So zeichnet man „Star Wars – The Clone Wars“

Bonnie Burton
So zeichnet man „Star Wars – The Clone Wars“

Draw Star Wars: The Clone Wars, USA, 2011
Panini Books, Stuttgart, 12/2013
PB mit Ringbuchbindung
Sekundärband, Zeichnen, SF
ISBN 978-3-8332-2698-4
Aus dem Amerikanischen von N. N.
Titelgestaltung und Abbildungen im Innenteil von N. N.
Extra: 1 Set aus 1 Bleistift, 2 Buntstiften, 1 Filzstift und 1 Radiergummi in Folientasche

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Eigene Szenen und Charaktere erschaffen, neue Geschichten erfinden – als Fan einer animierten Serie hat man ein weites Feld an Möglichkeiten. Natürlich möchte man aber, dass die eigenen Gestalten denen im professionellen Film so sehr ähneln wie möglich. Hilfreich für die Fans von „Star Wars – The Clone Wars“ ist da das neue Zeichenbuch von Panini. Es bietet traditionelle Tipps und Anleitungen zum Zeichnen vom Personen (nicht von Hintergründen und Objekten, wenn man von ein paar Lichtschwertern absieht und Roboter als Charaktere wertet), jedoch in einer modernen und ansprechenden Aufmachung. Die jungen Leser werden Schritt für Schritt in die Geheimnisse von Haltung, Bewegung, Form und Proportion eingeführt, mit Abpausen und Strichmännchen über das Zeichnen mit Grundformen bis hin zu Details der einzelnen „Star Wars“-Charaktere.

Natürlich muss bei einem so grundlegenden Buch einiges unerwähnt bleiben – die für dynamische Posen wichtigen perspektiven Verkürzungen beispielsweise oder die Akzentuierung mit Licht und Schatten. Trotzdem gelingt die Gratwanderung zwischen der Vermittlung von Basiswissen und dem Ziel, möglichst ‚filmgetreue‘ Figuren zeichnen zu können, zumal viel mit Abpausen gearbeitet wird, was quasi nebenbei wichtiges Wissen über Haltungen und Dynamik vermittelt. Zudem wird der junge Zeichner dazu ermuntert, genau hinzusehen, Formen und Charakteristika zu erkennen – aus welchen geometrischen Körpern ist ein Roboter aufgebaut? Was macht ein Gesicht einzigartig? Solche Wahrnehmungsübungen sind eine gute Grundlage für eigenes Zeichnen auch jenseits der Vorgaben. Das Buch lädt dazu ein, direkt auf die eingebundenen Transparentpapierseiten zu zeichnen, was ein nettes Feature ist, allerdings dazu führt, dass man jede der Zeichenübungen nur einmal machen könnte – jeder ernsthafte Nutzer sollte demnach besser einen eigenen Stapel halbdurchsichtiges Papier bereit legen.

Teil des Buches ist ein Set von Zeichenmaterialien, sodass man gleich alles zur Hand hat, um loszulegen. Die Qualität vom Bleistift, den beiden Buntstiften und dem  Filzstift ist gut, allerdings ist letzterer eigentlich zu dick – die Abbildung im Buch zeigt einen deutlich dünneren Zeichenstift, sodass man ihn besser durch einen eigenen ersetzen sollte. Das Radiergummi, das als wichtiges Werkzeug oft erwähnt wird, tut seinen Dienst allerdings nur unzureichend. Natürlich sind alle Stifte im „The Clone Wars“-Look, was ihnen sicherlich noch zusätzliche Attraktivität verleiht.

Die Ringbindung des Softcovers ist zudem eine gute Idee und erleichtert das Aufschlagen des Buches zum Zeichnen. Zusätzlich zu den Zeichenanleitungen gibt es schöne Bilder der „The Clone Wars“ Figuren und kurze Informationen zu den Charakteren. Das Buch ist nichts für die ganz kleinen Fans der Serie, dazu ist der zeichnerische Anspruch zu hoch; doch für etwas etwas ältere (offiziell ab 8 Jahre), die gerne zeichnen und sich wirklich mit der Materie beschäftigen wollen, ist es eine prima Anleitung und ein gutes Hilfsmittel – nicht nur für Star Wars, sondern für das figürliche Zeichnen im allgemeinen.

Copyright © 2014 by Britta van den Boom (BvdB)

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