Häkeln lernen mit eliZZZa

Elisabeth Wetsch (eliZZZa)
Häkeln lernen mit eliZZZa
Perlen-Reihe 721

Verlag Perlen–Reihe, Wien (A), 1. Auflage: 08/2012
TB im Kleinformat
Sachbuch, Handarbeiten & Basteln, Häkeln
ISBN 978-3-99006-022-3
Titelgestaltung von David Wagner unter Verwendung einer Illustrationen von Peter Jani
Farbige Fotos und Abbildungen im Innenteil von N. N.

www.perlen-reihe.at
www.nadelspiel.com
http://club.nadelspiel.com/
www.youtube.com/playlist?list=PLA37C2F3040F5B729
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In der Grundschule lernten die Mädchen – erst Jahre später auch die Jungen – im Handarbeitsunterricht einfache Muster zu sticken, zu häkeln und zu stricken. Später an den weiterführenden Schulen wiederholte sich das, wenn auch nur für Mädchen, und das Nähen an der Maschine kam hinzu. Der Schwerpunkt lag jedoch auf dem Stricken, sehr zum Leidwesen der weniger Begabten auf diesem Gebiet. Da hier weniger Wolle als beim Häkeln verbraucht wurde und die Pullover einfach fescher aussahen, entwickelte sich eine richtige ‚Strickwelle‘ in den 1970/80er Jahren, von denen Omas, Mütter und Schülerinnen erfasst wurden. Sogar im Nicht-Handarbeitsunterricht bei den toleranteren Lehrern klimperten die Nadeln. Es gab wohl kaum jemanden, der nicht mehrere (selbst-) gestrickte Pullover, Socken, Schals oder bunte Mützen besaß. Aber Häkeln?!

Nachdem Handarbeiten in den 1990er Jahren ziemlich out waren (der Alternativ-Boom ließ nach), hat man erst jetzt diese Technik wieder entdeckt. Allerlei Verlage bieten Bücher an mit neuen und alten Ideen im aufgepeppten Gewand: überwiegend Textilien und Accessoires für Kleinkinder (die sich nicht wehren können), Spielzeugtiere, Topflappen, Kissenbezüge, Taschen, Handy-/Tablet-Hüllen usw. usf. Bislang ist das Interesse der Teens eher zögerlich, denn die gegenwärtige Generation hat an der Schule schon weit weniger Unterricht im Fach Handarbeit genossen und weiß wenig mit einer Häkelnadel anzufangen.

Von daher ist im Vorfeld ein Grundkurs Häkeln notwendig, der eine Warenkunde zu den Garnen und Häkelnadeln einschließt, die verschiedenen Maschenarten vorstellt und in Wort und Bild erklärt, wie sie gemacht werden. Erst dann kann mit einfachen Arbeiten und Mustern begonnen werden, deren Schwierigkeitsgrad allmählich ansteigt. Zusätzliche Hilfe bieten – man befindet sich schließlich im Internet-Zeitalter – entsprechende Homepages von Verlagen und Autoren, Foren, in denen man sich mit Gleichgesinnten austauscht, Plattformen wie YouTube, die nützliche Videos präsentieren. Und genau  das alles in der richtigen Reihenfolge nebst Hinweisen zu Internetseiten offeriert das Büchlein „Häkeln lernen mit eliZZZa“.

Die Einführung ist sehr solide und verständlich aufgebaut. (Nicht nur) Anfängern wird empfohlen, eingangs immer erst eine Häkelprobe anzufertigen, um Geläufigkeit zu erlangen und herauszufinden, ob man eher fest oder locker strickt und wie sich das Garn verarbeiten lässt. Gerade wenn man ein Kleidungsstück anfertigen möchte, das nach Maß ist, ist die Häkelprobe unerlässlich (Maschenzählen). Ob man das Stück anschließend wieder auftrennt oder zusammen mit der Banderole der Wolle archiviert für z. B. eine Nachbestellung, bleibt jedem selbst überlassen. Auch Anleitungen zum Vernähen der losen Fäden und das Zusammennähen einzelner Teile sind enthalten.

Es finden sich außerdem Tipps, wie man das fertige Stück am besten pflegt, in Form zieht u. a. m. Auch nicht vergessen wurden Ratschläge zur Körperhaltung während des Häkelns und was man tun kann, wenn trotzdem Verspannungen auftreten. Die vorgestellten Projekte decken den gängigen Rahmen ab. Beispielsweise die „Kissenhülle oder Topflappen >>Quadro<<“ wird nur mit festen Maschen gehäkelt, doch durch Farb- und Formwechsel (Quadrat, Dreiecke) sowie Häkeln ‚am Stück‘ (kein Zusammennähen) wird aus der scheinbar einfachen Aufgabe etwas, das nicht zu simpel ist und auch Personen reizt, die bereits über Häkelerfahrung verfügen.

Das gleiche gilt für „Mobile-Hüllen mit Rippen und Streifen“, vom (Zeit-) Aufwand her ein überschaubares Projekt, das durch Farb- und Musterwechsel herausfordert. Es folgen u. a. mehrere Pullover-Modelle mit komplizierteren Farb- und Musterwechseln. Hier muss stets mitgezählt werden, insbesondere bei den Ausschnitten für Hals und Arme. Natürlich lässt sich noch allerlei mehr entdecken, das ausnahmslos sehr sorgfältig erklärt ist. Fotos und exakte Beschreibungen ersetzen die üblichen Häkelschriften. Ab und zu gibt es spezifische Tipps, die in Farbe hervorgehoben werden, genauso wie die Überschriften und die Hinweise zu Größen, Garnmengen, Nadeln und anderem Equipment. Am Ende befinden sich ein kleines Stichwortregister, eine Bezugsquelle für die Materialien, die zwar in Wien liegt, aber via Internet die Produkte gewiss verschickt, und ein ganz knappes Autorenporträt.

In der Summe: ein sehr schönes, lehrreiches, aber auch anspruchsvolles Buch für Anfänger, das Fortgeschrittene ebenfalls gern zur Hand nehmen werden.

Copyright © 2014 by Irene Salzmann (IS)

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