Atlantik

Das unvollendete Bildnis

Vor 16 Jahren starb ihre Mutter als verurteilte Gattenmörderin. War Caroline Crale womöglich unschuldig? Auf Bitte der Tochter rollt Detektiv Poirot den Fall neu auf. Obwohl sich die Zeugen von einst drastisch widersprechen, kann er das Geschehen rekonstruieren, was zu einem dramatischen Ergebnis führt … – Aus fünf scheinbar eindeutigen Zeugenaussagen destilliert Privatermittler Hercule Poirot in seinem 23. Fall nachträglich völlig logisch eine Wahrheit, die mit einem gelungenen Täuschungs-Twist präsentiert wird: Agatha Christie legt einen weiteren Höhepunkt ihrer Serie vor.

Das Geheimnis der Goldmine

Erst stirbt – die Jackentasche voller Roggenkörner – der Hausherr, dann folgen ihm ebenfalls mordbedingt die Gattin und ein Hausmädchen, das wohl zu viel wusste. Jedes überlebende Familienmitglied ist verdächtig, weshalb Inspector Neele heilfroh ist, als ihm eine kluge Frau namens Jane Marple ihre Hilfe anbietet … – Der sechste Miss-Marple-Roman ist ein gelungener, in jeder Hinsicht „klassischer“ englischer Kriminalroman, der routiniert bis kunstvoll Spannung mit sanfter Ironie mischt, wobei die Autorin bis ins Finale die Nase vorn behält und gekonnt überraschen kann.

Ein Mord wird angekündigt

Ein Mord wird angekündigt und tatsächlich begangen. Der Täter muss sich unter den Zeugen befinden, doch die sind so unverdächtig, dass ihnen eine listige Privat-Ermittlerin auf die Schliche kommen muss … – Der vierte Miss-Marple-Roman bietet einen ebenso bizarren wie spannenden Mordfall, der auf klassisch englische Krimi-Art gemächlich, gründlich und unterhaltsam aufgeklärt wird. In die typische Betulichkeit mischen sich ironische Spitzen, die allzu offensive Realitätsferne unaufdringlich abfedern.

Die Tote in der Bibliothek

In der Bibliothek eines entsetzten Ehrenmanns findet man die Leiche einer jungen Frau. Obwohl gleich drei Ermittler den Fall höchst professionell untersuchen, löst erst eine ältere Dame mit Blick für das Wesentliche das Mordrätsel … – Agatha Christie verschmilzt in ihrem zweiten Miss-Marple-Krimi Talent und Routine zu einem Klassiker des Genres, der sein Publikum mit Spannung und (leicht ironischen) Witz scheinbar spielerisch aber jederzeit kontrolliert unterhält.

Tragödie in drei Akten

Der scheinbar zufällige Tod eines Geistlichen erweist sich als Glied einer komplex verschlungenen Kette krimineller Taten, mit der einer alten Tragödie mörderisch neues Leben eingehaucht wird … – Im 16. Roman um den Privatermittler Hercule Poirot zeigt sich Agatha Christie auf der Höhe ihrer Krimi-Kunst: Plot, Story und Figurenzeichnung wirken nicht altmodisch, sondern zeitlos.

Der offene Sarg

Als ein Mord nicht nur angekündigt, sondern auch unter seinen Augen begangen wird, fühlt sich Detektiv Hercule Poirot herausgefordert; der Täter ist allerdings kaltblütig und schlau genug, sich auf dieses Spiel einzulassen, weshalb Poirots kleine grauen Zellen mehr Zeit als üblich benötigen, um das Rätsel zu lösen … – Zum zweiten Mal verfasst Sophie Hannah einen ‚neuen‘ Poirot-Roman „nach Agatha Christie“. Sie schlägt sich besser als beim ersten Mal, konfrontiert ihre Leser aber trotzdem mit einen in die Länge gezogenen Mittelteil und einem nur teilweise plausibel aufgelösten Mord-Mysterium: mehr von der Werbung herbeigetrommelter Bestseller, der das Vorbild selten erreicht.

Das Haus an der Düne

Als unter seinen Augen ein Mordanschlag verübt wird, fühlt sich Meisterdetektiv Hercule Poirot herausgefordert. Mit seinem treuen Gefährten Hastings lädt er sich selbst in das Haus an der Düne ein, welches von einer fidelen Gesellschaft bewohnt wird. Darunter befindet sich ein kaltblütiger Mörder, der sein Glück erneut versuchen wird … – Der Wettlauf mit dem genretypisch gut getarnten Übeltäter ist klassisch spannend, wird aber von den penetranten Possen des eingebildeten Poirot künstlich dramatisiert: ein ‚nur‘ mittelmäßiger Krimi der englischen „Queen of Crime“.

Dreizehn bei Tisch

Warum hat Lady Edgware den verhassten Gatten erdolcht, obwohl der mit der Scheidung einverstanden war? Meisterdetektiv Hercule Poirot muss seine „kleinen grauen Zellen“ mächtig anstrengen, um einem (beinahe) perfekten Mordkomplott auf die Schliche zu kommen … – Der siebte Poirot-Roman bietet klassische britische Krimi-Kunst vom Feinsten; die Verfasserin lockt ihre Leser geschickt und gleich mehrfach auf falsche Fährten: ‚Gemütlicher‘ geht Mord wirklich nicht!

Tod in den Wolken

Hoch in der Luft wird eine unbeliebte Dame ins Jenseits befördert. Mit an Bord des Fliegers: Detektiv Hercule Poirot, der auf bewährte Weise seine kleinen grauen Zellen strapaziert, um die scheinbar unmögliche Tat aufzuklären … – Agatha Christies Variation des klassischen „Whodunit“ versammelt erneut eine überschaubare Schar von Verdächtigen in einem verschlossenen Raum. Keiner kann’s, doch einer muss es gewesen sein, und gemeinsam mit Poirot ermittelt der Leser bis zum überraschenden Finale: Krimi Vergnügen der sowohl altmodischen als auch zeitlosen Art.

Der Zirkus der Stille

Thaïs Leblanc führt ein geregeltes normales Leben in Paris. Das aber war nicht immer so, denn aufgewachsen ist sie im Zirkus, bei ihrer Großmutter, der berühmten Victoria. Doch das Zirkusleben hat Thaïs früh hinter sich gelassen. Nun erreicht sie die Nachricht über den Tod der Großmutter und die junge Frau macht sich auf den Weg um die Beerdigung zu organisieren und das Haus der Großmutter aufzulösen. Thaïs will diese Dinge schnell hinter sich bringen, hat dabei aber nicht damit gerechnet wie sehr und wie tief die Vergangenheit sie einholen wird. Das Haus birgt Erinnerungen und dann taucht auf dem Grundstück der Großmutter plötzlich auch noch ein kleiner Zirkus, der Cirque perdu, auf. …