Die Stunde Null

H. G. Francis und Manfred Wegener
Die Stunde Null
Rex Corda – Retter der Erde 1

Mohlberg Verlag, Köln, 1. Auflage: 09/2003
PB, SF
ISBN 978-3-936229-27-1
Mit Vorworten von Heinz Mohlberg und Dirk van den Boom (Buchbearbeitung)
Titelillustration von Hans Möller, Titelvignette von Rüdiger W. Wick
Illustrationen im Innenteil von Harry Messeschmidt

www.mohlberg-verlag.de
www.sf-boom.de
http://kay-moeller.de/page5.php
www.harrys-comic-camp.de/

Titel erhältlich bei Amazon.de

„Rex Corda“ gilt als die wichtigste dt. SF-Serie neben „Perry Rhodan“ und „Ren Dhark“. Sie wurde in den 1960er Jahren von Hans Gerhard Franciskowsky und Manfred Wegener geschaffen und kam auf 38 Heft-Romane im Bastei-Verlag (1966/67). Außer H. G. Francis, der später auch für „Perry Rhodan“ schrieb, und Manfred Wegener wirkten damals, T. R. P. Mielke, Arno Zoller und J. A. Garrett mit. Der Mohlberg Verlag ist nicht der erste, der Jahre später versuchte, mit Nachdrucken von „Rex Corda“ das SF begeisterte Publikum zu erreichen, doch war erst seinen Bemühungen Erfolg beschieden. Die Serie erscheint in bearbeiteter und ergänzter Fassung à zwei Roman-Hefte pro Paperback (Bd. 1 – 15: bearbeitet von Dirk van den Boom, ab Bd. 16: von Manfred H. Rückert) und erfuhr mit „Rex Corda Extra“ und „Sigam Agelon“ sogar zwei Spin Offs mit neuen Storys.

Der dritte Weltkrieg im Jahr 1972 hat die Erde verändert und neue Machtblöcke geschaffen. Jahre später bemühen sich der junge Senator Rex Corda und Gleichgesinnte um eine Weltregierung und eine Ächtung der Atomwaffen. Die Republique Africaine strebt jedoch eine Vormachtstellung an und ist offensichtlich dazu bereit, ihre Ziele notfalls durch einen neuen Krieg zu realisieren. Plötzlich wird die Erde zum Schauplatz einer Auseinandersetzung, die schon Jahrtausende wärt: Zwei außerirdische Völker, die Laktonen und die Orathonen, versuchen, sich gegenseitig auszulöschen, ohne Rücksicht auf unbeteiligte Welten. Von den Bewohnern der Erde verlangen sie Unterstützung und ersticken jegliche Gegenwehr im Keim.

Die Republique Africaine wird vernichtet, und bei einem Angriff auf Washington kommen alle einflussreichen Politiker ums Leben – ausgenommen Rex Corda, der die Konferenz, enttäuscht ob ihres Ausgangs, verlassen hatte und nun in den Augen der Invasoren der mächtigste Mann der Erde ist. Rex Corda wird von den Orathonen entführt und gezwungen, alle Geheimnisse preiszugeben. Ihm gelingt die Flucht zu einem Stützpunkt, in dem sich einige Laktonen, die in der Schlacht die Unterlegenen waren, verborgen halten und den Militärs einen Handel anbieten. Falls sich Rex Corda darauf einlässt, treibt er dann den Teufel mit dem Beelzebub aus?

Trotz der Bearbeitung kann die Heftroman-Serie „Rex Corda“ nicht verleugnen, ein typisches Kind der 1960er Jahre zu sein, und dieses Flair sollte auch nicht verloren gehen, schließlich hat jene Literatur-Gattung immer noch ihre Fans, und gerade die älteren Leser werden ganz nostalgisch, halten sie Geschichten von damals bzw. über die Helden von damals in den Händen. Die Handlung und die Protagonisten entsprechen dem, was man seinerzeit erwartete: Invasoren fallen über die Erde her, und ein Mann bewahrt einen klaren Kopf, um die Menschheit zu retten. Rex Corda ist das Pendant zu Perry Rhodan und Ren Dhark, ein Überheld, der besondere Fähigkeiten besitzt, flexibel ist und sich neue Kenntnisse rasch aneignet.

Natürlich findet er auch treue Helfer und Mentoren, die ihm beistehen, aber nicht aus seinem Schatten heraustreten. Frauen spielen keine Rolle in diesen frühen Abenteuern, die man der Miltary-SF zuordnen darf. Die Storys sind einfach, temporeich und kommen schnell auf den Punkt. Man erkennt rasch, dass die Hauptfigur Rex Corda jemand Besonderes ist, und wenn irgendwer die richtigen Entscheidungen treffen und die Erde retten kann, dann er. Zusammen mit seinen Kameraden muss er so einiges durchstehen, und nicht jeder überlebt die heimtückischen Angriffe und Folterungen. Der neue Präsident schlägt sich auf die Seite eines der Völker und stellt damit die Weichen für das Kommende.

Schätzt man die Heftroman-Serien der 1960er Jahre und hat Vergnügen an Titeln wie „Perry Rhodan“, „Atlan“ etc., wird man sicher auch der Neuauflage von „Rex Corda“ und ihren Spin Offs gern eine Chance geben.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Amazon.de

Comments

  1. Sollte man hier nicht vielleicht einen anderen Bestellink reinsetzen, w man auch tatsächlich noch was bestellen kann von diesem Titel? Vielleicht von Amazon Marketplace? Eine Rezension ohne Bestellmöglichkeit macht ja nicht gerade viel Sinn, oder?

  2. Nun, die Rezi hat ja einen Bestelllink. Bei Booklooker gibt es den Titel scheinbar nicht. Und es ist die (freiwillige) Aufgabe des Rezensenten, hier mehr als die üblichen Links anzugeben. Als Chefredakteur habe ich keine Zeit, etwa 800 Titel pro Jahr nach mehrfachen Links zu durchstöbern. Sind sie der Rezi beigefügt, bringe ich sie natürlich sehr gerne.

    mgg
    galaxykarl 😉

  3. Der Link bringt aber kein Ergebnis und statt dessen gibt es das Teil bei Amazon! Ihr habt doch auch Amazonbestellbuttons, odersoll ich direkt auf die Amazonseite gehen, dann bekommt ihr allerdings keine Provision? War nur so ein Tipp, wenn ihr was verdienen wollt!

  4. Aber bei buch24 steht dort „nicht mehr lieferbar“ und bei Amazon ist das Buch lieferbar! Wenn Ihr den Link nicht setzt, dann muß ich mir das Teil so bestellen und ihr geht leer aus!

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