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Der Krieg der Elben

Erstellt von Werner Karl am 19. August 2010

Alfred Bekker
Der Krieg der Elben
Band 3

(sfbentry)
LYX-Verlag
ISBN: 9783802581427
High Fantasy
Februar 2008
Redaktion: Peter Thannisch
Karte: Daniel Ernle
Produktion: Susanne Beeh
Hardcover, 409 Seiten

www.egmont-lyx.de
www.alfredbekker.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Das Buch Der Krieg der Elben ist der 3. und letzte Teil der Elben-Trilogie von Alfred Bekker

Zum Buch:

Das Volk der Elben hat sich auf dem neuen Kontinent, Zwischenland genannt, inzwischen weit ausgebreitet. König Keandir wurde seinerzeit durch den Kampf mit dem so genannten augenlosen Seher von einer schwarzen Magie befallen (s. Band I. Das Reich der Elben). Diese gab er an seine Zwillingssöhne Andir und Magolas weiter. Während Andir sich immer mehr dem Studium seines Geistes und seiner elbischen Magie zuwandte und sich für die Regierungsgeschäfte als Thronfolger überhaupt nicht interessierte, ging es seinem Zwillingsbruder mit den Regierungsgeschäften nicht schnell genug. Durch die Hochzeit mit einer sterblichen Rhagarfrau gelangt er an ein kleines Königreich im Süden der Insel. Durch erbitterte Kriege und Bündnisse mit anderen Rhagarvölkern kann er sein Reich stark vergrößern. Um seinen Machthunger zu stillen, gab Magolas sich immer mehr der Finsternis hin. Erst recht, als das Leben seiner geliebten Ehefrau vor dem Ende steht. Er machte sich zu einem willigen Sklaven und Werkzeug von dem Herrscher Xaror, eine Kreatur der Finsternis und Bruder des augenlosen Sehers, um das Leben seiner sterblichen Frau durch einen magischen Trank zu verlängern, welchen er als Gegenleistung von Xaror erhält.

Selbst der Krieg gegen seinen Vater und sein gebürtiges Volk sowie seine eigenen Zwillinge Daron und Sarwen, welche durch dunkle Rituale Xaror später dienen sollen, setzt Magolas zwecks Lebenserhalt seiner geliebten Ehefrau aufs Spiel. Er schreckt vor nichts und niemanden zurück. Auch magische Artefakte für Xaror, welcher dieser für die Stärkung seiner finsteren Magie benötigt, um in die elbische Welt zurück zukommen, besorgt Magolas mit blutigen und kriegerischen Handlungen. So kommt es wie es kommen muss,  zu einer gnadenlosen und entscheidenden Schlacht zwischen den Elben, angeführt von König Keandir, und der Kreatur der Finsternis mit seiner Armee aus unglaublich schrecklichen und barbarischen tierischen Kriegern. Der Untergang der Elben scheint besiegelt zu sein und greifbar nahe, da nun auch noch Magolas gegen seinen Vater in den Krieg zieht.

Für Spannung hat Alfred Bekker mehr als genug gesorgt, erfand er doch immer neue gemeingefährliche Kreaturen der schwarzen Magie und Fantasieungeheuer, gegen die die Elben kämpfen mussten. Obwohl in dem spannungsgeladenen Buch viele blutige, schreckliche und ereignisreiche Schlachten beschrieben wurden, schaffte der Autor es immer wieder durch den geschickten Einsatz von schlachtenlosen interessanten Nebenschauplätzen dem Leser eine gewisse Ruhephase zu gönnen. Die Hauptprotagonisten wurden wieder durch den fantastischen und detailreichen Schreibstils zum Leben erweckt und entführten den Leser in eine andere Welt, eben in die Welt des Zwischenlandes. Aufgrund der Landkarte im Buch konnte der Leser die doch recht imposanten weiten Wege der Elben gut mitverfolgen.

Diese Trilogie kann ich nur jedem Fantasiebegeisterten empfehlen. Ist der erste Teil zwar noch etwas vage und vorsichtig, so kommt im zweiten Teil die spannende Handlung richtig in Fahrt. Dies hat der Autor für den dritten und finalen Teil übernommen und weiter gesteigert, sodass der Leser es kaum erwarten kann, das Ende lesend zu erreichen. Ich konnte das Buch nur sehr schwer aus den Händen legen, es hat mich voll in den Bann der Elben gezogen.

Um am dem Leben der Elben weiter teilhaben zu können, hat Alfred Bekker den Elbenzwillinge Daron und Sarwen eine eigene Bücherreihe gewidmet. Aus der Reihe Elbenkinder sind bislang fünf Bücher für unsere jungen, Fantasie begeisterten Leser erschienen.

Copyright by Walter Gasper 2010

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Gideon

Erstellt von Werner Karl am 16. August 2010

Jacqueline Frank
Gideon
Schattenwandler 2

(sfbentry)
Gideon, USA, 2007
Egmont LYX, Köln, 12/2009
TB mit Klappbroschur, Romantic Mystery, Urban Fantasy,
ISBN 978-3-8025-8237-0
Aus dem Amerikanischen von Karina Schwarz
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung eines Motivs von Shutterstock/mehmet alei

www.egmont-lyx.de
www.jacquelinefrank.com
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www.shutterstock.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Nachdem Jacqueline Frank in „Jacob“, dem ersten Band der „Schattenwandler“-Serie, Setting und Akteure vorstellte und – natürlich – den Titelhelden mit Isabella, der Frau seines Lebens verbandelte, ist nun der nächste Dämon an der Reihe. Man kennt das Schema von vergleichbaren Reihen (aus den Federn von Lara Adrian, Lynsay Sands, Kathie MacAlister u. a.). Die Nebendarsteller sind nun die Hauptfiguren, es gibt ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren und den einen oder anderen Aha-Effekt:

Gideon, der Älteste der Dämonen und ihr Heiler, kehrte erst Kürzlich aus seinem selbst auferlegten Exil zurück. Vor einigen Jahren wäre er beinahe seinen dunklen Begierden erlegen, denn Magdalena, die Schwester des Königs, entfachte das Feuer der Leidenschaft in ihm. Entsetzt über sein Tun zog sich Gideon zurück und verletzte dadurch die Frau, die er von ganzem Herzen liebt – und die seine Gefühle erwidert. Nun müssen beide mit ihren Empfindungen zurechtkommen und eine Lösung für ihr Dilemma finden, was ihnen umso schwerer fällt, als sie erkennen, dass eine Prägung stattgefunden hat – dass sie füreinander bestimmt sind! Ihr Glück ist jedoch in großer Gefahr, denn alte Feinde schlagen zu …

Die Beziehung von Gideon und Legna ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Das Hin und Her, das die beiden trotz ihres Alters von etlichen hundert Jahren wenig reif erscheinen lässt, nimmt den meisten Raum ein, und die eigentliche Handlung bleibt darüber leider auf der Strecke. Erschien Gideon in „Jacob“ noch als eine faszinierende Persönlichkeit, so wird er nun auf einen sturen Macho reduziert, der letztlich doch nicht gegen seine Leidenschaft ankommt und seine jungfräuliche (!) Auserwählte in grafischen Szenen beglückt.

Der Verlauf der Geschehnisse und die Figurenkonstellationen ähneln denen des ersten Bandes, so dass es keine großen Überraschungen gibt. Ist man zufrieden mit einer leicht erotischen, unterhaltsam geschriebenen Love-Story, die im phantastischen Milieu angesiedelt ist, wird man sein Vergnügen an der Lektüre haben, auch wenn dieser zweite in sich abgeschlossene Roman nicht an seinen Vorgänger heranreicht. Erwartet man mehr – insbesondere mehr Fantasy und Spannung -, ist man mit anderen Titeln besser beraten.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

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Knoblauch, Kreuz und Weihwasser

Erstellt von Werner Karl am 15. August 2010

Scott Bowen
Knoblauch, Kreuz und Weihwasser – Ein Handbuch für Vampirjäger

(sfbentry)
The Vampire Survival Guide. How to Fight, and Win, Against the Undead, USA, 2008
Egmont LYX, Köln, dt. Erstausgabe: 10/2009
TB, Horror-Parodie
ISBN 978-3-8025-8233-2
Aus dem Amerikanischen von Daniel Müller
Titelgestaltung von HildenDesign, München
Zweifarbige Illustrationen (schwarz-rot) im Innenteil von Daniel Ernle

www.egmont-lyx.de
www.hildendesign.de
www.ernle.de/

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Vampire zählen mit zu den beliebtesten Figuren des Horror-Genres. Durch TV-Serien wie „Buffy the Vampire-Slayer“ und Romane wie „Twilight“ wurde in den späten 1990er Jahren bzw. nach 2005 ein wahrer Hype ausgelöst. Im Laufe der Jahre haben die Vampire so manchen Wandel erfahren und wurden von gnadenlosen, bösen Blutsaugern, wie sie Bram Stoker in „Dracula“ beschrieb, zu missverstandenen Kreaturen, die einfach nur (über-) leben wollen, während sie die Menschen vor anderen finsteren Wesen beschützen, so zu Helden und auch zu nimmermüden Liebhabern aufstiegen, die ihren Hunger kontrollieren können. Auch ihr Hintergrund wurde von den Autoren immer wieder neu definiert.

Mittlerweile gibt es neben den klassischen Untoten, die durch den Biss eines älteren (Ur-) Vampirs in einen wahlweise edlen oder zombiehaften Blutsauger verwandelt wurden, solche, die von einem anderen Planeten kamen oder an einem Virus erkrankte (mutierte) Menschen sind usw. Selbst ihre Stärken und Schwächen sind mannigfaltig und von Buch zu Buch anders. Eingefleischte Fans sind davon überzeugt: Die Vampire sind mitten unter uns. Wenn man nicht gerade selber einer werden möchte, wie schützt man sich und seine Lieben dann vor den bösen Blutsaugern? Denn natürlich sind sie finstere Kreaturen und nicht so nobel, wie die moderne Literatur behauptet.

Wer daran zweifelt, möge „Knoblauch, Kreuz und Weihwasser“ lesen, ein „Handbuch für Vampirjäger“, das in sechs Kapiteln (und mehreren Unterkapiteln) ausführlich „Das Wesen der Vampire“ beschreibt, darüber hinaus verrät, „Was tun bei einer Infektion?“ und eine Einführung gibt in „Ihr neuer Job: Vampirkiller!“. Natürlich ist dieser Beruf gefährlich, darum erfährt man „Wie man die eigene Haut rettet (und die einiger anderer obendrein)“, was präventiv gemacht werden kann, „Wenn das Unheil naht“ und zu beachten ist, „Wenn das Blut in Strömen fließt …“

Dabei beruft sich der Autor auf überlieferte Quellen, die aus der ganzen Welt stammen und durch graue Unterlegung aus den übersichtlich angeordneten Textblöcken hervorgehoben werden. Die übrigen Kenntnisse beruhen zweifelsfrei auf dem Wissen über den klassischen Vampir und Erfahrungen … Durch rote Schrift werden besondere Hinweise gekennzeichnet oder eingeleitet, und spezielle Fragen sind durch ein rotes Fragezeichen unterlegt. Für zusätzliche Auflockerung sorgen kleine und große, thematisch passende, comichafte Illustrationen.

„Knoblauch, Kreuz und Weihwasser“ ist eine gelungene Parodie auf das ‚Vampir-Unwesen’. Die Kapitel sind witzig zu lesen, sprechen jedoch mehr den typischen Amerikaner an als den deutschen Vampir-Fan, der nicht jede Anspielung nachvollziehen kann, da sein Alltag ein anderer ist. Als lustiges Geschenk oder Mitbringsel auf einer Halloween-Party ist das Buch sehr geeignet. Man wird es zwar nicht wie einen Roman Seite für Seite lesen, aber immer wieder gern darin blättern, daraus vor Freunden zitieren und Spaß an den treffenden Illustrationen haben. Insgesamt bietet der aufwändig gestaltete Titel ein kurzweiliges Lese-Vergnügen für Genre-Fans, die makabren Humor und Parodien zu schätzen wissen.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Die Könige der Elben

Erstellt von Werner Karl am 25. Juli 2010

Alfred Bekker
Die Könige der Elben
Band 2

(sfbentry)
Die Könige der Elben (November 2007) bei Lyx
Verlegt durch Egmont Verlagsgesellschaften
ISBN: 9783802581281
High Fantasy
Karte von Daniel Ernle
Umfang: 411 Seiten

www.egmont-lyx.de

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Das Buch Die Könige der Elben ist der 2. Teil der Elben-Trilogie von Alfred Bekker

Zum Buch:

Nach der Ankunft und dem Einleben auf dem Zwischenland erfolgte eine erste große Schlacht zwischen den Elben und den in Elbenaugen kurzlebigen Menschen, Rhagar genannt. Die Verluste waren auf beiden Seiten groß, sodass für ein Zeitalter niemand in der Lage war, erneut einen Krieg zu führen. Doch dann tut sich für die Elben ein neuer Feind auf, gefährlicher als die Menschen, unberechenbar und scheinbar nicht von deren Welt. Dieser Feind befehligt eine riesige Trorkarmee, welche zu allem bereit und erbarmungslos sich selbst und ihren Gegner gegenüber sind. War im ersten Teil der Trilogie die Handlung noch als ruhig und vage zu beschreiben, geht es hier nun deutlich kämpferisch und ereignisreicher zur Sache.

König Keandir und Magolas, einer seiner Zwillingssöhne, bekommen gedanklich und tatsächlich Besuch von dem unheimlichen Trorkherrscher. Dieser stiehlt die Zauberstäbe des augenlosen Sehers, ein bis dato noch von den Elben unerforschtes Artefakt voller Magie, und hinterlässt einen bedeutenden Hinweis über die in der großen Schlacht an der arantanischen Mauer verschwundenen magischen Elbensteinen. Nach dieser Begegnung macht sich König Keandir auf die Suche nach diesen verschwundenen Steinen und übergibt die Regierungsgeschäfte stellvertretend an seinen Sohn Magolas. Dieser hat sich, im Gegensatz zu seinem Zwillingsbruder Andir, der sich den Schriftgelehrten und Magiern zugewendet hat, nun als stellvertretender Herrscher des Zwischenlandes zu beweisen, was einiges von ihm abverlangt. Erst Recht, als ein Rhagarkönig mit seiner liebreizenden Tochter ihn um kriegerische Unterstützung bittet. Magolas verliebt sich sofort in die Prinzessin und gewährt elbische Hilfe.

Durch die Suche nach den Elbensteinen und die Hilfe Magolas ergeben sich viele reisende und nicht zuletzt auch kriegerische Bewegungen in diesem Buch. Aber dank der zu Anfang des Buches zu findende Landkarte des Zwischenlandes, verliert der Leser nicht so schnell den Überblick über die Reisen und neuen Länder.

Die Hauptcharaktere:

Alfred Bekker hat in dem zweiten Teil seiner Elben-Trilogie die im ersten Teil etwas vermissende Spannung und das Potenzial sehr gut ausgenutzt, vorteilhaft für das Buch umgesetzt und eine gute Dynamik in die Story gebracht. Der Leser taucht ein in eine fantastische Welt voller Spannung und Schlachten, welche unter zu Hilfenahme der abgedruckten Karte gut überschaubar und verfolgbar sind. Die gut gezeichneten Hauptprotagonisten König Kheandir mit seiner Gemahlin Ruwen, seinem Sohn Magolas und dessen Zwillingsbruder Andir, der in diesem Band eher noch eine untergewichtige Rolle spielt, und seinem weiteren engeren Gefolge erfahren ein Leben aufgrund des tollen facetten- und detailreichen Schreibstils.

Hierdurch wird der Leser regelrecht  in das so genannte Zwischenland mit seinen fantastisch beschriebenen Fantasiewesen und Schlachten entführt. Alfred Bekker wird nicht müde, dem Leser immer wieder neue, interessante Fantasiewesen dar zu bieten, um die von Anfang an gut aufgebaute Spannung nicht zu verlieren. Im Gegenteil, durch den gefühlvollen Einsatz und die Handlung dieser neuen Fabelwesen baut sich die Spannung immer weiter auf, sodass der Leser geneigt ist, das Buch erst am fantastischen finalen und doch nicht absoluten Schluss aus der Hand zu legen.

Copyright by Walter Gasper 2010

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Ghostwalker – Pfad der Träume

Erstellt von Werner Karl am 17. Juli 2010

Michelle Raven
Ghostwalker – Pfad der Träume
Ghostwalker 2

(sfbentry)
LYX
Egmont Verlagsgesellschaften mbH
ISBM 978-3-8025-8225-7
Fantasy/Erotik
1. Auflage Februar 2010
Umschlaggestaltung: HildenDesign, München
Umschlagillustration: © HildenDesign unter Verwendung
eines Motivs von Leonard Mc Lane / Gettty Images
und Melissa Schalke / Shutterstock
Taschenbuch, 440 Seiten

www.egmont-lyx.de
www.michelleraven.de
www.michaela-rabe.de
www.ghostwalker.michelleraven.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.deZur Autorin:

 

Michelle Raven stammt aus Hannover und arbeitet heute als ?ibliotheksleiterin in Niedersachsen. Zuvor war sie in der Library of Congress in Washington, DC tätig und bereiste zwecks Recherche für die Schauplätze ihrer Romane den Westen der USA. Ravens Roman „Perfektion“, den sie unter ihrem bürgerlichen Namen Michaela Rabe veröffentlichte, wurde 2008 mit dem „DeLiA-Literaturpreis“ ausgezeichnet.

Zum Buch:

Mit „Ghostwalker – Pfad der Träume“ setzt die Autorin Michelle Raven ihre Reihe rund um die Gestaltwandler fort.

Kainda, die Leopardenwandlerin hat sich von ihrer Schwester Jamila getrennt. Kainda möchte unbedingt einen Weg finden nach Afrika zurück zu kommen. Jamila ist noch zu schwach sie zu begleiten und so verbleibt sie im Lager der Berglöwenwandler um dort auf Nachrichten ihrer Schwester zu warten. Kainda jedoch ergeht es nicht gut. Sie wird erneut verfolgt und dann auch noch von einem LKW angefahren. Der hilfsbereite Fahrer bringt sie in eine nahe gelegene Tierklinik wo Kainda vom Tierarzt Ryan aufopferungsvoll umsorgt wird. Der freundliche LKW-Fahrer und seine Familie jedoch werden Opfer eines Überfalls. Gibt es hier einen Zusammenhang zur Rettung Kaindas?

Ryan Thorne, der junge Tierarzt, ist fasziniert von der Leopardin, der er den Namen Ethana gibt. Die Leopardin ist so zahm und zutraulich, wie er es noch nie erlebt hat. Auch, wenn er alle seine Pfleglinge immer sehr gerne hat, so fühlt er sich speziell zu Kainda besonders hingezogen, fast wie zu einem Menschen. Auch Kainda entwickelt starke Gefühle für Ryan, aber wie soll sie ihm das zeigen? Schließlich ist sie in Tiergestalt und kann sich nicht in eine Frau verwandeln ohne ihr Geheimnis preiszugeben. Dennoch knistert es gewaltig zwischen Kainda und Ryan und eines Nachts gibt Kainda sich der Leidenschaft hin.

Im Lager der Berglöwenwandler kommen sich in der Zwischenzeit Finn, der neue Anführer, und Jamila immer näher. Einige Berglöwen beobachten diese Entwicklung sehr skeptisch denn ihre Erinnerung an Jamila und Kainda sind nicht gerade positiver Natur. Dennoch können auch Finn und Jamila nicht wirklich voneinander lassen. Das Buch knistert also auf der Basis dieser zwei Liebesbeziehungen nur so vor Erotik und die Autorin versteht es den Leser zu fesseln und die Gefühle der einzelnen Charaktere so eindringlich zu beschreiben, dass man mit ihnen hofft und bangt, liebt und leidet.

Neben der Liebe spielen natürlich auch die Verfolger der Gestaltwandler wieder eine große Rolle in diesem Buch. Immer neue Verdachtsmomente ergeben sich und die Wandler halten trotz ihrer internen Unstimmigkeiten zusammen und begeben sich auf die Suche nach der verschwundenen Kainda. Dann taucht noch ein großer Unbekannter auf. Auf welcher Seite er stehen mag, erschließt sich nicht sofort und so bleibt genügend Spielraum für Spekulationen.

Alle Leser, die bereits den ersten Teil kennen, fühlen sich gleich zu Beginn wieder in die Welt der Berglöwenwandler zurückversetzt und treffen viele alte Bekannte wieder. Aber auch Neulinge kommen nicht zu kurz, denn Michelle Raven lässt die vorangegangenen Ereignisse immer an passender Stelle mit in die Erzählung einfließen, so dass die Lektüre des ersten Bandes nicht unbedingt Voraussetzung für das Lesen dieses Buches ist. Ich kann „Pfad der Träume“ allen Leser/n/innen nur wärmstens ans Herz legen, vielleicht in erster Linie dem weiblichen Geschlecht. Berauschende erotische und fantastische Literatur für entspannte Lesestunden.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Weitere Bücher der Reihe:
Ghostwalker Band 1 – Ghostwalker – Die Spur der Katze

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Versuchung des Zwielichts

Erstellt von Werner Karl am 5. Juli 2010

versuchung-des-zwielichtsLynn Viehl
Versuchung des Zwielichts
Darkyn 1

(sfbentry)
If Angels Burn – A Novel of the Darkyn, USA, 2005
Egmont LYX, Köln, dt. Erstausgabe: 04/2010
TB mit Klappbroschur
Romantic Mystery, Horror, Erotik
ISBN 978-3-8025-8269-1
Aus dem Amerikanischen von Katharina Kramp
Titelgestaltung von HildenDesign/Ramona Popa, München
unter Verwendung von mehreren Motiven von Shutterstock

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http://pbackwriter.blogspot.com/
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Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Sheila Kelly ist eine amerikanische Autorin, die in verschiedenen, überwiegend romantischen Genres schreibt und für jedes ein anderes Pseudonym verwendet. Unter dem Namen Lynn Viehl verfasst sie phantastische Romane, darunter die „Darkyn“-Serie, von der in den USA derzeit sieben Bände (2005 – 2009) vorliegen. „Versuchung des Zwielichts“ ist das erste Buch dieser Reihe, und das Grundthema sind die derzeit überaus beliebten Vampire (Dark Kyn = dunkle Verwandte).

Alexandra Keller ist eine begnadete Chirurgin, die nicht nach Ruhm und Reichtum strebt, sondern Menschen helfen möchte, die durch einen Unfall oder eine Gewalttat entstellt wurden. Nachdem ein Magazin sie zur ‚schnellsten‟ Ärztin kürte, interessiert sich plötzlich ein gewisser Michael Cyprien für sie und bittet sie, zu ihm nach New Orleans zu fliegen und ihn zu operieren. Als Alexandra die wiederholten Anfragen und sogar ein Honorar von vier Millionen Dollar ausschlägt, weil ihr die Schicksale der wahren Bedürftigen wichtiger sind als die Spinnereien eines reichen Schnösels, lässt Michael sie entführen. Zunächst ist Alexandra wütend und will das Anwesen augenblicklich verlassen, doch dann beginnt Michaels Fall sie zu interessieren: Ein durch Gewalt zerstörtes Gesicht wie seines und diese Form der raschen Selbstheilung hat sie noch nie gesehen.

Die Operation gelingt, aber was danach passiert, zerstört Alexandras bisheriges Leben für immer. Während sie ihre Belange regelt und die Veränderungen an sich erforscht, hat Michael ein waches Auge auf sie. Es gibt vieles, was er ihr über die „Darkyn“ erzählen muss, Gefahren, vor denen es sie zu warnen gilt – und unmittelbare Bedrohungen, von denen er selbst nichts ahnt. Am liebsten würde er Alexandra bei sich behalten, und das nicht nur weil sie seine Sygkenis und für seinesgleichen nützlich ist. Doch obwohl auch sie sich zu ihm hingezogen fühlt, weist sie ihn ab. Erneut lässt Michael sie entführen und muss schon bald darauf erfahren, dass sein Haus nicht so sicher ist, wie er dachte …

Über Vampire wurde gerade in jüngerer Zeit viel geschrieben, und auch Lynn Viehl versucht, dem Mythos eine neue Facette hinzuzufügen. Sie nennt ihre Blutsauger Vrykolakas oder Darkyn und lässt sie lange Zeit glauben, ein Fluch habe sie einst getroffen. Zwar sind sie nahezu unsterblich und verfügen über erstaunliche Gaben, aber sie können sich nicht reproduzieren oder beliebig normale Menschen wandeln, so dass ihre Zahl immer weniger wird. Teilweise gibt es Feindschaften innerhalb ihrer Schar, doch die gefährlichsten Gegner sind die Mitglieder eines Ordens, der ohne Wissen der Kirche agiert und die Vampire seit Generationen jagt.

Durch Alexandra Keller eröffnen sich plötzlich völlig neue Perspektiven für die Darkyn. Sie deckt Fakten auf, die ihnen trotz ihrer Reichtümer und Möglichkeiten unbekannt waren, und offeriert durch ihre ‚Andersartigkeit‟ dem Anführer völlig neue Perspektiven, die weder ihr noch Michael Cyprien, der sie als ‚seine Schöpfung‟ für sich beansprucht, gefallen. In Folge muss die Chirurgin nicht nur den mysteriösen Orden, dem sich ihr Bruder angeschlossen hat, fürchten, sondern auch den Mann, der für Michael wie ein Vater war, dessen gefährlichsten Handlanger, der seinen eigenen Jardin (franz. Garten = Gruppe) anführen möchte, und eine Person, mit der überhaupt niemand gerechnet hat.

Die mit den Vampiren in Zusammenhang stehenden Ideen der Autorin sind interessant und erlauben ein reizvolles Setting mit amerikanisch-französisch-kirchlichem Background. Die kleinen Schwachpunkte (z. B. sind die Menschen des Mittelalters sehr viel kleiner als der moderne Durchschnittsbürger, die Darkyn haben sich in den Jahrhunderten zwar erfolgreich, doch sehr einseitig angepasst und die Medizin, was unglaubwürdig wirkt, völlig vernachlässigt, Alexandras chirurgische Fähigkeiten werden sehr simpel und in Superlativen geschildert) sind vernachlässigbar, denn das Hauptanliegen ist trotz vieler spannender Entwicklungen die Romanze zwischen Alexandra und Michael.

Vom ersten Moment an ist ihre Beziehung angespannt, und obgleich sie voneinander fasziniert sind, bleibt Alexandra distanziert – nachdem sie entführt wurde, man ihr altes Leben zerstörte und auch noch erwartet, dass sie eine brave Sygkenis ist, sein williges Geschöpf, das sich ihm in allem unterwirft. Michael ist das Selbstbewusstsein einer modernen Frau nicht gewohnt, und so gibt es ständig Reibereien, die hin und wieder in erotischen Szenen gipfeln. Diese sind grafisch beschrieben, die Wortwahl ist nicht selten derb. Dies fügt sich jedoch problemlos in den Erzählstil und die Dialoge ein, da sich die Autorin eines flüssigen, flotten Stils bedient und ihre Protagonisten reden lässt, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist.

Vage erinnert Alexandra an „Buffy“, kommt als Frau von Ende zwanzig/Anfang dreißig Jahren aber dankenswerterweise nicht so schnoddrig daher wie ein Teenie. Die Charaktere erfüllen ihre Rollen, denn sie sind sympathisch, geheimnisvoll, dubios, fehlgeleitet oder durch und durch böse, und können überzeugen. Es gibt mehrere Handlungsebenen, in denen eine Menge passiert – und nicht bloß Gezicke, Gezanke und Gef…., so dass unterm Strich eine kurzweilige Lektüre herauskommt. „Darkyn“ ist nur bedingt geeignet für eingefleischte Genre-Fans, denn letztlich handelt es sich doch um Romantic Mystery. Der Titel wendet sich in erster Linie an romantische Leserinnen ab 15 Jahre, die es spannend und erotisch zugleich mögen und auf dem Vampir-Hype mitfahren. Schätzt man Titel wie Lori Handelands „Wolfskuss“ oder Lara Adrians „Geliebte der Nacht“, wird man auch von „Darkyn“ nicht enttäuscht.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

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Lieber Tod als Teufel

Erstellt von Werner Karl am 2. Juli 2010

lieber-tod-als-teufelAmber Benson
Lieber Tod als Teufel
Jenseits GmbH 1

(sfbentry)
Death’ Daughter. A Calliope Reaper-Jones Novel, USA, 2009
Egmont LYX, Köln, dt. Erstausgabe: 10/2009
TB mit Klappbroschur, Mystery, Urban Fantasy
ISBN 978-3-8025-8166-3
Aus dem Amerikanischen von Jakob Schmidt
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung von mehreren
Motiven von Simon Podgorsek/Istock und VolkOFF-ZS-BP/Shutterstock
Autorenfoto von Andrew Orth

www.egmont-lyx.de
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Eingefleischte „Buffy“-Fans wissen es natürlich: Amber Benson spielte in der populären TV-Serie Tara Maclay. Wer nun annimmt, dass ihr Debüt-Roman „Lieber Tod als Teufel“ eine Hommage darstellt, dem muss man mit ‚Jein’ antworten. Tatsächlich erlebt man auf den ersten Seiten eine unwillige Heldin, die in eine Rolle gedrängt wird, die sie nie hatte haben wollen. Immer wenn die Sache schlecht läuft, jammert und zickt sie, aber hat sie einmal Oberwasser, trumpft sie frech auf. Der Erzählton ist flüssig, zeitgemäß und etwas schnoddrig. Also doch „Buffy“? Nicht ganz, denn Calliope Reaper-Jones entwickelt im Laufe der Handlung eine eigene Persönlichkeit, und die Story löst sich von dem vermeintlichen Vorbild. Die Protagonistin wird auch nicht ausgeschickt, um Monster zu eliminieren, sondern hat drei Aufgaben zu bewältigen, damit sie als würdig erachtet wird, das vakante Amt des Todes zu übernehmen. Und schon ist man mitten drin in einem bunten, kurzweiligen Abenteuer.

Diese Missionen zu erfüllen, ist alles andere als einfach, denn nicht nur sind die Aufgaben sehr schwer, Callie verliert außerdem erst ihren hilfreichen Faun, dann das Vertrauen ihrer intelligenten Schwester, und schließlich soll sie sich auf den Protegé des Teufels verlassen, der selber gern der neue Tod wäre. Schon weil Daniel ein echter A…. ist, will Callie, obwohl sie wirklich nicht scharf auf dieses Amt ist, nicht klein beigeben. Zudem hat sie nur so eine Chance, ihren Vater – der letzte Tod -, ihre ältere Schwester Thalia und andere verschwundene Mitglieder der „Jenseits GmbH“ zu finden und zu verhindern, dass ihrer ganzen Familie die Unsterblichkeit genommen wird. Gerät Callie in Schwierigkeiten, findet sich so mancher Helfer, aber die einen, wie die Göttin Kali, erwarten von ihr im Gegenzug Gefälligkeiten, deren Ausmaß nicht absehbar ist, und den anderen darf sie überhaupt nicht vertrauen. Fast zu spät findet sie heraus, dass jemand Unbekanntes sie als die Entführerin ihrer Angehörigen anzuprangern versucht und nicht jeder der ist, der er vorgibt zu sein. Als sie die Vermissten endlich entdeckt, erlebt sie eine böse Überraschung …

Die Handlung ist quirlig und turbulent, ein Höhepunkt jagt den nächsten, und irgendwie nimmt man der Autorin auch nicht ihren laxen Ton übel, der zwischen sarkastischen Kommentaren, Gequengel und Gejammer schwankt. Action, unvorsehbare Wendungen und ein paar Gags halten den Leser bei der Stange. Romantische Gefühle und ein Hauch Erotik kommen auf, sind aber nicht das Hauptanliegen. Wer sich auf „Lieber Tod als Teufel“ einlässt, erlebt einen Streifzug durch Mythen und Legenden und entdeckt eine faszinierende Welt, in der sich moderne und traditionelle Motive der Phantastik gelungen vermischen. Amber Bensons Auftaktband liest sich ein wenig wie „Buffy“, Karen Chance und Mary Janice Davidson, ist aber nicht ganz so extrem auf ‚Witz komm raus’ angelegt und verfolgt eine ganz eigene Linie. Insbesondere Leserinnen, die Spaß haben an Fantasy/Mystery, toughen Heldinnen wider Willen und einer Handlung, die mehr als eine schwülstige oder derb-erotische Romanze bietet, dürften an diesem Band viel Vergnügen haben. Eine Fortsetzung ist geplant.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Der Elbenschlächter

Erstellt von Werner Karl am 29. Juni 2010

der-elbenschlachterJens Lossau & Jens Schumacher
Der Elbenschlächter

(sfbentry)
Die Kriminalfälle des IAIT 1
Egmont LYX, Köln, Originalausgabe: 04/2010
TB mit Klappbroschur, Fantasy, Krimi, Steampunk
ISBN 978-3-8025-8257-8
Titelgestaltung von HildenDesign, München
Autorenfoto von S. Ott

www.egmont-lyx.de
www.jenslossau.de
www.jensschumacher.eu
www.hildendesign.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

In Foggarts Pfuhl, einem dubiosen Stadtviertel von Nophelet, geschehen innerhalb weniger Tage fünf bestialische Morde. Den Opfern gemein ist, dass es sich ausnahmslos um junge Elbenstricher handelt, deren Körper völlig blutleer und um ein bestimmtes Körperteil beraubt zurückgelassen wurden. Natürlich fällt der erste Verdacht auf die Vampire, die jedoch bestreiten, damit etwas zu tun zu haben, zumal sie den fragilen Frieden zwischen ihresgleichen und den anderen Spezies nicht leichtfertig aufs Spiel setzen würden. In Folge beauftragt das IAIT, das Institut für angewandte investigative Thaumaturgie, das sich auf die Aufklärung magischer Verbrechen spezialisiert hat, zwei Agenten, den Lichtadept Meister Hippolit und den Troll Jorge, die Verbrechen aufzuklären. Das ist gar nicht so einfach, denn nicht nur tappen beide lange im Dunkeln, die Ermittlungen werden auch dadurch erschwert, dass der Verjüngungszauber des alten Magiers nicht ganz glückte, so dass er nun den Körper eines Jugendlichen besitzt, und natürlich glaubt ihm keiner, ein Mitglied des IAITs zu sein, während Jorge immer wieder aneckt, weil nicht jeder Trolle mag.

Ein Mitglied des Königshauses bittet um Diskretion und weckt dadurch den Argwohn von Hippolit und Jorge. Der vermeintliche Täter, der wenig später wegen seines hohen Blutbedarfs von der Garde verhaftet wird, erweist sich als unschuldig. Auf eine heiße Spur stößt das Team erst, als ein Elbenstricher, dessen Freund ermordet wurde, einige interessante Hinweise gibt. Offenbar geht es um eine neue Droge, die sich nur aus Substanzen, die in Elben-Körpern vorhanden sind, gewinnen lässt. Aber noch passen die Puzzle-Teile nicht zusammen, und der Mörder läuft weiterhin frei umher …

Nachdem man als Phantastik-Freund zuletzt vor allem Romatic Fantasy und Romantic Mystery oder mit Splatter das andere Extrem von den Verlagen angeboten bekam, ist jeder Titel, der von diesen Spielarten abweicht, hoch willkommen – endlich Abwechslung! Dies trifft auch auf „Der Elbenschlächter“ zu, dem ersten Band der „IAIT“-Reihe, an der Jens Lossau und Jens Schumacher, die schon öfters zusammen gearbeitet haben, gemeinsam schreiben. Man kann den Roman in die Rubrik ‚Fantasy-Krimi‟ einordnen, ein Subgenre, das nicht allzu häufig zu finden ist (Randell Garrett: „Lord Darcy“, John Maddox Roberts: „Mord in Tarsis“, Martin Scott: „Thraxas“ – um einige Beispiele zu nennen), wohingegen der ‚Horror-Krimi‟ bzw. ‚Mystery-Thriller‟ eine höhere Verbreitung hat.

In „Der Elbenschlächter“ mischen sich traditionelle Fantasy- und Krimi-Elemente zu einer gelungenen Einheit. Die Autoren arbeiten mit gängigen und beliebten Archetypen (Elben, Trollen, Vampire, Magier, Stricher etc., dem klassischen Mord und den üblichen Ermittlungsarbeiten), denn es bringt nichts, mit Gewalt etwas Neues erfinden zu wollen. Umso erfreulicher sind darum die gelegentlichen Eigenschöpfungen wie das ‚Vulwoog, ein Fahrzeug, das einen Hauch Steampunk verbreitet.

Jens Lossau und Jens Schumacher scheinen ein Faible für skurrile Duos zu haben, denn auch eine andere Gemeinschaftsproduktion, eine Krimi-Serie, profitiert von zwei gegensätzlichen, schrulligen Beamten. Es ist zwar schon etwas weit hergeholt, Hippolit und Jorge mit Terence Hill und Bud Spencer, Sherlock Holmes und Dr. Watson oder „Clever & Smart“ zu vergleichen, wie es der Klappentext tut, und auch die Running Gags (die Troll-Sprichwörter, Hippolits jugendliches Aussehen, Jorges Freude an Gelagen und Prügeleien etc.) nutzen sich durch zu viele Wiederholungen ab, dennoch liest sich der Roman recht lustig und vor allem kurzweilig. Richtig in die Tiefe gehen die Charaktere nicht; sie erfüllen lediglich ihre Rollen. Man erfährt selbst über die Hauptfiguren nur wenig. Sie reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, und erlangen dadurch Individualität.

Die abwechslungsreiche Handlung steht im Vordergrund und wird flüssig und routiniert abgespult. Man folgt der Geschichte gern bis ans für erfahrene Leser nicht ganz unerwartete Ende. Schätzt man Fantasy mit Krimi-Elementen und einer guten Portion (derben) Humor, sollte man einen Blick in „Der Elbenschlächter“ werfen. Das Buch weiß gut zu unterhalten und überzeugt trotz kleiner Schwächen. Hat man Gefallen an Hippolit, Jorge und ihrer Welt gefunden, darf man sich auf weitere Bände freuen.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Der Kristall des Chaos

Erstellt von Werner Karl am 29. Juni 2010

der-kristall-des-chaosJennifer Fallon
Der Kristall des Chaos
Gezeitenstern-Saga 4

(sfbentry)
The Chaos Crystal, Australien, 2008
Egmont LYX, Köln, 04/2010
PB mit Klappbroschur, Fantasy, Adventure,
ISBN 978-3-8025-8245-5
Aus dem Australischen von Katrin Kremmler und Rene Satzer
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung eines
Motivs von Shiva/Shutterstock und von Buddhadl/Shutterstock
Karte von Russell Kirkpatrick

www.egmont-lyx.de
www.jenniferfallon.com/
www.hildendesign.de
www.shutterstock.com
www.russelkirkpatrick.com/

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Amyrantha steht eine gewaltige Königsflut der Gezeiten bevor, und nicht nur die Untsterblichen bekommen dies zu spüren. Während ihre Kräfte schneller als erwartet wachsen, haben die Menschen und Tiere unter heftigen Stürmen und unerklärlichen Hitze- oder Kälteperioden zu leiden, da auch das Wetter von der Macht des Gezeitensterns beeinflusst wird. Doch dies ist noch ihr geringstes Problem, auch wenn sie davon nichts ahnen. Denn im eisigen Jelidien erfährt der ehemalige Meisterpion Declan Hawkes, welche Ziele sein Vater Lukys wirklich verfolgt: Auf dem Höhepunkt der Flut will er ein Tor zu einer anderen Welt öffnen, um Amyrantha zusammen mit einigen der anderen Unsterblichen für immer zu verlassen. Ein Plan, der Declan als Mitglied der Bruderschaft des Tarot an sich gut gefallen würde, wenn das anschließende Zuschnappen des Dimensionstores nicht den Nebeneffekt hätte, die zurückbleibende Welt mit all ihren Bewohnern komplett zu vernichten.

Um Amyrantha vor dem Untergang zu bewahren, bleibt dem Meisterspion nur eine Möglichkeit; er muss sich mit den übrigen Gezeitenfürsten verbünden und versuchen, mit ihnen zusammen Lukys und die anderen zu stoppen. Aber das ist leichter gesagt als getan. Unterdessen muss Arkady mit dem Schock fertig werden, dass ihr todgeglaubter Vater noch lebt und all die Jahre ein Gefangener Stellan Deseans, ihres Ehemannes, war. Und genau wie sie selbst befindet sich auch Bary Morel nun in den Händen des skrupellosen Gezeitenfürsten Jaxyn, der keinen Zweifel aufkommen lässt, dass er um das Druckmittel weiß, das er gegen Arkady in der Hand hat. So muss sie tatenlos mit ansehen, wie er ihre ehemaligen Untertanen und Crasii in einen Krieg gegen das Volk von Caelum führt und zusammen mit den beiden Unsterblichen Diala und Lyna seine Macht mehr und mehr ausdehnt.

In ihrem vierten und letzten Band um die Welt Amyrantha und ihre mächtigen Gezeitenfürsten zieht Jennifer Fallon noch einmal alle Register. Durch ihre Enthüllungen über die wahre Herkunft der Unsterblichen und des Chaoskristalls und die Eröffnung, dass sein Einsatz die Zerstörung der zurückbleibenden Welt nach sich ziehen könnte, schafft sie es, Tempo und Dramatik der Geschichte noch ein weiteres Mal zu erhöhen. Nach und nach nimmt sie die verbleibenden Handlungsstränge noch einmal auf, verknüpft sie und führt sie zu einem großen Showdown zusammen.

Wie in jedem Band nimmt auch in diesem das Ende eine überraschende und diesmal sehr eigenwillige Wendung, die dem einen oder anderen begeisterten Leser der Serie vielleicht nicht gefallen wird. Doch egal wie die Meinung dazu ausfällt, lesenswert ist der das Buch allemal. Denn wie schon die vorherigen glänzt auch „der Kristall des Chaos“ wieder mit amüsanten Dialogen, einer bis zum Ende spannend durchgehaltenen Geschichte und faszinierenden Charakteren. Von diesen sind einige, in Hinblick auf ihren wahren Hintergrund, in einem ganz anderen Licht als zuvor zu betrachten, und vor allem der am Ende des zweiten Bandes wieder aufgetauchte Kentravyon und Coron, Lukys unsterbliche Ratte, sind für eine Überraschung gut.

„Der Kristall des Chaos“ ist ein spannender und würdiger Abschluss der „Gezeitenstern-Saga“, und lediglich sein Ende wird die Leserschaft in zwei Hälften spalten: in diejenigen, die es lieben, und die, die es hassen. Zu welcher Seite man gehören wird, lohnt sich auf jeden Fall herauszufinden.

Copyright © 2010 by Birgit Scherpe (BS)

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Der Elbenschlächter

Erstellt von Werner Karl am 8. Juni 2010

der-elbenschlachterJens Lossau und Jens Schumacher
Der Elbenschlächter

(sfbentry)
LYX
Egmont Verlagsgesellschaften mbH
ISBN 978-3-8025-8257-8
Fantasy Thriller
1. Auflage April 2010
Umschlaggestaltung: HildenDesign, München
Autorenfoto © S. Ott
Taschenbuch, 316 Seiten

www.egmont-lyx.de
www.jenslossau.de
www.jensschumacher.eu

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Die Autoren:

Jens Lossau und Jens Schumacher, geboren 1974, veröffentlichen seit Mitte der 90er Jahre zusammen und solo in unterschiedlichen Genres. Lossau legte zuletzt den Thriller Dunkle Nordsee vor, Schumacher hat sich als Verfasser zahlreicher Kinder- und Jugendbücher einen Namen gemacht. Als Autorenduo haben Lossau und Schumacher eine Reihe von Krimis und Kurzgeschichtenbänden verfasst. Der Elbenschlächter ist ihr erster gemeinsamer Ausflug in die Fantasy.

Zum Buch:

In der Stadt Nophelet, der Hauptstadt des Königreichs Sdooms treibt ein Mörder sein Unwesen. Speziell in Foggats Pfuhl, werden die Opfer aufgefunden, allesamt Elben, die nicht nur ihres sämtlichen Blutes, sondern auch ihrer Samenflüssigkeit beraubt wurden und mittels verbotener Thaumaturgie einen grauenvollen Tod erlitten haben. Wer mag hinter diesen Morden stecken und haben die Morde etwas damit zu tun, das es sich bei allen Elben um Lustjünglinge handelte? Zur Klärung dieser Frage bedarf es eines ganz besonderen Ermittlerteams: Meister Hippolit, ein 107 Jahre alter Lichtadept, der im Körper eines schlohweißen Jungen feststeckt und Jorge, der Troll.

Dieses ungleiche Ermittlerduo erschleicht sich auf ganz unterschiedliche Weise die Herzen der Leser. Meister Hippolit besticht durch seine messerscharfen Schlussfolgerungen und seine Kenntnisse der angewandten investigativen Thaumaturgie, der Troll Jorge kommt mit seiner plumpen, oft recht derben Art daher und verschafft sich überall mit seinen Trollsprichwörtern Gehör. Bei der Suche nach dem Mörder lernen die zwei Agenten die unterschiedlichsten Personen kennen und machen Erfahrungen der ganz besonderen Art. Sie gehen jedem Hinweis nach und decken nebenher noch so manch andere verbotene Tat auf.

Das Buch der Elbenschlächter besticht nicht durch seine Handlung selbst, sondern durch die Protagonisten, speziell durch Jorge den Troll. Diesen Charakter wird der Leser schnell ins Herz schließen. Das Autorenduo versteht es ganz gekonnt dem Leser neue Wortschöpfungen näher zu bringen und so eröffnet sich eine neue Welt, in der Thaumaturgie, Wortwürfe, Vulwoogs und noch viel mehr außergewöhnliche Dinge zum Alltag werden. Elben und Vampire sind dazu bestimmt andere Rollen zu spielen als üblicherweise.

Quintessenziell ist dieses Buch eine Mischung aus Thriller und Fantasy ganz gekonnt humoristisch verpackt. Ein etwas anderes Fantasybuch, dass neugierig macht auf die Fortsetzung „Der Orksammler“, die im Herbst erscheinen wird. Bis dahin sollte der Leser sich an den Genuss von Krügerschweinen gewöhnt haben.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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