Kleider im japanischen Stil – 25 Projekte mit Nähanleitung

Sato Watanabe
Kleider im japanischen Stil – 25 Projekte mit Nähanleitung

Chokusen-nui de Suteki na One Piece, Japan, 2006
Haupt Verlag, Bern (CH), 09/2013
PB, Sachbuch, Mode & Handarbeit/Nähen
ISBN 978-3-258-60073-4
Aus dem Amerikanischen von Eva Korte, Braunschweig
Titelgestaltung von Verlag die Werkstatt, Göttingen unter Verwendung eines Fotos von Takeshi Noguchi
Farbfotos im Innenteil von Takechi Noguchi
Illustrationen von Noriko Hachimonji, Mamiko Kobayashi; Schnittmuster-Design von Yumiko Yoshimoto

www.haupt.ch

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Sato Watanabe ist seit Absolvierung ihres Studiums am Bunka Fashion College, Tokio freischaffende Designerin und Autorin verschiedener Näh-Bücher. „Kleider im japanischen Stil“ ist ihre erste Publikation in Deutschland.

Wie der Titel verspricht, findet man „25 Projekte mit Nähanleitung“, denen eins gemein ist: Sie sind sehr einfach dank gerader Schnitte und Nähte und dem Verzicht auf ein Zuviel an verspielten Extras. Das lässt die Modell in ihrem grundlegenden Schnitt einander ähneln und von den gängigen Stücken, die man ‚von der Stange kaufen‘ kann, abweichen. Sie erinnern durchaus an die Hänger-Kleidchen, die die Protagonistinnen in romantischen Shojo-Mangas tragen. Wer sich mit dieser Mode identifizieren kann und außerdem Freude daran hat, schöne Stoffe auszusuchen und sich seine Kleider selbst zu nähen, wird zweifellos so manche Anregung finden. Man darf jedoch nicht dem Trugschluss erliegen, dass die relativ einfachen Anleitungen von Anfängern problemlos gemeistert werden können. Zumindest Grundkenntnisse werden vorausgesetzt, damit sich auch weniger Geübte zurechtfinden.

Das Buch hält sich nämlich nicht mit langwierigen Einführungen und Erklärungen auf, sondern präsentiert als erstes die Modelle anhand von Farbfotos, die wenigstens Kreditkartenformat haben und bis zu einer Seite einnehmen können. Auf ihnen ist das jeweilige Projekt in einer Komplettaufnahme entweder auf einem Kleiderbügel oder an einem Model zu sehen, ferner die Details, durch die es sich von ähnlichen Ideen unterscheidet oder die der besonderen Beachtung bedürfen. Kurze Beschreibungen und der Hinweis, auf welchen Seiten die Arbeitsanleitungen zu lesen sind, ergänzen die Fotos. Erst jetzt folgt eine kurze Erläuterung der Grundtechniken nebst Glossar. Dieses soll jedoch nur der Wissensauffrischung dienen und es erleichtern, die Anleitungen nachvollziehen zu können.

Der Arbeitsteil ist so aufgebaut, dass das Modell noch einmal klein und in Farbe zu sehen ist. Daneben befindet sich ein Vorschlag für die Stoffauswahl, Angaben zur Größe des benötigten Stoffes und zusätzlicher Materialien wie Knöpfe, Häkchen und Ösen, Reißverschluss usw. Hinzu kommt eine Hilfe zur Größenumrechnung, so dass jeder das Schnittmuster für sich passend auf Papier bzw. Stoff übertragen kann. Weitere Abbildungen zeigen, wie man die einzelnen Teile sinnvoll auf dem Stoff arrangiert, um wenig Verschnitt zu haben, und wie letztlich die einzelnen Stücke zusammengefügt, gefältelt etc. werden. Auf Details wird gesondert eingegangen. Die Anleitungen sind sehr knapp in Form einer Schritt für Schritt-Beschreibung gehalten. Die Abbildungen veranschaulichen die Vorgehensweise. Was fehlt, ist der übliche, leicht verwirrende Schnittbogen mit den unzähligen Mustern, unter denen man das richtige heraussuchen und kopieren muss. Hier wird erwartet, dass man selbst die einfachen Schnitte nach den Maßangaben und mit Augenmaß überträgt.

„Kleider im japanischen Stil“ ist klar strukturiert aufgebaut und offeriert Anleitungen für z. B. Kleider mit „Mandarinkragen“, „U-Boot-Ausschnitt“, „Raglan-Ärmel“, „eingesetzter Spitze“ u. a. m. Tatsächlich sind die Grundschnitte sehr einfach, und die optische Wirkung verdanken die Stücke der Stoffauswahl und den kleinen Details. Zweifellos findet jeder schnell sein Lieblingsmodell – aber man sollte schon ein wenig Erfahrung und Fertigkeiten mitbringen, um die Projekte ohne Probleme realisieren zu können.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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