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neuauflage

Goldprinz

Erstellt von Werner Karl am 12. Juni 2011

Claudia Toman
Goldprinz
Olivia 3

Diana-Verlag, München, 04/2011
TB, Romantic Fantasy, Urban Fantasy
ISBN 978-3-453-35497-5
Titelgestaltung von t. mutzenbach design, München

www.diana-verlag.de
http://claudiatoman.blogspot.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Olivia observiert schon seit Tagen die Wohnung ihres verschollenen Traumprinzen Adrian. Durch einen merkwürdigen Zufall stößt sie auf einen Hinweis, wo er zu finden ist. Bei ihren weiteren Recherchen wird sie von der Organisation Deus ex Machina in ihrer absoluten Hassfarbe Fuchsia-Rot mit allerlei Agentenmaterial ausgestattet. Dazu gehören Stiefeletten, die einen leichten Fuß machen und superbequem sitzen, ein Mantel, der dem Träger immer eine angenehme Wohlfühltemperatur garantiert, und eine Handtasche, die immer genau die Dinge enthält, die man in gewissen Momenten braucht. Ferner erhält sie ein interessantes H-Phone (sieht aus wie ein I-Phone), mit dem sie sogar das Wetter beeinflussen kann.

So ausstaffiert begibt sie sich wieder auf die Jagd nach Adrian. Unterwegs begegnet ihr die geheimnisvolle Katze Marley. Diese kann telepathisch mit Olivia kommunizieren. Die rekrutierte, nagelneue Agentin hat kaum Zeit, sich zu wundern, denn eine große Gefahr für die Menschheit zieht herauf. Es ist die Baufirma WWS. Deren in rote Overalls gekleidete Mitarbeiter verteilen überall auf der Welt Steckbriefe von Olivia. Eine geheimnisvolle Bestie macht ebenfalls Jagd auf sie. Das alles macht der gebeutelten Heldin so richtig zu schaffen, doch sie hat ja Marley.

Dies ist der dritte Band über Olivia, eine Frau auf der Suche nach dem Mann fürs Leben, und zugleich der Abschlussband der Trilogie. Die Autorin betont, dass es ihr wichtig war, dass die Bücher auch einzeln gelesen werden können; zwischendurch wäre es aber doch von Vorteil, die Vorgänger-Bände zu kennen. Die Heldin stöckelt hier buchstäblich von einem Abenteuer zum nächsten. In ihrer Verzweiflung, Adrian zu finden, schreckt sie weder vor Einbruch noch Diebstahl zurück. Die Autorin beschreibt mit reichlichem Wortwitz und extrem schwarzem Humor die irrwitzigen Situationen, in die die Heldin stolpert. Die Geschichte ist gespickt mit vielen Anspielungen und Zitaten aus bekannten Filmen und Gedichten, vor allem von William Shakespeare.

Sehr modern werden die märchenhaften Erlebnisse erzählt, über die sich die Leserschaft köstlich amüsieren dürfte. Eine Katze, mit der man sprechen kann, ist doch der heimliche Wunsch von fast jeder Frau ab 40, die morgens, statt einen Mann im Bett vorzufinden, einen Futternapf füllen muss. Die Heldin Olivia ist sehr sympathisch und wirkt leicht chaotisch. Frauen, die ihre biologische Uhr ticken hören, dürften dieser Protagonistin sehr große Sympathie entgegenbringen. Auch die Gegenspieler und die Orte, an der die Abenteuer von Olivia stattfinden, wirken sehr real. Immerhin bieten sich so interessante Ziele an, wie London oder New York. Zwar spricht der Roman eindeutig Frauen ab Mitte dreißig an; für jüngere Leserinnen könnte diese humorige Adaption eines Fantasy-Märchens aber ebenfalls interessant sein.

Copyright © 2010 by Petra Weddehage (PW)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Die Hexengabe

Erstellt von Werner Karl am 19. Februar 2011

Beatrix Mannel
Die Hexengabe

Diana Verlag
ISBN 978-3453354258
Historischer Roman
Originalausgabe 2010
Umschlaggestaltung t.mutzenbach design, München
Taschenbuch, 576 Seiten

www.diana-verlag.de
www.beatrix-mannel.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin

Wer die Homepage der 1961 in Hessen geborenen Autorin besucht, erfährt, dass ihre Liebe zum Schreiben bereits früh entstand und etwas damit zu tun hat, dass sie etwas schaffen wollte, das Bestand hat, das man Zitat: „immer wieder anfassen, betrachten, unters Kopfkissen legen kann. Etwas, in dem man Veilchen pressen, Sandkörner transportieren, einen wackelnden Tisch ruhigstellen, Notizen machen kann“.

Das war 1996. Heute – 2011 – sind mehrere Bücher von ihr bei verschiedenen Verlagen erschienen. Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Mit „Die Hexengabe“ erscheint im Diana-Verlag ihr erster historischer Roman. Doch Mannel schreibt nicht nur selbst, sie gibt auch kreative Schreibworkshops für jung und alt – sprich für solche, die ihre Leidenschaft teilen.

Zum Buch

Ich mag historische Romane, ich mag fantastische Romane. Der Text auf dem Buchrücken verspricht beides.

Zitat

Nürnberg 1697: Rosa ist begabt und schön und doch scheint sie verflicht zu sein. Denn an ihrer linken Hand hat sie einen sechsten Finger, den sogenannten Hexenfinger. Als ihr Vater unerwartet stirbt, möchte man sie deshalb nur zu gern loswerden. Aber sie ringt dem Rat der Stadt ein Ultimatum ab:  Gelingt es ihr, binnen zwei Jahren ihren Neffen, den einzigen männlichen Erben, aus Ostindien zu holen, darf die Familie die Spielkartendruckerei des Vaters weiterführen. Auf der gefahrvollen Reise leistet ausgerechnet ihr sechster Finger wertvolle Dienste – denn mit seiner Hilfe kann Rosa erkennen, wenn jemand lügt …

Meine Meinung

Das klang schon mal spannend und ich machte mich neugierig ans Werk. Tatsächlich brachte Mannel mich in eine farbenfrohe und gleichzeitig recht trost- und für Frauen erschreckend rechtlose Welt. Rosas abenteuerliche Aufgabe wird dadurch erschwert, dass jemand einen Mörder auf ihre Spur hetzt und dass ihr vermeintlicher Vater gar nicht ihr Vater ist. Hat ihr Finger, das vermeintlich fantastische Element in dieser Geschichte geholfen? Obwohl er irgendwie dazu beigetragen hat, ihre Aufgabe zu lösen, würde ich eher nein sagen.

Es gibt tatsächlich Passagen in der Geschichte, die immer wieder dafür sorgten, dass ich weiterlas. Spannung kam dennoch nicht wirklich auf. Für meinen Geschmack beginnt Rosas Abenteuer und ihr Aufbruch in eine ferne Welt überaus schleppend und dehnt sich etwas, während das Ende mit der Rückkehr in ihre Heimat samt der Auflösung des Geheimnisses um ihre Herkunft ziemlich schnell aus der Feder der Autorin geflossen sein muss. Darüber hatte ich aber auch mit gewissen Ungereimtheiten und der enervierenden Blauäugigkeit sowie nahezu fatalistisch wirkenden Edelmütigkeit der Hauptfigur zu kämpfen. Der Entschluss nach Indien zu reisen, passt nicht zu dem Bild, das Mannel zunächst von Rosa zeichnet.

Zwar ist es einerseits relativ nachvollziehbar für mich, dass Rosa ihren Hexenfinger bewusst vor anderen verbirgt (um ihr Leben zu schützen). Andererseits erscheint es wenig logisch, wie sparsam sie ihn einsetzt, um Gefahr abzuwenden oder auch einfach nur weiterzukommen. Noch weniger schlüssig kommt mir die Leichtigkeit vor, mit der sie ihren Neffen im fernen Indien findet und zurückbringt. Das Problem, dass seine Eltern das vielleicht verbieten, hat die Autorin gekonnt aus dem Weg geräumt, indem sie diese … sagen wir mal eliminiert – soweit so gut. Doch immerhin kann Rosa nicht einfach in ein Flugzeug steigen und in Indien ein Fahrzeug anmieten. Und Geld, damit sie eine Art mittelalterlichen All-Inklusive-Reisegutschein buchen kann, hat sie auch nicht. Außerdem weiß sie weder, wo genau ihr Neffe sich befindet, noch wie dieser aussieht. Beides nicht ganz unabdingbar, wenn ich mir vorstelle, einen kleinen Jungen in einem mir völlig unbekannten Land zu suchen. Einem Land, dessen Sprache ich nicht spreche, dessen Gewohnheiten ich nicht kenne, etc.

Und in meiner Vorstellung eine Frau bin, die bis dato nicht über Nürnbergs Grenzen hinausgekommen ist. Wenn ich dazu noch davon ausgehe, wie sehr ihr das Überleben ihrer kleineren Schwestern und ihrer Mutter am Herzen liegt und welchen Aufwand sie betreibt bzw. welches Risiko sie mit der Reise eingeht, um diese zu retten, überrascht mich andererseits der Mangel an Fantasie. Da wären ganz andere Lösungen meines Erachtens viel naheliegender gewesen. Aber geradezu heroisch hält Rosa an ihrem Plan „ihren“ Neffen nach Nürnberg zu holen fest und wird für ihren Einsatz durch haarsträubend glückliche Zufälle belohnt. Hierbei bedient sich die Autorin eines Perspektivwechsels. Einmal beschreibt Mannell Rosas Geschichte und dann die einer Sklavin, die entscheidend für Rosas Heimkehr ist. Was im Grunde genommen spannend sein könnte, allerdings so vorhersehbar ist, dass besagte Spannung nicht wirklich aufkommen möchte.

Fazit

Eins der Bücher, das mich sehr gespalten zurücklässt. Einerseits kann ich sagen, dass Mannels Schreibstil flüssig und das Buch gut formuliert ist. Bestimmte Ideen klingen spannend, lassen mich aber angesichts der Auflösung eindeutig frustriert ausatmen. Bestimmte Passagen sind zu sehr gedehnt, andererseits fehlt eindeutig etwas.

Die Welt ist klein – selbst wenn man davon ausgeht, dass die Protagonistin für ihre Aufgabe einmal von Nürnberg nach Indien und wieder zurück reisen muss. Mein Herz ist rein – so rein, dass einfach alles gut ausgehen muss. Die Mischung aus beidem lässt mich der Geschichte auf einer Skala von 1 bis 5 Punkte 2 Punkte geben. Die gibt es für die zwischendurch trotzdem vorkommenden guten Passagen in einer ansonsten leider eher flachen Geschichte.

Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Magdalenas Garten

Erstellt von Werner Karl am 9. Januar 2011

Stefanie Gerstenberger
Magdalenas Garten

(sfbentry)
Diana Verlag
ISBN 978-3-453-29103-4
Liebe & Romantik
Erschienen: 23. August 2010
Covergestaltung | Artwork: t.mutzenbach design, München
unter Verwendung eines Fotos von plainpicture
Autorenfoto: atelier à la carte, Osnabrück
Hardcover, 448 Seiten

www.diana-verlag.de
www.stefaniegerstenberger.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Stefanie Gerstenberger, 1965 in Osnabrück geboren, studierte Deutsch und Sport, bis sie erkannte, niemals Lehrerin werden zu wollen. Nach einem Wechsel in das Hotelfach lebte und arbeitete sie auf Elba und Sizilien, in der Karibik und in San Francisco. Die Reiserei fand 1993 in Köln ein Ende, wo sie als Requisiteurin Polizei-Serien, Krimis und Liebesfilme ausstattete und dabei den Schauspieler Thomas Balou Martin kennen lernte, mit dem sie heute verheiratet ist und zwei Kinder hat.

Zum Buch:

Mit „Magdalenas Garten“ entführt die Autorin Stefanie Gerstenberger den Leser ein weiteres Mal nach Italien, diesmal auf die Insel Elba.

Magdalena ist dreißig Jahre alt und bei ihren Großeltern in Deutschland aufgewachsen, nachdem ihre Mutter früh verstorben ist und der Vater scheinbar unbekannt. Ein Italiener soll er sein und von der Insel Elba soll er stammen, aber Magdalenas Großeltern wollen über diesen Mann nicht reden.

So macht sich Magdalena mit einer Fotografie ihres Vaters aus dem Jahre 1979 und einer Reisegruppe nach Elba auf um dort nach ihren Wurzeln zu suchen. Italienisch hat sie gelernt und sich mit Land und Leuten beschäftigt. Schnell scheint sie vor Ort fündig zu werden, doch dann hat sie mit ihrem Roller einen Unfall und muss zunächst einmal gesund werden. Hierbei helfen ihr Nina, die am Unfall nicht unbeteiligt war und Matteo. Die beiden jungen Leute warten auf eine Anstellung im Ort und bemühen sich sehr um Magdalena. Aber irgendetwas ist auch mit den Beiden nicht ganz in Ordnung. Nina reagiert oft sehr merkwürdig. Weiß sie etwas über Magdalenas Vater oder hat ihr Verhalten ganz andere Ursachen?

Wie schon in ihrem ersten Roman „Das Limonenhaus“ beschreibt Stefanie Gerstenberger auch in ihrem neuen Buch wunderschön die Landschaft Italiens und den dortigen Lebensstil. Als Leser versinkt man mehr als einmal in Gedanken und träumt sich dorthin, in südliche Gefilde, den Duft eines Zitronenhains in der Nase.

Hinter der Geschichte an sich, steckt eine interessante Idee, die mich auch zu Beginn des Buches sehr neugierig gemacht hat. Leider ist die Suche nach Magdalenas Vergangenheit in der Umsetzung etwas zu langatmig geraten und zu viele Nebenschauplätze lenken den Leser hier ab und stören den Fluss der Handlung. Hier hätte sicher an der einen oder anderen Stelle etwas gekürzt werden können ohne der Geschichte an sich zu schaden. Auch kann die Person Magdalena mich nur gegen Ende des Romans wirklich überzeugen. Zu Beginn erweckt sie zu oft den Eindruck noch unreif zu sein indem sie sich zu leicht und unüberlegt in neue Situationen stürzt.

Die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen retten die Geschichte die, alleine genommen, nicht wirklich überzeugen kann. Ein Buch für Liebhaber südlicher Gefilde, speziell Italiens.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Jagdzeit

Erstellt von Werner Karl am 9. Juni 2010

jagdzeitClaudia Toman
Jagdzeit

Diana Verlag
Verlagsgruppe Random House
ISBN 978-3-453-35399-2
Fantasyroman
Originalausgabe 05/2010
Umschlaggestaltung | Hauptmann & Kompanie Werbeagentur,
Zürich, Teresa Mutzenbach
Taschenbuch, 336 Seiten

www.diana-verlag.de
www.claudiatoman.blogspot.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Claudia Toman wurde 1978 in Wien geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie zu etwa gleichen Teilen in Mittelerde, Phantasien, Märchenmond und Derry, Maine. Nach dem Schulabschluss packte sie die Theatersucht, und so arbeitete sie als Regisseurin und Regieassistentin in Wien, Tokio und Tel Aviv. Seit 2001 betreut sie die Vorstellungen der Kinderoper an der Wiener Staatsoper. Ihr Leben teilt sie mit einer eigenwilligen Katzendame. „Jagdzeit“ ist nach „Hexendreimaldrei“ ihr zweiter Roman.

Zum Buch:

Oliva treibt es für einige Tage aus der Stadt hinaus, in das kleine Bergdorf W., in dem sie hofft bei einem Blind Date den Mann fürs Leben zu finden. Gleichzeitig sollen das Wochenende und die Abwechslung ihr aus der derzeitigen Schreibblockade heraushelfen.

Bereits zu Beginn ihres Aufenthaltes macht Olivia die Feststellung, dass sämtliche Bewohner des Dorfes sich merkwürdig verhalten. Olivia fühlt sich unwohl. Auch dem anderen Besucher des Ortes, einem Privatdetektiv namens Adrian Alt gegenüber, der die Angewohnheit hat, seine Getränke nur aus geschlossenen Behältern, wie Dosen und Tetra Packs, zu sich zu nehmen, steht Olivia skeptisch gegenüber. Die Dorfbewohner selbst scheinen allen Fremden gegenüber argwöhnisch und wollen keine Eindringlinge in ihrem Dorfleben dulden.

Nachdem Olivia herausgefunden hat, dass die Bewohner des Ortes entweder sehr alt werden oder schon im frühen Kindesalter sterben, überschlagen sich die Ereignisse. Und so findet Olivia sich alsbald im nahe gelegenen Wald wieder. Eine Stadtpflanze mit Stöckelschuhen inmitten der Natur und das ohne erforderliche Hilfsmittel. Nicht nur ihren eigenen Ängsten ausgesetzt, begegnet Olivia dort auch noch sprechenden Waldkäuzen und Wölfen und schließlich sogar einer Hexe. Jedenfalls mangelt es Olivia hier nicht an Inspirationen.

Mit ihrem zweiten Roman Jagdzeit entführt uns die Autorin Claudia Toman in die unterschiedlichsten Genre der Literatur und lässt sicherlich jeden Leser mit der Frage zurück: Was genau habe ich denn da jetzt gelesen? Ein wenig von allem würde ich sagen: Krimi, Fantasy, Frauenroman. Die Geschichte rund um die Protagonistin Olivia ist abenteuerlustig, humorvoll, spannend und vieles mehr. Bereits die Person Olivia selbst ist eine gelungene Mischung.

Sehr schön werden im Buch die Zeitsprünge gelöst. Im Präsens schildert die Autorin den Aufenthalt von Olivia im Wald aus deren Sicht, also in der Ich-Form. Alles was vorher geschah wird auch aus Olivias Sicht, aber in der Vergangenheit geschildert. Schließlich begleitet den Leser auch noch ein dritter Handlungsstrang, der die Dinge aus Sicht des Privatdetektivs Adrian Alt beleuchtet.

Wenngleich Olivias Erlebnisse im Dorf W. und im Wald etwas kurios erscheinen, so bringt doch das Ende eine logische Erklärung mit sich. Eine Erklärung die, wie das ganze Buch, einem Märchen entnommen zu sein scheint. Eine wunderschöne Idee eines Genre Mix, geschickt umgesetzt. Eine Geschichte, an der nicht nur das weibliche Geschlecht Gefallen finden dürfte.

Das Buch kann unbedenklich auch ohne Kenntnis des Vorgängerbuches Hexendreimaldrei gelesen werden. Auf den dritten Teil darf man sicher jetzt schon gespannt sein….

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Und für alle, die die Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen möchten, hier der Hinweis auf das Vorgängerbuch:

Hexendreimaldrei

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Jagdzeit

Erstellt von Werner Karl am 29. Mai 2010

jagdzeitClaudia Toman
Jagdzeit

Diana Verlag
Verlagsgruppe Random House
ISBN 978-3-453-35399-2
Fantasyroman
Originalausgabe 05/2010
Umschlaggestaltung | Hauptmann & Kompanie Werbeagentur,
Zürich, Teresa Mutzenbach
Taschenbuch, 336 Seiten

www.diana-verlag.de
www.claudiatoman.blogspot.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Claudia Toman wurde 1978 in Wien geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie zu etwa gleichen Teilen in Mittelerde, Phantasien, Märchenmond und Derry, Maine. Nach dem Schulabschluss packte sie die Theatersucht, und so arbeitete sie als Regisseurin und Regieassistentin in Wien, Tokio und Tel Aviv. Seit 2001 betreut sie die Vorstellungen der Kinderoper an der Wiener Staatsoper. Ihr Leben teilt sie mit einer eigenwilligen Katzendame. „Jagdzeit“ ist nach „Hexendreimaldrei“ ihr zweiter Roman.

Zum Buch:

Oliva treibt es für einige Tage aus der Stadt hinaus, in das kleine Bergdorf W., in dem sie hofft bei einem Blind Date den Mann fürs Leben zu finden. Gleichzeitig sollen das Wochenende und die Abwechslung ihr aus der derzeitigen Schreibblockade heraushelfen.

Bereits zu Beginn ihres Aufenthaltes macht Olivia die Feststellung, dass sämtliche Bewohner des Dorfes sich merkwürdig verhalten. Olivia fühlt sich unwohl. Auch dem anderen Besucher des Ortes, einem Privatdetektiv namens Adrian Alt gegenüber, der die Angewohnheit hat, seine Getränke nur aus geschlossenen Behältern, wie Dosen und Tetra Packs, zu sich zu nehmen, steht Olivia skeptisch gegenüber. Die Dorfbewohner selbst scheinen allen Fremden gegenüber argwöhnisch und wollen keine Eindringlinge in ihrem Dorfleben dulden.

Nachdem Olivia herausgefunden hat, dass die Bewohner des Ortes entweder sehr alt werden oder schon im frühen Kindesalter sterben, überschlagen sich die Ereignisse. Und so findet Olivia sich alsbald im nahe gelegenen Wald wieder. Eine Stadtpflanze mit Stöckelschuhen inmitten der Natur und das ohne erforderliche Hilfsmittel. Nicht nur ihren eigenen Ängsten ausgesetzt, begegnet Olivia dort auch noch sprechenden Waldkäuzen und Wölfen und schließlich sogar einer Hexe. Jedenfalls mangelt es Olivia hier nicht an Inspirationen.

Mit ihrem zweiten Roman Jagdzeit entführt uns die Autorin Claudia Toman in die unterschiedlichsten Genre der Literatur und lässt sicherlich jeden Leser mit der Frage zurück: Was genau habe ich denn da jetzt gelesen? Ein wenig von allem würde ich sagen: Krimi, Fantasy, Frauenroman. Die Geschichte rund um die Protagonistin Olivia ist abenteuerlustig, humorvoll, spannend und vieles mehr. Bereits die Person Olivia selbst ist eine gelungene Mischung.

Sehr schön werden im Buch die Zeitsprünge gelöst. Im Präsens schildert die Autorin den Aufenthalt von Olivia im Wald aus deren Sicht, also in der Ich-Form. Alles was vorher geschah wird auch aus Olivias Sicht, aber in der Vergangenheit geschildert. Schließlich begleitet den Leser auch noch ein dritter Handlungsstrang, der die Dinge aus Sicht des Privatdetektivs Adrian Alt beleuchtet.

Wenngleich Olivias Erlebnisse im Dorf W. und im Wald etwas kurios erscheinen, so bringt doch das Ende eine logische Erklärung mit sich. Eine Erklärung die, wie das ganze Buch, einem Märchen entnommen zu sein scheint. Eine wunderschöne Idee eines Genre Mix, geschickt umgesetzt. Eine Geschichte, an der nicht nur das weibliche Geschlecht Gefallen finden dürfte.

Das Buch kann unbedenklich auch ohne Kenntnis des Vorgängerbuches Hexendreimaldrei gelesen werden. Auf den dritten Teil darf man sicher jetzt schon gespannt sein….

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Und für alle, die die Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen möchten, hier der Hinweis auf das Vorgängerbuch:
Hexendreimaldrei
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Das Herz der Tänzerin

Erstellt von Werner Karl am 18. März 2010

das-herz-der-tanzerinVictoria Hislop
Das Herz der Tänzerin

Verlag: Diana HC
Pappband mit Schutzumschlag
Originaltitel: The Return
ISBN: 9783453290693
Übersetzt von Felenda, Angelika
Umfang: 512 Seiten

www.diana-verlag.de
www.randomhouse.de

Die Liebe, Kampf ums Überleben, das Schicksal und die schmerzhafte Trennung einer Familie mit verschiedenen politischen und somit gefährlichen Ansichten in den 30iger Jahren des 20.Jahrhunderts bilden die Grundlage der Geschichte um die Familie Ramirez während des spanischen Bürgerkriegs. Man taucht in die Erzählung ein, indem zunächst eine Rahmenhandlung aufgebaut wird. Sonia, eine unglücklich verheiratete Engländerin um die Dreißig, entdeckt ihre Liebe zum Tanz, indem sie mit ihrer Freundin Maggie während eines Urlaubs in Grenada einen Salsa-Tanzkurs belegt. In einer Bar lernt sie den älteren Besitzer Miguel kennen, dessen Erzählungen sie faszinieren.

Sie lernt durch ihn die Geschichte der Familie Ramirez kennen, deren Sohn Ignacio als berühmter Matador auf einem Plakat in der Bar abgebildet ist. Die weiteren Söhne, Antonio – der älteste und Emilio – ein sensibler und feinfühliger Gitarrist sowie die im tänzerisch talentierte Tochter Mercedes wachsen in Grenada auf. Ihre Eltern, Pablo und Concha führen hier eine Bar. Mercedes ist in ihrem Leben dem Tanz verfallen, schon als Mädchen tanzt sie als Flamencotänzerin und verliebt sich im jugendlichen Alter in Javier, einen ausgezeichneten Gitarristen. Die aufkommenden Wirren des Bürgerkriegs entzweien die Familie sowie Javier und Mercedes recht bald: Ignacio verteidigt seine faschistischen Standpunkte und gilt als Verräter seiner Freunde und Nachbarn, so dass er auf der Strasse von seinen Kontrahenten getötet wird. Emilio wird aufgrund seiner Homosexualität verhaftet und überlebt seine Gefangennahme nicht. Auch Pablo wird eingesperrt, weil seine Frau am Radio den falschen Sender eingestellt hat. Antonio macht sich mit Freunden auf, um an der Front gegen Franco zu kämpfen und Mercedes entscheidet, sich auf die Suche nach Javier zu begeben. Doch ihre lange Suche bleibt erfolglos und aufgrund der politischen Lage entscheidet sie sich zur Überfahrt und Bleibe in England.

Ich gebe zu, dass ich aufgrund der Leseprobe eine etwas andere Vorstellung über diesen Roman hatte. Der Hauptbestandteil der Geschichte ist eindeutig der spanische Bürgerkrieg und das damit verbundene Leid und Elend der Menschen. An den Familienmitgliedern der Familie Ramirez wird erzählt, wie unterschiedlich der Krieg das Schicksal der Menschen lenkt. Verrat, Erschießungen, Hunger, Armut und Angst vor Folter, ausgelöst von einem Anführer (Franco), welches ein ganzes Land in sich zerbricht. Hier haben die Anfänge einer Liebesgeschichte keine Chance, es wird deutlich, dass hier nur noch das Überleben zählt. Der Flamenco bildet hierzu eine wortlose Ausdrucksweise über die Verarbeitung der Ereignisse im Tanz und Aufarbeitung des erfahrenen Leids.

Das Buch ist sehr gefühlvoll, wirkt auf mich aber auch sehr beklemmend aufgrund der Kriegsschilderungen. Es liest sich sehr flüssig, teilweise entstehen meines Erachtens jedoch Längen, die sich mir zu sehr im Kriegsgeschehen verlieren. Traurig ist auch die ziellose und hoffnungslose Suche von Mercedes nach Javier, welcher im Gefängnis festgehalten wird und seine Leidenschaft als „Guitarrista“ nicht mehr ausüben kann. Da hatte ich mir – leider- einen anderen Ausgang gewünscht. Das „Herz der Tänzerin“ kommt mir etwas zu kurz im Geschehen. Aber auch dies passt zu dem, was uns die Autorin vermutlich vermitteln möchte: Dass durch den Krieg alle Hoffnungen jeglicher Art gewaltsam zunichte gemacht werden…

Sonia als Person bildet den Rahmen der Geschichte zu Beginn und am Ende. Ab und zu werden kurze Passagen von ihr eingesetzt. Erst spät bemerkt sie, dass auch ihr Leben mit der Familie Ramirez verstrickt ist und ihr weiteres Leben noch stark prägen wird. Mehr sei noch nicht verraten…

Das Cover des Buches ist sehr freundlich gehalten, ein tanzendes Paar, umgeben von Blumen und Vögeln in frischen Pastellfarben vermittelt eine stimmungsvolle Fröhlichkeit. Dies steht etwas im Kontrast zur eigentlichen Geschichte, vielleicht ist es auch die Wehmut nach Liebe, Tanz und Zweisamkeit. Daher gefällt mir die Gestaltung grundsätzlich sehr gut. Fazit: Ein empfehlendwerte s Buch, wenn man weiß, worauf man sich einlässt. Ohne Frage ein sehr anspruchsvoller Roman, mit dem Krieg als gewichtiger Hintergrund einer Familiengeschichte, der ein normales Leben nicht zulässt.

Copyright © 2010 by Sandra Stockem (ss)
 
Titel erhältlich bei Buch24.de
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Das Limonenhaus

Erstellt von Werner Karl am 22. Februar 2010

das-limonenhausSimone Gerstenberger
Das Limonenhaus

Diana Verlag München
Taschenbuch
Liebe & Romantik
Umfang 448 Seiten
Umschlagmotiv: mauritius images / Botanica
ISBN 9783453354289

www.diana-verlag.de

Die Autorin:

Stefanie Gerstenberger, 1965 in Osnabrück geboren, studierte Deutsch und Sport, bis sie erkannte, niemals Lehrerin werden zu wollen. Nach einem Wechsel in das Hotelfach lebte und arbeitete sie auf Elba und Sizilien, in der Karibik und in San Francisco. Die Reiserei fand 1993 in Köln ein Ende, wo sie als Requisiteurin Polizei-Serien, Krimis und Liebesfilme ausstattete und dabei den Schauspieler Thomas Balou Martin kennen lernte, mit dem sie heute verheiratet ist und zwei Kinder hat.

Meine Meinung zum Buch:

Das Limonenhaus von Stefanie Gerstenberger ist ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Bereits das Buchcover verspricht ganz klar italienisches Flair und so soll es denn auch sein. Alte Häuser, Zitronen, Limonen, Limoncello und viele Dinge mehr entführen den Leser in die geheimnisvolle Welt Siziliens und zu deren Bewohnern. Der Klappentext verspricht noch viel mehr.

Gleich zu Anfang des Buches lernen wir Lella kennen, die seit Jahren in Köln lebt und in Deutschland aufgewachsen ist. Ihr Zwillingsbruder Leonardo verstarb vor einiger Zeit und nun reist Lella nach Sizilien, da auch ihre Schwägerin und die Mutter ihrer Nichte Matilde gestorben ist. Von dieser Reise dürfen ihre Eltern, die seit jeher in Köln eine Pizzeria betreiben, nichts erfahren. Bereits der Bruder Leonardo wurde verstoßen als er Gracia geheiratet hat. Das Enkelkind Matilde haben Lellas Eltern bis heute nicht kennen gelernt. Dennoch ist es Lellas Ziel Matilde nach der Beerdigung ihrer Mutter mit zu sich nach Hause, nach Deutschland, zu nehmen.

Im Flugzeug trifft Lella auf Phil, einen jungen Mann, der Lella auf Anhieb sympathisch ist. Phil jedoch ist in festen Händen und möchte auf Sizilien der Heimat seiner Freundin Brigida näher kommen und ihr durch die Erledigung eines Auftrages imponieren. Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Lella und aus Sicht von Phil beschrieben und so erfährt der Leser viel über die Gefühle der Beiden, über ihr Leben, ihre Vergangenheit und auch über ihre Empfindungen füreinander. Schon bald wird klar, dass zwischen Beiden mehr besteht als nur die Sitzplatznachbarschaft im Flugzeug. Dennoch trennen sich ihre Wege auf Sizilien, führen sie jedoch ebenso schnell wieder zueinander. Der Zufall wollte es wohl, dass ein Gepäckstück vertauscht wird und so kann das Abenteuer beginnen.

Lella spürt sehr schnell die Abneigung von Grazias Familie. Im alten Haus ihrer Großmutter nah dem Meer, im Limonenhaus, sucht sie nach Erinnerungen. Leider muss sie feststellen, dass die Familie ihrer Schwägerin wohl bereits alle Erinnerungsstücke an ihren Bruder beiseite geschafft hat. Trauer erfasst sie. Doch da findet sie im Mauerwerk des Hauses ein altes Buch, ein Tagebuch. Dieses Buch offenbart Geheimnisse, die ihr bisher nicht bekannt waren. Lella setzt sich mit Intrigen, Hass und dem Fortbestehen einer großen Familienfehde bis ins Heute und Jetzt hinein auseinander.

Die Beschreibungen im Buch sind wunderschön und mehr als einmal habe ich das Gefühl gehabt mittendrin zu sein in Italien, Urlaubsgefühle zu erleben. Dennoch schwebt über allem diese besondere melancholische Familienstimmung. Der Leser bangt und hofft mit Lella, Matilde und Phil. Einfach nur lesenswert. Ein Bucherlebnis der besonderen Art.

Copyright 2009 by Iris Gasper

Titel bei Buch24.de:
Das Limonenhaus

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