Festa

Declare – Auf dem Berg der Engel

Der Kalte Krieg zwischen den Geheimdiensten der irdischen Großmächte wird unter ‚Rekrutierung‘ der von Gott abgefallenen und aus dem Himmel gestürzten Engel geführt. Ein sorgfältig geschulter Agent soll ihnen auf dem Gipfel des Berges Ararat den Garaus machen, aber selbst gefallene Engel sind mächtige Kreaturen … – Ungemein dichte, vielleicht überambitionierte, weil die Spannung manchmal in einer Flut unnötiger Details ertränkende aber spannende, eindrucksvolle und sogar geniale Mischung aus Historien- und Spionage-Thriller, Phantastik und Love-Story.

Nemesis

Geheime Forschungen an den Überresten einer außerirdischen Kreatur führen zur Erschaffung eines Mischwesens, das aus dem Labor ausbricht, durch den US-Nordosten tobt und dabei stetig wächst, bis es ganze Städte ausradieren kann … – Eine kleine Gruppe aus dramaturgischen Gründen eigentlich untauglicher aber heldenhafter Retter folgt dem Monster, dessen Untaten detailscharf beschrieben werden: Dies ist pure, klischeegespickte Horror-SF-Action, dessen wendiger Verfasser dem überraschungsfreien Stoff erstaunliche Unterhaltungswerte abringt: Monster- und Lesefutter.

The Gray Man – Unter Killern

Von seinem Auftraggeber verraten, kämpft sich Super-Attentäter „Gray Man“ europaweit durch ein Heer honoraraufgestachelter Mietkiller, um im schießpulververnebelten Normandie-Finale eine gekidnappte Familie freizumetzeln … – Völlig der Realität enthobene, politisch natürlich absolute unkorrekte und eindimensionale aber unterhaltsame Hetzjagd, die regelmäßig durch Showdowns und Lumpenmorde aufgelockert wird: für große & kleinhirnige Jungs.

Nightcrawlers – Kreaturen der Finsternis

Bauarbeiter stören lange unterirdisch verborgenes, wurmähnliches Monstermenschen-Pack auf, das nunmehr an die Oberfläche dringt und sich erschreckend bekämpfungsresistent zeigt … – Moderner Horror auf klassischer Lovecraft-Fährte; die drastischen Metzel-Szenen finden in einer erstaunlich kunstvoll heraufbeschworenen, sehr morbiden Grusel-Atmosphäre statt: gelungene Mischung aus Splatter und Geistergeschichte.

Sämtliche Geistergeschichten, Bd. 2

24 weitere Geistergeschichten – einige nur Fragmente – zeugen abermals von einem jenseitigen (Nach-) Leben, das für jene, die seinen Bewohnern zu nahe kommen, üble Folgen zeitigt. Dazu kommen fantasylastige Storys, die den Einfallsreichtum des Verfassers unterhaltsam unterstreichen, zwei kurze Essays, in denen James über das Horror-Genre sinniert, sowie ein Nachwort, das die multimediale Bedeutung von M. R. James im und für das 21. Jahrhundert definiert … – Wiederum fabelhaft übersetzt und schlicht aber fein gestaltet, sorgt auch der zweite Band dieser Gesamtausgabe für Stunden nostalgischer und positiv altmodischer Grusel-Spannung: Endlich ist die Überlieferungslücke in Sachen M. R. James auch in Deutschland geschlossen!

Sämtliche Geistergeschichten, Bd. 1

19 Geschichten erzählen von bösartigen, sogar mörderischen Gespenstern, die von neugierigen Pechvögeln ohne Kenntnis der Folgen geweckt werden und diesen grausam zu Leibe rücken … – Klassisch angelsächsischer Spuk der Sonderklasse: Spannender, gruseliger und humorvoller geht es eigentlich nicht, weshalb bereits dieser erste Teil einer zweibändigen Sammlung sämtlicher „Ghost Stories“ von M. R. James ein Geschenk für den Genre-Freund ist. Eine behutsam modernisierende Übersetzung, drei informative Vorwörter sowie schauerlich-schöne Illustrationen sorgen für ein Buch, das sich der Horror-Freund einst mit in den Sarg legen lassen wird!

Die Dreizehnte

Uralte Dämonen wollen endlich auf die Erde zurückkehren, was einige Jünger durch ein gewaltiges Blutopfer vorbereiten sollen. Eine neugierige Polizistin und ein Student, dem die Freundin entführt wurde, stellen sich den Satanisten in den Weg und geraten in ein Orgie des Folterns und Mordens … – Die zwar bekannte aber zunächst ordentlich erzählte Story mündet in ein endloses Finale, sorgt durch ‚tabulose‘ Sex- und Metzel-Szenen für Heiterkeit und löscht sich umgehend aus dem Leser-Hirn.

Feuertod

Mysteriöser Niederschlag lässt Pechvögel erst sterben und dann als buchstäblich kochende Zombies zurückkehren, die nach Opfern gieren, die sie in Rauch aufgehen lassen können … – Simpel gestrickter, auf einer nur zu bekannten Grundidee ruhender, von Wiederholungen geprägter und mit Klischeefiguren durchsetzter Horror, der erst im letzten Drittel routiniert Fahrt aufnimmt und in einem Hauruck-Finale gipfelt, das den Leser verblüfft zurücklässt: Das war alles?

Berge des Wahnsinns

Eine wissenschaftliche Expedition in die Antarktis entdeckt Überreste einer vorzeitlichen und keineswegs menschlichen Zivilisation. Körper dieser Wesen tauchen auf. Kurz darauf steht fest, dass „verlassen“ nicht „ausgestorben“ bedeutet. Über die Forscher bricht buchstäblich die Urzeit herein … – Obwohl eigentlich wenig geschieht, zieht Autor Lovecraft den roten Faden seiner spannenden Geschichte geschickt immer straffer, bis im Finale der Schrecken leibhaftig wird: Dies ist zurecht einer der Klassiker der modernen Phantastik. Er wird hier nicht nur neu übersetzt, sondern auch schön illustriert und kommentiert veröffentlicht.

Parasite Deep – Parasiten aus der Tiefsee

Ein verrückter Fischer fährt mit einer Gruppe Jugendlicher hinaus zu einer Meerestiefe, in der Parasiten die Tierwelt mutieren, verschmelzen und zu mordgierigen Bestien degenerieren ließ, wobei der Tod nicht das schlimmste Schicksal darstellt … – Splatter-Horror mit Ekel-Garantie, wobei die simple aber funktionstaugliche Story die ärmliche Figurenzeichnung samt aufgesetzter Dachschäden einigermaßen ausgleicht: Fisch- und Lesefutter.