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neuauflage

Der Besuch vom kleinen Tod

Erstellt von Werner Karl am 11. September 2011

Kitty Crowther
Der Besuch vom kleinen Tod

(sfbentry)
Originaltitel: La visite de petite mort (2004)
Verlag: Carlsen Verlag
ISBN 978-3-551-51758-6
Genre: Bilderbuch
Erscheinungsjahr 2011
Übersetzer: Maja von Vogel
Illustrationen von Kitty Crowther
Umfang 24 Seiten

www.carlsen.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Buch

Der kleine Tod fühlt sich missverstanden. Immer wieder aufs Neue holt er die sterbenden Menschen ab und führt sie in das Reich der Toten. Doch alle Menschen haben Angst vor ihm, dabei versucht der kleine Tod den Menschen den Übergang so angenehm, wie nur irgend möglich zumachen. Dann trifft er auf Elisewin. Diese begrüßt den Tod freudig, denn sie war schon lange krank und hat nun, dank dem kleinen Tod keine Schmerzen mehr.

Fazit

Ich war fasziniert, wie selbstverständlich dieses Buch mit dem Thema Tod umging. Es wurde nichts beschönigt und dennoch konnte das Buch Kindern gut die Angst vor dem Tod nehmen. Einfache Zeichnungen und eine einfache Sprache machten das Buch auch für kleine Kinder und Erstleser gut verständlich. Gut fand ich hierbei besonders, dass der Tod als Erlöser von Schmerzen und langen Krankheiten thematisiert wurde, hierdurch wurde ihm viel von seinem üblichen Schrecken genommen. Selten sehen Kinder so gelungen die friedvolle Seite des Todes.

Viel zu häufig werden sie mit den negativen Formen des Todes, wie etwa Unfälle, Morde oder Kriege, durch die Medien konfrontiert. Der Ausblick auf das Leben nach dem Tod war ganz gut, um Kindern ein Bild zu vermitteln, was denn nach dem Tod geschehen könnte. Dass das Buch hierbei nicht mit allen Religionen konform gehen kann, ist verständlich – für die christlichen Religionen war der Schluss des Buches aber durchaus rund und passend gewählt.Ein rund um einfühlsames Buch rund um das Thema Tod, das ich wirklich guten Gewissens empfehlen kann.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Take Over Zone 1

Erstellt von Werner Karl am 3. September 2011

Masara Minase
Take Over Zone 1

(sfbentry)
Japan, 2009
Carlsen Manga. Hamburg, 05/2011
TB, Manga, Boys Love, Romantik, Sport
ISBN 978-3-551-74625-2
Aus dem Japanischen von Monika Klinger-Hammond
2 Farbseiten

www.carlsenmanga.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Masara Minase wurde an einem 16. Dezember in der Präfektur Iwate, Japan geboren. Seit 2003 publizierte sie zahlreiche Oneshots und Serien – ausschließlich im Genre Boys Love, darunter Titel wie „Empty Heart“, „Lover‟s Position“ und „Der beste Liebhaber“. „Take Over Zone“ ist noch nicht abgeschlossen; wenigstens ein zweiter Band soll noch folgen. Mizuki beeindruckt im Sport durch seine herausragenden Leistungen, so dass der Leichtathletik-Club auf ihn aufmerksam wird und ihn als Sprinter gewinnen möchte. Erst als ihn Konno beim Laufen schlägt und Mizuki klar wird, dass er durch seine Pause nicht mehr in Form ist, zudem sein Ehrgeiz durch diese Niederlage erwachte, erklärt er sich bereit, am Training teilzunehmen.

Die anderen Schüler sind nicht dumm und bringen Konno und Mizuki, die beide ungern verlieren, immer wieder zusammen, so dass sie sich gegenseitig anspornen. Tatsächlich entdeckt Mizuki erneut die Freude am Laufen und will seine Kameraden beim anstehenden Wettbewerb nicht im Stich lassen. Doch dann zieht er sich ein Fieber zu. Hinzu kommt, dass vor zwei Jahren etwas geschah, das ihn noch immer belastet. Darum weiß er nicht, wie er reagieren soll, als Konno zu ihm sagt, dass er vielleicht in ihn verliebt sei …

„Take Over Zone“ zählt zwar zu den Boys Love-Serien, doch wollte die Künstlerin bei diesem Titel in erster Linie einen Sport-Manga erschaffen – und das ist ihr durchaus gelungen. In erster Linie geht es um die Vorbereitungen für einen Wettkampf, für den der Leichtathletik-Club einen starken Sprinter sucht. Die Mitglieder finden ihn, aber Mizuki hat seine Gründe, warum er sich nicht verpflichten möchte. Mit einigen Tricks können die anderen Schüler sein Interesse wecken, und schon bald will Mizuki sein Bestes geben und die Kameraden, die auf ihn zählen, nicht enttäuschen.

In diese Handlung eingebettet ist die sich entwickelnde Beziehung von Mizuki und Konno: Bewunderung, Rivalität, Kameradschaft, Freundschaft – und nun Liebe? Gemeinsam müssen sie die Vergangenheit bewältigen, um eine Zukunft zu haben. Mizukis Probleme sind zwar nicht ungewöhnlich, man kennt ähnliches aus anderen Reihen, aber in Kombination mit dem Thema ist sein Erlebnis und die daraus resultierende Reaktion leicht nachvollziehbar.

Mit einer humorigen Szene schließt der erste Band, der durchaus für sich stehen kann, aber durch die nette Story und die ansprechenden Zeichnungen dazu einlädt, auch die Fortsetzung zu kaufen, sobald sie vorliegt. Da es keine expliziten Szenen gibt, eignet sich der Titel auch für junge Leserinnen ab 14 Jahre, die das Genre kennen lernen wollen.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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Naruto Artbook

Erstellt von Werner Karl am 8. Juli 2011

Masashi Kishimoto
Naruto Artbook

(sfbentry)
Naruto – Naruto Illustration Book, Japan, 2009
Carlsen Manga, Hamburg, 11/2010
SC-Album mit Schutzumschlag, Manga-Artbook, Fantasy, Action, Comedy
ISBN 978-3-551-77846-8
Aus dem Japanischen von Miyuki Tsuji
Extra: 1 Sticker-Bogen, 1 auffaltbares Poster

www.carlsenmanga.de
http://naruto.com/j/
www.tv-tokyo.co.jp/anime/naruto/
http://pierrot.jp/title/naruto/index.html
http://naruto.viz.com/
www.shonenjump.com/mangatitles/n/manga_n.php
www.cartoonnetwork.com/tv_shows/naruto/index.html
www.bandaicg.com/naruto/home.php

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Masashi Kishimoto wurde am 8. November 1974 in Nagi, in der Präfektur Okayama, Japan geboren. Er debütierte 1996 mit dem Manga „Karakuri“, für den er den ‚Hop-Step-Award„ der Anthologie „Shonen Jump“ für Amateur-Mangaka gewann. Seit 1997 (Pilot-Episode) bzw. 1999 läuft seine Erfolgsserie „Naruto“ in diesem Magazin und brachte es seither auf 54 Tankobons (die Serie ist noch nicht abgeschlossen), mehrere Guidebooks zu den Mangas und Animes, drei Artbooks, eine Novel, zwei TV-Serien mit 220 bzw. 205 („Naruto: Shippuden“ ist noch nicht abgeschlossen) Episoden, 5 OVAs, 7 Movies und ein Video-Game. Darüber hinaus gibt es reichliche Merchandise-Artikel wie Trading Cards, Kalender, Soundtracks etc., die jedoch nur selten den Weg nach Deutschland finden.

„Naruto“ erzählt die Geschichte des Jungen Naruto Uzumaki, der ein berühmter Ninja werden will. In seinem Körper versiegelt ist der Geist eines Fuchsdämons, auf dessen Kraft er zurückgreifen kann, wenn seine Freunde in Gefahr sind. Er und die anderen Jungen und Mädchen müssen viele Prüfungen und Kämpfe gegen allerlei Feinde bestehen und werden mit den Jahren langsam reifer. Der Titel wendet sich in erster Linie an Jungen ab 12 Jahre, die Fantasy, Action und Comedy schätzen. Wer Spaß an Serien wie „One Piece“, „Hunter x Hunter“ oder „Fairy Tail“ hat, wird auch „Naruto“ mögen, dessen Popularität gewiss von der Ausstrahlung der TV-Serie im Nachmittagsprogramm profitierte.

Das zweite „Naruto“-Artbook, das im Carlsen Verlag erschienen ist, erfreut die Fans mit rund 100 Farbseiten, auf denen die beliebtesten Charaktere – hauptsächlich der Titelheld – in typischen Posen zu sehen sind. Endlich kann man, dank des Alben-Formats, die Zeichnungen Masashi Kishimotos genauer betrachten. Vor allem die Hintergründe, sofern sie ausgeführt werden, sind oft mit liebevollen Details versehen, während die Kleidung der Figuren (von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen) betont schlicht gehalten wurden, was zweifellos sehr praktisch ist, da man nicht bei jedem Panel unzählige Accessoires berücksichtigen muss. Großer Wert wird auf Mimik und Gestik gelegt. Für die Kolorierung benutz der Künstler hauptsächlich Copic Marker, die er flächig einsetzt. Man kann sogar die einzelnen Striche und Farbschichten sehen.

Im Vergleich zu einigen anderen Mangaka wirken Masashi Kishimotos Illustrationen doch etwas einfach, laden aber gerade dadurch ambitionierte Fans ein, seine Bilder nachzuzeichnen und auf diese Weise das Malen und Kolorieren zu üben. Als Extras gibt es – eingeheftet in das Artbook – einen Bogen mit 47 farbigen Stickern und ein beidseitig bedrucktes, auffaltbares Poster. Im fünfseitigen Anhang kommentiert der Künstler in kurzen Sätzen seine Werke. Man sollte unbedingt auch einen Blick unter den Schutzumschlag werfen. Dort findet man ein sehr aufwändig gezeichnetes Bild In Schwarz-Weiß, das auf den Mount Rushmore in den USA anspielt. Das liebevoll erstellte Motiv ist mit eines der schönsten des Artbooks und dürfte so manchen Betrachter davon überzeugen, dass Masashi Kishimotos Stärke die Pencils/Tuschezeichnungen sind und weniger die Kolorierung.

Das „Naruto Artbook“ ist eine schöne Ergänzung für alle Fans der Serie und grundsätzlich auch für Artbook-Sammler interessant. Schade, dass die Verlage nur sehr selten Artbooks publizieren, gibt es doch in Japan viele reizvolle Titel, die auch hier ihre Käufer finden würden.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Cherry Juice

Erstellt von Werner Karl am 7. Juli 2011

Haruka Fukushima
Cherry Juice – Sammelband 1

(sfbentry)
Cherry Juice Vol. 1 + 2, Japan, 2004/05
Carlsen Manga, Hamburg, 08/2010
TB, Manga, Romance, Comedy
ISBN 978-3-551-78025-6
Aus dem Japanischen von Maria Römer

www.carlsenmanga.de
http://harenokuni.blog57.fc2.com/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Haruka Fukushima wurde an einem 12. April in der Präfektur Okayama, Japan geboren. 1999 debütierte sie mit „Sakuranbo Kissu“ und schuf seither Serien wie „AAA“, „Orange Planet“ und „Kleines Biest“. Ihre Titel sind an junge Leserinnen zwischen 12 und 15 Jahre adressiert, die humorige Romanzen im Schüler-Milieu schätzen, bei denen der Spaß-Faktor an erster Stelle rangiert.

Otome Hasakis Vater heiratet ein zweites Mal, und die neue Mutter bringt einen Sohn mit in die Ehe. Minami ist bloß drei Tage jünger als seine ‚große Schwester„ und vom ersten Moment an nervig. Besonders schlimm ist es, seit die Geschwister ein Zimmer miteinander teilen müssen, weil die Großmutter wegen eines Rückenleidens vorrübergehend zu ihnen zog. Peinliche Momente bleiben unter diesen Umständen nicht aus. Aber zum Glück hat Otome Amane, Minamis Freund, der ihr heimlicher Schwarm ist und ihr überraschend seine Gefühle gesteht. Seltsamerweise scheint Minami das überhaupt nicht zu gefallen. Nicht nur stört er die beiden bei jeder sich bietenden Gelegenheit, er bandelt außerdem mit Kasumi an – und plötzlich keimt in Otome die Eifersucht. Sie möchte ihren Bruder nicht verlieren, Amane, der sich etwas zurückzieht, aber auch nicht.

Obwohl sogar die Freundinnen Otome zusetzen, dass sie sich für einen von beiden entscheiden muss, begreift sie immer noch nicht, was in ihr selber vorgeht. Sie liebt Amane, kann sich ihm aber nicht ganz öffnen, weil sie an Minami denken muss. Aber Minami ist doch ihr Bruder! Die Geschichte ist nicht neu: Ein Mädchen steht zwischen zwei Jungen und kann sich nicht entscheiden, weil sie sich nicht über ihre eigenen Gefühle klar wird, während für alle anderen offensichtlich ist, wem ihr Herz in Wirklichkeit gehört. Dass Otome und Minami Geschwister sind, ist nur bedingt eine Hürde für ihre Liebe, schließlich sind sie nicht blutsverwandt, doch schwingt so ein Hauch Inzest mit – ein beliebtes Motiv, das man z. B. auch aus „Saiyuki“, „Angel Sanctuary“ oder „Marmalade Boy“ kennt -, und das gemeinsame Zimmer bringt die beiden im Wechsel in romantische und peinliche Situationen.

Das Hin und Her der Geschwister macht den Schwerpunkt aus. In kleinen Episoden kommen sie sich näher, dann passiert etwas, die glückliche Stimmung kippt, und sie driften wieder auseinander bis zum nächsten Mal. Amane und Kasumi nehmen lediglich untergeordnete Rollen ein, und die anderen Schüler sind kaum mehr als Statisten. Schon das lässt aufmerksamen Leserinnen ahnen, wie die Geschichte ausgehen mag. Allerdings bleiben bis dahin noch zwei Bände bzw. der zweite Sammelband, der gewiss noch einige Überraschungen und kurios-lustige Momente bieten wird. Die Zeichnungen sind zart, fast schon skizzenhaft und gehen allein bei der verspielten Kleidung ins Detail. Hintergründe werden oft nur angedeutet oder großzügig mit Rasterfolien erstellt.

Die Figuren weisen – ‚typisch shojo„ – das Kindchenschema auf, haben riesige Augen und üppiges Haar, tragen modische Kleidung mit vielen Accessoires. Der Stil ähnelt ein wenig dem von Nana Haruta („Chocolate Cosmos“), Arina Tanemura („Kamikaze Kaito Jeanne“) oder Natsumi Ando („Arisa“). Junge Mädchen, die erst wenige romantische Mangas gelesen haben, werden von der quirligen Story und den sympathischen Charakteren angesprochen, doch für das reifere Publikum ist „Cherry Juice“ schon etwas zu aufgedreht und naiv. Darum sollte man vor der Kaufentscheidung ein wenig in dem Band blättern, um sicher zu gehen, ob der Titel die Erwartungen erfüllt.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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Das kleine Beatles-Buch

Erstellt von Werner Karl am 29. Juni 2011

Hervé Bourhis
Das kleine Beatles-Buch

(sfbentry)
Le Petit Livre Beatles, Frankreich, 2010
Carlsen Comics, Hamburg, 12/2010
PB, Cartoon/Comic, Musikgeschichte, Biografie, Satire, Humor
ISBN 978-3-551-75047-1
Aus dem Französischen von Ulrich Pröfrock
Titelgestaltung von N. N.
Zeichnungen und Abbildungen im Innenteil von Hervé Bourhis und aus anderen Quellen

www.carlsencomics.de
www.dargaud.com
http://bourhis.ouvaton.org/
www.beatles.com/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Sie schrieben Musik-Geschichte, sind weltweit bekannt und galten schon zu Lebzeiten als Legenden: die Beatles John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr (Richard Starkey). Das Duo Lennon/McCartney zählt zu den erfolgreichsten Songwritern; ihre Titel kennt praktisch jeder, sie wurden und werden immer wieder gecovert.

Hervé Bourhis, der bei Carlsen bereits „Das kleine Rock-Buch“ veröffentlichte, erzählt die Geschichte der ‚Fab Four„ von ihrer Geburt (John Lennon: 1940) und ihrem Werdegang bis einschließlich ins Jahr 2009. Wiedergegeben werden die wichtigsten Begebenheiten, die die Karriere der Beatles prägten, aber auch Skandale und Kurioses. Die kurzen Texte, die mit einem Augenzwinkern geschrieben wurden, gehen Hand in Hand mit den cartoonhaften Zeichnungen des Comics.

Auf unterhaltsame Weise wird dem Leser der mühsame Weg der Beatles, in der Musik-Szene als Profis Fuß zu fassen, ihr plötzlich kometenhafter Aufstieg, die internen Probleme, die zu ihrer Trennung führten, die anschließenden Solokarieren und der tragische, viel zu frühe Tod von John Lennon und George Harrison, nahe gebracht. Das reifere Publikum wird sich gewiss noch an so manche der geschilderten Begebenheiten erinnern, waren die Beatles als Band und als Solisten in den Medien, insbesondere den Musik-Magazinen, doch stets präsent.

Nostalgische Gefühle werden wach, und man denkt zurück an die 1960er und 1970er Jahre, aber auch an die folgenden Jahrzehnte. Auf die Beatles bezogen, fallen spontan Musik-Filme wie „Help!“ und „Yellow Submarine“ ein, die den damaligen Zeitgeist der Jugendlichen, die gegen das Establishment rebellierten und sich nach Liebe und Friede sehnten, widerspiegelten, jedoch auch von Drogenkonsum kündeten („Lucy in the Sky with Diamonds“). Songs wie „Yesterday“ und „Imagine“ sind längst Klassiker und werden überdauern.

Interessiert man sich für Musikgeschichte und speziell die Beatles, hat man Spaß an ungewöhnlichen Biografien und Comics, dann dürfte man mit dem „kleinen Beatles-Buch“ genau das Richtige in den Händen halten.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Der Fluch der dreißig Silberlinge

Erstellt von Werner Karl am 11. April 2011

Jean van Hamme (Text), René Sterne (Zeichnungen), Chantal de Spiegeleer (Farben/Zeichnungen)
Der Fluch der dreißig Silberlinge
Teil 1: Die Schriften des Nicodemus

(sfbentry)
La Malediction des trente Deniers, Tome 1: Le Manuscrit de Nicodemus, 2009
Carlsen Comic
ISBN 9-783551-023360
Genre: Comic & Manga, Abenteuer, Krimi & Thriller
Erschienen 2011
Übersetzer: Harald Sachse
Umfang: 54 Seiten

www.carlsen.de/web/comic/index

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Edgar, Francis und Philip

Edgar Pierre Jacobs, der Vater der Serie “Die Abenteuer von Blake und Mortimer”, wurde am 30. März 1903 in Brüssel geboren. Er arbeitete unter anderem als Theaterschauspieler, Illustrator und Bariton (an der Oper in Lille), bevor er 1940 die amerikanische Serie “Flash Gordon” von Alex Raymond fortführen durfte. Zwei Jahre später, 1944, wurde er Assistent von Hergé, und arbeitete mit ihm an der Neufassung verschiedener “Tintin”-Alben (dt.: “Tim und Struppi”). Den Stil der “Ligne Claire”, der klaren Linie, den Jacobs so von der Pike auf erlernte, übernahm er in seine eigene Arbeit. So erschien nach dem Ende des 2. Weltkriegs 1946 das erste Abenteuer von Blake und Mortimer “Le Secret de l’Espandon” (dt.: “Der Kampf um die Welt”) im neu gegründeten Comic-Magazin “Tintin”.

Jacobs ließ Blake und Mortimer bis 1972 acht teils mehrbändige Abenteuer bestehen, wobei das letzte “Les 3 Formules du Professeur Satô” (dt.: “Die 3 Formeln des Professor Sato” und “Mortimer gegen Mortimer”) zunächst unvollendet blieb. Er starb am 20. Februar 1987. Erst 1990 wurde dieses letzte Abenteuer von dem Zeichner Bob de Moor fertig gestellt.

Die neuen Abenteuer

1996 wurde das erste der neuen Abenteuer von Blake und Mortimer in dem Band “L’affaire Francis Blake” (dt.: “Der Fall Francis Blake”) veröffentlicht. Das Team bestand zunächst aus dem Autoren Jean van Hamme (XIII, Largo Winch, Thorgal) und dem Zeichner Ted Benoît (Ray Banana). Da Benoît als Perfektionist der klaren Linie gilt und diese Art Zeichnung keine Fehler verzeiht, wurde es bald klar, dass, wollte man die Fans nicht zu lange auf neue Bände warten lassen, ein zweites Team her musste. Das fand man auch, und so bestritten die Freunde in “La Machination Voronov” (dt.: “Die Voronov-Intrige”) unter der Regie von Yves Sente (Text) und André Juillard (Zeichnungen) ihr nächstes Abenteuer.

Vorbemerkung

Der vorliegende Band ist der Beginn des sechsten “neuen” Abenteuers, nur dass diesmal van Hamme nicht auf Benoît zurück greifen konnte. Er fand in René Sterne einen Zeichner, der, wie unschwer zu sehen ist, die Ligne Claire ebenso perfekt beherrschte wie die anderen Zeichner der Serie vor ihm. Die Farben steuerte dessen Lebensgefährtin Chantal de Spiegeleer bei. Wegen des tragischen Tods René Sternes, von dem das Vorwort berichtet, stellte schließlich Chantal de Spiegeleer mit Unterstützung das Album fertig.

Das Album

(Zitat)
… um einer umstürzenden Zypresse auszuweichen zieht der Lincoln unvermittelt nach links … und stürzt in die Tiefe. [Neben dem qualmenden Wrack des Wagens im Regen liegt regungslos der Körper eines Mannes - und eine offene Schatulle.] [Von oben sieht ein Motorradfahrer, mit nassem, jedoch perfekt sitzendem Anzug und Fliege bekleidet, über die Straßenbefestigung in die Tiefe und bemerkt mit ernster Miene:] “Well, die Gentlemen scheint es ordentlich erwischt zu haben.”
(Ende des Zitats)

Der Gentleman auf dem Motorrad ist niemand anderer als Professor Philip Mortimer, Brite selbstverständlich, was diese spezielle Art staubtrockener Bemerkungen hinreichend erklärt. Zusammen mit seinem Freund Captain Francis Blake hat er schon über ein Dutzend Abenteuer bestritten, die in Deutschland auf sechzehn Bände verteilt erschienen sind.

Doch wo, um alles in der Welt, ist sein Freund Blake? Eigentlich hatten die beiden vor, gemeinsam zwei ruhige Urlaubswochen zu verbringen. Aber ganz überraschend wird ihr geliebter Erzfeind Olrik auf dramatische Weise aus dem Gefängnis von Jacksonville entführt. Dort, wo “Colonel” Olrik seine Finger im Spiel hat, geht es stets um das “große Verbrechen”. Daher soll Blake als Mitglied des MI5 und versierter Kenner des Colonels und dessen krimineller Machenschaften seinen amerikanischen Kollegen vom FBI unter die Arme greifen. Mortimer, der sich um den Urlaub gebracht sieht, folgt spontan der Einladung des Chefkonservators des Archäologischen Nationalmuseums aus Athen, der den bekannten Hobbyarchäologen bittet, ihn bei der Aufklärung einer “mysteriösen Angelegenheit” zu helfen.

Wen wundert es, dass Mortimer, kaum in Athen angekommen, bis zum gestärkten Kragen in einem neuen Abenteuer steckt. Es dreht sich, wie der Titel schon verrät, um dreißig Silberlinge, die aus den ersten Jahren unserer Zeitrechnung stammen und von denen offenbar mysteriöse Kräfte ausgehen. Einen dieser Silberlinge kann Mortimer nach einer wilden Verfolgungsjagd – bei der er sich übrigens zu der eingangs zitierten Bemerkung hinreißen lässt – wieder zurück erobern. So dämmert auch ihm, was dem Leser schon lange klar ist, dass eine feindliche Partei mit deutlich weniger redlichen Absichten und offensichtlich viel krimineller Energie hinter dem Fund und vor allem hinter den noch fehlenden neunundzwanzig Münzen her ist. Der Wettlauf auf diesen geheimnisvollen Schatz hat also begonnen!

Fazit / Meine Meinung

Schauplätze in aller Welt, mysteriöse Kräfte, Weltbeherrscher, Außerirdische, dazu eine spannende Handlung und ein ums andere Mal ihr alter Widersacher Olrik bestimmen die Abenteuer von Blake und Mortimer.

Der vorliegende Band “Die Schriften des Nicodemus”, erster Teil des Abenteuers “Der Fluch der dreißig Silberlinge”, ist da keine Ausnahme und bedient alle Freunde des Abenteuers, der Jagd nach sagenumwobenen Gegenständen und des Kampfes gegen geheimnisvolle machthungrige Widersacher auf’s Beste.

Die Zeichnungen sind im ursprünglichen Stil der “Ligne Claire” gehalten mit weitgehend ruhigem Bildaufbau – auch wenn es für die Protagonisten mal brenzlig wird. Dadurch wirkt der Comic zwar wie aus den 50er Jahren, was aber gerade den Charme dieser Serie ausmacht. Immerhin spielt die Geschichte auch in jener Zeit. Es gibt keine Splash-Screens, kaum Speedlines, und überhaupt kommen die Panels ohne aufgesetztes unnötiges Lifting aus, womit manche andere Serie aufpoliert wird.

Die Panels sind zum Teil sehr textlastig, was die Geschwindigkeit ein bisschen bremst, insbesondere, wenn zusätzliche Bildbeschreibungen eingebaut sind. Es wäre nicht schlimm gewesen, wenn letztere der Modernisierung zum Opfer gefallen wären. Wen das allerdings nicht stört, der wird mit einem spannenden Abenteuer belohnt.

Auch wenn meine persönlichen Favoriten der “neuen Abenteuer” die von Yves Sente und Andre Juillard bleiben, deren Schauplätze noch exotischer und deren Plots für meinen Geschmack noch mitreißender sind, ist es der vorliegende Band allemal wert, mit einen doppelten Espresso genossen zu werden!

Copyright © 2011 by Michael Bahner (MB)

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Das Spiel von Katz und Maus 2

Erstellt von Werner Karl am 27. Juli 2010

Setona Mizushiro
Das Spiel von Katz und Maus 2

(sfbentry)
Sojou no Koi wa Nido Haneru, Japan, 2009
Carlsen Manga, Hamburg, 06/2010
TB, Manga, Boys Love, Drama, Romance
ISBN 978-3-551-77808-6
Aus dem Japanischen von Alexandra Klepper

www.carlsenmanga.de
www.page.sannet.ne.jp/setona/

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Kyouichi wurde von seinem Vater, der einen schweren Stand in der Familie hatte, erzogen, zu allen Frauen höflich zu sein und sich ihren Wünschen zu fügen. Dank seines guten Aussehens und zuvorkommenden Benehmens bringt man ihm überall reichliche Sympathien entgegen, doch sobald eine Frau ihn näher kennen lernt, stellt sie fest, dass seine Nachgiebigkeit auch ihre Schattenseiten hat. In Folge geht Kyouichis erste Ehe schief, und auch seine Affären dauern nicht lange, weil er nie eine klare Position bezieht, den bequemsten Weg einschlägt und jedem das Gefühl gibt, dass er sich zwar lieben lässt, die Zuneigung aber nicht im gleichen Maße erwidert.

Als Imagase, ein einstiger Kommilitone und Detektiv, seine Homosexualität offenbart und Kyouichi Avancen macht, lässt sich dieser auf eine Beziehung ein, obwohl ihn nur Frauen reizen. Imagase liebt und will geliebt werden, Kyouichi genießt die Aufmerksamkeiten, aber auch diesmal erfüllt er die Hoffnungen seines Partners nicht. Als schließlich Tamaki, eine Arbeitskollegin, Kyouichi ihre Gefühle gesteht und nach dem Tod ihres Vaters Trost sucht, zieht sich Imagase enttäuscht und eifersüchtig zurück. Kyouichi hält ihn nicht auf, obwohl er seine Unentschlossenheit sogleich bedauert. Ausgerechnet Tamaki ist es, die sich Wochen später an Imagase wendet, weil sie glaubt, verfolgt zu werden. Weder er noch Kyouichi konnten loslassen, und das unerwartete Wiedersehen zwingt beide zu einer Entscheidung …

Obwohl „Das Spiel von Katz und Maus“ mit für das Genre Boys Love gängigen Motiven aufwartet (das Coming Out eines Homosexuellen, seine Liebeserklärung nach Jahren der heimlichen Sehnsucht, Affären, verständnisvolle und weniger verständnisvolle Partner, das Bemühen, die eigenen Gefühle zu begreifen und das Richtige zu tun), fällt der Zweiteiler doch deutlich aus dem Rahmen des Üblichen. Setona Mizushiro, die u. a. durch die Serie „After School Nightmare“ bekannt ist, konstruiert keine geradlinige, simple Handlung um niedliche Bishonen, die sich nach einigem Hin und Her glücklich in die Arme fallen. Stattdessen handelt es sich bei ihren Protagonisten um junge Erwachsene, die mitten im Leben stehen und schon so manche bittere Erfahrung machen mussten, daraus aber kaum etwas lernten. Kyouichi lässt sich nach seiner gescheiterten Ehe mit dem homosexuellen Imagase ein, und obwohl er tief in seinem Innern viel für diesen empfindet, scheint das (falsche) Geschlecht eine unüberwindliche Hürde zu sein.

Beide leiden, da sie einerseits zusammen bleiben wollen, aber andererseits keine Möglichkeit finden, ihre unterschiedlichen Bedürfnisse in Einklang zu bringen. Als mit Tamaki die scheinbar ideale Frau ins Kyouichis Leben tritt, kommt es nicht etwa zu einer Dreiecksbeziehung sondern zum Bruch. Zunächst scheint es, als würden es die Männer schaffen, getrennte Wege zu gehen und über die frustrierende Erfahrung hinweg zu kommen, aber schon bald zeigt sich, wie sehr sie sich geirrt haben – und dass die Anziehungskraft zwischen ihnen unvermindert ist. Kyouichi muss sich entscheiden, aber will Imagase das überhaupt noch? Kann er der Person, die er innig liebt, erneut Vertrauen schenken und eine mögliche zweite Enttäuschung verkraften? Das Auf und Ab der Gefühle von allen Beteiligten wird intensiv und überzeugend beschrieben. Keiner ist besser als der andere oder trägt die alleinige Schuld an den Konflikten, denn ausnahmslos handelt jeder egoistisch und möchte sein Glück festhalten. Imagase drängt, fordert, wirkt unstabil und hysterisch, Kyouichi erscheint äußerlich nachgiebig, ist aber im Innern starr und weicht unangenehmen, bindenden Antworten aus, Tamaki verkörpert die ideale, duldsame Ehefrau, die ihre eigenen subtilen Methoden hat, um ihre Wünsche durchzusetzen.

Es geht vor allem um das psychologische Moment, die zwiespältigen Gefühle und Zweifel, weniger um die Geschichte an sich oder gar die erotischen Szenen. Beziehungen zwischen Männern und Frauen bzw. Männern und Männern rangieren gleichberechtigt nebeneinander, und die Message lautet, dass nicht das Geschlecht sondern der Mensch das Wichtige ist und das Herz darüber entscheidet, wen man liebt – mit allen Konsequenzen. Dies wurde von der Mangaka in ihrem charakteristischen, klaren Stil zeichnerisch gelungen umgesetzt. Die Personen stehen im Mittelpunkt, ihre Gestik und Mimik ergänzen die Dialoge. Die Hintergründe sind sparsam ausgeführt oder entfallen ganz. Man vermisst dieses Drumherum jedoch nicht, da die Charaktere und die Art und Weise, wie sie mit der Situation umgehen, in den Bann ziehen und nichts vom Wesentlichen ablenkt. Von daher kann man „Das Spiel von Katz und Maus“ allen Leserinnen empfehlen, die intelligente Boys Love schätzen.

Selbst wenn man sich nicht unbedingt für das Genre begeistern kann, aber gern realistisch inszenierte Dramen liest, sollte man dem Titel eine Chance geben. Romantisch-dramatische Serien, die ähnliche Akzente setzen, sind z. B. „La Esperanza“, „Crazy Love Story“ und „Bokura ga ita“.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Abgelegt unter Comic & Manga, Erotik & Sexualität, Liebe & Romantik | Keine Kommentare »

Mein neues Leben und ich

Erstellt von Werner Karl am 24. Juni 2010

mein-neues-leben-und-ichMaja von Vogel
Mein neues Leben und ich

(sfbentry)
Carlsen Verlag
ISBN 978-3-551-35784-7
Jugendbuch
Juli 2010
Umschlagfoto: plainpicture/fStop
Umschlaggestaltung: formlabor
Corporate Design Taschenbuch: Dörte Dosse
Umfang: 176 Seiten
Altersempfehlung ab 13 Jahren

www.carlsen.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Maja von Vogel wurde 1973 geboren und studierte Deutsch und Französisch. Sie verbrachte ein Jahr in Paris und arbeitete mehrere Jahre als Lektorin in einem Kinderbuchverlag, bevor sie sich als Autorin und Übersetzerin selbstständig machte. Heute lebt Maja von Vogel in Norddeutschland.

Zum Buch:

Leo ist 16 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern in einer dörflich geprägten Gegend. Alles scheint völlig in Ordnung bis ihre Eltern ihr eröffnen, dass sie als Lehrer für ein Jahr nach Texas gehen werden. Das gefällt Leo ganz und gar nicht. Sie möchte nicht mit und in Deutschland bleiben, aber Leos Eltern sind dagegen. Erst durch die Unterstützung von Tante und Onkel gelingt es Leo ihre Eltern umzustimmen. Leo wird in der nächstgelegenen Großstadt mit ihrer Cousine gemeinsam eine Wohnung beziehen und auch dort zur Schule gehen. Der Abschied von den Eltern gestaltet sich schwieriger und trauriger als geplant, aber Leo startet dennoch frohen Mutes in ihr neues Leben.

Ihre Cousine Sabine macht es ihr dabei nicht gerade leicht. Sie hat für sich selbst bereits das größere und schönere Zimmer in Anspruch genommen, hört laute Musik, spricht kaum mit Leo und präsentiert zu allem Überfluss auch noch einen Arbeits- und Putzplan. Wie schrecklich! So hatte Leo sich das Zusammenleben in der WG nicht vorgestellt. Aber es kommt noch schlimmer: Am ersten Schultag kommt Leo zu spät, weil sie sich nicht auskennt, ein Klassenkamerad schlägt ihr die Tür vor den Kopf und dann wird auch noch ihr Portemonnaie mit dem Haushaltsgeld für einen gesamten Monat gestohlen. So gibt es genug Probleme, die das junge Mädchen zu meistern hat.

Leo wirkt noch nicht wirklich erwachsen und wird durch die Geschehnisse auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Wie so manche/r Jugendliche/r, hat sie sich im Vorfeld keine wirkliche Vorstellung davon gemacht, was es bedeutet alleine zu leben und welche Aufgaben und Pflichten damit verbunden sind. Leo ist naiv, stellenweise bedauernswert und auch wieder zielsicher in ihren Entscheidungen. Sie ist eine typische junge Frau ohne konkrete Vorstellung vom Leben.

Die Autorin schildert die Geschehnisse in der Ich-Perspektive, also aus Leos Sicht. Das Buch  ist besonders für junge Leute zu empfehlen, die in Leos Alter und gerade dabei sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die Geschichte kann hier sensibilisieren für die Probleme, die das Leben so mit sich bringt.

Ganz nebenbei fließen hier auch noch eine Liebesgeschichte und eine problematische Freundschaft ein. Es wird nichts verschönt, wenngleich man sich schon fragen darf, ob es realistisch ist, dass einen Menschen so viele unangenehme Dinge auf einmal ereilen. Alles in allem: Lockere Unterhaltung mit einem nicht unbedingt vorhersehbaren Ende.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Blood+ 1

Erstellt von Werner Karl am 23. Juni 2010

bloodAsuka Katsura & Production I. G. Aniplex
Blood+ 1

(sfbentry)
Blood+ volume 1, Japan, 2005
Carlsen Manga, Hamburg, 8/2006
TB, Manga, Horror, SF
ISBN 978-3-551-76731-8
Aus dem Japanischen von John Schmitt-Weigand
4 Farbseiten

www.carlsenmanga.de
www.production-ig.co.jp/
www.production-ig.com/
www.production-ig.com/contents/works_sp/20_/index.html
www.blood.tv/
www.mbs.jp/blood/
www.bloodplustv.com/
www.adultswim.com/shows/bloodplus/index.html

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Die Schülerin Saya lebt glücklich bei den Otonashis auf Okinawa. Es gibt nur einen Wermutstropfen: Sie kann sich nicht an die Jahre vor ihrer Adoption erinnern. Mit dem Auftauchen des mysteriösen Cello-Spielers Haji nimmt Sayas Ruhe ein jähes Ende. Der junge Mann behauptet, sie zu kennen und behandelt sie sehr zuvorkommend. Weshalb nur ist seine rechte Hand bandagiert? Auf dem Heimweg werden Saya und ihr Bruder Kai plötzlich von einem Monster angegriffen. Erneut ist Haji zur Stelle, lässt Saya sein Blut trinken und überreicht ihr ein Schwert: Nur Saya kann die Chiropteran töten. Von jetzt an geht es Schlag auf Schlag: Das Familienidyll zerbricht. Saya muss Dinge über sich erfahren, die sie schockieren. Das Militär und eine geheimnisvolle Organisation interessieren sich für sie, und nicht jeder ist ihr Freund. Der psychopathische Charles hat außerdem eine offene Rechnung mit Saya zu begleichen…

„Blood+“ basiert auf dem Anime „Blood: The Last Vampire“, von dem es auch eine Novel gibt, die 2005 im Panini Verlag erschien. Bis auf das Mädchen Saya und die Chiropteran wurden allerdings keine weiteren Motive übernommen. „Blood+“ ist eine eigenständige Reihe, von der 50 Anime-Episoden existieren, auf die 7 Mangas, 6 Light-Novels und 3 Games folgten. Die Mangas und Light-Novels setzen sich aus drei bzw. zwei abgeschlossenen Story-Arcs zusammen. „Blood+“ zählt zu den Shonen-Mangas und lässt sich dem Genre Horror zuordnen, was knallharte Action bedeutet. Saya wird sehr schnell in einen Strudel des Grauens gezogen, und noch ist nicht sicher, ob sie ihm unbeschadet entrinnen kann – der Band endet mit einem Cliffhanger.

Worum genau es geht, wird hier noch nicht verraten. Der Leser lernt zunächst die wichtigsten Akteure kennen, die alle ihre Geheimnisse hüten: Saya scheint sehr viel mehr als ein Mensch zu sein, nämlich die einzige Waffe gegen die Chiropteran. Zwischen ihr und dem enigmatischen Haji besteht ein unsichtbares Band, so dass er immer zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Im Gegensatz zu Saya weiß er, was zu tun ist, wenn die blutrünstigen Kreaturen auftauchen. Kai will nicht zulassen, dass seine Adoptiv-Schwester allein das Schicksal auf sich nehmen muss, welches ihr die Militärs zugedacht haben. Sie sind zu dritt, als sie es mit Charles zu tun bekommen, der noch gefährlicher zu sein scheint als die Chiropteran.

Wie so oft handelt es sich bei den Protagonisten um Schüler, die im ungefähren Alter der anvisierten Lesergruppe sind und zunächst ein vergleichbares Leben führen. Man darf sich mit ihnen identifizieren – insbesondere mit Kai, der ein ganz normaler, mutiger Junge ist. Ein tragisches Ereignis wird zum Wendepunkt im Dasein der Figuren; das Abenteuer beginnt. Saya verfügt über eine beeindruckende Waffe und Kräfte, dank derer sie überleben kann. Haji hat die Rolle des Mentors inne und Kai die des ungestümen, ahnungslosen Beschützers, der ebenso wenig wie der Leser weiß, was auf ihn zukommen wird. Die Gegenspieler und ihre Motive bleiben vorerst im Dunkeln. Allein Charles hat mehrere Szenen, in denen er diabolische Pläne schmiedet, um die Spannung zu schüren.

Die Illustrationen sind detailreich und, wenn gekämpft wird, dynamisch. Gelegentlich sorgen humorige Szenen für Auflockerung oder symbolisieren die Ruhe vor dem Sturm, so dass der Schock eines Angriffs umso stärker wirkt. Vom Stil und Inhalt her lässt sich der Manga am ehesten mit „Blood Alone“, „Anne Freaks“, „Sin“ u. ä. vergleichen. „Blood+“ startet mit reinen Appetizern, die bloß Fragen aufwerfen, so dass man neugierig auf die weiteren Kapitel wird, die nach und nach Antworten geben sollen. Die Story ist spannend, die Charaktere sind interessant – der Titel hat Potential. Bleibt zu hoffen, dass die Fortsetzung die hohen Erwartungen erfüllen kann.

Copyright © 2008 by Irene Salzmann (IS)

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Soul Eater 3

Erstellt von Werner Karl am 27. Mai 2010

soul-eater-band-3Atsushi Ohkubo
Soul Eater 3

(sfbentry)
Japan, 2005
Carlsen Manga, Hamburg, 03/2010
TB, Manga, Fantasy, Comedy
ISBN 978-3-551-79213-6
Aus dem Japanischen von Claudia Peter

www.carlsenmanga.de
http://gangan.square-enix.co.jp/souleater/
www.souleater.tv/
www.tv-tokyo.co.jp/anime/souleater/
www.funimation.com/souleater/
www.square-enix.co.jp/souleater/
http://b.bngi-channel.jp/souleater/ds/index.html
http://b.bngi-channel.jp/souleater/ps/index.html

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In der Welt von „Soul Eater“ gibt es eine Organisation, die von Shinigami, dem Anführer aller Waffenmeister, gegründet wurde. Waffen und Waffenmeister gehen in eine Schule, um gemeinsam zu lernen, ihre Fähigkeiten einzusetzen und zu erweitern. Die Waffen sind nicht anders als andere Lebewesen, außer das sie die Gestalt von Menschen haben, die sich nach Belieben in ihre Waffenform verwandeln können. Sie haben sogar Familienmitglieder und ein Geschlecht. Die Waffen haben die Aufgabe, böse Seelen aufzuspüren und zu essen, wodurch sie stärker werden. Jede Partei für sich ist leider zu schwach, um diese Aufgabe zu erfüllen. Erst eine Verbindung zwischen Waffe und Waffenmeister lässt das volle Potential der Partner in Erscheinung treten.

Black Star ist dazu verdonnert worden, eine Strafe abzuarbeiten, weil er während eines Sondertrainings der Einzige war, der keine Seele fing. Er soll die gesamte Schulbibliothek aufräumen, eine Aufgabe, der er nur zu ungern nachkommt. Natürlich macht er es nicht und liest stattdessen die Comics. Death the Kid erstattet ihm nach einer Weile einen Besuch, da er auf der Suche nach dem Buch über Excalibur ist, der heiligen Waffe. Er schwärmt von dieser, weil sie total symmetrisch sein soll und nur ein Held sie führen kann. Dies lässt auch Black Star hellhörig werden, da er schließlich ein Held ist. Zusammen machen sie sich auf den Weg, um die heilige Waffe zu finden, wobei sie mit einigen Überraschungen rechnen müssen.

„Soul Eater“ ist ein lustiger und verrückter Manga. Die Charaktere erinnern an den Anime „One Piece“, der ebenfalls für seine Vielzahl an durchgedrehten Charakteren bekannt ist. Schön ist, dass Waffen und Waffenmeister gleichberechtigte Personen sind, die Freundschaften schließen und sich manchmal sogar ineinander verlieben. Bis jetzt weiß man noch nicht, wie die Waffen eigentlich entstehen. Man kann im Moment nur davon ausgehen, dass sie geboren und nicht erschaffen werden. Da Makas Vater jedoch Waffe und die Mutter Waffenmeisterin ist, so wie selbst auch, ist unbekannt, ob die Gene der Mutter sich einfach durchgesetzt haben oder es anderen Gründe dafür gibt. Man erfährt in den Geschichten nach und nach mehr über die Vergangenheit der Personen. Es macht super viel Spaß, diesem irren Treiben zuzugucken und sich über die Eigenheiten der Charaktere zu amüsieren.

„Soul Eater“ ähnelt Mangas wie „One Piece“ oder „Shaman King“. Wer abgedrehte Storys mit verrückten Figuren klasse findet, dem kann man diesen Manga wärmstens empfehlen.

Copyright © 2010 by Rowena Weddehage (RW)
 
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