Heldentod

Peter David
Heldentod
Star Trek – The Next Generation 4

Star Trek – The Next Generation: Before Dishonor, USA, 2008
Cross Cult, Asperg, 03/2010
TB, Science Fiction
ISBN 978-3-941248-64-9
Aus dem Amerikanischen von Bernd Perplies
Titelbild von Paramount Pictures Corporation

www.cross-cult.de
www.startrekromane.de
www.peterdavid.net/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Der dritte Band der „Star Trek – The Next Generation”-Buchreihe hat es bereits angekündigt und die Helden auf eine erste Probe gestellt: Die Borg sind zurück! Die alten Recken wissen, dass ein Kampf und große Verluste unvermeidbar sind.

Vice-Admiral Katryn Janeway ist auf den Weg zur Enterprise E, die auf den ersten Borg-Kubus nach zwanzig Jahren gestoßen ist. Dabei gilt Jean-Luc Picard als unberechenbar, wenn es um die Borg geht, schließlich war er einmal von diesen assimiliert worden. Die ehemalige Captain der Voyager ist nur froh, dass auch Seven of Nine, die noch länger und intensiver unter den Borg gelebt hat, vor Ort, aber zu einer guten Freundin geworden ist. Janeway will genau wissen, was eigentlich passiert ist, und wie es Picard gelang, den Kubus lahm zu legen. Doch die Vice-Admiral wird niemals ihren Bestimmungsort erreichen, denn das Forschungsschiff, auf dem sie reist, wird von einem Borg-Raumer aufgebracht, und alle Besatzungsmitglieder werden assimiliert oder getötet.

Janeway erleidet ein besonderes Schicksal. Der eigentlich von der Enterprise still gelegte Kubus ist wieder zum Leben erwacht und stößt unerbittlich auf das Herz der Föderation zu, dabei alles verschlingend, was auf seinem Weg liegt. Schließlich fordert man die Herausgabe von Seven of Nine und Captain Picard. Doch ausgerechnet der Chef über die Enterprise ist nicht dazu bereit, sich so einfach als Opferlamm und Sündenbock hinzugeben. Er hat noch einen letzten verzweifelten Plan, die Borg aufzuhalten, und legt sich deshalb mit den neuen Offizieren seiner Mannschaft an, während die altgedienten weiter zu ihm stehen. „Heldentod“ ist um einiges actionreicher als sein Vorgänger „Quintessenz“, bleibt aber dem neuen Stil der Geschichten recht treu und konzentriert sich nicht nur auf die Handlung sondern auch auf die Innenwelt der Figuren, so dass man ein wenig mehr über Janeway, Picard, Seven of Nine und einige der Nebenfiguren erfährt und versteht, warum sie so handeln.

Zudem haben sich die Borg etwas verändert – sie sind nicht mehr ganz so vorhersehbar und eindimensional, wie man sie aus den Serienfolgen kennt –, haben sich nach den mit den Menschen gemachten unangenehmen Erfahrungen weiter entwickelt und sich auf deren unlogisches Verhalten eingestellt. Sehr viele Andeutungen und Hinweise auf frühere Geschehnisse sind eingearbeitet, die man glücklicherweise aber nicht alle kennen muss, da viele davon auch direkt im Text erklärt werden. Ansonsten vermischt der Autor Bekanntes mit eigenen Ideen, variiert gekonnt vertraute Verhaltensmuster und bietet somit auch dem „Star Trek“-Fan Überraschungen. Neu-Einsteiger werden allerdings eher überfordert sein. Verfasst ist dies in einem lockeren und unterhaltsamen Stil, der leicht zu lesen ist und auch keine hohen Anforderungen an das Verständnis stellt.

Alles in allem ist „Heldentod“ ein sehr dramatischer „Star Trek“-Roman, der sehr viel von der düsteren Seite der Serien einfängt. Gerade wenn man die Borg für den faszinierendsten Gegner der Menschheit hält, wird man sehr zufrieden gestellt, da die Gegenspieler neue Facetten zeigen und so nicht nur einfach ein Abklatsch dessen sind, was man schon kennt.

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Comments

  1. Bulgarische oder rumänische Gärtner?
    Brutale oder radikale Gangster?
    Bayerische oder rheinische Ganoven?
    Banale oder radikale Globetrotter?
    Ah, ich weiß wieder:
    Biologische Organismen? Nein, war´s auch nicht.
    Wer weiß es denn noch? Na? Na?

    Mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl ;-))

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