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Offenbarung – Buch 2

Erstellt von Günther Lietz am 26. Juli 2010

S. D. Perry
Offenbarung – Buch 2
Star Trek – Deep Space Nine 8.02
(sfbentry)

Cross Cult Taschenbuch (2009)
236 Seiten, ISBN 978-3941248526
OT: Star Trek – Deep Space Nine: Avatar Book 2
Ü: Christian Humberg

http://www.cross-cult.de

Nach dem Angriff durch das Dominion werden die Reparaturen an der Raumstation Deep Space Nine mit großem Eifer vorangetrieben und Schiffe entsandt, um einen erneuten Angriff abzuwehren. Währenddessen ermittelt Ro Laren noch immer in einem mysteriösen Mordfall. Ihre Ergebnisse sorgen für eine Überraschung und stürzen Kira Nerys in einen Gewissenskonflikt. Und was hat es nun genau mit dem Jem’Hadar auf sich, der behauptet ein Abgesandter Odos zu sein …?

Die Fortsetzung von „Offenbarung – Buch 1“ knüpft nahtlos an dem vorherigen Roman der Reihe an und weist die gleichen Schwächen auf. Stephani Danielle Perry beschreibt flache Figuren und setzt voraus, dass der Leser gut über das Star-Trek-Universum informiert ist. Einzig die Andorianer erhalten diesmal ein wenig mehr Raum.

S. D. Perry weist in dem im Buch enthaltenen Interview darauf hin, dass Konzept, Figuren und Kleinigkeiten bereits im Vorfeld festgelegt wurden. Das erklärt den strikten Aufbau, der sich am offiziellen Kanon der alten Star-Trek-Serien hält und keine Ausbrüche erlaubt. Am Ende steht alles wieder auf Null und hat es keine großartige Entwicklung gegeben. Der Stab an etablierter Figuren nimmt zu keinem Zeitpunkt echten Schaden und Konflikte lösen sich in Wohlgefallen auf.

Das ist sehr schade, denn der Roman besitzt viele Möglichkeiten. Frau Perry reißt diese oft kurz an und spendiert einen Ausblick auf das was vielleicht sein könnte, aber dann rudert sie eilig zurück. Das scheint ihr zu liegen, denn die meisten ihrer Auftragsarbeiten sehen so aus. Auch darauf geht Perry in dem Interview ein und erklärt, sie schreibe gerne Lizenzromane. Kein Wunder, denn so vermeidet sie den kräftezehrenden Einsatz von Kreativität und Innovation.

Da der Leser schnell merkt, dass den Hauptfiguren kein Leid geschieht, wird der Roman ebenso schnell langweilig. Selbst die bahnbrechende Prophezeiung entpuppt sich – zum Ende hin – als Luftblase ohne Konsequenzen. Und der äußerst spannend gestartete Handlungsbogen mit Jake Sisko wird nur am Rande behandelt und dient als großer Aufhänger für den nächsten Roman. Das die Romane eine fortlaufende Story erzählen sollen ist löblich, aber einen dermaßen Cliffhanger in solch kurzen Büchern (die man getrost hätte zusammenfassen können) entbehrt jeglicher Leserfreundlichkeit und ist nur ärgerlich.

Trotz allem gelingt es der Autorin die Spannung ein wenig zu steigern, in dem sie sich auf den inneren Konflikt von Ro Laren und Kira Nerys konzentriert. Das ist stellenweise gut geschrieben und lässt hoffen, dass Perry diese Idee in späteren Romanen noch vertieft. Es ist allerdings fraglich, wie weit sie sich mit diesen Gestaltungsmöglichkeiten hinauswagt, bevor sie alles wieder auf Anfang setzt.

Ebenso wie „Offenbarung – Buch 1“ kann „Offenbarung – Buch 2“ nur einem Fan ans Herz gelegt werden. Die Beschreibungen sind zu limitiert und zu dürftig, als dass sich ein Neueinsteiger zurechtfinden würde. Gerade hier hätte die Romanreihe wunderbar eigene Wege gehen können. Schade um die vergebene Möglichkeit.

Die deutsche Übersetzung und Umsetzung des Romans ist sehr gelungen und lässt keine Fehler erkennen. Das Schriftbild ist angenehm und schnell zu lesen, was das Buch subjektiv betrachtet weiterhin verkürzt. Mehr als zwei Leseabende wird wohl niemand brauchen, um die Geschichte durchzuarbeiten.

Unter dem Strich ist der Auftakt zur Serie misslungen. Die Figuren operieren in ihren serientypischen Verhaltensweisen, die Handlung ist langweilig, die Konflikte haben keine echten Konsequenten und es gibt keine Neuentwicklung, sondern Stillstand. Sehr Schade.

Copyright © 2010 by Günther Lietz

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Offenbarung – Buch 1

Erstellt von Günther Lietz am 26. Juli 2010

S. D. Perry
Offenbarung – Buch 1
Star Trek – Deep Space Nine 8.01

(sfbentry)

CrossCult Taschenbuch (2009)
282 Seiten, ISBN 978-3-941248-51-9
OT: Star Trek – Deep Space Nine: Avatar Book 1
Ü: Christian Humberg

http://www.cross-cult.de

Der Krieg gegen das Dominion endete in einem unsicheren Frieden und einer der größten Männer der Föderation ist gegangen. In den Nachkriegswirren versucht die Mannschaft der Raumstation Deep Space Nine sich neu zu ordnen, die Schäden zu reparieren und das Erlebte zu verarbeiten. Da öffnet sich erneut das Wurmloch zum Gamma-Quadranten und Schiffe der Jem’Hadar kommen hindurch.

Dieses Ereignis scheint mit einer Prophezeiung in Verbindung zu stehen, die Jake Sisko erhielt und die einen kühnen Plan in ihm reifen lässt. Und scheinbar steht diese Prophezeiung mit einer Bajoranerin in Verbindung, die auf Deep Space Nine ermordet wurde. Ein Fall für Ro Laren, die neue Sicherheitsoffizierin an Bord der Station …

Mit „Offenbarung – Buch 1“ kommt der Auftakt der „Deep Space Nine“-Reihe bei Cross Cult daher. Als Autorin zeigt sich Stephani Danielle Perry verantwortlich, die ziemlich talentfrei stets neue Romane verfasst. Das bedeutet im Grunde reine Auftragsarbeiten, ohne einen Hauch von Charme oder Liebe zum Thema. Das ist auch im vorliegenden Roman der Fall, der viele Möglichkeiten bietet, von denen aber keine genutzt wird.

Der Roman knüpft zeitlich an das Ende der TV-Serie an. Um den Einstieg zu finden gibt es eine umfassende Zeitleiste, die alle wichtigen Ereignisse zusammenfasst. Im Anhang wird sogar im Detail auf den Konflikt mit dem Dominion eingegangen. Das war leider schon alles an Einsteigerfreundlichkeit. Der gesamte Rest richtet sich an den Star-Trek-Kenner – und der sollte sich im Bereich Deep Space Nine ebenfalls gut auskennen.

Bei der Thematik gibt es keine Neuerungen. Es geht um Prophezeiungen, den Abgesandten, Drehkörper, Jem’Hadar und die Beziehung zwischen den Hauptcharakteren. Und die sind auch fast alle mit dabei, vorausgesetzt es gab für sie kein Ende in der Serie. Die Charaktere werden sehr selten beschrieben und so muss die geneigte Leserschaft raten, wie denn der ein oder andere Außerirdische ausschaut. Frau Perry setzt dieses Wissen scheinbar als gegeben voraus. Wenigstens auf die Antennen der Andorianer wird ein wenig eingegangen.

Mit einer Flotte an bekannten Charakteren überschwemmt, kommt nun auch noch eine Flut an neuen Figuren hinzu. Wer davon tatsächlich von Bedeutung ist, wird selten an die Oberfläche geschwemmt. Denn leider neigt S. D. Perry dazu, auch unwichtige Rollen in den Hafen einlaufen zu lassen. Ein großes Übel, denn die Dame setzt so viele Segel, dass sich sich selber den Wind wegnimmt.

Trotzdem ist der Roman – überraschenderweise – halbwegs unterhaltsam geraten. Er hat wenig Seiten und liest sich schnell weg, zudem kommt es für Fans zu einem Wiedersehen mit bekannten Figuren. Die bleiben zwar blass oder werden gar nervig, aber immerhin tauchen sie auf. Dabei wäre weniger vielleicht mehr gewesen. So verliert Perry vollständig den Fokus, befindet sich auf mehreren Baustellen gleichzeitig und lässt am Ende wenigstens erahnen, wohin die Fäden alle laufen. Sie hält sich eindeutig an eine ausgemachte Route und weicht keinen Deut davon ab. Das scheint ihr zu liegen, denn viele ihrer Romane sind ohne jegliche Inspiration.

So tröpfelt eine Geschichte dahin, die spannend hätte sein können. Deswegen schmerzen die vertanen Möglichkeiten besonders. Handwerklich ist die deutsche Ausgabe von Cross Cult gut gemacht. Vor allem die Übersetzung ist passend und auch das Layout kommt angenehm daher. Von der Seite aus gibt es keine Meckereien.

Wer eine unterdurchschnittlich geschriebene und flott gelesene Massenware möchte, ein Liebhaber der alten Star-Trek-Historie ist und sich zudem gut mit der Deep-Space-Nine-Materie auskennt, der kann ruhig zugreifen und ein oder zwei Abende Lesezeit investieren. Alle anderen sollten sich eine andere Ecke literarischen Weltraums suchen.

Copyright © 2010 by Günther Lietz

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Der Abgrund

Erstellt von Werner Karl am 30. Juni 2010

der-abgrundJeffrey Lang & David Weddle
Der Abgrund
Star Trek – Deep Space Nine 3

Star Trek – Deep Space Nine: Section 31 – Abyss, USA, 2010
Cross Cult, Asperg, 04/2010
TB, Science Fiction
ISBN 978-3-941248-53-3
Aus dem Amerikanischen von Christian Humberg
Titelfoto von Paramount Pictures Corporation

www.cross-cult.de
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Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

„Am Abgrund“ setzt die Reihe, die in Romanform die Serie „Star Trek: Deep Space Nine“ weitererzählt, fort. Nachdem vor allem Kira Nerys und Ro Laren im Mittelpunkt von „Offenbarung“ standen, schwenkt der Focus nun zu anderen wichtigen Personen der Raumstation: Julian Bashir und Ezri Dax, die als Paar zueinander gefunden haben. Unversehens wird der Stationsarzt mit Dingen aus seiner Vergangenheit konfrontiert, mit denen er sich lieber nicht beschäftigen möchte, weil sie zu unangenehme Erinnerungen wecken. Wegen der Eugenischen Kriege und der Erinnerung an Tyrannen wie Khan Noonian Singh sind genetisch aufgewertete Menschen in der Föderation nicht gerne gesehen. Man befürchtet, dass sie sich aufgrund ihrer überlegenen körperlichen und geistigen Kräfte zu Herren über alle anderen aufschwingen könnten, wie es schon einmal geschah.

Und Julian besitzt diesen Makel, weil seine Eltern nicht mehr länger mit ansehen konnten, dass er so schlecht gegenüber den anderen abschnitt. Sein Geheimnis ist erst vor einigen Jahren auf Deep Space Nine ans Licht gekommen. Prompt hält ihn der Geheimdienst der Sternenflotte, speziell die geheimnisumwitterte ‚Sektion 31„, für den geeigneten Mann, um den Wissenschaftler Dr. Ethan Locken aufzuspüren, der sich in die Badlands zurückgezogen hat. Dort nutzt er Hinterlassenschaften des Dominions, um eine Invasion vorzubereiten. Julian soll ihn aufhalten, ist er vermutlich der Einzige, der als Ebenbürtiger mit ihm reden kann. Da er keine andere Wahl hat, als dem Befehl zu gehorchen, macht er sich zusammen mit Ro Laren, Ezri und dem Jem-Hadar, den ihnen erst kurz zuvor Odo geschickt hat, auf den Weg zu der Welt, auf der sich Locken aufhält. Was sie dort vorfinden, übersteigt all ihre Befürchtungen und lässt vor allem Julian Bashir Eines ahnen: dass man ihn wieder einmal benutzen will.

Interessant ist, dass die Hintergrundgeschichte um die Siskos, eine alte bajoranische Prophezeiung und die Raumstation fortgeschrieben wird und zu verstehen ist, ohne dass man die Vorgängerromane kennen muss. Das Hauptaugenmerk liegt ohnehin mehr auf Julian Bashir, der längst nicht mehr der unbeschwerte junge Arzt ist, der er am Anfang war. Dennoch hat er viel von seinem Ehrgefühl bewahrt, wie sich auch jetzt wieder herausstellt. Der Humanist und Mediziner ist entsetzt von dem Wahnsinn und den Machenschaften seines Kollegen, lässt ihn aber auch durchschauen, was wirklich dahinter steckt, und am Ende findet er eine Lösung, Locken aufzuhalten, die seiner Auffassung als Arzt nicht widerspricht.

Allerdings setzen die Autoren die Kenntnis gewisser Folgen aus den „Star Trek“-Serien voraus, so dass man ohne die Kenntnis derselben nicht ganz nachvollziehen kann, warum Julian Bashir eigentlich so heftig auf ‚Sektion 31„ (die ihn schon einmal anzuwerben versuchte) und seine genetische Aufwertung reagiert. Der Fan wird allerdings zufrieden sein, findet er doch viele Andeutungen und Querverweise, Verknüpfungspunkte zu anderen Facetten des Universums und nicht zuletzt eine zur Serie passende Geschichte. Das ist zwar nicht ganz so überraschend, und einiges ahnt man sehr schnell voraus, aber es wird spannend und kurzweilig erzählt. So dürfte „Am Abgrund“, der dritte Band der Reihe „Star Trek: Deep Space Nine“, wie auch schon die Vorgängerromane vor allem für die Fans des Universums und dieser speziellen Serie interessant sein.

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

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Tod im Winter

Erstellt von Werner Karl am 18. Mai 2010

tod-im-winterMichael Jan Friedman
Tod im Winter
Star Trek Next Generation 1

Cross Cult (2009)
Originaltitel: „Death in winter“ (2005)
Taschenbuch, Science Fiction
ISBN 978-3-941248-61-8
Übersetzer: Stephanie Pannen
Cover Artwork: Martin Frei
Umfang: 318 Seiten

www.cross-cult.de
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Zum Autor

Michael Jan Friedman hat mehr als 30 Romane für das Star-Trek-Universum geschrieben, darüber hinaus etliche Sachbücher, Drehbücher und Comicbücher.

Zum Buch

Sternzeit…, sorry, hab ich noch nie kapiert wie die berechnet wird, daher verwende ich die „normale“ Schreibweise. Wir schreiben das Jahr 2348 und das Romulanische Imperium hat nach dem Tod des Praetors Shinzon (siehe 10. Star-Trek Kinofilm „Nemesis“) eine neue Führerin: Die ehemalige Senatorin Tal´Aura ist nun Praetor der Romulaner und darauf bedacht, die neu gewonnene Machtposition zu halten und mit allen Mitteln zu verteidigen.

Am Rande der romulanischen Zone befindet sich der Planet Kevratas, dessen Bevölkerung von einer tödlichen Seuche bedroht wird. Beverly Crusher, die ehemalige Chefärztin des Raumschiffes Enterprise, wird dorthin gesandt, um ein Gegenmittel zu entwickeln und unter den Einheimischen zu verbreiten. Doch bevor sie ihre Arbeit beginnen kann, wird sie von dem romulanischen Agenten Manathas entführt und gilt für ihre Freunde als verschollen. Drahtzieher ist Tal´ Aura, die Kevratas zwar schon mit Truppen besetzt hat, doch jede Einflussnahme der Föderation – ob zivil oder militärisch – verhindern will.

Natürlich schickt die Föderation ein Rettungsteam unter der Leitung von Captain Jean-Luc Picard, einem der engsten Vertrauten und Freunde Beverly Crushers. Aber Picard und sein Team haben selbst mit dem Geheimdienst der Romulaner zu kämpfen und mit einer alten Feindin: Sela, dem halbmenschlichen Klon von Tasha Jar, der verstorbenen Sicherheitschefin der Enterprise. Und auch die Widerstandsbewegung der Kevrataser mischt mit im Spiel auf Leben und Tod. Alles spitzt sich zu, als die Seuche auch auf Romulaner übergreift und jede Seite die Ärztin in die Hände bekommen will.

Zu allem Überfluss gibt es innerhalb der Romulaner Widersacher gegen Praetor Tal´ Aura, angeführt von Braeg, einem Usurpator und seinen Verbündeten, allen voran seine Geliebte Commander Donatra. Und Donatra führt eine Flotte von rebellischen Warbirds an. Sie wartet nur auf das Signal zum Losschlagen…

Zum Cover

Das Bild an sich ist eigentlich perfekt gewählt: Picard und Crusher blicken beide über die Schneelandschaft Kevratas, ernst und melancholisch, vor allem aber sich gegenseitig nicht an. Auf den ersten Blick stört nur das grünblaue Schlaglicht auf ihren Gesichtern. Aber vielleicht soll das ja die – nicht näher definierte – Seuche sein, die im ersten Stadium grüne Flecken verursacht.

Fazit

Für hart gesottene Star-Trek-Fans sicher eine Story, die Freunde finden wird, Genießer aber sicher nicht. Friedman breitet sich in vielen Rückblenden über die unerfüllte Liebe zwischen Picard und Crusher aus. Das kann man mal erwähnen, aber nicht zum Hauptinhalt des Romans hochstilisieren. Das unweigerliche Ende wirkt daher eher peinlich. Schöner wäre ein tieferer Einblick in die Politik und Machtkämpfe zwischen Föderation und Romulanischem Imperium gewesen. Die Kampfszenen wirken eher wie Zwischenspiele innerhalb einer verquasten Romanze. Schade, da hätte man mehr draus machen können. (3xPRT)

Copyright © 2010 by Werner Karl

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Quintessenz

Erstellt von Werner Karl am 5. April 2010

quintessenzKeith R. A. DeCandido
Quintessenz
Star Trek – The Next Generation 3

Star Trek – The Next Generation: Q & A, USA, 2008
Cross Cult, Asperg, 01/2010
TB, Science Fiction
ISBN 978-3-941248-63-2
Aus dem Amerikanischen von Stephanie Pannen
Titelbild von Paramount Pictures Corporation

www.cross-cult.de
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www.sff.net/people/Krad/
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Zu den wichtigsten Nebenfiguren in „Star Trek – The Next Generation” gehörte das gottgleiche Wesen Q. Anfang und Ende der Serie bestimmten die Prüfungen, die seine Rasse – das ‚Kontinuum’ – den Menschen auferlegte und Q zum geheimen Fürsprecher der Menschen machte. Innerhalb der sieben Staffel entwickelte er sich zudem zu einer persönlichen Nemesis von Captain Picard: Er versetzte ihn nicht nur als Robin Hood in den Sherwood Forest und zeigte ihm später, wie sein Leben verlaufen wäre, wenn er an einem bestimmten Punkt eine andere Entscheidung getroffen hätte, er warnte ihn auch schon sehr früh vor den Borg. Eine seltsame Hassliebe entwickelte sich zwischen den beiden in dieser Zeit, in der keiner dem anderen eingestehen wollte, dass sie voneinander fasziniert waren. So ist es auch kein Wunder, dass Keith R. A. DeCandido „Q“ zum Dreh- und Angelpunkt seines Romans „Quintessenz“ machte.

Captain Jean-Luc Picard ist auf dem Weg zur nächsten größeren Sternenflottenbasis, um sich den Vorwürfen zu stellen, die man ihm wegen des letzten Aufeinandertreffens mit den Borg macht. Denn wieder hat der Captain der ‚USS Enterprise E“ versagt und beinahe die Mission zum Scheitern gebracht. Dabei starben einige Mitglieder seiner Crew, andere wurden unrettbar assimiliert. So herrscht auf dem Heimflug eine gedrückte Stimmung, denn gerade die neuen Crewmen müssen mit dem Verhalten ihres Captains zurechtkommen. Dazu gehört auch der neue vulkanische Counsellor der ‚Enterprise’. Allein Beverly Crusher weiß, was ihr alter Freund denkt.

Demnach scheint es eine gute Idee zu sein, im Orbit von Gorsach IX Zwischenstation zu machen, denn auf dem Planeten zeigen sich seltsame Entwicklungen. Als dann auch noch Q auftaucht, ist eines klar: Er steckt wieder einmal dahinter, denn auf seine gewohnt freche und respektlose Art setzt er Picard und den anderen zu. Erst nach und nach erkennen der Captain und die anderen, dass dieses Wesen ihnen wieder einmal nur auf seine verquere Art helfen will, denn nichts anderes als die Existenz des Universums steht diesmal auf dem Spiel.

Der Autor hat sich eine große Aufgabe vorgenommen – nicht nur eine Geschichte im Stil der Serie zu erzählen, sondern auch noch alle Folgen, in denen die Figur ‚Q’ aufgetaucht ist, mit seinem Roman zu verbinden, als seien sie die Prüfungen gewesen, die Picard auf diesen einen Tag vorbereiten sollten. Damit entkräftet er zwar ein wenig das Serienfinale „Gestern, Heute, Morgen“, gibt aber auch dem persönlichen Geplänkel zwischen dem Captain der Enterprise und dem höheren Wesen ein wenig mehr Sinn und Hintergrund. Die Geschichte selbst ist eher durchschnittlich, da es eine Aneinanderreihung von Episoden bietet, die z. T. sehr wenig mit dem Haupthandlungsstrang zu tun haben und nachher auch nicht in die Geschehnisse um Gorsach IX münden. Interessant für Fans sind vor allem die Rückblenden, in denen gezeigt wird, mit welcher Intention Q an die entsprechende Begegnung mit den Menschen von der Enterprise gegangen ist. Damit wagt er sich offen an die tiefere Charakterisierung des gottgleichen Wesens.

Auch bei der Auflösung des ganzen Dramas bleibt der Autor sehr im Geiste Gene Roddenberrys, denn nicht Macht und Stärke retten die Existenz des Universums sondern eine ganz andere Gabe, die den Menschen eigen ist. Daher sollte man weniger Action erwarten, als einen Einblick in das Denken von Q und Picard, deren Chemie hier wie nie zuvor zu stimmen scheint. Das dürfte vor allem Fans der beiden freuen, die sehr viele Zitate aus den entsprechenden Folgen wieder finden können. Auch wenn die Geschichte nicht unbedingt so spannend ist, wie man meinen sollte, fesselt sie doch durch interessante Entwicklungen zwischen den Figuren und ein Geheimnis, das sich erst am Schluss auflöst. (3xPRT)

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

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BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
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www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
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Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
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Gewinner der Preisrätseltitel:
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1.Martin Porocnik
2.Jens Meyer
3.Franz Wicki
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
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Die Insel jenseits der Zeit

Erstellt von Werner Karl am 25. März 2010

die-insel-jenseits-der-zeitPaul Kearney
Die Insel jenseits der Zeit
Primeval 2

Primeval – The lost Island, GB, 2008
Cross Cult, Ludwigsburg, 10/2009
TB, Mystery, Science Fiction
ISBN 9783941248120
Aus dem Englischen von Anika Klüver
Titelfoto von Impossible Pictures Ltd & Rainforest/shutterstock

www.cross-cult.de
www.itv.com/Drama/cult/Primeval/
http://primeval.tv
www.paulkearneyonline.com/

Bereits drei Staffeln umfasst die britische Mystery-Serie „Primeval”, und zwei weitere sollen noch folgen. Zu den Produzenten der Serie gehört u. a. Tim Haines, der in den 1990er Jahren vor allem durch seine Dinosaurier-Dokumentationen bekannt geworden ist. So muss man sich auch nicht lange über das Thema wundern, denn in den Folgen selbst geht es in erster Linie um Urzeitmonster, die durch so genannte ‚Anomalien’ in die Jetztzeit gelangen. Unter Leitung des Anthropologie-Professors Nick Cutter versucht nun eine Gruppe von mutigen Männern und Frauen, die Geheimnisse dieser Risse in der Zeit zu ergründen und zu verhindern, das Dinosaurier, Urzeitraubtiere und andere Monster den Menschen Schaden zufügen. Dabei kommen sie nach und nach einer Verschwörung auf die Spur, die ausgerechnet von Cutters Frau Helen angeführt wird.

„Die Insel jenseits der Zeit“ ist zu Anfang der zweiten Staffel angesiedelt. Noch ist Steven Hart seinem Vorgesetzten treu ergeben und scheinbar sein bester Freund. Im Auftrag einer speziellen Behörde, die unter der Leitung von Sir James Lester steht – das ‚Anomaly Research Centre’ (ARC), sind sie immer wieder im Einsatz, um die Risse in der Zeit zu finden und aufzuhalten. Dankenswerterweise hat Connor, das technische Genie und der Computercrack der Truppe, nun einen Detektor gebastelt, mit dem die Anomalien schnell und effektiv aufgespürt werden können – jedoch nur wenn das Gerät aktiv ist. Da Connor gerade an ihm herum bastelt, bekommen sie erst einmal nicht mit, dass wieder neue Risse in der Zeit entstanden sind und die Urzeitwesen erste Opfer fordern: Vor der irischen Küste wird ein Fischkutter angegriffen und zerstört, und eine seit Jahren von Menschen verlassene Insel – Niemandsland, um das sich Frankreich und Irland streiten – scheint die Quelle von gleich einem Dutzend Anomalien zu sein.

So macht sich Cutter zusammen mit Stephen, Abby, Connor und einigen Sicherheitsleuten auf den Weg, sich die Sache genauer anzusehen. Allerdings müssen sie dabei sehr vorsichtig vorgehen, denn diesmal agieren sie in scharf überwachten internationalen Gewässern. Da ihr Treiben nicht unbemerkt bleibt, bekommt auch Sir James Lester schon bald eine Menge zu tun, um diplomatische Schwierigkeiten zu verhindern, während die Gruppe auf der Insel nicht nur durch die Anomalien, sondern auch die Unbilden der Natur in Lebensgefahr gerät.

Paul Kearney ist ein erfahrener Autor, der bereits einige Fantasy-Zyklen wie „Die Königreiche Gottes“ verfasst hat, und versteht sein Handwerk. „Die Insel jenseits der Zeit“ lässt keine Wünsche, was die Handlung angeht; sie ist actionreich und dramatisch, der Humor und das Verhalten der Figuren der Serie angemessen, und die Geheimnisse sind passend zur Mythologie. Dennoch sollte man sich keine tiefer gehenden Erkenntnisse oder gar besondere Entwicklungen erhoffen. Der Roman wahrt den Status Quo der Reihe und entwickelt eigene kleine Geheimnisse, die nicht zum Kanon von „Primeval“ gehören, verändert aber an den Figuren nichts Besonderes. Zudem kann man davon ausgehen, dass den Helden selbst nichts passiert, während die frei erfundenen Charaktere zum größten Teil Freiwild sind. Von daher sind Teile der Handlung schon früh vorhersehbar, und man nimmt auch die Bedrohungen für Cutter, Hart und Co. nicht besonders ernst.

Auch verzichtet der Autor darauf, in die Serie einzuführen, so dass Leser, die die Reihe bisher noch nicht kennen, nicht alles verstehen werden, vor allem nicht die Dynamik zwischen den Charakteren. Vor allem die besondere Beziehung von Cutter zu Jenny, der Frau für Öffentlichkeitsarbeit im ARC, die eine besondere Triebfeder der Serie ist, bleibt außen vor. Auch wenn der Roman nicht an seinen Vorgänger „Im Schatten des Jaguar“ heran kommt, kann „Die Insel jenseits der Zeit“ dennoch die Fans von „Primeval“ unterhalten und die Wartezeit bis zur nächsten Staffel etwas verkürzen.
 
Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)
 
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Widerstand

Erstellt von Werner Karl am 23. März 2010

widerstandJ.M.Dillard
Widerstand
Star Trek – The Next Generation 2

Star Trek – The Next Generation: Resistance, USA, 2007
Cross Cult, Asperg 11/2009
TN, Science Fiction
ISBN 9783941248625
Aus dem Amerikanischen von Bernd Perplies
Titelbild von Paramount Pictures Corporation

www.cross-cult.de
www.startrekromane.de
www.fantasticfiction.co.uk/f/michael-jan-friedman/
www.paramount.com/

Zwar erlebte „Star Trek – The Next Generation” wie viele der anderen Serien dieses Universums nur sieben Staffeln, verdiente sich aber auch die Ehre, im Kino fortgeführt zu werden. Damit war allerdings nach dem Desaster des zehnten Filmes „Nemesis“ Schluss. Seither wird die Geschichte der Enterprise E und ihrer Crew in Romanen weiter verfolgt. Noch immer ist Captain Jean-Luc Picard der Captain der ‚USS Enterprise E’. Allerdings hat sein treuer erster Offizier Commander Riker nun das Kommando der ‚USS Titan’ übernommen und Deanna Troi geheiratet, so dass einige personelle Änderungen anstehen.

So werden ein neuer Schiffscounsellor benötigt und ein erster Offizier. Während er sich bei Ersterem darauf einlassen muss, was das Kommando der Sternenflotte ihm anbietet, hat er bei Letzterem schon seine Wahl getroffen: Commander Worf, der sich in so vielen Jahren auf der Enterprise und der Raumstation DS–9 bewährt hat. Doch dieser lehnt überraschenderweise ab, da er sich nicht würdig dafür hält. So bleibt die Stelle weiterhin vakant. Pcard hat allerdings keine Zeit, sich um die Wahl eines anderen zu kümmern, denn seit einiger Zeit hört er wieder Stimmen in seinem Geist, die dunkle Erinnerungen wecken und ihm Angst machen. Er ahnt, dass die Borg nicht in dem Maße besiegt sind, wie die Föderation glaubte. Seit er selbst in der Gewalt der Maschinenwesen war und als „Locutus von Borg“ in das Kollektiv assimiliert wurde, hat er immer wieder Albträume – die sich bereits einmal bewahrheitet haben. Und so nimmt er seine Ahnungen auch diesmal ernst und folgt dem stummen Ruf, nur um eine neue schreckliche Wahrheit zu entdecken.

Wie auch schon der erste Band der neuen Reihe konzentriert sich „Widerstand“ sehr auf die Charaktere. Vor allem Jean-Luc Picard, der sich wieder einmal mit seinen größten Ängsten konfrontiert sieht und dadurch einen schwerwiegenden Fehler begeht, den ihm seine direkte Vorgesetzte Admiral Kathryn Janeway nicht unbedingt nachsieht, steht im Mittelpunkt. Erneut muss er sich auf seine Freunde und seine Crew verlassen, um die Kohlen aus dem Feuer zu holen und zu retten, was zu retten ist. Doch funktionieren die Tricks, die sie schon einmal gegen die Borg eingesetzt haben wieder – oder haben diese dazu gelernt?

Dies wird leidlich spannend und mit weniger Action, als man denkt, umgesetzt, denn auch die Nebenfiguren erhalten ihren nicht unwesentlichen Part im Kampf gegen die größte Gefahr im Alpha-Quadranten. Wieder müssen Erfahrung und Intuition zusammen arbeiten, um das Schlimmste zu verhindern, und einige Leute über sich hinaus wachsen, die sich eigentlich für unfähig hielten. Das kommt dem Geist Gene Roddenberrys eigentlich sehr nahe und zeigt, dass „Star Trek“ mehr als andere Serien auf die Figuren gesetzt hat.

Fans von Captain Picard & Co. werden sich darüber freuen, dass eine der stärksten Storylines der Serie und der Filme wieder aufgegriffen und entsprechend zitiert wird. Die Umsetzung wird dem Geist von „Star Trek“ gerecht und ist spannender als sein Vorgänger, wenn auch nicht unbedingt so actionreich, wie man es heute gewohnt sein mag. Dennoch sollte man einen Blick riskieren, wenn man wissen will, wie sich der Captain der ‚Enterprise’ erneut den Borg stellt. (3xPRT)

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

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LAUFENDES BÜCHERPREISRÄTSEL
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Die Anzahl der Titel, die zur Verfügung stehen, findet man als Abkürzung in Klammern am Ende der jeweiligen Rezension! Also zum Beispiel: (3xPRT) = 3 Titel im Preispool!
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Wer also einen der Gewinnpreistitel ergattern möchte, meldet sich am nächsten Werktag zwischen 18:00 und 18:15 unter 069-7306122. Bitte lest vorher aufmerksam die vorliegende(n) Rezension(en) des Preistitels durch, da alle Fragen, die gestellt werden, aus diesen zu beantworten sind. Bitte keine Anrufe vor oder nach diesem genannten Zeitraum und auch bitte keine anderen Telefonnummern benutzen, da sonst das Preisrätsel nicht problemlos vonstatten gehen kann. Wer zu diesem Zeitpunkt nicht durchkommt, versucht es bei einem anderen Preisrätsel einfach nochmal, da wir ja laufend solche hier veranstalten.
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Tor zur Apokalypse

Erstellt von Werner Karl am 12. März 2010

tor-zur-apokalypseScott & David Tipton
Star Trek – The Next Generation: Tor zur Apokalypse

Star Trek: Intelligence Gathering, Paramount, USA, 2008/09
Cross Cult, Ludwigsburg, 12/2009
SC, Comic, SF, Action
ISBN 9783941248441
Aus dem Amerikanischen von Christian Langenhagen
Titelillustration von David Messina
Zeichnungen von David Messina, Mirco Pierfederici, Gianluigi Gregorini
und Sara Pichelli, Farben von Ilara Treaversi und Giovanna Niro

www.cross-cult.de
http://davidmessinart.blogspot.com/
http://mircopierfederici.blogspot.com/
http://sara-pichelli.blogspot.com/

Obwohl der neue „Star Trek“-Film das alte Universum des Raumschiffs Enterprise in eine andere Realität verbannt hat, werden Autoren und Künstler doch nicht müde, die Geschichte der Helden aus den letzten Fernsehserien weiter zu spinnen, weil sicher sein dürfte, dass diese nicht mehr offiziell fortgesetzt werden. So sind Tür und Tor für Neuinterpretationen geöffnet, auch wenn diese noch in der Zeit stattfinden, die von der Serie abgedeckt werden. So ist „Star Trek – The Next Generation: Tor zur Apokalypse“ vermutlich in der sechsten oder siebten Staffel der Serie angesiedelt.

Es sieht zunächst wie ein kleinerer Routinezwischenfall aus, als die U.S.S. Enterprise zum modernsten Archiv der Föderation gebeten wird, um dort bei der Reparatur des positronischen Gehirns zu helfen. Immerhin sind mit Geordi La Forge und Data zwei Fachleute an Bord. Gerade von Letzterem erhofft man sich die meiste Unterstützung, ist er doch die bekannteste künstliche Lebensform. Allerdings stellt der Androide dann auch die entscheidende Frage, die alle Menschen innehalten lässt: Haben sie überhaupt das Recht, die künstliche Intelligenz zu vernichten, die sich im Archiv entwickelt haben könnte, nur weil sie plötzlich ein eigenständiges Bewusstsein besitzt?

Dann untersucht ein Außenteam seltsame Vorgänge auf einem Planeten, muss sich aber zurückziehen und fliehen, weil sie ohne ersichtlichen Grund von ziemlich aggressiven Planetenbewohnern angegriffen werden, die nur ein Ziel haben: sie zu töten. Derweil geht die Enterprise einem Notruf nach. Ein Schiff der Föderation, die Jackson, scheint in Not geraten zu sein; der Captain spricht von einem Hüllenbruch. Doch auch das erweist sich als nicht ganz richtig. Das macht Jean-Luc Picard stutzig, und er beginnt nach Zusammenhängen zu suchen, die vorher noch nicht da waren. Und tatsächlich führt die Spur zu ihm nicht ganz unbekannten Personen und einer überraschenden Erkenntnis …

Tatsächlich liest sich die Miniserie wie eine Episode aus der Reihe. Die bekannten Figuren tauchen so auf, wie man es gewohnt ist, und ein Rätsel nach dem anderen tut sich vor den Helden auf, das sich langsam aber sicher zu einem Muster zusammen fügt. Das alles wird mit ein wenig Action und Drama garniert, bis zum Höhepunkt, in dem das gesamte Komplott offen gelegt wird. Von der Stimmung her ist die Geschichte gelungen, auch wenn sie nicht wirklich spannend ist, da zu wenige Hinweise früh genug eröffnet werden und die Lösung eher simpel wirkt. Aber sie kann zumindest inhaltlich mit den meisten verfilmten Episoden mithalten.

Allerdings sollte man schon etwas mit den Nebenfiguren anfangen können, um überhaupt das Verhalten und die Beziehungsgefüge zwischen ihnen zu verstehen, da es keine besonderen Erläuterungen dazu gibt. Die Illustrationen sind leider ebenso durchschnittlich, da die Figuren nur selten wirklich an ihren Gesichtern zu erkennen sind und alles insgesamt recht flächig und detailarm gezeichnet ist. Alles in allem wendet sich „Star Trek – The Next Generation: Tor zur Apokalypse“ in erster Linie an die Fans, die gerade auch die Nebenfiguren und das Universum ein wenig besser kennen und die kleinen Anspielungen auf Episoden der Serie zu verstehen wissen.

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Star Trek – The Next Generation: Tor zur Apokalypse

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Offenbarung 1

Erstellt von Werner Karl am 28. Februar 2010

offenbarung-1S. D. Perry
Offenbarung 1
Star Trek – Deep Space Nine 1

Star Trek – Deep Space Nine: Avatar, Book One, USA, 2007
Cross Cult, Asperg, 10/2009
Taschenbuch, Science Fiction
ISBN 9783941248519
Aus dem Amerikanischen von Christian Humberg
Titelbild von Paramount Pictures Corporation

www.cross-cult.de
www.startrekromane.de
www.fantasticfiction.co.uk/p/s-d-perry/

Die zweite der neuen „Star Trek“-Serien war „Deep Space Nine“. Etwa drei bis vier Jahre nach „The Next Generation“ wurde sie geschaffen, um eine ganz andere Sicht auf das Universum von Genre Roddenberry zu werfen. Diesmal reisten die Menschen nicht in erster Linie durch unbekannten Raum, stattdessen kam er durch ein Wurmloch zu ihnen und mit ihm Völker und Spezies, die bisher noch niemandem bekannt waren. Zum anderen standen Wissenschaft und Glauben immer im Widerstreit zueinander, wenn die Bajoraner – in deren Nähe sich die Station befand – wieder einmal ihren Weg gingen und nicht den von der Föderation gewohnten, vor allem in Bezug auf die cardassianischen Erbfeinde, unter deren Besatzung sie über Jahrzehnte gelitten hatten.

Als erste der „Star Trek“-Serien wurde sie düster und mit einem durchlaufenden Handlungsbogen ausgestattet, was nicht zuletzt an der erfolgreichen Konkurrenz lag, die neue Maßstäbe setzte: „Babylon 5“. „Deep Space Nine“ musste wohl oder übel nachziehen und wurde so sehr untypisch für das Universum. Dem tragen auch die Romane Rechnung, die drei Monate nach dem Ende der Fernsehserie spielen. Der Krieg gegen das Dominion mag zu Ende sein, und die Feinde aus dem Gamma-Quadranten können nicht mehr zurückkehren, aber noch gibt es Verbände und Flotten, die die Region durchstreifen und Rache wollen.

Benjamin Sisko, der ehemalige Kommandant der Station, ist zum Volk seiner Mutter zurückgekehrt, was ihn in den Augen der Bajoraner, die die Wurmlochwesen als göttliche Entitäten ansehen, noch mehr zu einem Auserwählten macht und seinen Sohn Jake Sisko gleich mit ihm. Der junge Mann sucht auf einer alten Ausgrabungsstätte auf Bajor Antworten und findet schließlich einige, die ihm nicht ganz so behagen und auch sein noch ungeborenes Halbgeschwisterchen betreffen.

Derweil versucht Kira Nerys, auf „Deep Space Nine“ die Ordnung wieder herzustellen, was gar nicht so einfach ist. Den Posten des Sicherheitschefs hat ausgerechnet Ro Laren übernommen, die bis vor kurzen für den Maquis gegen die Cardassianer gekämpft hat. Zwar weiß sie, wie sie mit den meisten umgehen muss, aber sie hat kaum Rückhalt bei den Angehörigen der Sternenflotte, die sie als Deserteurin sehen. So stehen die beiden Frauen vielen Problemen gegenüber und erhalten nur wenig Unterstützung. Sie ahnen nicht, dass sich die Lage schon bald verschlimmern könnte, denn die „Enterprise“, das Flaggschiff der Föderation, hat eine Entdeckung gemacht, die ihr Leben bald völlig auf den Kopf stellen könnte.

Vor allem Fans der Serie dürften die neure Romanreihe lieben. Es gibt ein Wiedersehen mit den alten Helden aus „Deep Space Nine“ und „The Next Generation“, auch beliebte Nebenfiguren wie Ro Laren wurden zurückgeholt. Die ganzen Auftritte von Captain Picard und seiner Crew oder den Figuren auf der Station und die Entwicklungen auf dieser nehmen allerdings so viel Raum ein, dass die eigentliche Handlung noch nicht in Gang kommt und der Roman selbst offen endet. Bisher gibt es nur Andeutungen, die mit dem Fund der „Enterprise“ und einer alten Prophezeiung zusammen hängen, die Jake auf Bajor entschlüsselt. Dementsprechend flach ist die Spannungskurve und zieht erst zum Ende hin an, so dass man gar nicht anders kann, als sich auch noch den zweiten Band zuzulegen.

Alles in allem machen die Autoren ihre Arbeit sehr gut. Die Figuren sind klug und glaubwürdig weiter entwickelt, man erkennt sie problemlos wieder und ist gespannt, wie sie mit den neuen Gegebenheiten zurechtkommen. Da man schon wissen sollte, wie die Serie endete, wenden sich die Romane in erster Linie an die Fans und nicht an Gelegenheitsleser. Und die werden durch das erste Buch von „Offenbarungen“ neugierig gemacht, wie es denn auf „Deep Space Nine“ weiter geht.

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Offenbarung 1

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Offenbarung 2

Erstellt von Werner Karl am 10. Februar 2010

offenbarung-21S. D. Perry
Offenbarung 2
Star Trek – Deep Space Nine 2

Star Trek – Deep Space Nine: Avatar, Book Two, USA, 2007
Cross Cult, Asperg, 12/2009
Taschenbuch, Science Fiction
ISBN 9783941248526
Aus dem Amerikanischen von Christian Humberg
Titelbild von Paramount Pictures Corporation

www.cross-cult.de
www.startrekromane.de
www.fantasticfiction.co.uk/p/s-d-perry/

Die beiden Romane „Offenbarung“ von S. D. Perry sind drei Monate nach dem Ende der Serie angesiedelt. Zwar ist der Krieg gegen das Dominion inzwischen zu Ende, und die übermächtigen Gegner haben sich in ihren Quadranten zurückgezogen, aber es gibt immer noch Splittergruppen ihrer Gefolgsleute, die Rache und Kampf wollen. Auch in der Föderationen und ganz besonders auf Bajor und der Raumstation leckt man sich die Wunden. Das Kommando über „Deep Space Nine“ führt nun Kira Nerys. Sie versucht, die Fäden in der Hand zu halten, was nicht ganz so einfach ist, da eine uralte Prophezeiung ihres Volkes für neue Unruhe sorgt. Denn diese sagt nicht nur voraus, dass ausgerechnet das zweite Kind ihres Vorgängers Benjamin Sisko der Friedensbringer für ihr Volk sein wird, sondern auch noch, dass dessen Geburt der Verlust von zehntausend Leben voran gehen muss.

Mit der Meinung, dass dies nicht sein soll und vor allem der Bevölkerung ihrer Heimat kundgetan werden muss, weil schon jemand gestorben ist, der das auch tun wollte, stellt sie sich gegen die Vedeks, die Hüter des Glaubens. Und als sei das nicht genug, bricht Jake Sisko in einem Shuttle auf, um seinen Vater aufzusuchen, der selbst zur Hälfte ein Wurmlochwesen ist und als letztes Versprechen bei ihnen geblieben ist. Derweil bringt das Raumschiff ‚Enterprise’ eine kostbare Fracht nach Bajor zurück: den lange verloren geglaubten ‚Drehkörper der Erinnerung’. Und zu guter Letzt sorgt auch noch ein Jem’Hadar für Unruhe, der angeblich eine Nachricht von Odo bringt. Doch ob dies stimmt, ist nicht ganz so einfach zu beweisen und führt beinahe zu einer Katastrophe.

Wirklich voran kommt die Geschichte in diesem Band nicht. Zwar werden die Fäden aus dem ersten Band weiter gesponnen, und viele aus „Deep Space Nine“ und „The Next Generation“ bekannte Figuren erhalten einen Auftritt, selbst der bei seinem eigenen Volk zurück gebliebene Odo, aber nur wenige Fragen werden beantwortet, Beziehungen zwischen den Figuren geknüpft und weiter entwickelt – mehr nicht. Ein wirklich großer Konflikt bleibt aus, ebenso wie die Auflösung der Geheimnisse. Die Figuren kommen ein Stück weiter, aber nicht wirklich an ihr Ziel. Und das ist schon ein wenig frustrierend, zumal der erste Band der Geschichte ähnlich gewichtet war. Es gibt leider keinen Höhepunkt in dem Buch, das eher dahin plätschert und eine Szene an die andere reiht, nur die Hoffnung bleibt, weitere Antworten vielleicht im nächsten Band zu erhalten.

Alles in allem wendet sich „Offenbarung – Buch zwei“ vor allem an Fans der „Star Trek“-Serien, insbesondere „Deep Space Nine“, die gerne wissen wollen, wie sich die Situation auf der Station und Bajor weiter entwickelt, was ihre Helden noch alles erleben, und die nichts dagegen haben, dass sie noch ein wenig länger hingehalten werden. (3xPRT)

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Offenbarung 2

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