Buchrezicenter.de

neuauflage

Firnstayns Kinder

Erstellt von Werner Karl am 12. Januar 2012

Bernhard Hennen
Firnstayns Kinder
Die Elfen, Teil 2

Folgenreich, 2011
Fantasy-Hörspiel von Dennis Ehrhardt
nach den Elfen Romanen von Bernhard Hennen
ISBN: 0602527772882
Hörspiel; Fantasy
Gesamtspieldauer ca. 80 Min
Altersempfehlung ab 12 Jahren

www.folgenreich.de

Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Ein Teil der Elfen, welche mit dem Schwertmeister Ollowain den gnadenlosen Krieg gegen die Trolle überlebt haben, finden mit ihm und der verletzten Elfenkönigin Emerelle in einer Menschensiedlung Firnstayns Unterschlupf. Die Fliehenden haben Glück, sie leben bei Alfadas und seiner Familie. Alfadas lebte als Kind unter Elfen, wurde er doch von Ollowain aufgezogen. Auch der Menschenkönig Horsa Starkschild erfährt von dem Schicksal der geflohenen Elfen und bietet Ihnen Hilfe im Kampf gegen die Trolle an. Somit lässt der König eine Armee aus Bauern zusammenstellen, welche nun den Elfen den Kampf gegen die Trolle unterstützen.

Im zweiten Teil der Hörspielreihe Die Elfen, welcher nahtlos am ersten Teil anknüpft, geht es anfänglich etwas ruhiger zu, da die dörfliche Idylle und die Lebensweise der Unterschlupfgewährenden vorgestellt. Weiter geht es mit der Aufstellung des Heeres sowie den weiteren Kriegsvorbereitungen der Elfen. Erst als die Elfen mit den Menschen auf Trolle stoßen, geht es wieder rasant zu.

Im zweiten Teil des Hörspiels -Der Elfen-, werden die Ereignisse aus dem ersten Teil gelungen fortgesetzt. Man knüpft an die vergangenen Geschehnisse an. Allerdings sollte man, um die Story vollständig verstehen zu können, den ersten Teil bereits gehört haben. Auch in diesem Teil gibt es wieder was auf, oder besser gesagt, für die Ohren. Angefangen von der grandiosen Sprecherriege, wie Bernd Rumpf als Ollowain, Helmut Zierl als Erzähler und Alvias, Eckart Dux als König Starkschild und Sascha Rothermund als Alfadas, um nur einige zu nennen, bis hin zum grandiosen und fantastischem Sounddesign.

Hier erlebt der Hörer im wahrsten Sinne des Wortes (hier besser: Ton) durch die geschickt eingesetzten Soundeffekten die Story als ein unterhaltsames und spannend interessantes Hörspiel. Begleitet wird das imposante und fantastische Hörspiel durch den geschickten Einsatz von Begleitmusik. Passend zu den jeweiligen Geschehnissen. Einzig zu bemängeln ist, wie auch in der ersten Folge, das unpassende Zusammenspiel von Lautstärke und Sprache sowie dem doch teilweise vulgären Sprachgebrauch.

Fazit:

Firnstayns Kinder ist eine dramatische und gigantische Inszenierung eines Fantasyhörspiels mit einer grandioser Sound- und Sprachkulisse, allerdings mit einer anfänglich leichten Startschwierigkeit. Ein Hörgenuss für Fantasie- und natürlich Elfenfans.

Copyright © 2012 by Walter Gasper

Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Abgelegt unter Fantasy, Hörbuch & Hörspiel, Preisrätsel auf sfbasar.de | Keine Kommentare »

Der Untergang von Vahan Calyd

Erstellt von Werner Karl am 8. Dezember 2011

Bernhard Hennen
Die Elfen
Teil 1: Der Untergang von Vahan Calyd

Ein Fantasy-Hörspiel von Dennis Ehrhardt nach den Elfen Romanen von Bernhard Hennen
ISBN: 0602527772875
Hörspiel
Erschienen 30.09.2011
Gesamtspieldauer ca. 75 Min
Altersempfehlung ab 12 Jahren

www.folgenreich.de

Titel erhältlich bei libri.de

Die Welt der Albenmark ist entzweit. Elfen und Trolle gerieten in Streit und es gab Krieg. Die Trolle wurden bekämpft und aus der Albenmark verbannt. Nun haben sich in der Albenmark Elfen, Kobolde und Feen, allesamt Bewohner der Albenmark versammelt, um die Elfenkönigin Emerelle in ihrem Amt zu bestätigen. Bei dieser Versammlung kommt es plötzlich zu einem Überfall durch Trolle. Die Elfenkönigin kann gerade noch mit ihrem Schwertmeister Ollowain, der Zauberweberin Lyndin, einem Kobold und zwei Zentauren schwerverletzt fliehen. Doch die Trolle nehmen die Verfolgung auf, wollen erbitterte Rache.

Dem Hörer wird bei diesem Hörspiel, was Geräuschkulisse, Sound, und Hintergrundkulisse angeht, ein besonderer Hörgenuss geboten. Beginnend mit den Feierlichkeiten und dem anschließenden Kampf- und Kriegsmaschineriegeräuschen. Echt hörenswert ist auch der Soundtrack, der für mich die Gefahr eines Ohrwurms birgt. Was mir leider etwas negativ auffiel, war die permanent wechselnde Lautstärke. Dialoge kamen teilweise recht leise dahin, Kampf- und Kriegsszenarios forderten den Lautsprechern einiges ab. Hörspiele höre ich gerne auf meiner etwas längeren Autofahrt zur Arbeit, und bedingt durch diese immer wieder wechselnden Soundkulissen erntete ich immer wieder einige böse Blicke anderer Verkehrsteilnehmer an roten Ampeln. Hier sollte vielleicht etwas nachgearbeitet werden.

Die beteiligte Sprecherriege kann sich, im wahrsten Sinne des Wortes, hören lassen, Bernd Rumpf als Schwertmeister Ollowain, Daniela Hoffmann als Elfenkönigin Emerelle, Helmut Zierl als Meister Alvias und als Erzähler, um nur einige zu nennen. Hörspielfans werden diese Namen bestimmt bekannt sein, sind es doch teilweise bekannte Stimmen aus Funk und Fernsehen. Was mir allerdings etwas sauer aufgestoßen ist, waren die teilweise vulgären und unterhalb der Gürtellinie aufzufindenden Dialoge und Sprüche der Trolle.

Anfänglich hatte ich leichte Schwierigkeiten, in das Geschehen einzusteigen, ging es doch direkt mit einem Verhör los. Hier fehlte mir noch die Beziehung des warum. Auch machten mir am Anfang die vielen unbekannten fremden Namen und deren Zuordnung zu schaffen, da mir irgendwie eine Einleitung gewisse Einleitung fehlte. Erst im weiteren späteren Geschehen bzw. Hören fand ich einen Einstieg in diese Story.

Mein Fazit:

Eine fantastische und vom Sound her gigantisch tolle Inszenierung gibt den Einstieg in die Hörspielreihe Die Elfen. Abgesehen von den kleinen oben genannten Kritikpunkten taucht der Hörer in ein gut und spannend gemachtes Hörspiel ein. Ein Hörgenuss für Fantasie- und Elfenfans.

Copyright © 2011 by Walter Gasper

Titel erhältlich bei libri.de

Abgelegt unter Fantasy, Hörbuch & Hörspiel | Keine Kommentare »

The Clone Wars – 01

Erstellt von Günther Lietz am 15. November 2011

The Clone Wars – 01
Der Hinterhalt / Der Angriff der Malevolence
Originalhörspiel zur TV-Serie

(sfbentry)

Folgenreich & AS Hörspiel GmbH (05/2011)
Realisation: ear2brain productions
Hörspielbearbeitung: Dennis Ehrhardt
Regie & Sprachaufnahme Erzähler: Dennis Ehrhardt, Sebastian Breidbach
Sounddesign & Schnitt: ear2brain productions
Musik: Kevin Kiner, John Williams (Original Star Wars Thema & Score)
Layout: O2K Design, Michaela Ollesch

Sprecher: Erzähler (Uli Krohm), Yoda (Tobias Meister), König Katuunko (Michael Iwannek), Count Dooku (Klaus Sonnenschein), Asajj Ventress (Claudia Urbschat-Mingues), Anakin Skywalker (Wanja Gerick), Ahsoka Tano (Josephine Schmidt), Obi-Wan Kenobi (Philipp Moog), Plo Koon (Jörg Hengstler), Admiral Yularen (Erich Räuker), Mace Windu (Helmut Gauß), Kanzler Palpatine (Friedhelm Ptok), Medizin-Droide (Norbert Gescher), General Grievous (Rainer Doering), Klonsoldaten (Martin Keßler), Kampfdroiden (Constantin von Jascheroff)

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
12 Tracks, ca. 45 Minuten
ISBN 602527545950

http://www.folgenreich.de/starwars

Star Wars ist ein Phänomen, das jung und alt begeistert. Und das seit Jahrzehnten. Star Wars ist Teil der westlichen Kultur und mit Star Wars kann ganz schnell viel Geld gemacht werden. Das müssen sich auch die Macher dieser neuen Reihe gedacht haben: “Star Wars – The Clone Wars – Originalhörspiel zur TV-Serie”. Würde es sich um eine echte Hörspielserie im Star-Wars-Universum handeln, hätte vielleicht etwas daraus werden können. Aber hier wurde einfach die gleichnamige Animations-Serie aus dem Kinderprogramm verwurstet. Das bedeutet: Eine extra aufs TV ausgelegte Serie soll als Hörspiel herhalten. Mit Kindern kann man es ja scheinbar machen.

Worum es in den Geschichten geht, das kann der CD-Hülle oder dem TV-Episodenguide entnommen werden. Es ist auch vollkommen unerheblich die Handlung zu kennen, denn die Übertragung vom Fernseher ins Hörspiel ist einfach schlecht. Es wurden einfach die Dialoge aus der TV-Serie genommen und ein Erzähler zugefügt, der nun sozusagen die Augen des Hörers darstellen muss. Und das geht gnadenlos schief, denn “Clone Wars” an sich ist schon ziemlich minderwertig produzierter Animationsmist und punktet halt nur mit dem kindgerechten Style. Der fehlt jetzt und zurück bleiben flache Charaktere und eine wirre Handlung, die kaum nachvollziehbar ist.

Zudem krankt die ganze Sache natürlich auch daran, dass hier us-amerikanische Themen behandelt werden und auch die moralische Ausrichtung entsprechend ist. Selbst Friedensmissionen werden bei “Clone Wars” mit der dicken Wumme erledigt. Es ist ein regelrechtes Abschlachten und Gemetzel, mit allen möglichen Waffen und Kampffahrzeugen, zu Lande, zu Wasser, in der Luft und auch im Weltraum. Zwar sind die Gegner meistens Droiden, aber dennoch ist Gewalt stets das favorisierte Mittel zur Konfliktlösung. Für die Kinderserie wurde Star Wars auf das Schlechteste reduziert. Und fürs Hörspiel wurde das Schlechte in mieser Qualität nochmals aufbereitet. Grausam!

Die Sprecher sind an sich erfahrene Recken des Hörspiels. Aber mit jedem Wort ist zu erkennen, dass sie für eine TV-Produktion tätig waren und da auch noch regelrecht durchgetrieben wurden. Wer die Sprecher aus “The Clone Wars” mit deren echten Hörspielproduktionen vergleicht, der erkennt den sehr großen Qualitätsunterschied.

Auch die Produktion ist ziemlich minderwertig. Das Booklet hat ein paar Comicillustrationen und das war es auch schon. Kein Mehrwert. Die CD ist schlicht in Yodagrün und – halt schlicht und langweilig gestaltet. Sie sieht nach Star-Wars-Schriftart und Star-Wars-Clipart aus. Ziemlich kurios: Die Tracks sind falsch benannt. Die Tracks der ersten Episode auf der CD sind als Teil 2 beschrieben und umgekehrt. Beide Teile sind nach vierundfünfzig Minuten glücklicherweise zu Ende.

“Star Wars – The Clone Wars – 01″ – das ist die dunkle Seite der Macht. Langweilig und auf Kinder ausgerichtet, die sich vom Star-Wars-Piepsen hinters Licht führen lassen. Finger weg!

Copyright © 2011 by Günther Lietz

Bei Buch24.de

Abgelegt unter Fantasy, Hörbuch & Hörspiel, Kinder & Jugend, Science Fiction | Keine Kommentare »

Wolfshochzeit

Erstellt von Werner Karl am 8. November 2011

Marco Göllner
Wolfshochzeit
Dorian Hunter – Dämonenkiller 13

Nach einem Roman von Neal Davenport
Folgenreich (Universal), Berlin, 02/2011
1 Audio CD im Jewel-Case
Hörspiel, Horror-Thriller
ISBN 978-3-8291-2431-7
Laufzeit: ca. 80 Min.
Sprecher: Thomas Schmuckert, Michael Prelle, Frank Felicetti, Frank Gustavus, Konrad Halver, Regina Lemnitz u. a.
Titelmusik von Joachim Witt und MoorlandMusic
Illustrationen von Mark Freier
1 Booklet à 6 Seiten
Altersempfehlung: Ab 16 Jahre!

www.folgenreich.de/dorianhunter
www.dorianhunter.net/
www.joachimwitt.de
www.moorlandmusic.com
www.freierstein.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Nach seiner Rückkehr aus Wien wird Dorian Hunter bereits am Flughafen von Mitarbeitern des Secret Service abgefangen. Der Dämonenkiller wird zu einem Anwesen gebracht, wo sein Vorgesetzter auf ihn warten soll. Doch kaum dass Hunter die Villa betreten hat, verliert er das Bewusstsein. Als er wieder erwacht, wird er von Trevor Sullivan verhört und festgenommen. Hunter wurde inmitten von sieben grausam verstümmelten Leichen gefunden!

Dorian Hunters Alleingänge rufen beim Secret Service zunehmend Unmut hervor, und Sullivan kann sich seiner nicht sicher sein. Doch Hunter gelingt die Flucht. Mit Hilfe nur noch weniger Freunde findet der Dämonenkiller eine Spur. Sein dämonischer Bruder Jörg Eklund inszenierte die diversen Fallen, um in der Schwarzen Familie aufzusteigen. Ohne einen Erzähler im Hintergrund und ohne Einführung in die bisherige Geschichte beginnt dieses Hörspiel mit einem wahren Feuerwerk für die Ohren. Was die Geräuschkulisse und die Verwendung von – hörbaren – Effekten angeht, ist die „Wolfshochzeit“ auf der Höhe der technischen Möglichkeiten. Und trotzdem nur Dialoge geführt werden, sich der Hörer streckenweise bloß an den Geräuschen orientieren und sich einen Handlungsstrang lediglich vorstellen kann, wird dadurch eine dichte Atmosphäre gewoben, die die Action lastige Geschichte gut unterstützt. Das funktioniert ähnlich gut wie in Filmen, in denen vor besonders heftigen Szenen ausgeblendet wird, dem Zuschauer aber dennoch die entsprechenden Bilder vor Augen stehen. Dadurch ist auch die vergleichsweise hohe Alterseinstufung dieser CD mit der Empfehlung „erst ab 16 Jahre“ durchaus nachvollziehbar.

So sehr die Effekte und Sounds die Geschichte tragen und auch die Musikeinspielungen durchaus passend den Fortgang unterstreichen, so wenig funktioniert das bei Szenen, die sich etwas abseits abspielen. Die sehr leisen Stimmen sind nur schwer zu verstehen, und auch wenn das ganz realistisch sein mag, so ist es für den Zuhörer nahezu unmöglich, der Geschichte in diesen Fällen zu folgen. Die Lautstärke hochzudrehen, führt unweigerlich zu unerwünschten Effekten, wenn wieder in den ‚Normalmodus‘ zurück geschaltet wird. Schade ist das vor allem deshalb, weil dadurch der Gesamteindruck und der Hörgenuss doch deutlich geschmälert werden.

Ein weiterer Minuspunkt ist die grundsätzliche Überbetonung der verschiedenen Sprecher. Kaum jemand spricht normal, alles wird sehr überzogen vorgetragen, und man hat selten das Gefühl, dass sich tatsächlich Personen unterhalten. Grundsätzlich ist die Idee, ohne Erzähler auszukommen, zu befürworten und ergibt eine ungleich dichtere Atmosphäre. Man ist als Zuhörer näher am Geschehen und muss bzw. darf seine eigene Phantasie spielen lassen, insbesondere was die Interpretation der diversen Soundeffekte angeht. Die Handlung an sich ist Freunden des „Dämonenkiller“-Universums bekannt und arbeitet nach wie vor die Anfänge der Geschichte ab. Für Einsteiger in die Serie ist diese Folge mangels Einführung oder ähnlicher Hilfestellungen nicht geeignet.

Im beiliegenden 6-seitigen Inlay wird auf die Synchronstimme der Martha Pickford eingegangen. Zusätzlich werden Sprecher und Macher aufgelistet. Schade, dass man diesen Platz nicht für eine kurze ‚Biografie‘ der Hauptfigur nutzt oder ein ‚Was bisher geschah‘ als Einführung für neue Hörer abdruckt. Auf dem Rückcover der CD ist die kurze Inhaltsangabe der Folge abgedruckt. Das Hörspiel ist recht Action lastig und bietet hauptsächlich durch die gelungene Sounduntermalung und -unterstützung ordentliche, kurzweilige Unterhaltung.

Copyright © by Thomas Folgmann (ft)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Abgelegt unter Horror, Hörbuch & Hörspiel, Krimi & Thriller | Keine Kommentare »

Dämonicus

Erstellt von Werner Karl am 3. Oktober 2011

Gerry Streberg und Oliver Döring
Dämonicus
Don Harris – Psycho Cop 9

Nach dem gleichnamigen Roman von Jason Dark
Folgenreich (Universal), Berlin, 03/2011
1 Audio-CD im Jewel-Case
Hörspiel, Mystery/Grusel-Thriller
ISBN 978-3-8291-2374-7
Laufzeit: ca. 51 Min.
Sprecher: Douglas Welbat, Dietmar Wunder, Gerrit Schmidt-Foß, Bernd Rumpf, Berenice Weichert, Liane Rudolph u. a.
Musik: Universal Publishing Production Music GmbH
Illustrationen von Vladimir Bondar
1 Booklet à 4 Seiten

www.folgenreich.de/donharris
www.jason-dark.de/
http://vladio.com.ua/en/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Aus einem archäologischen Institut in London wurde eine Statue gestohlen. Die Bedeutung dieses „Dämonicus” genannten Fundes konnte bisher nicht enthüllt werden. Was zunächst nach einem harmlosen Kunstgegenstand klingt, hat es allerdings in sich: Don Harris„ Nachforschungen ergeben, dass dieses Artefakt Blutspuren der Medusa enthält, der legendären Frau mit den Schlangenhaaren, die Menschen mit ihrem bloßen Blick in Stein verwandelte.

Als in Schottland Wissenschaftler mit Hilfe dieser Blutreste einen Menschen zum leibhaftigen Dämonicus machen, muss Don Harris eingreifen. Weder im 4-seitigen Inlay noch akustisch gibt es eine Einführung in die Geschichte und zur Figur des „Psycho Cop“. Die Story an sich ist aber auch ohne das Wissen um mögliche Hintergründe gut zu verfolgen. Das „Frankenstein“-Motiv wird stark in den Vordergrund gestellt und auch die gleichzeitige Nähe und Angst des Erschaffers thematisiert. Interessant sind außerdem die Ausführungen zu den Gorgonen, die die eventuell betroffenen Menschen im Fokus haben.

Die Verwendung eines Erzählers verleiht dieser Geschichte eine weitere Ebene und transportiert das Geschehen gut, ohne zu viel an Tempo zu verlieren. Letztlich ist das Geschehen an sich zu linear ablaufend und wenig spektakulär, um als spannend oder actiongeladen gelten zu können. Natürlich gibt es entsprechende Action-Sequenzen, und ein leibhaftiger Gorgone, der Menschen versteinert, besitzt auch genügend Potential für Spannung und, über die „Frankenstein“-Thematik: Menschlichkeit!

Der letzte Punkt wird in diesem Hörspiel sehr weit ausgeleuchtet, und so überraschend und angenehm das grundsätzlich ist, so wenig ist es für eine Grusel-Thriller-Serie in ihrer neunten Ausgabe hilfreich. Eventuell hätte man mit einer etwas längeren Spielzeit und einem etwas weiteren Spannungsbogen dem Ganzen mehr Tiefe verleihen können. So bleibt es bei der Flucht des „Dämonicus“, Rückkehr und Kämpfen – und Don Harris trottet dem Ganzen hinterher. Dabei wird philosophiert und diskutiert, aber es mag keine rechte Spannung aufkommen.

Trotz allem ist die Folge sehr gut hörbar, sehr unterhaltsam, und auch, was Soundeffekte angeht, sehr gut in Szene gesetzt! Die Sprecher agieren wohltuend ‚normal„, und der Erzähler ergänzt das Ganze hervorragend. Im Inlay werden die Sprecher aufgelistet, ebenso die Macher. Schade, dass man diesen Platz nicht für eine kurze ‚Biografie„ der Hauptfigur nutzt oder ein ‚Was bisher geschah„ als Einführung für neue Hörer abdruckt.

Copyright © 2011 by Thomas Folgmann (ft)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Abgelegt unter Hörbuch & Hörspiel, Krimi & Thriller, Mystery | Keine Kommentare »

Der Ponyhof des Grauens

Erstellt von Werner Karl am 8. August 2011

Lars Peter Lueg, Devon Richter, Nikola Frey
Der Ponyhof des Grauens
Jack Slaughter – Tochter des Lichts 13

Universal Music/Folgenreich, Berlin, 04/2011
1 Hörspiel-CD im Jewel-Case
Horror-Parodie, Grusel, Satire
ISBN 978-3-8291-2442-3
Laufzeit: ca. 62 Min.
Sprecher: Till Hagen, Michael Pan, Anja Stadlober u. a.
Titelgestaltung von Alexander Lux, torius
1 Booklet

www.folgenreich.de
www.jack-slaughter.de
www.alexanderlux.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Professor Doom muss gegenüber seinem Adlatus Basil Creeper und Delfin Flopper seinen angeknacksten Ruf als größter Dämon aller Zeiten wieder herstellen, indem er die Apokalyptischen Reiter zur Vernichtung der Welt herbeiruft. Dummerweise vereiteln ein paar Brösel seines selbstgebackenen Marmorkuchens die korrekte Inkantation der Beschwörungsformel, und nun muss er mit den Azubis der Apokalyptischen Reiter, Abby und Gina, vorlieb nehmen, die auf ihren Ponys Chili und Peperoni als Gesellinnenstück das Städtchen Jacksonville in Schutt und Asche legen sollen.

Doch da haben natürlich die Tochter des Lichts Jack Slaughter und seine Freunde Tony Bishop und Bikinimodel Dr. Kim Novak noch ein Wörtchen mitzureden … Da Zauberbarbie Ponytail ihnen leider dieses Mal nicht zur Seite steht – gerät sie doch als Pferdenärrin in einen schwerwiegenden Interessenskonflikt -, bewaffnet sich Jack Slaughter mit Zauberhammer und Streitross Sultan. Unterstützt werden sie im Kampf gegen die zwei- und vierbeinigen Bösewichte von der Öko-Hexe White Silk, die ihnen zur Rettung der Welt zwingend eine homöopathische Granate mit einem Mix aus Schüsslersalz Nr. 3 Ferrum Phosphoricum, 11 Silicea und 24 Arsenum Jodatum empfiehlt!

Die Inhaltsangabe sagt eigentlich alles über diesen 13. Teil der Serie aus. So chaotisch und schräg sich das liest, so hört es sich auch an. Man kann nur hoffen, dass die Sprecher, die ihren Job wirklich gut gemacht haben, Spaß an der Aufnahme hatten. Dem Zuhörer, der sich auf eine humorvolle und trotzdem spannende (Grusel-) Geschichte gefreut haben mag, bietet sich dieser Spaß über die Länge von gut 60 Minuten leider nicht.Zu viele Wortspielchen und nur vermeintlich lustige Endlosdiskussionen lassen keinerlei Spannung aufkommen. Bedrohungen sind nie wirkliche Gefahren, und auch wenn der Held laut Intro sich selbst nicht so ernst nimmt (letztlich tut das wohl keine der Figuren), so hätte man die Geschichte an sich schon ernst nehmen sollen.

Auch bei der Covergestaltung hätte etwas mehr Detailfreude nicht geschadet. Wobei die Aufmachung des Inlays ansonsten nichts zu wünschen übrig lässt. Neben einer Auflistung der Sprecher und Produzierenden findet sich ein kurzer Exkurs zu Ponyhof-Ferien, der sich direkt humorvoll liest, sowie die Abbildung sämtlicher bisher erschienenen CDs. Möglicherweise muss man schon die ersten zwölf Folgen der Serie gehört und gemocht haben, um auch an dieser dreizehnten CD wirklich Gefallen finden zu können. Im Zeichentrickformat gab es einst eine Serie namens „Freakazoid“, mit dieser bzw. dieser Art von Humor dürfte „Jack Slaughter“ noch am ehesten zu vergleichen sein. Allerdings funktionierte der Humor im Bild besser, als er es hier nur im Ton tut.

Eine nette und witzige Idee bietet sich noch bei YouTube. Entsprechend den häufig zu findenden Filmchen in denen Dinge ausgepackt werden, gibt es auch eine entsprechende Variante zum „Unboxing” der „Jack Slaughter“-CD: http://www.youtube.com/watch?v=UNMHJUYpu9s

Copyright © 2011 by Thomas Folgmann (ft)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Abgelegt unter Horror, Satire & Humor | Keine Kommentare »

Der Hinterhalt / Der Angriff der Malevolence

Erstellt von Werner Karl am 4. August 2011

Dennis Ehrhardt (Hörspielbearbeitung)
Der Hinterhalt / Der Angriff der Malevolence
Star Wars – The Clone Wars 1

© Lucasfilm Ltd. & TM, USA, 2011
Folgenreich, Berlin, 06/2011
1 CD im Jewel-Case
Originalhörspiel zur TV-Serie, SF
ISBN 978-3-8291-2410-2
Laufzeit: ca. 45 Min.
Sprecher: Uli Krohm, Tobias Meister, Michael Iwannek, Klaus Sonnenschein, Claudia Urbschat-Mingues, Wanja Gerick, Josephine Schmidt, Philipp Moog u. a.
Musik und Sounddesign: Kevin Kiner, John Williams, ear2brain productions
Titelmotiv © Lucasfilm Ltd. & TM
1 Booklet à 4 Seiten

www.folgenreich.de
www.starwars.com
www.lucasart.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Die Klon-Kriege sind zeitlich zwischen „Episode II“ und „Episode III“ angesiedelt.

Die Republik hat ihre Reihen durch die Klone des Kopfgeldjägers Jango Fett verstärkt, um ihre Interessen gegenüber den Separatisten, die den Umsturz planen, wahren zu können. Die Republik möchte im Toydaria-System eine Versorgungsbasis einrichten und sendet Jedi-Meister Yoda, um mit König Katuunko über den Vertrag zu verhandeln. Er kommt jedoch zu spät, denn Asajj Ventress ist bereits vor Ort, um ein Angebot von Count Dooku zu überbringen und anhand einer kleinen Demonstration zu beweisen, dass die Separatisten über die größere Macht verfügen und es dumm wäre, sich für die falsche Seite zu entscheiden …

Jedi-Meister Plo Koon soll dem Gerücht nachgehen, dass die Separatisten über eine neue Waffe verfügen. Er und seine Klone werden angegriffen und scheinen verloren, denn die Schiffe der Republik werden an anderen Stellen dringend gebraucht und können auf keine Kämpfer verzichten. Ahsoka Tano kann Anakin Skywalker jedoch davon überzeugen, nach den Vermissten zu suchen, aber haben sie eine Chance gegen die ‚Malevolence„?

Folgenreich präsentiert auf geplanten 11 CDs mit jeweils zwei Geschichten die Originalhörspiele zur 1. Staffel der animierten „The Clone Wars“-Serie. Auf den Booklet-Covers und im Innern sind Figuren aus den Trickfilmen zu sehen, so dass der Insider sofort weiß, was er erwarten darf. Die Texte werden außerdem von den Sprechern der TV-Serie vorgetragen. Wer diese kennt, braucht nur die Augen zu schließen, und das Kopfkino mit bekannten Stimmen, atmosphärischer Musik und Geräuschen startet. Die Episoden sind kurz und inhaltlich nicht allzu kompliziert, denn die CDs sollen vor allem ein jüngeres Publikum erreichen, und die Altersfreigabe ab 8 Jahre ist nicht zu niedrig angesetzt.

Nebenbei werden Werte vermittelt: Nicht was man ist (ein Klon), sondern wer man ist und was man aus seinem Leben macht, zählt. Die reiferen Fans, die alles sammeln, was mit „Star Wars“ zu tun hat, werden ebenfalls gut unterhalten, zumal diese Abenteuer eine Lücke zwischen den Kino-Filmen schließen. Das Booklet ist hübsch gestaltet, hätte aber durchaus etwas umfangreicher ausfallen und z. B. die Hauptfiguren in Wort und Bild vorstellen können. Leider beschränkte man sich auf ein Verzeichnis der Sprecher, wenige Abbildungen und eine Vorschau auf die nächsten Hörspielfolgen. Da wären bestimmt noch ein paar Goodies für die Fans möglich gewesen.

„Star Wars – The Clone Wars“ wendet sich an die eingefleischten Fans, insbesondere an ein jüngeres Publikum, das mit Begeisterung die TV-Serie verfolgt und über genug Sitzfleisch verfügt, auch mal eine dreiviertel Stunde einem Hörspiel zu lauschen. Die Storys wurden altersgerecht aufbereitet und gelungen umsetzt. Originalmotive und –stimmen sorgen für Wiedererkennung. Auch der Taschengeldpreis geht in Ordnung.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 3 x 1 Satz (KOSTENLOSE!) EXEMPLARE: THE CLONE WARS™-Hörspiele Folgen 1-3 nach der bekannten TV-Serie auf sfbasar.de!

Abgelegt unter Hörbuch & Hörspiel, Kinder & Jugend, Preisrätsel auf sfbasar.de, Science Fiction, Star Wars | 1 Kommentar »

Pilgrim 2000 – Teil 2

Erstellt von Günther Lietz am 23. Mai 2011

Pilgrim 2000 – Teil 2
Mark Brandis Folge 14

(sfbentry)

Interplanar, Universal Music, Folgenreich (2011)
Nach dem gleichnamigen Roman von Nikolai von Michalewsky
Manuskript: Balthasar von Weymarn
Musik & Sounddesign: Jochim-C. Redeker
Aufnahme: Tommi Schneefuß, Thomas Weichler
Produktion, Regie und Schnitt: Jochim-C. Redeker & Balthasar von Weymarn
Artwork: Alexander Preuss
Layout/ Satz: Jürgen Straub

Sprecher: Dr. Rebecca Levy (Claudia Urbschat-Mingues), Cmdr. Mark Brandis (Michael Lott), Cpt. Grigori »Grischa« Romen (David Nathan), Bordsystem CORA (Mira Christine Mühlenhof), Lt. Pablo Torrente (Martin Keßler), Prolog (Wolf Frass), Lt. Iwan Stroganow (Martin Wehrmann), Lt. Konstantinos Simopoulos (Gernot Endemann), Judith (Katarina Tomaschewsky), Melchior (Klaus Sonnenschein)

ISBN 978-3-8291-2437-9
Gesamtspielzeit: ca. 56 Minuten
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

www.markbrandis.de
www.folgenreich.de
www.abalakin.de

Mit “Pilgrim 2000 – Teil 2″ erreicht nun auch die Fortsetzung die Media-Player der Nation. Es handelt sich um eine nahtlose Fortsetzung und so kann die zweigeteilte Veröffentlichung des Hörspiels als ein Gesamtwerk gesehen werden. Und um eins draufzusetzen: Es ist sogar ein großartiges Gesamtwerk. Erneut haben die Macher der Reihe “Mark Brandis – Abenteuer in der Welt von Morgen” eine tolle Arbeit geleistet, die unterhält und zum Nachdenken anregt.

Noch immer befindet sich die Besatzung der HERMES an Bord des Generationenschiffs PILGRIM 2000. Die gewaltige Biosphäre simuliert dabei eine irdische Welt voller Leben, ein Paradies, das in die Sonne zu stürzen droht. Commander Mark Brandis und seine Leute haben sich auf die PILGRIM 2000 begeben, um dort nach Überlebenden zu suchen. Doch von der einstigen Besatzung ist nur noch eine Person am Leben: Judith.

Zuerst glaubt Brandis Judith würde aufgrund ihrer Einsamkeit eine religiöse Lebensart entwickelt haben, doch dann hört auch er die Stimme von IHM in seinem Kopf. Doch im Gegensatz zu Judith glaubt Brandis an keinen Gott, sondern an einen Menschen und alte Technologien. Der Aufenthalt gewinnt an zusätzlicher Brisanz, weil hundegroße Ratten den weg zu den Schleusen versperren. Mark Brandis vermutet einen Zusammenhang …

Dieser Zusammenhang ist ja offensichtlich. Allgemein ist die Handlung weitgehend vorhersehbar, das Thema Generationenschiff eine bekannte Größe in der Science Fiction. Mit der Handlung selbst sind also keine Punkte zu machen. Sie kann nur als Gerüst dienen, um Atmosphäre und Spannung aufzubauen.

Das gelingt dem Skript schon mal sehr gut. Wie die Vorlage wird die Geschichte mit humanistischen Grundgedanken unterfüttert, spielt Moral, und die Abkehr davon, eine große Rolle. Die Probleme der Kolonisten an Bord der PILGRIM 2000 sind noch immer hochaktuell, einfach zeitlos. Die daraus von Mark Brandis gewonnene Erkenntnis könnte als Leuchtfeuer für eine moderne, im Wandel befindliche Gesellschaft dienen. Könnte. Aber die Geschichte lehrt, dass der Mensch ein lernunwilliges Geschöpf ist. Zwar meistert er die Technik, aber nicht die Moral. Es sind sehr philosophische Ansichten, die im Hörspiel ebenfalls behandelt werden und zum Reflektieren anregen. Mark Brandis kann zwar auch als reines Spannungshörspiel genossen werden, doch gehen die Abenteuer stets auch in die Tiefe. Und diesen in den Romanen von Nikolai von Michalewsky vorkommenden Tiefgang, fangen Balthasar von Weymarn und Jochim-C. Redeker im Hörspiel wieder ein und transportieren ihn auf ein modernes Medium.

Neben aller Philosophie ist “Pilgrim 2000″ natürlich auch kurzweilige Unterhaltung und hervorragende Science Fiction. An der Seite von Mark Brandis entdeckt der Hörer besondere Orte an Bord der PILGRIM 2000. Das kleine Booklet der CD bietet hier ein wenig Unterstützung, in dem es einen Seitenschnitt des Generationenschiffs zeigt und auch mit einem passenden Informationstext zum Thema aufwartet. Die Coverillustration von Alexander Preuss schlägt in die gleiche Kerbe und zeigt die PILGRIM 2000 von Innen. Es ist ein berauschender Anblick, der mit liebevollen Details aufwartet. Besonders faszinierend ist dabei der starke Kontrast der beiden Cover. Der Doppelfolge Während auf dem ersten Teil die wütende Hitze der Sonne dominiert, stehen nun kühle und helle Farben im Vordergrund. Die Cover visualisieren den Unterschied in der Wahrnehmung, der zwischen Brandis und Judith, zwischen Brandis und Melchior existiert. Für die Besatzung der PILGRIM 2000 ist die Behauptung, das Schiff würde in die Sonne stürzen, einfach surreal, eine reine Vertrauensfrage. Und erneut haben von Michalewsky und von Weymarn die Leute am Haken. Einfach klasse.

Melchior, das ist der zweite Bewohner des Generationenschiffs und gleichzeitig auch der Gegenspieler von Brandis. Für den abgeklärten Commander und auch den Zuhörer ist natürlich klar, dass kein Gott über die PILGRIM 2000 herrscht, obwohl Melchior scheinbar über gottgleiche Fähigkeiten verfügt. Immerhin ist es ihm gelungen in den Kopf von Brandis vorzudringen, sich mit ihm zu unterhalten. Und vielleicht ist er zu noch schlimmeren Dingen in der Lage. Und Mark Brandis hat keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Das ist eine erschreckende Vorstellung. Der Gedanke jemanden in seinem Kopf zu haben, ohne ihm etwas entgegegnsetzen zu können, die intimsten Gedanken einem Fremden ausgeliefert … ein Schockmoment.

Diesen Zustand des ausgeliefert sein vermittelt die Geschichte nun mehrmals. Stets an passenden Stellen, stets mit der gleichen Eindringlichkeit. Hier der modernen Technik und einem scheinbar sinnloses Sicherheitsprotkoll ausgeliefert, dort der Verlust des Augenlichts und auf fremde Hilfe angewiesen sein. Wobei die Blindheit natürlich den positiven Aspekt hat, dass der Zuhörer – vollkommen nachvollziehbar – erklärt bekommt, was es zu sehen gibt. Ein toller Kniff.

Die Handlung ist gut, aber wie sieht es mit der Umsetzung aus? Musik und Sounddesign liegen in den fähigen Händen von Jochim-C. Redeker, der sich Produktion, Regie und Schnitt mit Balthasar von Weymarn teilt. Beide haben – vorweg – erstklassige Arbeit geleistet. Die Klangkulisse ist hervorragend und die Musik zwar etwas elektrisch angehaucht – stellenweise auch sphärisch – aber dennoch passend. Zusammen ergibt sich ein gelungener Klangteppich, auf dem die Schauspieler agieren können. Neben den Schwergewichten Claudia Urbschat-Mingues und David Nathan, agiert auch wieder Michael Lott in der Hauptrolle des Mark Brandis. Einzig Herr Lott dürfte deswegen als feste Konstante gelten, denn erneut überrascht die Produktion mit dem plötzlichen Tod eines bisher altgedienten Besatzungsmitgliedes. Das hält die Spannung natürlich hoch und sorgt erneut für Wut, Trauer und Frust beim Commander.

Diese chaotische Gefühlswelt, das moralische Hinterfragen der Mission, das transportiert Michael Lott hervorragend. Stets die richtige Betonung auf den Lippen, stets die richtige Stimmung im Ausdruck – ein hervorragendes Spiel. Die Sprecher verstehen ihr Handwerk und sind hörbar mit Freude dabei. Um so trauriger, wenn einer aus der Riege seinen Platz räumen muss.

“Pilgrim 2000″ ist eine gelungene Doppelfolge und auch der zweite Teil überzeugt mal wieder auf ganzer Linie. Das Finale schlägt dabei eine Brücke zum Anfang, was sehr gelungen ist. “Mark Brandis – Abenteuer in der Welt von Morgen” macht einfach Spaß.

Copyright © 2011 by Günther Lietz

Titel erhältlich bei Buch24.de

Abgelegt unter Abenteuer, Hörbuch & Hörspiel, Science Fiction | Keine Kommentare »

Pilgrim 2000 – Teil 1

Erstellt von Günther Lietz am 21. Mai 2011

Pilgrim 2000 – Teil 1
Mark Brandis Folge 13

(sfbentry)

Interplanar, Universal Music, Folgenreich (2011)
Nach dem gleichnamigen Roman von Nikolai von Michalewsky
Manuskript: Balthasar von Weymarn
Musik & Sounddesign: Jochim-C. Redeker
Aufnahme: Tommi Schneefuß, Thomas Weichler und Sven-Michael Bluhm
Produktion, Regie und Schnitt: Jochim-C. Redeker & Balthasar von Weymarn
Artwork: Alexander Preuss
Layout/ Satz: Jürgen Straub

Sprecher: Dr. Rebecca Levy (Claudia Urbschat-Mingues), Cmdr. Mark Brandis (Michael Lott), Cpt. Grigori »Grischa« Romen (David Nathan), Bordsystem CORA (Mira Christine Mühlenhof), Lt. Pablo Torrente (Martin Keßler), Prolog (Wolf Frass), Lt. Iwan Stroganow (Martin Wehrmann), Lt. Konstantinos Simopoulos (Gernot Endemann), Judith (Katarina Tomaschewsky), Melchior (Klaus Sonnenschein)

ISBN 978-3-8291-2436-2
Gesamtspielzeit: ca. 57 Minuten
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

www.markbrandis.de
www.folgenreich.de
www.abalakin.de

Die Reihe Mark Brandis – sei es nun als Buch oder als Hörspiel – hat sich als Garant für spannende Unterhaltung erwiesen. Die Hörspiele aus dem Hause Folgenreich sind gut inszeniert, warten mit großartigen Stimmen auf und bieten einen erinnerungswürdigen Sound. Nach der vorangegangenen starken Doppelfolge (“Die Vollstrecker – Teil 1 und 2″) versuchen die Produzenten, Jochim-C. Redeker und Balthasar von Weymarn, mit ihrer Adaption der Romanvorlage “Pilgrim 2000″ daran anzuknüpfen. Die Vorlage stammt von Nikolai von Michalewsky (1931-2000) und die Herausforderung ist natürlich, eine alte Geschichte in modernem Gewand zu präsentieren.

Die Handlung spielt 2127, also etwas mehr als einhundert Jahre in der Zukunft. Commander Brandis (Michael Lott) und seine Mannschaft kehren gerade von einer Mission zurück zur Erde. An Bord befindet sich auch die neue Ärztin: Doktor Rebecca Levy (Claudia Urbschat-Mingues).

Bereits der Einstand hat es in sich und jagt dem Hörer einen angenehmen Schauer über den Rücken. Er ist sofort im Geschehen, ohne lange Umwege. Redeker und von Weymarn schieben den Gashebel direkt bis zum Anschlag, bemühen die Vorstellungskraft des Zuhörers. Stark gemacht. Und dann … ist der wunderbare Prolog zu hören, gesprochen von Wolf Frass. Hier sind unverkennbar Parallelen zu den guten alten TV-Serien vorhanden (allen voran “Raumschiff Enterprise” und “Star Trek: The Next Generation”), in denen nach einem kleinen Handlungsbogen ein Prolog folgt. Vor allem Fans einer Serie werden dadurch sofort auf ihren Liebling eingestimmt. So auch hier.

Als Sprecherin ist nun also auch Claudia Urbschat-Mingues mit an Bord. An der Seite von Michael Lott und David Nathan (Captain Grigori »Grischa« Romen) wird sie im Hörspiel agieren. Urbschat-Mingues ist eine hervorragende und routinierte Sprecherin. Ihre Leistung als Doktor Levy ist hervorragend und die Rolle wirkt sehr authentisch. Das ist auch gut so, denn diesmal ist das Mark-Brandis-Abenteuer ziemlich exotisch und fantastisch. Da braucht es glaubhafte Schauspieler, um Bodenständigkeit zu vermitteln und nicht in ungewohnte Sphären abzudriften.

Auf dem Rückflug entdeckt die Crew nämlich ein sogenanntes Generationenschiff, die PILGRIM 2000. Daher auch der Titel des Hörspiels. Das Schiff scheint seit Jahrzehnten im Weltraum zu treiben und droht nun bald in die Sonne zu stürzen. Die Kommunikation zur Erde ist für mehrere Tage unterbrochen und Brandis beschließt das Geheimnis des gigantischen Fundstücks zu ergründen und herauszufinden ob es Überlebende gibt, die es zu retten gilt.

Im Weltall treibende Raumschiffe, die in Sonnen oder schwarze Löcher stürzen, eventuelle Überlebende eines Generationenschiffes, das sind in der Science Fiction oft bemühte Motive. Der Hörer darf gespannt sein, wie das Skript von Balthasar von Weymarn damit umgeht. Glücklicherweise kann er ja der Vorlage von Nikolai von Michalewsky folgen.

Tatsächlich ist die Biosphäre des Schiffs intakt. Brandis und seine Leute betreten förmlich den Garten Eden, wuchernde Natur, biologische Lebensmittel; aber auch veraltete Technik, die eigentlich in ein Museum gehört. Doch etwas muss geschehen sein, denn es gibt kein Anzeichen von Überlebenden. Oder ist das ein Irrtum? Denn plötzlich wandelt sich die Szenerie, geht die friedliche Natur regelrecht zum Angriff über. Ratten groß wie Terrier, Schüsse aus dem Hinterhalt und eine Crew, die bereits von der letzten Mission noch angeschlagen ist.

Das ist eine ziemlich spannende Packung, die hier vom Studio zusammengestellt wurde. Und das Szenario steht im absoluten Kontrast zur vorherigen Geschichte. Gut gemacht, bleibt die Handlung somit auf einem hohen Spannungsniveau, ohne sich zu wiederholen. Zwar spielen die Ereignisse erneut im Weltraum, aber der ist diesmal so ganz anders, denn das gigantische Generationenschiff dient als Kulisse. Und die hat es, vor allem klanglich, in sich. Jochim-C. Redeker versteht es exzellent mit Klängen zu arbeiten und diese ins Hörspiel einzupflegen. Er zaubert einen glaubhaften Hintergrund, hält gut die Balance zwischen Technik und Natur. Das macht großen Spaß. Einzig die Musik ist Geschmackssache, denn manchmal klingt sie ein wenig esoterisch, sphärisch – wie der Hauch eines LSD-Trips aus den 70er-Jahren des letzten Jahrtausends oder die kleine Schwester einer aktuellen Wohlfühl-CD. Das ist an sich sehr passend..

Der erste Teil dieser Doppelfolge ist jedenfalls spannend inszeniert und macht neugierig auf die Fortsetzung. Vor allem der überraschende Kniff am Ende sorgt für einen tollen Überraschungsmoment – neudeutsch wäre wohl ein “wtf” (“what the fuck”) angebracht. Super!

Was das Cover angeht, so stammt die Illustration von Alexander Preuss (www.abalakin.de) und zeigt die PILGRIM 2000 vor der glühenden Sonne. Das Motiv benutzt warme, heiße, brennende Farben, so intensiv, dass es beinahe in den Augen schmerzte, der Blick zur Seite gedreht wird. Ein toller Brückenschlag zum ersten Track des Hörspiels. Die CD kommt im klassischen Retrolook daher, also keine Spielereien, sondern schlichtes Logo auf noch schlichterem Silber. Das Booklet ist ziemlich überschaubar und stellt die Figuren Rebecca Levy und Pablo Torrente jeweils in einem kleine Absatz vor. Letzterer wird übrigens sehr schön von Martin Keßler gespielt.

Insgesamt mal wieder eine gelungene Produktion aus der Reihe “Mark Brandis – Abenteuer in der Welt von Morgen”. “Pilgrim 2000″ bietet beinahe sechzig Minuten feinste Science Fiction und beste Unterhaltung fürs Ohrenkino. Eine klare Empfehlung!

Copyright © 2011 by Günther Lietz

Titel erhältlich bei Buch24.de

Abgelegt unter Abenteuer, Hörbuch & Hörspiel, Science Fiction | Keine Kommentare »

Drei Gräber in Sibirien

Erstellt von Werner Karl am 8. April 2011

Jason Dark & Oliver Döring
Drei Gräber in Sibirien
Don Harris – Psycho-Cop 7

Hörspiel nach der gleichnamigen Romanreihe „Don Harris – Psycho-Cop“ von Jason Dark
Folgenreich (WordArt), München, 09/2010
1 CD im Jewel-Case, Hörspiel
Mystery, Grusel, Abenteuer
ISBN 978-3-8291-2372-3
Laufzeit: ca. 51 Min.
Sprecher: Douglas Welbat, Dietmar Wunder, Claudia Urbschat-Mingues, Bernd Rumpf, Thorsten Michaelis, Maruin von Stengel u. v. a.
Musik von N. N.
Cover von Vladimur Bondar

www.karussell.de
www.folgenreich.de
www.wordart.de
www.jason-dark.de
http://vladio.com.ua/en/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Nach der Übernahme der Hörspielreihe „Don Harris – Psycho-Cop“ hat man doch gut fast eineinhalb Jahre gebraucht, um die nächste Folge der auf den Romanen von Jason Dark basierenden Serie zu produzieren und damit auch die Abenteuer des Helden interessant fortzuführen. „Drei Gräber in Sibirien“ markiert gleichzeitig eine Zäsur im Hintergrund, denn Don Harris ist nicht länger auf der Suche nach seiner eigenen Vergangenheit und seinem Erbe, sondern löst nun mit den inzwischen gewonnenen Erfahrungen so manchen Fall, der es in sich hat.

Die Geschichte beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts. Zwei Mönche fischen eine Leiche aus der Neva und bringen sie in das nahegelegene Kloster. Dort entdecken sie auch die Identität des Toten: Es ist kein anderer als Rasputin. Und wie zu erwarten war, hat der wahnsinnige Prediger auch nach seinem Ableben noch eine unangenehme Überraschung in Petto. Gut hundert Jahre später wird Don Harris aus seinem Geschäker mit Elektra gerissen, als sein Chef ihn zu sich ruft, um ihn in den neuen Auftrag einzuweisen. Er soll in Moskau und Umgebung nach einem verschwundenen Schriftsteller und Journalisten suchen, der u. a. auch inoffiziell für die Geheimdienste ermittelte und dabei mit Larissa Chanova, einer russischen Agentin, zusammenarbeitete.

Don nimmt an, denn er horcht auf, als im letzten Lebenszeichen des Mannes – einer Aufzeichnung des Anrufbeantworters – das Wort ‚Höllensöhne‘ auftaucht. Er weiß genau, dass, wenn diese spezielle Gruppe ihre Finger im Spiel hat, nichts Gutes daraus erwachsen kann. Tatsächlich soll er recht behalten, denn die Spur führt nicht nur in ein abgelegenes Kloster Sibiriens, sondern auch in unerwartetes Grauen und zu einem Geheimnis, das von Rasputin selbst geschaffen wurde …

Formal und inhaltlich gibt es keinen Bruch zu den vorhergehenden Folgen, da sich Jason Darks Romane durch ihre schlichte Handlung und die überschaubar gestalteten Schauplätze und Figuren leicht in Hörspiele umsetzen lassen und so auch keine höheren Ansprüche an die Skriptautoren stellen. Da der Autor ohnehin mit Archetypen und Klischees arbeitet, sind in den einzelnen Szenen gleich die passenden Bilder vor Augen, so dass man sich ganz auf das Abenteuer und die Action konzentrieren kann. Allein der Hintergrund hat sich etwas weiter entwickelt, denn Don Harris ist jetzt aus der Phase heraus, in der er mehr über sich erfahren musste, und kann entsprechend loslegen. Das beweist er auch gleich in dieser Folge, die grimmig in Szene gesetzt ist und die Spannung von Anfang bis Ende hält.

Auch nach der langen Pause sind die Sprecher immer noch in Spiellaune und machen ihre Figuren sehr lebendig und nicht zuletzt vorstellbar. Die Musik und die Toneffekte verbinden sich wieder einmal zu einem angenehmen Klangteppich, so dass eine intensive Atmosphäre entsteht. „Drei Gräber in Sibirien ist ein stimmungsvoller Horror-Thriller, in dem Abenteuer und Action groß geschrieben werden und diesmal auch der Grusel-Faktor nicht zu kurz kommt. Selbst wenn man die ersten Folgen von „Don Harris“ nicht kennt, ist der Einstieg möglich, da alles nötige an Wissen in der Handlung zu finden ist.

Copyright © 2011 by Christel Scheja (CS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Abgelegt unter Abenteuer, Horror, Mystery | Keine Kommentare »