Die Verschwörer

Irene Salzmann
Die Verschwörer

Rettungskreuzer Ikarus, 34
Atlantis Verlag, Stolberg, 5/2008
PB, SF, 978-3-936742-48-0, 132/690
Titelillustration von Ernst Wurdack

www.atlantis-verlag.de
www.rettungskreuzer-ikarus.de
www.wurdackverlag.de/

Die Invasion der Outsider steht bevor. Vortex Outpost wird nach und nach von Zivilisten geräumt, während weiterhin fieberhaft an der ultimativen Waffe gebaut wird. Captain Sentenza und seine Frau durchleben eine schwere Zeit – ihr ungeborener Sohn Freddy befindet sich in einem Stasisfeld; es ist ungewiss, ob sie ihn jemals in die Arme schließen können. Denn selbst, wenn die Bedrohung durch die Outsider abgewehrt werden kann, werden Sentenza und Sonja DiMersi vielleicht den Kampf nicht überleben.

Septimus Junius Cornelius befindet sich ebenfalls in einer Krise. Erstens gibt es nur noch pinkfarbene Haarbänder zu kaufen, und zweitens kommt Pakcheon nach Vortex Outpost. Er ist sich immer noch sehr unsicher in Bezug auf seine Gefühle für den Vizianer, fürchtet sich vor weiterem Klatsch…

Aber dennoch, er freut sich auf seinen Freund. Dann kommt jedoch die Ernüchterung: Pakcheon ist nicht nur distanziert, er reagiert regelrecht feindselig auf Cornelius, der von dieser Zurückweisung schwer getroffen ist. Der Telepath scheint ein vollkommen anderer Mann zu sein – hart, berechnend -, und umgibt sich ausgerechnet mit Cornelius‘ politischen Gegnern.

Im Nexoversum kämpfen derweil Shilla und Jason Knight verzweifelt um ihr Überleben. Ihr Freund Taisho liegt nach wie vor im Koma, und das biologische Kampfschiff Celestine II erweist sich als schwierige Verbündete…

Gerade im Krieg sind Vertrauen und Freundschaft, Einigkeit und Frieden zwischen den Verbündeten elementar, doch natürlich sind dies die Werte, die als erstes verloren gehen. Die Botschafter aller vertretenen Welten der Allianz kämpfen nur für ihre eigenen Vorteile, und der Streit zwischen Pakcheon und Cornelius, der zu jeder anderen Zeit allenfalls ein amüsantes Gesprächsthema gewesen wäre, bedroht möglicherweise die Sicherheit aller. Es gibt Verräter, Verschwörer in den eigenen Reihen, und überall ist der lange Arm der Outsider spürbar.

Irene Salzmann schafft es ein weiteres Mal, Spannung, Emotionen, persönliches Drama und Humor so miteinander zu mischen, dass die Seiten sich ganz von allein drehen. Ihre brillanten Charaktere tragen die Geschichte, mit bildreicher Sprache erschafft sie dichte Szenerien. Man leidet mit den Helden, vor allem mit Cornelius, den es diesmal am härtesten trifft. Man watet mit Jason Knight und Shilla durch faulendes Gestrüpp. Man sucht, hofft und wartet auf die Lösung des Rätsels oder wenigstens Erlösung in irgendeiner Form.

Am Ende des Bandes weiß man zumindest ein wenig mehr, aber der Cliffhanger ist wirklich hart, die Geschichte endet offen, das Überleben einiger lieb gewonnener Charaktere hängt in der Schwebe. Fortsetzung und Erlösung gibt es dann in Band 35: „Kontakt“, ebenfalls von Irene Salzmann.

Fazit: Für jeden Anhänger des „Ikarus“-Universums ein Volltreffer! (alea)

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Rettungskreuzer Ikarus 34: Die Verschwörer

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