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Expedition ins alte Ägypten

Erstellt von Werner Karl am 3. Juni 2010

expedition-ins-alte-agyptenDugald A. Steer
Expedition ins alte Ägypten

(sfbentry)
Egyptology, GB, 2004
Ars Edition, München, 7/2005
Großformatiges Hardcover mit Glassteinen im Cover und Briefen,
Zetteln und Abdeckungen zum Öffnen
Bildband, Sachbuch, Geschichte
ISBN 978-3-7607-4838-2
Aus dem Englischen von Cornelia Panzacci
Titelbild und Illustrationen von Ian Andrew, Nick Harris und Helen Ward

www.arsedition.de
www.geheimewelten.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Die alten Hochkulturen üben auch heute noch einen magischen Reiz auf die Menschen aus. Das merkt man bei jeder neuen Ausgrabung und den daraus resultierenden Funden. Sie ergänzen nicht nur die bereits vorliegenden Erkenntnisse, sondern werfen auch neue Fragen und Rätsel auf, die es zu enthüllen gilt. Viele Jahrtausende liegen nun zwischen der Erschaffung der steinernen Monumente Ägyptens und der Niederlegung der Schriften, die ebenfalls die Zeit überdauert haben. Umso mehr entstand um sie eine Aura des Mystischen und Geheimnisvollen, auch wenn zumindest die Rätsel um Schrift und Sprache inzwischen enthüllt werden konnten. Besondern faszinierend sind die Ägypter in den Augen der heutigen Menschen. Anders als im Zweistromland kündeten ihre Hinterlassenschaften von dem tiefen Glauben an ihre unzähligen Götter und die Ausrichtung des alltäglichen Lebens auf das Jenseits. Zudem waren sie weitaus bildhafter und sprachen so auch die Laien an.

Als in den frühen 1920er Jahren erstmals das Grab eines Pharaos gefunden wurde, das unzerstört und ungeplündert geblieben war, entstand ein wahrer Äqypten-Boom. Plötzlich begannen sich die Massen und die Medien für „König Tut“ und seine Schätze zu interessieren. Die Kultur war nicht mehr nur für die Historiker oder das Bildungsbürgertum spannend, und altägyptische Kunst floss in das moderne Design mit ein. Erstmals strömten auch westliche Touristen in größerer Zahl in das Land am Nil, um sich die Zeugen der Vergangenheit selbst anzusehen. Genau in dieser Zeit ist auch das Buch „Expedition ins alte Ägypten“ angesiedelt. Zwar sind die Beschreibungen ägyptischen Lebens meistens – wenn auch nicht immer – aktuellen Erkenntnissen angeglichen, das Design und auch der Stil des Textes ist jedoch dem Denken und dem westlichen Selbstbewusstsein der 1920er Jahre angepasst. Der Leser folgt den reich bebilderten Beschreibungen und Erläuterungen im Reisetagebuch der Miss Emily Sand, die zusammen mit anderen Hobbyforschern nach Spuren sucht, die weitere Geheimnisse des Grabes von Osiris enthüllen könnten, um genau so berühmt zu werden wie Howard Carter.

In das Buch eingeklebt sind, wie es sich für ein richtiges Reisetagebuch nun einmal gehört, natürlich auch Zeichnungen, Notizen, Pläne, Postkarten, Eintrittskarten und Briefe, die Miss Sands gesammelt hat. Man erlebt die ersten Eindrücke der jungen Miss Sand von Ägypten mit, wie sie dort eintrifft. Interessant sind die allgemeinen Anmerkungen zu Temperaturen und internationalen Entfernungen. Die Pyramiden von Gizeh – auch damals schon Anziehungspunkt für ausländische Besucher, dies es sich nicht nehmen lassen, auch an einer Führung in das Innere teilzunehmen – sind das erste Ziel, danach folgen die Gräber von Sakkara und das alte Memphis. Neben den Reisebeschreibungen fließen immer wieder Informationen und Erkenntnisse zu den alten Ägyptern mit ein, das Wissen über die Könige, die Bedeutung der Hieroglyphen und die Art der Mumifizierung. Wie auf einer Nilkreuzfahrt geht die Reise nun den großen und alten Strom aufwärts. Das Dorf Beni Hassan und die Ruinenstadt Amarna sind ebenso ein Besuch wert wie Abydos, Dêr El-Bahri oder das Tal der Könige. Wie nicht anders zu erwarten stehen dort Tut-ench-Amun und sein Grab im Mittelpunkt. Natürlich werden auch die Ruinen von Karnak genauer besichtigt. Bis an die Grenze von Nubien kommen die Reisenden, bis es zurück nach Philae und von dort aus zum Tempel der Isis und dem Grab des Osiris geht, die beide im Delta liegen. Wer neue Erkenntnisse zu Ägypten sucht, wird diese in „Expedition ins alte Äqypten“ weniger finden. Es gibt andere (Kinder-) Sachbücher, die weitaus ausführlicher auf das Leben im Reich am Nil vor fünf- bis zweitausend Jahren eingehen als dieser Bildband.

Im Vordergrund stehen hier eher die Erlebnisse der jungen Reisenden, die sich auf ein großes Abenteuer voller Gefahren einlässt und dabei staunend von den Wundern berichtet, die sie zu sehen bekommt. Der Autor und die Künstler haben dies sehr schön in Szene gesetzt. Das Buch lebt und atmet die Atmosphäre der 1920er Jahre, in denen Ägypten zu einem verklärten Land voller mystischer Wunder und geheimnisvoller Monumente geworden war und man viel Phantasie im Erfinden von Geschichten aus der Vergangenheit bewies. Ein wenig von der verspielten Faszination schwingt auch in diesem Buch mit. Stimmung wird vor allem durch die staunende Ehrfurcht und unstillbare Neugier der Erzählerin angesichts der Relikte geschaffen, denen sie gleichzeitig Respekt entgegen bringt, im gleichen Atemzug aber auch hinter die Oberfläche und das Offensichtliche blicken will.

Das Buch ist eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Suche nach dem Unentdeckten, Nervenkitzel für Kinder der Zivilisation, die auch in der Ferne gewohnte Bräuche wie das Weihnachtsfest nicht missen wollen. Nicht nur Kinder werden ihre Freude an dem liebevoll gestalteten Buch haben, auch erwachsene Leser dürften Spaß an den Schilderungen und den vielen Bildern haben, auf denen es eine Menge zu entdecken gibt. Das macht „Expedition nach Ägypten“ zu einem gelungenen Sachbuch – weniger über das Land und seine Vergangenheit selbst als über die grenzenlose Neugier und den eigenwilligen Wissenshunger, die Europäer und Amerikaner in der Zeit der ersten wirklich großen Ägypten-Begeisterung an den Tag gelegt haben, und von dem Verfilmungen wie „Die Mumie“ noch heute erzählen.

Copyright © 2008 by Christel Scheja (CS)
 
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Weltall Pop-up-Buch

Erstellt von Werner Karl am 1. November 2009

weltall-pop-up-buchPeter Bond
Weltall Pop-up-Buch

Pop-up Facts Space, GB, 2008
Ars Edition, München, 4/2009
HC, Kinderbuch, Sachbuch, Astronomie
ISBN 9783760741338
Aus dem Englischen von Cornelia Panzacchi
Titelbild und Innenillustrationen von Kim Thompson

www.arsedition.de
www.kimthompsonartist.com/about.htm

Viele Kinder entwickeln gerade in der Grundschule – wenn sie durch Sachkunde und Co. mit anderen Themen als Tieren in Berührung kommen – ein Interesse für die Wissenschaften, vor allem für die Astronomie, denn die Sterne verheißen Abenteuer. Dementsprechend versucht man, für sie das Thema übersichtlich aufzubereiten und so weit zu vereinfachen, dass sie keine Probleme haben, die Beschreibungen zu verstehen und nachzuvollziehen. Eines der Bücher, die extra für diesen Zweck entstanden sind, ist das „Weltall Pop-up-Buch“ von Ars-Edition, durch das die Kinder Sterne und Planeten auch in einer Art 3-D erleben können. Schon auf der ersten Seite springt einem die Milchstraße entgegen, aber das Hauptaugenmerk des Buchs liegt auf viel nahe liegenderen Dingen: der Erde und unserem Sonnensystem. Es erklärt in anschaulichen und ausziehbaren Bildern, wie die Erde entstand und aus welchen Schichten sie heute besteht, wie die Jahreszeiten oder die einzelnen Mondphasen zustande kommen oder wie sich eine Sonnenfinsternis entwickelt. Die Beschreibung des Sonnensystems berücksichtigt bereits, dass Pluto heute nicht mehr als richtiger Planet angesehen wird und fasst in Stichworten das Wichtigste zu den Planeten zusammen.

Dann erst wird ein genauerer Blick auf die Sterne selbst geworfen. Wie ist unsere Sonne überhaupt aufgebaut, und wie unterscheidet sie sich vielleicht von anderen, die wir am Himmel sehen können? Welche Wunder hat das Universum noch anzubieten außer dem Sonnensystem? Was sind Asteroiden, Meteoriten und Kometen oder Schwarze Löcher? Und kann es auf Planeten, die andere Sonnen umkreisen, ebenfalls Leben wie auf der Erde geben? Welche Voraussetzungen müssen dabei vorliegen? Schließlich erklärt das Buch auch noch, welchen Eindruck der Himmel bei unseren Vorfahren hinterlassen hat und was eigentlich Sternbilder darstellen sollen. All das wird übersichtlich, wenn auch nicht erschöpfend, erklärt. Aber um Kindern ab sechs Jahren einen ersten Eindruck zu verschaffen und sie dabei auch noch selbst tätig werden zu lassen, ist das „Weltall-Pop-up“-Buch mehr als geeignet. Da man auch bewusst darauf geachtet hat, aktuellere Forschungsergebnisse mit einfließen zu lassen, ist das Buch auf dem neusten Stand und daher auch noch über Jahre verwendbar.

Viele Bilder ergänzen die kurzen Texte, die die wesentlichen Informationen beinhalten und dabei immer wieder zum entdecken einladen. Denn neben den Pop-ups gibt es noch jede Menge herausnehmbare oder aufklappbare Karten und Laschen, an denen man ziehen kann, um weitere Texte oder Illustrationen hervor zu zaubern. Vor allem die Erklärung der Mondphasen und Sonnenfinsternis weiß in ihrer Einfachheit zu verzaubern. Zudem sind die Materialien sehr stabil verarbeitet und haken oder reißen nicht, wie das oft bei billigeren Büchern der Fall ist. Auch die Zeichnungen sind von einer erlesenen Qualität und machen selbst Erwachsenen beim Blättern Spaß. Alles in allem ist das farbenprächtige „Weltall-Pop-up-Buch“ für alle jungen und vielleicht auch schon etwas älteren Astronomie-Fans ein Gewinn und somit das ideale Geschenk für neugierige kleine Forscher. (CS)

Titel bei Amazon.de:
Weltall Pop-up-Buch

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Der Zauberstab – Das Handbuch

Erstellt von Werner Karl am 25. Oktober 2009

der-zauberstab-das-handbuchEd Masessa
Der Zauberstab – Das Handbuch

The Wandmaker’s Guidebook, USA, 2006
Ars Edition, München, 10/2007
HC, Kinderbuch, Sachbuch, Abenteuer, Fantasy
ISBN 9783760729466
Aus dem Amerikanischen von Cornelia Panzacchi
Titel- und Innenillustrationen von Daniel Jankowski
Extra: Schachtel in der Zauberstab, Sand und Federn enthalten sind

www.arsedition.de
www.geheimewelten.de

Seit „Harry Potter“ erfreuen sich Magie und magische Gegenstände wieder des Interesses vieler Kinder. Nicht wenige möchten selbst wie ihre Helden einen Zauberstab besitzen und damit ihren magischen Sprüchen Nachdruck verleihen. Doch er soll stilecht sein und etwas ganz Besonderes darstellen und nicht nur aus einem Stecken bestehen, den man sich vom nächst besten Ast geschnitten hat. Diesem Wunsch kommt Ars Edition nun mit „Der Zauberstab – Das Handbuch“ entgegen. Denn neben genauen Anleitungen und Erklärungen ist dem Buch auch noch ein Zauberstab mit den entsprechenden Zutaten – Federn, Kristalle und Sand – beigefügt.

Der Zauberstabmacher Coralis hat in seinem Tagebuch all das festgehalten, was ein verantwortungsvoller Zauberstabmacher und -benutzer wissen muss, um keinen Fehler zu begehen. Denn was dann passiert, enthüllen immer wieder Beispiele und ergänzen Warnungen. Wichtig ist es, von Anfang an seiner Verantwortung bewusst zu sein, da man nicht leichtfertig bestimmte Substanzen zusammen führen darf.

So stehen am Anfang „Sieben goldene Regeln“, die man auf jeden Fall beachten sollte. Allein schon die Herstellung eines Zauberstabs ist eine sehr persönliche und geheime Sache, denn wenn ohnehin jeder weiß, was man geschaffen hat, verliert die Magie ihren Sinn und könnte unangenehm verändert werden Auch die Pflege und Aufbewahrung eines Zauberstabs ist wichtig, da man ihn nicht so einfach herumliegen lassen darf; auch dadurch kann sich seine Macht ins Gegenteil verkehren. Kein Zauberstab ist wie der andere, aber das ist auch abhängig von Kultur und Gesellschaft, in der er geschaffen wurde. Wichtig sind die Lehren, die dahinter stehen und den Erschaffer beeinflussen.

Um überhaupt vernünftig arbeiten zu können, sollte man sich eine Werkstatt einrichten, über die Kräfte der Natur, die Kristallen, Steinen, Pflanzen und Tieren innewohnen, Bescheid wissen und auch die Macht und den Einfluss der Sterne verstehen lerne. Nur so kann man wirklich die Kräfte bündeln, die man benötigt. Wie man es richtig oder besonders falsch macht, verraten die „Erfolgsgeschichten“ der Guten und die „Skandalgeschichten“ der Bösen. Und dann gibt es letztendlich nicht mehr viel zu sagen, sondern nur noch zu tun.

Wie auch alle anderen Bände der „Geheime Welten“-Reihe so ist auch dieses Buch sehr altertümlich angelegt, was man an dem vergilbt wirkenden Papier, der Erzählweise des Autors und den Bildern merkt. Natürlich reißt das Buch das Thema nur an, überfordert die jungen Leser aber nicht. Erwachsene werden schnell an die Grenzen des Neuen stoßen, denn vieles wissen sie selbst. Kinder aber können in den unzähligen eingeklebten Briefen und Heften einiges an zusätzlichem Wissen erlangen. Interessant ist, wie nahe man sich am „Harry Potter“-Kosmos bewegt, ohne ihn jedoch beim Namen zu nennen. Vieles kommt einem vertraut vor, aber es ist abgewandelt und verfremdet. Wie J. K. Rowling nutzen auch die Autoren das gängige astrologische und esoterische Wissen und bereiten es für Kinder entsprechend auf.

Der Zauberstab ähnelt sehr stark den Artefakten aus „Harry Potter“, und auch die Zutaten sind ähnlich. Beim Offnen des Holzes sollte man allerdings aufpassen, da das Gewinde tatsächlich etwas schwergängig ist, und auch nachher nicht zu fest zudrehen, damit das dünne Holz nicht splittert. Alles in allem findet man hier zwar nicht viele Information zu Magie und Zauberstäben, die über das hinausgehen, was man ohnehin schon weiß, aber das ist auch nicht Sinn des Buches. Es richtet sich vor allem an alle jungen und alten Fans von „Harry Potter“, die immer davon geträumt haben, sich selbst einen Zauberstab im Stil der Filme und Bücher zu basteln, und eignet sich daher wunderbar als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk. (CS)

Titel bei Amazon.de:
Der Zauberstab – Das Handbuch

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Die abenteuerliche Welt der Piraten

Erstellt von Redaktion am 12. Oktober 2009

Bei Amazon.deDugald A. Steer
Die abenteuerliche Welt der Piraten

Pirateology, GB, 2006
Ars Edition, München, 6/2007
HC, Kinderbuch, Sachbuch, Abenteuer, Fantasy, 978-3-7607-2625-0, 32/2490
Aus dem Englischen von Cornelia Panzacchi
Titelbild und Innenillustrationen von Ian Andrew, Anne Yvonne Gilbert und Helen Ward
www.arsedition.de
www.geheimewelten.de
www.yvonnegilbert.com/home1.html

(sfbentry)

Seit Dank der „Fluch der Karibik“–Filmtrilogie von Disney durch den frechen Mix aus Fantasy, Abenteuer und Horror wieder frischer Wind durch das Genre wehte, erhalten Bücher, die sich mit den Schurken, Banditen und Helden der Meere beschäftigen, wieder mehr Interesse und Aufmerksamkeit.

Auch im Verlag Ars Edition gab man verschiedene Sachbuch-Bildbände zu dem Thema heraus. Das erste davon war der großformatige Band „Die abenteuerliche Welt der Piraten“.

Der Leser folgt den Aufzeichnungen von Kapitän William Lubber, der sich im Jahr 1725 aufmacht, um die schurkische Arabella Drummond zu fangen, die dieselben Weltmeere als Piratin unsicher macht und schon viele gute Handelsschiffe auf dem Gewissen hat. Diese erbarmungslose Jagd führt von der Karibik auch in andere Regionen der Erde, wo es ebenfalls Piraten gibt, denn die skrupellose Freibeuterin ist ihrem Häscher immer einen Schritt voraus.

Jedes Kapitel beschäftigt sich nicht nur mit einer Station der Reise sondern auch mit einem besonderen Aspekt der Piraterie.

So erfährt man nicht nur Wissenswertes über die Piratin sondern auch über berühmte Schiffe, die sie und andere befehligt haben, wie etwa die ‚Queen Anne’s Revenge’, die von Blackbeard, einem möglichen Verwandten Drummonds, befehligt wurde. Es wird gezeigt, wie verschieden Piratenflaggen waren, wie man Seekarten zu lesen hatte und navigierte. Auch auf das Leben und den Kodex der Piraten wird eingegangen, sowie auf die Unterschiede zwischen Bukaniern, Freubeutern und Piraten, und nicht zuletzt werden die wenigen Frauen genannt, die ein Schiff kommandierten.

Man besucht Stützpunkte und Verstecke der Piraten und Häfen, in denen sie nicht gerne gesehen waren, wie Tortuga und Port Royal, erfährt mehr über die Seemanns- und Piratensprache, ihr Alltagsleben und die Strafen, die sie bei Konflikten erwarten konnten. Von den berüchtigten Schätzen wird ebenso erzählt wie von den geheimnisvollen Wesen, denen Lubber und seine Leute auf ihrer Reise um die Welt begegneten. Die Unterschiede zwischen den Piraten der karibischen See und des Mittelmeers werden ebenso deutlich wie die zwischen denen Chinas und des westindischen Ozeans. Und nicht zuletzt steht der Kapitän seiner Beute am Ende des Buches Auge in Auge gegenüber…

Anders als in manchen Büchern dieser Art ist nicht jedem Thema eine Doppelseite gewidmet, stattdessen werden die einzelnen Aspekte des Piratenlebens bunt gemischt, so wie sie einem Log- und Tagebuch führenden Kapitän durchaus in dieser Reihenfolge einfallen könnten. In Folge findet man z. B. an mehreren Stellen Informationen zu Blackbeard und anderen berüchtigten Piraten oder über die typischen Waffen, die diese auf ihren Schiffen benutzen. Den Kindern wird auch allgemeines Wissen zur Seemannssprache oder –knoten und dem eigentlichen Sinn von Logbüchern vermittelt. Sie erfahren ferner, wie schwierig und umständlich es war, zu navigieren oder welche Vorsicht man in manchen Häfen walten lassen musste. Allerdings reißt das Buch viele Themen nur an – vertiefen kann man vieles dann später, u. a. im „Handbuch für Piratenjäger“.

Interessant sind die vielen auffaltbaren Karten, Heftchen und Briefe, die weitere Informationen enthalten. Deshalb sollte man sich auch die Zeit nehmen, die stimmungsvollen Beschreibungen und Zeichnungen zu genießen, mit denen die Geschichte präsentiert und in Szene gesetzt wird, sowie die Geheimnisse durch das Öffnen der Briefe und Depeschen zu enthüllen, denn all das geht eine interessante Einheit ein, die die Angaben zugleich spielerisch und einprägsam vermittelt.

Jede Doppelseite atmet förmlich die Atmosphäre der großen Zeit der Piraten – egal in welcher Region der Erde – und macht Lust darauf, mehr zu erfahren. Natürlich ist das Buch in erster Linie auf Kinder ausgerichtet, die Lektüre kann aber auch Erwachsene sehr gut unterhalten und immer wieder zum Staunen bringen. Auf jeden Fall macht es sich durch die schöne Aufmachung gut im Regal.

„Die abenteuerliche Welt der Piraten“ ist damit ein Bildband, der gelungen in das Thema ‚Piraten’ einführt und die Neugierde auf mehr weckt, da die verspielte Wissensvermittlung sehr stimmungsvoll und zeitgemäß in Szene gesetzt wird. (CS)

“Die abenteuerliche Welt der Piraten” bei Amazon.de

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Die gefährliche Welt der Piraten – Handbuch für Piratenjäger

Erstellt von Detlef Hedderich am 22. Mai 2009

Dugald A. Steer & Clint Twist
Die gefährliche Welt der Piraten – Handbuch für Piratenjäger

Pirateology Handbook, GB, 2007
Ars Edition, München, 2/2008
HC, Kinderbuch, Sachbuch, Abenteuer, Fantasy, 978-3-7607-3251-8, 80/1495
Aus dem Englischen von Cornelia Panzacchi
Titel- und Innenillustrationen von Ian Andrew, Anne Yvonne Gilbert, Emma Nicholls und Helen Ward

www.arsedition.de
www.geheimewelten.de

Lange Zeit führten Piraten-Abenteuer in Film und Literatur eher ein Schattendasein. Die Freibeuter gehörten zwar zu den Rollen, in die Kinder gerne schlüpften, aber in der Literatur und den Medien nahm man sich ihrer so gut wie gar nicht mehr an. Das änderte sich allerdings mit der „Piraten der Karibik“–Filmtrilogie von Disney, die mit ihrem frechen Mix aus Fantasy, Abenteuer und Horror frischen Wind in das gesamte Genre brachte und alte Klischees neu definierte. Plötzlich wollte man wieder mehr über die Schurken, Banditen und Helden der Meere wissen.

Auch im Verlag Ars-Edition gab man verschiedene Sachbuch-Bildbände zu dem Thema heraus, eines davon ist die gefährliche Welt der Piraten – Handbuch für Piratenjäger“. Anders als die meisten Bücher des Verlags ist dieses etwas handlicher und gerade mal etwas größer als A5, so dass man es gut überall hin mitnehmen kann.

Das Buch ist wie ein Ratgeber aufgemacht, in dem ein erfahrener Piratenjäger in einzelnen Lektionen den – zumeist eher jungen – Lesern beibringt, was sie über das Leben auf See und ihre Feinde wissen müssen. Unabdingbar ist es, von der Pike auf zu lernen, also als Schiffsjunge oder –mädchen anzufangen. Auch diese haben schon einiges an Pflichten auf dem Schiff zu erfüllen, finden aber stets Zeit, mehr über die Piraten selbst zu lernen. Wie wurden Menschen zu Freibeutern der Meere, und welche sind die bekanntesten unter ihnen? Wie setzt sich die Besatzung eines Schiffes zusammen, und aus welchen Teilen besteht dieses überhaupt? Man lernt nützliche Knoten zu knüpfen und wie man sich auf See ernährt. Schließlich gibt es noch eine erbauliche Geschichte über einen eher glücklosen Piraten, der noch heute auf Madagaskar um seinen Lebensunterhalt betteln soll.

Hat man alle Prüfungen bestanden und Fragen beantwortet, wird man zum Vollmatrosen, der nun die Unterschiede zwischen Piraten (auf ihren eigenen Vorteil bedachte Verbrecher), Bukanier (französischstämmige Piraten) und Freibeutern (im Auftrag ihrer Krone agierende Piraten) kennen muss, ebenso wie die Bedeutung von Kaperbriefen, den Piratenkodex oder die verschiedenen Länderflaggen. Wie läuft das Kapern eines Schiffes ab, und wie kann man die verschiedenen Schiffstypen voneinander unterscheiden?

Über den Vollmatrosen steht der Bootsmann, der quasi die rechte Hand des Kapitäns ist. Er weiß, dass es nicht nur im karibischen Meer Piraten gibt, sondern diese auch im Mittelmeer und dem indischen Ozean und nicht zuletzt in den Gewässern Südostasiens ihr Unwesen trieben. Wichtig ist auch, mit den Seekarten und Navigationsinstrumenten umgehen zu können, über den Standort und das Aussehen von Piratenhäfen oder die Waffen der Gegner Bescheid zu wissen. Kapitäne schließlich müssen das Schiff und die Mannschaft sicher führen und herausfinden können, wie man die Schätze eines gerichteten Piraten dennoch findet, über die Geschichte der Piraterie Kenntnis haben und die Seemannssprache beherrschen.

Jedem der Themen ist eine reich bebilderte Doppelseite gewidmet, die die im Text gemachten Aussagen vertiefen und ergänzen. Auf 80 Seiten bekommt man so einen interessanten Überblick – nicht nur über das Piratenwesen im 17. und 18. Jahrhundert, sondern die Seefahrt dieser Zeit im Allgemeinen und Besonderen. Die Beschreibungen gehen zwar nicht in die Tiefe, helfen aber z. B. schon, auf einfache Weise Schiffstypen voneinander zu unterscheiden und eine Ahnung davon zu bekommen, dass das Leben der Piraten und ihrer Jäger nicht unbedingt so romantisch und abenteuerlich war, wie es die alten Filme ihren Zuschauern weismachen wollen.

In jedem Kapitel gibt es auch noch die Beschreibung eines berühmten Piraten, der auf die ein oder andere Art und Weise Geschichte geschrieben hat. Da ist von den glücklosen Kapitänen die Rede, die zwar alles verloren haben, aber am Leben geblieben sind, von den wenigen Frauen unter den Kaperfahrern und nicht zuletzt den Schurken, denen es irgendwie gelang, dem Galgen zu entgehen, an dem nicht wenige ihrer Kameraden am Ende ihrer Karriere landeten.

Man sollte sich Zeit nehmen, die stimmungsvollen Beschreibungen und Bilder zu genießen. Diese gehen eine Einheit ein, die die Informationen zugleich spielerisch und einprägsam vermitteln. Jede Doppelseite atmet förmlich die Atmosphäre der großen Zeit der Piraten – egal in welcher Region der Erde – und macht Lust darauf, mehr zu erfahren.

Zwar ist das Ganze sehr auf Kinder ausgerichtet, die Lektüre kann aber auch Erwachsene sehr gut unterhalten.

„Die gefährliche Welt der Piraten – Handbuch für Piratenjäger“ ist damit eine gelungene Ergänzung zu den großformatigen Bildbänden, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen. Hier bekommt man ergänzende Informationen in einer verspielten und dennoch sachlichen Weise vermittelt und erhält auch ergänzende Anregungen, die man weiter verfolgen kann, wenn man möchte. (CS)

Titel bei Amazon.de
Die gefährliche Welt der Piraten: Handbuch für Piratenjäger

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Aliens & Ufos

Erstellt von Detlef Hedderich am 6. April 2009

Chris Evans
Aliens & Ufos

Aliens and Ufos, GB, 2008
Ars Edition, München, 10/2008
HC mit 3-D-Wackelbild-Cover, Sachbuch, Bildband, SF, 978-3-7607-3483-5, 80/1495
Aus dem Englischen von Andreas Jäger
Titel- und Innenillustrationen von Michael Knight und aus diversen Quellen
Extra: Poster, Briefe, Karten, Pop-Ups und Abdeckungen zum Aufklappen

www.arsedition.de
www.geheimewelten.de
www.artbymichaelknight.com/

Seit die Menschen nach den Sternen greifen und die Angst vor ihnen verloren haben, fragen sie sich natürlich auch, ob die Erde der einzige Planet ist, auf dem sich Leben entwickeln konnte. Und falls es auf anderen Welten Wesen geben sollte, ist es diesen nicht vielleicht sogar schon gelungen, eine weitere Stufe der Evolution zu erklimmen und das zu tun, was wir bisher noch nicht geschafft haben – nämlich durch das Weltall zu reisen?

Ein ganzes literarisches Genre beschäftigt sich seit nunmehr über hundertzwanzig Jahren mit diesem Thema – mal recht wissenschaftlich, dann wieder reißerisch und ohne große fachliche Überlegungen. Die einen sehen die ‚Aliens’ als Heilsbringer, die die Menschen unterstützen werden, andere wieder malen sich die schlimmsten Weltuntergangszenarien aus. Immer wieder dienen die Besucher aus dem All aber auch dazu, um der Menschheit einen Spiegel vor zu halten.

Seit etwa dreißig oder vierzig Jahren wagen die Wissenschaftler zu spekulieren und Gedankenmodelle aufzubauen. Mögen den Weg dazu reißerische und populärwissenschaftliche Behauptungen geebnet haben – heute halten es auch renommierte Forscher für möglich, dass es auf anderen Welten Leben gibt, und versuchen, es sich unter allen möglichen Bedingungen vorzustellen.

Nur – ob wir bereits besucht worden sind, wollen und können die Experten nicht mit Sicherheit sagen und überlassen die Überlegungen dazu weiterhin den Schriftstellern und redegewandten Spekulanten.

Das Buch „Ufos & Aliens“ versucht, jungen und auch älteren Lesern das Thema nahe zu bringen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit all dem zu verknüpfen, was urbane Mythen und die Medien mittlerweile an vermeintlich ‚wahren’ Informationen aufgebracht haben. Sie laden die Betrachter ein, selbst zu einem Agenten der EUA – oder besser: der ‚Ermittlungsbehörde für Ufos und Aliens’ zu werden und die Augen offen zu halten.

Auf was diese dabei achten und was sie an Grundkenntnissen besitzen müssen, vermittelt ihnen dieses Handbuch.

Zunächst einmal stellt der Autor die Geschichte des noch recht jungen Forschungsgebietes von seinen Anfängen bis in die heutige Zeit vor, zeigt, dass durchaus auch 5000 Jahre alte Höhlenmalereien ein mögliches Indiz für den Besuch Außerirdischer sein können.

Dann beschreibt er die bereits durch Sichtungen bekannten Ufo-Formen, schildert, wie bizarr und dann doch wieder vertraut sich Filmemacher Aliens vorgestellt haben, wie Begegnungen in der Vergangenheit ausgesehen haben könnten – und wie sie heute vermutlich aussehen würden.

Das Buch macht auch deutlich, dass vermutlich nicht alle Außerirdischen in unserer Atmophärenzusammensetzung überleben können und müssen oder umgekehrt.

Was hat es dann mit den Behauptungen mancher Menschen auf sich, entführt und untersucht worden zu sein? Warum würden Aliens das tun? Wie könnte ein Ufo von innen aussehen, und welche anderen Reisemöglichkeiten durch das All gibt es noch? Was halten die unterschiedlichsten Menschen von fliegenden Untertassen, und wie würden sie handeln, wenn sie es mit dessen Ansichten zu tun bekommen? Und ganz wichtig – bewegen sich nicht vielleicht sogar Aliens unter uns? Wie aber kann man diese dann am besten erkennen?

Wie sieht das Leben auf anderen Welten aus, und könnte auch in unserem Sonnensystem Leben existieren? Was hat es mit den seltsamen Vorgängen 1947 in Roswell auf sich? Was verheimlicht die amerikanische Regierung noch heute? Und wird vielleicht offiziell noch nach anderen Zivilisationen im All gesucht? Und wenn ja, wie sollen wir uns verhalten, wenn die Außerirdischen doch eines Tages zu uns kommen?

Abgeschlossen wird das Ganze mit einem großen Test, in dem die Leser ihr erworbenes Wissen prüfen können.

Natürlich ist „Ufos & Aliens“ kein wirklich ernst zu nehmendes Sachbuch – es vermittelt aber dennoch neben den ganzen Spekulationen, die Medien und Literatur in den letzten Jahren aufgeworfen haben, auch ein wenig von dem realen Forschungsstand, zumindest was die Möglichkeit von Leben auf anderen Planeten angeht.

Letztendlich dient es aber doch mehr zur Unterhaltung, als zur Wissensvermittlung. Da werden Klischees gewählt, die Filme wie „Man in Black“ und „Star Wars“ oder Serien wie „Enterprise“ zum allgemeinen Kulturgut gemacht haben und heute für bestimmte Vorstellungen stellvertretend sind. Erwachsene oder in den Medien erfahrene Leser erkennen auch „Krieg der Welten“, „Alien“, „Stargate“ und „Independence Day“ wieder, selbst wenn die dazugehörigen Namen nicht genannt werden.

Wie in vielen Büchern der „Geheime Welten“-Reihe bei Ars-Edition ist auch „Ufos & Aliens“ wieder in einen fiktiven Kontext eingebetet. Die Bilder und Gimmicks stehen im Vordergrund, die Texte sind eigentlich eher nur als vertiefende Begleitung anzusehen, damit die Illustrationen und Fotos noch viel beeindruckender wirken.

Heraus kommt ein Band, den man vor allem Kindern zwischen acht und zwölf Jahren in die Hand geben kann, die durch das aktuelle Spielzeug und Merchandise ihr Herz für die Außerirdischen entdeckt haben und noch Spaß daran finden, selbst in die Haut von Forschern zu schlüpfen. Für sie sind die Geheimnisse noch sehr spannend, die Karten, Pläne und das Poster interessant.

Erwachsene werden sich vermutlich eher über so manches Klischee amüsieren und können nach den eigentlichen Quellen suchen und mit ihrem Wissen vergleichen.
So wird „Ufos & Aliens“ zu einem spannenden und interessanten Buch für alle, die sich bisher noch nicht besonders mit diesem Bereich der Science Fiction beschäftigt haben, aber bereits durch Filme wie „Men in Black“ auf den Geschmack gekommen sind. Gerade Kinder können hier viele Anregungen für ihre eigenen Abenteuerspiele gewinnen. (CS)

Titel bei Amazon.de
Aliens und UFOs

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
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www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
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Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1. Hannelore Krüger
2. Ina Blühm
3. Merian Drangler
4. Hans Brenner
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

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