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neuauflage

Immortal Beloved – Entflammt

Erstellt von Werner Karl am 7. Juni 2011

Cate Tiernan
Immortal Beloved – Entflammt

Goya libre aus dem Hause
JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH
ISBN 978-3-8337-2689-7
Hörbuch, Fantasy / Jugend
Erschienen Februar 2011
6 CDs
Gesamtspielzeit ca. 419 Minuten

www.goyalibre.de

Titel erhältlich by Buch24.de
Titel erhältlich by Booklooker.de

Die Autorin:

Cate Tiernan, geboren 1961, lebt als Schriftstellerin mit ihrer Familie in North Carolina. Sie studierte in New Orleans und New York, wo sie später als Assistentin in einem großen Verlag arbeitete. Nach den Fantasy-Serien “Sweep” und “Balefire” veröffentlichte sie mit Entflammt” den Auftakt der “Immortal Beloved”-Serie.

Die Sprecherin:

Katja Danowski, geboren 1974, absolvierte ihr Schauspielstudium an der Berliner Hochschule für Künste. Nach Engagements am Berliner Ensemble und am Staatstheater Stuttgart war sie in der Romanverfilmung “Herr Lehmann” zu sehen. Seit 2005 gehört sie dem Ensemble des Hamburger Schauspielhauses an.

Die Geschichte:

Nastasya ist 459 Jahre alt, aber sieht aus wie höchstens 18. Sie ist eine Unsterbliche und hat bereits die ganze Welt bereist. Das Leben ist für sie nichts Besonderes mehr und so vertreibt sie sich mit einer Gruppe Bekannter und ihrem besten Freund Incy in London die Zeit mit Partys, Alkohol und  Spaß, Spaß und nochmals Spaß. Als eines Tages jedoch Incy mit magischen Mitteln einen Taxifahrer fast tötet, scheint in Nastasya eine Änderung vorzugehen. Sie fragt sich, ob dieses Leben überhaupt richtig ist, so wie sie es lebt und sie beginnt sich zu erinnern an eine Unsterbliche, die sie vor vielen Jahren einmal getroffen hat. Diese Frau, River, hat ihr angeboten ihr beizustehen und sie auf ihre Farm Rivers Edge eingeladen. Kurz entschlossen macht sich Nastasya auf den Weg nach Rivers Edge ohne zu wissen was sie genau erwartet. Dort lernt sie viele andere Unsterbliche kennen, lernt sich von selbst angebauten Lebensmitteln zu ernähren und ihren Tagesablauf sinnvoll zu gestalten. Auch wenn sich in Nastasya immer wieder auch der Ruf nach ihrem alten Leben zurück meldet, so fühlt sie tief in sich doch, dass ihr neues Leben ihr wohl tut. Außerdem fühlt sie sich zu Reyn hingezogen, einem jungen Mann, der offensichtlich ein Geheimnis birgt, so wie sie selbst.

„Immortal Beloved – Entflammt“ ist der Beginn einer Trilogie und das merkt man dieser Geschichte auch sehr deutlich an. Viele Fragen bleiben hier offen und es macht sicherlich keinen Sinn diese Geschichte zu lesen oder zu hören, wenn man nicht auch die Folgebände lesen oder hören möchte. Eigentlich geschieht auch gar nicht viel. Man hat hier mehr den Eindruck die Protagonistin zu begleiten in ihrer eigenen Entwicklung und auch bei ihrer Suche nach der Vergangenheit, denn immer wieder blitzen in Nastasya Teilstücke ihrer Vergangenheit auf. Es scheint als habe sie eine wichtige Rolle unter den Unsterblichen und auch besondere Fähigkeiten. Ist es nicht vielleicht gar so, dass jemand nach ihr sucht? Ist es Incy oder liegt es an ihrer früheren Verbindung zu Reyn, dem sie scheinbar schon früher  einmal begegnet ist?

Das Hörbuch wird gesprochen von Katja Danowski, der es hier sehr gut gelingt sich in die Rolle der jungen, meist sehr menschlich wirkenden, Protagonistin, einzufühlen. Nastasya ist unreif, launisch und typisch Teenie. Die jung wirkende Stimme der Sprecherin unterstreicht sehr schön, die in der Ich – Form geschriebene Geschichte.

Wer es fantastisch mag, aber nicht auf sonderlich viel fantastische Handlung Wert legt, der ist hier genau richtig. Der Spannungsfaden weist kaum besondere Höhen und Tiefen auf. Es muss ausreichen, dass es hier Unsterbliche gibt, die Magie ausüben, gute oder schlechte Magie. Wer sich für das Leben einer Unsterblichen interessiert, der sollte Nastasya auf ihrer Suche nach sich selbst und dem was im Leben wichtig ist begleiten und hier den Einstieg finden in eine neue fantastische Reihe.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

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Als Buch ist „Immortal Beloved – Entflammt“ im Loewe Verlag erschienen.

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Kein Wort zu Papa

Erstellt von Werner Karl am 24. Januar 2011

Dora Heldt
Kein Wort zu Papa

(sfbentry)
Goya LiT aus dem Hause
JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH
ISBN 978-3-8337-2644-6
Hörbuch, Roman
Erschienen 2010
3 CDs
Gesamtspielzeit 195 Minuten

www.goyalit.de
www.dora-heldt.de

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Zur Autorin und Sprecherin:

Dora Heldt, auf Sylt geboren, ist gelernte Buchhändlerin und arbeitet heute für einen Verlag in München. Ihre herrlich komische Vater-Tochter-Geschichte „Urlaub mit Papa“ und die Fortsetzung „Tante Inge haut ab“ haben sofort nach Erscheinen sämtliche Bestseller-Listen erobert und wurden für das Fernsehen verfilmt:

Zum Hörbuch:

Christine soll gerade von ihrer Schwester Ines zum „Urlaubsglück“ in Dänemark gezwungen werden, als sie einen Anruf ihrer Freundin Marleen erhält. Marleen sitzt in Dubai fest und kann vorerst nicht zurückfliegen. Daher bittet sie Christine sich in der Zwischenzeit um die Pension auf Norderney zu kümmern und dort nach dem Rechten zu sehen. Prompt macht sich Christine in Begleitung ihrer Schwester Ines auf nach Norderney. Voller Tatendrang, allerdings ohne irgendeine Ahnung von Küche und Gastronomie überhaupt, stürzen sich die jungen Frauen ins Pensionsleben. Die Turbulenzen lassen nicht lange auf sich warten und das nicht nur wegen der Unkenntnis der Beiden, sondern auch, weil niemand erfahren soll warum Marleen nicht rechtzeitig zurückkommt. Eine Ausrede jagt die nächste und auf der Insel tauchen immer mehr Personen auf, die die ganze Angelegenheit einfach komplizierter machen. Mit dem Auftauchen von Christines Eltern, speziell Papa Heinz, ist das Chaos komplett.

Mit viel Humor und wunderbar gezeichneten Charakteren erzählt Dora Heldt hier eine Geschichte aus dem Leben. Christine, aus deren Sicht die Geschichte geschildert wird, ist liebenswert und chaotisch, gefühlvoll und unbeholfen und einfach nur typisch menschlich. Man muss sie lieben und leidet mit ihr unter all den Verwicklungen, die gar nicht mehr aufzuhören scheinen. Nebenher noch muss Christine sich ihrem verkorksten Liebesleben stellen und darf auch hierbei, so scheint es jedenfalls, nicht einmal eine Entscheidung alleine treffen.

Dora Heldt hat nicht nur diesen locker lustigen Roman geschrieben, sondern spricht das Hörbuch selbst und überzeugt mich dabei sprachlich absolut. Sie spricht so locker und frei, dass man das Gefühl hat Christine erzählt tatsächlich selbst. „Kein Wort zu Papa“ garantiert einige schöne Lesestunden oder Hörbuchstunden, die sicherlich für mehr als einen Schmunzler gut sind.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

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Als Buch ist „Kein Wort zu Papa“ im dtv Verlag erschienen

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Die Legende der Wächter – Die Entführung

Erstellt von Werner Karl am 4. November 2010

Die Legende der Wächter
Teil 1 – Die Entführung

Goya libre aus dem Hause
JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH
ISBN 978-3-8337-2616-3
Hörbuch, Fantasy / Jugend
Sprecher: Stefan Kaminski
Erschienen 2010
3 CDs
Hördauer ca. 230 Minuten

www.goyalibre.de

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Die Autorin:

Kathryn Lasky, geboren 1944 in Indianapolis, studierte an der Universität in Michigan. Zunächst arbeitete sie als Journalistin und Lehrerin. Heute ist sie Schriftstellerin und schreibt Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Kathryn Lasky wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Boston Globe-Horn Book Awards und dem National Jewish Book Award. Sie lebt in Cambridge.

Der Sprecher:

Stefan Kaminski, geboren 1974 in Dresden, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch” in Berlin. Seit 2001 steht er am Deutschen Theater Berlin auf der Bühne. Seine Laufbahn als Sprecher begann Kaminski 1996 beim Hörfunk. Seitdem hat er in zahlreichen Hörspiel- und Hörbuch-Produktionen mitgewirkt und ist mit seiner Live-Hörspiel-Reihe “Kaminski on Air” regelmäßig im Deutschen Theater und auf Tour zu erleben.

Die Geschichte:

Der kleine Schleiereulenjunge Soren ist glücklich als er die Geburt seiner kleinen Schwester Eglantine erleben darf, ganz im Gegensatz zu seinem Bruder Kludd, der wohl lieber keine Geschwister hätte. Soren genießt die Welt der Eulen und das Leben im Wald Tyto in vollen Zügen. Als er ein Gespräch seiner Eltern mitbekommt, wonach im Wald immer häufiger Eulenkinder und Eier verschwinden, ist er fassungslos. Eines Tages jedoch fällt er selbst aus dem Nest. Erst viel zu spät wird ihm klar, dass sein Bruder ihn aus dem Nest gestoßen hat. Auch die Blindschlange Miss Plithiver, die das Nest behütet, kann Soren nicht helfen, denn dieser kann noch nicht fliegen. Es kommt wie erwartet: Soren wird von Häschern des Internats für verwaiste Eulen, St Ägolius, entführt. Dort angekommen trifft er auf viele andere Eulenkinder und macht schnell Bekanntschaft mit Gylfie, einer jungen Elfenkäuzin. Diese ist älter als es scheint und beide stellen sehr schnell fest, dass in St. Ägolius etwas im Gange ist, was nicht zu ihrem Vorteil ist. Die Jungeulen werden mondwirr gemacht und größtenteils am fliegen gehindert, d. h. sie erlernen das Fliegen überhaupt nicht. Nur: Was steckt dahinter?? Und warum werden immer neue Eulenkinder und Eier nach St. Ägolius gebracht?

Soren und Gylfie fassen recht schnell den Entschluss von diesem merkwürdigen Internat wieder zu fliehen, aber dafür muss sich die Möglichkeit bieten das Fliegen zu erlernen und unbemerkt zu entkommen. Zum Glück gibt es noch andere Eulen, die die Machenschaften von Spoorn, Skench, Jutt und Jatt und deren Gehilfen durchschauen und nicht für gut befinden. Bevor eine Flucht für die zwei Eulenkinder möglich wird, haben sie jedoch noch einige Abenteuer im Internat zu bewältigen und auch danach finden sie so schnell keine Ruhe.

Mit „Die Legende der Wächter“ schafft die Autorin Kathryn Lasky eine neue fantastische Welt. Eine Welt, die von Tieren, in erster Linie von Eulen, bevölkert wird. Diese Eulen sprechen ihre eigene Sprache und leben ihr ganz besonderes Leben. Auch in ihrer Welt gibt es Mythen und Legenden und von diesen hat Soren bereits als junges Eulenbaby gehört. Vor allem von der der Legende der Wächter und der Insel des Großen Ga’Hoole Baums.

Die Welt der Eulen ist bereits auf den ersten Blick faszinierend. In der Hörbuchausgabe wird sie durch die Stimme von Stefan Kaminski zum Leben erweckt und das gelingt dem Sprecher in unvergleichlicher Art und Weise. Jede Eule bekommt ihre eigene Stimme. Auch die ganz besonderen Eulenrufe werden ausdruckstark präsentiert.

Zur besseren Orientierung ist dem Hörbuch ein Booklet beigefügt, in dem eine Karte die Welt der Eulen und die Lage der unterschiedlichen Regionen zueinander verdeutlicht. Auch sämtliche Charaktere werden noch einmal genau aufgelistet. Das Hörbuch besticht durch die fantastische Geschichte in Verbindung mit einer herausragenden Leistung des Sprechers. Abrundung findet das Ganze in der musikalischen Untermalung, die hervorragend zu der Stimmung der Geschichte passt.

Auch die Aufmachung, besonders das Cover, ist herausragend. Ein fantastischer Auftakt in die uns noch unbekannte und abenteuerliche Welt der Eulen.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich by Buch24.de
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Als Buch ist „Die Legende der Wächter – Die Entführung“ im Ravensburger Buchverlag erschienen.

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Rain Song

Erstellt von Werner Karl am 4. November 2010

Antje Babendererde
Rain Song

Goya libre aus dem Hause
JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH
ISBN 978-3-8337-2657-6
Hörbuch, Jugend
Sprecherin: Julia Nachtmann
Erschienen 2010
4 CDs
Hördauer 05:13:34

www.goyalibre.de

Titel erhältlich by Buch24.de
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Die Autorin:

Antje Babendererde, geboren 1963 in Jena, ist freie Autorin. Nach einer Töpferlehre war sie zunächst als Arbeitstherapeutin in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie tätig. Die Autorin hat ein spezielles Interesse an der Kultur der Indianer. In ihren Romanen verarbeitet sie Eindrücke und Erlebnisse, die sie während ihrer USA-Reisen in verschiedenen Reservaten gesammelt hat. Antje Babendererde wurde für ihren Jugendroman “Libellensommer” mit dem Erwin-Strittmatter-Sonderpreis und dem DeLiA für den besten deutschsprachiger Liebesroman ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Liebengrün in Thüringen.

Die Sprecherin:

Julia Nachtmann, geboren 1981 in Filderstadt bei Stuttgart, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Nach Gastspielen am Volkstheater München, am Nationaltheater Weimar und am Schauspielhaus Stuttgart war sie am Thalia Theater in Hamburg engagiert. Seit 2005 gehört sie zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Im Fernsehen war sie in Filmen und Serien wie “Die Abrechnung”, “Der Dicke”, “Doppelter Einsatz” und “Alphateam” zu sehen. Julia Nachtmann wurde mit dem Boy-Gobert-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Hamburg.

Die Geschichte:

„Rain Song“ ist die überarbeitete Version des Romans „Der Pfahlschnitzer“, der bereits im Jahre 1999 beim Hannah-Verlag erschienen ist.

In der Geschichte geht es um Hanna, eine junge Deutsche, die sich auf den Weg macht in die Heimat ihres verschwundenen Liebhabers und Vaters ihres Kindes, Ola. Im Reservat der Makah Indianer, in Neah Bay, will sie nach Jim suchen, der sie vor fünf Jahren verließ um in seine Heimat zurückzukehren und von dem sie dann nie wieder etwas gehört hat, obwohl die beiden heiraten wollten. Gerade dort angekommen geschieht ein Unglück: Hannah stürzt von den Klippen, nachdem die Brüstung einer Aussichtsplattform nicht hält. Hannas Rettung ist Greg, ein junger Indianer, der sie aus dem Wasser holt und ihr fortan nicht von der Seite weicht. Es stellt sich heraus, dass Greg so etwas wie ein Bruder von Jim gewesen ist und dass im Dorf alle denken, die deutsche Frau habe etwas mit dem Verschwinden von Jim zu tun.

Hanna hat es nicht leicht, denn Fremde sind im Reservat nicht von jedermann gern gesehen. Indianische Traditionen werden als gefährdet angesehen und Hanna wird als die Frau wahrgenommen, die den Makah ihren berühmtesten Holzschnitzer genommen hat. Gemeinsam mit Greg macht sich Hanna auf die Suche nach Jim. Dabei erfahren sie Dinge über Jim, von denen keiner der beiden etwas gewusst hat. Wie kann das sein? War Jim vielleicht ein ganz anderer Mensch als sie gedacht haben? Über die Suche und ihre Empfindungen für Jim kommen sich Greg und Hanna immer näher, aber vieles steht zwischen ihnen. Der verschwundene Jim und die Traditionen der Indianer stellen ein Problem für ihre Liebe zueinander dar. Können Greg und Hanna diese Probleme überwinden?

Rain Song ist eine wundervolle Geschichte, die dem Leser oder Hörer einen tiefen Einblick in die Traditionen der indianischen Kultur gibt. Man fühlt sich verbunden mit den Indianern aber auch mit den Außenstehenden, die versuchen in diese Welt hineinzufinden. Das Hörbuch wird von Julia Nachtmann gesprochen. Der Sprecherin gelingt es die melancholische Stimmung, die über der Vergangenheit und dem mysteriösen Verschwinden von Jim schwebt, einzufangen und an den Hörer weiterzugeben. Die Geschichte lebt sehr von den Emotionen der einzelnen Charaktere und diese finde ich hier in der Hörbuchfassung ausdrucksstark wiedergegeben.

Eine Reise in die Welt der Indianer, die uns auch heute noch fremd erscheint. Eine Verbindung zur Natur, die bei uns niemand kennt. Vielleicht auch ein kleiner Appell an die Leser und Hörer von „Rain Song“. Aber in jedem Fall eine rundum gelungene Geschichte.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich by Buch24.de
Titel erhältlich by Booklooker.de

Als Buch ist „Rain Song“ im Arena Verlag erschienen.

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Keiner rennt für immer

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Mai 2009

Richard Stark
Keiner rennt für immer
März 2009 (Jumbo Neue Medien)
4 CDs, gelesen von Dietmar Wunder
275 min.
ISBN 9783833723698 (sfbentry)

Das geschieht:

Ein vielversprechender Coup führt Berufsverbrecher Parker in die Kleinstadt Rutherford im US-Staat Massachusetts. Dort löst man im Rahmen einer Fusionierung eine Bank auf. Die Geldeinlagen werden mit gepanzerten Transportwagen abtransportiert. Den Konvoi wollen Parker und seine Komplizen Nick Dalesia und Nelson McWhitney überfallen und ausrauben.

Das nötige Hintergrundwissen verschaffen ihnen Elaine Langen, die verbitterte Gattin des Bankchefs, und Jake Beckham, ein ehemaliger Polizist, der in besagter Bank tätig war, bis er wegen Unterschlagung gefeuert wurde. Ebenfalls an Bord ist Dr. Myron Madchen, der dafür sorgen soll, dass Beckham, der für die Polizei nach dem Überfall zum Hauptverdächtigen würde, ein Alibi erhält.

Während die Planung des eigentlichen Überfalls voranschreitet, mehren sich die Schwierigkeiten. Langen, Beckham und Madchen sind Amateure, die sich verdächtig benehmen und außerdem Nerven zeigen. Als Beckham von einer übereifrigen Langen ins Bein geschossen wird, übernimmt die außerordentlich neugierige und tüchtige Polizistin Gwen Reversa den Fall. Parker, Dalesia und McWhitney müssen sich mit dem Kopfgeldjäger Roy Keenan und seiner Partnerin Sandra Loscalzo plagen, die nach einem früheren Komplizen fahnden und nicht locker lassen wollen. Beckham vertraut sich seiner rechtschaffenden Schwester an, die den Überfall verhindern will.

Obwohl sie wie überforderte Zirkusjongleure immer mehr Bälle in der Luft halten müssen, beschließen Parker, Dalesia und McWhitney den Raub durchzuziehen. Ohne dass sie davon ahnen, gewinnen die Tücken des Objekts eine Eigendynamik, die ausgerechnet in der Nacht des Überfalls ihren spektakulären Höhepunkt findet …

Immer diese Amateure!

“Keiner rennt für immer”: Dieser Titel – in der Übersetzung ausnahmsweise korrekt dem Original folgend – bedarf einer Erklärung, da Eile ganz und gar kein Element ist, das diesen Roman prägt. Tatsächlich beschränkt sich jener Teil der Handlung, den man ‘Action’ nennen könnte, auf einige Seite ziemlich am Ende des Buches. Bis es soweit ist, wird viel geplant und noch mehr einander belauert.

Parker und seine Spießgesellen begeben sich dieses Mal in mehr als einer Beziehung auf ungewohntes Terrain. Sie sind eigentlich Stadtstrolche, die sich in der Provinz erst zurechtfinden müssen, was ihnen nie wirklich gelingt. Dabei machen sie sich von der Mitarbeit blutiger Amateure abhängig. Diese sind es, die genug vom Rennen haben, was ein Leben beschreibt, das sich im Kreis dreht und nichts als einen elenden Tod als Ausweg bietet. Der Ex-Polizist haust in einem Trailer-Park, die Bankiersgattin hasst ihren Gatten, der Doktor wird von seiner Ehefrau drangsaliert. Der große Überfall soll ihnen die Mittel zum Neuanfang verschaffen.

Stünden Parker & Co. nicht selbst finanziell unter Druck, hätten sie die Finger von diesem Coup gelassen. Sie sind Profis, die sich mit schweren Kapitalverbrechen den Lebensunterhalt verdienen. Nach vielen aktiven Jahren haben sie nicht nur die dafür erforderlichen Kenntnisse, sondern auch die notwendige Nervenstärke erlangt. Nüchtern wird vorbereitet, das Risiko ist eingeplant. Ganz anders denken dagegen die Komplizen: Sie treibt die Angst vor dem Gefängnis mindestens ebenso um wie ihre kriminelle Unerfahrenheit. Die Bankiersfrau betrinkt sich und muss für ihren kurzen aber unbedingt erforderlichen Einsatz erst geweckt werden, der Ex-Polizist verliert die Nerven. Immer wieder muss Parker seine unberechenbaren Schäfchen zur Ordnung rufen, statt sich auf die Planung des Überfalls zu konzentrieren.

Murphys Gesetz triumphiert

Autor Richard Stark schildert in seinem Roman detailliert die Vorbereitungen eines gewagten Verbrechens. Es wird scheitern, was kein Spoiler ist: Parkers Fischzüge enden in der Regel katastrophal, denn die Parker-Krimis beschreiben nie Coups, die glattgehen. Das Schiefgehen und die daraus folgenden Konsequenzen bilden das hauptsächliche Spannungsmoment. Nicht einmal fünfzig Seiten widmet Stark deshalb dem Überfall auf den Geldtransport. Der geht problemlos über die Bühne, denn hier sind Parker und seine beiden Kumpane unter sich.

Noch während pralle Geldsäcke den Besitzer wechseln, haben Parker, Dalesia und McWhitney dennoch das Spiel verloren. Sie waren zu optimistisch, wollten es sein, was den Erfolg ihres Unternehmens betraf. Dabei begannen die Schwierigkeiten bereits, als der Coup noch ein reines Gedankenspiel war. Fasziniert beobachtet man, wie das Rad ins Schlingern kommt. Wie das enden wird, weiß man genau: Alle verzweifelte Gegenmaßnahmen werden scheitern. Die Ereignisse schaukeln sich auf, bis sie im buchstäblich großen Knall münden. Zunehmend zornig aber immer noch ruhig sorgt Parker für Ruhe im Glied. Aber er kann nicht überall sein. Macht- und ahnungslos muss er auf das letztlich irrationale Handeln der verschreckten Laien reagieren; weder Steuerung noch Kontrolle sind möglich.

Die täuschend simple Kunst des (Be-) Schreibens

Stark ist ein Schriftsteller der einfachen, klaren Sprache. Die Sätze sind kurz, die Aussagen prägnant, die Dialoge knapp und eindeutig. Der daraus resultierende Stil ist unter der Feder eines fähigen Autoren für den Leser eine Offenbarung. Stark versteht sein Handwerk. Jederzeit hält er die Fäden in der Hand. Er kann sich Aussparungen leisten, denn der Kontext füllt die Lücken. Der Leser weiß sofort, was sich ereignet hat, obwohl es ihm nicht vorgekaut wurde. Dieses Buch wäre einem weniger ökonomisch schreibenden Verfasser vermutlich doppelt so lang aber sicher nicht besser geraten.

“Niemand rennt für immer” gliedert sich in vier Großkapitel. Stark schildert das Geschehen zunächst aus Parkers Perspektive. Die Figuren der Handlung werden vorgestellt, das Geschehen kommt in Gang. Mit Großkapitel 2 ‘übernimmt’ Stark. Parker wird zur Nebenfigur. Als allwissender Erzähler liefert Stark Hintergrundwissen, das dem Leser wie Parker bisher unbekannt war. Parker kennt viele dieser Fakten nicht. Der Leser erkennt indes, wieso der Überfall scheitern wird.

Mit Großkapitel 3 kehrt Parker zurück. Das Geschehen spitzt sich zu, das Tempo zieht an. Die Ereignisse überschlagen sich, der bisher kontinuierliche Erzählfluss verebbt und wird durch kurze Schlaglichter ersetzt. Stark springt von Figur zu Figur, von Szene zu Szene. Der große Plan löst sich in Fragmente auf, was durch die Handlung widergespiegelt wird. Am Ende steht das Fiasko; ein von Hunden gehetzter Parker flüchtet in den Wald. Stark lässt sein Publikum nägelkauend zurück. (Der gemeine aber ausgezeichnet funktionierende Cliffhanger erfährt seine Auflösung erst in “Ask the Parrot” – dt. “Fragen Sie den Pagagei” -, dem 23. Parker-Abenteuer, das unmittelbar mit Parkers Flucht einsetzt.)

Tun, was getan werden muss

Wie üblich steigt Stark mit einem Knalleffekt in seine Geschichte ein. Sieben Gangster beraten über einen Coup. Dies ist der erste Satz: “Als er sah, dass der Mann, der Harbin hieß, verdrahtet war, sagte Parker: ‘Gib mir schon mal Karten’ und stand auf … Während er um den Tisch herumging, löste Parker seine Krawatte …, nahm sie doppelt und warf sie Harbin über den Kopf. Er zog die beiden Enden durch die Schlaufe und ruckte mit der Rechten kräftig nach hinten, während sein Körper sowohl Harbin als auch den Stuhl, auf dem er saß, gegen den Tisch drückte …” (S. 7)

Das ist Parker in excelsis: ein Profi als Schwerverbrecher, für den Mord zum täglichen Geschäft gehört. Niemals hat Richard Stark diese Figur verwässert. Stark ist in 24 Bänden ein Mann ohne Vornamen und Skrupel geblieben. Er tötet nicht zum Vergnügen, aber tut es ohne Gewissensbisse. Davon setzt er die Laien unter seinen Komplizen sachlich in Kenntnis, als sie schwächeln, und sie sind klug genug, die Wahrhaftigkeit seiner Worte zu erkennen.

Freundschaft ist für Parker eine Schwäche, die er sich nicht leisten kann. Selbst bewährte Kumpane, mit denen er manches Ding gedreht hat, betrachtet er mit Misstrauen und Vorsicht. Anfänger wie Elaine Langen und Jake Beckham benutzt er. Spielen sie ihre vorgesehenen Rollen gut, wird er ihnen den zugesicherten Beuteanteil nicht vorenthalten. Wie sie sich die Polizei vom Hals halten, bleibt ihre Sache. Parker sorgt dafür, dass niemand wirklich etwas über ihn weiß. Das macht ihn zur idealen Serienfigur: Parker zieht seine Bahn durch ein kriminelles Untergrund-Amerika. Obwohl wir wissen, wie er sich verhalten wird, werden wir nie müde, ihn bei einem neuen Coup zu beobachten. Ein unermüdlich ideenreicher Richard Stark wird zuverlässig dafür sorgen, dass dieser wieder unterhaltsam in turbulentem Chaos endet.

Autor

“Richard Stark” ist einer von mehreren Künstlernamen des Thrillerprofis Donald Edwin Westlake (geb. 1933 in Brooklyn, New York), der sich in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre als Verfasser von Kurzgeschichten einen Namen zu machen begann. So hoch  war sein literarischer Ausstoß, dass er unter diversen Pseudonymen veröffentlichte. 1960 erschien sein erster Roman. “The Mercenaries” (dt. “Das Gangstersyndikat”); er ließ Westlakes Talent für harte, schnelle Thriller deutlich erkennen.

Bereits 1962 betrat Parker, ein eisenharter Berufskrimineller, die Bildfläche. “The Hunter” (dt. “Jetzt sind wir quitt”/”Payback”) verfasste Westlake als Richard Stark. “Richard” borgte sich der Autor vom Schauspieler Richard Widmark, “Stark” suggeriert – völlig zu Recht – die Machart dieses Romans. Bis in die 1970er Jahre veröffentlichte “Richard Stark” neben seinen vielen anderen Romanen – zu erwähnen ist hier vor allem seine berühmte Reihe um den erfolglosen Meisterdieb Dortmunder – immer neue Parker-Romane, bevor er die Reihe abbrach, um sie nach 22-jähriger Pause (!) 1997 wieder aufzunehmen. Seither mischt Parker wieder regelmäßig die Gangsterszene auf.

Neben dem Schriftsteller Westlake gibt es auch den Drehbuchautor Westlake. Nicht nur eine ganze Reihe seiner eigenen Werke wurden inzwischen verfilmt. So inszenierte 1967 Meisterregisseur John Boorman das Parker-Debüt “The Hunter” als “Point Blank”. Lee Marvin – der allerdings den Rollennamen “Walker” trägt – und die fabelhafte Angie Dickinson spielen in einem Thriller, der zu den modernen Klassikern des Genres zählt. (1999 versuchte sich Brian Helgeland an einem Remake. Mel Gibson gab den “Porter” in “Payback”.) Westlake selbst adaptiert für Hollywood Geschichten anderer Autoren. Für sein Drehbuch zu “The Grifters” (nach Jim Thompson) wurde er für den Oscar nominiert.

Nach einer fünf Jahrzehnte währenden, höchst produktiven und erfolgreichen Schriftsteller-Karriere dachte Westlake keineswegs an den Ruhestand. Auf einer Ferienreise traf ihn am Silvestertag des Jahres 2008 ein tödlicher Herzschlag. An sein Leben und Werk erinnert die Website www.donaldwestlake.com, die in Form und Inhalt an seine Romane erinnert: ohne Schnickschnack, lakonisch und witzig, dazu informativ und insgesamt unterhaltsam. Zu den “Parker”-Romanen (und -Filmen etc.) gibt es auch eine eigene, sehr schöne Website: www.violentworldofparker.com.

Ganz neu und zum Neustart der “Parker”-Reihe entstanden ist eine deutschsprachige Website: www.richard-stark.de.

[Michael Drewniok]

Titel bei Amazon.de
Keiner rennt für immer

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
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www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
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Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1. Silvia Bellhausen
2. Martina Müller-Brecht
3. Ritchie Einschläger
4. Martina Blech
5. Bruno Walz
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

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