Befehl aus dem Jenseits

befehl-aus-dem-jenseitsThomas R. P. Mielke
Befehl aus dem Jenseits

(sfbentry)
Rowohlt Taschenbuch (13784)
ISBN
9783499137846
Science Fiction
Umfang 126 Seiten
Originaltitel: Befehl aus dem Jenseits (1994)
Erschienen: 1997
Titelbild: Walter Hellmann

www.rororo.de 

Die Menschheit befindet sich im Test. Drei völlig verschiedene Menschen – eine verwöhnte Milliardärstochter, ein arbeitsloser Akademiker und ein Mönch – erhalten eine geheimnisvolle Botschaft, die ihnen pünktlich zum 30. Geburtstag die Regelung ihres bevorstehenden Ablebens befiehlt. So beginnt der Roman des deutschen Science-Fiction-Autors Thomas R. P. Mielke (z.B. Bastei-Heftserie Die Terranauten, Heyne-Roman „Das Sakriversum“). Und tatsächlich: Exakt zum Zeitpunkt des Geburtstages erleiden alle drei ein seltsames Ableben, bei denen in Wirklichkeit ihre eigenen Körper durch perfekte Kopien ersetzt und sie selbst auf einem weit entfernten Planeten im Zentrum der Milchstraße wieder erwachen.

Verantwortlich dafür sind Sammlereinheiten einer außerirdischen uralten Rasse, die galaxisweit tausende Exemplare der verschiedensten Spezies entführen und einem besonderen Test unterziehen. Grund für die Entführungen und den Test ist die eigene Zeugungsunfähigkeit und der daraus bevorstehende Untergang dieser hoch stehenden Rasse. Mit aller Verzweiflung suchen seit Jahrtausenden die Nonos nach einem Volk, dass ihr Erbe antreten könnte. Doch bisher war keine der getesteten Rassen dafür geeignet. Bisher.

Nun ist nicht zu verleugnen, dass Mielke etliche gängige Klischees des Genres zitiert und stellenweise seine kurzen Sätze fast unangenehm auffallen. Ebenso ist es schon wieder ein Klischee, wenn ausgerechnet die Menschheit die Rasse darstellt, die als einzige brauchbar scheint, das Erbe der Superintelligenzen anzutreten. Zugegeben: Die Wahl irgend einer anderen – leider real noch nicht entdeckten – Rasse wäre für den Leser weniger interessant, schließlich will man sich ja mit den Protagonisten identifizieren. Aber man ist versucht, jeden Roman, den ein deutscher Autor platzieren kann, mehr als wohlwollend zu lesen, um gegen die erdrückende Übermacht der angloamerikanischen Veröffentlichungen wenigstens ab und zu ein Gegenstück zu setzen. Also dann, deutsche Verlage!

Copyright (C) 2008 by Werner Karl
 
Titel bei Amazon.de:
Befehl aus dem Jenseits

Comments

  1. Nichts gegen „wohlwollende“ oder auch kritische Rezensionen. Aber hier ist der Rezensent etwas in die Falle gelaufen.

    Das Original vom „Befehl aus dem Jenseits“ von Thomas R.P. Mielke erschien nämlich keineswegs wie angegeben 1994, sondern bereits 1970 – als Heftroman bei Zauberkreis-SF Nr. 105.

    Da waren kurze Sätze wohl Vorgabe.

  2. Hallo Gerd,

    da haben Sie völlig recht: Ich hatte übersehen, dass der Roman fast 25 Jahre vorher erschienen ist. Allerdings war auch der Autor da 25 Jahre jünger und heute schreibt er nicht mehr so. Trotz allem hat er es damals getan. Ob nun vom Verlag kurze Sätze vorgegeben wurden oder nicht es bleibt dabei, dass dies hie und da passen kann, über längere Strecken eben – zugegeben aus heutiger Sicht – mir aufgestoßen ist.

    Ich freue mich aber mehr darüber, dass Sie unsere Seite so aufmerksam lesen und wünsche mir viel mehr von solchen Kommentaren. Dies gilt als Aufruf an alle anderen Nutzer unserer Seiten: Meldet euch, schreibt uns eure Meinung, macht Vorschläge. Und das Beste: Auf unseren Seiten http://www.sfbasar.de und http://www.filmrezicenter.de finden sich immer wieder attraktive Preisausschreiben.

    Danke und weiter so!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.