Kryptum

Greg Bear
Kryptum
Halo – Die Blutsväter-Saga 01 (von 3)

Panini Books, 2011
Orginaltitel: „HALO: Cryptum – The Forerunners Saga Book 1“
ISBN 978-3-8332-2126-2
Hardcover
Science Fiction
Umfang 364 Seiten
Übersetzer: Tobias Toneguzzo & Andreas Kasprzak
Umschlaggestaltung: tab indivisuell, Stuttgart

www.paninicomics.de/videogame

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Klappentext:

Vor 100.000 Jahren wurde die Galaxie von einer Vielzahl unterschiedlicher Völker bewohnt. Doch eine Spezies war den anderen in Technologie und Wissen weit voraus und wurde daher zur dominierenden Macht. Sie regierten weise und friedvoll, doch erstickten sie jeden Widerstand gegen ihre Vormachtsstellung schnell und brutal. Man nannte sie Blutsväter – die Hüter unvergleichlichen Wissens. Und dann verschwanden sie …

Zum Buch:

Es ist sehr lange her, dass ich ein Buch komplett durchgelesen und am Ende immer noch nicht durchgeblickt habe, trotz eines Intelligenzquotienten von knapp über 2. Ich musste doch tatsächlich die Website Halopedia besuchen und mich dort unter den aktuell 1.346 Seiten bis zu dieser Seite (http://de.halo.wikia.com/wiki/Blutsv%C3%A4ter) vortasten, um einen kurzen Abriss der Geschehnisse von „Kryptum“ zu finden. 22 Zeilen später: Aha, das habe ich gelesen?!

Ich gebe zu, dass ich zwar das PC-Game kenne und auch einen Roman (http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/science/das-cole-protokoll/) schon gelesen und rezensiert habe, aber dabei handelte es sich um Band 6 der Halo Taschenbuchreihe. Mit „Kryptum“ – welches ja 100.000 Jahre vor der PC-Game-Zeit und der o.g. Taschenbühcer spielt -, hoffte ich auf einen guten Einstieg. Auch weil „Kryptum“ den ersten Teil einer eigenen Trilogie darstellen soll. Doch weit gefehlt.

Weder werden die Protagonisten – wie in jedem anständigen Roman – zumindest einigermaßen optisch beschrieben, noch kann man den ersten 100 Seiten entnehmen, um was es überhaupt geht. OK, es KANN ein Element der Spannung sein, eingangs auf eine Schilderung der äußeren Erscheinungsform eines Wesens zu verzichten. Aber wenn man nach 100 Seiten merkt, dass dies eben keine ABSICHT war, dann ist es einfach nur blöd. Die so genannten „gottgleichen“ Blutsväter – konkret in persona des jungen Manipulars „Sternengeborener Der-Dauerhaftes-erbaut“ – verhalten sich dumm, tollpatschig, ja, er stolpert völlig ahnungslos durch die Handlung, dass es einem graust. Gottgleich?

Wie schon so oft muss eine böse Bedrohung – die Flood – die Galaxis heimsuchen und nichts und niemand kann sie aufhalten. Die „gottgleichen“ Blutsväter haben einen 1.000 Jahre zurück liegenden Krieg gegen zwei Rassen – die Menschen und die San ´Shyuum – locker gewonnen, gegen die Flood haben sie aber angeblich kein Mittel. Und da sollen ausgerechnet die Menschen, welche sie gerade besiegt hatten, eine frühere Invasion der Flood erfolgreich abgewehrt haben? Schwerer Logikfehler.

Das einzig positive, was ich an „Kryptum“ finden konnte, war, dass es entgegen den PC-Spielen nicht um sinnfreie Ballerei geht, sondern wahrlich um galaktische Geschehnisse. Der Klappentext liest sich gut und man hofft auf Spannung pur und atemberaubende Szenen. Doch was man geliefert bekommt, entspricht nun so gar nicht Greg Bears sonstigem Schaffen. Böse Zungen würden nun behaupten, er habe für „Kryptum“ nur seinen guten Namen gegeben, wie es scheinbar immer öfter üblich ist. Ich neige dazu, diesen Stimmen beizupflichten. Chance vertan.

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Copyright © 2011 by Werner Karl

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HALO 01. Die Schlacht um Reach
HALO 02. Die Invasion
HALO 03. Erstschlag
HALO 04. Geister von Onyx
Halo 05. Erstkontakt
Halo 06. Das Cole Protokoll

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