Der Schwarmkrieg

der-schwarmkriegTroy Denning
Der Schwarmkrieg
Dunkles Nest Band 3

(sfbentry)
Star Wars 
Blanvalet / Star Wars Taschenbuch (26568)
ISBN 9783442265688
Originaltitel: Star Wars: The swarm war (2005)
Erschienen: 2008
Übersetzer: Regina Winter
Titelbild: Cliff Nielsen
Umfang: 414 Seiten

www.blanvalet.de 

Wir befinden uns 35 Jahre nach „Rückkehr der Jedi-Ritter“: Luke Skywalker steht dem Orden der Neuen Jedi-Ritter vor. Seine beiden erwachsenen Kinder mit Mara Jade-Skywalker – der ehemaligen „Hand des Imperators“ und die Kinder von Han Solo und Leia Organa-Solo zählen ebenfalls zum Jedi-Orden und spielen wichtige Rollen im mittlerweile offenen Krieg zwischen den isoliert lebenden Chiss und den insektoiden Killiks. Luke versucht – im wahrsten Sinne des Wortes – mit aller Macht, diesen Krieg zu beenden, bevor er auf die Galaktische Allianz übergreift. Doch sein Plan ist gefährlich und wie jeder Plan ist es längst nicht sicher, ob er sich tatsächlich wie geplant durchführen lässt…

Was sich in den ersten beiden Teilen noch recht gut bis sogar sehr gut entwickelt hatte und flüssig lesen ließ, lässt im dritten Teil doch merklich nach. Irgendwie hat man das Gefühl, dass sich Troy Denning nicht klar war, wie der Krieg glaubwürdig zu beenden möglich sei.

Wie bei vielen Star-Wars-Romanen verwischen sich die Grenzen zwischen Gut und Böse, einzig noch erkennbar durch die Anhängerschaft entweder der einen oder anderen Seite der Macht. Wobei selbst hier, gute Absichten in böses Tun führen können, scheinbar gute Charaktere – nach unseren heutigen Moral- und Rechtsempfinden – auf einmal skrupellos handeln. Es ist schon sehr befremdlich, wenn Luke Skywalker – als Oberhaupt des zum Frieden verpflichteten Jedi-Ordens – seine Anhänger zu Attentats-Morden aufruft und noch nicht einmal darüber nachdenkt, das dieses Vorhaben allem widerspricht, wofür er gekämpft hat und an was er angeblich glaubt.

Weit weniger Skrupel haben da die Vertreter insektoider Rassen, welche ihr eigenes Überleben schlichtweg davon abhängig machen, eine andere Spezies komplett auszurotten. War dies – Gott sei Dank – selbst Hitler mit den Juden nicht möglich, erscheint es mir in einem zukünftigen raumfahrenden Imperium noch unwahrscheinlicher. Schließlich verfügt jede Seite über Dutzende, Hunderte oder gar Tausende von bewohnten Planeten, von der Zahl dazwischen operierender Raumflotten ganz zu schweigen. Also kann die Vernichtung oder Ausrottung des Gegners niemals die Lösung sein.

Vielleicht liegt es an unserem menschlichen – bis dato planetengebundenen – Denken, dass Troy Denning nicht an eine „galaktischere“ Handlung und Lösung gedacht hat. Wir sind, was wir sind: Homo sapiens, Affen auf einem Planeten. Vielleicht wird dies anders, wenn wir Homo stellaris werden, Affen zwischen den Sternen.

Copyright (C) 2008 by Werner Karl

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Dunkles Nest Band 1: Die Königsdrohne
Dunkles Nest Band 2: Die verborgene Königin
Dunkles Nest Band 3: Der Schwarmkrieg

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