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neuauflage

Unter dem Vampirmond – Verlangen

Erstellt von Werner Karl am 4. April 2012

Amanda Hocking
Unter dem Vampirmond – Verlangen
Band 3

Flutter (2010)
cbt Verlag
ISBN 978-3-570-16139-5
Fantasy, Liebe & Romantik, Kinder & Jugend
Erschienen 2012
Übersetzer Anne Emmert
Titelbild bürosüd°
Umfang 349 Seiten

www.vampirmond.de
www.cbt-jugendbuch.de
www.amandahocking.blogspot.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Amanda Hocking, geboren 1984, lebt in Austin, Minnesota. Sie wurde im Zeitraum von Dezember 2010 bis März 2011 mit neun als E-Books selbst verlegten Büchern überraschend zur Auflagen- und Dollar-Millionärin. Inzwischen verhandelt die ehemalige Altenhelferin über Filmrechte für eine ihrer Trilogien. Mit ihren selbst verlegten Romanen (und zwar ausschließlich auf der digitalen Plattform) gilt Amanda Hocking als derzeit erfolgreichste Schriftstellerin der Welt.  (Quelle: cbt)

Vorwort

Mit dem Titel “Verlangen” liegt der dritte Band der bisher 4-bändigen Reihe “Unter dem Vampirmond” vor. Band 1 mit der Titel “Versuchung” und Band 2 mit dem Titel “Verführung) erschienen im Oktober 2011. Der Band 4 mit dem Titel “Schicksal” erscheint im Frühjahr 2012.

Zum Buch

Endlich ist Alice zum Vampir geworden und das Leben könnte so unkompliziert sein. Doch Alice hat mit den Nebenwirkungen des Vampirdaseins zu kämpfen: Jack erscheint ihr auf einmal unheimlich köstlich, sodass sie keine Minute alleine mit ihm verbringen darf. Außerdem hat sich Peter auch noch auf eine Selbstmordmission nach Finnland begeben und gerät dort in große Schwierigkeiten. Dass Alice beschließt, ihn zusammen mit Ezra zu retten, beigreift weder Jack noch ihr Bruder Milo und auch Ezras Frau Mae ist von der Idee nicht angetan. Als dann noch Milos Hormone mit ihm durchgehen und er sich einen menschlichen Freund anlacht ist das Chaos perfekt …

Fazit

Mit dem gewohnt flüssigen Schreibstil holt die Autorin wieder einmal ihre Leser gut ab und zieht sie mitten hinein in ein turbulentes Abenteuer voller gegensätzlicher Gefühle und mit viel Spannung. Schnell wird einem der Unterschied zwischen Liebe und Verlangen bewusst und man befindet sich mitten im Gefühlschaos. Ungewohnt menschliche Vampire halten an den Familienbanden fest und schließen echte Freundschaften. Dass aber keine Familie perfekt ist, bekommt der Leser schnell zu spüren, was den Roman wirklich lebensecht wirken lässt. Jugendliche dürften sich von diesem Band besonders angesprochen fühlen, da hier gerade die Besonderheiten der ersten großen Liebe gut dargestellt werden, mit allen Höhen und Tiefen, die man sich nur erdenken kann. Auch erfahren sie hier, welchen Wert Verlässlichkeit und Beständigkeit in einer wechselhaften Welt haben.

Eine rund um gelungene Fortsetzung, für alle Freunde von Spannung und Gefühl.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Die Bestimmung

Erstellt von Werner Karl am 1. April 2012

Veronica Roth
Die Bestimmung

Wir hatten diesen Titel schon einmal rezensiert, möchten euch aber diese weitere Rezension nicht vorenthalten (Anm. d. Red.)

(sfbentry)
Originaltitel: Divergent
cbt
in der Verlagsgruppe Random House
ISBN 978-3-570-16131-9
Kinder- und Jugendbuch
Erschienen: 19. März 2012
Aus dem Amerikanischen von Petra Koob-Pawis
Umschlaggestaltung: UNO Werbeagentur München
Umschlagmotiv: Faction Symbol Art © 2011 by Rhythm and Hues
Design/Jacket Art and Design by Joel Tippie
Hardcover mit Schutzumschlag: 480 Seiten
Altersempfehlung ab 14 Jahren

www.cbt-verlag.de
www.die-bestimmung.de
www.veronicarothbooks.blogspot.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” wurde, und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.

Zum Buch:

Beatrice lebt in der Zukunft, in einer Stadt, die den Städten von heute ähnlich scheint, in der das Leben aber anders ist. Die Menschen sind aufgeteilt in fünf verschiedene Fraktionen. Es gibt Altruan – die Selbstlosen, Candor – die Freimütigen, Ken – die Wissenden, Amite – die Friedfertigen und Ferox – die Furchtlosen. Beatrice und ihre Familie gehören zu den Altruan. Als Kinder besuchen Beatrice und ihr Bruder Caleb mit Kindern anderer Fraktionen gemeinsam die Schule. In ihrem 16. Lebensjahr müssen sich alle Schüler einem Eignungstest, der Zeremonie der Bestimmung, unterziehen. Bei diesem Test wird festgestellt für welche Fraktion man sich eignet. Er soll aber nur bei der Entscheidung helfen, denn die Wahl der endgültigen Fraktion trifft jeder Schüler für sich und unabhängig vom Ergebnis des Eignungstests. Die Wahl stellt eine hohe Belastung dar, denn mit der Entscheidung für eine andere Fraktion ist auch die Trennung von Familie und Freunden verbunden. Bei Beatrice ist der Verlauf des Eignungstests sehr ungewöhnlich und das Ergebnis für ihre Wahl auch nicht sehr hilfreich. Die junge Frau ist unsicher welcher Fraktion sie sich anschließen soll, entscheidet sich aber für die Ferox.

In ihrer neuen Fraktion muss sie eine Initiationsphase durchlaufen. Es stellt sich heraus, dass es bei den Ferox 20 Neuanfänger gibt, 11 aus den eigenen Reihen und 9 aus ursprünglich anderen Fraktionen. Die Ferox nehmen aber insgesamt nur 10 der Anwärter in ihre Reihen auf, so dass 10 Anwärter am Ende als Fraktionslose enden. Mit dieser Aussage ist der Kampf unter den Anwärtern eröffnet. Wer kann beweisen, dass er furchtlos ist, furchtlos im Kampf, furchtlos in besonderen Lebenssituationen und auch in der Lage seine eigenen Ängste zu bekämpfen und eventuell zu beherrschen?

Mit „Die Bestimmung“ entführt und die Autorin Veronica Roth in die Zukunft und in ein schönes und schreckliches Szenario zugleich. Der Leser lernt diese Welt in erster Linie aus Sicht der Ferox und teilweise auch aus Sicht der Ken und der Altruan kennen. Neben den Kämpfen innerhalb der Fraktion der Ferox, brodelt es auch zwischen den Fraktionen und Beatrice gerät in einen Strudel von Emotionen, Intrigen und Machtspielereien.

Die Protagonistin, aber auch alle übrigen Charaktere dieses Buches werden sehr detailliert beschrieben und so fällt es dem Leser leicht Zu- und Abneigungen gegenüber einzelnen Personen zu entwickeln. Hier steuert die Autorin ganz gezielt die Vorstellung der Leserschaft und schafft es in einem anderen Moment wieder die Handlung in eine Richtung zu bewegen mit der niemand gerechnet hat. So wird auch schon einmal der Freund zum Feind und vielleicht umgekehrt.

Spannung und Furchtlosigkeit begleiten diese Geschichte, die aus dem Blickwinkel von Beatrice und damit in der Ich-Form geschrieben ist. Besonders schön sind auch die ersten Gefühle von Zuneigung und Liebe hier zu Papier gebracht, die wohl in jeder Welt das Leben junger Leute verändern.

„Die Bestimmung“ ist als Auftakt einer Trilogie geplant. Ein dystopischer Roman, der seinesgleichen sucht. Eine absolute Leseempfehlung für junge Leser ab 14 Jahren und Erwachsene. Wer im Leben seine Bestimmung noch nicht gefunden hat, der findet sie vielleicht hier oder kommt zu einer ganz anderen Erkenntnis über den Sinn des Lebens.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Blutbraut

Erstellt von Werner Karl am 7. März 2012

Lynn Raven
Blutbraut

cbt-Verlag, München, 2. Auflage: 10/2011
PB mit Klappbroschur
Jugendbuch, Horror, Romantic Mystery, Urban Fantasy
ISBN 978-3-570-16070-1
Titelgestaltung von Hanna Hörl Designbüro, München unter
Verwendung eines Motivs von Istockphoto/Olena Chernenko
Autorenfoto von cross-effect

www.cbt-jugendbuch.de
www.cbt-lynnraven.de
www.lynn-raven.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Lucinda Moreira ist auf der Flucht. Nirgends darf sie länger verweilen und schon gar nicht Freundschaften knüpfen, denn die Gefahr, dass sie von dem Vampir und Hexer Joaquín de Alvaro gefunden und wider Willen zu seiner Blutbraut gemacht wird, damit er sich nicht in einen Nosferatu verwandelt, ist allgegenwärtig. Dann jedoch lernt sie den attraktiven Cris kennen und möchte wenigstens einmal ein bisschen Glück haben und lieben. Ihr Date wird jäh durch das Auftauchen einiger Vampire beendet, die das junge Paar entführen. Nun ist genau das passiert, wovor Lucinda immer Angst hatte: Sie steht auf Santa Reyada, dem Anwesen der de Alvaros, Joaquín gegenüber, dessen Verwandlung in einen Nosferatu fast abgeschlossen ist. Ihm bleibt nur noch wenig Zeit, und Lucinda ist die einzige, die ihn vor diesem Schicksal und der Hinrichtung durch das Konsortium bewahren kann. Zwei Mal flieht Lucinda, zwei Mal wird sie wieder zurückgebracht – und zieht prompt unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich, denn eine Blutbraut ist auch für andere Familien von erheblichem Wert.

Das Verhalten von Cris, Joaquíns jüngerem Bruder, trägt ebenfalls nicht dazu bei, die Situation auf Santa Reyada zu entspannen. Obwohl er sie enttäuscht hat, empfindet Lucinda immer noch viel für ihn, und Cris wiederum macht keinen Hehl daraus, dass er sie für sich gewinnen möchte. Überdies bringt Cris die junge Frau durch nicht abgesprochene Ausflüge in Gefahr, was Joaquín besonders missfällt. Lucindas Verwirrung wächst. Weder hat sich Joaquín auf sie gestürzt, um ihr Blut zu trinken, noch will er sie auf Santa Reyada festhalten, wenn sie zu gehen wünscht. Wann immer sie sich in Gefahr befindet, ist er zur Stelle, um sie zu beschützen. Dass er sie liebt und nicht nur wegen ihres Blutes begehrt, wird immer deutlicher. Zögerlich öffnet sie sich ihm mehr und mehr.

Außerdem lassen vage Erinnerungen und das, was sie auf Santa Reyada erlebt, Zweifel in ihr keimen, dass ihre Tante María die Wahrheit gesagt hat, bevor sie von einem Nosferatu ermordet wurde. Joaquín könnte Lucinda eine Menge erzählen, aber er schweigt, weil er weiß, dass sie noch nicht so weit ist, um akzeptieren zu können, was vor Jahren tatsächlich passiert ist und in welcher Weise er Einfluss auf ihre Leben genommen hat. Derweil schafft es ein gefährlicher Gegenspieler, einen von Joaquíns Vertrauten durch falsche Versprechungen auf seine Seite zu ziehen. Weder Joaquín noch Lucinda ahnen, dass eine gemeine Falle für sie vorbereitet wird, die in dem Moment zuschnappt, als Lucinda eigentlich in Sicherheit sein soll …

Den vielen Vampir-Geschichten hat nun auch Lynn Raven eine weitere Facette hinzugefügt: Ihre Blutsauger sind am Tag praktisch menschlich und erlangen erst nachts ihre Stärke, abgesehen von den Hexern unter ihnen. Doch diesen droht früher oder später die Verwandlung in einen Nosferatu, ein blutgieriges, skrupelloses Monster. Allein die passende Blutbraut, die ihr Blut freiwillig gibt, kann dieses Schicksal verhindern.

Da eine Gruppe Vampire einst einen Pakt mit den dunklen Mächten geschlossen hat, um ihre Angehörigen besser beschützen zu können, werden sie als das Böse schlechthin betrachtet und vom Ordre des Sorciers gejagt. Unter schwierigsten Bedingungen handelten beide Gruppen eine Art Waffenstillstand aus, der vor allem durch die Nosferatu gefährdet ist. Aus diesem Grund eliminieren die Mitglieder des Konsortiums ihrerseits die sich wandelnden Kameraden, falls diese nicht den Mut finden, ihr Leben selbst zu beenden. Dennoch können einige Nosferatu immer wieder entkommen. Tatsächlich haben sie sich sogar um einen Anführer geschart, der nach Macht strebt und im Hintergrund die Fäden zieht. Was er will, ist recht simpel, wie er es erreichen will, ist kompliziert, doch verfügt dieser Nosferatu über die notwendigen Mittel, um sein Vorhaben realisieren zu können, denn Joaquín, der ihn vielleicht als einziger zu stoppen vermag, spielt nicht nur eine wichtige Rolle in den Plänen dieses Feindes, von dem er lange nichts weiß, sondern er wird außerdem von anderen Familien bedrängt und ist fast selbst schon ein Nosferatu.

Dieser Konflikt rückt gegen Ende hin immer mehr in den Mittelpunkt, während die Probleme des Konsortiums mit dem Ordre und auch die internen Machtkämpfe im Hintergrund bleiben. Doch auch die Actionszenen und andere spannende Momente sind letztendlich nur Beiwerk, denn das wahre Anliegen der Autorin ist die Entwicklung der Dreiecksbeziehung Joaquín-Lucinda-Cris, die zahlreiche Hürden nehmen muss und mehr durch ihren Verlauf als durch das Ergebnis, das erfahrene Leser früh erahnen, überrascht. Die Romanze bleibt durchweg ein zögerliches Annähern, ein Hin und Her bis zum Schluss, der das ersehnte Happy End der Marke clean bietet.

Die Geschichte wird von Lucinda erzählt, die am liebsten ein ganz normales Mädchen wäre, aber selbst als Blutbraut noch etwas Besonderes ist aufgrund ihrer Abstammung. Das Rätsel um ihre Vergangenheit wird weitgehend gelöst. Joaquín, den sie lange als ihren Fluch betrachtet hat, ist attraktiv, ritterlich – ein wahrer Traummann. Das gilt auch für seinen treuen Freund Rafael. Cris dagegen macht mehr als einen Wandel durch. Außer ihnen gibt es einige weitere Helfer, die als Statisten fungieren. Ihnen gegenüber stehen die blutrünstigen Nosferatu, die Mitglieder der anderen Familien, die hoffen, ihre Positionen ausbauen zu können, wenn Joaquín beseitigt wurde, und die Feinde in den eigenen Reihen. Nicht jeder gibt gleich zu erkennen, auf wessen Seite er steht. Bewusst werden etliche Fragen nicht beantwortet, so dass mit einem Folgeband gerechnet werden darf.

„Blutbraut“ ist ein spannender Vampir-Roman, der dem Horror näher steht als der Romantic Mystery, obwohl die Beziehungen der Hauptfiguren den meisten Raum einnehmen. Allerdings sind die Schilderungen, wie sich aus Angst und Hass Verständnis, Zuneigung und Liebe entwickeln nicht so klebrig süß wie in zahlreichen anderen Büchern dieses Genres – und das gefällt genauso wie die spannenden Höhepunkte, wenn sich die Hauptfiguren in einer schier ausweglosen Situation befinden und um ihr Leben kämpfen müssen. Durch die komplizierte Beziehung von Lucinda und Joaquín kommen einige Längen in die Handlung, insbesondere dann, wenn man als Leser schon ahnt, dass Gefahr droht, doch dieser Moment extra hinausgezögert wird. Hier hätte es der Handlung gut getan, wäre ein wenig gekürzt worden, beispielsweise die ausführliche Schilderung des Ausflugs zu Joaquíns geheimem Lieblingsplatz.

Aber man nimmt dies der Autorin nicht wirklich übel, da sie ihr Garn routiniert abspult, die Spannung immer wieder zu schüren weiß, einige überraschende Wendungen einbaut – und wahrlich einen Pageturner offeriert, der nicht nur Leserinnen ab 15 Jahre unterhaltsame Stunden bescheren wird, sondern der auch das reifere Publikum zu überzeugen vermag. In Folge wartet man gespannt auf das nächste Buch.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Geheimagent auf Elfenjagd

Erstellt von Werner Karl am 5. März 2012

Andreas Gößling
Geheimagent auf Elfenjagd
SuperNatural Secret Agency 1

cbt Verlag
ISBN 978-3-570-30698-7
Fantasy, Kinder & Jugend, Krimi & Thriller
Erschienen 2012
Titelbild init.büro für gestaltung
Umfang 415 Seiten

www.cbt-jugendbuch.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Andreas Gößling, geboren 1958, lebt und arbeitet als freier Autor in Coburg. Der promovierte Literatur- und Kommunikationswissenschafter beschäftigt sich seit vielen Jahren mit mythen- und kulturgeschichtlichen Themen, insbesondere mit der alten Maya-Kultur, mit Drachenmythen und der Voodoo-Religion. Neben Romanen für erwachsene und junge Leser hat er auch zahlreiche mythen- und kulturgeschichtliche Sachbücher publiziert.

Vorwort

1. Geheimagent auf Elfenjagd ist der erste Band der neuen Jugendbuchreihe rund um den jungen Halbgeist Arvid. Band 2 “Die Rache der Vampirgeister” ist bereits erschienen. Band  3 “Die Zwergenverschwörung” und 4 “Gefangen im Geisterreich” werden in kürze folgen.     

Zum Buch

Der 15 jährige Arvid lebt mit seiner Mutter zusammen. Schon sein Leben lang fühlt er sich als Außenseiter, und alle anderen scheinen ihn kaum wahrzunehmen. Zu allem Unglück wird er auch noch von einem Ziegenbock verfolgt, der in den ungünstigsten Momenten auftaucht. Doch auf einer Klassenreise in Irland ändert sich sein Leben schlagartig, denn er erfährt, dass er ein Halbgeist ist.  Er kann nicht nur Elfen und andere magische Geschöpfe sehen, sondern auch seine Gedanken projizieren und in die Geisterwelt überwechseln. Sein Talent bleibt nicht lange unentdeckt: die SuperNatural Secret Agency spannt ihn kurzerhand für ihre Zwecke ein und Arvid lässt sich von ihnen überreden zum Geheimagenten zu werden. Aber hierdurch bringt er nicht nur sich selbst in Gefahr …

Fazit

Mit “Geheimagent auf Elfenjagd” legt Andreas Gößling einen Jugendthriller der Spitzenklasse vor. Hier erwartet jeden lesebegeisterten Jugendlichen Nervenkitzel, ohne viel Blutvergießen, dafür mit einer gehörigen Portion Mystik. Der Leser befindet sich, dank des außergewöhnlichen Erzählstils des Ich-Erzählers in der Gegenwart, sofort mittendrin im Geschehen. Arvid ist hierbei nicht nur eine grandiose Identifikationsfigur, sondern auch ein wirklich herausragender Charakter. Besonders interessant fand ich, wie der Autor immer wieder mit den unterschiedlichen Facetten der Wahrheit spielte und hierdurch den Leser durch so manche Halbwahrheit und Spekulation im Dunkeln tappen ließ. Der Roman war an keiner Stelle vorhersehbar und wirklich bis zur letzten Seite spannend. Ich für meinen Teil bin wirklich gespannt, wie es mit Arvid weitergeht.

Ein Buch für jeden, der Agentenfilme wie James Bond oder Akte X liebt.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Mein böses Herz

Erstellt von Werner Karl am 2. März 2012

Wulf Dorn
Mein böses Herz

cbt
in der Verlagsgruppe Random House
ISBN 978-3-570-16095-4
Jugendbuch
Erscheinungstermin: 27. Februar 2012
Umschlaggestaltung: Zeichenpool München
unter Verwendung eines Motivs von © shutterstock (dinadesign, Neil Lang)
Hardcover mit Schutzumschlag: 416 Seiten
Altersempfehlung ab 14 Jahren

www.cbt-jugendbuch.de
www.wulfdorn.net

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Mit seinem Debütroman Trigger gelang ihm sofort ein Bestseller, die Verfilmung des Romans befindet sich in Vorbereitung. Inzwischen wurden seine Romane in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Zum Buch:

Doro  muss im Alter von 15 Jahren einen herben Verlust hinnehmen. Sie findet ihren kleinen Bruder Kai eines Morgens tot in seinem Bettchen. Am Abend zuvor waren ihre Eltern aus. Doro hat auf den Bruder aufgepasst, aber an den Abend und die Nacht kann sie sich nicht erinnern. Am Tod des kleinen Kai zerbricht die Ehe der Eltern und Doro wird in ihrer Verzweiflung immer öfter von Halluzinationen heimgesucht und in einer Klink behandelt. Nach ihrer Entlassung zieht sie gemeinsam mit ihrer Mutter in einen kleinen Ort in ländlicher Umgebung. Was als Neuanfang gedacht ist, wird allerdings zu einem neuerlichen Albtraum für die Familie.

Doros Halluzinationen kehren zurück. Sie sieht ihren Bruder, hört ihn rufen. Sie glaubt ein sonderbares Mädchen zu sehen und entdeckt eines Nachts in der zum Haus gehörenden Gartenlaube einen Jungen, der vom Teufel redet und sich verfolgt fühlt. Die hinzu gerufenen Polizisten aber finden keine Spur eines Jungen. Was ist hier real und was nicht? Doro ist sich sicher, dass im kleinen Ort Ulfingen etwas nicht stimmt und dass sie den Jungen tatsächlich gesehen hat. Dieser Junge hatte Angst, er war auf der Flucht. Aber wer soll ihr glauben?

In “Mein böses Herz” begleitet der Leser die Protagonistin Doro auf eine Reise zurück zu ihren Erinnerungen, zurück in eine Nacht, die alles veränderte. Um das Ziel dieser Reise zu erreichen muss Doro vieles durchleiden und sich schließlich auch mit sich selbst und ihrem Handeln auseinandersetzen.

Aber nicht nur Doro spielt in diesem spannenden Jugendthriller eine große Rolle. Auch Doros  neuer Therapeut Frank Nord und sein Sohn Julian sowie David, ein Junge, der neben Julian Gefühle für Doro entwickelt, stellen wichtige Charaktere in diesem Buch dar. Über der gesamten Handlung steht die Frage was ist Einbildung und was real? Und wenn ein Teil von Doros Erlebnissen real ist, wer steckt dann dahinter? Gibt es hier einen Täter und wer ist es? Die Auflösung wird manche Leser verwundern, andere nicht. Ich für meinen Teil kann sagen, dass der Autor mich hier vollkommen überrascht hat. Geschickt wurden hier Fährten gelegt, die den Leser in eine ganz bestimmte Richtung leiten und auch Emotionen auslösen, von denen man sich eventuell wieder lösen muss.

Jeder Mensch trägt ihn in sich, diesen Teil seines Menschseins, der nicht gut sondern böse ist. Nicht immer ist er auf Anhieb erkennbar, nicht immer wirklich greifbar böse. Aber er ist da, er schlummert in jedem von uns und vielleicht kommt er irgendwann ans Licht. Wie wir damit umgehen bestimmen wir selbst.

Dieses Buch ist ein gelungener Thriller für jugendliche Leser mit dem der Autor Wulf Dorn zeigt, dass er nicht nur Bücher für Erwachsene schreiben kann. Mit ?Mein böses Herz? wird  auch wieder einmal bewiesen, dass Erwachsene viel öfter einmal zu einem Jugendbuch greifen sollten.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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Doktorspiele

Erstellt von Werner Karl am 26. Februar 2012

Jaromir Konecny
Doktorspiele

cbt-Verlag, München, 1. Auflage: 03/2009
HC, Jugendbuch, Drama, Romance, Comedy
ISBN 978-3-570-16022-0
Titelgestaltung von schwecke.mueller Werbeagentur, München
Autorenfoto von Eva Kubinska

www.cbt-jugendbuch.de
www.jaromir-konecny.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Wo Charlotte Roche durch deftige Beschreibungen schockiert, um Leser durch wohligen Ekel zum Kauf zu animieren, geht Jaromir Konecny, geboren in Prag, seit 1982 in München lebend, subtil und humorig vor, ohne seinerseits ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Auch er befasst sich in „Doktorspiele“ mit heiklen Themen, ‚über die man nicht spricht‘ oder ‚über die nur Kumpels miteinander reden‘ – über den eigenen Körper, sexuelle Bedürfnisse und Probleme, Schwärmereien und die erste große Liebe.

Die Inhaltsangabe auf dem Backcover wirkt wie ein Appetizer, der schmunzeln lässt, da die Szene so richtig aus dem Leben gegriffen ist. Obwohl Andi damals erst sieben Jahre alt war, hat ihn die Bemerkung seiner Cousine Lilli doch ein wenig …traumatisiert. Nun ist er sechzehn, voll in der Pubertät, und jeder zweite Gedanke kreist um Sex. Er steht auf die hübsche Katja aus der Parallelklasse, aber die scheint ihn nicht einmal wahrzunehmen. Dann kommt ausgerechnet Lilli zu Besuch, inzwischen mit großer Oberweite ausgestattet, und lässt Andis Hormone noch verrückter spielen. Und prompt erwischt sie ihn zusammen mit einem Freund in einer höchst peinlichen Situation.

Selbst wenn man den ‚derben Jungen-‘ oder ‚Teenager-Jargon‘ alles andere als ‚cool‘ findet und auch den leidenschaftlichen Liebesromanen, die sich der Vulgär-Sprache bedienen, wenig abgewinnen kann, so muss man doch zugeben, dass die Schilderungen aus der Sicht von Andi und die Dialoge der Jugendlichen realistisch sind und man wohl genau das zu hören bekommt, wenn man nahe dem Bolzplatz, der Schul-Toilette oder wo auch immer die Ohren spitzen würde. Jungen ab 14 Jahre können sich zweifellos in die Situation der Hauptfigur hineinversetzen. Auch wenn sie sich lieber an die Playstation klammern, statt ein Buch zur Hand zu nehmen, dürften sie nach wenigen Seiten „Doktorspiele“ gefesselt sein und den Band bis zum Ende lesen – denn er ist wahrlich ein ‚Brüller‘.

Aus dem Grund möchte man die Lektüre auch Mädchen ab 13 Jahre empfehlen, damit sie eine vage Vorstellung davon erhalten, ‚wie Jungs ticken‘. „Doktorspiele“ ist zeitnah, überzeugend und witzig – ein tolles Buch, das auch jenen gefällt, die gar nicht gern lesen.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Die Bestimmung

Erstellt von Werner Karl am 5. Januar 2012

Veronica Roth
Die Bestimmung

Divergent (2011)
cbt Verlag
ISBN 978-3-570-16131-9
Science Fiction, Kinder & Jugend
Erschienen 2012
Übersetzer Petra Koob-Pawis
Titelbild UNO Werbeagentur München
Umfang 480 Seiten

www.die-bestimmung.de
www.cbt-jugendbuch.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren arbeitete sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” wurde und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.“ (Quelle: cbt)

Zum Buch

Beatrice ist gerade 16 Jahre alt geworden und muss nun den Test über ihre Bestimmung ablegen. Doch leider ist der Test bei ihr nicht eindeutig und drei der fünf Fraktionen kommen für sie infrage. Doch in der Welt in der Beatrice lebt ist jede Fraktion gleichbedeutend mit einem bestimmten Lebensstil, der mit unterschiedlichen Moral- und Wertevorstellungen verknüpft ist. Die Fraktion zählt in dieser Welt mehr als alles andere. Sie steht über Freunden und Familie und bestimmt über die eigenen Lebensziele. Beatrice ist verzweifelt, denn in ihrer Welt gelten die Unbestimmten als gefährlich. Also muss sie ihre Bestimmung verbergen, und wählt eine Fraktion, von der sie nicht weiß, ob sie die richtige für sie ist …

Fazit

Dieses Buch zog mich sofort in seinen Bann. Besonders gut gefiel mir die Idee, die Nationen nach den unterschiedlichen Begabungen, Moral- und Wertevorstellungen einzuteilen. Schnell erfuhr der Leser die Vor- und die Nachteile einer geteilten Welt. Genial empfand ich die Vorstellung, dass nur die Selbstlosen die Regierungsgeschäfte leiten durften, da es vollkommen im Gegensatz zum heutigen System steht. Gut verwoben in dem Buch waren auch die Ängste und die charakterliche Entwicklung eines durchschnittlichen Jugendlichen, der sich von den Eltern abgrenzt, sich an Freunden orientiert und am Ende eine eigene Persönlichkeit entwickelt.

Alle Protagonisten hatten Ecken und Kanten und waren somit unheimlich lebensnah. Die Geschichte rund um die Prägung für die eigene Fraktion, war spannungsgeladen und actionreich, zeigte aber auch, wie schnell sich die Menschen manipulieren und entsprechend umpolen lassen. Der Schluss konnte wunderbar aufzeigen, dass die meisten Konflikte aus unterschiedlichen Wert- und Moralvorstellungen heraus entstehen, und konnte so sogar das derzeitige Weltgeschehen widerspiegeln.

Ein Buch, das Gegenwart und Zukunft fantastisch miteinander verknüpft, zum Nachdenken anregt und einen vollkommen in seinen Bann zieht.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

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Zweilicht

Erstellt von Werner Karl am 1. Januar 2012

Nina Blazon
Zweilicht

cbt
in der Verlagsgruppe Random House
ISBN 978-3-570-16117-3
Jugendbuch / Fantasy
Erschienen 2011
Umschlaggestaltung: Hanna Hörl Designbüro München,
unter Verwendung eines Motivs von Valentina Kallias 
Hardcover mit Schutzumschlag: 416 Seiten
Altersempfehlung ab 13 Jahren

www.cbt-jugendbuch.de
www.ninablazon.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten – bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgers schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.

Zum Buch:

Jay wohnt in Williamsburg, New York, bei seinem Onkel. Eigentlich stammt er aus Berlin, doch nun ist er für ein Jahr als Austauschschüler in der Heimat seines verstorbenen Vaters angekommen und glücklich. Seine Mutter hat er in Berlin zurückgelassen, ihre andauernden Telefonate und SMS ignoriert er. In der Highschool lernt Jay Madison kennen und verliebt sich in sie. Das Mädchen scheint ähnliche Gefühle zu hegen und so verbringen die beiden einiges an Freizeit miteinander. Doch dann taucht plötzlich ein anderes Mädchen mit dem Namen Ivy auf und interessiert sich ebenfalls für Jay. Allerdings scheint nur Jay Ivy zu sehen und eigentlich nervt sie ihn auch. Doch Ivy zeigt Jay ein anderes New York als er es kennt, als er es wahrnimmt und als er es sieht. Plötzlich verändert sich einfach alles.

Nicht nur für Jay ist „Zweilicht“ nicht so leicht zu durchschauen. Hier wird auch der Leser auf so manche falsche Fährte gelockt. Die Autorin Nina Blazon versteht es wieder einmal den Leser zu täuschen und ihn in eine verwirrende Geschichte zu entführen. Als man dann endlich glaubt zu wissen was hier wirklich gespielt wird und der Auflösung des Verwirrspiels auf die Spur gekommen scheint, da wendet sich das Blatt erneut.

Hier bleibt dem Leser nichts anderes übrig als mitzudenken, er darf sich nicht verwirren lassen von den Geschehnissen und Gestalten, die sonderbar erscheinen und teilweise so unvorstellbar.

„Zweilicht“ das ist eine Geschichte rund um Gefühle und Liebe aber auch um Gut und Böse, Realität und Trugbild.

Nina Blazon präsentiert Fantasy ohne Vampire, Werwölfe und dergleichen. Vielmehr fließen indianische Mythen in die Geschichte ein. Hier tauchen Wesen auf, von denen man auch am Ende noch nicht wirklich weiß wer oder was sie genau sind, aber sie sind in jedem Fall faszinierend und eben einfach anders, einfach tricky und mehr.

Ein Buch mit Protagonisten wie du und ich in einer Welt wie wir sie kennen oder eben nicht kennen einer Welt wie sie heute ist oder eben nicht mehr ist.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Shanghai Love Story

Erstellt von Werner Karl am 29. Dezember 2011

Sally Rippin
Shanghai Love Story

Chenxi and the Foreigner, Australien, 2002
cbt-Verlag, München, dt. Erstausgabe: 07/2011
TB, Jugendbuch, Drama, Romance
ISBN 978-3-570-30745-8
Aus dem Australischen von Alexandra Ernst
Titelgestaltung von zeichenpool, München unter Verwendung von Fotos von Getty Images/Brand X Pictures/RF, Shutterstock/Karkas
Autorenfoto von privat

www.cbt-jugendbuch.de
www.sallyrippin.com/
www.zeichenpool.de
www.gettyimages.de
www.shutterstock.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Die 18-jährige Anna besucht ihren Vater in Shanghai und beginnt dort ihr Kunststudium. Sie sieht viel von der Schönheit und Kultur Chinas, doch sie merkt auch, dass dieses Land nicht nur faszinierend sondern auch sehr grausam ist. Beispielsweise werden die Chinesen gezwungen, jegliche Tätigkeit genau nach Vorgabe ‚von oben„ zu verrichten und das Leben so aussehen zu lassen, als wäre alles in bester Ordnung.

Den geheimen Kampf, den das Volk gegen das Regime anstrengt, bekommt sie schließlich persönlich zu spüren. Chenxi, in den sich Anna verliebt, spielt im Kampf gegen die Unterdrücker eine große Rolle. Werden Anna und er die Gefahren gemeinsam überstehen?

„Shanghai Love Story“ ist ein Buch, das neben einer spannenden Geschichte auch einen Einblick in die kulturelle Vielfalt Chinas bietet. Es gibt einem das Gefühl, wahrhaftig an den Orten zu sein und in das Geschehen einzutauchen, denn die Schilderungen sind sehr realistisch. Zudem kann man sich gut in die Rollen der Protagonisten hineinversetzen und sich vorstellen, dass es Menschen gibt, die das Erzählte oder Ähnliches in der Wirklichkeit erlebt haben. In der Liebesgeschichte sind sehr schöne und teils weitschweifige Beschreibungen vorhanden, die das Ganze echt wirken lassen und das Kopfkino einschalten.

Zwischen den Textabschnitten ist als Szenetrenner immer dieselbe kleine Illustration eingefügt, die das Buch innen ein wenig schmückt. Das Titelbild mit dem Mädchen ist passend gewählt, und man hat keine Probleme, sich vorzustellen, dass es Anna ist. Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und wendet sich vor allem an Leserinnen ab 14 Jahre. Allein die Namen der Einheimischen, der Orte und Einrichtungen sind etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man bisher nicht viel Kontakt zur chinesischen Kultur hatte.

Abschließend erläutert die Autorin in einem kurzen Nachwort, wie sie dazu kam, das Buch zu schreiben und gibt einen kleinen Einblick auf das dortige Geschehen und auf die Veränderungen in diesem Land. Alles in allem ist „Shanghai Love Story“ ein packendes, zeitnahes Buch, aus dem man viel über China erfährt. Interessiert man sich für die Kulturen Asiens – über Manga und Anime hinaus -, sollte man zugreifen!

Copyright © 2011 by Jessica Salzmann (JS)

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The Sign – Nur zu deiner Sicherheit

Erstellt von Werner Karl am 26. Dezember 2011

Julia Karr
The Sign – Nur zu deiner Sicherheit
XVI  Band 1

XVI (2011)
cbt Verlag
ISBN 978-3-570-30772-4
Science Fiction, Kinder & Jugend, Krimi & Thriller
Erschienen (2012)
Übersetzer Bettina Spangler
Titelbild Victoria Sims Photography
Umfang 477 Seiten

www.cbt-jugendbuch.de
http://juliakarr.com/

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Vorwort

“The Sign – Nur zu deiner Sicherheit” ist der erste Band einer neuen Reihe. Laut Autorin ist der zweite Band schon in Arbeit.

Zum Buch

Nina Oberon ist fünzehn Jahre alt und feiert in ein paar Monaten ihren 16. Geburtstag. Dieser Tag ist  im Jahr 2150 ein ganz besonderer, denn dann erhalten sie ihr “Zeichen”. Erst dann dürfen sie offiziell sexuellen Verkehr haben. Doch Nina fürchtet sich genau vor dem Tag, auf den alle ihre Klassenkameradinnen hinfiebern. Sie möchte keinesfalls ein Sex Teen werden, wie ihn die Medien bewerben. Nina kann dem Tattoo nicht entgehen, sie weigert sich aber, sich wie ein typischer Sex Teen zu verhalten, weder erlernt sie die angemessenen Verhaltensweisen gegenüber Jungen, noch kleidet sie sich sexuell freizügig. Hinzu kommt, dass Nina nur dem gesellschaftlichen zweiten Rang  entspricht und somit in relativer Armut lebt. Als dann noch ihre Mutter auf mysteriöse Art und Weise ermordet wird und der Junge Sal auf spektakuläre Weise in ihr Leben tritt, gerät dieses komplett aus den Fugen und Nina gerät in große Gefahr …

Fazit

Die Story konnte mich von der ersten Seite an überzeugen, auch wenn sie das neue In-Thema Dystopie aufgreift. Sie kam bei mir deshalb so gut an, weil die Autorin genau das verarbeitet hat, was mich in unserer modernen Gesellschaft stört. Man befindet sich auf dem Weg zum gläsernen Menschen und der Staat ist in der Lage einen über Handy, E-Mail und Internet auszuspionieren. Außerdem wird die Jugend durch die Medien immer mehr sexualisiert und die moderne Frau mutiert zum ewig schönen, dem Trend hinterherhechelnden Sexualobjekt. Religion spielt immer weniger eine Rolle, und die moralischen Werte verfallen zusehends. Der Sozialstaat fährt immer mehr zurück und der Wert eines Menschen wird nur noch durch seine Wirtschaftskraft und die Leistung, die er für den Staat bringt, gemessen.

Kurz um: Ich fühlte mich in dem Buch ziemlich schnell zu Hause und wurde von Seite zu Seite nachdenklicher. Zwar leben die meisten Menschen nicht in einem totalen Überwachungsstaat, aber die Verfolgung von Regimekritikern in anderen Ländern ist einem durchaus bekannt. Dies alles ließ das Buch unheimlich real und wirklichkeitsnah wirken, auch wenn die Charaktere des Buches noch nicht ganz ausgereift waren und das Regime nur skizziert wurde. Diese Geschichte fesselte mich bis zur letzten Seite und hielt so mache spannende Wendung für mich bereit. Ich warte wirklich fieberhaft auf die hoffentlich bald erscheinende Fortsetzung.

Ein schockierendes Jugendbuch, das nicht nur eine spannende Story, sondern auch Vieles zum Nachdenken zu bieten hat.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

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