Honors Mission

David Weber
Honors Mission
Honor Harrington 25

Originaltitel „Mission of Honor” (Teil 1)
Bastei Lübbe, 2011
Science-Fiction
ISBN 978-3-404-20652-0
Umfang 558 Seiten
Lektorat Ruggero Leò
Titelbild Arndt Drechsler

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www.luebbe.de

Vorwort:

Habe ich in der Rezi zu Band 24 nach dem echten Weber gerufen? Scheinbar haben auch andere (ich maße mir aber nicht an, dass er ausgerechnet meinen Hilferuf gehört hat, geschweige denn erhört hat) aufgeheult, denn der vorliegende Band geht wieder in Richtung der ersten Bände. Aber dazu später mehr.

Zum Buch:

Nach der Schlacht um Manticore – welche die angreifende Republik Haven mit erschütternden Verlusten verloren hat – lecken sich beide Reiche, auch das „siegreiche“ Sternenimperium von Manticore, ihre Wunden. Und das ist auch notwendig, denn beide haben längst erkannt, dass die Republik Haven wenig mit der Volksrepublik Haven zu tun hat. Die Eskalierung der jahrzehntelangen Kämpfe hätte eigentlich mit der Revolution der Haveniten beendet sein können. Wenn, ja wenn, nicht korrupte Politikos die diplomatische Korrespondenz zwischen den Reichen manipuliert hätten.

Und da sich die Situation im Talbott-Quadranten immer mehr zuspitzt und der Krieg mit der riesengroßen Solaren Liga praktisch jeden Tag auch offiziell ausbrechen kann, lässt sich Königin – nein, Kaiserin – Elizabeth III von Manticore zu einem überraschenden Schritt überreden: der Aufnahme von ernsthaften Friedensverhandlungen. Und wer soll diese schwierige Aufgabe übernehmen? Natürlich genau die Person, welche den Vorschlag gemacht hat: Lady Dame Honor Alexander-Harrington.

Und auch wenn der „Salamander“, wie Honor von Freund und Feind in allergrößter Hochachtung tituliert wird, sich selbst keine großen diplomatischen Fähigkeiten zugesteht, ist sie doch die allerbeste Person, welche das ausgeprägte Misstrauen ihrer Verhandlungspartner in ehrliches Vertrauen wandeln könnte …

Derweil hat es die 10. Manticoranische Flotte unter dem Kommando von Sir Aivars Terekhov und Gräfin Gold Peak, namentlich Michelle Henke, mit einer solarischen Admiralin – und ihren 71 Raumschiffen der Superdreadnought-Klasse und etlichen Begleitschiffen zu tun. Und Terekhov und Henke stehen ihnen mit weniger als einem Drittel eigener Raumschiffe gegenüber.

Fazit:

Es gibt noch einen weiteren Handlungsfaden mit den Agenten Anton Zilwicki für Manticore und Viktor Cachat für Haven, aber den lasse ich hier absichtlich unbesprochen.

Ich habe zu diesem Band ein halbes Dutzend anderer Rezis gelesen und muss nur den Kopf schütteln; scheinbar habe ich ein anderes Buch gelesen. Da wird von diesen Rezensenten der träge Riese Solare Liga als stereotype Macht bezeichnet und so einem Sternenreich – und ergo damit dem Autor – Unglaubwürdigkeit unterstellt. Dem muss ich vehement widersprechen. Weber hat hier Beispiele aus der Geschichte nur konsequent in die Zukunft verlegt.

Ein riesengroßes Reich, das die halbe bekannte Welt (im Roman natürlich mehr als die Hälfte des besuchten Milchstraßenraumes) beherrscht, hält sich zwangsläufig irgendwann für unangreifbar … und degeneriert nur genauso konsequent, fast schon mit unausweichlicher Kausalität. Dies mussten nicht nur die Römer, Alexanders Reich, das Britische Empire und neuzeitlicher: die Sowjetunion, äußerst bitter erleben.

Wer sich für den Größten hält, vernachlässigt seine Forschung (siehe Sowjetunion). Wenn äußerer Druck fehlt, wird jegliche Forschung und Entwicklung einschlafen (siehe DDR). Arroganz und Größenwahn (siehe das Britische Empire) gehen hier Hand in Hand. Und kleinere, sogenannte neobarbarische Sternenreiche wie z. B. Manticore, die jahrzehntelang ums nackte Überleben kämpfen müssen, sind zwangsläufig erfindungsreicher, innovativer, agiler, flexibler. Ein Moloch reagiert – wenn überhaupt! – nur extrem schwerfällig auf Veränderungen. Und genau so hat Weber die Solare Liga entworfen. Und ich nehme ihm das ab.

Somit ist das Resultat der Schlacht am Ende dieses Romans mehr als glaubwürdig. Und der kommende Krieg zwischen dem kleinen Sternenimperium Manticore und der gigantischen – aber technisch gesehen fast „steinzeitlichen“ – Solaren Liga sind ein Handlungsverlauf, auf dem ich mich wirklich freue. Ich mag es nämlich, wenn der Underdog dem arroganten Großkotz in die Knie zwingt. Vor allem dann, wenn aus alten Feinden, womöglich neue Verbündete werden …

Natürlich ist „Honors Mission“ – wie gewohnt – nur der erste Teil des originalen „Mission of Honor“. Der zweite Teil ist als Band 26 der Serie unter dem Titel „Der letzte Befehl“ erschienen.

Copyright © 2012 by Werner Karl

Titel erhältlich bei Amazon.de
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Titel bei Amazon.de: Honor-Harrington-Reihe

Band 1: Auf verlorenem Posten
Band 2: Die Ehre der Königin
Band 3: Ein schneller Sieg
Band 4: Mit Schimpf und Schande
Band 5: Im Exil
Band 6: Ehre unter Feinden
Band 7: In Feindeshand
Band 8: Die Siedler von Sphinx
Band 9: Der Stolz der Flotte
Band 10: Die Baumkatzen von Sphinx
Band 11: Wie Phoenix aus der Asche
Band 12: Die Raumkadettin von Sphinx
Band 13: Ein neuer Krieg
Band 14: Honors Krieg
Band 15: Die Spione von Sphinx
Band 16: Der Sklavenplanet
Band 17: Um jeden Preis
Band 18: Auf Biegen und Brechen
Band 19: Der Schatten von Saganami
Band 20: An Bord der Hexapuma
Band 21: Die Achte Flotte
Band 22: Sturm der Schatten
Band 23: Jeremy X
Band 24: Die Fackel der Freiheit
Band 25: Honors Mission
Band 26: Der letzte Befehl
Band 27: Die Feuertaufe

Comments

  1. Eine sehr schöne Besprechung, die Lust auf mehr macht. Nur leider sind die untenangehängten Titel keine Bestellinks. Damit hätte die Seite punkten können, womöglich Geld verdienen durch Bestellungen, so aber ist das leider nicht möglich. Wirklich schade um die verpasste Chance. 🙁

  2. Mein Tipp: macht doch solche Auflistungen als Bestellinks bei Booklooker, dann macht es auch nichts, wenn einige Titel im normalen Buchhandel nicht mehr erhältlich sind, denn bei Booklooker gibt es so gut wie alles, notfalls gebraucht und dann oft noch zu einem fairen Preis. Ich würds mir wünschen! 😀

  3. Hallo Uwe,

    kuck mal bei den vorherigen Rezis, da gibt´s jede Menge Links zur Serie.

    mgg
    galaxykarl 😉

  4. Ohohoho, mal eine Frage an die Sprachpuritaner:

    Mus es nicht „guck mal“ heißen? Kommt doch ja vom volksmundlichlichem Gucken, Glotzen und nicht Kucken, wie vom Kuckuck.

    mgg
    galaxykarl 😉

  5. Warum kopierst du diese Liste nicht einfach jedes mal unter die neuen Rezis, ist doch bestimmt sinnvoll, oder? 😀

  6. So, ihr Nervbeutel: alle 27 Links sind drin … und sie funzen sogar!

    Ist ja gut, ich bin ja nicht der einzige WEber-Fan und ihr wollt alle die Serie komplett haben. Also dann, Freunde der Military-SF: Schön AUF UNSERE Links klicken und eure Lücken schließen.

    Viel Spaß beim Lesen wünscht euch euer
    galaxykarl
    … natürlich mit galaktischen Grüßen 😉

  7. 3,49 für Band 14 ist echt fair! Mal sehen, wie der Band erhalten ist, aber hauptsache, er ist noch lesbar! Ich finde es klasse, dass man nicht immer den Neupreis zahlen muß. Kenne aber auch Leser, die fassen nichts an, was andere schon in den Fängen hatten. Wie ist das beu euch anderen? Ekelt ihr euch vor gebrauchten Büchern? 🙂

  8. Ekeln? Nein. In meinem Keller befinden sich ca. 8.500 Titel, was ungefähr 1,5 to Papier entspricht. Da ist nur ein Bruchteil neu erstanden. Der Zustand ist wichtig, nicht ob das Buch schon jemand gelesen hat.

    Ältere Titel finde ich unter Tauschticket, echt eine tolle Seite; mach ich jetzt seit knapp 4 Jahren.

    mgg
    galaxykarl 😉

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