Bestien

David R.George III
STAR TREK-Typhon Pact
Bestien

Star Trek-Typhon Pact: Rough Beasts of Empire, 2010
cross-cult, amigo Grafik, Ludwigsburg
ISBN: 978-3-86425-282-2
1. Auflage: 08/2013
Science Fiction
Übersetzung: Christian Humberg
Cover: Martin Frei
Taschenbuch mit 334 Seiten

www.cross-cult.de
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Der Prätor Shinzon benutze die Ressourcen des romulanischen Volkes dazu um seine sehr persönliche Rache an der Föderation und nicht zuletzt an Captain Picard zu vollbringen. Um an die Macht zu gelangen, tötete er den gesamten romulanischen Senat. Nach dem Sieg über den verrückten Usurpator, der sich zudem noch als Klon von Picard entpuppte, ergriffen sowohl Tal-Aura, die Shinzon unterstütze, als auch Donatra, die dem Militär angehört, die Gelegenheit die Macht zu ergreifen. Während Donatras Absichten darin münden ihrem Volk Wohlstand und Frieden zu bringen, verfolgt Tal-Aura nur ein Ziel. Sie will ihre Macht mit allen Mitteln festigen und als Prätor über die Romulaner herrschen. Dazu ist ihr jedes Mittel recht.

Als Folge gibt es nun zwei Reiche der Romulaner, die ein gespaltenes Volk zurücklassen. Spock der schon lange versucht die Romulaner und Vulkanier wieder zu vereinen, sieht eine Gelegenheit sowohl Tal-Aura als auch Donatra seine Ziele näher zu erläutern. Er merkt jedoch schnell, dass Tal-Aura ihn nur für seine Machtspielchen benutzt. Derweil befindet sich Benjamin Sisko in einer Phase tiefster Depression. Die zurückliegenden Ereignisse machen ihm klar dass er sein Leben ändern muss. Die Propheten, die solange ein Teil seines Lebens waren, schweigen ihm gegenüber. Er verlässt seine Frau und die kleine Tochter und kappt alle Verbindungen zu seinem bisherigen Leben. Er tritt der Sternenflotte erneut bei und übernimmt das Kommando über die U.S.S. Robinson. Hier hofft er sein Leben erneut in den Griff zu bekommen. Im Hintergrund des Typhon Paktes lauern finstere Gestalten. Diese machen sich die Umstände zu nutze um ihre Position innerhalb des Paktes zu stärken. Außerdem lauern sie darauf die Romulaner davon zu überzeugen ihrem Pakt beizutreten. Dabei machen sie vor keinem noch so perfiden Mittel halt um ihre Ziele durchzusetzen.

Der Autor konfrontiert die Leser mit einem Volk, das einst zu den Vulkanieren gehörte. Die Romulaner haben sich vor Äonen von ihnen abgespalten um nach ihren eigenen Doktrinen zu leben. Sie erinnern in ihren Interaktionen sehr stark an das Volk der Römer, so ist der Name mehr als passend. Wie die einstigen Römer auf der Erde gibt es auch bei ihnen einen Senat in dem die wichtigsten und mächtigsten Gruppierungen bzw. Familien des Volkes ihre Vertreter schicken um ihre Interessen zu vertreten und Vorteile zu nutzen um noch mächtiger zu werden. Dabei müssen sie verdammt aufpassen, dass sie mit ihrem intriganten Verhalten, das in den Genen der Romulaner zu liegen scheint, nicht selber Gefahr laufen in ihre eigene Falle zu tappen. Den die Gegner sind zahlreich und gewieft und so ist jedes Wort oder Zugeständnis ein Balanceakt für dieses Volk. Intrigen, Mord, Verrat und subtile Machenschaften sowie eine grenzenlose Machtgier sind die Begriffe, die Star Trek Fans mit dem Volk der Romulaner verbinden. Während Tal-aura ihre Spielchen spielt um die Bevölkerung zu täuschen ,versucht sie alles um ihrer Widersacherin zu schaden.

Donatra scheint eine Ausnahme zu sein und verfolgt das Ziel ihrem Volk zu mehr Wohlstand zu verhelfen und zwar allen Rhiannsu und nicht nur denen in den obersten Bevölkerungsschichten. Sie ist bereit ihrer Feindin die Hand zu reichen um das zerrissene Volk zu einen. Da es aber einen gewieften Gegner im Hintergrund gibt, den der Autor sehr interessant und geheimnisvoll wirken lässt, gelingt es diesem die beiden starken Frauencharaktere gegeneinander auszuspielen. Da die Vertrauensbasis fehlt, hält der unsichtbare Gegner alle Fäden in den Händen um sein Ziel zu erreichen. Dazu wird noch die Figur von Benjamin Sisko weiterentwickelt wenn dies auch nicht eben zu aller Zufriedenheit von statten geht. Der Leser erlebt einen vom Schicksal gebeutelten Mann, der sich sicher ist, das er denen die er liebt nur Unglück bringt. So zieht er einen Strich unter sein bisheriges Leben und seine Frau und Tochter müssen die bitteren Konsequenzen seines Handelns tragen. Siskos Aktionen scheinen sehr egoistisch und eigennützig zu sein. Wer aber die Hintergründe kennt bekommt die Gelegenheit zu verstehen warum der einstige Commander der Raumstation Deep Space Nine alles hinter sich lässt um neu anzufangen.

Die Geschichte kommt nicht richtig in Fahrt, da es zu viele Fäden beinhaltet die sinnvoll verknüpft werden wollen. So nimmt die Weiterentwicklung von Spock und seinen Anhängern einen Großteil der Handlung ein, scheint aber eher auf der Stelle zu treten. Am interessantesten sind die Aktionen des unbekannten Gegners, der nicht fassbar zu sein scheint. Hier gibt es gute Ansätze um dem Titel der Story gerecht zu werden. Den eins vermag der Autor gut darzulegen, wie sehr einige Wesen bereit sind ihre innere Bestie loszulassen um die Ziele die sie anstreben auch mit den hinterlistigsten Mitteln zu erreichen. Dabei wird vor Drohungen, Erpressung und sogar Mord keinesfalls zurückgeschreckt. Das Buch liest sich etwas zäh und der Funke will nicht so richtig überspringen, dennoch werden Fans der Romulaner wieder tiefe Einblicke in die Welt dieses Volkes erhalten. Echte Fans des Star Trek Universums werden sich mit dieser Geschichte bestimmt anfreunden, für Neueinsteiger dürfte die Story eher wirr erscheinen, da ihnen das nötige Hintergrundwissen fehlt.

Copyright by 2014 © Petra Weddehage (PW)

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