Von der Digitaldemenz zum Infoveganer: Worte von morgen – heute erklärt

Stefan Schmitt
Von der Digitaldemenz zum Infoveganer: Worte von morgen – heute erklärt

dtv-Verlag, München/Zeitverlag Gerd Bucerius, Hamburg, 07/2014
HC im TB-Format
Sekundärliteratur, Sachbuch, Etymologie
ISBN 978-3-423-28032-7
Titelgestaltung von Balk & Brumshagen
Zeichnungen im Innenteil von www.iconpharm.com

www.dtv.de
www.zeit.de
http://community.zeit.de/user/stefanschmitt-0

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Die Welt befindet sich in einem beständigen Wandel. Das macht sich auch in der Sprache bemerkbar: Nicht nur entwickeln sich neue Begriffe ganz von allein (Jugendsprache, Fachwörter, Slang, Anglizismen usw.) oder bereits bestehende Worte erfahren einen Bedeutungswandel bzw. verschwinden aus dem Sprachschatz, sondern es wird sogar gezielt von der Werbung so manches Kunstwort eingeführt – und für neue Schöpfungen benötigt man natürlich auch neue Termini, z. B. in den Bereichen „Digitales“, „Medizin“, „Naturwissenschaften“, „Kreativität“, „Technik“, „Umwelt“ und „Weltraum“.

Innerhalb dieser Gebiete stellt Stefan Schmitt, stellvertretender Ressortleiter Wissen bei „Die Zeit“, neue Wortkreationen vor, die sich vielleicht in der nächsten Zeit in der Sprache etablieren oder durch andere, elegantere, treffendere Bezeichnungen ersetzt werden. Das zu beobachten, ist genauso spannend wie die einzelnen Bausteine der neuen Wörter, die oft dem Latein, dem Altgriechischen, dem Englischen etc. entlehnt und munter miteinander vermischt wurden, auf ihre ursprüngliche Bedeutung zu erforschen und aufzudecken, wie daraus ein neues Wortgebilde geformt wurde, dessen Aussage nicht immer auf den ersten Blick hin deutlich wird.

Beispiele für die neuen Worte sind u. a. die titelgebenden Begriffe „Digitaldemenz“ und „Infoveganer“, ferner „Bontuit“, „Tanorexie“, „Brainjacking“, „Steampunk“, „Autonomobil“, „Exoskelett“, „Hyperschall“, „In-Vitro-Fleisch“, „Escherversum“.  Interessanterweise tauchten einige dieser Begriffe schon vor Jahren in der fantastischen Literatur auf (insbesondere in SF, Cyberpunk, Steampunk). Der Autor zerlegt rund einhundert Worte in jene Teile, die für die Neubildung herangezogen wurden. Im Fall von „Bontuit“ denkt jeder sofort an das französische „Bonmot“, wohingegen „Tuit“ eine Ableitung des Wortes „Tweet“ ist. Daraus ergibt sich eine von Detlef Gürtler, Wortistik-Blogger der „taz“, erfundene Bezeichnung für ein geistreiches Wort – präziser: einen geistreichen Satz mit den maximal 140 Zeichen, die eine „Twitter“-Nachricht lang sein darf.

Möchte man nun mehr erfahren (und vielleicht sogar mit einem modernisierten Sprachschatz seine Gesprächspartner beeindrucken), findet man in „Von der Digitaldemenz zum Infoveganer“ eine Vielzahl weitgehend unbekannter Wortschöpfung kurzweilig und anschaulich erklärt. Darüber hinaus wird eine kleine Liste mit weiterführenden Büchern und URLs zu Websites geboten, die sich mit der sich verändernden Sprache, der Etymologie und neuen Wortschöpfungen befassen. Ein interessantes Büchlein für Germanisten, Etymologen, Literaten, Zukunftsforscher und alle, die dem Neuen aufgeschlossen gegenüberstehen!

Copyright © 2014 by Irene Salzmann (IS)

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