ein äußerst aktuelles, sehr interessantes und nützliches Buch, das man allen Gartenbesitzern empfehlen möchte.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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