2012 – Das Ende aller Zeiten

20122012 – Das Ende aller Zeiten
Brian D’Amato

Lübbe (2009)
ISBN: 9783785760000
Umfang: 888 Seiten
Originaltitel: In the Courts of the Sun: The Sacrifice Game (2009)
Übersetzer: Angela Koonen und Dietmar Schmidt
Genre: Science Fiction
www.luebbe.de

Vorwort:
Die Welt geht unter. Sicher. Aber wann? Seit Jahrhunderten, wenn nicht gar seit Tausenden von Jahren gibt es alle möglichen wirren bis ernst gemeinten Untergangsvorhersagen und Untergangsdaten, samt entsprechender Propheten und Unheilsverkünder. Deren Zahl ist genauso Legion, wie deren Scheitern, das Nichteintreten der ultimativen Katastrophe. Die aktuellste – gescheiterte – war das vergangene Millennium, das Jahr 2000. Wer von uns hat nicht – trotz aller eingebildeter Intelligenz und Modernität – tief in seinem Inneren doch ein Körnchen Wahrheit am globalen Computerversagen erwartet und ein daraus resultierendes Doomsday-Erwarten gehegt? Na?

Zur Geschichte:
Jed DeLanda – dem Protagonisten des Romans – läuft es allerdings eiskalt den Rücken herunter, als ihm Marena Park, ihres Zeichens Geschäftsführerin und Designerin eines Computerspielkonzerns, eines der wenigen existierenden Maya-Schriftstücke vorlegt. Die Conquistadores und die in ihrem Schlepptau in Südamerika einfallenden katholischen Missionare hatten bei der Eroberung des Kontinentes, besser: der genozidalen Abschlachtung der Einwohner, jedes „Schriftstück“ der Indio-Kulturen verbrannt, samt ihrer Schreiber und Inhaber. Einige wenige Exemplare, darunter der Codex Nurembergae (einzusehen im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg) gibt aber Hinweise auf eine mehr als reale Beschreibung vom Ende aller Zeiten.

In dem Maya-Codex wird das bekannte Opferspiel beschrieben, mit dem sich äußerst zuverlässig Vorhersagen „erspielen“ lassen. Jed DeLanda, selbst veritabler Spieler und Marena Park, welche eine PC-Variante des Opferspiels entwickelt hat und erfolgreich vertreibt, spielen sozusagen auf den niedrigsten Levels. Sie beherrschen leidlich das Spiel mit nur wenigen Steinen, genauer Schädeln. Doch um die zuverlässigste Vorhersage zu treffen, ob das verhängnisvolle Datum, der 21.12.2012, tatsächlich das Ende der Welt bedeutet und wie man es möglicherweise doch verhindern könnte, muss man das Spiel mit 9 Schädeln spielen.

Dabei sollte man wissen, dass sich der Schwierigkeitsgrad nicht einfach von 1 auf 9 erhöht, sondern mit jedem neuem Schädel potenziert. Das ist ungefähr so einzuordnen, als wenn ein Schachspiel anstelle von 2x 16 Figuren mit 2.000 Figuren gespielt wird. Für jeden Spieler. Und noch mal ein Dutzend Spieler dazu. Von denen jeder noch mal ein paar tausend Figuren hat. Jed DeLanda und Marena Park ist klar, dass niemand auf diesem Planeten auf diesem Level spielen kann. Nicht zu dieser Zeit.

Da trifft es sich gut, das ein überaus mächtiger Konzern eine Möglichkeit gefunden hat, in der Zeit zu reisen. Es wurde eine Methode entdeckt, mit der man ein künstliches schwarzes Loch erzeugen kann. Leider zu klein, um einen menschlichen Körper unbeschadet zu transportieren, doch groß genug, um eine Kopie eines Geistesinhaltes in die Vergangenheit zu schicken. Eine Kopie Jed DeLandas, dessen Wissen um frühe südamerikanische Kulturen, sein mathematischer Verstand und seine indianische Abstammung ihn zum idealen Zeitreisenden machen.

Und Eile ist geboten, denn die ersten Vorboten des Maya-Codex sind exakt eingetroffen. Der Wirbelsturm Katrina, die indonesische Flutwelle und der Anschlag auf Disney World mit anfangs 35.000, später weit über 100.000 Toten. Wer hat eine „stille, schmutzige Bombe“ geworfen? Wer war verantwortlich für diese Plutonium-Verseuchung? Ist es der gleiche, der am 21.12.2012 zuschlagen will oder wird? Oder ist es eine Gruppe? Ein feindlicher Staat? Terroristen?

Der Transfer gelingt. Mehr oder weniger. Jed² landet im Jahr 664 n. Chr. im Körper eines Maya; in dessen Geist. Doch leider ist es nicht die Zielperson. Und das ist nicht das einzigste Problem das Jed² hat. Bei weitem nicht…

Fazit:
Das ist genau das, was ich von Science Fiction erwarte: Geschichte, Archäologie und modernste Technologie, gepaart mit einer Idee, die an sich schon oft da war: Der Rettung der Welt durch Zeitreise. Aber noch nie SO GUT! Brian D’Amato zeigt ein enormes Wissen über die Mayas, er hat Sinn für Humor und fast bin ich versucht, in Jed DeLanda ein Alter Ego des Autoren zu sehen. Etwa 600 der fast 900 Seiten „spielen“ zur Blütezeit der Maya. Von mir aus hätten es auch 1.900 sein können. Vielleicht tut mir und uns D’Amato ja den Gefallen. Die letzte Zeile lautet: Ende des ersten Buches. SIC!

Copyright © 2009 by Werner Karl

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