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neuauflage

Lebendig begraben

Erstellt von Werner Karl am 14. Juni 2011

Hugh Walker, Thomas Birker, Joschi Hajek, Christian Daber
Lebendig begraben
Dreamland Grusel 3

Dreamland-Productions, Rüsselsheim, 06/2006
1 Audio-CD, Hörspiel, Horror, Dark-Fantasy
ISBN 978-3-93-906652-4
Laufzeit: ca. 75 Min./20 Tracks
Sprecher: Christian Rode, Fabian Harloff, Gisela Trowe, Kerstin Draeger, Peter Joseph Schmitz u. a.
Musik von Carsten Bohn, Tom Steinbrecher & Mario Cuneo
Titelillustration und Layout von Daniel Theilen
1 Booklet

www.ts-dreamland.de/index2.html
www.hughwalker.de
www.bignote.de/
www.tom-steinbrecher.de
www.studiomariocuneo.it/
www.daniel-theilen.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Gerhard Bermann wird beinahe bei lebendigem Leib begraben. Im letzten Augenblick wird er vor diesem grausigen Schicksal bewahrt. Scheinbar wollte jemand den Mann vergiften, und bedauerlicherweise hat Bermann sein Gedächtnis verloren. Doch viel erschreckender ist, dass er nach dem Vorfall gut zwanzig Jahre jünger erscheint. Langsam kristallisiert sich heraus, dass er einen heftigen Streit mit einem gewissen Albert Geisler hatte. Als er den Mann zur Rede stellen will, trifft er nur auf dessen Tochter Franziska. Diese erklärt ihm, dass ihr Vater in ihm ein Geschöpf des Teufels sieht, das vor langer Zeit einen Pakt mit dem Satan geschlossen hat, um ewiges Leben zu erlangen. Dafür würde ihm nun der Zwang zum Bösen anhaften, der dafür sorgen würde, dass Bermann Böses tun muss, um die Menschen in seiner Umgebung ins Verderben zu stürzen. Bermann beschließt, seinen Heimatort zu verlassen, aber Geisler beabsichtigt nicht, ihn so leicht gehen zu lassen. Er hetzt seinem Kontrahenten zwei Schläger auf den Hals, die den vermeintlichen Hexer beseitigen sollen. Doch wieder kommt Bermann knapp mit dem Leben davon. Dieses Mal erneut um gut zehn Jahre jünger. In einem anderen Dorf hofft Bermann, ein neues Leben beginnen zu können, aber dann beginnt der Zwang zum Bösen erneut zu wirken, und die Vergangenheit holt den Mann mit zerstörerischer Wucht ein …

Ein Hörspiel nach einem Roman des großartigen Schriftstellers Hugh Walker („Magira“) ist wohl der Traum eines jeden Heftroman-Liebhabers. Die Titel, die Walker alias Hubert Straßl Zeit seines Lebens für den Horror-Heftroman verfasste, kann man locker an zwei Händen abzählen. Umso eindringlicher und dichter sind seine Erzählungen, die sich durch ihre Subtilität von herkömmlicher Genrekost innerhalb des Heftromans abheben. Im Mittelpunkt stehen häufig normale Männer, die unvermittelt in einen Strudel des Schreckens gerissen werden. Auch „Lebendig begraben“ bedient sich dieses Musters. Der Protagonist Gerhard Bermann fungiert zugleich als Erzähler, was bedeutet, dass der Hörer nie mehr weiß, als die Hauptfigur der Geschichte. Ein Umstand der die Spannung zeitweise unerträglich macht. In der Hauptrolle ist Christian Rode zu hören, der zwar nicht mehr als Zwanzigjähriger durchgeht, aber dank seiner stimmlichen Präsenz und Leidenschaft eine derart überzeugende Arbeit abliefert, dass man diese Diskrepanz leicht verschmerzen kann.

Im Gegensatz zu den anderen Folgen dieser Reihe fällt dieses Hörspiel durch seinen hohen Anteil an reinen Erzählertexten auf, was stellenweise den Eindruck erweckt, ein Hörbuch im CD-Player zu haben. Verstärkt wird dieser Eindruck natürlich dadurch, dass es kaum Gelegenheit gibt, mit bombastischen Effekten zu glänzen, was bei einer derartigen Story sowieso unangebracht wäre. Kleines Manko hier ist die Szene, in der Bermann von den Schlägern misshandelt wird. Die Prügelei hört sich an, als ob jemand mit einem Fensterladen geklappert hätte. Reichlichen Spaß scheinen die Schauspieler dagegen in den Sterbeszenen gehabt zu haben, die sehr geräuschvoll ausgefallen sind. Obwohl der Großteil des Hörspiels von Christian Rode bestritten wird, ist das restliche Ensemble wieder ein Who-is-Who der deutschen Hörspielszene. Allen voran der grandiose, leider bereits verstorbene Peter Joseph Schmitz, der mit der Rolle als Albert Geisler sein letztes Hörspiel eingesprochen hat.

Den Hörspiel-Fans ist er wohl am ehesten als ‚der Spuk„ aus den alten „John Sinclair“-Hörspielen von Tonstudio Braun bekannt. Gerade in den letzten Szenen, in denen er sich mit Bermann auseinandersetzt, stiehlt er Rode glatt die Show. Ein wahrhaft begnadeter Sprachkünstler! Nicht zu unterschätzen sind auch die weiblichen Stars Kerstin Draeger als Franziska Geisler und Gisela Trowe als Andrea Bermann. Letztere hat leider nur eine sehr kleine Rolle. Ebenfalls dabei sind Konrad Halver, Fabian Harloff, H. G. Francis, Horst Kurth und Carsten Bohn. Für die sparsam, aber dafür umso effektvoller eingesetzte Musik zeichnet sich natürlich Tom Steinbrecher verantwortlich, der eine wirklich sehr breite Palette an Stücken zu bieten hat, in der für jeden Anlass das Passende dabei zu sein scheint. Als Bonus gibt es dieses Mal einen gefühlvollen Nachruf auf Peter Joseph Schmitz, der maßgeblich zu dem Erfolg dieses Hörspiels beitrug. Die Coverillustration ist sehr atmosphärisch und wirkt äußerst bizarr und surreal. Einfach, aber sehr wirkungsvoll. Im Booklet selbst finden sich zwei Fotografien des großartigen Sprechers Peter Joseph Schmitz. Der restliche Platz wurde für Eigenwerbung genutzt. Eine Auflistung der kommerziellen Hörspiele, in denen Schmitz mitwirkte, wäre wünschenswert gewesen.

„Lebendig begraben“ ist bis dato die beste und atmosphärischste Folge der Reihe. Ein kleines Meisterwerk, dass vor allem durch die grandiosen Sprecher Christian Rode und Peter Joseph Schmitz lebt, deren Leistung über die eine oder andere Schwäche hinwegsehen lässt.

Copyright © 2011 by Florian Hilleberg (FH)

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Im Niemalsland des Bösen

Erstellt von Werner Karl am 17. Oktober 2010

A. F. Morland, Thomas Birker und Christian Daber
Im Niemalsland des Bösen
Tony Ballard 8

Dreamland Productions, Rüsselsheim, 06/2010
1 CD, Grusel/Mystery-Hörspiel
ISBN 978-3-939066-27-9
Laufzeit: ca. 50 Min.
Sprecher: Klaus Dieter Klebsch, Tosten Sense, Dorette Hugo, Thilo Schmitz,
Katja Brügger, Martin Keller, Günther Merlau, Marco Gellner u. a.
Musik von Tom Steinbrecher, Sven Harms und Andreas Max
Titelgestaltung von Ugurcan Yüce
Hörempfehlung: ab 16 Jahre!

www.TS-Dreamland.de
www.tony-ballard-world.de/
www.Romantruhe.de
www.realhomepage.de/members/morland/
www.ugurcanyuce.net/

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Zusammen mit seinen Gefährten Vicky Bonney und Mr. Silver kämpft Tony Ballard gegen das Böse, auch wenn er nicht mit besonderen magischen Kräften ausgestattet ist, sondern nur auf das eine oder andere Artefakt zurückgreifen kann. Im Moment hat Tony allerdings ein Problem. Er ist immer noch unsichtbar, und seine Freunde haben bisher keinen Weg gefunden, um diesen Zustand umzukehren. So ist guter Rat teuer. Dann taucht eine alte Freundin Mr. Silvers bei dem Ex-Dämon auf. Auch die Hexe Roxane hat dem Bösen entsagt und ist vor dem Fürsten Mago auf der Flucht, der seine Jäger hinter ihr her geschickt hat. Sie bittet um Schutz und ist dafür bereit, den Dämonenjägern zu helfen.

Sie weiß von dem ‚Stein der Schwarzen Sprüche„, der in der Lage dazu ist, die Wirkung des Unsichtbarkeitsfluchs aufzuheben. Doch dieser befindet sich im „Niemalsland des Bösen“, und es gibt nur einen Weg dorthin. Mr. Silver soll deshalb mit ihr in diese Sphäre teleportieren, damit sie das Artefakt holen kann. Die Zeit drängt, denn Tony muss sich derweil mit Mago, Todesrockern und anderen Monstern herumschlagen, die ihn sehr wohl wahrnehmen können. Mit Roxane taucht eine weitere Figur auf, die Tony Ballard und seinen Freunden hilft, obschon sie gleichzeitig neue Feinde und Probleme schafft.

Aber das bringt frischen Wind in die Geschichte der Hörspielreihe, wie man auch am Spannungsbogen merken kann, der an Fahrt gewinnt und Lust auf mehr macht, gerade weil die beiden Handlungsebenen immer im richtigen Moment enden. Hin und wieder merkt man den Dialogen das Alter der Vorlage etwas an, doch das fällt im Zusammenspiel von Soundeffekten, Musik und Sprechern gar nicht weiter auf, denn alles passt zusammen, und die Sprecher scheinen großen Spaß an ihren Rollen zu haben.

Warum das Hörspiel erst ab 16 Jahre empfohlen wird, erscheint zunächst etwas seltsam; es liegt aber vermutlich an dem eher freimütigen und spielerischen Umgang mit Gewalt, bei dem sich die Macher auf der sicheren Seite wissen wollen. Damit ist auch „Im Niemalsland des Bösen“ gelungene Unterhaltung reinsten Wassers, die einerseits nach modernen Standards produziert wurde, andererseits aber auch die kultig-triviale Stimmung der Heftromane und Hörspiele aus den 1970er und 1980er Jahren heraufzubeschwören weiß und damit nicht nur ältere Fans sondern auch Neueinsteiger fesseln kann.

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

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Flucht ins Verderben

Erstellt von Werner Karl am 27. September 2010

Erik Albrodt, John Baker
Flucht ins Verderben – Agent Smith 2
Dreamland Action 3

Dreamland Productions, Rüsselsheim, 11/2009
1 Audio-CD, Hörspiel, Mystery-Krimi, Horror, Action
ISBN 978-3-939066-83-5
Laufzeit: ca. 72 Min.
Sprecher: Wolfgang Rüter, Rainer Schmitt, Heidi Schaffrath,
Johanna Klein, Josia Jacobi, Tolo Schmitz, K.-D. Klebsch, Utz Richter u. a.
Musik von Tom Steinbrecher und Andreas Max
Titelillustration von Jole Stamencovic

www.ts-dreamland.de/index2.html
www.tom-steinbrecher.de
www.am-composition.de/
www.schoenhals.de/artist.php?id=55

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

In der ersten Folge von „Dreamland Action“ klärte Topagent Larry Smith zusammen mit seiner selbstbewussten Kollegin Nina Anderson den Anschlag auf die Familie des Nobelpreisträgers und Genetikers Dr. Jeremy Higgins auf. Sie kamen hinter das volle Ausmaß der Intrige, konnten aber nicht verhindern, dass der eigentliche Drahtzieher hinter den Kulissen, Dr. Norman Huntingdon, mit den Formeln entkam und spurlos verschwand. Ihnen blieb nur noch die Aufgabe: sich um die junge Sandra zu kümmern, die als Einzige das Desaster überlebte – wenn auch nicht ganz unverändert.

Um sich von den Schrecken der letzten Monate zu erholen, reisen Larry, Nina und Sandra nach Las Vegas. Sie hören zwar von einem spektakulären Bankraub und der Flucht der Gangster aus San Francisco, die unter der Führung einer Frau standen, aber sie ahnen nicht, dass sie schon bald enger mit deren Schicksal verknüpft sein werden, als sie denken.

Nicht weit von der glitzernden Stadt des Glückspiels entfernt stürzen die Bankräuber in der Wüste ab, da ihr Helikopter beschädigt ist. Sie versuchen, in einer nahegelegenen Siedlung Ersatzteile oder eine Fahrmöglichkeit zu bekommen, werden aber plötzlich von schrecklich entstellten Kreaturen umringt, die sie nicht entkommen lassen. Denn im Untergrund der Geisterstadt befindet sich ein geheimes Labor und in ihm der verräterische Norman Huntingdon, der im Auftrag des Militärs weiter an dem Genetic Code gearbeitet hat, um einen Supersoldaten zu erschaffen. Doch dann folgen Larry und Nina der Bitten Sandras, die glaubt, eine telepathische Botschaft von ihrem Freund Billy aufgefangen zu haben, dem schwerkranken Jungen aus der Klinik, den sie eigentlich für tot gehalten haben …

„Flucht ins Verderben“ ist zwar die Fortsetzung von „Genetic Code“, erweist sich aber anders als die erste Folge weniger als Action-Thriller sondern mehr als Horror-Szenario. Das zeigt sich nicht nur an der Ausgangskonstellation: Ein verrückter Wissenschaftler führt grausame Experimente an Menschen durch, die zufällig der Stadt zu nahe gekommen sind und überlässt sie ihrem Schicksal als Zombies, wenn sie sich als Fehlschlag erweisen. Auch die Abenteuer der Helden, die sich schließlich nicht nur mit entstellten Kreaturen und Soldaten herumschlagen müssen, sind das, was man von einem deftigen Horror-Kracher erwartet. Erneut stimmt auch hier das Zusammenspiel von frechen, manchmal etwas derben Dialogen, einem gewissen Witz, der Interaktion der Sprecher und nicht zuletzt der passenden Geräuschkulisse.

Wieder kann man die Augen schließen und das Kino im Kopf genüsslich laufen lassen, auch wenn die Geschichte selbst nicht besonders neu ist. Langweilig ist das Geschehen jedoch nicht, da immer wieder Aspekte aus dem ersten Teil aufgegriffen, aber auch neue Elemente in den Raum gestellt werden, die eine Fortsetzung geradewegs herausfordern. Damit erweist sich „Flucht ins Verderben“ als würdiger Nachfolger von „Genetic Code“ und damit als knackiger Thriller im Stil von „Akte X“, zu dem diesmal ein ordentlicher Schuss Horror kommt.

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

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Tödliche Knochenhände

Erstellt von Werner Karl am 16. August 2010

H. G. Francis
Tödliche Knochenhände
Dreamland Grusel 9

Dreamland Productions, Rüsselsheim, 09/2009
1 CD, Grusel/Mystery-Hörspiel
ISBN 978-3-939066-58-3
Laufzeit: ca. 65 Min.
Dialogbuch: Joschi Hajek Alexander Stroh
Sprecher: Christian Rhode, Mark Bierstedt, Sonita Sothi, Katharina Nollau, Karin Lienenweg, Joschi Hajek, Vanessa Petruo u. a.
Musik: Tom Steinbrecher
Cover von Daniel Theilen

www.TS-Dreamland.de
www.kuenstlerhaus-spiekeroog.de/kuenstlerinnen/daniel-theilen/

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Auch die neunte Folge der Serie „Dreamland-Grusel“ nutzt wieder einen klassischen Horror-Heftroman als Vorlage. Diesmal ist es „Mörderische Knochenhände“ von H. G. Francis aus dem Jahr 1975, der die Tradition der zum Klassiker gewordenen Gruselhörspielreihe von Europa fortführt. So soll zwar auch nostalgisches Feeling aufkommen, auf der anderen Seite aber auch eine Brücke zum modernen Hörgeschmack geschlagen werden. In „Tödliche Knochenhände“ wird die junge Erzieherin Carlotta Vespari schon bald in unheimliches Geschehen verstrickt und begegnet einem düsteren Fluch, der bereits seit mehr als 350 Jahren über dem alten Adelsgeschlecht liegt.

Zunächst scheint alles seinen gewohnten Gang zu gehen, denn ihre Schülerinnen, die fast siebzehnjährigen Zwillinge Julia und Silvana, sind schon fast perfekte Damen und brauchen nur noch wenig Schliff. Doch dann häufen sich die unheimlichen Ereignisse. Zuerst spielt der Geist des Vaters der Zwillinge in der Nacht Klavier, dann wird Julia durch eine unheimliche Gestalt erschreckt, die ihr ins Gesicht sagt, dass sie nicht mehr lange zu lesen hat.

Carlotta versucht herauszufinden, ob sich jemand einen Scherz erlaubt oder mehr dahinter steckt. Sie muss erfahren, dass kurz vor ihrer Ankunft eine junge Frau auf bestialische Weise umgebracht wurde, weil ihr jemand bei lebendigem Leib die Augen aus dem Kopf riss. Die Erzieherin erfährt schließlich von dem Geheimnis, das man ihr und den Mädchen bisher vorenthalten hat: Immer wenn Zwillinge geboren werden hat einer davon dunkle, der andere bernsteinfarbene Augen. Und die Besitzer letzterer sind immer dazu verdammt, bei Vollendung ihres siebzehnten Lebensjahres zu sterben. Zusammen mit dem Nachbarn der Adelsfamilie, Piero di Abaccio, der ein Auge auf Carlotta geworfen hat, versucht die Erzieherin nun, das Unheil von ihrer Schutzbefohlenen abzuwenden. Aber gibt es überhaupt eine Möglichkeit, den Fluch aufzuheben?

„Tödliche Knochenhände“ ist eine Mischung aus Romantikthriller und derberem Heftroman-Horror. So ist die Handlung zwar etwas weniger actionreich, wird aber dennoch mit Horror-Elementen wie lebenden und herum wandelnden Leichen und herausgerissenen Augen garniert, was dafür den Gruselfaktor erhöht. Das sorgt zudem für eine Spannung, die sich nach und nach aufbaut und ein wenig über die beschaulich verlaufende Handlung hinweg tröstet, denn die Heldin fragt sich in erster Linie durch und gerät nur zum Ende hin wirklich mit ihren Schützlingen in Gefahr.

Natürlich ist die Geschichte eher einfach aufgebaut, und erfahrene Zuhörer werden früh ahnen, auf was das Ganze hinaus läuft, aber auch das ist zu verschmerzen, da die Sprecher ein gutes Spiel abliefern und ihre Rollen glaubwürdig präsentieren, angefangen mit Carlotta und den Zwillingen bis hin zu den unwichtigeren Nebenfiguren. Keiner spricht übertrieben, es sei denn, es passt zur Situation und Rolle. Das sorgt für eine dichte Atmosphäre. Alles in allem bietet „Tödliche Knochenhände“ spannende Unterhaltung, auch wenn diesmal die Action etwas in den Hintergrund tritt. Dafür ist der Gruselfaktor umso größer.

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

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Die Rückkehr der Bestie

Erstellt von Werner Karl am 3. Juli 2010

die-ruckkehr-der-bestieA. F. Morland, Thomas Birker und Christian Daber
Die Rückkehr der Bestie
Tony Ballard 7

Dreamland Productions, Rüsselsheim, 03/2010
1 CD, Grusel/Mystery-Hörspiel
ISBN 978-3-939066-26-2
Laufzeit: ca. 55 Min.
Sprecher: Klaus Dieter Klebsch, Tosten Sense, Dorette Hugo, Thilo Schmitz,
Helmut Winkelmann, Ulrike Stürzbecher, Wolfgang Bahro, Thomas Lang u. a.
Musik von Rom Steinbrecher und Andreas Max
Titelgestaltung von Ugurcan Yüce
Hörempfehlung: ab 16 Jahre!

www.TS-Dreamland.de
www.tony-ballard-world.de/
www.Romantruhe.de
www.realhomepage.de/members/morland/
www.ugurcanyuce.net/

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Tony Ballard hat sich inzwischen an seine neue Aufgabe gewöhnt. Als Dämonenjäger tritt er zudem in die Fußstapfen seines Vorfahren, des Hexenhenkers Anthony Ballard, der schon zu seiner Zeit gegen das Böse focht. An seiner Seite stehen die Schriftstellerin Vicky Bonney und der zu den Guten übergelaufene Dämon Mr. Silver, die ihrem Freund mit all ihren Fähigkeiten und Wissen beistehen. Und das ist auch gut so, denn Tony ist kein Auserwählter mit besonderen magischen Kräften, sondern nur ein ganz normaler Mensch.

Umso mehr freut es ihn, als Mr. Silver und Vicky von einer Reise zurückkommen und der Ex-Dämon eine Überraschung für ihn hat. Er vertraut Tony ein mächtiges Artefakt an. Der so genannte ‚Dämonendiskus‟ soll ihn im Kampf gegen das Böse als erste magische Waffe dienen, damit er nicht mehr ganz so schutzlos ist. Alle drei wollen sich nun erst einmal durch einen kleinen Urlaub in dem verschlafenen Örtchen Holsworthy von den Strapazen der letzten Wochen entspannen. Doch die Ruhe ist trügerisch, denn Atax, die ‚Seele des Teufels‟, ruft Steve Drury, die ‚Blutbestie‟, zurück aus dem ewigen Schlaf und schickt sie gegen die drei Dämonenjäger. Wie gut, dass auch Steve Donovan zur Stelle ist, der Privatdetektiv, der den in einem Labor erschaffenen Unhold vor Jahren schon einmal besiegte. Aber ist Steve Drury wirklich für immer zu stoppen?

Mehr als in früheren Folgen der Hörspiel-Reihe spielt der Trashfaktor in „Die Rückkehr der Bestie“ eine größere Rolle. Man ahnt immer sehr schnell, was als nächstes passieren wird, der Bösewicht bedient wie seine Jäger gängige Klischees und ist trotz seiner relativ hohen Intelligenz ein reines Monster ohne besonderes Motiv. Die Sprecher übertreiben in höherem Maße als sonst – was aber diesmal zur Handlung besonders gut passt. Der Spannungsbogen ist zwar nicht ganz so hoch wie in anderen Episoden der Geschichte, dafür kann man sich das Gemetzel durch die ausgezeichneten Soundeffekte umso besser vorstellen. Alles in allem kommt die Folge nicht an „Das zweite Leben der Marsha C.“ heran, bietet aber dennoch kurzweilige und manchmal sehr amüsante Unterhaltung, wenn die Dialoge all zu absurd sind. Besonderes Highlight der CD ist diesmal auch das Interview mit Helmut Winkelmann, der augenzwinkernd und bewegt von der Produktion der ersten „John Sinclair“-Hörspiele erzählt und dabei so manche amüsante Anekdote zum Besten gibt.

Die „Deleted Scene“ ist dagegen verzichtbar, da sie schon zu viel vorweg nimmt. Insgesamt ist „Die Rückkehr der Bestie“ Unterhaltung reinsten Wassers, die zwar nach modernen Standards produziert wurde, aber dennoch die Stimmung der kultigen Heftromane aus den 1970er und 1980er Jahren einzufangen weiß.

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Die Zeit der Finsternis

Erstellt von Werner Karl am 24. März 2010

die-zeit-der-finsternisThomas Birker & Alex Streb
Die Zeit der Finsternis: Reverend Pain 1
Dreamland Action 2

Dreamland Productions, Rüsselsheim, 02/2010
1 Audio-CD, Hörspiel, Mystery-Krimi, Action
ISBN 9783939066828
Laufzeit: ca. 55 Min.
Sprecher: Engelbert von Nordhausen, Ulrike Stürzbecher,
K.-Dieter Klebsch, Karin Lieneweg, Friedrich Schönfelder, Günther Karl u. a.
Musik von Tom Steinbrecher, Andreas Max, Sven Harms u. a.
Titelillustration von Marcus Vesper

www.ts-dreamland.de

In der neuen Action-Reihe von „Dreamland“ werden nicht nur die Abenteuer von Agent Smith und seiner Partnerin erscheinen, auch andere Helden sollen hier ihre Heimat finden. Der zweite im Bunde ist nun „Reverend Pain“, der erst in einer der längst eingestellten Grusel-Reihen von Bastei zum Einsatz kam und später sogar in den „Maddrax“-Kosmos aufgenommen wurde.

In der Mitte des 21. Jahrhunderts kam die Apokalypse über die Menschen. Doch nicht Naturkatastrophen veränderten das Gesicht der Erde, sondern die Verderbtheit der Sterblichen selbst öffnete den Mächten der Hölle Tür und Tor. Schattenwesen und Dämonen erschienen auf der Bildfläche und setzten den Menschen zu. Allein diejenigen, die zum Glauben an Gott zurück kehrten und sich in den Schutz der Kämpfer des Guten begaben, hatten eine Chance zu überleben. In dieser dunklen Zeit entstand auch die Bruderschaft der ‚Reverends’, die nun auf ihren schweren Motorrädern, mit dem Wort Gottes und schweren Geschützen bewaffnet, durch die Lande ziehen und überall dort eingreifen, wo sich das Böse bereits festgesetzt hat.

Einer von ihnen ist Reverend Pain. Auf dem Weg zu einem abgelegenen Dorf rettet er der jungen Senna Randall das Leben, die wild entschlossen ist, das Schloss des Grafen Orloff aufzusuchen. Warum, das erfährt er erst später, nachdem er sie zurück in die Siedlung gebracht hat und mit ihrem Vater und den anderen Einheimischen sprach. Die Familie Randall hat schon einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Vor einigen Jahren hat Senna miterleben müssen, wie Orloff ihre Mutter entführte und zu seiner vampirischen Braut machte. Ein Reverend kam damals in das Dorf und tötete sie. Und nun hat der Vampirdämon Sennas jüngere Schwester Sandy entführt, um ihr das gleiche Schicksal angedeihen zu lassen – oder steckt vielleicht mehr dahinter? Als das Mädchen schließlich verschwindet, weiß Pain, dass er schleunigst handeln muss.

Schon in der Heftroman-Version war „Reverend Pain“ eine durchgeknallte Mischung von „Vampire Hunter D“ und „Soloman Kane“. Wie diese beiden ist der heilige Mann mit der Bibel in der einen und der schweren Wumme in der anderen Hand ein einsamer Wolf, ein gnadenloser Verfolger all dessen, was er für böse hält. Allerdings ist er ein wenig gesprächiger und zitiert vor allem das „Alte Testament“ gegenüber den Menschen, mit denen er es zu tun bekommt. Alles ist ein wenig überdreht – der Vampirgraf mindestens so überdreht wie Dracula in der letzten „Van Helsing“-Verfilmung, die unbedeutenderen Figuren sind lebende Klischees. Und auch wenn Pain gerne mit markigen Sprüchen um sich wirft, wenn es hart auf hart kommt, schießt er doch lieber zuerst.

Das ganze ist Trash pur, Klischee von Anfang bis Ende, aber nichtsdestoweniger unterhaltsam. Es macht einfach Spaß der Handlung zu folgen, die vor Action nur so überfließt und kaum Zeit lässt, Luft zu holen. Dabei nimmt sich das Hörspiel selbst nicht ganz ernst, ohne jedoch in Klamauk zu verfallen. Dafür sorgen schon die Sprecher. Besonders Engelbert von Nordhausen als Reverend Pain und K.-Dieter Klebsch als Orloff scheinen viel Spaß zu haben. So mag „Die Zeit der Finsternis“, das erste Abenteuer von „Reverend Pain“, vielleicht Trash pur sein, aber gerade diese irrwitzige Mischung aus Action und abgedrehten Charakteren macht umso mehr Spaß und bietet pure Unterhaltung, von der man nicht genug bekommen kann.
 
Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)
 
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Genetic Code

Erstellt von Werner Karl am 22. Februar 2010

genetic-codeErik Albrodt, John Baker
Genetic Code (Agent Smith 1)
Dreamland Action 1

Dreamland Productions, Rüsselsheim, 11/2009
1 Audio-CD, Hörspiel, Krimi, Action
ISBN 9783939066811
Laufzeit: ca. 72 Min.
Sprecher: Rainer Schmitt, Heidi Schaffrath, Klaus-Dieter Klebsch, Tilo Schmitz, Martin Kessler, Dorette Hugo u. a.
Musik von Annette Humpe, Tom Steinbrecher und Andreas Max
Titelillustration von Mersad Donko

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Die Familie des Nobelpreisträgers Dr. Jeremy Higgins wird das Opfer eines Massakers. Seine Frau, sein Sohn und ein Nachbarsjunge sterben auf grauenvolle Art und Weise. Einzig Dr. Jeremy Higgins und seine Tochter überleben schwer verletzt. Doch die Wunden heilen erstaunlich schnell. Sir Stevens, Chef der F.A.T.C. (Federation against Terror & Crime) und Freund von Higgins, bittet seine besten Agenten Nina Anderson und Larry Smith, den Fall zu übernehmen. Gemeinsam kommen sie einer Verschwörung auf die Spur, welche die menschliche Vorstellungskraft übersteigt. Der verbrecherische Schaffensdrang skrupelloser Wissenschaftler scheint kein Ende zu kennen …

Das Konzept zu der neuen Reihe besteht schon seit einiger Zeit, und seit über einem Jahr kursieren bereits viele Gerüchte über die Hörspiele. Spätestens seit Bekanntgabe der erneuten Zusammenarbeit zwischen Erik Albrodt und Thomas Birker („Twilight Mysteries“) steht fest, dass auch das neueste Projekt von Dreamland Productions sehr viel versprechend sein wird. Der Name „Dreamland Action“ ist Programm und startet mit der ersten Folge der Subserie „Agent Smith“. Namensgebung und Besetzung lassen bereits erahnen, dass es sich um einen Ableger der Kultserie „Larry Brent“ handelt. Die Titelfigur mit dem wenig originellen Namen Larry Smith wird natürlich von Rainer Schmitt gesprochen, der sich tatsächlich fast so keck und frisch anhört wie vor dreißig Jahren. Dasselbe gilt für Heidi Schaffrath als Nina Anderson. Doch auch in der Namenswahl der anderen Charaktere erkennt man die Liebe der Produzenten zu „Larry Brent“: Higgins, Dr. Huntington und Chefinspektor Crowden – alle Namen stammen aus der Serie des Schriftstellers Dan Shocker und verkörpern dort wichtige Personen aus dem Umfeld des Titelhelden.

Für die weitere Besetzung haben die Macher keine Kosten und Mühen gescheut und ein Ensemble auf die Beine gestellt, vor dem selbst Majorlabel den Hut ziehen müssen. Klaus-Dieter Klebsch, Tilo Schmitz, Martin Kessler, Dorette Hugo und Utz Richter spielen so eindrucksvoll und leidenschaftlich wie immer. Die Jungsprecher Johanna Klein und Josia Jacobi stehen ihren Kollegen dabei in Nichts nach und spielen so manchen erwachsenen Sprecher an die Wand. Cameo-Auftritte der Produzenten Thomas Birker, Erik Albrodt und Joschi Hajek runden die Besetzung gekonnt ab. Auch der Erzähler Wolfgang Rüter macht seine Arbeit ausgezeichnet, nachdem man sich an ihn gewöhnt hat. Die Titelmelodie, komponiert von Annette Humpe, erinnert an das bekannte „Larry Brent“- Theme und orientiert sich laut Thomas Birker ebenfalls an dem Hit „Codo“ von DÖF. Der weitere Score stammt von Tom Steinbrecher und Andreas Max, ohne die auch dieses Dreamland-Produkt undenkbar wäre und die dem Hörspiel ihren eigenen Stempel aufdrücken. Die Musik ist stimmig, fetzig und stiehlt den Sprecher trotzdem nicht die Show.

In Punkto Effekte lassen es die Macher ebenfalls krachen und beweisen, welch enormes Potenzial in der Reihe steckt. Sounddesign und Tonqualität sind von allerhöchster Güte. Das Skript von Erik Albrodt ist originell, witzig und dramatisch zugleich, auch wenn er in dem Opener ein wenig dick aufträgt. Hier offenbart die Serie fast schon satirische Ansätze, indem sie die Liebeleien der Agenten, die „Agent Smith“ offensichtlich Pate standen, nämlich „James Bond“ und „Larry Brent“, auf die Schippe nimmt. Der Plot der Story ist gut durchdacht und so abgedreht und pseudowissenschaftlich wie bei „Larry Brent“-Erfinder Dan Shocker persönlich.

„Genetic Code“ ist ein Thrillerhörspiel par excellence, das mit seiner Altersempfehlung ab 12 Jahren vielleicht ein wenig großzügig ist, aber nichtsdestotrotz Hörvergnügen pur bietet. Hätte „Larry Brent“ eine Fortsetzung in diesem Stil erfahren, würde die Hörspielserie noch heute laufen. Coverartwork und Titelgrafik wirken noch ein wenig leblos und steril, wecken aber durchaus die Neugier des Käufers, wenn er auf der Suche nach neuem Hörstoff ist. Im Innenteil gibt es eine ausführliche Danksagung des Dreamland-Geschäftsführers Thomas Birker zu lesen. „Dreamland Action 1“ bietet Action satt. Die Parallelen zu „Larry Brent“ sind unverkennbar und erwünscht. Eine wunderbare Hommage und zugleich eine moderne und eigenständige Thrillerserie mit Potenzial. Schauspielerisch und technisch einwandfrei!

Copyright © 2010 by Florian Hilleberg

Titel bei Amazon.de:
Genetic Code (Agent Smith 1)

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Dreamland Grusel 08 – Mörderische Weihnachten

Erstellt von Werner Karl am 4. November 2009

morderische-weihnachtenJohn Baker, Thomas Baker, Alexander Streb
Dreamland Grusel 08 – Mörderische Weihnachten

Dreamland-Productions, Rüsselsheim, 11/2008,
1 Audio-CD, Hörspiel, Horror, Dark-Fantasy
ISBN 9783939066576
Laufzeit: 20 Tracks, ca. 45 min.
Sprecher: Tilo Schmitz, Konrad Halver, Thomas Birker u. a.
Titelillustration und Layout von Daniel Theilen
Musik von N. N.
1 Booklet
Beim Kauf der CD kommen EUR 0.50 der Organisation „Hänsel und Gretel“ zugute.

www.ts-dreamland.de/index2.html

Weihnachten, das Fest der Liebe, wird für einige Menschen zu einem echten Horror-Trip. Ein wahnsinniger Mörder in der Tracht des Weihnachtsmannes geht um und tötet nach und nach Menschen, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben. Kommissar Hammerschmidt steht vor einem der schwierigsten Fälle seiner Laufbahn. Nachdem er seinem geheimnisvollen Gegner lange hinterhergelaufen ist, steht er dem mörderischen Weihnachtsmann endlich gegenüber und erkennt fassungslos, wer die Morde auf dem Gewissen hat…

Folge 8 der Reihe „Dreamland-Grusel“ ist ganz anders aufgebaut, als die üblichen Gruselgeschichten. Neben „Wolfsnächte“ ist diese Folge die Einzige, die nicht auf einem Heft-Roman basiert und ebenfalls von den Autoren verfasst wurde, die unter dem Pseudonym John Baker schon die oben erwähnte Werwolf-Story schrieben. Pünktlich zu Weihnachten wartet Dreamland-Productions mit einer wahrhaft festlichen Folge auf. Eine betont harmlose und freundliche Personifizierung des Guten wird zum Symbol des Bösen und verbreitet als wahnsinniger Killer Angst und Schrecken. Was Stephen King bereits mit dem Clown Pennywise kongenial gelang, will Thomas Birker mit dem mörderischen Weihnachtsmann wiederholen.

Dargestellt wird der Irre von Tilo Schmitz, der mit seiner tiefen, volltönenden Stimme die Rolle perfekt ausfüllt, einen überzeugenden Weihnachtsmann abgibt und vor allem auch in der Lage ist, den bissigen Humor des Killers ideal rüberzubringen. Die Hörspiel-Ikone Konrad Halver ist als Hauptkommissar Hammerschmidt großartig besetzt worden. Ihm zur Seite steht Thomas Birker als Kommissar Lang, der unter dem Strich einen guten Job macht, manchmal allerdings ein wenig überzogen klingt.

Trotz der kurzen Spieldauer von knapp 45 Min., von denen noch diverse Bonustracks abgezogen werden müssen, ist die Besetzungsliste wirklich enorm. Marion von Stengel, Dorette Hugo, Ulrike Stürzbecher, Gernot Endemann, Bert Stevens und Christian Rode sind nur eine kleine Auswahl an Sprechern, deren Stimmen man zu hören bekommt. Alles in allem leisten die Schauspieler wirklich eine hervorragende Arbeit. Johanna Klein als Eva Hoffmann wirkt allerdings zu erwachsen, um als Kind durchzugehen, das um Süßigkeiten bettelt. Ein derart brisantes Thema wie Kindesmissbrauch in einem Unterhaltungshörspiel zu verarbeiten, ist natürlich mutig, wirkt aber gerade im Kontext mit dem abrupten Finale und dem ‚Geständnis’ des Weihnachtsmannes sehr pathetisch. Für die Aktion, dass 50 Cent pro verkaufter CD der Organisation „Hänsel und Gretel“ zukommt, die sich um misshandelte Kinder kümmert, gebührt dem Label hingegen großer Respekt.

Wie oben bereits erwähnt, erhält der Hörer ein, im wahrsten Sinn des Wortes, kurzweiliges Hörvergnügen. Abzüglich der gesprochenen Besetzungsliste und der Outtakes sowie dem Musik-Bonustrack macht das eigentliche Hörspiel gerade mal 36 Min. aus. Im Gegensatz zu den anderen Folgen von Dreamland-Productions geradezu lächerlich wenig, aber man muss bedenken, dass nur die wenigsten Hörspiele der Gruselserie von H. G. Francis, als deren legitimer Nachfolger sich „Dreamland-Grusel“ versteht, wesentlich länger waren. Und manchmal ist weniger auch einfach mehr. Wer hat schon immer Zeit, sich ein 70 Min. langes Hörspiel am Stück anzuhören?

Daniel Theilen schuf ein Cover, das sowohl vom Motiv als auch von der Farbgebung her ideal zum Titel passt. Im Innenteil des Booklets gibt es ein ausführliches Vorwort, in dem sich Thomas Biker eingehend über den guten Zweck auslässt, dem 50 Cent des Erlöses zugute kommt. „Mörderische Weihnachten“ ist eine temporeiche, sehr originelle Folge der Gruselreihe von Dreamland-Productions. Tilo Schmitz als killender Weihnachtsmann ist einfach grandios. Bedauerlicherweise ist das Hörspiel mit 45 Min. die mit Abstand kürzeste Folge der Reihe und endet ziemlich abrupt. (FH)

Titel bei Amazon.de:
Dreamland Grusel 08 – Mörderische Weihnachten

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Die Satansdragoner

Erstellt von Werner Karl am 12. Oktober 2009

die-satansdragoner2A. F. Morland, Thomas Birker und Christian Daber
Tony Ballard
Folge 5: Die Satansdragoner

Dreamland Productions, Rüsselsheim, 5/2009
1 CD, Grusel/Mystery-Hörspiel
ISBN 9783939066248
Laufzeit: ca. 59 Min.
Sprecher: Klaus Dieter Klebsch, Tosten Sense, Dorette Hugo, Thilo Schmitz, Patrick Devine, Wolfgang Bahro, Ulrike Stürzbecher u. a.
Musik von Andreas Max und Plotzka
Cover von Ugurcan Yüce

www.TS-Dreamland.de
www.Romantruhe.de
www.realhomepage.de/members/morland/
www.ugurcanyuce.net/

Neben „John Sinclair“ und „Professor Zamorra“ war „Tony Ballard“ der dritte Dämonenjäger, dem es gelang eine eigene Heftromanserie zu bekommen, die es schaffte, über mehr als ein oder zwei Jahre zu laufen und erst eingestellt werden musste, als es Differenzen gab. Anders als seine Kollegen war der Titelheld lange kein mit besonderen Gaben ausgestatteter Auserwählter, obwohl er es schon früh mit sehr phantastischen Gegnern auf dieser und anderen Welten zu tun hatte. Die neue Hörspielserie aber bleibt bei den Wurzeln und beschreibt die ersten Erlebnisse des Helden und seiner Freunde.

Nach dem Sieg über den Vogeldämonen Paco Benitez und zwei so schurkische wie teuflische Brüder in New York hat Tony Ballard in ‚Mr. Silver’ einen neuen Freund gewonnen. Obwohl selbst der Hölle entsprungen, hat er sich der Seite des Guten angeschlossen. Das ist vielleicht auch gut so, denn eine neue Gefahr lauert auf die Freunde, denn Rufus, der ‚Dämon mit den tausend Gesichtern’, hat den Todesfluch von Paco Benitez aufgenommen und ist gewillt, den Tod seiner Verwandten in New York zu rächen. Deshalb ruft er seine Untergebenen zusammen und lässt sie unter den schwarzen Seelen der Stadt neue Diener rekrutieren. So lange Ballard noch in der Nähe ist, will er ihn in die Falle locken und dann vernichten. Doch wie soll das gelingen?

Der Dämonenjäger ist wachsam, aber dennoch hat er eine Schwäche, die Rufus nun ausnutzt. Als Vicky alleine zu einem Einkaufstrip aufbrechen will, wird sie entführt. Damit er nicht sofort etwas merkt, tritt eine schwarzmagische Kreatur an ihre Stelle. Aber das Verwirrspiel währt nicht lange, denn schon bald erkennt Tony Ballard das betrügerische Spiel, vernichtet, die Dämonin in der Gestalt seiner Lebensgefährtin und beginnt früher, als erwartet, die Jagd.

Auch mit „Die Satansdragoner“ bleibt die Hörspielserie „Tony Ballard“ ihrer Linie treu. Die Episode ist wieder so gestaltet, dass man beim Hören wunderbar entspannen kann und doch nicht den Faden verliert. Es stört nicht, dass die Sprecher hin und wieder übertreiben und genau den Klischees Stimme geben, die dem deutschen Heftroman immer zur Last gelegt werden. Da dürfen Frauen besonders hilflos oder bösartig verführerisch klingen, der Wahnsinn in der Stimme der Feinde mitschwingen und Verbrecher schleimig klingen – das alles sorgt für das passende Ambiente, das gut darüber hinweg täuscht, dass vieles in der Handlung vorhersehbar ist. Dennoch wirkt das Hörspiel nicht, als sei es gänzlich den 1970er Jahren entsprungen.

Alles in allem weiß auch „Die Satansdragoner“ wieder gut zu unterhalten, weil das Hörspiel die alte Vorlage modern erzählt und neben dem nostalgischen Charme auch die Klangtiefe heutiger Produktionen bietet. Nur inhaltlich sollte man keine all zu komplexe und ausgereifte Story erwarten, denn das war auch schon bei der Vorlage nicht der Fall. (CS)

Titel bei Amazon.de: Die Satansdragoner

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Dan Shocker’s Burg Frankenstein Folge 3: Die Horrorbraut

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. Juli 2009

Dan Shocker’s Burg Frankenstein
Folge 3: Die Horrorbraut

Dreamland Productions, Rüsselsheim, 2/2009
1 CD, Grusel-/Mystery-Hörspiel, 978-3-939066-02-6, Laufzeit: ca. 78 Min., gesehen 3/09 für ca. EUR 10.00
Sprecher: Christian Rhode, Rainer Schmidt, Andreas von der Meden, Gabriele Wienand, Gisela Trowe, Bert Stevens, Carsten Bohn u. a.
Vorlage: Dan Shocker (Jürgen Grasmück)
Dialogbuch: Alexander Kath & Thomas Birker
Cover von R. S. Lonati, Wendecover von Daniel Theilen
Musik: Tom Steinbrecher und Mario Cuneo

www.TS-Dreamland.de
www.rs-lonati.de/main/Home.html
www.tom-steinbrecher.de
www.myspace.com/mariocuneo

Zu den beliebtesten Horror-Romanheft Autoren der 1960er und 1970er Jahren gehörte Jürgen Grasmück (1940 – 2007), dessen bekanntestes Pseudonym Dan Shocker zum Synonym für den zwar trashigen, aber unterhaltsamen Grusel dieser Zeit wurde. So verfasste er u. a. auch für den Zauberkreis-Verlag die Heftserie „Burg Frankenstein“ in dem sich viele Monster und Klischees des Genres die Hand gaben.

Der Dreamland-Verlag hat nun einige dieser Hefte in eine Hörspielserie umgesetzt. „Die Horrorbraut“ ist der Abschluss der Geschichte um den Reporter des Übersinnlichen. Robert Nordan glaubt, dass er alles ausgestanden hat und Frankensteins Monster bis auf einen Arm zu Asche verbrannt ist.

Dennoch kommt er nicht zur Ruhe, denn ein anonymer Anrufer macht deutlich, dass vielleicht ein Wesen tot ist, aber das Grauen, das Frankenstein einst über die Welt brachte, noch immer vorhanden ist. Er erschreckt ihn mit dem Arm des Monsters, der eigentlich sicher im Leichenschauhaus verwahrt werden sollte.

Zusammen mit Kommissar Bergmann versucht Nordan herauszufinden, was das alles zu bedeuten hat. Die Spur führt schließlich zurück nach Burg Frankenstein, in der den Journalisten als nächstes eine blutleere Leiche erwartet.

Und das ist nur der Anfang eines lebensbedrohlichen Abenteuers, in dem sich Nordan schließlich nicht nur einer teuflischen Sekte sondern auch der ehemaligen Geliebten von Viktor Frankenstein gegenübersieht, der unsterblich gewordenen Charlotte von Bargont, die keine andere als „Die Horror-Braut ist.

Trashig, klischeehaft aber nichtsdestoweniger schräg kommt die Geschichte daher, die von ihren Übertreibungen lebt Nicht nur die Story schlägt Kapriolen, auch die Sprecher neigen dazu, ihre Rollen besonders intensiv auszuleben, gerade wenn sie die Bösen sind. Man fühlt sich dabei geradewegs in die klassischen Gruselfilme zurückversetzt, in denen die Grenzen zwischen Gut und Böse klar erkennbar waren und jeder seine archetypische Rolle ausfüllte.

So sollte man auch keine moderne und zeitgemäße Umsetzung der Geschichte erwarten, sondern altbekannte Rollenmuster und Geschehnisse, wilde Übertreibungen und nicht zuletzt eine Prise des Holzhammer-Humors, der die Horror-Hefte dieser Zeit so ausgezeichnet hat.

Heraus kommt ein Hörspiel, das an die der Jugend erinnert, aber doch nicht für Kinder gemacht ist, da einige Szenen harter Tobak sind, die erst für Jugendliche ab 12 Jahren wirklich zu verdauen sind.
Damit ist „Die Horror-Braut“ aus der Reihe „Burg Frankenstein“ vor allem für die Fans des klassischen Grusels interessant, die auch schon Spaß an den entsprechenden Heftromanen und Filmen hatten und sich gerne an die Zeit zurückerinnern, in der altbackene Klischees noch hemmungslos ausgelebt werden konnten. (CS)

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Band 3: die Horrorbraut Von Burg Frankenstein

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