Goldmann

Das Leuchten einer Sommernacht

Lynne arbeitet für die Organisation „Gute Fee“, die es sich zum Ziel gesetzt hat schwer erkrankten Kindern einen Herzenswunsch zu erfüllen. Eines der Kinder, die Lynne mit ihrem Engagement glücklich machen möchte, ist Winnie. Das neunjährige Mädchen liebt Rugby und ist ganz aus dem Häuschen als sie einen Tag mit dem Rugbyteam „Cardiff Greens“ verbringen darf. Doch auch für Lynne wird dieser Tag zu einem überraschenden Ereignis, denn in der Mannschaft gibt es einen neuen Spieler. Sein Name ist Reed Rivers…

Revolte im Zuchthaus

Der Ausbruch aus einem US-Gefängnis scheitert. Drei Verbrecher verbarrikadieren sich in einem Zellentrakt. Sie haben Geiseln in ihrer Gewalt, sind untereinander uneins und unberechenbar, was eine unblutige Klärung der Krise unwahrscheinlich macht … – Der siebte Roman der William-Parr-Serie ist nicht nur spannend, sondern überrascht mit einer für den Autor ungewöhnlich kritischen Sicht auf einen Strafvollzug, der die Rache der Rehabilitierung vorzieht und kriminelle Monster quasi erschafft: trotz mancher Klischees ein kleiner Klassiker.

Die Sekte

Auf einer einsamen Insel realisiert ein fundamentalreligiöser Fanatiker groteske ‚Auslegungen‘ der Bibel, bis ihn ein neugieriger Reporter aufstört, endgültig in den Wahnsinn treibt und den Plan eingibt, durch ein furioses Finale unvergesslich zu werden … – Der vierte Roman der für ihre bizarren, meist sexuell unterfütterten Mordszenarien bekannten Autorin ist ein gut erzähltes Garn mit deutlichen Horror-Anleihen, das in seiner zweiten Hälfte auszufransen beginnt aber gute Unterhaltung bietet.

Der erste Tropfen Blut

Mit der Jagd auf einen Serien-Vergewaltiger beginnt es, um mit einem Mord im Sado-Maso-Milieu und einem achtjährigen Mehrfachmörder keinesfalls zu Ende zu sein: Der dritte Fall für Logan McRae aus dem schottischen Aberdeen ist ein Chaos mehrerer überlappender Fälle, die eine überraschende, oft bedrückende Aufklärung erfahren, wobei ein knochentrockener Humor keine Tristesse aufkommen lässt: kein origineller aber ein überdurchschnittlich unterhaltsamer Krimi mit klug dosierter Gesellschaftskritik.

Das Gesetz des Sterbens

Im schottischen Edinburgh versucht die Polizei eine Reihe mysteriöser Rache-Morde zu klären sowie einem Gangsterboss aus Glasgow das Handwerk zu legen, bevor ein leichenreicher Unterweltkrieg ausbricht … – Obwohl inzwischen pensioniert, mischt sich John Rebus in seinem 20. Fall mit der üblichen Freude am autoritätsfeindlichen Intrigenspiel in einen spannend-verzwickten Fall ein: erneut ein unterhaltungsstarker, dem Krimi stets den Vorrang vor dem ‚Zwischenmenschlichen‘ gebender Thriller.

Bedenke, dass wir sterben müssen

Fünf Geschwister sehen sich in die Rolle unfreiwilliger Schatzhüter versetzt und müssen den Kampf um eine kostbare christliche Reliquie gegen Feinde aufnehmen, die vor Mord keineswegs zurückschrecken … – Thriller mit allzu deutlich aufgesetzten History-Mystery-Elementen. Die ‚überraschenden‘ Wendungen sind ein wenig zu zahlreich und unlogisch. Recht hausbacken aber solide geschrieben rumpelt das Werk einem mauen Finale entgegen.

Erbarmungslos

Kurz vor seiner Hinrichtung mehren sich die Zeichen, dass ein angeblicher Serienmörder unschuldig ist. Einem Journalisten und einer unkonventionellen Fotografin bleiben sechs Tage, die Wahrheit zu ermitteln, während das düpierte Gesetz mauert und die Medienkollegen nach der „Story“ schnappen … – Konventioneller Thriller mit wirklich allen Elementen des modernen Mainstream-Krimis. Mangelnde Originalität wird durch gelungenes Erzählhandwerk, Spannung und trockenen Witz wettgemacht: kein Muss aber ein unterhaltsames Kann.

Cuba Libre

Ein naiver US-Cowboy gerät 1898 auf der Insel Kuba in die Wirren des dortigen Bürgerkriegs. Er verliebt sich in eine Freiheitskämpferin, legt sich mit der spanischen Kolonialmacht an und fädelt einen lukrativen Betrug ein. Als die USA Spanien den Krieg erklären und auf Kuba einmarschieren, geraten alle Pläne ins Schwimmen … – Autor Leonard zieht alle Register (und bedient sich zahlreicher Klischees), um eine rasante Abenteuergeschichte vor realem historischem Hintergrund zu erzählen: Lesefutter.

Wer war Jack the Ripper?

Thriller-Autorin Patricia Cornwell, weltberühmt durch die Serie um die kriminalistisch aktive Pathologin Kay Scarpetta, wartet in Sachbuch mit einem Knüller auf: der Entlarvung des historischen Super-Serienmörders Jack the Ripper! Ein deutscher Maler sei er gewesen, dämonisch schlau und nach dem Ende der West End-Mordserie weiterhin aktiv … – Jahre der aufwändigen Recherche in den Archiven und Labors der westlichen Welt und viele Millionen Dollar brachten dieses Buch hervor, das sich nahtlos einreiht in die lange, lange Reihe jener Werke, die immer neue Ripper-Gestalten in die Welt setzen, ohne jedoch liefern zu können, was allein überzeugen könnte: den ultimativen, schlüssigen Beweis.

Joe Goulds Geheimnis

Ein Journalist aus New York verfolgt über viele Jahre die Spuren eines unbehausten Stadtstreichers, der von sich behauptet, die Geschichte der Menschheit von ganz unten zu schreiben, und damit im intellektuellen Milieu Beachtung findet. Nach dem Tod dieses Mannes erzählt der Journalist dessen wahre Geschichte … und die ahnt man zwar, kann sie aber dennoch kaum glauben. Die Geschichte des Joe Gould wird von Joseph Mitchell mit harten Fakten, aber mitfühlend, fast poetisch erzählt und verdichtet sich zu einem Lebensbild, das tragisch und eindrucksvoll gleichzeitig ist.