Buchrezicenter.de

neuauflage

  • Rezi-Tipp

  • Verlage

  • Archive



Stafan Marquards Küchenlatein – Kulinarisches Know-how und Tipps vom Profikoch

Erstellt von Werner Karl am 24. August 2010

Stefan Marquard & Marion Trutter
Stafan Marquards Küchenlatein – Kulinarisches Know-how und Tipps vom Profikoch

(sfbentry)
Egmont vgs, Köln, 05/2010
PB mit Klappbroschur
Sachbuch, Essen & Trinken
ISBN 978-3-8025-3702-8
Titelgestaltung von ZERO werbeagentur, München unter Verwendung
von Fotos von finepic, München/Helmut Henkensiefken
Fotos und Abbildungen im Innenteil von N. N.

www.vgs.de
www.stefanmarquard.de
www.finepic.de

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Den Freunden der diversen Koch-Shows, die das Fernsehen ausstrahlt, ist Stefan Marquard kein Unbekannter. Seine Markenzeichen sind Kopftuch, Bärtchen, Totenkopf-Shirt und eine experimentelle Küche, die zahlreiche Gourmets in seine Häuser lockt. In „Küchenlatein“ stellt er allerdings keine Rezepte vor, sondern informiert von A bis Z auf unterhaltsame Weise über bekannte und weniger bekannte Zutaten der (seiner) modernen Küche, und auch Fachtermini werden erläutert. Zwischendurch kann man immer wieder das eigene Wissen prüfen; die Lösungen finden sich am Ende des Buchs.

Zur Auflockerung wurden einige SW-Fotos eingestreut, die Texte wurden durch einfache Illustrationen unterlegt, einige Rubriken („Desserts“, „Gebäck“, „Regionales“, „Techniken“, „Utensilien“, „Aus aller Welt“) wurden zusammengefasst und heben sich auf grauem Papier von den übrigen Seiten ab. Beispielsweise wird über „Arganöl“, „Drachenkopf“, „Giersch“, „Johannisbrot“, „Maniok“, „Paranuss“, „Sago“, „Venusmuschel“ und „Zander“ informiert. Ferner erfährt man, was man sich unter „Crème brulée“, „Panettone“, „Bollenfleisch“, „Bähen“, „Rotissoire“ und „Falalfel“ vorzustellen hat.

Kennt jemand die Antworten auf Fragen wie „Welcher Teil der Chilisschote gibt die typische Schärfe?“, „Woher kommen die teuersten Kaffeebohnen?“ oder „Was ist Wasabi?“. Man kann zwischen vier Möglichkeiten wählen und hinten im Buch die Lösung nachschlagen. Wer selber viel kocht, gern experimentiert und Zutaten aus aller Welt verwendet, wird hier nicht viel Neues entdecken, aber Anfänger erhalten allerlei interessante Informationen und verspüren während des Lesens sicher Lust, die eine oder andere Zutat, die man noch nicht kennt, auszuprobieren. Schön wäre es, wenn man statt der Fotos mit Pin-ups vom Koch die weniger geläufigen Produkte abgebildet und diese vielleicht mit einigen einfachen Rezepten ergänzt hätte, um konkrete Beispiele für den Verwendungszweck zu geben.

In Folge ist „Stefan Marquards Küchenlatein“ ein unterhaltsamer Ratgeber für Koch-Anfänger und vor allem für Fans seiner TV-Sendungen, die keinen zu tiefen Blick ins Metier tun wollen, denn es gibt zahlreiche vergleichbare Bücher, die Produktinformationen und Know-how umfassender vermitteln.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Abgelegt unter Kochen & Servieren, Sachbuch | Keine Kommentare »

Törtchen, Törtchen

Erstellt von Werner Karl am 24. August 2010

Matthias Ludwig, Ulrike Kraus (Rezeptbearbeitung), Manuela Ferling (Nachwort)
Törtchen, Törtchen

(sfbentry)
Egmont vgs, Köln, Originalausgabe: 05/2009
HC, Sachbuch, Essen & Trinken
ISBN 978-3-8025-3701-1
Titelgestaltung von Zero Werbeagentur, München
Fotos von Jo Kirchherr, Köln

www.vgs.de
www.matthiasludwig.de
www.toertchentoertchen.de
www.jokirchherr.com/

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

In ihrem Nachwort schreibt Manuela Ferling, dass Matthias Ludwig schon als Kind fasziniert war von den phantasievollen Verzierungen der Torten und Törtchen – und er stellte fest, dass man an diesen genauso basteln kann wie mit ‚richtigem Jungen-Spielzeug‘. Nach der Schule ließ er sich zum Konditor ausbilden und schloss die Lehre als Meister ab. Erfahrungen sammelte er u. a. bei Stefan Marquard und auf einem Kreuzfahrtschiff, und 2009 wurde er zum Patissier des Jahres gekürt. Seit geraumer Zeit kann man seine Kreationen in der Patisserie TörtchenTörtchen (Köln und Düsseldorf) kaufen.

Das vorliegende Buch bietet auf rund 100 Seiten 40 Rezepte – „Fruchtige Törtchen“, „Würzige Törtchen“, „Schokoladige Törtchen“ -, die ergänzt werden von einigen grundlegenden Anleitungen und Tipps wie „Karamell herstellen“, „Biscuit herstellen“, „Tortenaufbau“, „Zur Rose abziehen“, „Schokolade und Kuvertüre“ und „Mürbeteig herstellen“. Auch wenn manches kompliziert klingen mag, so ermutigt Matthias Ludwig im Vorwort jeden, der Spaß am Backen hat, es einfach mal zu versuchen, denn „es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, und mit zunehmender Übung gelingt alles immer besser.

Beispielsweise findet man Rezepte für „Pfirsichpyramide mit Himbeeren“, „Passionsfruchtwürfel“, „Pistazien-Cranberrytörtchen“, „Mandel-Rosmarinkuppel“, „Weißes Schokoladen-Pflaumen-törtchen“ und „Pekannuss-Schokoladenauflauf“. Hieran kann man schon erkennen, dass Matthias Ludwig nicht nur auf traditionelle Zutaten zurückgreift, sondern freudig mit allem experimentiert, was geeignet ist, selbst wenn manche Komposition nicht nur exotisch sondern im ersten Moment ungewöhnlich erscheinen mag durch den Einsatz von Basilikum oder Zitronenthymian. Nicht alles, was Verwendung findet, ist jedem geläufig oder gar im Supermarkt um die Ecke zu bekommen wie die Tonkabohnen und die Yuzu-Zitronen – schade, dass es hierzu keine richtige Produktinformation gibt oder alternative Zutaten genannt werden.

Die Rezepte sind für acht bis zehn Törtchen berechnet. Man findet eine Zutatenliste für die einzelnen Bestandteile und eine nachvollziehbare Schritt für Schritt-Anleitung. Ergänzt wird mit einem ganzseitigen appetitlichen Farbfoto des fertigen Törtchens. Zwischen die Rezepte wurden die zusätzlichen Tipps gestreut, die Grundrezepte mit Zutatenliste, Anleitungen und zusätzliche Hinweise enthalten, abgerundet mit kleinen Fotos zu den verschiedenen Arbeitsschritten.

„Weiße Schokoladentarte“ ist eines der weniger aufwändigen Rezepte: Für die Schokoladenfüllung kocht man 120 g Sahne und 75 g Milch auf. 165 g weiße Kuvertüre in eine Schüssel geben, die heiße Flüssigkeit darüber gießen, 1 min. stehen lassen und dann gut verrühren. 3 Eigelbe unterrühren, die Masse durch ein Sieb passieren und kalt stellen. Aus 150 g Butter, 125 g Puderzucker, 60 g gem. Mandeln, 1 Ei und 250 g Mehl bereitet man einen Mandelmürbeteig, der 3 mm dünn ausgerollt wird. Aus dem Teig sticht man 8 – 10 runde Böden in Größe der Tarteletteförmchen aus. In die leicht gefetteten Förmchen legen und bei 170°C goldgelb vorbacken. Die warmen Tartelettes mit der kalten Schokoladenmasse füllen und bei 150°C 10 min. backen, bis die Füllung nicht mehr schwappt. Tartelettes auskühlen lassen, mit braunem Zucker bestreuen und diesen mit einem Bunsenbrenner leicht karamellisieren.

Die leckeren, phantasievollen Rezepte und die schönen Abbildungen wecken die Lust, all die Törtchen zu probieren – und sie auch selber zu backen. Es empfiehlt sich, zuvor die Zutatenliste und Anleitung genau durchlesen, damit man alles im Haus hat und weiß, mit wie viel Zeit und Aufwand zu rechnen ist; tatsächlich liest sich manches Rezept komplizierter, als es letztlich ist. Wer gern experimentiert und dekoriert (und Törtchen isst), wird an „Törtchen, Törtchen“ sehr viel Freude haben.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Abgelegt unter Kochen & Servieren, Sachbuch | Keine Kommentare »

Plüschzone – Was Kuscheltiere fühlen, denken, brauchen

Erstellt von Werner Karl am 19. Mai 2010

pluschzoneVolker Flöckelt
Plüschzone – Was Kuscheltiere fühlen, denken, brauchen

(sfbentry)
Egmont vgs, Köln, 02/2010
TB, Belletristik
ISBN 978-3-8025-3711-0
Titelgestaltung von Zero Werbeagentur, München
Fotos im Innenteil von Silke von Freyberg

www.vgs.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Wer sich jemals gefragt hat, ob ein Teddy es wirklich mag, von Kinderhänden gedrückt, gequetscht und durch die Luft geschleudert zu werden, ob ein kleines, niedliches Kuscheltierchen das richtige Mitbringsel am Krankenbett, als Glücksbringer für Prüfungen oder einfach nur so mal zwischendurch ist (unabhängig vom Alter des Beschenkten, versteht sich) und ob die kleinen Freunde tatsächlich verstehen, was man zu ihnen sagt: Hier gibt es die ultimative Antwort. Auf alle Fragen. Auch auf jene, die man sich noch nie gestellt hat. Zum Beispiel, ob Kuscheltiere selbst zahlen müssen, wenn sie im Urlaub einen Unfall haben und vom ADAC nach Hause geflogen werden. Wo Kuscheltiere sich melden müssen, wenn sie einen eigenen Wagen auf der Love-Parade haben wollen.

Welche europäische DIN-Norm Material und Füllstoffe eines Knuddeltieres regulieren. Wer hat Kuscheltiere eigentlich erfunden? Wie viele Kuscheltiere leben so durchschnittlich in einem Haushalt? Kann man überhaupt zu viele Kuscheltiere haben? Und sind Kuscheltiere tatsächlich dem gemeinen Haustier überlegen? Man sollte bereit sein, sich auf ungewöhnliche Gedankengänge einzulassen und einfach hinnehmen, dass der Autor Stofftiere als lebendige, vernunftbegabte Wesen deklariert. Andernfalls wird man mit diesem Buch weder Freude haben noch es verschenken können.

Man muss allerdings nicht befürchten, dass hier ein Spinner sektenähnliches Gedankengut verbreitet (über religiöse Befindlichkeiten von Kuscheltieren wurde gar nicht gesprochen, dafür über die politischen Ambitionen, Geschäftstüchtigkeit, Yoga). Es ist auch kein Sachbuch der Sorte: Hauptsache ungewöhnliches Thema, schnell was zusammen gesponnen, ein wenig Witzchen und Anekdoten dazu, ein bisschen Internetrecherche, fertig, auf zum Geldverdienen.

Nein, hier wurde liebevoll vorgegangen und das Thema Kuscheltier von allen Seiten betrachtet. Mit Herz, Verstand und noch viel mehr Gefühl lässt Volker Flöckelt diesen von Erwachsenen zu wenig beachteten Geschöpfen all jene Aufmerksamkeit angedeihen, die sie einfach verdient haben. Wer hat sich schließlich je Gedanken darüber gemacht, ob man Kuscheltiere adoptieren darf? Wer erbt meine Kuscheltiere, wenn ich mal dahingehe? Im Fall, dass Herrchen und Frauchen sich nicht mehr lieb haben und scheiden lassen, wer bekommt welches Kuscheltier? Muss man bleibende Schäden befürchten, wenn ein Kuscheltier Serien wie „Die Supernanny” ansehen darf, in der Artgenossen aus zerrütteten Familien gezeigt werden? Alles sehr ernste Themen, die gründlich bedacht sein wollen!

„Plüschzone“ ist ein wunderschönes Buch für jeden Kuscheltierbesitzer, für alle, die sich überlegen, ein Kuscheltier anzuschaffen und ganz besonders für diejenigen, die früher mal Kuscheltiere besaßen und nicht mehr wissen, wo ihre Lieblinge von einst nun sind.

Copyright © 2010 by Alexandra Balzer (alea)
 
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Abgelegt unter Belletristik | Keine Kommentare »

Papa fertig! Mein Leben als Vater

Erstellt von Werner Karl am 3. Mai 2010

papa-fertigMagdi Aboul-Kheir
Papa fertig! Mein Leben als Vater

(sfbentry)
Egmont vgs, Köln, 03/2010
SC, Belletristik, Satire
ISBN 978-3-8025-3704-2
Titelgestaltung von Zero, München, unter Verwendung einer Illustration von Annette Klumpp, FinePic, München
Autorenfoto von Nick Schölzel

www.vgs.de
www.kolumnen.de

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

Der Autor ist: deutscher Halbägypter, in Deutschland geboren, mit der deutschen Muttersprache aufgewachsen und Journalist mit absolviertem Germanistikstudium. ementsprechend macht es ihn stolz, wenn ihm jemand trotz seines südländischen Aussehens bescheinigt, dass er recht gut Deutsch spricht. Oder wenn er von Türstehern in eine Disko eingelassen wird. Und irgendwann – vielleicht – glaubt ihm auch sein Briefträger, dass er ein Mann ist, trotz der vielen irrtümlich an „Frau Magdi” adressierten Briefe.

Nun, das klingt nach einem harten Dasein. Seit Herr Aboul-Kheir allerdings auch Vater ist, weiß er, wie man den wahren Härten des Lebens begegnen muss. So hat er mittlerweile gelernt, Brotbeleger honoris causa, Chef-Po-Abwischer und diplomierte Ober-Haarpfeife zu sein. Er weiß, wie man aus dreisilbigen Konsonantenaneinanderreihung 2-jähriger Wonneproppen das gewünschte Kinderlied heraushört (und er kann es singen), dass aller guten Dinge nicht immer drei sind und nicht alle italienischen Restaurantbesitzer Bambinis lieben.

In kurzen Kapiteln erzählt der Autor Anekdoten aus seinem Leben als Vater. Mit allem, was nur irgendwie denkbar dazugehört. Dabei geht es selten lieblich zur Sache, niemand wird geschont, er selbst am wenigsten. Seine einfallsreichen Einsichten in die Natur aller Dinge bringt er beschwingt herüber. Seine Ironie beißt dabei selten, zwickt meist nur ein bisschen. Manchmal weiß man nicht, ob man lachen oder den Kopf schütteln will über all den Wahnsinn, den nur das Leben schreiben kann. Peinlichkeiten, vulgäre Ausrutscher und ungeschönte Kindersprache bringt er ein, ohne jemals das Niveau sinken zu lassen, was sprachlich ein gekonntes Zauberkunststück ist.

Man muss das Buch nicht von vorn bis hinten durchlesen; empfehlenswerter ist es, sich immer mal ein Kapitel herauszupicken (die kreativen Titel erleichtern die Auswahl) und es rasch wegzuschmökern. Danach ruhig beiseite legen und das Gelesene wirken lassen. Zu viel auf einmal könnte den Spaß verderben und den tiefen Ernst, der sich immer mal wieder zwischen heiteren Scherzen verbirgt – z. B. Fremden- und Kinderfeindlichkeit oder schrankenlose Identitätsenthüllung im Internet – überdecken.

„Papa fertig! Mein Leben als Vater“ bietet ein witziges Sammelsurium leicht unterhaltsamer Geschichten mit Tiefgang über idyllenloses Familienleben, den Alltag eines Vaters, den Erkenntnissen eines Mannes, der weder Aus- noch Inländer ist und vieles mehr.

Copyright 2010 © by Alexandra Balzer (alea)

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

Abgelegt unter Belletristik, Satire & Humor | Keine Kommentare »

So schmeckt’s bei uns

Erstellt von Werner Karl am 29. April 2010

so-schmecktc2b4s-bei-unsMartina Meuth/Bernd Neuner-Duttenhofer
So schmeckt’s bei uns – Das Begleitbuch zur „Servicezeit: Essen & Trinken“

(sfbentry)
Egmont VGS Verlagsgesellschaft, Köln, 01/2010
„Servicezeit: Essen und Trinken“, Redaktion: Klaus Brock, WDR, Köln
HC, Sachbuch, Essen & Trinken
ISBN 978-3-8025-3698-4
Umschlaggestaltung und Layout von Metzgerei Strzelecki, Köln
Titelfoto von Luca Siermann
Foto auf dem Backcover und alle weiteren Bilder von Martina Meuth
Videograbs von Imhoff Realisation, hergestellt von Openedit

www.vgs.de
www.wdr.de
www.wdr.de/tv/servicezeit/essen_trinken/
www.apfelgut.de

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

Seit vielen Jahren schon schwingt das sympathischste Kochduo des deutschen Fernsehens den Kochlöffel für die TV-Sendung „Servicezeit: Essen & Trinken“. Schon viele ihrer stets bodenständigen Rezepte, die ohne Firlefanz etwas Besonderes aus alltäglichen Gerichten zaubern, wurden in diversen Büchern vorgestellt. „So schmeckt’s bei uns“ ist das neueste Werk.

In vielen einzelnen Mini-Kapitelchen werden thematisiert: „Kartoffeln“, „Zitronen“, „Würziges aus verschiedenen Ländern“, „Schlanke Küche für Genießer“, „Frühlingsgerichte“, „Sauce Hollandaise“, „Lachs“, „Braten“, „Feigen“, „Mais“, „Sauerkraut“, „Hackfleisch“, „Geschmortes“ und „Weihnachtsmenüs“. Zu jedem dieser zahlreichen Einzelthemen finden sich zwischen drei und neun Rezepte, jeweils eingeführt mit appetitanregenden Fotos, Wissenswertes und Tipps der beiden Kochstars. Auch bei den Rezepten selbst gibt es fast immer einen zusätzlichen Tipp, Variations-, Einkaufs- und Beilagenvorschläge, dazu gelegentlich ein paar private Fotos oder Anekdoten der beiden.

Dabei wird das Rad erst einmal nicht neu erfunden: „Rahmkartoffeln“, „Chinesisches Zitronenhuhn“, „Blumenkohlauflauf“ … kennt man doch, oder? Aber wie sieht es mit „Paprika-Lassi“ aus, einem indischen Getränk? „Auberginenkaviar“, „Griechische Zitronensuppe“? Nicht jeder macht seine „Sauce Hollandaise“ selbst oder mischt „Rehrücken“ mit Spargel und vielfältigem anderen Gemüse im Wok, serviert Feigen und Schinken als Vorspeise oder „Geschmorte Schweinsbäckchen“ als Hauptgang. Wer schon ein solides Dutzend (oder noch mehr) Kochbücher sein Eigen nennt, braucht dieses hier nicht zwanghaft als Ergänzung, obwohl es auch für Routiniers die eine oder andere Anregung bietet. Kochanfänger hingegen finden hier einen reichen Schatz an variablen Grundrezepten für alle Gelegenheiten.

Die Zutatenlisten sind übersichtlich und enthalten keine exotischen Details, die man womöglich erst aus Hinterindien importieren müsste, wie es leider bei anderen Kochbüchern schon einmal vorkommen kann. Die Arbeitsanweisungen sind klar gegliedert, gut verständlich für jeden, der zumindest gelegentlich schon in der Küche ausgeholfen hat. Schöne Bilder, die manchen Arbeitsschritt zusätzlich erklären, ein ausführliches Register – alles da, was wichtig ist. Ein solides Buch also, das Freude am Kochen schenkt!

Copyright 2010 © by Alexandra Balzer (alea)

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

Abgelegt unter Kochen & Servieren, Sachbuch | Keine Kommentare »

Steak & Co

Erstellt von Werner Karl am 21. April 2010

U_3694_VGS_AFTERWORK_STEAK.IND5Chuck Williams (Hrsg.)
Steak & Co
After Work Cooking 8

(sfbentry)
Food Made Fast – Simple Suppers, USA, 2007
Egmont vgs, Köln, dt. Erstausgabe: 02/2010
HC, Sachbuch, Essen & Trinken
ISBN 978-3-8025-3694-6
Aus dem Amerikanischen von Isabelle Fuchs
Rezepte von Melanie Barnard
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung eines Fotos von Cornelis Gollhardt, Köln & Stephan Wieland, Düsseldorf
Farbfotos im Innenteil von Bill Bettencourt, Foodstyling von Jennifer Straus

www.vgs.de
www.williams-sonomainc.com/
www.hildendesign.de

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

„After Work Cooking“ ist eine wunderbare Kochbuchserie, die sich den Bedürfnissen Berufstätiger widmet: Gute, abwechslungsreiche Gerichte, die sich schnell zubereiten, variieren und sogar auf Vorrat anlegen lassen. Es geht immer um ein einzelnes Thema, das kreativ und von vielen Fotos unterstützt aufbereitet wird – diesmal das ‚Fleisch’. Vorneweg: Wer erwartet – oder befürchtet –, dass sich hier alles um Steaks dreht, hat sich geirrt. Es gibt genau zwei Rezepte, die das Steak in den Mittelpunkt rücken. Stattdessen findet man einen kulinarischen Querschnitt von allem, was gut schmeckt:

„Asiatische Hühnerpfanne“, die beweist, wie man mit wenigen Zutaten und ein paar Handgriffen exotische Vielfalt auf den Tisch bringen kann. „Italienischer Hackbraten“, dessen Reste auf köstliche Weise verwertbar sind. „Thailändische Rinderspieße“ – einfach und lecker! „Lamm-Tajine“, typisch marokkanisch (die getrockneten Aprikosen sind nicht jedermanns Sache, man kann sie aber bedenkenlos weglassen oder nach Geschmack ersetzen). „Mexikanische Tomatensuppe“ (Vorsicht: man würzt leicht zu scharf!) und „Griechischer Salat mit Rindfleisch“.

Wie unschwer zu erkennen, führt diese Rezeptsammlung einmal durch die ganze Welt. Pfiffige Details wie Sesamöl sorgen dafür, dass selbst ein einfaches „Schweinegeschnetzeltes“ keineswegs einfallslos schmecken. Wer beim Blick ins Inhaltsverzeichnis also denkt: Alles altbekannt, braucht man nicht! sollte sich die Zeit nehmen, ein wenig in die Rezepte hineinzulesen und erst dann zu entscheiden.

Die Fotos sind eher auf appetitanregende Ästhetik ausgelegt und werden einem Kochanfänger keinen Schritt-für-Schritt-Einleitungskurs bieten. Auch die Arbeitsanweisungen sind so knapp wie nötig, dabei so verständlich wie nur möglich. Man muss aber kein Profi sein, um gute Ergebnisse nachkochen zu können. Ob man tatsächlich nach einer halben Stunde vor dem Teller sitzen oder innerhalb von 15 Minuten alles vorbereiten kann, wie die Rezepte es anstreben, hängt trotzdem von der Routine ab, die jeder Einzelne mitbringt.

Die Lebensmittelangaben sind übersichtlich, die Tipps zur Vorratshaltung und Küchenorganisation im Anhang sehr nützlich. Was ein bisschen fehlt sind Angaben zu Nährwerten, aber es gibt einige Anregungen, wie man Wein oder Sahne durch kalorienärmere Varianten ersetzen kann. „Steak & Co“ ist eine nützliche Fortsetzung einer sinnvoll angelegten Kochbuchserie.

Copyright © 2010 Alexandra Balzer (alea)

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

Abgelegt unter Kochen & Servieren, Sachbuch | Keine Kommentare »

just five – 120 Rezepte mit fünf Zutaten

Erstellt von Werner Karl am 19. April 2010

just-fiveAinsley Harriott
just five – 120 Rezepte mit fünf Zutaten

(sfbentry)
Just Five Ingredients, GB, 2009
Egmont vgs, Köln, 01/2010
HC, Sachbuch, Essen & Trinken
ISBN 978-3-8025-3699-1
Aus dem Englischen von Susanne Lück, Susanne Haeger für lückenlos, Köln
Titelgestaltung von Werbeagentur ZERO, München unter Verwendung eines Fotos von Colin Bell/Ebury
Fotos im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.vgs.de
www.ainsley-harriott.co.uk

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

„Kochen macht Spaß!“, ist das Motto des bekannten ‚ready, steady, cook’-Fernsehkochstars Ainsley Harriott. Der Brite jamaikanischer Herkunft hat sich entschlossen zu zeigen, dass jedermann und –frau einfach, schnell und köstlich kochen kann, und zwar für kleines Geld und mit jeweils nur fünf Zutaten. Er möchte auf keinen Fall den Fehler vieler seiner Kollegen begehen und pfiffige Rezepte anbieten, bei denen geneigte Hobbyköche schon beim Anblick der Zutatenliste die Flucht ergreifen. Wer jetzt aber denkt, hier findet sich nur eine einfallslose Sammlung von altbekannten Klassikern wie Wiener Schnitzel mit Pommes Frites oder Rührei auf Toast, hat sich getäuscht!

Wie wäre es mit „Grünem Spargel mit Mascarpone und Parmesan“ als Vorspeise für ein Dinner? Oder „Überbackener Räucherschellfisch“ als Appetithäppchen oder zusammen mit Salat als leichtes Hauptgericht? „Rote-Bete-Salat“ ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber einen Versuch durchaus wert.

Wer „Spaghetti mit Pesto“ liebt, darf sich hier an einer Walnuss-Pecorino-Variante erfreuen. „Gefülltes Schweinefilet im Parmaschinkenmantel mit Spinat“ ergibt ein raffiniertes Essen, das erstaunlich wenig Aufwand und Mühe kostet. Experimentierfreudigen Hobbyköchen geht bei „Lamm-Schmetterling mit Harissa und Süßkartoffeln“ gewiss das Herz auf. Auch für Grillpartygänger, Hähnchenliebhaber und Fischfreunde gibt es viel zu entdecken, wie zum Beispiel „Glattbutt (ersatzweise Steinbutt) mit saurer Rahmsauße“. Kalte und warme Desserts wie „Gebackene Birnen mit Pecannüssen“ runden das ganze Vergnügen ab.

Zu jedem Rezept erzählt der Koch kurz, woher es stammt (häufig Mittelmeer- oder karibischer Raum) und bei welchen Gelegenheiten er es gerne serviert. Die Zutatenlisten sind, genau wie die Arbeitsanweisungen, klar in 1., 2., 3. … gegliedert und auch für Kochanfänger leicht zu befolgen. Meistens sind sie auf vier Personen ausgelegt, es gibt aber auch Angebote für zwei Personen oder größere Tischrunden. Die Fotos sollen natürlich appetitanregend wirken und schaffen dies auch mühelos; manchmal kann man aber, wenn auf einer Seite zwei Rezepte stehen, nicht auf einem Blick erkennen, zu welchem das Bild gehört.

Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Kochbuch, das frischen Wind ins alltägliche Kücheneinerlei bringt!

Copyright © 2010 Alexandra Balzer (alea)

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

Abgelegt unter Kochen & Servieren, Sachbuch | Keine Kommentare »

Alles aus einem Topf

Erstellt von Detlef Hedderich am 11. August 2009

Chuck Williams (Hrsg.)
Alles aus einem Topf

After Work Cooking 3
Food Made Fast – Obe Pot, USA, 2008
Egmont vgs, Köln, 3/2009
HC, Sachbuch, Essen & Trinken, 978-3- 8025-1796-9, 112/1295
Aus dem Amerikanischen von Isabelle Fuchs
Rezepte von Carrolyn Carreno
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung eines Fotos von Cornelis Gollhardt, Köln & Stephan Wieland, Düsseldorf
Farbfotos im Innenteil von Tucker & Hossler

www.vgs.de
www.williams-sonomainc.com/
www.hildendesign.de

Hat man bloß eine kleine Küche und wenig Kochgerät zur Verfügung – Studenten und jene, die sich gerade erst einrichten, kennen das -, dann ist man froh, wenn man möglichst wenig Geschirr benötigt, um ein leckeres Essen auf den Tisch zu bringen. Ein kleiner Abwasch spart außerdem Zeit, Energie, Wasser und Spülmittel und schont dadurch auch die Umwelt.

In „Alles aus einem Topf“ werden darum Rezepte vorgestellt, für die man maximal ein bis zwei Töpfe benötigt und die im Handumdrehen fertig sind. Eine Zutatenliste und eine übersichtliche Anleitung, die alle Arbeitsschritte in Wort und Bild nachvollziehbar erklärt, dazu noch ein Extra-Tipp gehören zu jedem Vorschlag. Abgerundet wird das Buch durch einen Anhang, der Hinweise gibt zur Planung, Vorratshaltung, zum Einkauf, der Menüzusammenstellung, aber auch zur Grundausstattung an Küchengeräten, wichtigen Küchentechniken u. v. m. Selbst wer bereits einige Erfahrungen hat sammeln können, wird hier noch so manche Anregung finden.

Die Rezepte sind geordnet nach „In 30 Minuten fertig“, „In 15 Minuten vorbereitet“ und „Auf Vorrat“, denn schnelle Ideen und wenig Aufwand sind die Hauptanliegen. Anleihen aus der internationalen Küche sorgen dafür, dass praktisch für jeden Geschmack etwas dabei ist, man vertraut klingende und neue Speisen findet.

„Bohnentopf mit Würstchen“, „Hähnchentopf mit Mehlklößchen“, „Heilbutt mit Tomaten & Lauch“, „Pilze Stroganoff“, „Gemüsesuppe mit Tortellini“, „Frittata mit Brokkoli & Speck“, „Rindfleischburger“, „Vegetarische Enchiladas“, „Kurze Rippen in Rotwein“, „Pastete mit Wurzelgemüse“, „Kartoffel-Blumenkohl-Gratin“, „Spanische Paella“ und „Schweinebraten mit Hoisinsauce“ belegen, wie abwechslungsreich und vielseitig die Gericht sein können, die ‚in einem Topf’ gekocht werden – und es muss nicht einmal der berüchtigte „Eintopf“ sein.

Auch sehr lecker ist „Nudelauflauf mit Schinken & Erbsen“: Ofen auf 220°C vorheizen. Eine Auflaufform mit etwas Butter ausstreichen. 500 g Röhrennudeln nach Anleitung nicht ganz bissfest garen, abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und beiseite stellen. Im Nudeltopf 125 g Butter erhitzen und 125 g Mehl darin anschwitzen. Nach und nach 1 l Milch unterrühren. 5 – 10 min köcheln lassen und mit 1 Prise Muskat würzen. 250 g Parmesan, 150 g Erbsen und 125 g gekochter Schinken in Würfeln unterheben. Nudeln dazu geben und gut vermischen. Alles in die Form füllen und mit 30 g Semmelbrösel bestreuen, ca. 20 min backen.

Schon beim Durchblättern und Betrachten der Bilder bekommt man Lust, das eine oder andere auszuprobieren. Wie auch die anderen Bücher der Reihe „After Work Cooking“ ist dieser Titel voll interessanter Informationen und leicht nachkochbarer Rezepte, mit denen auch Anfänger keine Probleme haben. Alle diese Bände behält man gern – und sie eignen sich sehr gut zum Verschenken an Freunde, die gern gut essen, aber wenig Zeit zum Kochen haben. (IS)

Titel bei Amazon.de
After work cooking. Alles aus einem Topf

Abgelegt unter Kochen & Servieren, Sachbuch | Keine Kommentare »

Kochen mit Curts Stone – Jetzt wird’s heiß!

Erstellt von Detlef Hedderich am 11. August 2009

Curtis Stone
Kochen mit Curts Stone – Jetzt wird’s heiß!

Cooking with Curtis, GB, 2005
Egmont vgs Verlag, Köln, 4/2009
PB mit Klappbroschur, Sachbuch, Essen & Trinken, 978-3-8025-3669-4, 160/1695
Aus dem Englischen von Viola Thiem
Titelgestaltung von Zero Werbeagentur, München unter Verwendung eines Fotos von Paul Doods
Farbfotos im Inntenteil von Craig Kinder

www.vgs.de
www.curtisstone.com/

Die Vielfalt an Kochbüchern ist groß, und ihre Autoren müssen sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um die Hobby-Köche durch etwas, das sie noch nicht kennen, zum Kauf zu bewegen. Die internationale Küche, deutsche Klassiker, gesunde und dietätische Gerichte, Blitz-, Spar- und ungewöhnliche Mode-Rezepte…, nahezu alles kann man finden und wird in immer weiteren Variationen angeboten.

Seit einer geraumen Weile stellen nun auch Star- und Fernseh-Köche wie Horst Lichter, Alfons Schubeck, Martuna Meuth & Bernd Neuner-Duttenhofer usw. ihre Ideen vor. Zweifellos haben diese Bücher viele Fans, denn dank ihrer kann man nachkochen, was im TV gezeigt bzw. im Radio schnell erklärt wurde und neugierig machte oder was mit dem Namen eines noblen Restaurants verbunden ist, das sich in einer fernen Stadt/einem anderen Land befindet und/oder ewig ausgebucht ist.

Der Australier Curtis Stone zählt zu den internationalen Spitzen-Köchen und arbeitete in zahlreichen Restaurants seiner Heimat und Europas. Inzwischen verbringt er die meiste Zeit in London.

In „Kochen mit Curtis Stone“ stellt er Rezepte vor, die sich an zwei Kriterien orientieren: saisonale Angebote und Aufwand. Der Grund ist, dass frische Zutaten aus der Region schmackhafter, vitaminreicher und preiswerter als Produkte aus dem Ausland und dem Treibhaus sind, und er möchte Gerichte für verschiedene Anlässe bieten: schnelle, die nicht länger als 20 Min. Zeit beanspruchen, für Zwischendurch und das Mittagessen; mühelose Alltagsrezepte, die binnen einer Stunde auf dem Tisch sind; und Aufwändiges/Exotisches, für das man mehr als eine Stunde einplanen muss und mit dem man Gäste beeindrucken kann.

Das Buch ist nach den vier Jahreszeiten gegliedert und nennt jeweils einige typische Saison-Zutaten. Zu diesen beschreibt Curtis Stone jeweils drei Rezepte in den verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Es gibt eine Zutatenliste mit Portionsangabe, die übersichtlich gegliedert ist, und eine nachvollziehbare Anleitung, die man gern ein wenig überschaubarer als Schritt für Schritt-Anweisung gehabt hätte. Ergänzt wird mit Produktinformationen oder/und einigen Worten zu dem Gericht sowie kleinen bis ganzseitigen Farbfotos.

„Salat mit Spargel, eingelegter Artischocke und Ziegenkäse“, „Sashimi aus Makrele und Thunfisch mit Ponzu-Dip“, „Meeresfrüchteteller mit Himbeervinaigrette“, „Gebratene Lammhüfte mit Frühlingserbsen und Morcheln“, „Frittierte Aubergine mit Mozarella und Basilikum“, „Knuspriger Schweinebauch mit Knoblauchconfit und Honigglasur“, „Jakobsmuscheltatar mit Tomantenessenz und Osietra-Kaviar“, „Kalbsschnitzel mit Parmesan-Kruste und geschmorter Paprika“, „Kürbis-Muskatnuss-Püree“, „Prosciutto mit Feigen und Aceto Balsamico“, „Fasanenbrust mit Blumenkohlpüree und gebratenem Knoblauch“, „Spinat-Tagliatelle mit Kaninchen und Steinpilzen“, „Rührei mit schwarzen Trüffeln“, „Linseneintopf mit scharfer Wurst“, „Cremige Wiesenchampignonsuppe“, „Schokoladen-Pekannuss-Kuchen ohne Mehl“ sollen nur einige Beispiele für die Ideen sein, die dieses Buch bietet.

Es fällt auf, dass selbst die eher einfachen Rezepte durch die eine oder andere ungewöhnliche Zutat eine raffinierte Note erhalten. Die Anregungen stammen weniger aus der internationalen Küche als vom Wochenmarkt, der mit einheimischen Saison-Früchten aufwartet, die sich durch konventionelle und weniger gängige Kombinationen in Gerichte verwandeln lassen, die mitunter vertraut, dann wieder etwas exotisch erscheinen. Was man hin und wieder vermisst, sind Vorschläge für Beilagen und Getränke.
Leicht und lecker ist „Spargel in brauner Butter mit Spiegelei“:

36 geschälte Stangen weißer Spargel 2 – 3 min in kochendem Salzwasser garen. 2 EL Butter in einer Pfanne anbräunen und den Spargel darin 2 – 3 min rundherum bräunen. Herausnehmen und auf 4 Tellern je 9 Stangen anrichten. 1 EL Butter in dieselbe Pfanne geben, 4 Spiegeleier darin braten und sie anschließend auf den Spargel legen. Die Pfanne mit 5 EL Estragonessig ablöschen, den Saft um den Spargel herum verteilen und das Essen sofort servieren.

Sicher kann jeder in dem interessanten Buch etwas finden, das seinem Geschmack entgegenkommt. Gerade die ‚leichten’ Rezepte eignen sich gut für Anfänger, während man für die aufwändigeren Ideen doch schon etwas Geduld und Erfahrung mitbringen sollte. Schätzt man die frische Saisonküche, ist der Band sicher einen Blick wert. (IS)

Titel bei Amazon.de
Kochen mit Curtis Stone: Jetzt wird’s heiß!

Abgelegt unter Kochen & Servieren, Sachbuch | Keine Kommentare »

Gut vorbereiten, schnell servieren

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Juni 2009

Chuck Williams (Hrsg.)
Gut vorbereiten, schnell servieren

After Work Cooking 1
Food Made Fast – Make Ahead, USA, 2008
Egmont vgs, Köln, 3/2009
HC, Sachbuch, Essen & Trinken, 978-3- 8025-1794-5, 112/1295
Aus dem Amerikanischen von Isabelle Fuchs
Rezepte von Rick Rodgers
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung eines Fotos von Cornelis Gollhardt, Köln & Stephan Wieland, Düsseldorf
Farbfotos im Innenteil von Bill Bettencourt

www.vgs.de
www.williams-sonomainc.com/
www.hildendesign.de

Ob man berufstätig ist oder eine Familie versorgen muss – jeder kennt das Problem: Die Zeit ist knapp, und abends hat man nicht immer Lust, auch noch ewig in der Küche zu stehen. Versierte Hausfrauen entwickeln daher eine kluge Vorratshaltung und schnelle, praktische Rezepte, die trotzdem gesund und schmackhaft sind.

Entsprechende Ratgeber sind allerdings eher selten zu finden, da die Herausgeber von Kochbüchern sich meist auf spezielle Themen konzentrieren (Hausmannskost, Diät, Festessen, chinesische Küche etc.) oder gerade durch gewollt ‚andere’ und komplizierte Rezepte eine Nische zu finden versuchen, die bislang kaum jemand abgedeckt hat. Das mag sicher interessant sein, wenn man genug Muße zum Experimentieren hat oder Gäste überraschen möchte, aber im Alltag sind zu aufwändige Ideen nicht brauchbar.

Chuck Williams unterhält ein Geschäft für europäische Küchenartikel, betreibt eine Testküche und ist der Herausgeber von mehr als 100 Kochbüchern. Der vorliegende Band „Gut vorbereiten, schnell servieren“ geht auf die Bedürfnisse vieler ein, die leckere Gerichte auf den Tisch bringen wollen, ohne dafür Stunden in der Küche arbeiten zu müssen.

Neben Tipps, wie man sinnvoll den Speiseplan für eine Woche zusammenstellt, wie man clever einkauft und vorbereitet, welche Vorräte man immer parat haben sollte usw. finden sich zahlreiche Rezepte unter den Rubriken „Grundrezepte“, „Für jeden Tag“ und „Zum Einfrieren“, die anschaulich in Wort und Bild beschrieben werden. Es gibt eine Zutatenliste und eine Schritt für Schritt-Anleitung, dazu noch einen Extra-Tipp, der über Varianten, die Lagerung u. ä. informiert.

Hier einige Beispiele:
„Schinken-Käse-Toasts mit Pesto“, „Gemüsepizza“, „Geröstete Polenta mit Wurst“, „Ofenschinken mit grünen Bohnen“, „Rinderpfanne mit Spiegelei“, „Makkaroni mit Käse“, „Asiatische Lacksküchlein“, „Rindfleisch-Gemüse-Topf“. Man erkennt gleich, dass hier nicht die ‚typisch amerikanische Küche’ vorgestellt wird, sondern die Orientierung eher europäisch bzw. international ist. Dabei wurde berücksichtigt, dass es sich um gängige Zutaten handelt, die man überall problemlos bekommen kann.
Zu exotischer Schnickschnack ist nicht dabei.

Der eigentliche Witz des Kochbuchs ist, dass man aus einem Grundrezept drei oder vier Mahlzeiten herstellen kann. Stellt man eine größere Menge Tomatensauce her – im Kühlschrank bis zu drei Tage, im Eisfach drei Monate lagerbar -, lassen sich daraus im Handumdrehen „Fettucine mit Tomantensauce“, „Sandwiches mit Hackfleischbällchen“ und „Rigatoni mit Salsicce“ machen und vorbereitete „Käseplätzchen“, die sich gut einfrieren lassen, werden ergänzt zum „Wursttopf mit Käseplätzchen“ und „Rührei mit Speck auf Käseplätzchen“.

Für „Penne mit Kürbis und Speck“ benötigt man 1 EL Olivenöl, das man in einer Pfanne erhitzt. 125 g grob gewürfelten Frühlingsspeck darin in ca. 5 min knusprig braten. Speck herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. In 2 EL Bratfett 500g gewürfelten Butternusskürbis und 375 g grob gehackten Grünkohl kurz andünsten, dann 500 ml Geflügelbrühe angießen. Das Gemüse bei geschlossenem Deckel 15 min weich garen. Deckel entfernen und Kochflüssigkeit bei großer Hitze 5 min lang auf die Hälfte einkochen lassen. Hitze reduzieren, 125 ml Sahne und 2 TL gehackten Salbei unterziehen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. 500 g Penne nach Anleitung garen und 50 ml Kochwasser zurück behalten. Nudeln und Speckwürfel unter die Kürbissauce mischen und mit etwas Kochwasser verdünnen.

„Gut vorbereiten, schnell servieren“ ist ein sehr schönes und informatives Kochbuch, das eine Menge praktische Hinweise und schmackhafte Rezeptideen bietet, die teils vertraut, teils weniger bekannt und tatsächlich schnell und leicht nachvollziehbar sind. Gerade Anfänger können viele nützliche Anregungen und Tipps finden. (IS)

Titel bei Amazon.de
After work cooking. Gut vorbereiten, schnell servieren

Abgelegt unter Kochen & Servieren, Sachbuch | Keine Kommentare »