Herr aller Dinge

Andreas Eschbach
Herr aller Dinge

(sfbentry)
Gustav Lübbe Verlag
in der Bastei Lübbe GmbH & Co. KG
ISBN 978-3-7857-2429-3
Science Fiction
Erschienen: 16.09.2011
Umschlaggestaltung: Pauline Schimmelpenninck, Büro für Gestaltung, Berlin
Umschlagmotiv: © Daniel White/Skytopia
Hardcover mit Schutzumschlag, 687 Seiten

www.luebbe.de
www.lesejury.de
www.andreaseschbach.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung „für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs“ schrieb er seinen ersten Roman „Die Haarteppichknüpfer“, der 1995 erschien und für den er 1996 den „Literaturpreis des Science Fiction-Clubs Deutschland“ erhielt. Bekannt wurde er vor allem durch den Thriller „Das Jesus-Video“ (1998), das im Jahr 1999 drei literarische Preise gewann und zum Taschenbuchbestseller wurde. ProSieben verfilmte den Roman, der erstmals im Dezember 2002 ausgestrahlt wurde und Rekordeinschaltquoten bescherte. Mit „Eine Billion Dollar“, „Der Nobelpreis“ und zuletzt „Ausgebrannt“ stieg er endgültig in die Riege der deutschen Top-Thriller-Autoren auf. Nach über 25 Jahren in Stuttgart lebt Andreas Eschbach mit seiner Familie jetzt seit 2003 als freier Schriftsteller in der Bretagne.

Zum Buch:

Hiroshi Kato ist der Sohn einer Wäscherin. Charlotte ist die Tochter des französischen Botschafters. In Japan lernen sie sich kennen und freunden sich an. Hiroshi erkennt bei seinen Besuchen in der Botschaft die Unterschiede zwischen Reich und Arm. Er ist ein aufgeweckter Junge und schnell wächst in ihm eine Idee, die sein Leben prägen soll: Er wird es schaffen, dass alle Menschen reich sind. Reichtum hat schließlich nichts mit Geld zu tun, sondern mit ganz anderen Dingen.

Charlotte hat eine besondere Gabe. Sie kann beim Berühren von Gegenständen deren Vergangenheit fühlen und so gelingt es ihr Hiroshi etwas über seinen ihm unbekannten, amerikanischen Vater zu berichten.

Die Wege der Kinder trennen sich recht schnell, aber Hiroshis Gefühle für Charlotte sorgen dafür, dass es zu weiteren Begegnungen kommt. Sie können sich nicht voneinander lösen, aber auch nicht wirklich zueinander finden, diese beiden Personen, die als Kinder einen Lebenstraum hatten, den sie zumindest noch im Studium beide weiterverfolgen. Charlotte beschäftigt sich mit der Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter, sie studiert Paläontologie und Hiroshi beschäftigt sich am Massachusetts Institute of Technology mit dem Thema Robotik. Während des Studiums treffen sie aufeinander, doch es kommt zu einem Missverständnis und so trennen sich die Wege der Protagonisten erneut.

Hiroshis Leben ist geprägt von seiner Forschungsarbeit. Er verfolgt zielstrebig seine Ideen und lässt sich nicht von seinem ursprünglichen Ziel abbringen. Hier kommt auch die Nanotechnologie ins Spiel. Andreas Eschbach gelingt es dem Leser die technischen Zusammenhänge nahe zu bringen ohne den Nichtwissenschaftler zu überfordern. Hier fällt es dem Leser leicht zu lernen und zu verstehen und gleichzeitig Verwunderung zu entwickeln über die Möglichkeiten das Unmögliche möglich zu machen.

Charlotte verliert ihren Traum zeitweilig aus den Augen. Sie lässt sich treiben und es scheint als fühle sie sich ausgelastet mit dem was sie tut. Erst nach einiger Zeit bemerkt sie, dass es ihr doch gut tut, den alten Wunsch wieder aufleben zu lassen. Schließlich nimmt sie an einer Expedition teil bei der es zu einem Zwischenfall kommt.

„Herr aller Dinge“ das ist eine Liebesgeschichte, ein wissenschaftlicher Roman, Science Fiction und vieles mehr. Diese Geschichte lässt sich nicht in ein Genre Schema packen, aber dafür gelingt es ihr Leser jeden Genres zu packen. Der Mensch ist neugierig, er forscht und erfindet neue Technologien. Was diese bewirken können ist nicht immer vollkommen klar und ob alle ihre Auswirkungen erkannt werden, das ist zu bezweifeln. Genau das wird auch in diesem Buch sehr deutlich.

Mit vielen überraschenden Wendungen und langsam aber stetig ansteigendem Spannungspotential führt Andreas Eschbach den Leser seines Buches zu einem grandiosen, unfassbaren und auch traurigen Ende. Immer wieder wird an unterschiedlichsten Stellen und auf verschiedene Art und Weise die Thematik Reich und Arm aufgegriffen. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman und mit ihr die Beziehung zwischen Hiroshi und Charlotte.

Wer Unterhaltung auf hohem Niveau sucht, der ist hier genau richtig.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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