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neuauflage

Die Ludwig Verschwörung

Erstellt von Werner Karl am 20. Februar 2012

Oliver Pötzsch
Die Ludwig Verschwörung
Gelesen von Johannes Steck

TARGET mitten ins Ohr
audio media verlag GmbH
ISBN 978-3-86804-613-7
Hörbuch, Thriller
Erschienen 2011
6 CDs, gekürzte Lesung
Hördauer: ca. 445 Minuten

www.audiomedia.de
www.oliver-poetzsch.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Der Autor:

Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, arbeitet seit Jahren als Filmautor für den Bayerischen Rundfunk, vor allem für die Kultsendung “quer”. Er ist selbst ein Nachfahre der Kuisls, die 300 Jahre lang die berühmteste Henker-Dynastie Bayerns waren.

Der Sprecher:

Johannes Steck arbeitete zunächst als Bühnenschauspieler, bevor er seine Leidenschaft fürs Sprechen entdeckte. Seitdem ist er eine der gefragtesten Stimmen in Funk und Fernsehen. Auch aus der Hörbuchlandschaft ist er längst nicht mehr wegzudenken: Steck, der es liebt ?Geschichten zu erzählen?, ist neben seiner Sprechertätigkeit auch selbst als Produzent aktiv.

Die Geschichte:

Der Antiquar Steven Lukas entdeckt in den Regalen seines Geschäftes nach dem Besuch eines freundlichen älteren Herrn ein ihm völlig unbekanntes Holzkästchen mit einem handgeschriebenen Tagebuch. Bevor er sich ernsthaft mit diesem Fund auseinandersetzen kann, taucht ein weiterer Mann in seinem Laden auf und fragt nach alten Aufzeichnungen oder Büchern über König Ludwig II. Schnell ist klar, dass das Holzkästchen und damit das Tagebuch in Zusammenhang mit der Fragerei dieses Herrn stehen müssen. Als sich dann noch herausstellt, dass der ursprüngliche Besitzer des Kästchens, Paul Liebermann, gewaltsam ums Leben gekommen ist und Steven Lukas bemerkt, dass er verfolgt wird, wird klar, dass hier etwas nicht stimmt.

Scheinbar zufällig macht Steven Lukas dann die Bekanntschaft einer jungen Frau, die sich als Sara Lengfeld und Nichte von Paul Liebermann vorstellt. Gemeinsam mit ihr beginnt er sich ernsthaft mit dem Tagebuch auseinanderzusetzen und die Geheimschrift dieser handschriftlichen Aufzeichnungen zu entschlüsseln. Dabei wird es erforderlich sich nicht nur gedanklich sondern auch tatsächlich auf eine Reise zu begeben, eine Reise in die Zeit König Ludwigs II, eine Reise zu seinen Schlössern und Aufenthaltsorten. Aber nicht nur Steven und Sara wandeln auf den Spuren der Vergangenheit.

Die Ludwig Verschwörung greift das Geheimnis rund um den Tod König Ludwig II auf und lässt den Hörer in verschiedenen Zeitebenen an diesem Rätsel teilhaben.

Im Hier und Heute versuchen Steven und Sara mit der Hilfe des Tagebuchs, welches offensichtlich von einem engen Vertrauten des Königs geschrieben wurde, das Rätsel zu entschlüsseln und vor allem der Frage auf den Grund zu gehen, weshalb so viele Menschen offensichtlich hinter dem Tagebuch her sind. In der Vergangenheit versucht der Assistent des königlichen Leibarztes seinem König nach bestem Wissen und Gewissen zur Seite zu stehen und schreibt die letzten Wochen in dessen Leben nieder. Beide Zeitebenen sind durchsetzt mit spannenden Elementen, Intrigen, Verfolgungen und auch Liebesgeschichten. Egal in welcher Zeit man sich als Hörer gerade aufhält, es wird einfach nie langweilig.

Johannes Steck als Sprecher gelingt es hervorragend die beiden Zeitebenen zu sprechen. Durch entsprechende musikalische Untermalung wird der immer wieder kommende Wechsel in die Zeit des Königs hervorragend angedeutet. Hier darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass beide Handlungsebenen ihrer jeweiligen Zeit entsprechend formuliert wurden.

An überraschenden Wendungen in der Handlung wird hier nicht gespart, so dass keine Minute des Hörbuchs Langeweile aufkommen kann.

Eine Verschwörung, damals wie heute, mit historischem Hintergrund und Thriller Gefühlen ist es, was den Hörer der Ludwig Verschwörung erwarten und begeistern wird.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Als Taschenbuch ist “Die Ludwig Verschwörung” im Ullstein Verlag erschienen:

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Schafkopf

Erstellt von Werner Karl am 21. Juni 2011

Schafkopf
Andreas Föhr

TARGET mitten ins Ohr
Audio media Verlag GmbH
ISBN 978-3-86804-616-8
Hörbuch, Krimi
Erschienen April 2011
Gelesen von Michael Schwarzmaier
6 CDs, gekürzte Lesefassung
Hördauer: ca. 448 Minuten

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Der Autor:

Andreas Föhr arbeitete nach seinem Studium der Rechtswissenschaften als Jurist. Seit 1991 schreibt er Drehbücher für das Fernsehen, unter anderem für „SOKO 5113“, „Ein Fall für zwei“, „Der Bulle von Tölz“ und „Im Namen des Gesetzes“. Der Autor lebt in Haar bei München.

Der Sprecher:

Michael Schwarzmaier arbeitet als Schauspieler und Sprecher vor allem in den Bereichen Fernsehen, Funk, Synchron, Werbung und Hörbuch. Nach einem geisteswissenschaftlichen Studium besuchte er zunächst die Schauspielschule in Berlin und stand dann zehn Jahre an Theatern in Deutschland und Südamerika auf der Bühne, unter anderem spielte er auch an den Münchner Kammerspielen.

Die Geschichte:

Polizeiobermeister Leonhard Kreuthner beabsichtigt die Steigerung seiner sportlichen Kondition, schließlich ist er eine Wette eingegangen und diese will er keinesfalls verlieren. Also macht er sich auf den Weg den Gipfel des Riedersteins zu erklimmen. Oben angekommen ist er ziemlich geschafft und wundert sich über den Kleinkriminellen Stanislaus Kummeder, der es geschafft hat ein kleines Fass Bier auf den Gipfel zu bringen. Während Kreuthner sich seiner eigenen Erschöpfung und dem Rumoren seines Magens hingibt, wird Kummeder erschossen, mit einem Präzisionsgewehr.

Die herbeigerufenen Kollegen und Kolleginnen rund um Kommissar Wallner nehmen die Ermittlungen auf, bei denen Kreuther als abgelenkter Augenzeuge zunächst keine große Hilfe ist. Dennoch scheint man der Lösung des Falles Stück für Stück näher zu kommen, aber mehr als einmal erweist sich die neu gefundene Spur doch als falsch.

Kann es sein, dass der Tod von Kummeder etwas mit dem Verschwinden seiner Freundin Kathi vor zwei Jahren zu tun hat? Das könnte sein und so schwenkt die Handlung auch immer wieder zwischen dem Hier und Jetzt und der Zeit zwei Jahre zuvor hin und her. Kathi hatte es nicht leicht bei ihrem Freund, wurde dieser doch gerne einmal handgreiflich. Insbesondere in der Nacht ihres Verschwindens ging es hoch her in der Dorfkneipe, in der man gerne eine Runde Schafkopf spielte und spielt. Auch der Polizist Kreuthner ist gerne zugegen in der Kneipe, kann er doch sehr wohl nach Feierabend einmal fünf gerade sein lassen und Beruf und Freizeit gut voneinander trennen.

Sein Vorgesetzter Wallner hingegen ist ein ganz anderer Mensch, stets dienstbeflissen und ordentlich. Nur zu Hause, da hat er schon so seine Probleme mit dem abenteuerlustigen Vater, der scheinbar nichts anbrennen lässt.

Wie bereits im ersten Teil „Der Prinzessinnenmörder“ gelingt es dem Autor Andreas Föhr auch diesmal wieder einen Kriminalfall wunderbar mit der Kulisse Alpen und den dort lebenden Menschen und ihren Eigenarten zu verknüpfen. Hier wird nicht an Dialekteinschüben gespart, die in diesem Hörbuch durch den Sprecher Michael Schwarzmaier noch an Originalität gewinnen.

Ein Feuerwerk an Emotionen in allen Varianten: Liebe, Trauer, Hass, Neid, Eifersucht, Glück, Angst und vieles mehr begleitet den Hörer durch diese Geschichte. Wer humorvolle Krimis mag in denen es auch nicht an Spannung mangelt, der sollte hier hineinhören und sich entführen lassen in die Welt des Alpen-Krimi.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Als Buch ist „Schafkopf“ bei Knaur erschienen.

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Hörbuch: “Schafkopf” von Andreas Föhr aus dem Audio media Verlag GmbH.

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Guttenberg Biographie

Erstellt von Werner Karl am 23. April 2011

Eckart Lohse und Markus Wehner
Guttenberg Biographie

Audio media Verlag München, 2011
CD Wissen
Hörbuch, 6 CD´s, gekürzte Lesung
ISBN 978-3-86804-195-8
Hördauer ca. 468 min.
Biographie, Politik, Zeitgeschehen
Sprecher: Michael Schwarzmaier

www.audio-media.de
www.hoerkiosk.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Um gleich zu Beginn keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin kein Sympathisant, Parteimitglied oder Wähler der CSU, sondern der so genannte politische Gegner. Und um einen weiteren Punkt vorwegzunehmen: Ich finde diese Art von Journalismus schlichtweg zum Kotzen. Wenn ich dadurch dem Audio Media Verlag keinen Gefallen tue, dann tut es mir leid, aber es ist so. Warum? Na, dann lesen Sie mal schön weiter.

Was passt uns an unseren Politikern nicht? Warum wird überall und zu jeder Zeit eine zunehmende Politikverdrossenheit festgestellt und bedauert? Warum sinken von Wahl zu Wahl die Zahlen der wählenden Bürger?

Weil wir es leid sind als dummes Stimmvieh betrachtet zu werden, dem man vor der Wahl alles Mögliche verspricht, weil wir es über haben, dass Politiker nach der Wahl gar nichts tun oder sogar das genaue Gegenteil. Und das seit Jahrzehnten. Wir haben die Schnauze voll von kohlscher Aussitztaktik, gleichnamiger Störrigkeit, kriminellen Parteispenden, schröderscher Basta-Politik, arrogant-blödem Äh-Äh-Äh-Gegatze á la Stoiber, Klüngeleien, Jungschem Herumgeeiere, ob denn nun in Afghanistan ein bewaffneter Konflikt vorliegt oder eben Krieg,  und vor allem genug von Politikern wie Söder oder Sarrazin mit ihrem dummen, populistischem Geschwätz

Und dann kommt da einer daher, der es aufgrund seiner Erziehung, seiner Herkunft, seiner ureigensten Art versteht, hinzuhören, Menschen zu überzeugen, wieder für Politik zu begeistern und der im Eiltempo die Karriereleiter hinauf saust, dass es seinen eigenen Parteigenossen, Förderern und selbstredend dem politischen Gegner Angst und Bange wird. Und wieder ein Punkt ganz klar ausgesprochen: Ja, er hat mit seiner Doktorarbeit einen Fehler gemacht. Einen Riesenfehler sogar. Aber das haben Otto Wiesheu (CDU) und Margot Käßmann mit ihren Alkoholunfällen auch, Erstgenannter sogar mit tödlichem Ausgang.

Natürlich ist hier von Karl-Theodor zu Guttenberg die Rede, von wem sonst. Er repräsentiert all das, was man sich als frustrierter Wähler von einem Volksvertreter wünscht:
- Er nennt Dinge beim Namen und sagt eben, dass in Afghanistan Krieg statt findet und die Truppe dankt es ihm.
- Er bezieht seine Frau mit ein und gibt damit den weiblichen Soldatinnen eine Wertschätzung und Aufmerksamkeit, die sie sicher verdient haben. Und die Truppe dankt es ihm.
- Er wagt es festzustellen, dass wir für die modernen Aufgaben unserer Streitkräfte nicht gut aufgestellt sind und kippt die Wehrpflicht. Meiner Meinung nach, der richtige Schritt zu einer hoch qualifizierten Berufsarmee.
- Er nimmt auf Reisen ein Rudel Journalisten mit und zeigt damit den Willen zu Transparenz und Offenheit.
- Er widerspricht in der Opel-Krise seiner eigenen Regierungschefin und seinem direkten Vorgesetzten und hat sogar Recht damit. Wenige Monate nach verweigerter Geldspritze in Milliardenhöhe teilt General Motors lapidar mit, dass man Opel nun doch nicht verkaufen werde und auch ohne deutsche Steuergelder wieder in schwarze Zahlen bringen wird.

Zugegeben, er hat keine fundierte wirtschaftliche Ausbildung, er ist kein genialer Militärstratege und ja, er kann nicht über Wasser gehen. Aber welcher Politiker in Spitzenposition kann solche Fähigkeiten vorweisen? Die echte Detailarbeit leisten Staatssekretäre und der ganze Beamtenapparat, die Sachkenntnis haben … sollten. Oder auch nicht. Aber ein Minister hat die Aufgabe, einen Weg vorzugeben, über den Tellerrand hinaus zu blicken. Und genau das hat Guttenberg getan. Und prompt wird ihm dies als Machtanspruch, Ambition für höhere Aufgaben und Inkompetenz vorgeworfen? Das ist verlogen bis zur Unerträglichkeit. Hier spricht blanker Neid und Missgunst.

Weiterhin zugegeben, er ist viel zu schnell die Leiter hinaufgelangt, aber dies nicht unbedingt allein aufgrund eigener höchster Ambitionen, sondern weil ein Posten frei war, den niemand haben wollte, weil er anderen als leicht beeinflussbar und steuerbar erschien und upps! Sich dann doch als eigenständig erwies. Und weil man mit ihm als strahlende Identifikationsfigur Quote machen konnte, Stimmen holen und Festzelte füllen, die TV- und Printmedien mit ihm Einschaltquoten und schlichtweg dicke Kohle machen konnten.

„Hosianna“ und „Kreuzigt ihn“ folgen heutzutage in Lichtgeschwindigkeit und im Grunde hat sich daran seit 2000 Jahren nur das Tempo geändert, in dem auf das Hoch das Tief folgt. Aber die Art und Weise, wie die beiden Journalisten Lohse und Wehner Guttenbergs unbestreitbar positive Eigenschaften ins Gegenteil verkehren, seine ausgezeichneten Manieren als „Show“ deklarieren, seine echte Körpersprache und Authentizität niedermachen, finde ich mehr als bedenklich. Guttenberg schauspielert nicht, er hat es nicht nötig Gesten und Mimik vor dem Spiegel zu trainieren, wie so viele andere Politiker. Er IST so! Und wenn eine Biographie sachlich neutral informieren soll, dann darf der Grundton nicht so angelegt sein, das selbst einem Profisprecher wie Herrn Schwarzmaier nichts anderes übrig bleibt, als mit seiner Stimme diesem Text einen Ton zu verleihen, der nichts mit fairer Berichterstattung zu tun hat. Ob bewusst oder unbewusst.

Die Fakten mögen stimmen, die Darstellung tut es nicht. So darf niemand betrachtet werden. Und zur Erinnerung: Hier rezensiert ein Roter und kein Schwarzer! Und auch ich schreibe mir zu, über meinen sozialdemokratischen Tellerrand schauen zu können. Ich wünsche mir mehr Politiker wie Guttenberg, egal in welcher Partei, Hauptsache es kommt dabei etwas Vernünftiges heraus.

Copyright © 2011 by Werner Karl

Titel erhältlich bei Buch24.de
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In der Hand des Serienmörders

Erstellt von Werner Karl am 15. April 2011

Stephan Harbort
In der Hand des Serienmörders

Audio-Media, 2011
Hörbuch, TRUE CRIME-Thriller
Sprecher: V. Brandt/I. Surel/F. Wolf/M. Köhler
gekürzte Lesung, 4 CDs, ca. 280 Min.
ISBN 978-3-86804-632-8
www.audio-media.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

 

Titel erhältlich bei Buch24.de

Klappentext:

Durch die Begegnung mit dem Serienmörder hält das Grauen Einzug in die Normalität. Wer wird Opfer eines Killers? Gibt es ein typisches Opferprofil? Stephan Harbort, Kriminalist und Experte für Serienmörder, hat mit Menschen gesprochen, die überlebt haben. Seine packenden Schilderungen enthüllen eine beängstigende Wahrheit: Jeder von uns kann das nächste Opfer sein …

Zum Inhalt:

Keine Angst, diese Crime-Edition will uns keine Panik einjagen … oder doch? In jedem Fall hat es mir beim Zuhören eiskalte Schauer den Rücken hinuntergeschickt und reichlich Gänsehaut beschert. Denn nichts ist schrecklicher als die schreckliche Realität, die allzu brutale Wahrheit in unserer unmittelbaren Umgebung, in unserem Ort, in unserer Stadt und nicht anderswo. Das Böse ist immer und überall.

Stephan Harbort lässt uns hier Einblicke nehmen in die Gedanken und Worte von mehreren Serienmördern, aber auch in das Schicksal der wenigen Überlebenden solcher Gräueltaten. Denn darum ging es Harbort: Wer wird Opfer? Gibt es besonders gefährdete Personengruppen? Welche Opfer erleiden schlussendlich den Tod und welchen gelingt es zu überleben? Durch welchen Umstand haben sie die Tat überleben können? Durch was unterscheiden sie sich von den Getöteten?

Harbort lässt sowohl Opfer als auch Täter zu Wort (natürlich nicht die echten, sondern deren belegte Aussagen durch o.g. SprecherInnen) kommen, er analysiert fast kriminalpsychologisch und nennt z.B. 6 Opfertypen. An realen Kriminalfällen schildert er, dass Opfer und Täter auch zueinander in Wechselwirkung stehen und Tat-Absicht, Opferauswahl, Begegnung und Tatverlauf beeinflussen, und eben nicht nur allein vom Täter aus. Das soll nicht bedeuten, dass die Opfer eine Schuld an dem tragen, was sie erleiden, aber sie doch eine kleine Chance haben, durch ihr Verhalten womöglich die Tat zumindest so abzumildern, dass sie überleben könnten. Leider gelingt dies nur selten.

Dieses Hörbuch ist kein deutscher Abklatsch von C.S.I. oder anderen Profiler-Krimi-Serien, sondern echte, deutsche, traurige Realität. Hochinteressant und beklemmend. Aber eines hat es bei mir nicht wecken können: Ein Verständnis für die Täter. Was ja auch nicht beabsichtigt war. Aber die Erläuterungen der Täter, ihre kranken Gedanken, ihre verdrehte Logik, schlimmer noch: die Beschreibung der Lust, die sie bei den Folterungen und Morden empfanden, hat meine ohnehin vorhandene Abscheu für solche Menschen bestätigt und … ja, gesteigert. Und den Respekt vor den Menschen, die uns vor solchem Abschaum beschützen sollen und die sich täglich deren „Werke“ beruflich ansehen müssen.

Was sich Polizisten, Kriminalisten, Profiler, Gerichtsmediziner u.v.a., ansehen, verarbeiten, sich in die perverse Gedankenwelt der Serienmörder und –vergewaltiger hineinversetzen müssen, schlägt an die Grenzen dessen, was ein gesunder menschlicher Geist aushalten kann. Viele Beamte zerbrechen daran und gehen frühzeitig in Pension. Kein Wunder. Ich gönne ihnen ihren Ruhestand, wenn sie in ihm denn wirklich Ruhe und Frieden finden können. Und da war die zweite Sache, die mir dieses Hörbuch vermitteln konnte. Danke auch dafür.

Copyright © 2011 by Werner Karl

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Lernen Sie Gefühle lesen

Erstellt von Werner Karl am 1. April 2011

Lernen Sie Gefühle lesen
Mysterium Mensch – Mimik
Tatjana Strobel

Autorin/Sprecherin: Tatjana Strobel
1 CD, ca. 70 Min.
Sachhörbuch
ISBN 978-3-86804-198-9
ET: März 2011

www.audio-media.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Wer möchte nicht in den Gesichtern anderer Menschen lesen wie in einem offenen Buch? Wer ist nicht daran interessiert, zu erfahren, ob sein Gegenüber nun lügt oder nicht? Spätestens seit der aktuellen US-TV-Serie „Lie to me“ ist man von Menschen fasziniert, die über solche Fähigkeiten verfügen. Ältere unter uns werden sich noch an Samy Molcho („Körpersprache“ uva. Publikationen) erinnern, der uns schon vor vielen Jahren Einblick in diese Materie gegeben hat.

Zuerst war ich ein wenig misstrauisch. Wie soll ein Hörbuch mir die Geheimnisse menschlicher Mimik akustisch vermitteln, anstelle visuell? Aber Tatjana Strobel gelingt es durchaus. Sie beschreibt nicht nur plastisch die 7 Basisemotionen, sondern auch die medizinischen und evolutionären Wurzeln derselben und vor allem, wie wir sie interpretieren können.

Ob im Privaten oder im Geschäftsleben, es ist immer von Vorteil, zwischen den Zeilen des Gesagten und Gehörten zu lesen und sozusagen die Mimik und Körpersprache des Gegenübers als kostenlosen Lügendetektor nutzen zu können. Nicht um des monetären Vorteils allein, sondern auch einfach, um seine Mitmenschen besser verstehen zu können, Ungesagtes trotzdem herauszufinden und schlussendlich ans Ziel zu kommen. Das heißt nicht, dass wir das, was wir durch Mimik und Körpersprache erfahren, benutzen sollen, um unser Gegenüber in die Pfanne zu hauen. Ganz im Gegenteil: Verschlossene, verstockte, renitente Gesprächspartner werden sich uns öffnen, wenn wir sensibler auf ihre lautlosen Signale eingehen und ein fruchtbares, für beide Partner erfolgreiches Gespräch dabei herauskommt.

Ein Mensch kann laut gängiger Forschung um die 10.000 Emotionen ausdrücken. Allein im Gesicht benutzen wir dafür pro Gesichtshälfte 8 Muskeln von den vorhandenen 26. Aber auch unsere Füße verraten unsere Stimmung. Bekannterweise sind sie am weitesten vom Gehirn entfernt und lassen sich daher am wenigsten manipulieren.

Mir erschienen die 70 Minuten des Hörbuches viel zu kurz, denn das Thema ist sicher vielschichtiger, um es in so kurzer Zeit tiefschürfend abzuarbeiten. Im Booklet ist noch ein 40-Fragen-Menschenkenner-Test samt Auswertung vorhanden, der einem zeigen kann, wie gut oder schlecht man momentan seine Mitmenschen „lesen“ kann. In jedem Fall aber hat Tatjana Strobel bei mir eines erreicht: Ich werde ab sofort mehr auf die Mimik achten und nicht nur auf das, was man mir sagt. Und noch eines: Ich werde meine eigene Körpersprache von allzu verräterischen Signalen abzuhalten versuchen. Ob es mir gelingt, ist allerdings von einem anderen Training anhängig.

Copyright © 2011 by Werner Karl

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Der Fluch der Hebamme

Erstellt von Werner Karl am 20. November 2010

Sabine Ebert
Der Fluch der Hebamme

Audio media Verlag, 2010
Reihe: Target . mitten ins Ohr
ISBN 978-3-86804-580-2
Hörbuch; Historischer Roman
Gelesen von Elke Schützhold
Hördauer ca. 428 min., auf 6 CDs

www.audiomedia.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zur Sprecherin:

Elke Schützhold – selbst Autorin – besticht schlichtweg durch ihre äußerst angenehme Stimme. Sie versteht es, Personen einen eigenen Charakter zu verleihen und beherrscht Sprachrhythmus und hat ein gutes Gefühl für Tempi und Pausen. Sie ist auch als TV-Sprecherin für Dokumentationen, Reportagen, Features und Magazine gefragt.

Zur Geschichte:

Es ist das Jahr 1189 n. Chr. – also die Zeit des 3. Kreuzzuges und des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. In Freiberg – mitten in der sächsischen Mark Meißen – leben Lukas und Marthe. Er verdingt sich als Soldat auf der Burg Meißen, sie als anerkannte Heilfrau und Hebamme. Beide sehen mehr als schlechte Zeiten auf sich zukommen, als ihr alter Widersacher, Albrecht, ältester Sohn des Markgrafen Otto, gegen seinen Vater aufbegehrt und in einem Handstreich die Macht an sich reißt.

Dietrich, der jüngere Sohn des Markgrafen, hat sich dem Heerzug Barbarossas angeschlossen und zieht ins Heilige Land, um Jerusalem zurückzuerobern. Auch Thomas, Marthes Sohn und Stiefsohn Lukas´s verschlägt es in die Reihen der christlichen Ritter. Ihr Leben und ihre Rückkehr hängen an einem seidenen Faden, denn Hunger, Seuchen und ständige Angriffe der Seldschuken dezimieren das Ritterheer, noch bevor es auch nur in die Nähe von Jerusalem kommt.

Natürlich hat die Geschichte mehr Protagonisten und Handlungsstränge, aber aus nachfolgenden Gründen, möchte ich hier nicht zu viel verraten.

Fazit:

Zum ersten handelt es sich bei “Der Fluch der Hebamme” um den vierten Teil einer fünfbändigen Reihe, was weder auf dem Cover, noch im Inneren auf einem Beiblatt oder wenigstens zu Beginn der ersten CD erwähnt wird.  Vielleicht wurden aber auch die anderen Teile nicht als Hörbuch aufgelegt; ich weiß es nicht. Auch in der Übersicht lieferbarer Hörbücher wird dies mit keinem Wort mitgeteilt, was leider auch der aktuellen Vorgehensweise von Buchverlagen entspricht. Leider denken die Verlage, dass dieses Verschweigen wenigstens den Verkauf des Teiles ermöglicht, welchen ein Interessent gerade in der Hand hält. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass die Hoffnung, der Käufer würde später auch noch die fehlenden Teile erstehen und von vorne beginnen, so oft nicht stattfinden wird. Ein enttäuschter und sich vielleicht als hinters-Licht-geführt fühlender Hörer/Leser hegt doch innerlich Ärger und wird sich nach anderen Titeln umsehen, die in Massen in den Buchhandlungen – und mit ehrlicher Reihen-Nummerierung! – griffbereit da liegen.

Zum zweiten verspricht der Titel „Der Fluch …“ so einiges an entsprechender Dramatik. Man rechnet mit den Auswirkungen auf den Verfluchten und auf die Hebamme, die in Zeiten des Mittelalters sicherlich mit harten Konsequenzen rechnen muss, bis hin zur Anklage der Hexerei und drohender Verbrennung. Der Fluch wird zwar ausgesprochen, doch in keiner der 428 Minuten ereilt den Verfluchten sein Schicksal. Dies kann natürlich daran liegen, dass eine Lesung – wie auch hier – in der Regel eine gekürzte Fassung des originalen Buchtextes ist und gerade diese Teile gekürzt wurden. Aber wer streicht denn den Teil, der Bestandteil des Titels ist und der gerade vielleicht das entscheidende Kaufkriterium war?

Taugt der Klappentext nichts, taugt das Titelbild nichts und taugt die Geschichte nichts, dann helfen auch solche Tricks nichts. Um es ganz klar zu sagen: Die Geschichte hat mir gefallen und sie hat auch stellenweise Dramatik, auch wenn die Sexszenen in ihrer arg romantischen (bei einvernehmlichem) und vorgeblichen Brutalität (bei nicht einvernehmlichem Verkehr) etwas aufgesetzt wirkten.

Die Szenen des katastrophalen Heerzuges, die tödlichen Angriffe der seldchukischen Verteidiger und die Schlachtszenen sind mehr als harmlos verfasst. Da konnte oder wollte sich die Autorin nicht an die brutale Realität halten und ergeht sich in Umschreibungen und Auslassungen. Wobei ich Letztere auch dem Konto der Kürzungen zuordne.

Insgesamt eine nette Unterhaltung, leider ohne das zu erfüllen, was der Titel verspricht. Und nicht zuletzt auch Frustration und eine gehörige Portion Verstimmung über die Bevormundung durch die Verlage. Schade

Copyright © 2010 by Werner Karl

Die Bücher:
Band 1: Das Geheimnis der Hebamme ISBN 978-3-426-63412-7
Band 2: Die Spur der Hebamme ISBN 978-3-426-63695-4
Band 3: Die Entscheidung der Hebamme ISBN 978-3-426-63835-4
Band 4: Der Fluch der Hebamme ISBN 978-3-426-50606-6
Band 5: Abschlussband; in Vorbereitung

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

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Die Henkerstochter und der König der Bettler

Erstellt von Werner Karl am 23. Oktober 2010

Oliver Pötzsch
Die Henkerstochter und der König der Bettler

Audio media Verlag, 2010
Reihe: Target . mitten ins Ohr
ISBN 978-3-86804-585-7
Hörbuch; Historischer Roman, Krimi, Mittelalter
Gelesen von Michael Fitz
Hördauer ca. 467 min., auf 6 CDs

www.audiomedia.de
www.michael-fitz.de/html/start.htm

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zum Sprecher:

Michael Fitz ist Teil des bayerischen Fitz-Künstlerclans. Er ist preisgekrönter Film- und Fernsehschauspieler und Musiker … und hat eine angenehme, wandelbare Stimme, welche den Protagonisten eine eigene Stimme verleiht. Bei einer Gesamtlänge von fast sechs Stunden ist das ein Glück, längst keine Selbstverständlichkeit.

Zur Geschichte:

Der Dreißigjährige Krieg ist viele Jahre vorbei und doch sind überall in Europa noch die Spuren zu sehen und die Folgen allenthalben zu spüren.

Der ehemalige Söldner Jakob Kuisl verdingt sich – wie sein Vater vor ihm – im bayerischen Schongau als Henker. Als junger Mann zog Jakob in den Krieg, um dem Töten auf Befehl zu entgehen, dass seinen Vater in den Suff getrieben hat. Natürlich kam er als Landsknecht dabei vom Regen in die Traufe. Sein Ruf als Sohn eines Henkers und der riesige Bihänder, den er mit sich schleppte, bescherte ihm den Respekt, ja sogar die Furcht, seiner eigenen Männer. Nun, als mehrfacher Familienvater, und weil er das Töten kann wie kein anderer, übt er den Beruf aus, dem er zu entgehen versucht hatte.

Da erreicht ihn ein Brief aus Regensburg, angeblich von seiner Schwester, in dem er erfährt, dass sie schwer erkrankt ist und um seine Hilfe bittet. Denn ein Henker des Mittelalters verstand sich auch auf die Heilkunst. So eilt Jakob per Floss auf der Donau ins ferne Regensburg. Doch kaum angekommen, findet er seine Schwester und seinen Schwager in deren Badehaus mit durchgeschnittenen Kehlen vor. Noch im Haus seiner Schwester wird er als Mörder von der Stadtwache festgenommen und landet im Kerker, wird gefoltert und der nahe Tod durch Rädern, Köpfen oder Vierteilen ist ihm nahezu sicher.

Seine Tochter Magdalena – die ein unstandesgemäßes Techtelmechtel mit Simon, dem Sohn des Schongauer Medicus’ hat – flieht mit diesem nach Regensburg. Erstens um ihren eigenen Problemen zu entgehen und zweitens, um herauszufinden, wer Jabob Kuisl eine Falle gestellt hat und warum. Denn eine Falle war es, so viel steht recht schnell fest.

Was sich dann entwickelt, ist ein tödliches Ränkespiel bis in die Spitze des mächtigen Stadtrates von Regensburg. Und weit darüber hinaus … Denn der Bistumsstadt steht ein Konzil bevor, bei dem Staat und Kirche die Voraussetzungen schaffen wollen, um eine erneute Invasion der Türken zu vermeiden …

Magdalena und Simon haben es bei ihrer gefährlichen Rettung mit brutalen und korrupten Wachsoldaten, der Bettlergilde und deren „König“, mit einem venezianischen Diplomaten und mit bezahlten Mördern zu tun. Auf jedem Schritt und Tritt droht ihnen Verleumdung, Folter und Tod.

Fazit:

Ich habe „Der Name der Rose“ – den Auslöser von historischen Romanen – gelesen und die Geschichte genossen. Das Lesen nicht. Vielleicht begehe ich ja jetzt ein Sakrileg, aber Oliver Pötzsch schreibt flüssiger und für meinen persönlichen Geschmack angenehmer als Umberto Eco (ich bin sicher, Eco kann mit meiner Ansicht locker leben). Vielleicht war es aber doch Michael Fitzen´s Stimme, die den Ausschlag gab. Historische Romane sind nicht gerade das, was ich als Buch erstehen würde, aber als Hörbuch allemal. Ich habe mich zwei Tage lang hervorragend unterhalten.

Copyright © 2010 by Werner Karl

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

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Trostpflaster

Erstellt von Werner Karl am 7. Oktober 2010

Anne Hertz
Trostpflaster (Hörbuch)

TARGET – mitten ins Ohr
Audio media Verlag GmbH
ISBN 978-3-86804-582-6
Hörbuch, Roman
Erscheinungsdatum: August 2010
Sprecherin: Katrin Fröhlich
Umfang: 6 CDs, Laufzeit ca. 450 Minuten

www.audiomedia.de
www.anne-hertz.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zum Autor/ Sprecherin:

Anne Hertz ist das Pseudonym der Autorinnen Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz aus Hamburg, die nicht nur gemeinsam schreiben, sondern als Schwestern auch einen Großteil ihres Lebens miteinander verbringen. Bevor Anne Hertz 2006 in Hamburg zur Welt kam, wurde sie 1969 und 1972 in Düsseldorf geboren. Prozent von ihr studierten Jura, während die andere Hälfte sich der Anglistik widmete. Anschließend arbeiteten 100 Prozent als Journalistin. Anne Hertz hat im Schnitt 1,5 Kinder und mindestens 0,5 Männer. Sie lebt in einem großen Haus mit allen Menschen, die ihr wichtig sind.

Katrin Fröhlich ist seit ihrem siebten Lebensjahr als Synchronsprecherin tätig. Unter anderem lieh sie der Elisabeth in der TV-Serie  Die Waltons ihre Stimme. Die gebürtige Münchnerin lebt und arbeitet in München, wo sie in verschiedenen TV-Produktionen mitwirkte. Auch auf der Theaterbühne ist sie zu sehen, so beispielsweise in ?Ein seltsames Paar? mit Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht. Am bekanntesten ist sie aber wohl als die Stimme von Gwyneth Paltrow, Cameron Diaz und Heather Locklear. Neben ihrer Tätigkeit als Sprecherin arbeitet Katrin Fröhlich auch als Dialogbuchautorin und Synchronregisseurin.

Zur Handlung:

Julia Lindenthal ist mit ihrem Leben ganz zufrieden: eine sichere Stelle bei der Hamburger Fidelia-Versicherung und ein toller Mann an ihrer Seite, mit welchem sie kurzfristig ihre Traumhochzeit plant. Ins Kippen gerät ihr Leben, als sie von ihrer Firma die Kündigung durch ein beauftragtes Unternehmen in Form des hochnäsigen Unternehmensberaters Simon Hecker erhält. Für Julia zunächst ein Aus für ihre geplante Hochzeit und ihre Zukunftspläne mit ihrem Zukünftigen Paul! Doch auch ihre Kolleginnen leiden unter der ?Wegrationalisierung?

Unverhofft erhält sie jedoch gerade von dem zuvor vorgesetzten Unternehmensberater Hecker ein neues Jobangebot: Sie soll in seiner neu gegründeten Trennungsagentur Trostpflaster arbeiten, die als Angebot die Aufgabe übernimmt, Menschen die Trennungsabsichten ihres Partners näher zubringen. Trotz ihrer Abneigung gegenüber dem gut aussehenden aber arroganten Simon Hecker nimmt Julia das Angebot an und bringt die anfangs sehr langsam laufenden Geschäfte ins Rollen. Zudem schafft sie es noch, weitere ehemalige Kolleginnen mit ins Boot zu nehmen. Und auch Simon Heckers Ausstrahlung geht nicht spurlos an Julia vorbei und scheint die geplante Märchenhochzeit mit Paul zu gefährden…

Mein Fazit:

Dieses Hörbuch ist sehr unterhaltsam aufbereitet, nimmt sich einer witzigen und interessanten Idee der Gründung einer Trennungsagentur an, aber die Handlung an sich ist stellenweise auch absolut klischeehaft (?Schnuckel?, ?Schatz? und anderes) und für den Hörer vorausschaubar. Die geplante Traumhochzeit rückt mir zeitweilig zu sehr in den Vordergrund, als gäbe es nichts Wichtigeres für eine Frau, monatelang die absolute Traumhochzeit zu planen. Julias Welt ist daher mehr als rosa und in den Momenten, wo die heile Welt zu kippen droht, findet sich schnell wieder eine neue Idee, dies aufzufangen. Bisweilen sehr emotional, aber auch zugegebenermaßen oft witzig überzogen, versucht Anne Hertz immer wieder, den Hörer zum wesentlichen einzufangen. Die Protagonistin beschreibt aus ihrer Sicht ihre Erlebnisse, Gefühle und Zweifel im Bezug auf ihre verlorene und neue Arbeitsstelle, aber auch ihre wackelnde Überzeugung zu ihrer Liebe zu Paul. Denn diese wird sehr auf die Probe gestellt.

Meiner Meinung nach ein ziemlicher Frauenroman bzw. Hörbuch für Frauen, die diese Art von Handlung mögen und sich von einer netten lockeren aber unspannenden Geschichte berieseln lassen möchten. Gut oder am Besten vom Ganzen hat mir das eigentliche Ende gefallen, da das erwartete typische Happy End ausbleibt. Angenehm ist mir die Sprecherin Katrin Fröhlich aufgefallen, die dem Hörbuch einiges an Schwung übermittelt. Auch das Cover ist meines Erachtens gut zum Thema ausgewählt. Als Taschenbuch ist Trostpflaster beim Verlag Droemer Knaur 2008 erschienen.

Copyright © 2010 by Sandra Stockem

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Der Prinzessinnenmörder

Erstellt von Werner Karl am 16. September 2010

Andreas Föhr
Der Prinzessinnenmörder
Gelesen von Michael Schwarzmaier

TARGET mitten ins Ohr
Audio media Verlag GmbH
ISBN 978-3-86804-581-9
Hörbuch, Krimi
Erschienen 2010
6 CDs, gekürzte Lesung
Hördauer: ca. 442 Minuten

www.audiomedia.de

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Der Autor:

Andreas Föhr arbeitete nach seinem Studium der Rechtswissenschaften als Jurist. Seit 1991 schreibt er Drehbücher für das Fernsehen, unter anderem für „SOKO 5113“, „Ein Fall für zwei“, „Der Bulle von Tölz“ und „Im Namen des Gesetzes“. Der Autor lebt in Haar bei München.

Der Sprecher:

Michael Schwarzmaier arbeitet als Schauspieler und Sprecher vor allem in den Bereichen Fernsehen, Funk, Synchron, Werbung und Hörbuch. Nach einem geisteswissenschaftlichen Studium besuchte er zunächst die Schauspielschule in Berlin und stand dann zehn Jahre an Theatern in Deutschland und Südamerika auf der Bühne, u. a. spielte er auch an den Münchener Kammerspielen.

Die Geschichte:

Winter in den Alpen. Nach einer trinkreichen Nacht macht Polizeiobermeister Kreuthner einen kurzen Ausflug zum Spitzingsee und traut seinen Augen kaum als er dort unter dem Eis eine Leiche entdeckt. Es handelt sich um ein junges Mädchen, bekleidet mit einem goldenen Kleid, getötet durch einen Stich ins Herz. Schnell sind weitere Kollegen alarmiert. Kommissar Wallner, dem ermittelnden Beamten, fällt etwas abseits ein aufgestelltes Marterl auf. Ein Hinweis auf die Tote im See. Der Täter ist also nicht davon ausgegangen, dass der Leichnam schnell gefunden wird. Merkwürdig ist die Tatsache, dass man im Mund des Opfers eine Metallplakette mit Aufschrift entdeckt, also liegt die Vermutung, dass hier ein Serientäter am Werk ist, nahe. Schon bald wird dann auch eine weitere Leiche gefunden.

Wallners Ermittlungen nehmen langsam Fahrt auf aber Puzzelteil für Puzzelteil findet er Zusammenhänge zwischen den Opfern heraus, die zunächst im Verborgenen liegen. Der Kommissar selbst ist Single, lebt im Haus mit seinem Großvater und führt ein relativ ruhiges Leben. Allerdings ist Großvater Manfred Wallner auch im hohen Alter noch zu mancherlei unerwarteten Handlungen fähig und stellt hier zur allgemeinen Erheiterung der Leserschaft so manchem jungen Rockzipfel nach. Es ist einfach köstlich hier zu erleben wie der Enkel mit dem Verhalten des Großvaters zu kämpfen hat. Manfred Wallner ist einfach, urig und geradeheraus.

In ähnlicher Weise zu charakterisieren ist auch Polizeiobermeister Kreuthner der, mit seinem bayrischen Dialekt, seinen Alleingängen und seinem Geltungsbedürfnis, während der Ermittlungsarbeit, so manches Mal aus dem Rahmen fällt. Gerade aber diese Mischung zwischen Krimi und humoristischen Einlagen macht das Debüt des Autors Andreas Föhr „Der Prinzessinnenmörder“ so lesenswert.

Besonders schön umgesetzt wird die Handlung des Buches in der hier vorliegenden gekürzten Lesung des Alpen Krimis, gesprochen von Michael Schwarzmeier. Gerade die urigen Passagen, die auch im Dialekt gesprochen werden, machen hier die einzigartige Atmosphäre des Hörbuchs aus. Dem Sprecher gelingt es wunderbar den Leser mitzureißen und seine Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Hier bleibt zu hoffen, dass Kommissar Wallner schon bald wieder ermitteln wird und auch Herr Schwarzmaier wieder den Part des „Vorlesenden“ übernimmt. (3xPRT)

Copyright © 2010 by Iris Gasper

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Als Taschenbuch ist „Der Prinzessinnenmörder“ im Verlag Droemer/Knaur erschienen.

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Imperium – Aufstieg und Untergang Roms

Erstellt von Werner Karl am 20. August 2010

Hoffmann, Anke S. / Schubert, Katharina / Mende, Stephanie / Prof. Guido Knopp
Imperium – Aufstieg und Untergang Roms

audio media verlag, 2010
ISBN 978-3-86804-114-9
Hörbuchbox, Sachbuch, Geschichte
Umfang: 8 CD´s, 2 MP3-CD´s, Glossar zu jedem Einzeltitel, Ringbuch im Schuber
untermalt mit Musik des Ensembles Musica Romana
Sprecher Prof. Guido Knopp und Julia Fischer
Hördauer: ca. 520 min.

www.audiomedia.de

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Die Sprecher:

Professor Guido Knopp vorzustellen, mag vielen wie Eulen nach Athen zu tragen vorkommen. Den meisten dürfte er aus dem Fernsehen bekannt sein. Seine Beiträge zur Aufarbeitung unserer – deutschen – jüngeren Geschichte (z.B. „Hitlers Helfer“, „Holocaust“, „History-Reihe“ uvm.) haben ein Format und eine Qualität, welche ihm und seinem Team eine ganze Reihe an Preisen eingebracht hat. Und das zu Recht. Seine akribische Art, Themen aufzuarbeiten, sachlich immer korrekt und darüber hinaus an den richtigen Stellen ernst, betroffen oder auch charmant vorzutragen, trägt viel zu seinem Erfolg bei. Für ein Projekt wie – das nicht gerade kleine Thema – Rom als Hörbuch-Ausgabe ist es äußerst vorteilhaft, dass er seine eigene angenehme Stimme verwendet hat.

Julia Fischer, Schauspielerin für Theater und Fernsehen, Moderatorin und Sprecherin mit Wurzeln beim Bayerischen Rundfunk (schon mit 7 Jahren verschiedene Sprechrollen) ergänzt Guido Knopp nahezu ideal. Ihre kräftige Stimme stellt das weibliche Pendant zu Prof. Knopp und sorgt für akustische Abwechslung.

Der Inhalt:

Jedem an Geschichte Interessierten läuft allein bei dem Wort Rom eine Kettenreaktion von Bildern, Daten und Gefühlen durch den Kopf und Leib. Hier, in dieser Rezension, – als geschriebenes Wort – können diese 3 Buchstaben nicht das ausdrücken, was man bei dem ausgesprochenen Wort Rom empfindet. Und das macht vielleicht gerade den Unterschied und die Daseinsberechtigung einer solchen Hörbox gegenüber einem Buch, und erst recht gegenüber einem Geschichts(schul)buch klar: Wir Menschen sind evolutionär mehr auf Töne gestrickt, als auf das geschriebene Wort. Ein rund 2000 Jahre währendes Weltreich in Worte zu fassen, scheint fast unmöglich, und tausende Bücher zu allen Facetten des Römischen Imperiums sind eine schwere Konkurrenz. Doch Knopp und Fischer packen es an und das richtig gut.

Unterstützt durch mittelalterliche Klänge des Ensembles Musica Romana und eingestreuten akustischen Beiträgen kann man sich als Hörer innerhalb von wenigen Minuten in die Vergangenheit versetzen lassen. Ich hab´s im Auto probiert und sah auf einmal anstelle von PKW´s nur noch Sänften, Karren mit Handelswaren, Katapulte und Ballistae um mich herum. Noch intensiver funktioniert es im Sessel mit Kopfhörern, welche die moderne Geräuschkulisse ausschließen. Und dann geht es richtig los:
Staat – Republik und Kaiserreich (2 CD´s, ca. 127 min.)
Rituale – Götterkult und Aberglaube (2 CD´s, ca. 133 min.)
Alltag – Brot und Spiele (2 CD´s,  107 min.)
Legionen – Siege und Niederlagen (2 CD´s, 152 min.)
dazu die beiden MP3-CD´s
Viele der Fakten, Daten, alltäglichen Belange und Verhältnisse, Geschichten zu den Römern, Sklaven, ihren Nachbarn, Freunden und Feinden kennt man zum Teil, aber eben nur zum Teil. Die Zusammenhänge, die Auswirkungen in Sprache, Kultur, Religion und Politik bis in unsere heutigen Tage erschließen sich einem erst, wenn man das ganze Paket so gekonnt präsentiert bekommt. Ich habe immer bedauert, nie Latein gelernt zu haben und jetzt hat sich dieses Bedauern in die Erkenntnis gewandelt, das Latein zwar eine tote Sprache ist, aber der Einfluss des Römischen Imperiums noch heute auf uns ach so modernen Menschen weiter besteht.

Fazit:

Schade, dass es zu meiner Schulzeit so etwas noch nicht gab, vielleicht hätte sich meine Begeisterung für Geschichte nicht nur in einer Note 1 ausgedrückt, sondern danach in einem Studium und Beruf als Historiker, Archäologe o.ä. Professor Guido Knopp, Julia Fischer und sicher einer ganzen Reihe von Mitarbeitern sei diese Note in jedem Falle verliehen. Meiner Meinung nach ein Muss für den Geschichtsunterricht, für alle anderen ein preiswertes Medium, sich dem Römischen Imperium auch akustisch zu nähern. Ich hab „Imperium – Aufstieg und Untergang Roms“ genossen. (3PRT)

Copyright © 2010 by Werner Karl

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