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neuauflage

Mord unter den Linden

Erstellt von Werner Karl am 23. Mai 2012

Tim Pieper
Mord unter den Linden

emons:
ISBN 978-3-89705-914-6
Historischer Kriminalroman
Erschienen März 2012
Umschlagfoto: akg-images/Berlin, Cafe Bauer/Photochrom
Umschlaggestaltung: Tobias Doetsch
Broschur, 288 Seiten

www.emons-verlag.de
www.timpieper.net

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Titel erhältlich bei Libri.de

Zum Autor:

Tim Pieper, geboren 1970 in Stade, studierte nach einer Weltreise Neuere und Ältere deutsche Literatur und Recht. Seit 1998 lebt er in seiner Wahlheimat Berlin und nutzt jede Gelegenheit, um die spannende und abwechslungsreiche Geschichte der Stadt zu erkunden. Zuletzt veröffentlichte er einen Mittelalterroman. „Mord unter den Linden“ ist sein erster historischer Krimi im Emons Verlag.

Zum Buch:

Im Sommer des Jahres 1890 wird in Berlin eine junge Frau tot aufgefunden. Sie wurde an ein Kreuz genagelt und in Brand gesteckt. Wer steckt hinter dieser grausamen Tat? Dem ermittelnden Commissarius Funke wird zum Zwecke der Ermittlungsarbeit der Kriminologe Dr. Otto Sanftleben an die Seite gestellt, der sich mit der Erforschung der Körpersprache von Straftätern einen Namen gemacht hat. Neben den Ermittlungen ist Dr. Otto Sanftleben auch mit den Vorbereitungen für ein kurz bevorstehendes Radrennen beschäftigt. Er ist nämlich leidenschaftlicher Radrennfahrer und damit seiner Zeit weit voraus und so manchem Mitmenschen auch gerade wegen dieses außergewöhnlichen Hobbys ein Dorn im Auge. Auch politische Aktionen prägen die Ermittlungsarbeiten im vorliegenden Mordfall. Immer häufiger kommt es zu politischen Aktionen im Zusammenhang mit geplanten Gesetzesänderungen.

Mit „Mord unter den Linden“ präsentiert uns der Autor Tim Pieper nicht nur einen grandiosen Kriminalroman, der den Leser lange Zeit hinsichtlich des oder der Täter im Dunkeln tappen lässt, sondern auch eine wundervolle Geschichte aus dem damaligen Berlin. Hier gibt es lustige Anekdoten, interessante, detailliert beschriebene und auch außergewöhnliche Charaktere, ein wenig Liebesgeschichte, etwas Melancholie und vieles mehr. Eigentlich ist hier für jeden etwas dabei.

Die Ermittlungen verlaufen so, dass sich irgendwann das Privatleben der Ermittler und die Mordermittlungen miteinander verbinden. Dabei kommen Dinge ans Licht, die vielleicht besser im Verborgenen geblieben wären. Dieser historische Kriminalroman hat einfach für jeden etwas zu bieten. Der Autor hat hier eine Geschichte geschrieben, die die Begebenheiten der damaligen Zeit wunderbar wiedergibt. Und wer schon immer einmal erfahren wollte an welchen Merkmalen früher Straftäter erkannt wurden, der ist hier genau richtig. Aber auch derjenige, der mehr über die Anfänge des Radrennsports erfahren möchte, sollte dieses Buch zur Hand nehmen oder eben jeder, der Lust auf einen rundum perfekten historischen Roman hat.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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Zehntausend Augen

Erstellt von Werner Karl am 15. Mai 2012

Klaus Seibel
Zehntausend Augen
 
Verlag: emons
ISBN 978-3-89705-913-9
Genre: Krimi & Thriller
Erscheinungsjahr: 2012
Umfang 288 Seiten

www.emons-verlag.de
www.kseibel.de/

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Titel erhältlich bei Libri.de

Zum Autor:

Klaus Seibel, geboren 1959, studierte Theologie, arbeitete als Pastor, bildete sich in Betriebswirtschaft
weiter und leitet den Vertrieb eines Softwarehauses. Erster Preis im Krimiwettbewerb der Frankfurter Neuen
Presse. Platz eins in Amazon-eBook, Kategorie: deutscher Krimi.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch:

Und wieder sind wir in Berlin…

Eine Bombe geht in einer Litfasssäule hoch und die Kriminalhauptkommissarin Ellen Faber kommt nur knapp mit dem Leben davon. Was zunächst nach etwas persönlichem aussieht, entpuppt sich dann aber schnell als groß angelegte Erpressung. Denn kurz nach der Bombengeschichte erreicht das LKA ein Paket, in dem Kameras, ein spezielle Software und ein Brief enthalten sind, in dem aufgefordert wird, die Kameras entsprechend zu installieren, die Software ebenso. Somit soll die breite Öffentlichkeit zu sehen bekommen, was in der Soko zur Ergreifung des Erpressers und mutmaßlichen Bombenlegers passiert.

Doch hat keiner mit den Tücken der Technik gerechnet, alles scheint zusammenzbrechen und der Erpresser bestraft das LKA, in Person von Ellen Faber, damit, dass er einen Berliner Bus mit Bomben bestückt und gibt Ellen eine bestimmte Zeit vor, in der sie den Bus finden soll, sonst geht die Bombe hoch. Klarer Fall, dass die Zeit nicht reicht und da beginnt der Erpresser ein ganz perfides Spiel mit Elke und somit ist es doch wieder ein persönliches Spiel mit Gefühlen und der Würde des Menschen. Er dringt immer mehr in Elkes Leben vor, zerrt ihre persönlichen Gefühle und intime Details ans Licht der Öffentlichkeit und weidet sich offensichtlich an ihrer Scham.

Da heißt es, Augen zu und durch für Ellen Faber und hoffen, den Erpresser früh genug zu stellen, bevor ein irreparabler Schaden entsteht.

Fazit:

“Zehntausend Augen” ist das Printdebut von Klaus Seibel und ich kann nur sagen: Hut ab!

Die Story ist sehr aktuell, das Thema der Datensicherheit im Zusammenhang mit Internet und Konsorten beschäftigt uns ja fast täglich und so ist es kein Wunder, dass auch im kriminellen Bereich damit gearbeitet wird. Alles wirkt sehr realistisch, trifft den Leser meiner Meinung nach dadurch noch weitaus mehr und lässt uns somit viel näher am Geschehen sein.

Keine der Figuren ist überspitzt dargestellt, alles erscheint mir sehr menschlich, so normal. Aber es gibt keine Momente der Langeweile, man mag das Buch gar nicht aus der Hand legen, ist so gefesselt, als wäre man live mit der Kamera dabei.

Also ein perfekter Krimi, der ohne große Effekthascherei auskommt, da er so intelligent konstruiert ist, dass man die Fiktion fast vergisst und sich komplett hinfallen lassen kann. Da bleibt zu hoffen, dass Klaus Seibel vielleicht noch einmal Ellen Faber ermitteln lässt oder zumindest, dass er etwas ähnliches schreibt und veröffentlicht. Ein tolles Debut, dass meiner Meinung nach wirklich Beachtung verdient.

Copyright © 2012 by Sabine Kettschau

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Opferstein

Erstellt von Werner Karl am 13. Oktober 2011

Heidi Schumacher
Opferstein

emons:
Hermann-Josef Emons Verlag
ISBN 978-3-89705-807-1
Kriminalroman
1. Auflage 2011
Umschlaggestaltung: Tobias Doetsch
Umschlagmotiv: Heribert Stragholz
Taschenbuch, 176 Seiten

www.emons-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Zur Autorin:

Heidi Schumacher unterrichtete Film/Fernsehen an den Universitäten Siegen, Marburg, Erlangen und Bonn. Ihre Leidenschaft gilt dem Schreiben.

Zum Buch:

Auf Rügen werden drei Touristinnen tot aufgefunden. Alle Leichen werden am Strand in der Nähe des Opfersteines entdeckt. Sämtliche Opfer weisen am Kopf  Spuren von Steinschlag auf, was darauf hindeutet, dass sie von herunterfallenden Steinen erschlagen wurden. Aber ist das wirklich so? Der Ehemann des letzten Opfers, der Hamburger Geschäftsmann Mönkeberg, beauftragt die junge Detektivin Antonia Babe den Ereignissen auf die Spur zu gehen und zu beweisen, dass seine Frau ermordet wurde und vor allem herauszufinden wer der Täter war.

Antonia tut die Abwechslung gut. Immer noch hat sie den Tod ihres Freundes nicht verarbeitet und so scheint der Job auf der Insel ihr eine willkommene Abwechslung. Sie schließt schnell neue Kontakte auf der Insel und vor allem in der dortigen Männerwelt findet sie schnell Freunde. Allerdings sind viele Menschen, die schon lange auf der Insel leben, schon etwas sonderbar und haben so ihre Eigenarten. Das stellt Antonia vor allem auch an Björn Kvelsen fest, zu dem sie sich aber trotz seines sonderbaren Verhaltens mehr und mehr hingezogen fühlt.

Entgegen der Warnungen ihres Chefs und der hiesigen Polizei bricht Antonia die Ermittlungen auch dann nicht ab, als es fast ein weiteres Opfer gibt.

„Opferstein“ ist ein bodenständiger Krimi, der neben der kriminalistischen Handlung auch ganz vorsichtig die Situation auf der Insel vor der Wende und die Themen Demenz und Schizophrenie aufgreift.

Die Ermittlungen der jungen Detektivin sind teilweise gefährlich, spiegeln aber auch die Unerfahrenheit und Unsicherheit der jungen Ermittlerin wieder, die dennoch ihren eigenen Kopf hat und sich zielstrebig voran bewegt. Da noch weitere Krimis mit Antonia Babe geplant sind, darf sich die Detektivin hier sicherlich noch etwas entwickeln und durch ihre Erfahrungen reifen.

Für ein Debüt ist dieser Krimi wirklich gelungen. Die Handlung ist so aufgebaut, dass der Leser durchweg Antonia bei ihren Recherchen bzw. Ermittlungen begleitet und so mit der Protagonistin fühlen darf. Spannung kommt vor allem gegen Ende des Romans auf, als verschiedene Personen als mögliche Täter in Betracht kommen.

Der Leser sollte hier keinen blutigen Thriller erwarten, sondern einen Kriminalfall, der sich so oder ähnlich  nicht nur auf Rügen ereignen könnte.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

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Gemünder Blut

Erstellt von Werner Karl am 19. Juli 2011

Elke Pistor
Gemünder Blut

emons:
Hermann-Josef Emons Verlag
ISBN 978-3-89705-739-5
Kriminalroman
Erschienen 2010
Umschlagzeichnung: Heribert Stragholz
Umschlaggestaltung: Tobias Doetsch, Berlin
Broschur, 208 Seiten

www.emons-verlag.de
www.elke-pistor.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Die Autorin:

Elke Pistor, Jahrgang 1967, ist in Gemünd in der Eifel aufgewachsen. Nach dem Abitur in Schleiden zog es sie zum Studium nach Köln, wo sie nach einem Zwischenstopp am Niederrhein bis heute lebt. Sie arbeitet als freie Seminartrainerin in der Erwachsenenbildung und leitet Schreibworkshops.

Das Buch:

Ina Weinz, Kommissarin aus Köln, verschlägt es in die alte Heimat nach Gemünd in die Eifel zurück. Dort will sie sich von ihrem vorangegangenen Ermittlungsfall erholen, bei dem sich ihre Instinkte als durchaus unzuverlässig erwiesen haben, denn sie hat sich in einen Mörder verliebt und ist gerade noch selbst dem Tod von der Schippe gesprungen. Eigentlich weiß sie nicht, ob sie überhaupt noch als Kommissarin arbeiten will und auch auf eine neue Beziehung ist sie eigentlich nicht aus, als ihr Sebastian Ettelscheid, ein Freund ihres Bruders, auf dem Schützenfest begegnet und es zwischen Ina und Sebastian funkt. Allerdings steht der Beginn dieser Beziehung nicht unter einem guten Stern, denn nach einem Streit zwischen Sebastian und dessen ehemaligem Dozenten Professor Prutschnik, wird der Professor am nächsten Tag tot aufgefunden und der Verdacht fällt auf Sebastian.

Ina beginnt heimlich Ermittlungen anzustellen und bekommt hierdurch mehr als einmal auch Ärger mit der ortsansässigen Polizei, vor allem mit dem ermittelnden Beamten Herrn Sauerbier.

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus Inas Sicht präsentiert und ist neben der laufenden Handlung auch durch Rückblicke auf  ein Mädchen und dessen Leben geprägt. Wer aber ist dieses Mädchen und wer die Personen, die ihr Leben begleiten? Dies erschließt sich dem Leser erst nach und nach und lässt während und auch noch nach dem Lesen viel Raum für Spekulationen.

„Gemünder Blut“ ist ein bodenständiger Krimi mit durchgehendem Spannungsbogen ohne viel reißerisches Potential. Die Menschen und das Leben in der Eifel werden sehr schön dargestellt und man merkt der Protagonistin und damit auch der Autorin an, dass sie die Menschen dort liebt aber auch bestimmte Eigenarten und Lebensgewohnheiten weniger mag.

Ina Weinz ist nicht perfekt. Sie ist ein Mensch mit Schwächen und Stärken, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Eine Person mit viel Potential und Möglichkeiten. Eine Protagonistin von der wir schon bald noch mehr lesen dürfen. „Luftkurmord“ erscheint bereits im September 2011 und entführt den Leser erneut nach Gemünd, in den Nationalpark Eifel.

Elke Pistors Krimidebüt ist grundsolide Krimikost für alle, die gerne Regionales lesen. Die Eifel ist eben schön und gefährlich zugleich.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Wienerherz

Erstellt von Werner Karl am 11. Juni 2011

Marcus Rafelsberger
Wienerherz

emons:
Hermann-Josef Emons Verlag
ISBN 978-3-89705-839-2
Kriminalroman
1. Auflage 2011
Umschlaggestaltung: Tobias Doetsch, Berlin
Umschlagzeichnung: iStockphoto.com/Ziutograf
Taschenbuch, 336 Seiten

www.emons-verlag.de
www.rafelsberger.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Zum Autor:

Marcus Rafelsberger, 1967 in Wien geboren, arbeitete als Werbetexter in Wien und Hamburg. Er war Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard« und ist heute Strategieberater und Kreativdirektor für Kommunikationsunternehmen. Er lebt in Wien.

Zum Buch:

„Von Wohlstand, dessen Bewahrung und Mehrung, so lautet die Überschrift eines Kapitels ziemlich zu Anfang des Buches. Und dies trifft auch im Kern das, was den Leser dieses Buches erwartet. Zunächst aber ist da eine Leiche, die ein Spaziergänger im Wald findet. In einem silbernen Bentley Continental GT findet die Polizei einen Mann, sitzend, den Kopf nach hinten gekippt mit einem riesigen blutigen Loch an der Stelle des Gebisses. Bei dem Toten finden sich Ausweispapiere eines gewissen Florian Dorin und ein Brief mit der Aufschrift: „Es tut mir leid. Florian.“ Eigentlich deutet alles auf einen Selbstmord hin. Dennoch hat Chefinspektor Laurenz Freund da so seine Bedenken und legt den Fall nicht sofort zu den Akten. Zunächst ist das zwar nur so ein Bauchgefühl, aber als der Gerichtsmedizinerin drei kleine unscheinbare Details auffallen, die gegen einen Selbstmord sprechen könnten, ist Freunds Ermittlersinn gestärkt. Es stellt sich heraus, dass Florian Dorin aus reichem Hause stammt. Die Familie ist zwar verwundert über den Selbstmord, war Florian doch angeblich ein lebensfroher Mensch, aber sie scheinen seinen Tod einfach hinzunehmen. Emotionen sind jedenfalls kaum erkennbar.

Laurenz Freund findet schnell heraus, dass Florian Dorin durchaus Feinde hatte. Er war in merkwürdige Geschäfte am Rande der Legalität verwickelt, hatte dubiose Geschäftspartner und war auch in Sachen Beziehungen recht offen. Trotz dieser Feststellungen scheinen dem Polizeipräsidenten die Ermittlungen von Chefinspektor Freund in der Angelegenheit ein Dorn im Auge zu sein. Will hier von oben jemand den Abschluss des Falles erzwingen? Dafür spricht jedenfalls, dass Freund schon bald Vorwürfe gegen seine eigene Person im Rahmen von internen Ermittlungen widerlegen muss.

Und dann taucht plötzlich der Name Emil Komeska auf und zwischen diesem und Florian Dorin scheint es eine interessante Verbindung zu geben.

Marcus Rafelsberger präsentiert mit „Wienerherz“ einen Kriminalroman, der dem Leser nicht nur Spannung garantiert, sondern auch Einblicke in eine gesellschaftliche Schicht gibt, der Wohlstand und Name wichtig sind. Neben den sehr unterschiedlichen und detailreich beschriebenen Charakteren, ist auch das Thema Wirtschaftskriminalität hier sehr gut ausgearbeitet und dient als Grundlage des Romans.

Nebenbei spielt auch das Privatleben des Inspektors und das seiner Kolleginnen und Kollegen eine Rolle. Hier sorgen vor allem Freunds kleine Gewichtsprobleme immer wieder für heitere Anekdoten am Rande.

Wer bodenständige Krimikost ohne viel Blut, Angst und Schrecken mag, der ist hier sicherlich genau richtig. Und wer glaubt des Rätsels Lösung schon recht früh erkannt zu haben, dem sei gesagt: So einfach ist das nicht!

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 4 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Marcus Rafelsberger – Wienerherz.

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Wie man einen verdammt guten Roman schreibt – Teil 2

Erstellt von Werner Karl am 1. Februar 2011

James N. Frey
Wie man einen verdammt guten Roman schreibt – Teil 2
Anleitungen zum spannenden Erzählen für Fortgeschrittene

Emons, 2010 (Neuauflage)
ISBN 978-3-89705-128-7
Übersetzt von Ellen Schlootz
Hardcover
Umfang 197 Seiten
Umschlaggestaltung: Ulrike Strunden

www.emons-verlag.de

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In seinem ersten Teil beschrieb James N. Frey die wichtigsten Grundregeln, bei deren Beachtung am Ende ein spannender Roman stehen kann. Doch das Handwerk Schreiben ist trotz oder gerade wegen vorausgesetztem Talent des Autors, doch umfangreicher an Grundlagen und Aspekten, als das ein Buch darüber gereicht hätte.

„Der fiktive Traum und wie man ihn herbeiführt“ (1), (3) „Von Schwächlingen und Verrückten: Unvergessliche Figuren schaffen“, (4) „Prämissen für Fortgeschrittene“ und weitere Themen führen konsequent das weiter, was der erste Teil versprochen – und gehalten hatte. Meine Lieblingsabschnitte: (6) „Über Stimmen, oder das WER das die Geschichte erzählt“, (8) „Die sieben Todsünden“ und natürlich (9) „Schreiben mit Leidenschaft“.

Die Kunst, jedem seiner Protagonisten eine eigene Stimme zu verleihen, die nicht identisch mit der des Autors ist, dürfte jedem bekannt sein, der mehr als eine Person in seinen Roman agieren lässt. Und dass Leidenschaft zum Schreibhandwerk gehört, dürfte klar sein, ohne geht es nicht. Aber wie schaffe ich es, diese Leidenschaft im Zaum zu halten, gezielt einzusetzen und nicht auf alle Romanfiguren zu übertragen?

Fazit:
Das Beste an Frey ist, dass er nicht oberlehrerhaft in schlauen Ratschlägen schwelgt, sondern konkret den Finger in die Wunde legt, Beispiele bringt und Variationen anbietet. Teil 2 hat einen festen Platz in meinem Regal gefunden.

Copyright © 2011 by Werner Karl

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Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

Erstellt von Werner Karl am 30. Januar 2011

James N. Frey
Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

Emons, 2010 (Neuauflage)
ISBN 978-3-924491-32-1
Übersetzt von Ellen Schlootz und Jochen Stremmel
Hardcover
Umfang 200 Seiten

www.emons-verlag.de

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Was ist ein guter Roman? Was zeichnet ihn aus? Und wie schreibt man einen solchen? Diese Fragen stellt sich jeder, der in sich den Drang verspürt, Worte in eine sinnvolle und vor allem spannende Reihenfolge zu bringen. Ein guter Teil dieser Fähigkeit ist selbstredend Talent zum Schreiben, ein nicht weniger wichtiger Teil ist Handwerk. Und das kann man lernen, wie so viele Dinge im Leben. Doch in Deutschland ist Kreatives Schreiben kein Lehrfach. Weder im Deutschunterricht an den Grund-, Haupt- und weiterführenden Schulen, noch nicht mal an Universitäten.

In den USA ist creativ writing ein anerkanntes Lehrfach. Nicht umsonst beherrschen in vielen Genres angloamerikanische AutorenInnen den Markt. James N. Frey – selbst erfolgreicher Autor – ist Dozent für Kreatives Schreiben an der University of California. Auch Volker Neuhaus – Germanist und emeritierter Professor an der Uni Köln – bedauert diesen Missstand im Vorwort. Es weist dort u.a. darauf hin, dass selbst Goethe heimlich zeitgenössische Trivialliteratur las, um dort handwerkliche Kniffe abzulauschen. Seine Ergebnisse schickte er häppchenweise an Friedrich Schiller, der ihm dann beim Feinschliff – sozusagen als Lektor – half.

Es gibt also mehr als genug Gründe, um „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ in die Hand zu nehmen. In 9 Kapiteln beschreibt Frey konkret, respektlos, äußerst Praxis bezogen und vor allem witzig viele Themen: „Figurenkonstruktion von Grund auf“, „Konflikte“, „Prämisse“, „Das ABC des Erzählens“, „Erzählperspektive“, „Überarbeiten und Umschreiben“ uvm.

Fazit:
Kein langweiliges Sachbuch, sondern spritzige, konkrete Hilfen für alle angehenden AutorenInnen.

Copyright © 2011 by Werner Karl

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Endstation Nippes

Erstellt von Werner Karl am 1. Januar 2011

Ingrid Strobl
Endstation Nippes

Emons Verlag
ISBN 978-3-89705-773-9
Krimi
Originalausgabe 2010
Umschlagmotiv:  Heribert Stragholz
Umschlaggestaltung: Tobias Doetsch, Berlin
Taschenbuch, 256 Seiten

www.emons-verlag.de
www.ingrid-strobl.de

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Die Autorin:

Ingrid Strobl, geboren 1952 in Innsbruck, studierte Germanistik und Kunstgeschichte. 1979 zog sie nach Köln, arbeitete sechs Jahre lang als Redakteurin bei der Zeitschrift »Emma« und machte sich 1986 als freie Autorin, Sachbuch-, Roman-, Hörfunk- und Fernsehautorin selbständig.

Das Buch:

Katja Leichter ist Journalistin beim WDR und arbeitet an einer Reportage über Pflegefamilien in Köln.

Zufällig wird sie in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofes von einem kleinen Jungen angesprochen, der sie um etwas Essbares bittet. Katja kauft ihm zwei Ciabattas und eine Cola aber ehe sie sich versieht ist er wieder verschwunden. Irgendwie geht ihr der Junge danach nicht mehr aus dem Kopf. Sie fürchtet, dass er ein Stricher ist und macht sich immer wieder auf die Suche nach ihm.

Während ihrer dienstlichen Recherchen stößt sie auf eine Pflegemutter, Frau Grimme, die bereitwillig Auskunft über ihre Rolle als Pflegemutter geben möchte. Kurz nach dem Interview, das in Katja Leichters Wohnung stattfindet, entdeckt die Journalistin befestigt an der Toilettenschlüssel ihres Badezimmers ein Buch mit handschriftlichen Auszügen über Kindesmisshandlungen und Kindesmissbrauch. In diesem Buch sieht Katja den merkwürdigen Eindruck bestätigt, den Frau Grimme bei ihr hinterlassen hat.

Bei ihren Nachforschungen findet Katja Unterstützung durch ihre Nachbarin Hertha, eine ehemalige Prostituierte und deren Untermieterin Nele, die auf Entzug ist und bei Hertha Unterschlupf gefunden hat. Nele selbst hat eine Tochter, die aufgrund Neles Erkrankung derzeit bei einer Pflegefamilie lebt. Nele empfindet den Kontakt zur Pflegefamilie ihrer Tochter nicht als Belastung auch wenn sie natürlich lieber ihrer Tochter wieder bei sich hätte.

In Begleitung von Nele trifft Katja den Jungen vom Hauptbahnhof  wieder. Marco und seine Schwester Chantal sind abgehauen. Marco aus seiner Pflegefamilie und Chantal aus dem Heim. Sie leben tagsüber auf der Straße und übernachten bei Opa Hotte, einem ehemaligen Einbrecher. Es stellt sich langsam heraus, dass es Marco in seiner Pflegefamilie wohl nicht besonders gut angetroffen hat und in Katja Leichter regt sich ein schrecklicher Verdacht. Eine weibliche Kinderleiche bestätigt sie darin. Diese Geschichte, die zwar in Köln spielt, sich aber so oder ähnlich überall zutragen kann, deckt schonungslos und hart Missstände auf. Hier geht es um Misshandlungen von Kindern und Kindesmissbrauch in grausamster Art und Weise und um das Versagen der zuständigen Ämter.

Die Autorin Ingrid Strobl spart hier nicht an möglichen Grausamkeiten ohne aber zu brutal zu wirken. Die Journalistin Katja ist sympathisch. Sie erscheint zielstrebig, aber auch streckenweise überfordert aufgrund der Wahrheiten, die sie ans Licht bringt. Das ist ein sehr menschlicher Zug. Bei ihren Recherchen greift sie auch zu Mitteln, die etwas außerhalb der Legalität liegen, aber in Anbetracht ihrer persönlichen Gefühlslage ist das mehr als verständlich.

Einmal begonnen kann man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Spannung pur, so realitätsnah, dass es einem stellenweise die Tränen in die Augen treibt und man sich immer wieder fragen muss: Wie kann das nur wahr sein?

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich by Buch24.de
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