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neuauflage

Dorftratsch

Erstellt von Werner Karl am 13. Mai 2012

Oskar Feifar
Dorftratsch
Ein Krimi aus der Provinz

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1229-5
Krimi
Erschienen Februar 2012
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung eines Fotos von: © joexx / photocase.com
Paperback, 322 Seiten

www.gmeiner-verlag.de

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Titel erhältlich bei Buch24.de
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Zum Autor:

Oskar Feifar, 1967 in Wien geboren, verbrachte die ersten 13 Jahre seines Lebens in der Großstadt, bevor er in die niederösterreichische Provinz zog. Heute arbeitet er bei der Kriminalpolizei und lebt mit seiner Lebensgefährtin in Salzburg. „Dorftratsch“ ist sein erster Kriminalroman.

Zum Buch:

Tratschen, ein Dorf in Niederösterreich wird zum Schauplatz dieses Kriminalromans. Der Trainer der örtlichen Fußballmannschaft wird im Vereinsheim tot aufgefunden. Nun ist die örtliche Polizei mit drei ermittelnden Beamten gefragt diesen Mord aufzuklären. Die drei Herren, an der Spitze Postenkommondant Leopold Strobel, sind mit der Situation leicht überfordert, ist es doch im Ort noch nie zu einem Mordfall gekommen. Zur allgemeinen Überraschung ist ein Schuldiger aber schnell gefunden und auch inhaftiert. Nur Leopold Strobel hegt so seine Zweifel, denn das Motiv erscheint ihm irgendwie zu sehr aus der Luft gegriffen. Daher ermittelt er auf eigene Faust weiter und entdeckt dabei so manche andere „Sauerei“, die bisher im Verborgenen lag.

Dorftratsch ist das Debüt des Autors Oskar Feifar und man darf diese Geschichte wirklich als ausgefallen bezeichnen. Ein außenstehender Erzähler berichtet über die Ereignisse in Tratschen und dies tut er so wie ihm der Mund gewachsen ist. Er ist ein Teil dieser Gesellschaft und doch nicht Teil der Handlung, aber er weiß eben ganz genau wovon er spricht und das wird mehr als deutlich. Gerade die Tatsache, dass der Leser des Buches durch den Erzähler so direkt angesprochen wird, ist reizvoll und macht dieses Buch und seine Geschichte aus. Der Leser fühlt sich hierdurch den Geschehnissen viel näher, er erlebt die Figuren ganz anders und fühlt sich ihnen nah, auch wenn er ihr Handeln nicht immer verstehen kann.

Der Ermittler Leopold Strobel ist ein sympathischer Mensch, der seine Schwächen kennt und zu ihnen steht. So kann man eigentlich nur hoffen, dass er in Tratschen oder anderswo noch mehr erlebt hat, von dem uns als Leser demnächst berichtet werden kann. Tratschen ist ein kleines Dorf, wie man es kennt. Es könnte überall liegen und sicherlich würde es niemanden wundern, wenn man auch in diesem anderen Tratschen vieles finden würde, was unter der Decke gehalten wird. Ein Dorf ist eben ein Dorf und der Tratsch gehört dazu. Dieser allerdings kann hin und wieder ganz schön böse Folgen für manche Menschen haben.

„Dorftratsch“ ist zwar ein Kriminalroman aber vielmehr noch auch ein kritischer Blick auf eine Dorfgemeinschaft, auf eine Gesellschaft, die viel zu schnell Schlüsse zieht und Gerüchte in die Welt setzt ohne über die Folgen nachzudenken. Aber auch ein Blick auf Menschen, die manchmal lieber wegschauen als zu handeln.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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Netzkiller

Erstellt von Werner Karl am 23. März 2012

Oliver Wolf
Netzkiller

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1239-4
Kriminalroman
1. Auflage Februar 2012
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung eines Fotos von:  Lutz Eberle / Model: Marcus W.
Paperback, 326 Seiten

www.gmeiner-verlag.de
www.oliverwolf.org

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Zum Autor:

Oliver Wolf wurde 1978 in Stuttgart geboren und wohnt seitdem in einem Teilort der Schillerstadt Marbach. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft arbeitete er einige Jahre in verschiedenen Führungsfunktionen einer großen Krankenversicherung. 2008 wechselte er in den Bereich Vertriebsconsulting.

Zum Buch:

Die Welt des Internets öffnet uns die Türe in eine neue Welt. Das glaubt in jedem Fall auch der Schüler Marcel, der von einem Freund einen Tipp bekommen hat. Eine Webseite soll eine Vielzahl an Spielen zum Download bereithalten, Spiele, die Marcel schon seit langem haben möchte. Mit seiner Anmeldung auf dieser Seite jedoch wird der Junge zum Teil eines Spiels. Der Gamemaster spielt mit ihm. Marcel soll innerhalb eines bestimmten Zeitraumes eine Person finden und ihr einen Zettel zustecken. Findet er die Person nicht, wird diese sterben. Was zunächst wie ein schlechter Scherz beginnt, stellt sich schon bald als grausame Realität heraus.

Oliver Wolf präsentiert dem Leser in seinem Debüt gleich zu Beginn viele verschiedene Handlungsstränge, die es zunächst zuzuordnen gilt.

Neben dem Schüler Marcel lernt der Leser drei Freunde kennen, die gemeinsam dem Hobby des Gleitschirmfliegens nachgehen, eine Gruppe junger Leute, die am Abend in der Nähe einer Skischanze grillen möchten und dabei eine Party in der Nähe beobachten, einen Mann, der auf der Suche nach einer jungen Frau ist und fast verzweifelt als er sie nicht findet und noch andere Personen. Irgendwie hängen alle diese einzelnen Szenen zusammen. Etwas verbindet sie, aber was das genau ist, bleibt lange unklar. Die Spannung wird durch die vielen Ereignisse und die schnell aufeinanderfolgenden Szenenwechsel sehr hoch gehalten.

Der Täter, der sich hier Gamemaster nennt und die Fäden in der Hand hält, scheint auch den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein. So hat es der Kriminalbeamte André Bürkle nicht leicht bei seinen Ermittlungen, insbesondere da alles so ohne Zusammenhang erscheint. Hilfe jedoch bekommt er von der Kollegin Antonia Ronda. Die beiden ergänzen sich perfekt, sind aber beide eben nicht perfekt, sondern Menschen wie du und ich, die in extremen Stresssituationen auch schon einmal die Kontrolle und/oder den Überblick verlieren.

Mit “Netzkiller” führt der Autor dem Leser ganz klar die Gefahren des Internets vor Augen. Der leichtfertige Umgang mit persönlichen Daten und die Naivität viele Nutzer, öffnet dem Kriminalismus Tür und Tor. So ist die Türe in eine neue Welt auch eine Tür in eine unbekannte und gefährliche Welt. Die Geschichte ist weit mehr als ein Kriminalroman. Sie schafft es auch den Leser zum Nachdenken zu bewegen über seinen Umgang mit dem Netz.

Für meine Vorstellungen etwas zu viel Action kommt dann gegen Ende der Geschichte nochmals auf. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen, aber das ist Geschmackssache. Insgesamt ein wirklich lesenswertes Debüt, in das der Autor auch sehr überzeugend sein eigenes Hobby, das Gleitschirmfliegen, eingebaut hat.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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Vollmondstrand

Erstellt von Werner Karl am 21. März 2012

Petra M. Klikovits
Vollmondstrand

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1268-4
Frauenroman / Liebe & Romantik
1. Auflage Februar 2012
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung eines Fotos von:  © kmit ? Fotolia.com und
aboutpixel.de / Es Vedra in Colour II © Steffen Wargal
Paperback, 275 Seiten

www.gmeiner-verlag.de
www.petramklikovits.com

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Zur Autorin:

Petra M. Klikovits, geboren 1966 in Wien, ist Gesundheitspsychologin, Klinische Psychologin und Hypnotherapeutin in eigener Praxis. Sie hat bereits mehrere Artikel in Zeitschriften, ein Sachbuch und eine Entspannungs-CD veröffentlicht. ?Vollmondstrand? ist ihr erster Roman.

Zum Buch:

Rosa müsste eigentlich glücklich sein. Sie ist Anfang vierzig, Psychologin mit eigener Praxis, bereits viele Jahre liiert mit einem erfolgreichen Architekten und führt ein angenehmes Leben. Ihr scheint es an nichts zu fehlen, denn sie hat ein geregeltes Einkommen, ein schönes Haus direkt am See, nette Freundinnen und ihre Katzen. Dennoch macht sich so nach und auch etwas Unzufriedenheit im Leben bemerkbar. Ist es die Midlife-Crisis, die hier lautstark an die Türe klopft? In jedem Fall taucht in Rosas Gedanken immer häufiger der Wunsch nach einem Kind auf. Aber das alleine ist es nicht. Veränderungen müssen her und die könnte sie sich gut in ihrem geliebten Feriendomizil am Vollmondstrand auf der Insel Ibiza vorstellen. Leider aber soll dieses Haus nun verkauft werden und Rosas Zukunftspläne scheinen zu zerplatzen. Auch hat sie das Gefühl von niemandem wirklich verstanden zu werden, oder vielleicht doch? Halten ihre Freundinnen zu ihr? Und was wird ihr Freund von ihren Plänen halten?

?Vollmondstrand? das ist eine Geschichte über unerfüllte Träume und über die Frage, ob man einfach aus einem Bauchgefühl heraus seinen Wünschen nachgeben sollte. Was hält das Leben für uns bereit? Rosa ist in der glücklichen Situation nicht unbedingt auf Geld achten zu müssen und daher mag dem einen oder anderen Leser das Problem der Protagonistin vielleicht zu weit hergeholt erscheinen. Aber eigentlich haben wir doch alle an bestimmten Wendepunkten unseres Lebens solche Entscheidungen zu treffen und vermutlich sind sie nicht leicht, egal ob man sich Dinge leisten kann oder nicht. Vor allem, wenn man das Gefühl hat nicht mehr für das geliebt zu werden, was man ist, nicht für seine inneren Werte, sondern für Äußerlichkeiten, dann ist der Zeitpunkt da das Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Wünsche, Träume und eigene Ideen sind dazu da in die Tat umgesetzt zu werden. Rosa zeigt uns hier wie es geht. Trinken wir auf sie ein gutes Glas Wein, denn damit kennt sich die Protagonistin schließlich aus.

Petra M Klikovits präsentiert und in ihrem Debütroman eine Geschichte wie das Leben sie schreibt und verdeutlicht auf lockere und leichte Art, wie sehr ein Mensch unter fehlender Anerkennung oder dem Gefühl von Sinnlosigkeit im Leben leiden kann. Auch Psychologen brauchen eben manchmal eine Couch.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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Schnapsleiche

Erstellt von Werner Karl am 11. März 2012

Sabine Trinkaus
Schnapsleiche

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1228-8
Kriminalroman
1. Auflage Februar 2012
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung eines Fotos von:  © hr.wig ? Fotolia.com
Paperback, 322 Seiten

www.gmeiner-verlag.de

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Zur Autorin:

Sabine Trinkaus ist an der Elbe aufgewachsen, heute wohnt sie in Alfter bei Bonn. Seit 2007 schreibt sie kriminelle Kurzgeschichten, für die sie bereits zahlreiche Preise gewonnen hat, zuletzt den Agatha-Christie-Krimipreis 2010. “Schnapsleiche” ist ihr erster Roman.

Zum Buch:

Die Familie Hutschendorf betreibt seit Generationen eine Schnapsbrennerei und lebt auf einem schönen Anwesen in Bonn Bad-Godesberg. Eines Tages ist Walter Hutschendorf verschwunden und keiner weiß über seinen Verbleib Bescheid. Weder seine Mutter, Agathe, die mit ihren 92 Jahren sonst genau weiß was Sache ist und immer für einen frechen Kommentar gut ist, noch seine Tochter Lucia, die derzeit die Firma zwar leitet aber immer noch auf die Unterschriften von Papa Walter angewiesen ist und nun mehr oder weniger handlungsunfähig ist, noch Walters junge Ehefrau Chantal, die nicht gerade die intelligenteste ist. Auch Klein Walter, Lucias Sohn und der Enkel von Walter, weiß scheinbar nicht wo sein Opa ist. Das macht ihn sehr traurig, denn sein Herz hängt an dem Opa, der scheinbar als einziges Familienmitglied hin und wieder Zeit für den Jungen hat. Lucia vermutet, dass Charlotte hinter dem Verschwinden ihres Vaters steckt und auch Agathe hat wohl so gewisse Vermutungen.

Was liegt da näher als die beiden Hausangestellten, die Hausdame Charlotte und Britta, das Mädchen für alles, mit der Suche nach Walter zu beauftragen. Ganz unauffällig beginnen die zwei Damen ihren neuen Job als Detektivinnen. Dabei gehen sie recht unkonventionell vor.

Mit “Schnapsleiche” erwartet den Leser ein besonderer Krimi, der vor allem auch eines schafft: Die Lachmuskulatur des Lesers in Anspruch zu nehmen. Das gelingt der Autorin mit Leichtigkeit, da ihre Charaktere einfach so wunderbar ausgefallen, so absolut gegensätzlich und manchmal auch herrlich komisch sind.

Hier liegt zwar ein großes Geheimnis in der Luft und schon der Prolog präsentiert dem Leser ein Verbrechen, aber wie und ob das überhaupt mit der Familie Hutschendorf zusammenhängt, das klärt sich erst viel später. Besonders der krönende Abschluss des Buches ist einfach genial. Die Handlung steigert sich konstant bis die Verwicklungen so groß sind, dass die große Bombe platzen muss. Das Geheimnis wird gelüftet.

So ist dieses Debüt von Sabine Trinkaus nicht nur ein Krimi sondern eben viel mehr. Eine gelungene Genremischung. Leicht zu lesen, Leiche garantiert, versehen mit dem nötigen Wortwitz zum Schnaps. Viel Vergnügen im Rheinland.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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Steirerherz

Erstellt von Werner Karl am 24. Februar 2012

Claudia Rossbacher
Steirerherz

WIR HATTEN VOR KURZEM SCHON EINE REZI ZU DIESEM TITEL, WOLLEN EUCH ABER DIESE ZWEITE NICHT VORENTHALTEN (Anm. der Redaktion)

(sfbentry)
Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1243-1
Kriminalroman
Erscheinungstermin: 13.Februar 2012
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
Fotos: Tom Lamm, ikarus.cc
Umfang: 278 Seiten, Taschenbuch

www.gmeiner-verlag.de
www.claudia-rossbacher.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zur Autorin:

Claudia Rossbacher wurde in Wien geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in Wien, Teheran und Jakarta. Im Anschluss an das Studium der Tourismuswirtschaft zog es sie in die Modemetropolen Europas und Japans, wo sie als Model im Scheinwerferlicht stand. Seit 2006 arbeitet sie als freie Autorin und Texterin in Wien.

Zur Handlung:

Die Grazer Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann sind wieder gefragt! In der Weststeiermark findet der Landwirt Trimmel seine Tochter Valentina tot auf seinem eigenen Feld auf: erwürgt und dann wie eine groteske Vogelscheuche gepfählt. Alles deutet auf einen so genannten Ritualmord. Sandra und Sascha schauen sich im Umfeld der Bauerstochter im Dorf und ihrem jetzigen Wohnort Graz um, und stoßen alsbald auf eine Reihe von Ungereimtheiten, die sie jedoch nur stückchenweise weiter bringen. Außer dem verwöhnten reichen Exfreund, der ein Alibi vorweisen kann und seinem noch unsympathischen aalglatten Vater, welcher gerne in der der Presse als erfolgreicher Autohändler mit seinen jungen Freundinnen glänzt, scheint es keine Verdächtigen oder in Frage kommenden männlichen Täter zu geben. Auch ihre langjährige Freundin Pia und deren WG-Mitbewohner können sie nicht auf eine neue Spur führen. Und schon bald erschüttert ein zweiter Mord des offensichtlich selben Täters das Dorf in der Steiermark …

Entgegen der beruflichen Ausweglosigkeit scheint Sandra jedoch privat mit dem Radiomoderator Julius einen guten Griff gemacht zu haben. Oder ist dies auch nur der äußere Schein und die Neulust, die sie blendet? Und bei Sascha scheint im Privaten doch einiges schief zu laufen, trotz seiner gewohnten Sticheleinen und Bemerkungen belastet ihn etwas, was Sandra nicht erahnen kann …
 
Mein Fazit:

Auch der zweite erste Fall des Ermittlerteams Sandra Mohr und Sascha Bergmann hat mir sehr gut gefallen! Claudia Rossbacher versteht es auch in ihrem zweiten Buch sowohl den eigentlich zu ermittelnden Fall als auch das Privatleben von Sandra und in Ansätzen auch von Sascha interessant zu vermitteln! Und dies ist schon ein wenig turbulent! Da ich die Protagonisten schon im vorherigen Fall sehr sympathisch und authentisch fand, setzt sich dies hier auch wieder fort. Der Fall ist spannend, das Ende für mich überraschend und der Schlagabtausch der Hauptfiguren bringt Fahrt in das Geschehen. Und auch einige neue Ereignisse werden das zukünftige Leben verändern …

Der Schreibstil von Claudia Rossbacher gefällt mir ebenfalls sehr gut, er ist modern und spritzig. Ich hatte keine Mühe, das Buch fast in einem Rutsch durchzulesen! Die sprachtypische lokalen Ausdrücke werden im Glossar übersetzt, der Hinweis hierauf findet sich zu Beginn des Buches. Aber ich hätte die Übersetzungen nicht benötigt, da die meisten Ausdrücke schon aus dem Zusammenhang heraus klar sind. Diesen spannenden Lokalkrimi kann ich sehr empfehlen und ich warte schon ungeduldig auf den dritten zu lösenden Fall, der sich schon in Arbeit befindet!

Ich hoffe, dass sich die spritzige Art in den noch vielen weiteren Bänden in Serie fortsetzt. Zum Abschluss möchte ich noch das Buchcover loben, welches ich wieder sehr gelungen und passend finde!  

Copyright © 2012 by Sandra Stockem

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

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Steirerherz

Erstellt von Werner Karl am 20. Februar 2012

Claudia Rossbacher
Steirerherz
Sandra Mohrs zweiter Fall

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1243-1
Kriminalroman
1. Auflage Februar 2012
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung des Fotos von: Tom Lamm | ikarus.cc
Taschenbuch, 278 Seiten

www.gmeiner-verlag.de
www.claudia-rossbacher.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Claudia Rossbacher, geboren in Wien, zog es nach ihrem Studium der Tourismuswirtschaft in die Modemetropolen Europas und Japans, wo sie als Model im Scheinwerferlicht stand. Danach war sie Texterin, später Kreativdirektorin in internationalen Werbeagenturen. Seit 2006 arbeitet sie als freie Autorin und Texterin in Wien. In dieser Zeit entstanden drei Kriminalromane sowie zahlreiche Kurzkrimis. Steirerherz ist ihr zweiter Kriminalroman rund um das Ermittlerduo Sandra Mohr und Sascha Bergmann. Dass Rossbacher seit über 15 Jahren mit einem Steirer verheiratet ist und gern Zeit in der Steiermark verbringt, macht sie zum gleichermaßen bekennenden wie glaubwürdigen Steiermark-Fan.

Zum Buch:

Abteilungsinspektorin Sandra Mohr und Chefinspektor Sascha Bergmann bekommen es in diesem Buch mit einem höchst ungewöhnlichen Mordfall zu tun. Die junge Studentin Valentina Trimmel wird auf einem zum Hof ihrer Eltern gehörenden Kürbisacker gepfählt aufgefunden. Wer stellt sein Opfer so zur Schau und was will er oder sie damit bezwecken? Ist das eine Einzeltat oder der Beginn einer Mordserie? Den Ermittlern schwant Böses.

Die Familie der jungen Frau ist entsetzt und als sich herausstellt, dass Valentina mit dem Sohn eines bekannten und reichen Autohändlers in Graz liiert war, müssen natürlich auch in dieser Richtung Befragungen erfolgen. Das liegt auf der Hand, denn alle Kontakte des Opfers müssen untersucht werden und außerdem scheint die Autohändlerfamilie Hausner auch nicht besonders beliebt zu sein. Der Vater erweckt den Eindruck etwas zu verbergen und auch mit dem Sohn könnte etwas nicht stimmen, jedenfalls hat er mit Valentina wohl vor kurzem Schluss gemacht und sich gleich einer neuen Schönheit zugewendet.

Neben den Ermittlungen nimmt auch das Privatleben von Sandra Mohr und Sascha Bergmann wieder etwas Raum in der Geschichte ein. Ist es bei ihr eine neue Liebe, die für Aufregung und heitere Zwischenfälle sorgt, so ist es bei ihm die Trennung von seiner Frau und damit in Zusammenhang stehende Ereignisse, die Probleme bereiten. Steirerherz ist nach Steirerblut der zweite Fall des Ermittlerduos, der erneut in der Steiermark spielt. So fließen auch landestypische Ausdrücke mit in das Buch ein, die in einem Glossar im Anhang für alle diejenigen erläutert werden, die mit diesen Begriffen auf Anhieb nicht klar kommen.

Auf weitere Fälle darf man gespannt sein, denn die Entwicklungen in privater Hinsicht sind doch hier so vielversprechend, dass man als Leser gar nicht anders kann als auch den Folgeband möglichst sofort nach Erscheinen zur Hand zu nehmen. Steirerherz, das ist ein bodenständiger Krimi mit einem schrecklichen Todesszenario, welches zum Glück nicht in allen Details ausgeführt wird.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.deDer erste Band Steirerblut ist im Februar 2011 ebenfalls im Gmeiner Verlag erschienen:

 

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Wasdunkelbleibt

Erstellt von Werner Karl am 14. Januar 2012

Friederike Schmöe
Wasdunkelbleibt
Kea Laverdes sechster Fall

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1199-1
Kriminalroman
Erschienen: Juli 2011
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung eines Fotos von ©  romantiche / Fotolia.com
Taschenbuch, 273 Seiten

www.gmeiner-verlag.de
www.friederikeschmoee.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Friederike Schmöe wurde 1967 in Coburg geboren. Heute lebt sie in Bamberg. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit ist die habilitierte Germanistin als Dozentin an den Universitäten in Bamberg und Saarbrücken beschäftigt.

Zum Buch:

Internetkriminalität, darum geht es in diesem neuen Fall der Ghostwriterin Kea Laverde, die diesmal höchst selbst auch Opfer ist. An Halloween steht plötzlich Bastian Hut mit einem Manuskript vor der Tür der Ghostwriterin und bittet diese darum seine Geschichte zu schreiben. Er, der mit 15 Jahren in die kriminelle Welt der Hacker hineingezogen wurde, möchte die Menschen warnen: Gefahr droht aus der neuen Welt, in der sich die Menschen hinter Pseudonymen verstecken. Kurz darauf wird Bastian Hut in einem nahe gelegenen See tot aufgefunden.

Keas Lebensabschnittsgefährte und Mitarbeiter beim LKA, Nero Keller, kämpft mit Problemen auf der Arbeit. Er soll sich um den Internetauftritt des LKA kümmern, die Sicherheit verbessern. Allerdings fühlt er sich ausgepowert und leer, leidet unter Hitzeattacken und fühlt sich schlecht. Und dann kommt es zu einem Hackerangriff beim LKA und Nero wird mit Verdacht auf Herzinfarkt in ein Herzzentrum eingeliefert. Auch Kea Laverde macht auf ihrem privaten PC die Bekanntschaft mit Hackern. Da ist Hilfe von außerhalb gefragt, von Leuten, die sich in der Szene auskennen. Vielleicht gibt es ja sogar eine Verbindung zu Bastian Hut.

Die Autorin Friederike Schmöe wagt sich hier an ein Thema heran, das nicht jedermanns Sache ist. Zwar bewegen sich mittlerweile fast alle auf irgendeine Art in der virtuellen Welt, aber wer kennt sich schon tatsächlich aus mit all den Gefahren, die dort auf uns lauern. So bleibt es unumgänglich, dass die Geschichte teilweise sehr fachspezifisch wird, der Kriminalfall an sich etwas in den Hintergrund gerät und auch die Beziehung zwischen Kea und Nero diesmal irgendwie zu kurz kommt.

Vor allem würde ich mir wünschen, dass sich Kea langsam einmal entscheidet, was sie beziehungstechnisch eigentlich möchte und dies dann auch umsetzt. Diese Hin und Her macht dauerhaft weder Spaß noch Sinn. Dieser sechste Fall ist einfach ungewöhnlich und vielleicht kein Thema für die breite Masse der Krimiliebhaber, thematisiert werden Anspannungen im Job und Gefahren aus dem Cyberspace. Liebhaber der Reihe sollten sich diesen Fall dennoch nicht entgehen lassen.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Wintergruft

Erstellt von Werner Karl am 2. November 2011

Alida Leimbach
Wintergruft

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1201-1
Kriminalroman
1. Auflage Juli 2011
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung eines Fotos von © Photonz / Fotolia.com
und nurmalso / photocase.com
Taschenbuch, 470 Seiten

www.gmeiner-verlag.de

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Zur Autorin:

Alida Leimbach, Jahrgang 1964, ist in Lüneburg geboren und in Osnabrück aufgewachsen. Nach einigen Jahren beruflicher Tätigkeit als Übersetzerin in Frankfurt am Main studierte sie noch einmal: evangelische Theologie, Germanistik und Englisch für das Lehramt. Sie ist mit einem Pfarrer verheiratet und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt.

Zum Buch:

Heike Meierbrink und ihr Mann Udo Meierbrink teilen sich in Osnabrück eine Pfarrerstelle. Als Heike herausfindet, dass ihr Mann schon seit längerer Zeit ein Verhältnis hat, ist sie völlig außer sich und verlässt die gemeinsame Wohnung. Das ist das letzte Mal, dass Udo sie sieht. Am nächsten Tag findet er einen Abschiedsbrief seiner Frau. Wann Heike diesen Brief geschrieben und in der Wohnung abgelegt hat, kann er nicht nachvollziehen. Als Heike sich auch nach Tagen nicht meldet und es überhaupt kein Lebenszeichen von ihr gibt, sie auch nicht erreichbar ist, wendet sich Udo Meierbrink an die Polizei. Die zuständigen Ermittler Birthe Schöndorf und Daniel Brunner sehen jedoch keinen akuten Handlungsbedarf.

Einige Zeit später findet man jedoch den Wagen der Pfarrerin und in dessen Kofferraum blutverschmiertes Werkzeug. Jetzt nimmt auch die Polizei Ermittlungen auf, aber zunächst geraten natürlich Udo und seine Geliebte, Nadine Wagenbach, in das Visier der Ermittler.

Die Autorin Alida Leimbach beschreibt in ihrem Buch Wintergruft neben dem Kriminalfall rund um das Verschwinden der Pfarrerin Heike Meierbrink auch das Leben in der Osnabrücker Gemeinde. Hier spielen viele Personen eine entscheidende Rolle und viele von ihnen könnten auch ein Motiv besitzen um der Pfarrerin Böses zu wollen. Nur ob es wirklich eine Straftat gab und wer dann letztendlich der Täter ist und wo sein Motiv zu suchen ist, das bleibt in dieser Geschichte lange offen und der Leser muss sich hier etwas in Geduld üben. Vor allem der Prolog des Buches, in dem es um eine Frau geht, die in einem Keller eingesperrt ist, kann lange nicht in die eigentliche Handlung eingeordnet werden. Es ist zwar relativ schnell klar um wen es sich bei dieser Person handelt, aber ein Zusammenhang mit dem Verschwinden der Pastorin ist nicht erkennbar.

Wintergruft ist ein schöner Roman, der Geschichten aus dem Leben erzählt. Das Glück und auch die Probleme einzelner Gemeindemitglieder werden hier genauer unter die Lupe genommen. Wie überall sind auch hier zwischenmenschliche Probleme, Streit und auch Neid und Missgunst zu finden. Darüber hinaus beleben einige skurrile Charaktere die Geschichte und ganz nebenbei gibt es auch noch etwas Krimikost. Somit ist dieses Buch kein ausschließlich spannender Krimi, sondern Lesegenuss für alle diejenigen, die es nicht immer nur blutig und grausam mögen.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

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Kölner Totenkarneval

Erstellt von Werner Karl am 28. September 2011

Stefan Keller
Kölner Totenkarneval
Sandmanns zweiter Fall

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1197-7
Kriminalroman
1. Auflage Juli 2011
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung eines Fotos von bit.it / photocase.com
Taschenbuch, 322 Seiten

www.gmeiner-verlag.de
www.stefankeller.net

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Stefan Keller, geboren in Aachen, lebt als Autor, Dozent und Dramaturg in Köln. Er arbeitete als Wirtschaftsjournalist und Theaterdramaturg, später schrieb er Hörspiele, Fernsehshows und Drehbücher, veröffentlichte Kurzgeschichten, Lyrik und Magazinbeiträge. Er lektorierte für Filmproduktionen und Fernsehsender und unterrichtet seit mehreren Jahren Schreiben an der Universität zu Köln. Der Roman „Kölner Totenkarneval“ ist der zweite Fall für den Kölner Privatdetektiv Marius Sandmann.

Zum Buch:

Köln, am 11.11. um 11 Uhr 11. Eine Stadt im Ausnahmezustand. Jedes Jahr aufs Neue erobern die Jecken die Innenstadt und jede Kneipe ist bevölkert von kostümierten, leicht alkoholisierten, aber meist gut gelaunten Menschen. Diesmal jedoch geschieht im Lokal „Zum treuen Husar“ das Unfassbare: Ein Attentäter sprengt sich in die Luft und reißt damit weitere Menschen in den Tod. Vor Ort ermitteln Paula Wagner und Hannes Bergkamp. Schnell jedoch wird Ihnen der Fall vom BKA entzogen und schon kurz darauf präsentiert Jan-Peter Goldberg vom BKA den türkischen Studenten Ali Öczan als Täter. Alis Familie zweifelt an dessen Schuld und beauftragt den Privatdetektiv Marius Sandmann mit Nachforschungen, die die Unschuld ihres Sohnes beweisen sollen.

Paula Wagner zweifelt ebenfalls an den sehr schnellen Ermittlungsergebnissen des BKA. Sie hat aber kaum Zeit darüber nachzudenken, denn am Mülheimer Rheinufer wird eine männliche Leiche gefunden. Neben ihren Ermittlungen in diesem Mordfall behält sie allerdings das Attentat weiter im Auge und so kreuzt ihr Weg wieder einmal Marius Sandmann.

Stefan Keller gelingt es von Anfang an Spannung in dieser Geschichte aufzubauen und diese auch zu halten. Seine Schilderungen geben dem Leser Einblicke in das Leben und den Zusammenhalt innerhalb einer türkischen Familie, sie machen aber stellenweise auch sehr deutlich wie schwierig es für uns ist, die Religiosität dieser Menschen zu verstehen.

Marius Sandmann begibt sich durch seinen Auftrag in große Gefahr und beweist einmal mehr wie sehr ihm sein doch eher zufällig in den Schoß gefallene Job des Privatermittlers gefällt. Hilfe erhält er von vielen Seiten und so kann er letztendlich auch Ergebnisse aufweisen, die sich sehen lassen können.
Die Auflösung ist wirklich unerwartet und durchaus dort angesiedelt wo sie wohl kein Leser vermuten wird.

„Kölner Totenkarneval“, das ist Krimigenuss aus Köln mit etwas Lokalkolorit, einer Handlung, die entgegen des Buchtitels durchaus nicht jeck ist und recht unerwarteten Wendungen. Ein Kriminalroman der auch Nicht-Kölnern und Nicht-Karnevalisten gefallen wird..

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Eisaugen

Erstellt von Werner Karl am 10. September 2011

Margit Kruse
Eisaugen

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1116-8
Krimi
1. Auflage 2011
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung des Fotos „brick wall and window“ von: © hazel proudlove / fotolia.de
Taschenbuch, 320 Seiten

www.gmeiner-verlag.de
www.margitkruse.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Margit Kruse, geboren 1957, ist ein echtes Kind des Ruhrgebiets. Seit 2004 ist die Gelsenkirchenerin als freiberufliche Autorin tätig. Neben zahlreichen Beiträgen in Anthologien hat sie bislang drei Bücher veröffentlicht, darunter den Roman „Im Schatten des Turmes – Eine Jugend im Ruhrgebiet“, der für den Literaturpreis Ruhr 2009 nominiert war. „Eisaugen“ ist ihr erster Kriminalroman.

Zum Buch:

Margarete Sommerfeld lebt in einer Mietwohnung in einer ehemaligen Zechensiedlung Gelsenkirchens. Sie ist seit der Trennung von ihrem Freund Friedbert Single und hat eigentlich von Männern die Nase voll, denn die Affären ihres Ex-Freundes haben sie hart getroffen. Manchmal aber fühlt sie sich auch einsam. Auch finanziell muss sie seit der Trennung Abstriche machen, denn als Verkäuferin in der Süßwarenabteilung von Hertie ist ihr Einkommen nicht sonderlich hoch.

Margaretes Leben verändert sich als sie im Mietshaus gegenüber von ihrem Fenster aus einen fremden Mann beobachtet. Eigentlich kann das gar nicht sein, denn in der Wohnung, auf die Margarete blickt, lebt seit vielen Jahren Frau Koletzki und diese ist allein stehend. Margarete aber lässt der Mann keine Ruhe und so sucht sie eines Tages die Wohnung auf, nachdem Frau Koletzki das Haus verlassen hat. Dort macht Margareta die Bekanntschaft von Karol Waczmarek, der sich illegal in Deutschland aufhält und bei seiner Tante Unterschlupf gefunden hat. Eigentlich möchte er seine vermisste Mutter und die Geschwister in Deutschland suchen, hat aber bislang den Gang zu den Behörden nicht gewagt und führt ein einsames Dasein. Seinen Lebensunterhalt verdient er mit der Reparatur von Schuhen in der Wohnung der Tante. Zwischen Margarete und Karol entbrennt eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, aber als auf dem nahe gelegenen Friedhof eine tote Frauenleiche gefunden wird und sich herausstellt, dass Karol in der fraglichen Nacht auf dem Friedhof war, kommen Margarete leichte Zweifel, ob nicht ihr Geliebter der Täter sein könnte. Schnell jedoch sind diese Zweifel vom Tisch, denn bei  ihren Ermittlungen stößt Margarete nach und nach auf einige andere Verdächtige.

Noch turbulenter wird die Geschichte als dann der Vater von Margaretes Ex-Freund Friedbert verstirbt und sich herausstellt, dass es sich um eine Vergiftung handeln könnte. Schließlich gibt es einen weiteren Toten und Margaretes Leben und vor allem ihr familiäres Umfeld scheinen völlig aus den Fugen zu geraten.

Eisaugen ist nicht nur ein Kriminalroman sondern viel mehr als das. Die Autorin entführt den Leser in das Ruhrgebiet und in eine Wohngegend in der zwar jeder jeden zu kennen scheint, aber nicht unbedingt jeder etwas mit dem anderen zu tun haben möchte. Jeder scheint etwas zu wissen, aber niemand möchte etwas verraten. So gestalten sich auch Margaretes teilweise sehr gewagte Ermittlungen oft recht schwierig.

Die Geschichte wird in einer Erzählperspektive geschildert, die den Blick auf das Gesamtgeschehen aus der Sicht unterschiedlicher Charaktere möglich macht. So kommen auch die Gefühle und damit die zwischenmenschlichen Beziehungen sehr deutlich zum Ausdruck.

„Eisaugen“ gibt es überall, nicht nur im Ruhrgebiet und nicht nur in Gelsenkirchen. Daher ist dieser Krimi ein Roman für jedermann, der überall spielen könnte.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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