Die Macht des Todessterns

die-macht-des-todessternsMichael Reaves, Steve Perry
Die Macht des Todessterns
Star Wars

(sfbentry)
Blanvalet Taschenbuch (26556)
ISBN 9783442265664
Science Fiction
Umfang 479 Seiten
Originaltitel: Star Wars: Death Star (2007)
Erschienen: 2008
Übersetzer: Andreas Kasprzak
Titelbild: John Harris

www.blanvalet.de

Kann es eine fürchterlichere Waffe geben als die, welche ganze Planeten vernichten kann? Wer im Besitz einer solchen Waffe ist, hat unumschränkte Macht. Oder nicht? Das Imperium ist kurz davor den Bau einer 120 km durchmessenden, also knapp mondgroßen Kampfstation abzuschließen, nämlich genau derjenigen, welche wir alle aus Episode IV „Krieg der Sterne“ nur zu gut kennen. Und von der wir wissen, dass es schlussendlich der Rebellenallianz unter Führung des jungen Luke Skywalker gelingt, diese zu vernichten. Also ist die Macht des Todessterns doch nicht so unumschränkt?  Die Führung des Imperiums, also der Imperator und seine Militärs – allen voran der Großmufti und Kommandant des Todessterns Wilhuff Tarkin – glauben daran. Auch Darth Vader befürwortet den Bau des Todessterns, doch in vielen Dingen zieht er die Macht der Dunklen Seite vor.

Was wir im Film nicht erfahren, erzählt dieser Roman. Wer sind die Männer und Frauen an Bord dieser riesigen Kampfstation? Alles brutale Soldaten, begierig darauf alle Rebellen und deren Sympathisanten auszulöschen? So groß die Station ist, so immens ist – bei aller modernster Technik – auch ihr Bedarf an menschlicher Besatzung. Etwa 1 (!) Million Menschen und Vertreter anderer Spezies arbeiten, kämpfen und leben in ihr. Alleine nur mit Freiwilligen und Verpflichteten aus den Reihen des Militärs lässt sich selbst bei der Größe des Imperiums dieser Bedarf nicht decken. Gerade bei der Planung, Materialbeschaffung und enormer logistischer Probleme kommen auch zivile Individuen zum Einsatz. Manche tun es freiwillig – die gigantische Aufgabe reizt – und der Verdienst ist sehr gut, andere werden rekrutiert, schlichtweg gezwungen, nicht wenige sind Sträflinge, Sklaven, Arbeitsvieh. Das Imperium hat wenig Skrupel mit aller Kraft den Bau im Zeitplan zu halten und Rückschläge durch Sabotageakte gnadenlos aufzuholen.

Da bleibt es nicht aus, dass Spione, Verräter, geflüchtete Sträflinge in den Tausenden von Gängen, Hallen, Lagern und Räumen Unterschlupf finden und Dinge verschwinden, die im Überfluss vorhanden sind. Manche Dinge lassen sich bei der Vielzahl an Zugangsberechtigten auch nicht mit 100%iger Sicherheit verwahren… z.B. die Pläne des Todessterns. Wir erleben den ersten Test der gewaltigen Laserwaffe: Tarkin lässt den Straf-Planeten Despayre im Outer-Rim-Territorium – in dessen Umlaufbahn der Bau stattfindet – vernichten. Samt einer geschätzten Zahl von wiederum einer Million der gefährlichsten Sträflinge… und deren Bewacher gleich mit. Wie gesagt: das Imperium hat keinerlei Skrupel. Noch hat die Kampfstation nur ca. 30% ihrer endgültigen Feuerkraft erreicht und so benötigt es noch dreier Schüsse, um Despayre zerplatzen zu lassen, doch man ist bereits bei den Abschlussarbeiten. Im letzten Viertel des Romans knüpft die Handlung unmittelbar an die allererste Szene aus der Saga an: Darth Vaders Sternenzerstörer Devastator verfolgt und kapert das Konsularschiff von Prinzessin Leia Organa…

Noch vor einem Jahr hatte ich eine unterschwellige Abneigung zu den Romanen aus dem Star-Wars-Universum. Ich hatte gedacht „Was soll da groß passieren? Zwischen den Filmen?“. Nun, ich habe meine Meinung gründlich revidiert. Es macht einfach Spaß Lücken der Filmsaga zu schließen, Verbindungen, Entwicklungen zu erkennen. Wenn´s dann auch noch spannend wird, umso besser. Zwar ist „Die Macht des Todessterns“ kein literarisches Highlight, aber es befriedigt in jedem Fall die Erwartungen und weckt den Hunger nach mehr.

Copyright (C) 2008 by Werner Karl

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