Festa

Dunkle Engel

Anno 1865 gerät in den USA eine junge Kriegerwitwe in eine mysteriöse Welt aus schwarzer Magie und Voodoo, die eine an Zauber reiche aber gar nicht zauberhafte ‚parallele‘ Geschichte widerspiegelt … – Die überaus präzise recherchierte US-Vergangenheit des 19. Jahrhunderts ist mehr als Kulisse für eine komplexe Handlung jenseits ausgetretener Phantastik-Pfade. Leider übertreibt es der Autor und verliert sich in esoterischem Schwurbel, bis dem zunehmend enttäuschten Leser der Kopf schwirrt.

Das scharlachrote Evangelium

Dämon Pinhead wird zum ultimativen „Hellraiser“; er plant die Macht in der Hölle zu übernehmen. Im Diesseits stellt sich ihm der Okkult-Detektiv Harry D’Amour in den Weg, doch Pinhead erweist sich als nicht nur harter, sondern auch listenreicher Gegner … – Clive Barker lässt zwei prominente Schöpfungen seines Horror-Multiversums aufeinandertreffen; die Story ist spannend, gut geschrieben und mit bizarren Einfällen angereichert: Grusel-Routine auf hohem Niveau.

Das Ding aus einer anderen Welt

Eine von der Außenwelt isolierte Expedition entdeckt im Eis der Antarktis eine außerirdische Kreatur, die sich nach dem Auftauen als quicklebendiger Killer entpuppt, der die Gestalt seiner Opfer perfekt imitieren kann … – Ein Klassiker der Science Fiction erscheint in neuer Übersetzung und beweist, dass eine gute und gut erzählte Geschichte ihre Wirkung nicht einbüßt: ein kurzes, rundum spannendes Lektüre-Vergnügen!

Todessehnsucht

Ein Vampir tut sich mit einer Prostituierten zusammen, um einen mysteriösen Finsterling zu bekämpfen. Während dies mit den üblichen Schwierigkeiten – gegnerische Übermacht, Todesfallen, hinterhältige Mordattacken etc. – einhergeht, kommen sich Nosferatu und Frau näher, was der Autorin die Gelegenheit zur schmalzvollen Schilderung ‚gotischer‘ Sexkapaden gibt. Die leicht gegen den Gruselstrich gebürstete Figurenzeichnung hebt den routiniert geschriebenen Roman ein (kleines) Stück über den Genre-Durchschnitt.

Grauer Teufel

In der US-Südstaatenmetropole Richmond treiben unsichtbare Mörder ihr Unwesen. Ein für das Jenseitige offener Polizist folgt ihren Spuren, die ihn tief in die Zeit des Bürgerkriegs zurück- sowie ins Herz pechschwarzer Santeria-Magie führen … – Klassischer Horror-Thriller, der trotz der Bemühungen des Verfassers, überflüssige aber moderne Sex-&-Gekröse-Exzesse zu bieten, eine Geschichte erzählt: handwerklich solider Grusel eines genregewandten Vielschreibers.

Die Eishölle

Anno 1932 macht sich eine fünfköpfige Expedition unter Leitung des charismatischen Professors Scarsdale auf die gefährliche Reise in die gefürchteten Schwarzen Berge irgendwo am asiatischen Ende dieser Welt. Dort wartet der „Große Weiße Raum“, der ein Tor in Zeit und Weltraum ist, an dessen Schwelle allerlei Ungeheuer warten … – Basil Copper wandelt in den Fußstapfen von H. P. Lovecraft, die er leidlich unterhaltsam trifft, ohne Denkwürdiges zur Geschichte der unheimlichen Literatur beizutragen.

Scare Me!

Eine junge Frau und ihr Ehemann werden entführt, um den Vater zu einer Schnitzeljagd über mehrere Kontinente zu zwingen; während sich die Leichen türmen, versucht dieser verzweifelt, den Grund für die Heimsuchung zu erkennen, um das voraussichtlich tragische Ende der Hatz zu verhindern … – Die Jagd ist die Story; sie ist temporeich und wird gespickt mit Zwischenfällen, leidet aber unter zu vielen Rückblenden und Abschweifungen: solider Spannungs-Thriller.

Hotel Transylvania

Im Paris des Jahres 1743 gerät der Vampir Saint-Germain in eine Verschwörung finsterer Satanisten. Er mischt sich wider besseres Wissen ein und entfesselt einen mörderischer Kampf, den kaum jemand überleben wird … – Unterhaltsame Mischung aus Historien- und Horrorroman und erster Band einer langlaufenden Serie; zurückhaltend im Schrecken aber ohne Furcht vor drastischen Szenen: kein Meilenstein der Phantastik, aber eine beachtenswerte Fußnote.

7 Tage der Rache

„In den kommenden sieben Tagen wirst du vor dem Zubettgehen jedes Mal sagen können, dass hinter dem Monster, das unsere Tochter vergewaltigt und getötet hat, ein Tag des Leidens liegt. […] Er wird nie wieder dieses verdammt arrogante Lächeln auf den Lippen haben. Verstehst du? Bis zum nächsten Montag kannst du dir sicher sein, dass irgendwo der Mörder deiner Tochter vor Schmerzen laut brüllt.“ Jasmine, die siebenjährige Tochter von Bruno Hamel (Claude Legault) und Sylvie Bérubé (Fanny Mallette), kommt eines Tages nicht zur gewohnten Zeit von der Schule nach Hause. Nach einigen Stunden wird ihre Leiche aufgefunden. Vergewaltigt und ermordet. Vier Tage danach nimmt die Polizei den Täter Anthony Lemaire (Martin Dubreuil) fest.

Zombie-Apokalypse

Die titelgebende Apokalypse ereilt auch die US-Großstadt Seattle, wo der einsiedlerische Cyrus Sinclair sich mit einigen Überlebenden zusammenraufen muss, um gegen Untote, Plünderer und Verrückte zu kämpfen … – Den üblichen Zombie-Routinen wird faktisch nichts Neues hinzugefügt; was bleibt, ist ein simpel gestricktes, rasantes Grusel-Garn, dessen Anspruch ausschließlich behauptet wird.