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neuauflage

Ausersehen

Erstellt von Werner Karl am 28. April 2012

P. C. Cast
Ausersehen
Tales of Partholon 1

Goddess by Mistake, USA, 2001/Divine by Mistake, Kanada, 2006
MIRA Taschenbücher im CORA Verlag, Hamburg, 1. Auflage: 05/2011
PB 65036, mystische Fantasy
ISBN 978-3-89941-855-2
Aus dem Amerikanischen von Ivonne Senn
Titelgestaltung von pecher und soiron, Köln unter Verwendung eines Motivs von Harlequin Enterprises S. A., Schweiz
Autorenfoto von Harlequin Enterprises S. A., Schweiz/Kim Donner

www.mira-taschenbuch.de
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Shannon ist Lehrerin auf der High-School. Während ihrer Ferien in Oklahoma betritt sie durch Zufall eine andere Welt. Hier hält man sie für Rhiannon, die Auserwählte der Erdgöttin Epona. Shannon nimmt es mit dem ihr eigenen Humor. Als man ihr auch noch ClanFintan als zukünftigen Gatten präsentiert, ist sich die junge Frau sicher: Sie ist in einem Traum gefangen. Egal wie sexy und gutaussehend ein Mann ist, im echten Leben würde sie sich bestimmt gegen eine arrangierte Ehe wehren. Verdammt, wenn dieser Typ bloß nicht so gut küssen könnte! Sie muss allerdings erkennen, dass sie in diese Welt geholt wurde, um die Menschen dort vor fürchterlichen Dämonen zu schützen. ClanFintan ist dabei einer der wenigen, der ihr dabei helfen kann, ihre Gegner zu besiegen.

Dimensionswechsel, Parallelwelten, Magie als Pendant zur Technologie – so oder ähnlich im Inhalt gibt es zahlreiche Storys. Da wird es schwer, dem Thema eine frische Note zu verleihen. Mit einer flüssigen und schlüssigen Erzählweise, einer großen Portion Humor und viel Fantasy lädt die Autorin ein, ihr in eine magische Welt zu folgen. In dieser anderen Realität gibt es viel Vertrautes, und doch ist alles völlig anders. Die Menschen sind die Spiegelbilder der Erdenbewohner. Partholon ist außerdem eine Welt voller Magie und lebender Götter. Diese verlangen von ihren Untergebenen so einiges. Dazu gehören geheimnisvolle Rituale, die auch Sex beinhalten. Folglich blitzt ein wenig „Avalon“ hindurch, das einst von der unvergleichlichen Marion Zimmer Bradley kreiert wurde.

ClanFintan ist in Partholon ein Zentaur, der die Fähigkeit des Gestaltwandelns beherrscht. Dieser Mann sieht Clint Freeman zum Verwechseln ähnlich, einem Mann aus Shannons Welt. Trotz viel Mystik und einem phantastischen Background wirken die Figuren real und sympathisch.

Mit ihrer „House of Night“-Serie, die sie zusammen mit ihrer Tochter schreibt, feierte die Autorin aus den USA schon einige Erfolge. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Wer Bücher über Magie, andere Welten und magische Orte liebt und dazu eine gehörige Prise Sex und Romantik zu schätzen weiß, ist bei diesem Buch goldrichtig. Alle Leserinnen ab 16 Jahre werden ClanFintan lieben.

Copyright © 2012 by Petra Weddehage (PW)

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Im Bann der Sinne

Erstellt von Werner Karl am 5. Februar 2012

Nalini Singh
Im Bann der Sinne (Rausch der Sinne/Secrets – Was niemand weiß/Die Unbezähmbare)

Awaken the Senses, USA, 2005
Secrets in the Marriage Bed, USA, 2006
Desert Warrior, USA, 2003
MIRA Taschenbuch im CORA Verlag, Hamburg, 12/2010
PB, Jade 20017
Romance, Erotik
ISBN 978-3-89941-809-5
Aus dem Amerikanischen von Brigitte Marliani-Hörnlein/Claudia Biggen/Christiane Bowien-Böll
Titelgestaltung von fredebold & partner gmbh, Köln und pecher und soiron, Köln

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www.nalinisingh.com

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Nalini Singh ist in Deutschland keine Unbekannte mehr. LYX veröffentlicht gegenwärtig ihre romantisch-erotischen Fantasy-Serien um die „Gilde der Jäger“ und „Gestaltwandler“, die mit populären Genre-Charakteren, Engel und Werwesen, aufwarten, was besonders jungen Frauen ab 16 Jahre gefällt. Wer der Phantastik wenig abgewinnen kann und romantischen Dramen den Vorzug gibt, kommt bei den Einzeltiteln der Autorin ganz auf seine Kosten, denn hier stehen Personen im Mittelpunkt, denen man zufällig über den Weg laufen könnte und die nachvollziehbare Probleme haben, wenn sie auch sonst ein Leben führen, wie es sich der Durchschnittsbürger kaum leisten kann, und die immer jung, schön und erfolgreich sind. Aber wer möchte nicht träumen?

„Im Bann der Sinne“ lädt mit drei voneinander unabhängigen Geschichten dazu ein:
In „Rausch der Sinne“ lernt der attraktive Franzose Alexandre Dupree die schüchterne Floristin Charlotte Ashton kennen. Beide verlieben sich sofort ineinander, doch Charlotte hält ihren Verehrer auf Abstand, da sie kein flüchtiges Abenteuer sein will und er einen furchtbaren Vertrauensbruch begeht, indem er ihr Tagebuch liest, in das sie ihre erotischen Phantasien niederschrieb, die um ihn kreisen. Als Alexandre begreift, dass er sie verloren hat, beginnt er, um sie zu kämpfen – und steht ihr auch bei, als sie das Geheimnis um ihre Herkunft zu lösen versucht.

Die Geschichte konzentriert sich auf die beiden Hauptfiguren, deutet aber auch Handlungsstränge um andere Charaktere an, die nicht weitergeführt werden und für ein offenes Ende sorgen. In Folge hat man das Gefühl, einen Auszug aus einem größeren Werk in Händen zu halten – und tatsächlich: Wer im Internet recherchiert, erfährt, dass es sich um den fünften Band einer Serie über den Ashton-Clan handelt, an der mehrere Autorinnen schreiben, darunter Eileen Wilks („Wolf Shadow“, LYX) und Roxanne St. Claire („Bullet Catcher, LYX).

Ein Ehepaar hat „Secrets – Was niemand weiß“ und lebt sich darum auseinander. Vicky Callaghan will die Scheidung, doch als ihr Mann Caleb erfährt, dass sie schwanger ist, verlangt er, dass sie es noch einmal miteinander versuchen. Nach und nach wird enthüllt, was zu den Problemen der beiden führte, warum keiner sagt(e), was er wirklich wünscht und zu welchen Mitteln sie nun greifen, um die Fehler, die sie beide begangen haben, zu korrigieren. Bei der Geschichte handelt es sich um ein typisches Ehedrama, das vom Hin und Her zwischen den Hauptfiguren lebt, darüber hinaus jedoch keine packende Handlung bietet und vorhersehbar endet.

Jasmine, „Die Unbezähmbare“, beleidigte einst den jungen Scheich Tariq. Darum wäre es besser für sie, sich von ihm fern zu halten, um nicht die Konsequenzen tragen zu müssen – doch sie begibt sich in die Höhle des Löwen und wird prompt festgehalten. Will er Rache, oder liebt er sie immer noch und ist bereit, Jasmine zu verzeihen? Was auf ein orientalisches Märchen und schwüle Erotik hoffen lässt, entpuppt sich als ebenso alltäglich und handlungsarm wie die beiden vorherigen Geschichten. Die Story hätte vor einem anderen Setting, beispielsweise auf der Alm zwischen einer feschen Heidi und einem eifersüchtigen Peter oder in der Klinik zwischen dem sturen Doktor und seinem eigenwilligen Karbolmäuschen, genauso funktioniert und ein vergleichbares Ende genommen.

Alles in allem vermögen die drei Liebesgeschichten, die mit einigen erotischen Phantasien gewürzt wurden, nicht zu überzeugen, denn die Charaktere sind so austauschbar wie ihre Konflikte, es gibt keine richtige Handlung, und die Ereignisse plätschern spannungsarm vor sich hin zu einem Finale, das nicht überrascht. Wenn man zur Entspannung eine leichte Lektüre wünscht, die einfache Beziehungsprobleme, Liebe und soften Sex thematisiert, wird man dem Band vielleicht einen gewissen Unterhaltungswert zugestehen können. Erwartet man jedoch mehr von einem Liebesroman, dann wird „Im Bann der Sinne“ die Leserin nur schwerlich in den Bann ziehen können.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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Ewig bist du mein

Erstellt von Werner Karl am 5. Februar 2012

Andrea Kane
Ewig bist du mein
Forensic Instincts 1

The Girl Who Disappeared Twice, USA, 2011
MIRA Taschenbuch im CORA Verlag, Hamburg, 01/2012
PB, Thriller, Mystery
ISBN 978-3-89941-968-9
Aus dem Amerikanischen von Rainer Nolden
Titelgestaltung von fredebold&partner gmbh, Köln und pecher und soiron, Köln
unter Verwendung eines Motivs von Corbis GmbH, Düsseldorf
Autorenfoto von Harlequin Enterprise S.A., Schweiz

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Krissy, die fünfjährige Tochter von Hope und Edward Willis, wurde aus dem Kindergarten entführt und ist seither spurlos verschwunden. Die Liste der möglichen Täter ist lang, denn durch ihre Berufe – Hope ist Richterin, Edward ein Staranwalt – haben sich die Willis viele Feinde gemacht. Besonders perfide ist, dass 32 Jahre zuvor Hopes Zwillingsschwester Felicity ebenfalls entführt wurde und nicht mehr auftauchte. Muss Hope den Schrecken ein zweites Mal durchmachen?

Da sie die Arbeitsweise der Polizei kennt und weiß, dass Zeit ein entscheidender Faktor ist, wendet sie sich an die privaten Ermittler von Forensic Insticts, die sich nicht an irgendwelche Regeln kalten müssen, sondern durch ihre unkonventionellen Methoden die Behörden in anderen Fällen bereits erfolgreich unterstützt haben. Casey Woods und ihr Team hat bald den Verdacht, dass die Geschehnisse in der Vergangenheit mit denen der Gegenwart verknüpft sind, doch es dauert eine ganze Weile, bis sie die Puzzlestücke an die richtigen Stellen legen und versuchen, dem Täter eine Falle zu stellen. Doch dieser ist gerissener, als erwartet …

Erfahrene Krimi-Fans ahnen früh, wer Krissy entführt hat, doch die Motive und Zusammenhänge werden erst zum Ende des Buches hin klar, ebenso die Rollen der Beteiligten. Tatsächlich ist die Entführung vor 32 Jahren der Schlüssel, und nach einigen Sackgassen gelingt es den verschiedenen Gruppen von Ermittlern, die sich zum Wohle des Kindes zusammenraufen, die Spur aufzunehmen.

Der Fall wird durch Profiling, forensische Mittel, moderne Technologie, mediale Kräfte etc. gelöst und kommt ganz ohne Schießereien aus. Die wenigen Todesfälle fallen eher in den Bereich der Kollateralschäden, denn die Nachforschungen scheuchen dubiose Personen auf, die eigentlich gar nichts mit Krissys Entführung zu tun haben. Damit folgt der Roman dem aktuellen Trend, demnach ein Krimi seine Spannung aus der Recherche und dem Zusammensetzen der einzelnen Hinweise bezieht und nicht aus einer actionreichen Handlung. Nebenbei bleibt auch etwas Zeit, das persönliche Umfeld und die Beziehungen der Hauptfiguren zu beleuchten. Geschickt vermeidet es die Autorin, den Thriller durch ein Zuviel an Romantik und Beziehungsstress zu verwässern. Entsprechende Szenen, die oft auch mit dem Beruf in Verbindung stehen, wirken realistisch und unaufdringlich.

Allerdings ist die ideale Konstellation des Teams von Forensic Insticts einfach zu schön, um wahr zu sein: Jeder der Gruppe, die nach und nach neue Mitglieder gewinnt, ist ein Spezialist auf seinem Gebiet und vollbringt so manches kleine Wunder. Durch das Hinzuziehen eines Mediums wird nicht wirklich das Mystery-Element in die Handlung gebracht, und man hätte durchaus ganz darauf verzichten können, denn letztlich bringen die Visionen keine Hinweise, die man nicht auch durch logisches Denken hätte erraten können.

Alles in allem ist Andrea Kane ein unterhaltsamer, spannender Schmöker gelungen, den man – auch wenn man vieles früh erahnt – erst nach der letzten Seite aus der Hand legt, weil man alle Details erfahren möchte. Darüber, dass manches einfach zu glatt über die Bühne geht, sieht man gern hinweg, weil das Buch packend geschrieben ist, die Charaktere sympathisch sind und die Handlung einige Überraschungen und unerwartete Wendungen bereit hält.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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Cocktail mit einem Vampir

Erstellt von Werner Karl am 3. Februar 2012

Michele Bardsley
Cocktail mit einem Vampir
Broken Heart 4

(sfbentry)
Originaltitel: Wait till your Vampire gets home, USA, 2008
MIRA Taschenbuch im CORA Verlag, Hamburg, 10/2010
PB, Dark Romance
ISBN 978-3-89941-782-1
Aus dem Amerikanischen von Volker Schnell
Titelgestaltung von pecher und soiron, Köln

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Und weiter geht es mit den Geschehnissen in und rund um „Broken Heart“, der Stadt der paranormalen Wesen in Oklahoma:
Serephina Liberty Windsong Monroe, kurz Libby genannt (23 Jahre), befindet sich mit ihren Eltern Dora und Elmore Monroe in den Wäldern rund um Broken Heart, da sie auf der Suche nach paranormalen Wesen sind, an die sie – besonders Libbys Mutter – glauben. Sie alle sind Mitglieder des PRIS-Teams (Paranormal Research & Investigation Service), das das Übernatürliche erforscht. Libby beobachtet auf einem Friedhof einen Mann, in dessen Nähe sich zwei Wölfe befinden. Es handelt sich um Ralph Genessa, mit dem sie ins Gespräch kommt, woraufhin sie mit Erstaunen feststellt, dass er mit den Wölfen spricht. Ralph steht am Grab seiner Frau Therese, die vor drei Jahren gestorben ist. Während ihres Gesprächs tauchen ein Zombie und ein Vampir auf –und schon steckt Libby mittendrin im munteren Treiben in und um Broken Heart.

Wie Libby bald erfährt, ist auch Ralph ein Vampir, aber sie hat sich längst in ihn ‚verguckt‘, findet ihn äußerst sexy und anziehend. Während sie sich nach Broken Heart aufmachen,  entdecken sie zwei Drachen, die sich scheinbar jagen. Einer von ihnen, eine Drachenfrau, landet schwerverletzt in ihrer Nähe und flüstert Libby zu, dass ihr Bruder (der andere Drache) nicht ihre Fähigkeiten besitzen darf, haucht Feuer/Energie in Libby und überträgt ihr somit ihre Seele und (Drachen-) Fähigkeiten. Und auch Ralph erhält etwas von ihrer Energie. Libby und Ralph erreichen Broken Heart und gelangen dort in die Fürsorge von Patrick und Lorcan O’Halloran. Libby wird zu Patsy, der Königin von Broken Heart, und ihrem Werwolf-Mann Gabriel geführt. Patsy befragt Libby, was sie auf dem Friedhof gemacht hat, und will Libbys Erinnerung an Broken Heart und das dort Erlebte löschen, um siewieder  gehen zu lassen – was aber misslingt. Somit muss Libby in Broken Heart bleiben, um dessen Existenz nicht zu gefährden.

Aber das ist nicht das Einzige, das Libby beschäftigt, sondern auch die Veränderung, die mit ihr vorgeht. Wenn sie wütend ist, gerät sie außer Kontrolle (durch die neue Drachenenergie), und ihre elektrisch geladenen Energieausbrüche zerstören ihr Umfeld, alles explodiert oder fängt Feuer. Flammen und Feuer ‚singen‘ fortan für sie und Ralph, und das Feuer kann ihnen nichts mehr anhaben. Im Gegenteil, es übt eine magische und erotische Wirkung auf sie aus. Als Libby untersucht werden soll, erlebt sie die nächste Überraschung: Sie steht ihrem tot geglaubten Onkel Archie (Dr. Stan Michals) gegenüber. Libby erfährt von Ralph, dass er 3-jährige Zwillingssöhne hat: Michael und Stephan, und dass er für seine Söhne dasein muss und nicht für die Gefühle für Libby, die er nur auf die Magie der Drachen zurückführt. Er lässt Libby allein in dem Labor ihres Onkels zurück. Libby ist enttäuscht und fragt sich, was mit ihren Eltern ist, ob sie nach ihr suchen, und sie sehnt sich nach Ralph, weil er eine unfassbare Anziehungskraft auf sie ausübt.

Als Libby gegen ihren Willen von ihrem Onkel untersucht werden soll, erfolgt eine heftige Explosion, und Teile des Gebäudes brechen über ihnen zusammen. Ihr Onkel wird schwer verletzt. Ralph und einige andere retten ihn und Libby – und Ralph küsst Libby das erste Mal. Ralph übernimmt für Libby die Verantwortung, damit sie nicht gefangen gehalten werden muss, und bringt sie zu sich nach Hause. Sollte sie fliehen, würde er zum unreinen Vampir gewandelt, weil er versagt hat. Libby begehrt ihn. Sie wird von ihm zu einer Ratsverasammlung des Konsortiums gebracht und erfährt dort von ihrem genesenen Onkel, dass sie kein Mensch mehr ist. Als sie Patrick nach einer ‚Turbulenz‘ retten will und ihm von ihrem Blut zu trinken gibt, erkrankt er lebensbedrohlich. Um ihm zu helfen, erklärt sie sich zu weiteren Untersuchungen bereit, sofern Ralph ihr Beistand ist. Sie lernt Ash, die Seelenwandlerin, kennen, und diese erklärt ihr, dass Sybinas (die gestorbene Drachin) Seelenenergie, die Libby und Ralph geschenkt wurde, eigentlich Ash versprochen war. Aber auch Synd, Sybinas Drachenbruder, will sie.

Libby und Ralph kommen sich immer näher. Als sie nackt aus der Dusche steigen, erscheinen Ralphs ehemalige Schwiegereltern und sind natürlich wenig begeistert. Libby lernt nun auch Ralphs kleine Söhne kennen, die sie gleich mögen. Ash gibt Libby und Ralph eine Art ‚Crashkurs‘ in Dragonologie, damit sie besser mit ihren neuen Wesenszügen zurechtkommen. Synd greift Broken Heart immer häufiger an, um Libbys habhaft zu werden. Libby gelingt es, ihren Eltern per Anruf ein Lebenszeichen zu geben. Das Chaos wird perfekt, als diese auch noch in Broken Heart auftauchen. Für Libby gibt es viele Fragen zu klären, und zwei bewegen sie besonders: Können sie sich Synds Angriffen erwehren? Hat ihre Liebe für Ralph eine Chance?

Der Roman ist durch die geschickt eingestreuten kleinen Rückblicke auch bestens alleine für sich verständlich. Aber es wäre eine Schande, diese lebhaft erzählte Serie nicht komplett zu lesen – und auf die kommenden Romane vorfreudig zu warten. Lustig und anrührend sind in „Cocktail mit einem Vampir“ oft die Momente von Libby und Ralph, z. B. deren Erotikszenen, wenn dank der Drachenenergie das Bett in Flammen aufgeht. Aber auch die anderen Charaktere überzeugen durch ihre Profile. Was der Autorin hoch anzurechnen ist, ist, dass sie eine spannende, munter erzählte, mit Humor durchzogene paranormale Handlung spinnt, die zwar Romance-Elemente aufweist, aber nicht auf Para-Romance getrimmt ist.

Auch die Aufmachung dreht den eher klischeehaften, langweiligen Stockfoto-Liebespaar- Covermotiven den Rücken und bemüht sich um einen anderen Weg, den man gerne mit dem Verlag zusammen einschlägt. Alles andere ist ebenfalls wie bei den Vorgängern bestens: augenfreundlicher Satz und ein professionelles, handliches Taschenbuchformat. Und das Preis-Leistungsverhältnis ist auch nicht von schlechten Eltern.

„Cocktail mit einem Vampir“ ist die vierte Episode aus „Broken Heart“, die voll und ganz zu überzeugen weiß. Weiter so! (AB)

Copyright © 2011 by Alisha Bionda (AB)

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Unsterblich verliebt

Erstellt von Werner Karl am 27. Oktober 2011

Gena Showalter
Unsterblich verliebt 1

Intertwined, USA, 2009
MIRA-TASCHENBÜCHER im Cora Verlag, Hamburg, 05/2011
PB, Luna 65038
Romantic Mystery, Urban Fantasy
ISBN 978-3-89941-872-9
Aus dem Amerikanischen von Peer Mavek
Titelgestaltung von pecher und soiron, Köln; Thinkstock/Getty Images, München
Autorenfoto von Harlequin Enterprises S. A., Schweiz

www.mira-taschenbuch.de
www.genashowalter.com

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Bereits als Kleinkind wurde Aden Stone von seinen Eltern in ein Heim und zu Pflegefamilien gegeben. Niemand kam mit ihm zurecht, denn in Adens Körper wohnen vier weitere Personen – Eve, Elijah, Caleb und Julian – mit besonderen Talenten, die zu erklären er nie imstande war. Seine letzte Chance auf Resozialisierung ist die D & M-Ranch, doch die anderen Jugendlichen machen ‚dem Irren‘ das Leben zur Hölle. Zufällig begegnet Aden der hübschen Mary Ann, die er im ersten Moment für das Mädchen aus Elijahs Visionen hält. Als sie einander erblicken, spüren beide etwas, das sie gleichermaßen erschreckt und zueinander zieht. Es gelingt Aden, seinen Mentor dazu zu bewegen, ihn an der öffentlichen Schule anzumelden, so dass er Mary Ann wiedersehen kann. Es ist jedoch keine Liebe sondern eher ein geschwisterliches Band, das beide immer wieder zusammen führt.

Denn die Herzen beider schlagen schon bald für andere: Aden erkennt in der Vampirprinzessin Victoria die ihm zugedachte Partnerin, und der Werwolf Riley lässt Mary Anns Puls schneller pochen. Obwohl die vier grundverschieden und nicht gerade Freunde sind, arrangieren sie sich miteinander, da sehr viel auf dem Spiel steht:
Das Aufeinandertreffen von Aden und Mary Ann hat Energien freigesetzt, die Victorias Vater vor seiner Zeit weckten und auch andere Wesen, die sich vor den Menschen verborgen halten, aufmerksam machten. Sie alle sind hinter den beiden Schülern her – und Victoria und Riley sollen sie beschützen. Allerdings haben sie mehr Feinde, als sie ahnen …

„Unsterblich verliebt“ beginnt mit einem typischen Reißer zu Beginn, denn Aden muss einige Zombies beseitigen. Zufällig begegnet er nur wenig später Mary Ann und Victoria, die alles für ihn verändern. Er möchte ein ‚richtiges‘ Leben führen und die Gäste in seinem Körper loswerden. Mary Ann könnte der Schlüssel dazu sein, doch zuvor müssen sie das Geheimnis um Adens Herkunft lösen, das mit dem seiner neuen Freundin enger verknüpft ist, als vermutet.

Mary Ann wiederum entdeckt durch Aden ein Familiengeheimnis und macht mit den Menschen ihres Umfelds, die ihr alle etwas vorgaukelten, reinen Tisch. Außerdem findet sie in Riley nicht nur einen Beschützer sondern auch einen Jungen, für den sie alles stehen und liegen lassen würde, einschließlich ihres 15-Jahre-Plans, der sie zu einer erfolgreichen Psychologin machen soll. Die Vampirprinzessin Victoria ist noch relativ jung für eine ihrer Art und kann sich daher problemlos unter die Menschen mischen. Aden beeindruckt sie, denn erstmals wird sie wie ein ganz normales Mädchen behandelt. Weder weicht er vor ihr zurück, als er ihr Geheimnis erfährt, noch als sie sich von ihm nähren muss. Sie liebt und fürchtet ihren Vater, doch die wahren Feinde sind andere. Riley der Werwolf ist Victorias Beschützer, doch sein Herz schenkt er Mary Ann. Einerseits gibt er sich am menschlichsten von allen Wesen der Dunkelheit, andererseits scheint er auch die meisten Geheimnisse zu hüten.

Außer diesen vier Hauptfiguren gibt es noch eine Vielzahl supportive characters, die regelmäßig Impulse geben, um die Handlung in die richtigen Bahnen zu lenken, für Überraschungen und dramatische Wendungen zu sorgen. Nahezu alle Völker, die man aus der Fantasy und dem Horror kennt, geben sich ein Stelldichein, und manchmal meint man, dass es doch schon zu viel des Guten ist – weniger klassische Figuren und außergewöhnliche Fähigkeiten für mehr Spannung und eine konkrete Linie gesorgt hätten. War Aden zunächst ein junger Mann, der Tote zum Leben erwecken konnte und Visionen hatte, was für eine interessante Abwandlung im Rahmen der Romantic Mystery sorgte, kamen bald noch der unkontrollierte Zorn und die Zeitreise hinzu. Wo das nicht genügte, um ihn vor unnötigen Konflikten zu bewahren, griffen seine neuen Freunde ein, die über weitere erstaunliche Talente verfügen. Vor allem Victoria agiert als dea ex machina.

Und so wird das, was eigentlich kompliziert, gefährlich, ja, unmöglich sein sollte, praktisch zu einem Spaziergang. Die sympathischen Protagonisten springen ihren Todfeinden buchstäblich von der Schippe – aber nur um sich in weiteren Bänden neuen Problemen stellen zu müssen, schließlich sind noch längst nicht alle Fragen beantwortet worden. „Unsterblich verliebt“ beginnt spannend und bringt Außenseiter ins Spiel, denen man es zutraut, dass sie mit einer übersinnlichen Welt fertig werden. Bald jedoch macht es sich die Autorin zu einfach, indem sie den Protagonisten zu viele nützliche Fähigkeiten verleiht, Probleme schnell und simpel bereinigt und auch das Umfeld zu üppig gestaltet, ohne dass dieses wirklich Einfluss nimmt.

In Folge wird man das Gefühl nicht los, als habe Gena Showalter versucht, alle populären Aspekte der Paranormal Romances in einem Jugendroman zu vereinen und „Twilight“ Paroli zu bieten. Aber viel hilft nicht immer viel, und weniger wäre in diesem Fall tatsächlich mehr gewesen. Romantische Leserinnen, die das breite Spektrum phantastischer Wesen auskosten wollen, sollten zugreifen. Gerade die 13- bis 16-jährigen dürfte viel Spaß mit dem Titel haben, während das reifere Publikum über die mitunter zu einfachen und übertriebenen Entwicklungen stolpert.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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In tiefer Nacht – Verführung zu dunkler Stunde!

Erstellt von Werner Karl am 10. August 2011

Maggie Shayne/Charlaine Harris/Barbara Hambly
In tiefer Nacht – Verführung zu dunkler Stunde!
(Tanz im Dunkel/Haus des Todes/In deinem Schatten)

Night´s Edge: Dancers in the Dark/Her Best Enemy/Someone Else´s Shadow, USA, 2004
MIRA Taschenbuch im CORA Verlag 15049
Romantic Mystery, Horror, Urban Fantasy
ISBN 978-3-89941-817-0
Aus Dem Amerikanischen von Jutta Zniva
Titelgestaltung von pecher und soiron, Köln

www.mira-taschenbuch.de
www.maggieshayne.com/
www.charlaineharris.com/
www.barbarahambly.com/

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In der Anthologie „In tiefer Nacht“ findet man die Geschichten dreier namhafter Autorinnen der Phantastik: Obwohl Barbara Hambly längst zu den ‚grandes dames„ des Genres gehört und eine Vielzahl Romane publizierte (darunter die „Darwath“-Saga, einige „Star Trek“- und „Star Wars“-Romane), steht sie nur an dritter Stelle, und ihr Name ist kleiner geschrieben als der des gegenwärtigen Stars. Und das ist Charlaine Harris, derselbe Jahrgang (1951), die jedoch erst in den letzten Jahren im Rahmen des Vampire-Hypes durch ihre trendige „Sookie Stackhouse“-Reihe in Deutschland Aufmerksamkeit erregte.

Weniger bekannt ist Maggie Shayne, die etwas jünger, aber nicht weniger produktiv als ihre Kolleginnen ist, in Deutschland jedoch erst wenige Romane veröffentlichte, pikanterweise unter dem Serientitel „Twilight“, die nichts mit Stephenie Meyers Tetralogie zu tun haben.

Charlaine Harris – „Tanz im Dunkel“:
Die junge Studentin und Tänzerin Layla LaRue LeMay hat Schlimmes erlebt. Aus diesem Grund misstraut sie allen Männern und entscheidet sich nur deshalb für den Vampir Sean O‟Rourke als ihren Tanzpartner, weil er an ihr nicht interessiert scheint – ein Irrtum, wie sie schon bald feststellt. Ganz Kavalier der alten Schule möchte er die Frau an seiner Seite beschützen, denn er spürt, dass Rue etwas so sehr ängstigt, dass sie nicht einmal darüber sprechen kann. Seine Sorge ist durchaus berechtigt …

Maggie Shayne – „Haus des Todes“:
Die Journalistin Kiley Brigham ist in ein Spukhaus gezogen. Notgedrungen muss sie sich an den Hellseher Jack McCain wenden, den sie schon seit langem, wie einige seiner Kollegen, als Scharlatan zu entlarven versucht, bisher vergeblich. Obwohl die Ablehnung auf Gegenseitigkeit beruht, will Jack helfen, denn Kiley gefällt ihm, und auch sie findet ihn überaus attraktiv. Während sie die Tragödie ergründen, die sich einst in dem Haus ereignete, kommen sie einander näher …

Barbara Hambly – „In deinem Schatten“:
Die Tänzerinnen Maddie Laveau und Tessa Lopez ziehen zusammen, da keine allein von ihrem kargen Lohn die hohen New Yorker Mieten bestreiten kann. Schon bald hat Maddie allen Anlass, sich um ihre jüngere Mitbewohnerin zu sorgen, denn Tessa beginnt schlafzuwandeln, und in der Tanzschule scheint ein Fremder umherzuschleichen, der Frauen hasst. Ist das wirklich der schüchterne Phil Cooper, von dem Maddie zu träumen beginnt und vor dem sie die Tarot-Karten warnen?

Allen Geschichten ist gemein, dass sie um 150 Seiten lang sind und sich um junge Frauen in Traumberufen drehen, die eine schlechte Erfahrung mit Männern machten und seither keine neue Liebe in ihr Leben hinein lassen wollen.

Wie schlecht diese Erfahrungen sind, ist allerdings eine andere Sache, denn Rue wurde – man ahnt es früh – vergewaltigt und schwer verletzt, Kiley fiel auf einen Betrüger herein, durch den sie ihre Habe verlor, und Maddies Ehemann veränderte sich durch den Genuss von Drogen. Indem sie den Frauen Beistand leisten, schaffen es Sean, Jack und Phil schließlich doch, das Herz jener zu erringen, der ihre Liebe gehört. Nebenbei klären sie Verbrechen auf, sorgen dafür, dass die Schuldigen nicht noch mehr Unheil verursachen können und alle, die leiden mussten, endlich zur Ruhe kommen. Dabei stehen nicht immer die gegenwärtig so beliebten Vampire im Mittelpunkt, sondern auch ‚normale„ Menschen, die es mit Geistern zu tun bekommen.

Die Storys sind routiniert geschrieben, spannend und romantisch – kurz: unterhaltsames Lesefutter, wie es derzeit gewünscht wird und ein breites Publikum, hauptsächlich Leserinnen ab 15 Jahre, anspricht.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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Frisch geküsst, ist halb gewonnen

Erstellt von Werner Karl am 30. Juli 2011

Susan Mallery
Frisch geküsst, ist halb gewonnen
Lone-Star-Sisters 3 (von 4)

Straight from the Hip, USA, 2009
MIRA Taschenbuch 25511 im Cora Verlag, Hamburg, 1. Auflage: 04/2011
TB, Belletristik, Romance
ISBN 978-3-89941-830-9
Aus dem Amerikanischen von Ivonne Senn
Titelgestaltung von pecher und soiron, Köln
Autorenfoto von Harlequin Enterprises S. A., Schweiz

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Jed Titan ist einer der reichsten Männer von Texas. Durch eine seiner skrupellosen Aktionen zog er sich die Feindschaft seines illegitimen Sohnes Garth Duncan zu, der ihn vernichten will. Der junge Mann kennt auch gegenüber seinen Halbschwestern Lexi, Skye und Izzy, die zunächst nicht einmal von seiner Existenz wussten, keinerlei Hemmungen. Die Explosion der Ölplattform, auf der Izzy als Unterwasserschweißerin arbeitete, stellt alles, was Garth bisher unternahm, in den Schatten. Zwar überlebt Izzy, aber sie ist nahezu blind, und durch die Operation, die ihr empfohlen wird, könnte sie das letzte Bisschen Sehkraft verlieren. Zwar bestreitet Garth, damit etwas zu tun zu haben, aber nach allem, was schon war, glaubt ihm keiner.

Um sie aus ihrem Selbstmitleid zu reißen, schicken Lexi und Skye Izzy auf die Ranch von Nick Hollister. Er lädt traumatisierte Kinder zu sich ein, um ihnen die schönen Seiten des Lebens zu zeigen und sie auf den rechten Pfad zu bringen – und Izzy ist seine erste erwachsene Klientin. Zunächst sträubt sich die junge Frau gegen die rüden Methoden, mit denen Nick und seine Angestellten sie zu überzeugen versuchen, die Operation zu riskieren. Egal, ob der Eingriff gut oder schlecht ausgeht, das Leben hält für Izzy viele Möglichkeiten bereit. Obwohl sie sich ständig mit Nick streitet, verliebt sich Izzy in ihn. Ihre Gefühle und die Freude, die sie an der Arbeit mit den Kindern hat, bewegen sie schließlich dazu, den Mut für die Operation aufzubringen, die erfolgreich verläuft. Nicht jedoch ihr Privatleben, denn Izzy erfährt, dass Nick der beste Freund von Garth ist …

Nach „Wer zuerst kommt, küsst zuerst“ und „Reden ist Silber, Küssen ist Gold“ ist „Frisch geküsst, ist halb gewonnen“, der dritte Band der „Lone-Star-Sisters-Reihe“, die mit „Wer zuletzt küsst, küsst am längsten“ in Kürze zum Abschluss gebracht wird. In jedem Roman wird das Schicksal eines ‚Titan-Sprösslings„ beleuchtet. Nach Lexi und Skye ist nun Izzy an der Reihe, eine persönliche Krise zu bewältigen und den Mann fürs Leben zu finden. Susan Mallery schildert anschaulich die Ängste ihrer Hauptfigur, die sich wegen eines konkreten Grunds vor der Dunkelheit und damit vor der völligen Erblindung fürchtet. Sie bekommt Zuckerbrot und Peitsche, bis sie schließlich ihre Ängste überwindet und die Operation wagt.

Je besser sich Izzy mit ihren Problemen arrangiert, umso mehr leidet Nick unter den seinen. Was ihm widerfuhr, erfährt man erst spät, während seine Verbindung zu Garth ziemlich schnell aufgedeckt wird und nur den Schwestern ein Geheimnis bleibt. In Folge kommt es, wie es kommen muss: Izzy trennt sich, als die Wahrheit enthüllt wird, von Nick. Da beide Jahre lang feste Verbindungen scheuten, trifft sie dies umso härter, da sie endlich den Menschen gefunden hatten, mit dem sie ihr Leben teilen wollten.

Wer die anderen Bände kennt, ahnt, dass es dennoch ein Happy End für Izzy und Nick gibt. Für diese Überraschung sorgt jedoch eine Figur, von der man es am wenigsten erwartet hätte, und dies wiederum bringt der Handlung eine Wende, die die Weichen für den finalen Roman stellt. Garth, der Dreh- und Angelpunkt fast aller Probleme, für die die Titans in drei Bänden eine Lösung finden mussten, hatte bislang nur eine Nebenrolle inne. Mittlerweile weiß man etwas mehr über ihn, und er ist auf dem besten Wege, sein ‚böser Bube„-Image abzulegen, während Jed Titans Charakter immer negativere Züge trägt. Welche Schuld der reiche und mächtige Mann auf sich lud, warum sein Sohn ihn hasst und wie Garth weiter vorgehen wird, wurde bereits angedeutet, doch die Details bleiben dem letzten Roman vorbehalten, der zweifellos noch mit einigen Überraschungen aufwarten wird. Man kann die Bände problemlos einzeln lesen, aber hält man sich an die chronologische Reihenfolge, ist das Vergnügen um einiges größer, da die Geschehnisse aufeinander aufbauen.

Jeder Roman fügt dem Gesamtbild weitere Einzelheiten hinzu, und das Finale wird die letzten Puzzlestücke an ihre Plätze legen. Susan Mallery schreibt flüssig und packend, sie würzt mit dramatischen, ergreifenden, heiteren (wobei der schwule Aaron leider zu klischeehaft und übertrieben ‚tuntenhaft„ wirkt), romantischen und erotischen Momenten, so dass es viel Abwechslung und keinen Leerlauf gibt. Hatte man Spaß an diesen drei Büchern, wird man auf das Finale besonders gespannt sein.

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Reden ist Silber, Küssen ist Gold

Erstellt von Werner Karl am 4. Juni 2011

Susan Mallery
Reden ist Silber, Küssen ist Gold
Lone-Star-Sisters 2 (von 4)

Lip Service, USA, 2009
MIRA Taschenbuch 25499 im Cora Verlag, Hamburg, 1. Auflage: 02/2011
TB, Belletristik, Romance
ISBN 978-3-89941-8125
Leseprobe aus Susan Mallerys „Frisch geküsst, ist halb gewonnen“/895
Aus dem Amerikanischen von Ivonne Senn
Titelgestaltung von pecher und soiron, Köln
Autorenfoto von Harlequin Enterprises S. A., Schweiz

www.mira-taschenbuch.de
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Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Der reiche Unternehmer Jed Titan will sein Vermögen jener Tochter hinterlassen, die beruflich die größten Erfolge zu verbuchen hat. Dadurch werden Lexi, Skye und Izzy zu Konkurrentinnen, obwohl sie einander herzlich zugetan sind und nicht das Geld sondern nur die Liebe ihres Vaters wünschen, einem skrupellosen, gefühlkalten Mann. Während Izzy früh ausscherte und seither ein abenteuerliches Leben führt, leitet Lexi ein Wellness-Studio und hat in Cruz Rodriguez die Liebe ihres Lebens gefunden, die nun von ihrem gemeinsamen Kind gekrönt werden soll. Allein Skye fügte sich immer dem Willen des Vaters und wohnt zusammen mit ihrer Tochter Erin auf dem Anwesen der Familie. Nachdem sie eine arrangierte Ehe eingegangen war, die besser funktionier hattte, als erwartet, ist sie nun verwitwet. Sie betreut eine Stiftung für notleidende Kinder und arrangiert die Empfänge ihres Vaters.

Als sie erneut mit einem Mann verkuppelt werden soll, der Jeds Plänen dienlich ist, flirtet sie nur deshalb mit T. J. Boone, weil sie zufällig ein peinliches Gespräch der beiden belauschte und Izzy obendrein behauptet, der Kandidat sei an ihr und nicht an Skye interessiert. Ein One-Night-Stand der beiden bestätigt die frustrierende Wahrheit. Gleichzeitig versucht Skye ins Reine mit Mitch Cassidy zu kommen, ihrer großen Liebe. Sie verließ ihn einst, um ihn zu schützen, da der Vater drohte, Mitch zu vernichten, falls Skye nicht seinen Favoriten heiraten würde. Daraufhin ging Mitch zu den Navy-Seals und nach Afghanistan, wo er einen Unterschenkel verlor. Verbittert kehrte er zurück und sinnt nun auf Rache an Skye – für ihren Verrat, für die Tochter, die sie ihm vorenthielt, für das Vortäuschen von Gefühlen. Doch beide müssen einsehen, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick hin scheint, und ihre Herzen etwas anderes verlangen als der Verstand. Nicht sie sind einander die ärgsten Feinde, sondern Jed, der Skye für unzurechnungsfähig erklären lassen und ihr Erin wegnehmen will, falls sie nicht den nächsten Hochzeitskandidaten akzeptiert.

Und schlimmer noch ist Garth Duncan, Jeds unehelicher Sohn, der alles zerstören will, was sein Vater aufbaute. Nachdem er versucht hatte, Lexi in die Insolvenz zu treiben und Jed zu diskreditieren, wendete er sich Skyes Organisation zu und brachte sie durch gezielte Manipulationen in Verruf. Ist er auch für die Explosion auf der Bohrinsel verantwortlich, die Izzy möglicherweise das Augenlicht kostete?

Susan Mallery schreibt romantisch-erotische Liebesromane für Leserinnen ab 15 Jahre, die gern einen Blick in die Welt der Schönen und Reichen werfen wollen. Die Titans sind eine Familie voller dunkler Geheimnisse, deren Geschichte an TV-Serien wie „Dallas“, „Denver-Clan“, „Falcon Crest“ etc. erinnert und ein Publikum anspricht, das diese Soaps liebt. Dafür sorgen der Background, die High Society von Titan-Ville, die Charaktere, die ausnahmslos reich, jung, attraktiv, sexuell aktiv und entweder sympathisch oder ‚böse„ sind, und die Konflikte, in denen es um Geld und Macht, den Aufbau und die Vernichtung von Existenzen, Liebe und Hass bzw. Rache und natürlich um Sex geht. Man wird schnell mit den Figuren warm: In jedem Roman steht eine andere Titan-Tochter im Mittelpunkt des Geschehens, erst Lexi, diesmal Skye, im kommenden Band Izzy und im abschließenden (?) Buch deren Freundin Dana und Halbbruder Garth. Obwohl sie Bestandteile einer Traumwelt sind, kann man sich mit ihnen und ihren Problemen identifizieren, denn sie wollen ihr Leben selbst in die Hand nehmen und Karriere machen, zudem eine Familie gründen, die Liebe und Achtung ihrer Mitmenschen erringen – und müssen stets vor Neidern und jenen, die sie für ihre Zwecke ausnutzen wollen, auf der Hut sein.

Das alles findet man auch im ‚realen Leben„, wenn auch nur ‚im Kleinen„. Skye und Mitch ziehen einander auch noch nach Jahren magentisch an und stoßen sich, wenn sie sich zu arrangieren versuchen, wie zwei gleiche Pole wieder ab. Ihre Liebe verbindet sie, Missverständnisse entzweien sie. Mitch braucht lange, um zu begreifen, dass sein Leben auch mit Prothese noch lebenswert ist und dass Skye ihn nicht aufgab, weil sie es wollte, sondern der Vater sie dazu zwang. Sie opferte sich und will dies erneut tun, um Schaden von Mitch fernzuhalten. Aber wird sein plötzliches Verstehen ausreichen, um die Verletzungen, die sie einander zufügten, zu heilen und ihnen endlich ein gemeinsames Glück zu ermöglichen? Über die Probleme des Paares tritt der wahre Feind, Garth Duncan, in den Hintergrund. Er setzt seinen Rachefeldzug fort, doch bieten die Kapitel keine neuen Enthüllungen hinsichtlich seiner Motive. Seine Auftritte sind gezählt, als wolle die Autorin ihn als ‚Bösewicht„ nicht zu schnell verschleißen, zumal es schon genug andere Protagonisten mit Negativ-Image gibt, darunter Jed, T. C., zeitweilig sogar Mitch.

Obwohl Garth die Ursache allen Ärgers ist, läuft dieser Handlungsstrang, der in „Wer zuerst kommt, küsst zuerst“ begonnen wurde, untergeordnet neben dem Beziehungsdrama. Gleichzeitig werden die Weichen für das Kommende in „Frisch geküsst, ist halb gewonnen“ gestellt. Man kann jeden Roman über die „Lone-Star-Sisters“ für sich lesen, doch empfiehlt es sich, die chronologische Reihenfolge beizubehalten, da die Geschehnisse aufeinander aufbauen.

Susan Mallery schreibt unterhaltsam und bietet genau den richtigen Mix aus herzzerreißendem Drama, Romantik und Erotik, wie es die Zielgruppe wünscht. Hat man Spaß an dem Genre, darf man mit der jeweiligen Heldin lieben und leiden – und kommt voll auf seine Kosten!

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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Wer zuerst kommt, küsst zuerst

Erstellt von Werner Karl am 9. Februar 2011

Susan Mallery
Wer zuerst kommt, küsst zuerst
Lone-Star-Sisters 1 (von 4)

Under Her Skin, USA, 2009
MIRA Taschenbuch 25483 im Cora Verlag, Hamburg, 1. Auflage: 12/2010
TB, Belletristik, Romance
ISBN 978-3-89941-792-0
Leseprobe aus Susan Mallerys „Reden ist Silber, Küssen ist Gold“/895
Aus dem Amerikanischen von Maike Müller
Titelgestaltung von pecher und soiron, Köln
Autorenfoto von Harlequin Enterprises S. A., Schweiz

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Titel erhältlich bei Buch24.de
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Jed Titan ist einer der reichsten Geschäftsmänner von Texas. Seinen Besitz will er der Tochter hinterlassen, die am erfolgreichsten in seine Fußstapfen tritt. Das macht Lexi, Skye und Izzy, die einander herzlich verbunden sind, wider Willen zu Konkurrentinnen, wenngleich es ihnen weniger um das Vermögen als um die Anerkennung und Zuneigung des Vaters geht. Während Izzy ausschert und das Abenteuer sucht, ist Skye ganz die brave Tochter, die eine arrangierte Ehe eingeht und seit dem Tod ihres Mannes eine Stiftung für notleidende Kinder leitet. Lexi wiederum hat sich mit einem Wellness-Studio selbständig gemacht. Dieses droht sie nun zu verlieren, denn der anonyme Investor, der ihr eine Expansion ermöglichte, fordert plötzlich innerhalb der legal vereinbarten Frist von drei Wochen seine zwei Millionen Dollar zurück. Um einen solchen Betrag aufzutreiben, müsste Lexi ihrem Vater gestehen, gescheitert zu sein – und damit wäre sie aus dem Rennen.

Notgedrungen geht sie auf das Angebot des Emporkömmlings Cruz Rodriguez ein: Er will ihr die benötigte Summe zur Verfügung stellen, wenn Lexi im Gegenzug zum Schein für ein halbes Jahr als seine Verlobte auftritt – mit allen Konsequenzen, Sex inklusive! – und ihn in die High Society von Texas, die ihm bislang verschlossen blieb, einführt. Prompt werden alte Erinnerungen wach, denn mit Cruz erlebte Lexi ihr ‚erstes Mal„. Obwohl sie ihm nie verzeihen konnte, dass er sie damals sitzen ließ, und sie genau weiß, dass sie auch jetzt bloß Mittel zum Zweck ist, verliebt sie sich erneut in ihn. Doch Cruz ist nicht Lexis einziges Problem. Der mysteriöse Investor treibt sein böses Spiel weiter und attackiert nicht nur Lexi erneut, sondern auch ihre Familienmitglieder. Während Jed für sein Imperium keine nennenswerte Gefahr sieht, sind die Schwestern überzeugt, dass sie den skrupellosen Gegner stoppen müssen. Aber wer ist Garth Duncan, und warum will er ihnen schaden?

Susan Mallery ist das Pseudonym von Susan Macias. Die gelernte Buchhalterin besuchte einen Kurs für kreatives Schreiben und verfasste seit 1991 über einhundert Kurzgeschichten und Romane, teils zusammen mit anderen Autorinnen, teils solo. So manche ihrer Titel landeten auf der „New York Times“ Bestsellerliste, darunter auch „Wer zuerst kommt, küsst zuerst“, der Auftaktband der vierteiligen „Lone-Star-Sisters“-Reihe. Die Autorin entführt ihr Publikum in die Welt der Reichen, Mächtigen und Schönen: Jed Titan erbte ein gigantisches (nomen est omen) Imperium, das er mit eiserner Hand führt und kontinuierlich vergrößert. Für seine Familie hatte er nie Zeit, denn die Geschäfte waren und sind für ihn das Wichtigste. Selbst Tragödien im eigenen Haus, unter denen seine Töchter besonders litten, konnten ihn bislang nicht dazu bewegen, sich seinen Angehörigen zu widmen – vielleicht ein großer Fehler.

In Folge kann sich Lexi, als sie in Not gerät, weder ihm noch ihren Schwestern anvertrauen, denn wer versagt, verliert jeglichen Anspruch auf das Erbe und damit die einzige Chance, doch noch so etwas wie väterliche Liebe zu erringen. Stattdessen lässt sich Lexi auf das unverschämte Angebot von Cruz Rodriguez ein, der ihr mit Geld, Verbindungen und gutem Rat zur Seite steht, als Garth Duncan seine Rachepläne ausweitet. Lexi zahlt teuer: mit ihrem Körper und ihrem Herz, aber es kommt erwartungsgemäß noch schlimmer. Während es zwischen Lexi und Cruz munter hin und her geht, sie sich voneinander angezogen fühlen, dann wieder Abstand wahren – schließlich haben sie eine Abmachung, und Liebe ist ausgeschlossen -, werden Familiendramen enthüllt. Ab da wird es erst richtig interessant, denn das Liebesgeplänkel allein liest sich zunächst etwas übertrieben und unglaubwürdig: Warum sollte eine Dreißigjährige, die bereits über einige Erfahrungen verfügt, jegliche Vernunft über Bord werfen, kaum dass ihr narzisstischer One-Night-Stand aus Teenager-Tagen mit dem Finger schnippt?! Zwar bemüht sich Lexi um einen kühlen Kopf, aber recht gelingen will es ihr nicht, während Cruz seine Barrieren aufrecht erhält.

Allerdings wird die Zielgruppe die zeitweilig klischeehafte Denk- und Handlungsweise der Protagonisten kaum hinterfragen, denn dank dieses Konflikts bleibt in der Beziehung zwischen Lexi und Cruz bis zum Schluss alles offen, so dass romantische Leserinnen ab 15 Jahre die Entwicklung der beiden gebannt verfolgen. Gewürzt wird mit einigen erotischen Einlagen, die keineswegs explizit ausfallen und auch von der Wortwahl her im ‚grünen Bereich„ bleiben.

Der Kampf um das Titan-Imperium, der dieses Buch mit den drei folgenden Bänden verbindet, wird hier nicht zu Ende gebracht. Nach und nach erfährt man mehr über den Gegner, doch nicht alle Rätsel, wie z. B. Garths Motive, werden aufgelöst. Man muss schon die nächsten Romane kaufen: „Reden ist Silber, Küssen ist Gold“ (eine Leseprobe findet sich auf den letzten Seiten des vorliegenden Bandes) erzählt die Geschichte von Skye, „Frisch geküsst, ist halb gewonnen“ wendet sich Izzy zu, und „Wer zuletzt küsst, küsst am längsten“ wird vermutlich die letzten Geheimnisse des Titan-Clans enthüllen.

Susan Mallery schreibt routiniert und geradlinig und baut in ihren Roman all das ein, was ein spannend-romantisches Familien-Drama ausmacht: attraktive, sympathische Hauptfiguren, großartige Freundschaften, leidenschaftliche Liebe, Rivalitäten und Intrigen, sowie viele Geheimnisse und Tragödien. Auf langweilige Episoden aus dem Geschäftsleben wird verzichtet, und auch wie die Beteiligten an brisante Informationen gelangen oder ihre hinterlistigen Manöver einfädeln, wird nicht näher beschrieben. Die Autorin konzentriert sich auf das Wesentliche – auf eine bestimmte Anzahl (Haupt-) Figuren, ihre Beziehungen und Probleme, auf die Folgen ihres Handelns -, so dass die Story nicht durch detaillierte Ausführungen und Nebensächlichkeiten ins Stocken gerät. Kleine Hinweise auf das Kommende werden frühzeitig eingestreut, so dass aufmerksame Leser spekulieren dürfen und die Auflösungen nicht aus dem heiteren Himmel fallen.

Bei der Lektüre fühlt man sich an TV-Serien wie „Denver-Clan“ und „Dallas“ („Lone-Star-Sisters“ spielt in der Nähe von Dallas, Texas) erinnert, denn der Background und die Figurenkonstellationen, die Konflikte innerhalb und außerhalb der Familie sind vergleichbar. Hat man Spaß an solchen Geschichten, möchte man mit den weiblichen Identifikationsfiguren lieben und leiden, wird man von „Wer zuerst kommt, küsst zuerst“ bestens unterhalten und sehnsüchtig auf die drei Folgebänden, die die Geschehnisse weiter spinnen, warten.

Zum Serienstart von „Lone-Star-Sisters“ hat sich der MIRA Verlag etwas ganz Besonderes ausgedacht: Auf Facebook lädt MIRA zu einem Schreibwettbewerb zum Thema „Mein erster Kuss“ ein. Zu gewinnen gibt es ein Buchpaket mit allen vier Bänden der „Kuss-Reihe“ („Lone-Star-Sisters“). Die Teilnahme ist ganz einfach: www.facebook.com/MiraTaschenbuch besuchen und erzählen, wie man den ersten Kuss bekommen hat. Wer keinen Facebook-Account besitzt, kann seine Geschichte auch mit der Post schicken an: Mira Taschenbuch in der CORA Verlag GmbH & Co. KG, c/o Fredebold & Partner GmbH, Schaafenstraße 25, D – 50676 Köln. Teilnahmeschluss ist der 13.02.2011; so können die Gewinner pünktlich zum Valentinstag bekannt gegeben werden. Romantische Bücher lesen und selber eine romantische Geschichte schreiben – eine prima Idee von MIRA Verlag! Ist man nun auf den Geschmack gekommen, findet man auf der Verlagsseite gewiss noch viele weitere interessante Titel. Es lohnt sich, dort einmal hinzuschauen.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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Die Zauberin von Lladrana

Erstellt von Werner Karl am 4. Juni 2010

die-zauberin-von-lladranaRobin D. Owens
Die Zauberin von Lladrana

(sfbentry)
Sorceress of Faith, USA, 2006
Mira-Taschenbücher im Cora-Verlag, Hamburg, 6/2008
TB, Mira Fantasy 65015
ISBN 978-3-89941-477-6
Aus dem Amerikanischen von Justine Kapeller
Titelbild von Harlequin S. A.

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www.robindowens.com/

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Seit Ende der 1980er Jahre haben historische Liebesromane und romantisch angehauchte Fantasy mehr miteinander gemeinsam, als man zunächst denken mag. Denn viele Autorinnen, die früher im Genre der ‚Romance Novel’ aktiv waren, bemerkten das Interesse der weiblichen Leserschaft an esoterischen Themen und nutzten die Chance, im phantastischen Genre Fuß zu fassen. Seither sind die Grenzen zwischen den beiden Unterhaltungsgattungen fließend. Es gibt eine Menge historischer Romanzen, die fest in einer irdischen Epoche angesiedelt zu sein scheinen, aber wohl ohne Magie und Mystik nicht auskommen – man denke nur an einige von Diana Gabaldons Bestsellern, in denen die Helden durch die Zeit reisten. Und derzeit erscheinen genug Fantasy-Romane, deren Handlung sich vor allem auf die Entwicklung einer Beziehung zwischen Mann und Frau konzentriert. Dabei stammt die Heldin oft aus unserer Welt und findet erst durch die Herausforderung in der neuen Umgebung Glück und Lebensziele.

Robin D. Owens Bücher über das magische Reich Lladrana, gehören zu dieser Kategorie. Während in „Die Hüterin von Lladrana“ die junge Rechtsanwältin Alexa als Kriegerin in die Welt geholt wurde, so ist es nun Marian, die als „Zauberin von Lladrana“ den Mitgliedern des magischen Zirkels beistehen soll. Denn noch immer sind die Grenzen zu den Reichen der Finsternis nicht sicher, und Dämonen wie Monster kommen durch und verheeren das Land, bis die Marschälle und Ritter sie stellen können. Deshalb beschließt nun auch der Zirkel der Magier eine ‚Exotique’ in ihre Reihen zu holen, damit sie mit ihrer Kraft und Leidenschaft neuen Kampfgeist in ihnen entzündet. Federführend ist dabei vor allem der verbitterte Jaquar Dumont, der seine Eltern durch die Dämonen verloren hat. Er will die Fremde als Werkzeug der Rache benutzten, und es ist ihm egal, ob sie lebt oder stirbt.

Marian Harastas ist die Auserwählte. Die ruhige Studentin ist genervt von ihrem Leben am Rand der High Society und gegenüber der Esoterik sehr aufgeschlossen. Deshalb beschleunigt sie den Übergang selbst durch ein magisches Ritual. Neugierig öffnet sie sich den neuen Gegebenheiten und kommt viel schneller mit Lladrana zurecht als ihre Vorgängerin. Innerhalb kurzer Zeit lernt sie durch einen weisen, alten Lehrmeister ihre magischen Fähigkeiten zu kontrollieren und gewöhnt sich dank Alexa schnell an die Umgebung und ihre Gesetze. Doch dann wird der verschlossene Jaquar ihr Lehrmeister in der Wetterzauberei. Obgleich sie spürt, dass etwas nicht mit ihm stimmt, fühlt sie sich doch von ihm angezogen und entwickelt leidenschaftliche Gefühle. Auch der junge Magier ringt mit sich, denn sein Entschluss, sie einfach nur so ins Verderben zu schicken, beginnt mit jeder Stunde zu wanken, in der Marian in seiner Nähe ist.

Robin D. Owens legt auch mit „Die Zauberin von Lladrana“ einen soliden Fantasy-Roman vor, der eine gesunde Mischung aus Abenteuer und Beziehungsgerangel besitzt und dabei niemals langweilig wird. Das liegt vor allem an der Protagonistin, denn Marian ist selbstbewusster und aktiver als ihre Vorgängerin Alexa. Sie handelt oft eigenständiger und versucht selbst, Dinge herauszufinden. Dabei öffnet sie sich dem magischen Kosmos viel weiter und sieht auch skurrilen Dingen offen entgegen. So gewöhnt sie sich schnell daran, dass ihr Hamster Tuck, der überraschend mit ihr gekommen ist, durch die Einwirkung eines Feenwesens intelligenter wird und schließlich sogar ihren PDA ersetzt, indem er dessen Innenleben frisst und die darin gespeicherten Daten aufnimmt. Gerade diese kleinen, netten Ideen am Rande lockern den Roman humorvoll auf und wirken dabei erstaunlicherweise nicht einmal sonderlich kitschig.

Auch sonst ist der Roman anders, als man es erwartet. Zwar spielt die Entwicklung der komplexen Beziehung zwischen Jaquar und Marian die Hauptrolle und wird immer wieder – auch durch erotische Einlagen – dominierend, trotzdem kommt das Abenteuer nicht zu kurz. Marian hat einen realen Feind, der ihr mehr als einmal das Leben schwer macht, und muss ihre Magie aktiv und zielbewusst einsetzen. Vielleicht schließt sie ihre Ausbildung etwas zu schnell ab – die einzelnen Stufen werden dennoch beschrieben, und sie darf zwischendurch auch einmal Fehler machen oder Unvermögen zeigen. Ansonsten verzichtet Robin D. Owens auf weitergehende Charakterisierungen. Nur der alte Magier Bossgond und Jaquar werden etwas genauer ausgearbeitet, sind aber genauso wie Alexa, die Heldin aus „Hüterin von Lladrana“, auf ein Mindestmaß reduziert.

Immerhin enthält der Roman wesentlich mehr phantastische Elemente als der erste Band der Reihe und darf daher zu Recht eher als Fantasy-Roman bezeichnet werden. Ein Einstieg in die Reihe ist auch mit diesem Band möglich, da alle wichtigen Punkte im Buch selbst geklärt werden. „Die Zauberin von Lladrana“ wird damit zu einem romantischen Fantasy-Abenteuer, das sich vor allem an junge Frauen richtet, die an beiden Genres ihren Spaß haben.

Copyright © 2008 by Christel Scheja (CS)
 
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