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neuauflage

Dan Shocker’s Burg Frankenstein Folge 3: Die Horrorbraut

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. Juli 2009

Dan Shocker’s Burg Frankenstein
Folge 3: Die Horrorbraut

Dreamland Productions, Rüsselsheim, 2/2009
1 CD, Grusel-/Mystery-Hörspiel, 978-3-939066-02-6, Laufzeit: ca. 78 Min., gesehen 3/09 für ca. EUR 10.00
Sprecher: Christian Rhode, Rainer Schmidt, Andreas von der Meden, Gabriele Wienand, Gisela Trowe, Bert Stevens, Carsten Bohn u. a.
Vorlage: Dan Shocker (Jürgen Grasmück)
Dialogbuch: Alexander Kath & Thomas Birker
Cover von R. S. Lonati, Wendecover von Daniel Theilen
Musik: Tom Steinbrecher und Mario Cuneo

www.TS-Dreamland.de
www.rs-lonati.de/main/Home.html
www.tom-steinbrecher.de
www.myspace.com/mariocuneo

Zu den beliebtesten Horror-Romanheft Autoren der 1960er und 1970er Jahren gehörte Jürgen Grasmück (1940 – 2007), dessen bekanntestes Pseudonym Dan Shocker zum Synonym für den zwar trashigen, aber unterhaltsamen Grusel dieser Zeit wurde. So verfasste er u. a. auch für den Zauberkreis-Verlag die Heftserie „Burg Frankenstein“ in dem sich viele Monster und Klischees des Genres die Hand gaben.

Der Dreamland-Verlag hat nun einige dieser Hefte in eine Hörspielserie umgesetzt. „Die Horrorbraut“ ist der Abschluss der Geschichte um den Reporter des Übersinnlichen. Robert Nordan glaubt, dass er alles ausgestanden hat und Frankensteins Monster bis auf einen Arm zu Asche verbrannt ist.

Dennoch kommt er nicht zur Ruhe, denn ein anonymer Anrufer macht deutlich, dass vielleicht ein Wesen tot ist, aber das Grauen, das Frankenstein einst über die Welt brachte, noch immer vorhanden ist. Er erschreckt ihn mit dem Arm des Monsters, der eigentlich sicher im Leichenschauhaus verwahrt werden sollte.

Zusammen mit Kommissar Bergmann versucht Nordan herauszufinden, was das alles zu bedeuten hat. Die Spur führt schließlich zurück nach Burg Frankenstein, in der den Journalisten als nächstes eine blutleere Leiche erwartet.

Und das ist nur der Anfang eines lebensbedrohlichen Abenteuers, in dem sich Nordan schließlich nicht nur einer teuflischen Sekte sondern auch der ehemaligen Geliebten von Viktor Frankenstein gegenübersieht, der unsterblich gewordenen Charlotte von Bargont, die keine andere als „Die Horror-Braut ist.

Trashig, klischeehaft aber nichtsdestoweniger schräg kommt die Geschichte daher, die von ihren Übertreibungen lebt Nicht nur die Story schlägt Kapriolen, auch die Sprecher neigen dazu, ihre Rollen besonders intensiv auszuleben, gerade wenn sie die Bösen sind. Man fühlt sich dabei geradewegs in die klassischen Gruselfilme zurückversetzt, in denen die Grenzen zwischen Gut und Böse klar erkennbar waren und jeder seine archetypische Rolle ausfüllte.

So sollte man auch keine moderne und zeitgemäße Umsetzung der Geschichte erwarten, sondern altbekannte Rollenmuster und Geschehnisse, wilde Übertreibungen und nicht zuletzt eine Prise des Holzhammer-Humors, der die Horror-Hefte dieser Zeit so ausgezeichnet hat.

Heraus kommt ein Hörspiel, das an die der Jugend erinnert, aber doch nicht für Kinder gemacht ist, da einige Szenen harter Tobak sind, die erst für Jugendliche ab 12 Jahren wirklich zu verdauen sind.
Damit ist „Die Horror-Braut“ aus der Reihe „Burg Frankenstein“ vor allem für die Fans des klassischen Grusels interessant, die auch schon Spaß an den entsprechenden Heftromanen und Filmen hatten und sich gerne an die Zeit zurückerinnern, in der altbackene Klischees noch hemmungslos ausgelebt werden konnten. (CS)

Titel bei Amazon.de
Band 3: die Horrorbraut Von Burg Frankenstein

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Fahrstuhl zur Hölle

Erstellt von Detlef Hedderich am 27. Februar 2009

A. F. Morland, Thomas Birker & Christian Daber
Fahrstuhl zur Hölle

Tony Ballard 4
Dreamland Productions, Rüsselsheim, 10/2008
1 CD, Grusel-/Mystery-Hörspiel, 978-3-939066-23-0, Laufzeit: ca. 61 Min., gesehen 11/08 für EUR 8.00
Sprecher: Klaus Dieter Klebsch, Tosten Sense, Dorette Hugo, Thilo Schmitz, Simon Jäger, Udo Schenk, Wolfgang Strauss, Marie Biersedt und andere
Musik: Rom Steinbrecher
Cover von Ugurcan Yüce

www.TS-Dreamland.de
www.Romantruhe.de
www.realhomepage.de/members/morland/index.html
www.ugurcanyuce.net/

„Tony Ballard“ war neben „John Sinclair“ und „Professor Zamorra“ der dritte Dämonenjäger, der in den Heftromanserien des Bastei-Verlags sein Unwesen trieb. Im Gegensatz zu den Kollegen war er lange Zeit kein Auserwählter mit besonderen Kräften, auch wenn sich seine Abenteuer schon bald als rundum phantastisch erwiesen. Die vor gut einem Jahr ins Leben gerufene Hörspielreihe führt nun zu den Anfängen des Helden zurück.

Es ist noch nicht lange her, da war Tony Ballard nur ein einfacher Polizeiinspektor in einem kleinen Dorf in England. Doch dann holte ihn die Vergangenheit seiner eigenen Familie ein. Finstere Hexen, die durch die Hand seines Urahnen gestorben waren, wollten Rache an ihm nehmen. Dem jungen Mann gelang es, sie zu besiegen.

Doch erst, als er mit seiner Freundin Vicky auf Bitten eines alten Freundes nach Spanien reiste, um dort herauszufinden, was mit dessen verschwundener Frau geschehen war, erkannte er seine wahre Bestimmung. Durch das Geld des reichen Millionärs unabhängig geworden, wurde er zum Dämonenjäger.

Und so folgt er einem Hilferuf seines Freundes Frank Esslin nach New York, der ihm von seltsamen Geschehnissen erzählt: Schon seit einiger Zeit verschwinden Menschen für einige Tage. Wenn sie dann zurückkehren, scheinen sie geistig verwirrt zu sein und töten mit Äxten aus dem 12. Jahrhundert den ersten Menschen, der ihnen über den Weg läuft. Später dann beginnen sie rapide zu altern und zerfallen quasi unter den Händen der Ärzte zu Staub.
Zusätzlich ist allen gemein, dass sie Wunden wie durch eine Folter an ihrem Körper tragen.

Schon bald findet Tony Ballard heraus, dass die Männer und Frauen einen ganz bestimmten Fahrstuhl benutzt haben. Als er diesen selbst ausprobiert, erfährt er, wohin es die anderen Opfer verschlagen und was sie dort erwartet hat. Doch kann er selbst der Todesfalle und den beiden dämonischen Brüdern, die sich seiner annehmen, entkommen? Es sieht schlecht aus.

„Fahrstuhl zur Hölle“ erzählt wieder eine der wichtigen Geschichten aus dem „Tony Ballard“-Kosmos, lernt der Dämonenjäger doch im Kerker der Vergangenheit einen seiner treusten und mächtigsten Mitstreiter kennen.

Wie auch schon die ersten beiden Folgen so weiß auch diese Episode durch ihre fast filmische Erzählweise zu überzeugen. Die Geschichte ist so gestaltet, dass man beim Hören nicht den Faden verliert und wunderbar dabei entspannen kann. Da stört es auch nicht, dass man eigentlich nur die Klischees der Gruselfilme, wie sie die Hammer Studios drehten, vorgesetzt bekommt, inklusive der sadistischen bis größenwahnsinnigen Gegenspieler, denn das Ambiente gleich die stellenweise auftretende Vorhersehbarkeit aus.

Die Sprecher sind wieder einmal gut gelaunt und übertreiben ihre Rollen nur so weit, wie es dazu passt, Musik und Soundeffekte vertiefen die Atmosphäre noch und erhöhen die ohnehin vorhandene Spannung um einiges.

Auch „Fahrstuhl zur Hölle“ schafft wie schon die anderen Episoden der „Tony Ballard“-Reihe eine gelungene Verbindung zwischen der alten Vorlage und modernem Erzählstil. Sie besitzt nicht nur nostalgischen Charme sondern bietet auch dem Hörer von heute angenehme Unterhaltung. (CS)

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Fluch der Unsterblichkeit

Erstellt von Detlef Hedderich am 15. Februar 2009

Erik Albrodt
Fluch der Unsterblichkeit

Twilight Mysteries 1
Dreamland Productions, Rüsselsheim, 10/2008
1 CD, Grusel/Mystery-Hörspiel, 978-3-939066-12-5, Laufzeit: ca. 54 Min.
Sprecher: Klaus Sonnenschein, Thomas Nero Wolff, Kim Hasper, Kellina Klein, Bert Stevens, Tobias Kluckert, David Nathan, Birgit Brockmann u. a.
Regie und Abmischung durch Erik Albrodt
Maintheme von Carsten Jessen aka Da-Buzz
Layout von Thomas Rippert

www.TS-Dreamland.de
www.daydream-factory.de

„Twilight Mysteries“ ist eine neue Serie aus dem Hause Dreamland-Productions, das zusammen mit der Daydream Factory produziert wurde. Der Autor Erik Albrodt hat bereits die Skripte der Hörspielserie „Generation 6“ und einige andere Werke verfasst. „Fluch der Unsterblichkeit“ ist der Auftakt zu seiner ersten eigenen Serie um den Geisterjäger Morton Zephyre und seine Assistenten Nina und Dave:

Alles beginnt mit einem Autounfall. Jason Sanders läuft vor den Wagen des Geisterjägers Zephyre, als dieser mit seinen Assistenten gerade auf dem Weg zu einem Einsatzort ist. Er müsste eigentlich tot sein, doch er steht auf und spricht, so als sei gar nichts mit ihm passiert. Das weckt natürlich die Neugier des Mannes, der sich intensiv mit Erscheinungen und Auswirkungen des Übersinnlichen beschäftigt.

Fast zeitgleich wird am Unfallort ein Handelsvertreter von einem Heckenschützen erschossen. Zephyre und seine Assistenten, bringen die beiden Fälle jedoch zunächst nicht miteinander in Verbindung.

Das ändert sich erst, als Filmaufnahmen beweisen, dass der Handelsvertreter gestorben ist, bevor ihn die Kugel überhaupt treffen konnte – die Bilder zeigen ihn, wie er sich an den Kopf greift und wie dieser im nächsten Moment explodiert.

Deshalb beschließen sie, sich noch einmal genauer mit Jason Sanders zu unterhalten, doch die Unterredung verläuft ereignislos. Erst der Heckenschütze, den sie in der Nähe des Hauses aufgreifen, kann ihnen eine Antwort geben – er erzählt von einem unheilvollen Vermächtnis: dem Fluch der Unsterblichkeit…

„Twilight Mysteries“ kann man getrost als eine Mischung von „Akte X“ und „Unheimliche Schattenlichter“ betrachten. Einerseits agieren Zephyre und seine Assistenten so methodisch und vorsichtig wie Regierungsagenten und sind auch für die Behörden tätig, auf der anderen Seite kommen die übernatürlichen Geschehnisse wesentlich deutlicher zum Vorschein als in der erstgenannten Serie. Aufgelockert werden die manchmal recht tief schürfenden philosophischen Betrachtungen mit ein paar coolen Sprüchen und einer Menge Action, so dass sich ein abwechslungsreiches Bild mit der einen oder andere überraschenden Wendung ergibt.

Auch die Spreche sind gut gelaunt und wissen durch ein nuanciertes Spiel zu überzeugen, das niemals aufdringlich oder übertrieben wirkt. Heraus kommt ein interessantes Hörspiel, das einem klassischen Thema neue Facetten abgewinnt und kurzweilige Unterhaltung bietet.

Auch wenn „Twilight Mysteries“ durch das etwas misslungene, weil nichts sagende, Titelbild zunächst nicht gerade interessant wirkt, so sollte man diesem verborgenen Juwel doch ruhig einmal eine Chance geben und in „Fluch der Unsterblichkeit“ hinein hören. Bereuen wird man es nicht. (CS)

Titel bei Amazon.de
Band 1: der Fluch der Unsterblichkeit

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