Lichtkrieg

Lichtkrieg
Gary Gibson

Heyne (2009)
ISBN: 9783453525092
Umfang: 606 Seiten
Originaltitel: Stealing light (2007)
Übersetzer: Ingrid Herrmann-Nytko
Genre: Science Fiction
www.heyne.de

Die Sterne sind nur einen Schritt entfernt… und doch unerreichbar für jede Zivilisation, die nicht über die Technik zum Reisen mit Lichtgeschwindigkeit verfügt. Umso dankbarer ist die Menschheit, als das Volk der Shoal ihr genau diese Technik zur Verfügung stellt und damit hilft, neue Planeten zu besiedeln. Aber ist das wirklich ein reiner Akt der Großzügigkeit? Oder verbirgt sich dahinter ein finsterer Plan – ein Plan, der die Machtverhältnisse in der Galaxis für immer klären soll?
Covertext

Durch dieses technologische „Geschenk“ der Shoal ist es der Menschheit gelungen, etliche geeignete Planeten zu besiedeln, welch mittlerweile durch das mächtige Konsortium zusammengehalten werden. Doch der gesamte Raumverkehr unterliegt der völligen Kontrolle der Shoal, extrem langlebigen Fischwesen, welche sich als die einzige Rasse in der Galaxis rühmen, welche über diese Technologie verfügt.

Und diese Kontrolle geht sogar so weit, dass selbst der Kontakt zu anderen raumfahrenden Rassen und die Expansion der Menschheit von den Shoal nur in einem begrenzten Sektor der Milchstraße erlaubt werden. Die Vereinbarung zwischen den Shoal und allen anderen Spezies sieht darüber hinaus die Möglichkeit vor, dass ein besiedelter Planet ohne Angabe von Gründen von den Siedlern wieder zu verlassen ist, sollten die Shoal dies verlangen, ansonsten der Entzug der fremdartigen Transluminaltechnologie droht.

Mehr als genug Stoff für Misstrauen, Feindseligkeiten und Eifersucht. Sind die Shoal wirklich die einzigen, welche das Reisen mit Lichtgeschwindigkeit beherrschen? Wie konnten diese Fischwesen – ohne die Erfindung des Feuers – im Laufe ihrer Evolution zu solcher Hightech gelangen?

Da entdecken Planeteninspektoren am Rande des bekannten Weltraums auf einem Planeten im Nova-Arctis-System das Wrack einer unbekannten Rasse. Und dieses Wrack hat einen Lichtantrieb, der nicht von den Shoal stammen kann, denn das Alter des Wracks wird auf Millionen von Jahren datiert. Ein eilig dorthin verbrachtes Forscherteam stößt bei seiner Arbeit auf uralte Hinweise, in denen geheimnisvolle „Weise“ erwähnt werden. Sind sie die wahren Erfinder des Lichtantriebs? Und haben die Shoal ihnen diese Technologie gestohlen? Und vor allem: Leben die Weisen noch irgendwo in den Tiefen des Alls?

Von Gary Gibson gibt es noch nicht so viel Science Fiction, aber „Lichtkrieg“ ist recht gute Unterhaltung. Vielleicht hätte er die Handlung, um 150 Seiten verkürzt, noch besser erzählt und der Schluss lässt Raum für eine Fortsetzung. Immer, wenn in einem SF-Roman auf fantastische – und in der Regel untergegangene oder verschwundene Superzivilisationen – hingewiesen wird, frage ich mich, warum diese nicht mehr da sind, wenn sie denn, ach so toll waren. Zählt – wie auch hier – nur noch die überragende Technik? Ist nicht auch eine entwickelte, hoch stehende Ethik ein wesentliches Merkmal einer Superzivilisation? Und es kommt am Ende von „Lichtkrieg“ zu dem, was oft kommt: Nicht die „Weisen“ sind die wahren Überwesen, sondern die „Schöpfer“!

Copyright © 2009 by Werner Karl

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Lichtkrieg

Comments

  1. Leider habe ich deine Rezi erst gesehen, als ich das Buch schon lange hatte 🙁

    Beinahe die ersten 200 Seiten habe ich hinter mir. Hört sich an wie eine sportliche Leistung! Ist es auch, ein wahrer Hindernislauf: Logikfehler noch und nöcher, seltsame Dialoge; sowohl Charaktere als auch Handlung sind in großen Teilen unglaubwürdig; und teilweise äußerst seltsames Deutsch. Ich weiß nicht, wer bei dem Buch mehr geschludert hat, der Autor oder die Übersetzerin.

    Für eine Rohfassung ist dieses Machwerk vielleicht ganz ok, aber da fehlt noch ganz gehörig Feinschliff.

    Was man dem Buch allerdings nicht absprechen kann, ist, dass die Handlung sehr actionreich ist. Das ist auch der einzige Grund, weshalb ich es noch durchlesen werde … das und die Tatsache, dass es mich ein paar Euro gekostet hat.

  2. Das bringt mich auf eine Idee:

    Nachdem wir nun ja einige Tausend Rezis hier stehen haben, könnte man eine Gewinnfrage zu einem rezensierten alten Roman stellen. Der Gewinn ist ein aktuelles Buch desselben Autors.

    Was haltet ihr davon?

    mgg
    galaxykarl 😉

  3. Natürlich eines, das wir auch rezensiert und ggf. vom Verlag als Verlosungsexemplar anbieten können.

    mgg
    galaxykarl 😉

  4. Und das bekommst du einfach so dort?

    Machst du damit nicht Eurem Bazar konkurrenz?

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