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Das Spiel von Katz und Maus 2

Erstellt von Werner Karl am 27. Juli 2010

Setona Mizushiro
Das Spiel von Katz und Maus 2

(sfbentry)
Sojou no Koi wa Nido Haneru, Japan, 2009
Carlsen Manga, Hamburg, 06/2010
TB, Manga, Boys Love, Drama, Romance
ISBN 978-3-551-77808-6
Aus dem Japanischen von Alexandra Klepper

www.carlsenmanga.de
www.page.sannet.ne.jp/setona/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Kyouichi wurde von seinem Vater, der einen schweren Stand in der Familie hatte, erzogen, zu allen Frauen höflich zu sein und sich ihren Wünschen zu fügen. Dank seines guten Aussehens und zuvorkommenden Benehmens bringt man ihm überall reichliche Sympathien entgegen, doch sobald eine Frau ihn näher kennen lernt, stellt sie fest, dass seine Nachgiebigkeit auch ihre Schattenseiten hat. In Folge geht Kyouichis erste Ehe schief, und auch seine Affären dauern nicht lange, weil er nie eine klare Position bezieht, den bequemsten Weg einschlägt und jedem das Gefühl gibt, dass er sich zwar lieben lässt, die Zuneigung aber nicht im gleichen Maße erwidert.

Als Imagase, ein einstiger Kommilitone und Detektiv, seine Homosexualität offenbart und Kyouichi Avancen macht, lässt sich dieser auf eine Beziehung ein, obwohl ihn nur Frauen reizen. Imagase liebt und will geliebt werden, Kyouichi genießt die Aufmerksamkeiten, aber auch diesmal erfüllt er die Hoffnungen seines Partners nicht. Als schließlich Tamaki, eine Arbeitskollegin, Kyouichi ihre Gefühle gesteht und nach dem Tod ihres Vaters Trost sucht, zieht sich Imagase enttäuscht und eifersüchtig zurück. Kyouichi hält ihn nicht auf, obwohl er seine Unentschlossenheit sogleich bedauert. Ausgerechnet Tamaki ist es, die sich Wochen später an Imagase wendet, weil sie glaubt, verfolgt zu werden. Weder er noch Kyouichi konnten loslassen, und das unerwartete Wiedersehen zwingt beide zu einer Entscheidung …

Obwohl „Das Spiel von Katz und Maus“ mit für das Genre Boys Love gängigen Motiven aufwartet (das Coming Out eines Homosexuellen, seine Liebeserklärung nach Jahren der heimlichen Sehnsucht, Affären, verständnisvolle und weniger verständnisvolle Partner, das Bemühen, die eigenen Gefühle zu begreifen und das Richtige zu tun), fällt der Zweiteiler doch deutlich aus dem Rahmen des Üblichen. Setona Mizushiro, die u. a. durch die Serie „After School Nightmare“ bekannt ist, konstruiert keine geradlinige, simple Handlung um niedliche Bishonen, die sich nach einigem Hin und Her glücklich in die Arme fallen. Stattdessen handelt es sich bei ihren Protagonisten um junge Erwachsene, die mitten im Leben stehen und schon so manche bittere Erfahrung machen mussten, daraus aber kaum etwas lernten. Kyouichi lässt sich nach seiner gescheiterten Ehe mit dem homosexuellen Imagase ein, und obwohl er tief in seinem Innern viel für diesen empfindet, scheint das (falsche) Geschlecht eine unüberwindliche Hürde zu sein.

Beide leiden, da sie einerseits zusammen bleiben wollen, aber andererseits keine Möglichkeit finden, ihre unterschiedlichen Bedürfnisse in Einklang zu bringen. Als mit Tamaki die scheinbar ideale Frau ins Kyouichis Leben tritt, kommt es nicht etwa zu einer Dreiecksbeziehung sondern zum Bruch. Zunächst scheint es, als würden es die Männer schaffen, getrennte Wege zu gehen und über die frustrierende Erfahrung hinweg zu kommen, aber schon bald zeigt sich, wie sehr sie sich geirrt haben – und dass die Anziehungskraft zwischen ihnen unvermindert ist. Kyouichi muss sich entscheiden, aber will Imagase das überhaupt noch? Kann er der Person, die er innig liebt, erneut Vertrauen schenken und eine mögliche zweite Enttäuschung verkraften? Das Auf und Ab der Gefühle von allen Beteiligten wird intensiv und überzeugend beschrieben. Keiner ist besser als der andere oder trägt die alleinige Schuld an den Konflikten, denn ausnahmslos handelt jeder egoistisch und möchte sein Glück festhalten. Imagase drängt, fordert, wirkt unstabil und hysterisch, Kyouichi erscheint äußerlich nachgiebig, ist aber im Innern starr und weicht unangenehmen, bindenden Antworten aus, Tamaki verkörpert die ideale, duldsame Ehefrau, die ihre eigenen subtilen Methoden hat, um ihre Wünsche durchzusetzen.

Es geht vor allem um das psychologische Moment, die zwiespältigen Gefühle und Zweifel, weniger um die Geschichte an sich oder gar die erotischen Szenen. Beziehungen zwischen Männern und Frauen bzw. Männern und Männern rangieren gleichberechtigt nebeneinander, und die Message lautet, dass nicht das Geschlecht sondern der Mensch das Wichtige ist und das Herz darüber entscheidet, wen man liebt – mit allen Konsequenzen. Dies wurde von der Mangaka in ihrem charakteristischen, klaren Stil zeichnerisch gelungen umgesetzt. Die Personen stehen im Mittelpunkt, ihre Gestik und Mimik ergänzen die Dialoge. Die Hintergründe sind sparsam ausgeführt oder entfallen ganz. Man vermisst dieses Drumherum jedoch nicht, da die Charaktere und die Art und Weise, wie sie mit der Situation umgehen, in den Bann ziehen und nichts vom Wesentlichen ablenkt. Von daher kann man „Das Spiel von Katz und Maus“ allen Leserinnen empfehlen, die intelligente Boys Love schätzen.

Selbst wenn man sich nicht unbedingt für das Genre begeistern kann, aber gern realistisch inszenierte Dramen liest, sollte man dem Titel eine Chance geben. Romantisch-dramatische Serien, die ähnliche Akzente setzen, sind z. B. „La Esperanza“, „Crazy Love Story“ und „Bokura ga ita“.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

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Mein neues Leben und ich

Erstellt von Werner Karl am 24. Juni 2010

mein-neues-leben-und-ichMaja von Vogel
Mein neues Leben und ich

(sfbentry)
Carlsen Verlag
ISBN 978-3-551-35784-7
Jugendbuch
Juli 2010
Umschlagfoto: plainpicture/fStop
Umschlaggestaltung: formlabor
Corporate Design Taschenbuch: Dörte Dosse
Umfang: 176 Seiten
Altersempfehlung ab 13 Jahren

www.carlsen.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Maja von Vogel wurde 1973 geboren und studierte Deutsch und Französisch. Sie verbrachte ein Jahr in Paris und arbeitete mehrere Jahre als Lektorin in einem Kinderbuchverlag, bevor sie sich als Autorin und Übersetzerin selbstständig machte. Heute lebt Maja von Vogel in Norddeutschland.

Zum Buch:

Leo ist 16 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern in einer dörflich geprägten Gegend. Alles scheint völlig in Ordnung bis ihre Eltern ihr eröffnen, dass sie als Lehrer für ein Jahr nach Texas gehen werden. Das gefällt Leo ganz und gar nicht. Sie möchte nicht mit und in Deutschland bleiben, aber Leos Eltern sind dagegen. Erst durch die Unterstützung von Tante und Onkel gelingt es Leo ihre Eltern umzustimmen. Leo wird in der nächstgelegenen Großstadt mit ihrer Cousine gemeinsam eine Wohnung beziehen und auch dort zur Schule gehen. Der Abschied von den Eltern gestaltet sich schwieriger und trauriger als geplant, aber Leo startet dennoch frohen Mutes in ihr neues Leben.

Ihre Cousine Sabine macht es ihr dabei nicht gerade leicht. Sie hat für sich selbst bereits das größere und schönere Zimmer in Anspruch genommen, hört laute Musik, spricht kaum mit Leo und präsentiert zu allem Überfluss auch noch einen Arbeits- und Putzplan. Wie schrecklich! So hatte Leo sich das Zusammenleben in der WG nicht vorgestellt. Aber es kommt noch schlimmer: Am ersten Schultag kommt Leo zu spät, weil sie sich nicht auskennt, ein Klassenkamerad schlägt ihr die Tür vor den Kopf und dann wird auch noch ihr Portemonnaie mit dem Haushaltsgeld für einen gesamten Monat gestohlen. So gibt es genug Probleme, die das junge Mädchen zu meistern hat.

Leo wirkt noch nicht wirklich erwachsen und wird durch die Geschehnisse auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Wie so manche/r Jugendliche/r, hat sie sich im Vorfeld keine wirkliche Vorstellung davon gemacht, was es bedeutet alleine zu leben und welche Aufgaben und Pflichten damit verbunden sind. Leo ist naiv, stellenweise bedauernswert und auch wieder zielsicher in ihren Entscheidungen. Sie ist eine typische junge Frau ohne konkrete Vorstellung vom Leben.

Die Autorin schildert die Geschehnisse in der Ich-Perspektive, also aus Leos Sicht. Das Buch  ist besonders für junge Leute zu empfehlen, die in Leos Alter und gerade dabei sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die Geschichte kann hier sensibilisieren für die Probleme, die das Leben so mit sich bringt.

Ganz nebenbei fließen hier auch noch eine Liebesgeschichte und eine problematische Freundschaft ein. Es wird nichts verschönt, wenngleich man sich schon fragen darf, ob es realistisch ist, dass einen Menschen so viele unangenehme Dinge auf einmal ereilen. Alles in allem: Lockere Unterhaltung mit einem nicht unbedingt vorhersehbaren Ende.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Blood+ 1

Erstellt von Werner Karl am 23. Juni 2010

bloodAsuka Katsura & Production I. G. Aniplex
Blood+ 1

(sfbentry)
Blood+ volume 1, Japan, 2005
Carlsen Manga, Hamburg, 8/2006
TB, Manga, Horror, SF
ISBN 978-3-551-76731-8
Aus dem Japanischen von John Schmitt-Weigand
4 Farbseiten

www.carlsenmanga.de
www.production-ig.co.jp/
www.production-ig.com/
www.production-ig.com/contents/works_sp/20_/index.html
www.blood.tv/
www.mbs.jp/blood/
www.bloodplustv.com/
www.adultswim.com/shows/bloodplus/index.html

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Die Schülerin Saya lebt glücklich bei den Otonashis auf Okinawa. Es gibt nur einen Wermutstropfen: Sie kann sich nicht an die Jahre vor ihrer Adoption erinnern. Mit dem Auftauchen des mysteriösen Cello-Spielers Haji nimmt Sayas Ruhe ein jähes Ende. Der junge Mann behauptet, sie zu kennen und behandelt sie sehr zuvorkommend. Weshalb nur ist seine rechte Hand bandagiert? Auf dem Heimweg werden Saya und ihr Bruder Kai plötzlich von einem Monster angegriffen. Erneut ist Haji zur Stelle, lässt Saya sein Blut trinken und überreicht ihr ein Schwert: Nur Saya kann die Chiropteran töten. Von jetzt an geht es Schlag auf Schlag: Das Familienidyll zerbricht. Saya muss Dinge über sich erfahren, die sie schockieren. Das Militär und eine geheimnisvolle Organisation interessieren sich für sie, und nicht jeder ist ihr Freund. Der psychopathische Charles hat außerdem eine offene Rechnung mit Saya zu begleichen…

„Blood+“ basiert auf dem Anime „Blood: The Last Vampire“, von dem es auch eine Novel gibt, die 2005 im Panini Verlag erschien. Bis auf das Mädchen Saya und die Chiropteran wurden allerdings keine weiteren Motive übernommen. „Blood+“ ist eine eigenständige Reihe, von der 50 Anime-Episoden existieren, auf die 7 Mangas, 6 Light-Novels und 3 Games folgten. Die Mangas und Light-Novels setzen sich aus drei bzw. zwei abgeschlossenen Story-Arcs zusammen. „Blood+“ zählt zu den Shonen-Mangas und lässt sich dem Genre Horror zuordnen, was knallharte Action bedeutet. Saya wird sehr schnell in einen Strudel des Grauens gezogen, und noch ist nicht sicher, ob sie ihm unbeschadet entrinnen kann – der Band endet mit einem Cliffhanger.

Worum genau es geht, wird hier noch nicht verraten. Der Leser lernt zunächst die wichtigsten Akteure kennen, die alle ihre Geheimnisse hüten: Saya scheint sehr viel mehr als ein Mensch zu sein, nämlich die einzige Waffe gegen die Chiropteran. Zwischen ihr und dem enigmatischen Haji besteht ein unsichtbares Band, so dass er immer zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Im Gegensatz zu Saya weiß er, was zu tun ist, wenn die blutrünstigen Kreaturen auftauchen. Kai will nicht zulassen, dass seine Adoptiv-Schwester allein das Schicksal auf sich nehmen muss, welches ihr die Militärs zugedacht haben. Sie sind zu dritt, als sie es mit Charles zu tun bekommen, der noch gefährlicher zu sein scheint als die Chiropteran.

Wie so oft handelt es sich bei den Protagonisten um Schüler, die im ungefähren Alter der anvisierten Lesergruppe sind und zunächst ein vergleichbares Leben führen. Man darf sich mit ihnen identifizieren – insbesondere mit Kai, der ein ganz normaler, mutiger Junge ist. Ein tragisches Ereignis wird zum Wendepunkt im Dasein der Figuren; das Abenteuer beginnt. Saya verfügt über eine beeindruckende Waffe und Kräfte, dank derer sie überleben kann. Haji hat die Rolle des Mentors inne und Kai die des ungestümen, ahnungslosen Beschützers, der ebenso wenig wie der Leser weiß, was auf ihn zukommen wird. Die Gegenspieler und ihre Motive bleiben vorerst im Dunkeln. Allein Charles hat mehrere Szenen, in denen er diabolische Pläne schmiedet, um die Spannung zu schüren.

Die Illustrationen sind detailreich und, wenn gekämpft wird, dynamisch. Gelegentlich sorgen humorige Szenen für Auflockerung oder symbolisieren die Ruhe vor dem Sturm, so dass der Schock eines Angriffs umso stärker wirkt. Vom Stil und Inhalt her lässt sich der Manga am ehesten mit „Blood Alone“, „Anne Freaks“, „Sin“ u. ä. vergleichen. „Blood+“ startet mit reinen Appetizern, die bloß Fragen aufwerfen, so dass man neugierig auf die weiteren Kapitel wird, die nach und nach Antworten geben sollen. Die Story ist spannend, die Charaktere sind interessant – der Titel hat Potential. Bleibt zu hoffen, dass die Fortsetzung die hohen Erwartungen erfüllen kann.

Copyright © 2008 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Soul Eater 3

Erstellt von Werner Karl am 27. Mai 2010

soul-eater-band-3Atsushi Ohkubo
Soul Eater 3

(sfbentry)
Japan, 2005
Carlsen Manga, Hamburg, 03/2010
TB, Manga, Fantasy, Comedy
ISBN 978-3-551-79213-6
Aus dem Japanischen von Claudia Peter

www.carlsenmanga.de
http://gangan.square-enix.co.jp/souleater/
www.souleater.tv/
www.tv-tokyo.co.jp/anime/souleater/
www.funimation.com/souleater/
www.square-enix.co.jp/souleater/
http://b.bngi-channel.jp/souleater/ds/index.html
http://b.bngi-channel.jp/souleater/ps/index.html

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

In der Welt von „Soul Eater“ gibt es eine Organisation, die von Shinigami, dem Anführer aller Waffenmeister, gegründet wurde. Waffen und Waffenmeister gehen in eine Schule, um gemeinsam zu lernen, ihre Fähigkeiten einzusetzen und zu erweitern. Die Waffen sind nicht anders als andere Lebewesen, außer das sie die Gestalt von Menschen haben, die sich nach Belieben in ihre Waffenform verwandeln können. Sie haben sogar Familienmitglieder und ein Geschlecht. Die Waffen haben die Aufgabe, böse Seelen aufzuspüren und zu essen, wodurch sie stärker werden. Jede Partei für sich ist leider zu schwach, um diese Aufgabe zu erfüllen. Erst eine Verbindung zwischen Waffe und Waffenmeister lässt das volle Potential der Partner in Erscheinung treten.

Black Star ist dazu verdonnert worden, eine Strafe abzuarbeiten, weil er während eines Sondertrainings der Einzige war, der keine Seele fing. Er soll die gesamte Schulbibliothek aufräumen, eine Aufgabe, der er nur zu ungern nachkommt. Natürlich macht er es nicht und liest stattdessen die Comics. Death the Kid erstattet ihm nach einer Weile einen Besuch, da er auf der Suche nach dem Buch über Excalibur ist, der heiligen Waffe. Er schwärmt von dieser, weil sie total symmetrisch sein soll und nur ein Held sie führen kann. Dies lässt auch Black Star hellhörig werden, da er schließlich ein Held ist. Zusammen machen sie sich auf den Weg, um die heilige Waffe zu finden, wobei sie mit einigen Überraschungen rechnen müssen.

„Soul Eater“ ist ein lustiger und verrückter Manga. Die Charaktere erinnern an den Anime „One Piece“, der ebenfalls für seine Vielzahl an durchgedrehten Charakteren bekannt ist. Schön ist, dass Waffen und Waffenmeister gleichberechtigte Personen sind, die Freundschaften schließen und sich manchmal sogar ineinander verlieben. Bis jetzt weiß man noch nicht, wie die Waffen eigentlich entstehen. Man kann im Moment nur davon ausgehen, dass sie geboren und nicht erschaffen werden. Da Makas Vater jedoch Waffe und die Mutter Waffenmeisterin ist, so wie selbst auch, ist unbekannt, ob die Gene der Mutter sich einfach durchgesetzt haben oder es anderen Gründe dafür gibt. Man erfährt in den Geschichten nach und nach mehr über die Vergangenheit der Personen. Es macht super viel Spaß, diesem irren Treiben zuzugucken und sich über die Eigenheiten der Charaktere zu amüsieren.

„Soul Eater“ ähnelt Mangas wie „One Piece“ oder „Shaman King“. Wer abgedrehte Storys mit verrückten Figuren klasse findet, dem kann man diesen Manga wärmstens empfehlen.

Copyright © 2010 by Rowena Weddehage (RW)
 
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Furious Love 1

Erstellt von Werner Karl am 25. Mai 2010

furious-loveKazuo Kamimura
Furious Love 1

(sfbentry)
Kyojin Kankei Vol. 1, Japan, 1973
Carlsen Manga, Hamburg, 12/2009
TB mit Klappbroschur, History, Drama, Erotik
ISBN 978-3-551-79161-0
Aus dem Japanischen von Jürgen Seeback
Leseempfehlung: ab 16 Jahre!

www.carlsenmanga.de
www.kamimurakazuo.com/

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Die Manga-Leser werden älter, und die Verlage haben es endlich gemerkt. Nachdem über Jahre hinweg Kiddie-Serien die Programme dominierten, findet man nun immer mehr Titel, die sich an ein reiferes Publikum wenden. Neben zeitgenössischen Serien werden auch ältere angeboten – fast schon in Vergessenheit geratene Klassiker wie „Akira“, „Nausicaa aus dem Tal der Winde“, „Lone Wolf & Cub“ usw. „Furious Love“ ist eine Trilogie des Autors und Zeichners Kazuo Kamimura (1940 – 1986), der in Deutschland durch die „Lady Snowblood“-Bände auf sich aufmerksam machte. Die Reihe erscheint als Taschenbuch mit Klappbroschur und einem Umfang von rund 360 Seiten pro Ausgabe.

Japan während der Edo-Zeit: Katsushika Hokusai (1760 – 1849), einer der bedeutendsten Vertreter der Ukiyo-e, dessen bekanntestes Werk die Farbholzschnitt-Serie „36 Ansichten des Berges Fuji“ ist, ist bereits ein alter Mann, als er die Folgen einer sich wandelnden Gesellschaft zu spüren bekommt. In seinen letzten Lebensjahren wird er immer exzentrischer, verweigert Aufträge und hadert mit der Tatsache, dass jüngere Künstler ihn zu überflügeln beginnen – und auch noch mit pornografischen Darstellungen Erfolg haben.

Einer von ihnen ist Sutehachi, der gern ein noch größerer Maler als der anerkannte Meister werden möchte, aber nicht vom süßen Leben lassen kann. In Folge geht er eine Beziehung mit O-Shichi, der Tochter eines Gemüsehändlers, ein und übersieht dabei die tiefe Liebe, die ihm von O-Ei, Hokusais Tochter, ebenfalls eine Künstlerin, entgegengebracht wird. Während O-Shichi mit ihrem Glück prahlt, macht O-Ei ihr zum Vorwurf, dass sie ihrer Rolle als gute Gefährtin nicht gerecht wird, weil Sutehachi ihretwegen die Kunst aus den Augen verliert. Doch auch im Leben anderer spielen sich Dramen ab. Ein junger Künstler will Selbstmord begehen, als er feststellt, dass die vermeintliche Schöne, in die er sich verliebt hat, ein Mann ist. O-Shichis Vater erhängt sich, weil er es nicht länger erträgt, dass seine Frau ihn mit einem Schauspieler betrügt. Statt zu trauern, trägt die Witwe alles Geld zu ihrem Geliebten und erlebt eine böse Überraschung. O-Ei war mit einem brutalen Mann verheiratet und träumt seit der Scheidung vergeblich von einem neuen Glück.

Kazuo Kamimura erzählt keine Geschichte, wie sie heute fast schon Standard ist – reich an Action, Holzhammer-Humor und Panty-Shots -, stattdessen schildert er realistisch und beschaulich, wie das Leben im Japan des 19. Jahrhunderts ausgesehen hat. Er erfüllt historische und fiktive Persönlichkeiten mit Leben, indem er sie glaubwürdig mit Problemen und Ängsten, Hoffnungen und Träumen in ihrem Alltag darstellt. Es wird viel geredet und reflektiert, gezankt und gelacht, geliebt und gehasst. Manche Szenen muten schon recht derb in ihrem ungeschönten Realismus an. Dieser wird noch vertieft durch eingebundene Zitate und Querverweise auf zeitgenössische Künstler und ihre Werke.

Die Zeichnungen wurden mit kräftigem Strich ausgeführt, wobei der Kazuo Kamimura auf eine Idealisierung verzichtet hat. Die Protagonisten sind selten schön, man sieht ihnen Alter und Leid an, sie schneiden Grimassen. Die Hintergründe sind sehr sorgfältig erstellt und oft detailreich. Den Nerv jüngerer Manga-Leser, die schnelle und leichte Unterhaltung wünschen, trifft „Furious Love“ weniger. Der Titel wendet sich an ein Publikum mit höheren Ansprüchen, das diesen Sittenspiegel mit Interesse liest und auch die getragene Erzähl- und Zeichentechnik, die ganz ohne spektakuläre Einlagen auskommt, zu schätzen weiß.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)
 
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Fairy Tail 1

Erstellt von Werner Karl am 25. Mai 2010

fairy-tail-band-1Hiro Mashima
Fairy Tail 1

(sfbentry)
Japan, 2006
Carlsen Manga, Hamburg, 03/2010
TB, Manga, Fantasy, Action, Comedy
ISBN 978-3-551-79611-0
Aus dem Japanischen von Karsten Küstner

www.carlsenmanga.de
www.tv-tokyo.co.jp/anime/fairytail/

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Es gibt eine fantastische Welt voller magischer Wesen wie Drachen, fliegende Katzen oder Magier. Die süße Lucy möchte gern eine richtige Magierin werden. Um dies zu schaffen, muss sie vorher Aufnahme in eine Magier-Gilde finden. Sie will aber nicht in irgendeine, sondern in die Gilde „Fairy Tail“, die als eine der mächtigsten und coolsten berühmt ist. Um ihr Ziel zu erreichen, strengt sie sich an, ihre Fähigkeiten stetig zu verbessern.

Lucy kommt in einer Stadt Namens Haljion an. Dort versammelt sich eine Vielzahl an weiblichen Zuschauern um den berühmten Magier Salamander. Dieser ist für das beherrschen von Feuer bekannt, einem magischen Element, dass man nicht kaufen kann. Lucy rennt voller Bewunderung auf Salamander zu, und ein Gefühl der Liebe überkommt sie. Plötzlich taucht ein Junge mit kirschblütenrotem Haar namens Natsu auf, der die Mädchen zur Seite schiebt. Er ist seit längerem auf der Suche nach jemandem, der wie ein Salamander aussieht. Doch als der Junge diesen erblickt, fragt der Rotschopf, wer er eigentlich sei. Die Mädchenmasse stößt den Jungen wegen seiner unverschämten Bemerkung weg.

Lucy jedoch bedankt sich bei Natsu für seine Ablenkung. Sie lädt ihn und seinen Begleiter, eine blaue Katze, zum Essen ein. Sie erklärt, dass Salamander einen Zauber mit Namen ‚Charme’ anwendet, um sich beliebt zu machen, und Natsu ihr durch seine Aktion geholfen hat, diesem Bann zu entkommen. Nachdem sich die Wege der Drei wieder trennten, macht sich Salamander erneut an Lucy ran und verspricht ihr, dass sie Mitglied von Fairy Tail wird, wenn sie mit auf sein Schiff kommt. Kurz entschlossen willigt diese ein. Währenddessen schnappt Natsu ein Gespräch von zwei Mädchen auf, die über die Mitgliedschaft von Salamander bei Fairy Tail erzählen. Natsu weiß jedoch etwas, was die anderen nicht ahnen, und muss sich beeilen, da er befürchtet, dass Lucy in Gefahr schwebt.

Hiro Mashima wurde am 3. Mai 1977 in Nagano, Japan geboren. Den Wunsch, Mangaka zu werden, verspürte er schon als Kind, nachdem sein Großvater ihm alte Mangas geschenkt hatte und er anfing, diese abzuzeichnen. Sein Lieblings-Manga ist „Dragon Ball“. Sein erster Manga war die Kurzgeschichte „Bad Boys Song“, die 1998 im Magazine „Flesh“ veröffentlicht wurde. Mit seiner zweiten Story, „Magician“, gewann er 1998 den Nachwuchspreis des Kodansha Verlags. Aber erst mit seiner Serie „Rave“ erzielte Mashima den erhofften Durchbruch. Mit der Serie „Fairy Tail“, die auch schon als Anime ausgestrahlt wurde, setzt er diesen Erfolg fort. Mit „Fairy Tail“ gewann er 2009 den Kodansha-Manga-Preis in der Kategorie Shonen.

Hiro Mashimas Zeichenstil ähnelt sehr dem von Eiichiro Oda („One Piece“). Beide haben sich jedoch ganz unabhängig von einander in der Manga-Szene etabliert. Die einzige Verbindung besteht darin, dass sie große Fans von Akira Toriyama sind, wodurch der ähnliche Zeichenstil mit erklärt werden könnte. Auf der letzten Seite stellt sich der Autor der Story vor, und es gibt ein kleines „Making of“. Er verspricht, in den nachfolgenden Bänden immer ein Stückchen mehr von sich preiszugeben.

Fairy Tail ist ein witziger und verrückter Manga und von vorne bis hinten im Shonen-Stil. Es gibt Charaktere von den Sorten ruhig-süß bis auffallend-ausgeflippt. Wer ein Fan von Serien wie „Dragon Ball“ oder „One Piece“ ist, dem kann man zu diesem Manga nur raten.

Copyright © 2010 by Rowena Weddehage (RW)
 
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Bloodhound – Welcome to Krankenhaus!

Erstellt von Werner Karl am 4. Mai 2010

bloodhoundKaori Yuki
Bloodhound – Welcome to Krankenhaus!

(sfbentry)
Yorugata Aijin Senmonten – Blood Hound, Japan, 2004
Carlsen Manga, Hamburg, 02/2006
TB, Manga, Horror, Gothic
ISBN 978-3-551-78199-4
Aus dem Japanischen von Jana Hartwig

www.carlsenmanga.de
www.yukikaori.jp/
www.tv-tokyo.co.jp/vh/
www.bandai-ent.com/products/video_details1fa1.html?id=656

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Rion Kanou, Tochter eines gestrengen Stadtrates, dringt in den Hostclub ‚Krankenhaus’ ein. Sie ist davon überzeugt, dass die jungen Männer, die sich hier um das Wohl zahlungskräftiger Damen bemühen, allesamt Vampire sind. Ihre Freundin Shihoko Aiga wird vermisst. Rion glaubt, dass dies im Zusammenhang mit dem rätselhaften Verschwinden zahlreicher Schulmädchen steht – eines der Mädchen wurde tot im Fluss gefunden, es hatte sehr viel Blut verloren, so viel, dass man vom ‚Vampir-Mordfall’ spricht. Rion wurde als Kind selbst einmal von einem Vampir gebissen und wünscht sich seitdem, ihn wieder sehen zu dürfen.

Die fünf Callboys sind tatsächlich Vampire. Suou ist der mächtigste von ihnen. Allerdings haben sie es nicht auf Schulmädchen abgesehen und mit dem Verschwinden der Kinder nichts zu tun. Sie suchen nach Ellione, die unbefleckte Madonna. Trinkt man ihr Blut, bleibt man auf ewig jung und unsterblich – und irgendetwas scheint Rion damit zu tun zu haben. Nachdem Rion einiges an Verwüstung in dem Nachtclub angerichtet hat, bietet sie an, die Kosten für den Schaden abzuarbeiten. So gerät sie als Mädchen für alles in diesen Club, in jede Menge Ärger und Gefahr.

Vampire, unschuldige, zickige kleine Schulmädchen, Verschwörung, Mord, Mysterien – alles beliebte Zutaten für Mangas, die leichte Unterhaltung garantieren. Die ersten beiden Episoden des Buches lesen sich gut, die dritte Geschichte ist ein bisschen sehr schräg geraten (was die Autorin genauso sieht). Die Schwarz-Weiß-Zeichnungen sind ansprechend, der Text sprachlich gelungen, was bei Mangas leider nicht immer der Fall ist. Die Serie wurde in Japan verfilmt, es gibt Interviews und Fotos der beiden Hauptdarsteller, die Suou und Rion verkörpern, dazu immer wieder persönliche Anmerkungen der Autorin, die Einblick in ihre Arbeit schenken.

Alles in allem kein Meisterwerk der Philosophie oder Zeichenkunst, aber angenehme und ziemlich gewaltfreie Unterhaltung. Eine kurze Fortsetzung mit dem Titel „Blood Hound Special“ finden die Fans von Kaori Yuki in der Chibi-Reihe von Carlsen.

Copyright 2010 © by Alexandra Balzer (alea)

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Magic Knight Rayearth Sammelband 2

Erstellt von Werner Karl am 23. April 2010

magic-knight-rayearthClamp (Satsuki Igarashi, Ageha Ohkawa, Tsubaki Nekoi, Mokona Apapa)
Magic Knight Rayearth Sammelband 2

(sfbentry)
Mahou Kishi Rayearth 4 – 6, Japan, 1995)
Carlsen Manga, Hamburg, 03/2010
TB, Manga, Fantasy, Magical Girl, Mecha, SF, Action
ISBN 978-3-551-75665-7
Aus dem Japanischen von Antja Bockel

www.carlsenmanga.de
www.clamp-net.com/html/index.html

Titel erhältlich unter Buch24.de
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Zwar konnten die Mittelschülerinnen Hikaru, Umi und Fuu zu den legendären Magic Knights werden und Cephiro von unheilvollen Mächten befreien, aber der Preis, der dafür gezahlt werden musste, war hoch. Die Mädchen trauern immer noch und wünschen sich, nach Cephiro zurückkehren zu können, um zu erfahren, wie es ihren Freunden geht und ob es das wirklich wert war. Als sie sich auf dem Tokyo Tower treffen, werden sie ein weiteres Mal aus ihrer eigenen Welt gerissen. Am Ziel angekommen erfahren sie, dass seit dem Tod von Prinzessin Emeraude, die als so genannter Pfeiler ihre Heimat beschützte, Fremde versuchen, in das zerfallende Cephiro zu gelangen, um ihre Nachfolge anzutreten. Die Beweggründe der drei Parteien sind verschieden und eigennützig, aber ohne Pfeiler wird Cephiro zugrunde gehen. Hikaru, Fuu und Umi wollen Cephiro retten und nehmen den Kampf gegen die mächtigen Abgesandten von Othsam, Faleng und Chizetha auf. Dennoch schafft es Eagle Vision von Othsam, den Weg des Pfeilers zu finden. Hikaru kann ihm folgen, denn auch sie wurde für geeignet befunden …

Der Magical Girl-Manga „Magic Knight Rayearth“ setzt sich aus zwei Trilogien zusammen: Die erste erzählt, wie die drei Hauptfiguren Hikaru, Umi und Fuu nach Cephiro gerufen werden, da sie die Magic Knights aus einer alten Legende sind, die allein die Macht haben, das Böse zu besiegen, das die Bewohner dieser phantastischen Welt bedroht. Zwar können die Schülerinnen ihre Mission vollenden, aber es stellt sich heraus, dass die Grenzen von Gut und Böse fließend sind und weder sie selber noch ihre Gegenspieler wirklich eine Wahl hatten. Mit Prinzessin Emeraude hat Cephiro zudem seine Beschützerin verloren und ist am Schwinden.

Hier setzt die zweite Trilogie an. Hikaru, Fuu und Umi sind durch ihre traurigen Erfahrungen gereift und wollen diesmal Cephiro, das erneut bedroht wird, richtig retten. Dabei wird ihnen klar, dass das Pfeiler-System zu viele Nachteile hat – aber wie sonst soll das Reich existieren können? Gewalt oder ein Selbstopfer sind keine Lösung. Aber reichen schon das Vertrauen in die Freunde und die Liebe, die man für sie empfindet? Oder der Glaube an den eigenen Willen und an das Gute, das man im Herzen trägt? Es gibt natürlich ein Wiedersehen mit bekannten Figuren und so manche Überraschung, wenn deren wahre Rollen enthüllt werden. Mehr Charakter-Entwicklung darf man allerdings nicht erwarten, da es sich ausnahmslos um Genre- und durchaus um ‚Clamp’-Archetypen handelt, die bestimmte Funktionen zu erfüllen haben.

Man findet auch die typischen Motive: schwärmerische Freundschaften unter Mädchen bzw. Jungen mit einer Tendenz zu Yuri und Boys Love; der Einsatz von Magie und von futuristischen Waffen, insbesondere der populären Gigant-Roboter; phantasievolle Verwandlungen und Kämpfe, die jedoch durch Herz und Verstand gewonnen werden; skurril wirkende Gegner, die nicht wirklich böse sind; niedliche Helfer und verspielte Kostüme. Die Handlung ist symbolträchtig und weicht nicht von bekannten Pfaden ab. Sie bietet einen Mix aus altersgerechten Action-Szenen, ein wenig Romantik der Marke ‚clean’ und vor allem idealistisches Denken und Handeln seitens der Titelfiguren. Wer Clamp und die Serien der Künstlergruppe – darunter „Card Captor Sakura“, „Angelic Layer“ oder „Wish“ – kennt, weiß, was ihn erwartet.

Man merkt der Reihe an, dass sie aus den 1990er Jahren stammt, denn die Erzählweise ist getragen, der Humor nicht so schrill und auch die Illustrationen wirken etwas altbacken, da die Figuren leicht überzeichnet sind und statisch erscheinen. „Magic Knight Rayearth“ war lange vergriffen und ist nun in Form zweier Sammelbände von Carlsen neu aufgelegt worden. Die Taschenbücher, die einen Umfang von jeweils mehr als 600 Seiten haben, sind zwar etwas unhandlich, aber der kleine Preis von nicht einmal EUR 10.- pro Tankobon erfreut. Wer Clamp oder/und Magical Girls im Stil von „Sailor Moon“, „Wedding Peach“ oder „Kamikaze Kaito Jeanne“ schätzt, bekommt einen wahren Genre-Klassiker zum Taschengeldpreis geboten.

Copyright © 2010 Irene Salzmann (IS)

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A Kiss from the Dark 1

Erstellt von Werner Karl am 23. April 2010

a-kiss-from-the-darkMichael Waaler (Story) & Nadine Büttner (Illustrationen)
A Kiss from the Dark 1

(sfbentry)
Carlsen Manga, Hamburg, 02/2010
TB, dt. Manga, Mystery, Urban Fantasy, Romance
ISBN 978-3-551-78653-1
8 Farbseiten

www.carlsenmanga.de
www.mangaka.de/?page=mangaka-des-monats-nadine-buettner

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Katie feiert ihren 16. Geburtstag und die Wiederwahl zur Schulsprecherin. Unverhofft fällt ein Schatten auf diesen glücklichen Moment, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen soll: Katie wird Zeugin eines Angriffs auf einen Lehrer. Komischerweise will niemand den jungen Mann gesehen haben, den sie am Schultor aus den Augen verlor. Die Polizei, die Lehrer und die anderen Schüler zweifeln an Katies Aussage und glauben, das Mädchen wolle sich bloß wichtig machen. Selbst mit ihrer langjährigen Freundin Sarah kommt es darüber zum Streit. Ausgerechnet Steve, der Katie vergeblich anbaggerte und nun mit Sarah zusammen ist, spielt Friedensstifter. Langsam begreift Katie, dass es besser ist zu schweigen, denn der Täter ist nicht von dieser Welt und hat Gründe für sein Handeln. Seth zeigt sich Katie erneut und erzählt ihr seine traurige Geschichte. Beide verlieben sich ineinander, aber der Dämon Hemmeroth versucht, sie gegeneinander auszuspielen, und dabei kommen ihm die tragischen Details entgegen, die Seth Katie verschweigt …

„A Kiss from the Dark“ beginnt wie eine traditionelle School-Comedy und bietet all die Konflikte, die man damit verbindet: Mädchenfreundschaften und -streitigkeiten, First Love, Neid und Intrigen; allein der Unterricht und die Noten sind kein großes Thema. Durch den Überfall auf den Lehrer und das Auftauchen bizarrer Kreaturen, die nur Hauptfigur Katie sehen kann, kommt schnell das Mystery-Element hinzu, das immer mehr den Schwerpunkt des Mangas ausmacht. Dennoch bleibt dieser in erster Linie eine Liebesgeschichte. Die Zuneigung, die Katie und Seth füreinander empfinden, wird zur Triebfeder ihres Handelns. Und hier gerät der Plot ein wenig ins Schwimmen, da es den Künstlern offenbar nicht leicht fiel, die Geschehnisse in die gewünschte Richtung zu lenken. So manche Szene wirkt konstruiert: Wer zeigt sich schon als Attentäter, um das Herz von jemandem zu gewinnen?

Eigentlich dürfte Katie nichts von der Dämonenwelt erfahren, aber Seth bricht mehrere Gebote, um ihr nahe sein zu können, sehr wohl wissend, dass dies üble Konsequenzen für sie beide haben kann. Katie wiederum erzählt, was sie erlebt, obwohl sie längst wissen sollte, dass ihr niemand glaubt und sie nur noch mehr Ärger bekommt. Aufmerksame Leser dürften die kleinen Hinweise, die früh eingestreut wurden, bemerkt und schnell eins und eins zusammengezählt haben, so dass es nicht wirklich überrascht, wie sich die Problematik und die Romanze zum Schluss hin entwickeln. Der Band endet an einer Stelle, die der Story zu einem relativ runden Finale verhilft, auch wenn längst nicht alle Fragen beantwortet wurden. Man darf also gespannt sein auf die Fortsetzung.

Die Illustrationen sind klar und ansprechend, wie man es von Nadine Büttner („White Pearl“) kennt. Hat man Spaß an Titeln wie „Blood Relatives“ oder „Nightschool“, wird man auch „A Kiss from the Dark“ vom Inhalt und Stil her mögen. Alles in allem ist „A Kiss from the Dark“ ein hübsch gezeichneter Manga, der ein bisschen zu viel auf einmal will (Schulprobleme, die Nöte einer angehenden Mangaka, Konflikte mit Dämonen, Familiengeheimnisse, die große Liebe …). Jene Details, die wenig zum Fortlauf der Handlung beitragen, hätte man durchaus kürzen und dafür die kleinen Holper glätten können, die vor allem eingangs in der Love-Story auffallen. Dennoch besitzt die Geschichte Potenzial, und man darf voller Spannung auf den nächsten Band warten, der dann sicher das erhoffte Happy End bringt.

Copyright © 2010 Irene Salzmann (IS)

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Killing Iago 2: Bewitched

Erstellt von Werner Karl am 22. April 2010

killing-iagoZofia Garden
Killing Iago 2: Bewitched

(sfbentry)
Carlsen Manga, Hamburg, 02/2010
TB, dt. Manga, Boys Love, Drama
ISBN 978-3-551-75083-9
4 Farbseiten

www.carlsenmanga.de
www.myblog.de/zofia
http://teddjigsawonline.myblog.de

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Nachdem der populäre Sänger Tedd Jigsaw und sein Freund Kou Yagi alle Hürden überwinden konnten, scheint ihrem gemeinsamen Glück nichts mehr im Wege zu stehen – aber falsch gedacht! Kou findet trotz bester Noten keine Anstellung als Anwalt, und die Ursache ist schnell entdeckt: Der Produzent Norio Yagi, Kous älterer Bruder, verspricht, Kou nicht länger Steine in den Weg zu legen, wenn Tedd zu ihm zieht und seine Karriere unter seiner Ägide fortsetzt. Notgedrungen fügt sich Tedd und macht im Gegenzug seinem neuen Arbeitgeber das Leben zur Hölle, doch dieser erweist sich als überraschend duldsam. Nach der nicht abgesprochenen Veröffentlichung eines Video-Clips, der Tedd in einer zweideutigen Situation zeigt, bricht Kou den Kontakt ab. Als Tedd zur Kanzlei seines Lovers fährt, um das Missverständnis zu klären, erlebt er eine böse Überraschung.

Und es kommt noch schlimmer. Als Tedd sich Norio entgegenkommender zeigt, reagieren die anderen Mitbewohner Dan und Josh, die nur zu gern das Bett mit Norio teilen würden, eifersüchtig. Kurz darauf gibt es einen Toten, und Tedd, dem man vorsätzlichen Mord unterstellt, wendet sich in seiner Not ausgerechnet an Kou, der ihm zuletzt äußerst übel mitspielte. Im ersten Band von „Killing Iago“ wurden einige der wichtigsten Protagonisten eingeführt und häppchenweise ihre Motive, Konflikte und Traumata enthüllt. Immer wenn es so aussah, als wäre wieder ein Stück Vergangenheit aufgerollt und bewältigt worden, geschah etwas, das alles Bisherige auf den Kopf stellte, der Handlung eine völlig neue Richtung gab und die Figuren in einem anderen Licht erscheinen ließ.

Genauso geht es in der zweiten Folge, „Bewitched“, weiter. Tedd, aus dessen Sicht die Ereignisse geschildert werden, weiß bald nicht mehr, was und wem er glauben soll. Er wird das Opfer eines ganz gemeinen Racheplans und findet Trost und Verständnis ausgerechnet bei demjenigen, der er für seinen Feind hielt. Eine neue Chance scheint zum Greifen nah, aber Tedd wurde so sehr verletzt, seine Vergangenheit als Stricher holte ihn ein – er will nie mehr lieben und ebenfalls verletzen. Das Tankobon endet mit einem Cliffhanger, der offen lässt, was mit Tedd passiert und wie Kou auf seine Bitte reagiert. Aufmerksamen Lesern werden zweifellos die kleinen Details auffallen, welche die Weichen für das Kommende stellen. Man darf spekulieren, dass es weitere Überraschungen gibt und man sich erneut in die Irre führen lässt, wenn man an die vorgegebenen Gut-Böse-Kategorien glaubt.

Stellenweise wirkt die Handlung schon arg konstruiert. Im Nachwort verrät Zofia Garden, dass alles von Anfang an so geplant war, und wenn dem so sein sollte, dann wird wohl mancher denken, dass hier weniger mehr gewesen wäre. Gerade das verschlungene Intrigengerüst und der maskierte Verräter sind einfach zu dick aufgetragen. Was viele Mangas an Komplexität und Einfallsreichtum missen lassen, ist hier im Übermaß vorhanden, was leider zu Lasten der Glaubwürdigkeit geht. Die Illustrationen sind sehr personenbezogen. Die oft sparsamen Hintergründe werden durch einen abwechslungsreichen Seitenaufbau ausgeglichen. Der Manga ist überraschend reich an Dialogen, was teils daran liegt, dass das Deutsche mehr Worte benötigt als das Japanische oder Englische, teils aber müssen die Sachverhalte langwierig erklärt werden, und auch das ist eine nachteilige Folge der bemüht undurchsichtigen Handlung.

Alles in allem ist „Killing Iago 2“ eine beachtenswerte Fortsetzung von Zofia Gardens ersten umfangreichen Manga. Es gibt einige Schönheitsfehler, mit denen man jedoch leben kann. Der Titel wendet sich an Boys Love-Leserinnen, die den Mix aus Drama und Klamauk mögen. Die Künstlerin orientiert sich hier an den japanischen Vorbildern, die, selbst wenn es eher unangebracht wirkt, ernste Momente durch heitere Einlagen und superdeformierte Abbildungen aufzulockern versucht. Das Showbiz als Background bleibt im Hintergrund, da sich alles um die Charaktere und ihre Intrigen dreht. Es gibt einige erotische Szenen, welche jedoch nicht zu explizit ausfallen. Vielmehr sind es die psychischen und physischen Grausamkeiten, die „Killing Iago“ zu einem 16+ Titel machen.

Copyright © 2010 Irene Salzmann (IS)

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