<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Buchrezicenter.de &#187; Knaur</title>
	<atom:link href="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/tag/knaur/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de</link>
	<description>neuauflage</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 19:00:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0</generator>
		<item>
		<title>Nacht</title>
		<link>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/nacht-2/</link>
		<comments>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/nacht-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 14:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Knaur]]></category>
		<category><![CDATA[PAN]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/?p=22590</guid>
		<description><![CDATA[Elena Melodia Nacht Das Land der verlorenen Seelen 1 (sfbentry) Buio, Italien, 2009 PAN/Knaur Verlag, München, 10/2011 HC mit Schutzumschlag Horror, Urban Fantasy ISBN 978-3-426-28333-2 Aus dem Italienischen von Karin Diemerling Titelgestaltung von ZERO Werbeagentur, München unter Verwendung eines Motivs von FinePic, München www.pan-verlag.de Titel erhältlich bei Buch24.de Titel erhältlich bei Booklooker.de Alma ist 17 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-28333-2" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-22591" title="Nacht" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Nacht.bmp" alt="" width="154" height="252" /></a>Elena Melodia<br />
Nacht<br />
Das Land der verlorenen Seelen 1</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>(sfbentry)<br />
Buio, Italien, 2009<br />
PAN/Knaur Verlag, München, 10/2011<br />
HC mit Schutzumschlag<br />
Horror, Urban Fantasy<br />
ISBN 978-3-426-28333-2<br />
Aus dem Italienischen von Karin Diemerling<br />
Titelgestaltung von ZERO Werbeagentur, München unter Verwendung eines Motivs von FinePic, München</em></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.pan-verlag.de/"><em>www.pan-verlag.de</em></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-28333-2" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=978-3-426-28333-2" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Alma ist 17 Jahre alt, und ihr bisheriges Leben verlief wenig glücklich. Der Vater verlässt die Familie und kümmert sich nicht um die Tochter. Der Stiefvater, dem Alma einen Bruder, Evan, und eine Schwester, Lina, verdank, bringt sich um, und seither ist Lina stumm. Alma überlebt als Einzige einen Autounfall, bei dem ihre beiden Freundinnen sterben. Seither hat sie eine kleine Narbe, Kopfschmerzen und Albträume. Da sie hübsch und ‚cool‘ ist, wird sie von den meisten anderen Schülern bewundert. Zusammen mit Naomi, Selina und Agatha bildet sie ein Kleeblatt, das füreinander einsteht. Als Selina durch ein Nacktfoto kompromittiert wird, üben die vier Rache an dem Jungen, der es heimlich geschossen und verbreitet hat. Dabei zeigt Agatha eine Grausamkeit, die alle erschüttert. Obwohl Adam teuer zahlen muss, stürzt Selina in eine tiefe Krise.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenig später ist es Naomi, die in Schwierigkeiten gerät, weil sie sich mit einem Jungen und einer Clique einlässt, die ein furchtbares Geheimnis hütet und dem ahnungslosen Mädchen schlimme Dinge antut. Allein Alma und Morgan, ein mysteriöser Mitschüler, der mehr weiß, als er verrät, ist es zu verdanken, dass Naomi noch lebt. Auch Agatha, die nach dem Tod ihrer Eltern bei einer schwer kranken Tante lebt, versucht Alma zu helfen. Doch Agatha zieht sich immer mehr zurück, wird aggressiver – und weshalb verbringt sie so viel Zeit mit dem Chemie-Lehrer? Alma bricht in das Haus von Agathas Tante ein und entdeckt Schreckliches. Und auch Alma selbst bleibt nicht von Ereignissen verschont, die sie ängstigen. Wieso träumt sie von grässlichen Morden und schreibt diese Visionen im Schlaf in einem Heft nieder? Wer sind die seltsamen Männer, die sie verfolgen? Was will Morgan ihr nicht verraten? Kann sie ihm wirklich vertrauen, oder stellt auch er eine Gefahr für sie dar? Und welche Rolle spielt der antiquiert wirkende Schreibwarenladen, in dem Alma das Heft und den Füller erstand?</p>
<p style="text-align: justify;">„Nacht“ ist der Auftaktband einer erfolgreichen phantastischen Serie aus Italien – so wird für das Buch geworben. Leider findet man wenige Informationen über die Autorin und ihr Werk. Elena Melodia wurde in Verona geboren, wo sie auch heute noch lebt, und arbeitete für einen Jugendbuchverlag, bevor sie selbst zu schreiben anfing. Ihr Debut-Roman beginnt sehr geheimnisvoll. Man lernt zunächst die Hauptfiguren und ihre wichtigsten Bezugspersonen kennen, erfährt von merkwürdigen Vorkommnissen in der Vergangenheit und Gegenwart bzw. von Tragödien und ist sogleich mitten drin in einer komplexen Handlung. Im ersten Moment wirkt Alma kühl, unnahbar, arrogant und nicht wirklich sympathisch. Auch Leserinnen zwischen 15 und 18 Jahre, denen sie als Identifikationsfigur angeboten wird, dürften etwas irritiert sein, da Alma nicht der übliche schräge Außenseiter ist, sondern jemand, der selbstbewusst Beachtung entgegennimmt und keine Hemmungen hat, Ärger zu machen, beispielsweise die Strafaktion gegen Adam und die Mutproben, denen sich Schüler unterziehen müssen, die mit ihr befreundet sein wollen (ohne dass jene Namen erhalten, in die Handlung einbezogen werden und tatsächlich zu Freunden werden).</p>
<p style="text-align: justify;">Als die Probleme eskalieren, beginnt Alma, sich zu verändern. Ihre Fassade bröckelt, sie wird emotionaler und sorgt sich um die Menschen, die ihr nahe stehen. Sie hat Angst, verliert ihre Überheblichkeit und ist auf die Hilfe anderer angewiesen, als sie selber in den Fokus Unbekannter rückt. Trotzdem bringt sie Steine ins Rollen und hat dabei viel Glück, z. B. als sie zu ermitteln beginnt und dabei das Wissen eines Polizisten und eines Journalisten nutzt und als sie in Agathas Haus eindringt. Almas Familie dient in erster Linie als Kulisse, ihre Freundinnen als Opfer und Morgan als ihr geheimnisvoller love interest, der mit jeder Antwort wenigstens drei neue Fragen aufwirft. Die Romanze bleibt harmlos und nimmt keinen großen Raum ein, teils weil Alma nicht recht weiß, was sie von Morgan halten soll, teils weil auch das Verhältnis der beiden wichtig für die Story ist und aus diesem Grund nicht zu schnell vorangetrieben wird. Darüber hinaus gibt es nur wenige weitere Figuren.</p>
<p style="text-align: justify;">Zusammen mit Alma entdeckt der Leser viele Geheimnisse, die zum Spekulieren einladen. Vermutlich gibt es Zusammenhänge, die erst später deutlich werden. Die vagen Hinweise sind erst der Anfang und wecken die Neugier, so dass man gespannt auf die Fortsetzung wartet. Das Buch endet offen &#8211; und das ist unbefriedigend. Elena Melodia schreibt flüssig und zieht den Leser schnell in die Handlung hinein. Anfangs übertreibt sie es noch etwas mit den kryptischen, gewollt mysteriösen Formulierungen, doch je weiter die Autorin kommt, umso sicherer wird sie, die Handlung entwickelt sich kontinuierlich und ist schließlich auf solche Hilfen nicht mehr angewiesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Mystery-Freunde, die auf Vampire und Werwölfe verzichten können, werden fasziniert von diesem etwas anderen Thema sein. Man merkt, dass Elena Melodia von ihrer Arbeit geprägt wurde, denn eigentlich ist „Nacht“ ein Jugendbuch &#8211; oder für young adults, was die Zielgruppe besser beschreibt. Auch das reifere Publikum wird gut unterhalten, sofern es sich auf die jungen Protagonisten einlassen kann. Schätzt man Serien wie „House of Night“, „Evermore“, „Evernight“ oder „Vampire Academy, wird man auch an “Nacht” und den Folgebänden, die hoffentlich nicht lange auf sich warten lassen, viel Freude haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-28333-2" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=978-3-426-28333-2" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/nacht-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Morde am Ratcliffe Highway</title>
		<link>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/historisch/die-morde-am-ratcliffe-highway/</link>
		<comments>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/historisch/die-morde-am-ratcliffe-highway/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 19:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi & Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Knaur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/?p=20884</guid>
		<description><![CDATA[Im Jahre 1811 erregt ein schockierender Massenmord die Millionenstadt London. Die Polizei gerät unter den Druck der aufgebrachten Bürgerschaft, bis schließlich ein Täter ‚entlarvt‘ und verurteilt wird ... – P. D. James und der Historiker T. A. Critchley rollen einen berühmten Mordfall neu auf und kommen einem kapitalen Justizirrtum auf die Spur. Es entstand ein „True-Crime“-Klassiker der – kompetent recherchiert, sachlich geschrieben, spannend wie ein Thriller.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Die Morde am Ratcliffe Highway" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-20885" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/James-Ratcliffe-195x300.jpg" alt="" width="195" height="300" /></a>P. D. James/T. A. Critchley<br />
Die Morde am Ratcliffe Highway</strong></p>
<p><em>(sfbentry)<br />
Originaltitel: <span style="color: #800080">The Maul and the Pear Tree</span> (London : Faber &amp; Faber 1971/1987/2000)<br />
Übersetzung: Sigrid Langhaeuser<br />
Deutsche Erstausgabe: März 2003 (<a href="http://www.droemer-knaur.de" target="_blank">Knaur Taschenbuchverlag</a>/TB Nr. 61982)<br />
301 S.<br />
ISBN-13: 978-3-426-61982-7 </em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Die%20Morde%20am%20Ratcliffe%20Highway" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=9783426619827&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de</a></p>
<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>London ist zwar im Jahre 1811 bereits eine Millionenstadt, doch Außenbezirke bilden einen Flickenteppich kleiner, oft noch nicht eingemeindeter Ortschaften mit eigenen Verwaltungen. Eifersüchtig wachen Aufseher, Verwalter und Kirchenvorsteher über ihre aus dem Mittelalter stammenden Privilegien. Zu einer Zusammenarbeit mit dem Nachbarn sind sie nicht bereit. Dies nutzen Kriminelle, die ihre Übeltaten in der einen Gemeinde begehen und sich in einer anderen verstecken. Die Verfolger sind machtlos; ihre ohnehin kargen Befugnisse enden an den Ortsgrenzen. Die Polizei ist schlecht ausgebildet, unterbezahlt, in der Minderzahl. Von den Bürgern wird ihnen Misstrauen entgegengebracht, denn Korruption ist an der Tagesordnung.</p>
<p>St.-George‘s-in-the-East wird sich später in das East End von London verwandeln. 1811 ist es ein kleiner Flecken an der Themse, gelegen am Ratcliffe Highway, einer der Ausfallstraßen von London. Strategisch günstig hat hier der junge Herrenausstatter Timothy Marr einen Laden eröffnet und eine Familie gegründet. Es geht aufwärts, die Marrs sind gut angesehen. Eines Dezembermorgens findet man Vater, Mutter, Baby und den Ladenjungen ermordet: Mit einem Messer hat man sie abgeschlachtet, mit einem schweren Zimmermannshammer buchstäblich zu Brei geschlagen.</p>
<p>Die Ermittlungen setzen sofort ein, doch sie werden durch die eingangs geschilderten Probleme behindert. Viele Verdächtige werden verhört und eingesperrt, alle können ihre Unschuld nachweisen. So droht die Einstellung des Falls, als keine zwei Wochen nach der Untat im benachbarten St. Paul’s ein zweites Verbrechen nach dem bekannten Muster verübt wird. Dieses Mal fallen ihm ein Schankwirt-Ehepaar und ihr Dienstmädchen zum Opfer. Die Bürgerschaft verwandelt sich in einen erst panischen, dann wütenden Pöbel, die Obrigkeit muss reagieren. Sie wählt den einfachsten Weg und sucht fieberhaft nach einem Sündenbock. Es trifft einen unglücklichen Seemann, und Justizias Mühlen laufen an &#8211; langsam und unerbittlich &#8230;</p>
<p><strong>„True Crime“ mit Thriller-Qualitäten</strong></p>
<p>Die Morde am Ratcliffe Highway sind ein prominenter Bestandteil der englischen Kriminalgeschichte. In der übrigen Welt wurden sie niemals so bekannt; hier hat sich knapp acht Jahrzehnte später ein weiterer Serienmörder mit dem Künstlernamen „Jack the Ripper“ als wesentlich medientauglicher erwiesen. Dass hinter den Ereignissen von 1811 eine ähnlich bemerkenswerte und erinnerungswürdige Geschichte steckt, belegten P. D. James und T. A. Critchley in ihrem 1971 zum ersten Mal erschienenen (und seither mehrfach überarbeiteten und aktualisierten) „True-Crime“-Sachbuch. Sie ist eine zu Recht mit Anerkennung überhäufte Großmeisterin des angelsächsischen Kriminalromans, er war ein auf englische Justizgeschichte spezialisierter Historiker. Talent und Wissen gingen eine gelungene Verbindung ein: „Die Morde am Ratcliffe Highway“ ist ein fabelhaftes Sachbuch.</p>
<p>Vermieden werden jene Sünden, die eine Lektüre von „True-Crime“-Bücher oft zur Qual werden lassen. Recherche soll und muss in diesem Genre häufig schriftstellerisches Geschick ersetzen. Die Autoren setzen voraus, dass die Wucht der Fakten und ihr Mitteilungsbedürfnis den beklagenswerten Dilettantismus in der Umsetzung aufwerten. Gern wird als stilistisches Mittel die wörtliche Rede gewählt, werden die ausgegrabenen Verbrechen in der Gegenwartsform erzählt, als ob der Verfasser anwesend gewesen sei. Dem Hörensagen wird so Tür und Tor geöffnet.</p>
<p>Solche faulen Tricks haben James und Critchley nicht nötig. Sie berichten, was 1811 geschehen ist. Die vorhandenen Quellen haben sie einer sorgfältigen Überprüfung unterworfen und in eine chronologische Reihenfolge gebracht. So arbeiten Kriminalisten, aber eben auch Historiker. Das sichtlich vorhandene Wissen über den Umgang mit Fakten gestattet deren Gewichtung in ihrem zeitgenössischen Umfeld. Man glaube nicht, dass die Welt von 1811 mit der von Heute gleichgesetzt werden darf. James und Critchley wissen das; sie beschränken sich daher nicht auf die Morde mit ihren schön-schaurigen Details, sondern beziehen das politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Umfeld mit ein.</p>
<p><strong>Zeit-Panorama mit Vorbild-Charakter</strong></p>
<p>Solche Ankündigungen lösen beim Durchschnittsleser angeblich Fluchtinstinkte aus. Dem kann man zustimmen, wenn Zeilenschinder am Werk bzw. Dummköpfe an der Lektüre sind. James und Critchley lassen eine versunkene Welt wiederaufstehen. Ohne sich in Faktenhuberei zu verlieren, zeichnen sie mit kühnem Strich eine Vergangenheit nach, die kein Synonym für Nostalgie ist. In St.-George’s-in-the-East, St. Paul’s oder London haben 1811 Menschen gelebt; Menschen, denen ihre Gegenwart völlig normal erschien, keine lebenden Museumsstücke. Ihr Denken und Tun, das uns heute so fremd erscheint, lässt sich erklären, wenn man die Schlüssel kennt.</p>
<p>James und Critchley haben sich Mühe gegeben. Lange haben sie in Archiven und Bibliotheken gesucht und gegraben. Dabei fiel ihnen viel und vor allem oft unbekanntes Material in die Hände. Auch dies mag eine erstaunliche Tatsache sein: Die Welt von 1811 war keine primitive, von Schmutz, Grausamkeit, Krankheit und Ungerechtigkeit dominierte Hölle. Diese Aspekte waren tatsächlich gegenwärtig (nicht umsonst wurde der durch Selbstmord in der Zelle geendete Williams auf einem offenen Karren durch die Stadt gefahren, der Leiche ein Pflock durchs schwarze Herz gerammt und unter einer Straßenkreuzung verscharrt), die Menschen gefangen in den Denkschemata ihrer Epoche, aber nicht dümmer als ihre Nachfahren. Es wurde bereits registriert und analysiert. So konnten James und Critchley auf eine Fülle zeitgenössischer Berichte zurückgreifen. Wer sie einst niederschrieb, war um Objektivität bemüht, ohne sie freilich zu erreichen. Die Interpretation während der Niederschrift von den nackten Tatsachen zu trennen ist ebenfalls die Aufgabe des Historikers. James und Critchley bleiben dabei bemerkenswert erfolgreich.</p>
<p><strong>Was geschah 1811 wirklich?</strong></p>
<p>So ist es auch mit ihrem Versuch, die wahren Hintergründe der Verbrechen zu rekonstruieren. Der Pechvogel John Williams war wahrscheinlich nicht der Täter. Wie und wer es stattdessen gewesen sein könnte, bleibt natürlich Theorie. Daraus machen James und Critchley auch keinen Hehl, aber sie türmen akribisch Steinchen auf Steinchen und enthüllen eine Geschichte, die sich ereignet haben könnte. Auch dabei verwandeln die Verfasser eine eigentlich trockene Materie – hier die Darstellung juristischer Vorgänge – in einen Kriminalroman, ohne dabei die Fakten zu vernachlässigen. Leider sind wir durch eine Flut minderwertiger Blut-und-Gewalt-Schwarten viel plakativen Sachbuchmüll gewohnt. Da ist es eine besondere Freude erleben zu dürfen, dass es auch anders geht.</p>
<p>Wenige aber gut ausgewählte zeitgenössische Abbildungen ergänzen den Text, der zu den längst überfälligen Veröffentlichungen hier in Deutschland gehört. Der Originaltitel bezieht sich übrigens auf zwei zentrale Elemente des Ratcliffe Highway-Falls. Der „maul“ ist der schaurige Zimmermannshammer, mit dem den Marrs der Geraus gemacht wurde, das “Pear Tree” jenes Gasthaus, in dem der angebliche Mörder gehaust haben soll.</p>
<p><strong>Autoren</strong></p>
<p>Phyllis Dorothy James wurde 1920 in Oxford geboren. 1941 heiratete sie den Militärarzt Connor Bantry White. Dieser gehörte zu den vielen Teilnehmern des II. Weltkriegs, die zwar lebend aber seelisch gebrochen zurückkehrten. Bis zu seinem Tod im Jahre 1964 wurde er immer wieder behandelt. Da White praktisch arbeitsunfähig war, musste Phyllis die Ernährung der inzwischen vierköpfigen Familie übernehmen. Sie nahm eine Stelle in der Krankenhausverwaltung an. Später ging sie zum britischen Innenministerium.</p>
<p>Ab 1962 schrieb P. D. James Kriminalgeschichten. Sie schuf die Figur des Commanders Adam Dalgliesh, der es seit seinem seinen ersten Auftritt in „Cover Her Face“ (1962, dt. „Ein Spiel zuviel“) zu einem der bekanntesten Ermittler der angelsächsischen Kriminalliteratur gebracht hat. Von Anfang an recht erfolgreich, kam der echte Durchbruch 1977 mit „Death of an Expert Witness“ (dt. „Tod eines Sachverständigen“). Zwei Jahre später konnte James ihre Arbeit für das Ministerium aufgeben und sich auf die Schriftstellerei konzentrieren.</p>
<p>P. D. James ist eine Vertreterin der klassischen Schule ihres Genres. Plakative Gewalt und Action-Spektakel wird man bei ihr vergeblich suchen. Stattdessen stehen (manchmal sogar allzu) ausgefeilte Milieu- und Charakterstudien im Vordergrund. Auch „Die Morde am Ratcliffe Highway“ verdanken dem die Intensität der Darstellung.</p>
<p>Solche vornehme Zurückhaltung bei gleichzeitigem Talent konnte auf Dauer nicht unbelohnt bleiben; das Establishment schätzt Romane „mit Anspruch“. 1991 wurde P. D. James zur „Baroness James of Holland Park“ geadelt. 1999 veröffentlichte sie ihre als Tagebuch gestaltete Autobiografie, ohne darüber das Schreiben neuer Thriller aufzugeben, die bis heute mit großem Erfolg erscheinen.</p>
<p>T. A Critchley (1910-1991) war Spezialist für Angelegenheiten der Polizeiverwaltung und als solcher ein Arbeitskollege James‘ im Innenministerium. Er betätigte sich außerdem als Historiker; aus seiner Feder floss eine voluminöse Geschichte der Polizei von England und Wales (1978). Seine Kenntnisse der Materie und im Umgang mit historischen Dokumenten ergänzten sich vorzüglich mit James‘ Fähigkeit, eine logische und spannende Geschichte aus den Fakten zu destillieren.</p>
<p><em>[md]</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Die Morde am Ratcliffe Highway" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=9783426619827&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/historisch/die-morde-am-ratcliffe-highway/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Maria, Mord und Mandelplätzchen</title>
		<link>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/krimi/maria-mord-und-mandelplatzchen/</link>
		<comments>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/krimi/maria-mord-und-mandelplatzchen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 08:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi & Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Droemer]]></category>
		<category><![CDATA[Knaur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/?p=22476</guid>
		<description><![CDATA[Michelle Stöger (Hrsg) Maria, Mord und Mandelplätzchen München: Droemersche Verlagsanstalt 2011 Knaur Taschenbuch 51013 ISBN 978-3-426-51013-1 Krimi 329 Seiten Titel erhältlich bei Buch24.de Titel erhältlich bei Booklooker.de Das vorliegende Taschenbuch versammelt 13 meistenteils vergnüglich zu lesende Krimikurzgeschichten deutscher Autoren zum Thema Weihnachten. Dabei ist es sehr erfreulich, dass neben einigen Highlights auch viele gutklassige Erzählungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-51013-1" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-22477" title="Maria, Mord und Mandelplätzchen" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Maria-Mord-und-Mandelplätzchen.bmp" alt="" width="166" height="252" /></a>Michelle Stöger (Hrsg)<br />
Maria, Mord und Mandelplätzchen</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>München: Droemersche Verlagsanstalt 2011<br />
Knaur Taschenbuch 51013<br />
ISBN 978-3-426-51013-1<br />
Krimi<br />
329 Seiten</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-51013-1" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=978-3-426-51013-1" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das vorliegende Taschenbuch versammelt 13 meistenteils vergnüglich zu lesende Krimikurzgeschichten deutscher Autoren zum Thema Weihnachten. Dabei ist es sehr erfreulich, dass neben einigen Highlights auch viele gutklassige Erzählungen enthalten sind, und nur wenige Storys mit abgedroschenen (vor allem die üblichen Selbstjustiz-Rachegeschichten) oder fehlenden Ideen langweilen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der positiven Seite sind vor allem einige wunderbar lakonische Storys hervorzuheben: So variiert Nicola Förg das “Immer-Ärger-mit Harry-Motiv” aufs Ergötzlichste, lässt Richard Birkefeld ein ganzes Familienfest sozusagen in Flammen aufgehen und zur Massakerstätte werden und Ingrid Noll schildert humorvoll-gallig den Versuch einer Domina, ausgerechnet zu Weihnachten ihren Beruf aufzugeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Sabine Thomas strapaziert die Nerven der Leser mit einer atemberaubenden Erzählung, die nur tiefste Verzweiflung und schlußendlich furiose Wut beim Leser auslösen können, denn die Protagonistin wird ausgerechnet dann zum Opfer eines vermeintlichen Handtaschendiebstahl, als sie ihr großes Lotteriegewinnlos in dieser befördert. Dabei ist der Plot, den die Autorin am Ende noch aus dem Hut zieht von allerfeinster Hinterfotzigkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Petra Buschs grimmige Kurzgeschichte ist zwar eher humorfrei (sieht man von der Schilderung schräger Charaktere ab), aber der Autorin gelingt es meisterhaft eine bedrohlich-düstere Atmosphäre zu erzeugen, wenn sie auf zwei verschiedenen Zeitebenen von miteinander verknüpften tödlichen Gewalttaten berichtet. Erwähnenswert ist auch Marita Erfurths Story, die geschickt auf den Pfaden ihres genialen Vorgängers Cornell Woolrich wandelt, indem sie ein völlig gelähmtes Schlaganfallopfer zum Beobachter einer kriminellen Handlung und zum Ich-Erzähler macht.</p>
<p style="text-align: justify;">Tatjana Kruse und Sandra Lüpkes erzählen jede für sich sehr locker von einem missglückten Raubüberfall und auch Helga Beyersdörfer überzeugt mit einer Rachestory, die durch die Allianz zweier Nachbarinnen über das übliche Klischee hinaus gehoben wird. Schließlich berichtet Zoe Beck in “Dorianna” von einer Frau ohne Gedächtnis mit Schlafproblemen, die ein erschreckendes Geheimnis hinter ihrer Amnesie entdeckt.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die meisten anderen Geschichten sind goutabel, wenn auch längst nicht so “wohlschmeckend” wie die erwähnten, so dass die vorliegende Anthologie eigentlich unter jeden Weihnachtsbaum eines Krimifans gehört, wenn er denn bereit ist, auch kürzeren Texten mal eine Chance zu geben. Hut ab vor der Herausgeberin Michelle Stöger, denn ihr ist es gelungen eine Anthologie zusammen zu stellen, die kaum schwächeren Texte beinhaltet und die an den besten Stellen hochgradig vergnüglich und unterhaltsam ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Copyright © 2011 by Gunther Barnewald</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-51013-1" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=978-3-426-51013-1" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/krimi/maria-mord-und-mandelplatzchen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Revenge &#8211; Eiskalte Täuschung</title>
		<link>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/abenteuer/revenge-eiskalte-tauschung/</link>
		<comments>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/abenteuer/revenge-eiskalte-tauschung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 19:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi & Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Droemer]]></category>
		<category><![CDATA[Knaur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/?p=22449</guid>
		<description><![CDATA[Weil er herausgefunden hat, dass seine geliebte Gattin einst ermordet wurde, bläst FBI-Agent Pendergast zum global geführten Rachefeldzug. Dabei rückt er seinen Gegnern so nahe, dass diese allerlei finstere Gegenmaßnahmen ergreifen … – Der zweite Teil der „Helen“-Trilogie bringt kaum Neues, sondern bietet vor allem breit ausgewalzte Intrigen und Verfolgungsjagden: turbulenter Simpel-Thriller, der von seinen Verfassern offenbar unter Einsatz eines Ouija-Bretts ‚verfasst‘ wurde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=9783426198995" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-22450" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Preston-Child-Revenge-Cover-2011-195x300.jpg" alt="" width="195" height="300" /></a>Douglas Preston/Lincoln Child<br />
Revenge &#8211; Eiskalte Täuschung</strong></p>
<p><em>Originaltitel: <span style="color: #800080">Cold Vengeance</span> (New York : Grand Central Publishing/Hachette Book Group USA 2011)<br />
Übersetzung: Michael Benthack<br />
<span style="text-decoration: underline">Dt. Erstausgabe (geb.)</span>: Dezember 2011 (<a href="http://www.droemer-knaur.de" target="_blank">Droemer Verlag</a>)<br />
475 S.<br />
ISBN-13: 978-3-426-19899-5<br />
<span style="text-decoration: underline">Als eBook</span>: Dezember 2011 (<a href="http://www.droemer-knaur.de" target="_blank">Droemer Verlag</a>)<br />
ISBN-13: 978-3-426-41118-6</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=9783426198995" target="_blank">Titel bei Buch24.de</a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=9783426198995" target="_blank">Titel bei Libri.de</a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Revenge%20Eiskalte%20Taeuschung" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a></p>
<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Nachdem Aloysius Pendergast, Spezialagent des FBI, feststellen musste, dass Gattin Helen bei einem Afrika-Urlaub vor Jahren nicht zufällig von einem Löwen gefressen wurde, hat er die übliche Selbstkontrolle verloren. Unter Ausnutzung seines persönlichen Reichtums sowie unter Missbrauch diverser Dienstbefugnisse hat er einen privaten Rachefeldzug gegen Helens Mörder begonnen (s. <em>Fever – Schatten der Vergangenheit)</em>.</p>
<p>Eine mysteriöse Macht – der „Bund“ – steckt hinter dem Anschlag, der gleichzeitig offenbart, dass Pendergast Helen, die dem „Bund“ eng verbunden war, nicht wirklich kannte. Über ihre Familie und ihre Vergangenheit hat sie selten gesprochen. Deshalb wird Pendergast überrascht, als er ausgerechnet Judson Esterhazy, Helens Bruder, ins Vertrauen zieht, denn dieser war an dem Mordkomplott beteiligt.</p>
<p>Um eine Entlarvung zu verhindern, lockt er den hartnäckig ermittelnden Schwager in eine Falle. Als dieser dem Tode geweiht scheint, informiert ihn Esterhazy, dass Helen noch lebt. Pendergast entkommt schwer verletzt. Esterhazy weiß, dass er sich einen unerbittlichen Todfeind gemacht hat, und wendet sich hilfesuchend an den „Bund“. Der geheimnisvolle Senor Fischer schickt seinen Ausputzer Falkoner los, der sämtliche losen Fäden kappen soll, die auf den „Bund“ hinweisen.</p>
<p>Falkoner nimmt sich Esterhazys an. Um Pendergast eine neue Falle zu stellen, entführen das Duo dessen Mündel Constance. Sie wird an Bord der Yacht „Vergeltung“ geschafft. Dort wartet eine bitterböse Schar schwer bewaffneter Männer auf den FBI-Agenten. Allerdings unterschätzt vor allem der arrogante Falkoner Pendergast, der zudem auf die Unterstützung einiger exzentrischer aber sehr talentierter Freunde zurückgreifen kann, wodurch er den Spieß mit spektakulärer Wirkung umzudrehen vermag …</p>
<p><em><strong>„Einer wäre genug / aber zwei weitere kommen …“</strong></em></p>
<p>Ring frei zur zweiten Runde eines Kampfes, bei dem die Kombattanten sich lange vor allem umtänzeln und nur selten einen Treffer landen: Mit „Fever – Schatten der Vergangenheit“ startete das Autorengespann Preston/Child 2010 die zweite Trilogie innerhalb ihrer Reihe um einen ganz besonderen FBI-Agenten namens Pendergast.</p>
<p>2004 bis 2006 hatten sie mit der „Diogenes“-Dreiteiler erstmals eine Sub- oder Mini-Serie lanciert und waren damit sehr erfolgreich gefahren. Zur Zufriedenheit der Leserschaft kam die erfreuliche Erkenntnis, dass sich eine Trilogie sehr viel einfacher umsetzen lässt als ein Einzel-Abenteuer, weil das dafür entworfene Konzept gleich drei Geschichten ermöglicht.</p>
<p><em><strong>„… gieß‘ Wasser zur Suppe, heiß‘ alle willkommen!“</strong></em></p>
<p>Diese Erkenntnis war willkommen, denn Preston/Child haben sich längst zu einer Zwei-Mann-Bestseller-Fabrik entwickelt. Regelmäßig legen sie jährlich einen neuen „Pendergast“-Thriller vor und schreiben ‚nebenher‘ fleißig Solo-Romane. 2011 starteten sie eine neue Serie um die unkonventionelle „Gideon Crew“. Sie versprechen aber fest, Pendergast deshalb nicht zu vernachlässigen.</p>
<p>Selbstverständlich bleibt solcher Aktionismus nicht ohne Folgen. Schon die Qualitätskurve der Pendergast-Reihe zeigte in den vergangenen Jahren eher nach unten. Preston/Child entwickelten quasi ein homöopathisches Rezept für den inhaltlich verdünnten Fortsetzungs-Bestseller, der unterhaltsam sein muss und minderwertig sein darf. Was wie ein Widerspruch klingt, erklärt sich, wenn man einen der neueren Bände liest. „Revenge“ reiht sich da deprimierend perfekt ein.</p>
<p><strong>Ein Geheimnis geklärt, zwei neue aufgeworfen</strong></p>
<p>Als typischer Preston/Child-Thriller bietet „Revenge“ eine Kette aufregender Episoden, die eher schlecht als recht durch eine künstlich nebulös gehaltene Hintergrundstory zusammengehalten wird. Wieder dreht sich die Handlung um ein Pendergast-Familienmitglied, und auch sonst schimmert der Copy-&amp;-Past-Faktor des Geschehens deutlich durch.</p>
<p>Die Autoren suggerieren tolle Enthüllungen, halten sich diesbezüglich jedoch zurück; erste Kätzchen, die aus dem Plot-Sack gelassen werden, deuten Ungutes an. Ausgerechnet die Nazis werden erneut aus der Mottenkiste geholt. Nicht Hitler als Cyborg treibt sein Unwesen, sondern eine Art Dr.-Mengele-Klon. Dem ist gelungen, was die echten Nazis nach 1945 nie geschafft haben: Er hat einen „Bund“ gegründet, der nicht nur unerhört reich, mächtig und gefährlich ist, sondern auch geheim gehalten werden konnte. Selbstverständlich gibt es eine Art „Anti-Bund“, der den braunen Schurken Paroli bietet. Dass zu deren Prominenz ausgerechnet Helen Pendergast gehört, ist der Trivialität der Story geschuldet und geht im Gegensatz zu anderen, wesentlich gewichtigeren Ungereimtheiten in Ordnung.</p>
<p>Störend ist u. a. die Manie, ereignisreiche Episoden nicht nur simpel hintereinander zu flanschen, sondern sie dabei in die Breite zu treten. Wenn Pendergast in ein Sumpfloch fällt, weiten Preston/Child dies zu einem hundertseitigen Drama aus, dessen minuziös geschilderten Details der Geschichte weder helfen noch interessant geraten sind. Ähnlich ärgerlich auf das Schinden beschriebener Seiten getrimmt sind jene Kapitel, in denen das Autorenpaar längst abgehandelte Ereignisstränge wieder aufgreift. In „Revenge“ führen sie einen Reporter ein, der Pendergasts Spur durch jene Sümpfe Louisianas folgt, die wir in „Fever“ kennengelernt haben. Dabei findet er rein gar nichts Relevantes heraus und wird zu allem Überfluss urplötzlich aus dem Geschehen genommen – ein Lückenbüßer mit überflüssigen Erlebnissen.</p>
<p><strong>Sie sind halt auch noch da</strong></p>
<p>Auch viele jener Preston/Child-Romane, die nicht zur „Pendergast“-Serie gehören, teilen Schauplätze und Figuren. Es entsteht ein gemeinsames Handlungs-Universum, was die Leser enger binden soll. Da unser Autorenduo fleißig ist, wurde ihr Figurenpersonal recht kopfstark. Leser-Lieblinge haben sich herauskristallisiert, die gefälligst so oft wie möglich auftreten sollen.</p>
<p>Lieutenant Vincent D&#8217;Agosta von der Polizei New York gehört zu ihnen. Nachdem er in „Fever“ fast einem Gewehrschuss zum Opfer fiel, ist er jetzt wieder fit. Doch faktisch finden Preston/Child keinerlei Handlungsberechtigung für ihn. „Revenge“ käme problemlos ohne ihn aus. D’Agostas Präsenz beschränkt sich darauf, dem zeitweise untergetauchten Pendergast hinterher zu forschen, ohne dass dies die Ereignisse irgendwie beeinflussen würde. Einmal mehr produzieren Preston/Child vor allem bedrucktes Papier. Weitere Cameos sind noch sinnloser; für Laura Haywards Auftritt beispielsweise sparen sich die Autoren die Mühe, wenigstens einen Vorwand zu formulieren.</p>
<p><strong>Es killt ein Bi-Ba-Butzemann …</strong></p>
<p>Selbst wenn wir die unerquickliche Mutation des bisher eher raffinierten Agenten Pendergast zur unüberwindlichen Kampf- und Kill-Maschine unbeachtet lassen – auch ein Nah-Durchschuss der Brust per Jagdgewehr ist für ihn in seinem Zorn nur eine Fleischwunde –, belegt die Figurenzeichnung, dass Preston/Child-Thriller im Tümpel der Trivial-Unterhaltung endgültig den Grund erreicht haben. Die Bösewichte sind in der Tat Wichte. Da haben wir den Psychopathen Falkoner, die folterlustige Gerta, den prügelfreudigen Eberstark und eine Vielzahl tumb-teutonischer Klischee-Schlagetots, die Pendergast mechanisch niedermäht.</p>
<p>Irgendwie ins Geschehen gemogelt wird die alterslose Constance, die sich in ihrer Eindimensionalität zum Ärgernis entwickelt hat. Wieder findet sie einen Dummkopf – hier Dr. Ostrom –, den sie mit ihren ewiggleichen, dem Leser längst bekannten Andeutungen über ihre Herkunft beeindrucken kann. Als Preston/Child keine Verwendung mehr für sie haben, lagern sie Constance im Mount-Mercy-Sanatorium bis zum nächsten Einsatz zwischen.</p>
<p><strong>Das kann ewig so weitergehen</strong></p>
<p>Wenn der Leser dieses Buch zuklappt, hat er insgesamt 1000 Seiten eine Geschichte verfolgt, die Abwechslungsreichtum primär durch sprunghaften Schauplatzwechsel am Ende jedes Kapitels vorgibt. Was nützt indes eine globales Drama, wenn an jedem Ort der eifrig bereisten Welt Leerlauf herrscht?</p>
<p>Die lesende Mehrheit mag dies anders sehen. Preston/Child haben ihre Masche sehr schlau konstruiert. Ein Minimum an Handlung bei einem Maximum an Action, eingebettet in ein Umfeld, das wissenschaftlich recherchiert wirkt aber faktisch auf „Galileo“-Niveau verharrt, bietet Mainstream-Unterhaltung ohne störende Ecken und Kanten. Man kann Bücher wie „Revenge“ problemfrei im Halbschlaf lesen und sogar ganze Kapitel überspringen, ohne den Handlungsfaden zu verlieren; zumindest der kritische Leser fragt sich allerdings nach dem Sinn solcher Auto.exe-Lektüre. Bis sich Preston/Child mit der Massenfertigung ihrer Bestseller endgültig verzetteln, werden sie auf diese Weise eine Weile weitermachen können.</p>
<p><strong>Autoren</strong></p>
<p>Douglas Preston wurde 1956 in Cambridge, Massachusetts geboren. Er studierte ausgiebig, nämlich Mathematik, Physik, Anthropologie, Biologie, Chemie, Geologie, Astronomie und Englische Literatur. Erstaunlicherweise immer noch jung an Jahren, nahm er anschließend einen Job am „American Museum of Natural History“ in New York an. Während der Recherchen zu einem Sachbuch über „Dinosaurier in der Dachkammer“ &#8211; gemeint sind die über das ganze Riesenhaus verteilten, oft ungehobenen Schätze dieses Museums &#8211; arbeitete Preston bei St. Martin&#8217;s Press von einem jungen Lektor namens Lincoln Child zusammen. Thema und Ort inspirierten das Duo zur Niederschrift eines ersten Romans: „Relic“ (1994; dt. „Das Relikt &#8211; Museum der Angst“).</p>
<p>Wenn Preston das Hirn ist, muss man Lincoln Child, geboren 1957 in Westport, Connecticut, als Herz des Duos bezeichnen. Er begann schon früh zu schreiben, entdeckte sein Faible für das Phantastische und bald darauf die Tatsache, dass sich davon schlecht leben ließ. So ging Child – auch er studierte übrigens Englische Literatur – nach New York und wurde bei St. Martins Press angestellt. Er betreute Autoren des Hauses und gab selbst mehrere Anthologien mit Geistergeschichten heraus. 1987 wechselte Child in die Software-Entwicklung. Mehrere Jahre war er dort tätig, während er an den Feierabenden mit Douglas Preston an „Relic“ schrieb. Erst seit dem Durchbruch mit diesem Werk ist Child hauptberuflicher Schriftsteller. (Douglas Preston ist übrigens nicht mit seinem ebenfalls schriftstellernden Bruder Richard zu verwechseln, aus dessen Feder Bestseller wie „The Cobra Event“ und „The Hot Zone“ stammen.)</p>
<p>Selbstverständlich haben die beiden Autoren eine eigene <a href="http://www.prestonchild.com" target="_blank">Website</a> ins Netz gestellt.</p>
<p><em>[md]</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=9783426198995" target="_blank">Titel bei Buch24.de</a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=9783426198995" target="_blank">Titel bei Libri.de</a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Revenge Eiskalte Taeuschung" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/abenteuer/revenge-eiskalte-tauschung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zärtlich wie ein Krieger</title>
		<link>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/zartlich-wie-ein-krieger/</link>
		<comments>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/zartlich-wie-ein-krieger/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 08:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Knaur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/?p=22254</guid>
		<description><![CDATA[Annette McCleave Zärtlich wie ein Krieger Wächter der Seelen 3 Surrender to Darkness, USA, 2011 Knaur Verlag, München, dt. Erstausgabe: 09/2011 TB mit Klappbroschur Romantic Mystery, Urban Fantasy ISBN 978-3-426-50889-3 Aus dem Amerikanischen von Barbara Imgrund Titelgestaltung von ZERO Werbeagentur, München unter Verwendung eines Motivs von Finepic, München www.knaur.de www.annettemccleave.com Titel erhältlich bei Buch24.de Titel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-50889-3" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-22255" title="Zärtlich wie ein Krieger" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Zärtlich-wie-ein-Krieger.bmp" alt="" width="166" height="252" /></a>Annette McCleave<br />
Zärtlich wie ein Krieger<br />
Wächter der Seelen 3</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Surrender to Darkness, USA, 2011<br />
Knaur Verlag, München, dt. Erstausgabe: 09/2011<br />
TB mit Klappbroschur<br />
Romantic Mystery, Urban Fantasy<br />
ISBN 978-3-426-50889-3<br />
Aus dem Amerikanischen von Barbara Imgrund<br />
Titelgestaltung von ZERO Werbeagentur, München unter<br />
Verwendung eines Motivs von Finepic, München</em></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.knaur.de/"><em>www.knaur.de</em></a><br />
<a href="http://www.annettemccleave.com/"><em>www.annettemccleave.com</em></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-50889-3" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=978-3-426-50889-3" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Jamie Murdoch ist ein „Wächter der Seelen“. Als er den Auftrag erhält, in Japan eine dunkle Reliquie, die den Mächten des Bösen nicht in die Hände fallen darf, in seine Obhut zu nehmen, sieht er darin einen Routine-Job, der seine Kriegerehre beleidigt: Kiyoko Ashida ist eine Freundin von Lena Sharpe, der Gefährtin seines Chefs Brian Webster, und sie weiß mehr über den ewigen Krieg zwischen Himmel und Hölle als die meisten Menschen. Warum also sollte sie sich weigern? Doch Jamie eckt, kaum am Ziel seiner Reise angekommen, überall an, und Kiyoko hat nicht die Absicht, ihn zu empfangen, da sie sich von Lena und Ihresgleichen verraten fühlt. Als es schließlich doch zu einer Begegnung kommt, sind Jamie und Kiyoko sofort von einander fasziniert, und schon die geringste Berührung genügt, um den Berserker in dem Krieger zu rufen, der die junge Frau als sein Eigentum betrachtet, was ihr sogar gefällt.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt aber noch mehr Überraschungen, die noch unangenehmer sind. Kiyoko benutzt den Tempelschleier, um Dämonen zu bekämpfen, und hat triftige Gründe, ihn nicht aufzugeben. Keiner ahnt, dass sich in die Reihen ihrer Getreuen ein gefallener Engel geschlichen hat, der die Reliquie verwenden will, um ganze Scharen von Dämonen auf die Erde zu senden …</p>
<p>Obwohl sich Annette McCleave große Mühe gibt, ihren Romanen eine richtige phantastische Handlung zu verleihen, so folgt sie leider immer dem gleichen Schema, das sich abzunutzen beginnt: Eine Nebenfigur aus „Gefährlich wie ein Engel“ und „Verlockend wie ein Dämon“ wird in den Mittelpunkt gerückt, während die vorherigen Protagonisten in die Helfer-Rollen abdriften.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Held lernt eine schöne Frau kennen, die das Schicksal für ihn bestimmt hat. Nach vielen Missverständnissen und der Beseitigung zahlreicher Hindernisse werden ihre erotischen Phantasien schließlich wahr. Die Romanze spielt sich vor einer zeitgenössischen Kulisse ab, in der die Mächte des Bösen die Erde und den Himmel erobern wollen. Allein wenige Eingeweihte wie die Seelenwächter stellen sich den Dämonen entgegen. Zu den Aufgaben jener, die keine Menschen mehr sind, gehört es auch, Reliquien zu beschützen, die in den falschen Händen viel Unheil anrichten können und stets zum Auslöser von Kampfhandlungen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">„Wächter der Seelen“ bietet diesen Inhalt bereits zum dritten Mal, nur mit anderen Charakteren, die letztlich auch den gängigen Archetypen entsprechen. Die Serie schenkt Leserinnen ab 15 Jahre, die den Mix aus Phantastik und Love-Story mögen, den Stoff zum Träumen. Wer davon nicht genug bekommen kann, wird durchaus spannend und soft erotisch unterhalten, doch wer höhere Erwartungen hat, Plot und Protagonisten betreffend, wird langsam ungeduldig. Die Autorin muss einfach mehr machen, als ihre Bücher nach dem Baukasten-System zusammenzusetzen, da der Verlauf vorhersehbar ist und immer weniger zu überraschen vermag.</p>
<p style="text-align: justify;">Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-50889-3" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=978-3-426-50889-3" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/zartlich-wie-ein-krieger/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Wellentänzerin</title>
		<link>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/liebe/die-wellentanzerin/</link>
		<comments>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/liebe/die-wellentanzerin/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 14:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liebe & Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[Knaur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/?p=21918</guid>
		<description><![CDATA[Tania Krätschmar Die Wellentänzerin Knaur Taschenbuch Verlag ISBN 978-3-426-50944-9 Liebe &#38; Romantik Erschienen: 01.12.2011 Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur, München Umschlagabbildung: plainpicture/Elektrons 08; ©  Westend61/Corbis; FinePic, München; © Frank Krahmer/Corbis Taschenbuch, 384 Seiten www.knaur.de www.taniakraetschmar.de Titel erhältlich bei Buch24.de Titel erhältlich bei Booklooker.de Zur Autorin: Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=9783426509449" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-21919" title="Die Wellentänzerin" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Die-Wellentänzerin-190x300.jpg" alt="" width="139" height="219" /></a>Tania Krätschmar<br />
Die Wellentänzerin</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Knaur Taschenbuch Verlag<br />
ISBN 978-3-426-50944-9<br />
Liebe &amp; Romantik<br />
Erschienen: 01.12.2011<br />
Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur, München<br />
Umschlagabbildung: plainpicture/Elektrons 08; ©  Westend61/Corbis;<br />
FinePic, München; © Frank Krahmer/Corbis<br />
Taschenbuch, 384 Seiten</em></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.knaur.de/"><em>www.knaur.de</em></a><br />
<a href="http://www.tanjakraetschmar.de"><em>www.taniakraetschmar.de</em></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=9783426509449" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=9783426509449" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zur Autorin:</p>
<p style="text-align: justify;">Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin und Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Sohn in Berlin</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Buch:</p>
<p style="text-align: justify;">Dana von Aken ist selbstständig. Sie ist Kapitänin eines Binnenkreuzfahrtschiffes mit dem Namen „Drei Töchter“. Dieser Name kommt nicht von ungefähr, hat Dana doch drei fast erwachsene Töchter, Katharina, Franziska und Emma. Vor 4 Jahren, im Alter von 40 Jahren, hat Dana ihren Mann verloren und ist seitdem selbst für den Lebensunterhalt der Familie verantwortlich. Neben den Töchtern gehört zu dieser Familie auch noch Charlotte Hagedorn, die Großmutter.</p>
<p style="text-align: justify;">Kurz vor einer geplanten Kreuzfahrt taucht rein zufällig der junge Maler Antonius Merano auf dem Schiff auf. Er hilft Charlotte Hagedorn als dieser etwas ins Wasser fällt und so beginnt eine Geschichte mit vielerlei Verwicklungen und Emotionen wie das Leben sie tatsächlich geschrieben haben könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Antonius ist Ende 20 und sehr attraktiv. Das bleibt auch Danas Töchtern nicht verborgen. Aus der zufälligen Begegnung wird schon bald eine geschäftliche Verbindung, denn Antonius stellt einige seiner Bilder, die allesamt mit dem Element Wasser in Verbindung stehen, auf dem Schiff aus. Die Anziehungskraft des jungen Mannes wirkt aber auch auf die Kapitänin selbst und so entwickelt sich recht schnell eine leidenschaftliche Beziehung zwischen Dana und Antonius. Wenngleich hier der Altersunterschied immer wieder Danas Gedanken durchstreift, fühlt sie sich scheinbar so frei und glücklich wie schon lange nicht mehr. Dennoch ist sie hin- und hergerissen zwischen ihrer Familie, den Verpflichtungen und ihrem neuen Glück. Keinesfalls aber möchte sie diese Beziehung zu einem so viel jüngeren Mann öffentlich machen. Doch es kommt, wie es kommen muss: Katharina und Franziska platzen in das Liebesspiel zwischen ihrer Mutter und Antonius hinein und sind entsetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Wellentänzerin ist ein sehr emotionales Buch, das in erster Linie für Frauen geschrieben ist und neben einer wundervollen Geschichte auch ein brisantes Thema aufgreift. Hier liebt eine Frau einen viel jüngeren Mann. Kann eine solche Beziehung Bestand haben? Was denken die Angehörigen und Freunde darüber und wie gehen sie damit um? Soll man nicht einfach glückliche Momente im Leben einfach genießen ohne sich Gedanken darüber zu machen was andere meinen?</p>
<p style="text-align: justify;">In Tania Krätschmars Roman spielen alle diese Fragen eine Rolle und werden zumindest im vorliegenden Fall auch beantwortet. Im Grunde genommen ist ja auch klar, dass jede Beziehung im Alltag gelebt werden will und da ist der Altersunterschied zwischen den Partnern vermutlich meistens das kleinere Problem. Beziehungen haben Bestand oder gehen auseinander, auch unabhängig vom Alter.</p>
<p style="text-align: justify;">Dana von Aken jedenfalls muss, wenn auch mit Unterstützung der älteren Generation, lernen, dass man auch einmal an sich selber denken und anderen die Meinung sagen sollte, wenn es erforderlich ist. „Die Wellentänzerin“ ein Buch mit Wellen- und Tiefgang, für die Frau von heute und morgen.</p>
<p style="text-align: justify;">Copyright © 2011 by Iris Gasper</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=9783426509449" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=9783426509449" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/liebe/die-wellentanzerin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>O du grausame Weihnachtszeit</title>
		<link>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/belletristik/o-du-grausame-weihnachtszeit/</link>
		<comments>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/belletristik/o-du-grausame-weihnachtszeit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 21:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anthologie]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi & Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Knaur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/?p=21851</guid>
		<description><![CDATA[16 teils klassische, teils eigens für diese Sammlung geschriebene Erzählungen erinnern an die Tradition, zu Weihnachten Geistergeschichten zu erzählen. Dabei werden gängige Festtagsbräuche hinterfragt oder grimmig konterkariert, und selbst bei Wahrung der feierlichen Harmonie bleibt Sentimentalität sorgfältig ausgeschlossen, sodass diese Storys sich trotz manchmal hohen Alters ihren Unterhaltungswert bewahren konnten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Richard Dalby (Hg.)<br />
O du grausame Weihnachtszeit<br />
Schaurige Geschic<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=9783426711736&amp;tag=hppdirekt&amp;inde  x=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-21854" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Dalby-Grausame-Weihnachtszeit-Cover-19981-186x300.jpg" alt="" width="186" height="300" /></a>hten zum Fest</strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>(sfbentry)<br />
Originaltitel: <span style="color: #800080">Shivers for Christmas</span> (London : Michael O‘Mara Books Ltd. 1995)<br />
Übersetzung: Stefan Troßbach<br />
Deutsche Erstausgabe: November 1996 (<a href="http://www.droemer.de" target="_blank">Knaur Verlag</a>/TB Nr. 60467)<br />
Titelbild: Ingrid Floss<br />
317 Seiten<br />
ISBN-10: 3-426-60467-1<br />
Neuausgabe: 1998 (<a href="http://www.droemer.de" target="_blank">Knaur Verlag</a>/TB Nr. 71173)<br />
317 Seiten<br />
ISBN-13: 978-3-426-71173-6</em></p>
<p style="text-align: justify"><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=O%20du%20grausame%20Weihnachtszeit" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=9783426502402&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de</a></p>
<p style="text-align: justify">Inhalt:</p>
<p style="text-align: justify">16 teils klassische, teils eigens für diese Sammlung geschriebene Erzählungen erinnern an die Tradition, zu Weihnachten Geistergeschichten zu erzählen:</p>
<p style="text-align: justify">- Amelia Edwards: <span style="color: #993300">Die Entdeckung der Schatzinseln. Nach einem Manuskript aus einem Bücherstand</span> (<em>The Discovery of the Treasure Isles</em>, 1864), S. 7-60: Gier lockt den braven Kapitän auf eine nirgendwo verzeichnete Insel; anstelle glänzenden Goldes findet er nur blankes Grauen.</p>
<p style="text-align: justify">- George Manville Fenn: <span style="color: #993300">Ashers letztes Stündlein</span> (<em>Asher&#8217;s Last Hour</em>, 1867), S. 61-78: Dem Geizhals wird des Nachts für seine Hartherzigkeit eine gruselige Lektion erteilt.</p>
<p style="text-align: justify">- Nathaniel Hawthorne: <span style="color: #993300">Die Weihnachtstafel</span> (<em>The Christmas Banquet</em>, 1843), S. 79-104: Wahrlich verdammt ist jener Mensch, der sein Leben ohne Gefühle verbringen muss, aber dunkel ahnt, dass ihm Entscheidendes fehlt.</p>
<p style="text-align: justify">- „Saki“: <span style="color: #993300">Die Wölfe von Cernograz</span> (<em>The Wolves of Cernogratz</em>, 1913), S. 105-112: Die letzte Vertreterin ihres uralten Geschlechts beendet ihr Dasein standesgemäß unter sagenhaften Umständen.</p>
<p style="text-align: justify">- E. Temple Thurston: <span style="color: #993300">Ganthorys Frau</span> (<em>Ganthony&#8217;s Wife</em>, 1926), S. 113-132: Sie liebte die Männer mehr als ihr Leben, wie sich nach ihrem Tod bestätigt.</p>
<p style="text-align: justify">- Hugh Walpole: <span style="color: #993300">Mr. Huffam</span> (<em>Mr Huffman</em>, S. 133-156): Der Autor der berühmtesten Weihnachtsgeschichte aller Zeiten tritt zum Christfest persönlich als guter Geist auf.</p>
<p style="text-align: justify">- Jessica Amanda Salmonson: <span style="color: #993300">Jeremiah</span> (<em>Jeremiah</em>, 1990), S. 157-178: Ein Exorzismus kann übel enden, wenn der auszutreibende Geist allen Grund zum Spuken hat.</p>
<p style="text-align: justify">- Terry Lamsley:<span style="color: #993300"> Zweifache Rückkehr</span> (<em>Two Returns</em>, 1993), S. 179-204: Der böse und auch tote Vormieter kehrt in ‚sein‘ Haus zurück und schätzt keine Mitbewohner.</p>
<p style="text-align: justify">- Jill Drower: <span style="color: #993300">Billy fällt rein</span> (<em>Billy Drops In</em>, 1995), S. 205-220: Einbrecher Billy unterläuft ein Missgeschick, das viele Jahre später für eine unvergessliche Weihnachtsnacht sorgt.</p>
<p style="text-align: justify">- Roger Johnson: <span style="color: #993300">Süßer die Glocken nie klingen &#8230;</span> (<em>Sweet Chiming Bells</em>, 1995), S. 221-246: Die Unterbrechung eines uralten Weihnachtsbrauches hat gespenstische Folgen.</p>
<p style="text-align: justify">- Stephen Gallagher: <span style="color: #993300">Rate mal!</span> (<em>Fancy That!</em>, 1995), S. 247-256: Das Weihnachtsgeschenk für eine besondere Freundin soll vor allem frisch sein.</p>
<p style="text-align: justify">- Terry Pratchett: <span style="color: #993300">Zwanzig Pence mit Weihnachtsmotiv und Umschlag</span> (<em>Twenty Pence with Envelope and Seasonal Greeting</em>, 1987), S. 257-268: Portale öffnen sich in fremde Weihnachts-Welten, deren oft gar nicht freundliche Bewohner in unsere Welt drängen.</p>
<p style="text-align: justify">- Richard Adams: <span style="color: #993300">Das Steilriff</span> (<em>The Bommie and the Drop-Off</em>, 1995), S. 269-282: Im tiefen Wasser macht der Taucher eine bemerkenswerte aber erschreckende Entdeckung.</p>
<p style="text-align: justify">- Joan Aiken: <span style="color: #993300">Die Fähre</span> (<em>The Ferry</em>, 1995), S. 283-290: Wie bisher üblich will die untote Hexe Tod &amp; Verderben bringen, aber weihnachtliche Freundlichkeit stimmt sie um.</p>
<p style="text-align: justify">- Jane Beeson: <span style="color: #993300">Die Maid</span> (<em>The Maid</em>, 1995), S. 291-306: Da weiterhin unerlöst, spukt eine unglückliche Selbstmörderin umher und verbreitet Angst &amp; Schrecken.</p>
<p style="text-align: justify">- Alan McMurray: <span style="color: #993300">„An Weihnachten ist alles vorbei“</span> (<em>It Will All Be Over by Christmas</em>, 1995), S. 307-315: Weihnachten verbringe er um jeden Preis bei der Familie, versprach der Soldat, bevor er in den Krieg zog – und er hält Wort.</p>
<p style="text-align: justify">- Copyright-Hinweise: S. 317/18</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Liebe benötigt ein Druckventil</strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Die Sitte, einander an Heiligabend Kamingeschichten zu erzählen, ist wie das Briefeschreiben und all die anderen häuslichen Künste des letzten Jahrhunderts im Aussterben begriffen. Unsere Geschichten lassen wir uns nun von Berufserzählern vortragen, und von der Druckerpresse werden diese Geschichten zu Tausenden verbreitet. Unsere Briefe geben wir in ein Diktier- oder Stenographiegerät, und wenn sie nicht schon verschwunden ist, dann verschwindet die persönliche Note jetzt aus unserem Leben. In einer Ära, in der man sich alle möglichen Maschinen ausdenkt, um Zeit und Arbeit zu sparen, haben wir für dergleichen keine Muße mehr. Wir sind von der Inganghaltung unserer Maschinen zu erschöpft, als dass wir solcherlei noch Aufmerksamkeit schenkten.“</em></p>
<p style="text-align: justify">Fügen wir zu den „Maschinen“ noch das Fernsehen oder das Internet hinzu – beides Phänomene, von denen der britische Autor E. Temple Thurston noch nichts wissen konnte, als er 1926 diese einleitenden Worte zu seiner Geschichte „Ganthonys Frau“ niederschrieb –, haben wir die Erklärung für den Niedergang einer einst populären Tradition: Ausgerechnet zu Weihnachten, wenn zumindest die christliche Welt in Besinnlichkeit und Harmonie förmlich erstickt, erzählten sich die Menschen einst Geistergeschichten. Gibt es einen besseren Zeitpunkt dafür? Tagsüber ist man an das Haus und vor allem an die Familie gefesselt; schon immer ein ausgezeichneter Grund, für aufgestaute Gefühle eben doch nicht immer freundlicher Natur ein Ventil und eine Ablenkung zu suchen, wie schon Hugh Seymour Walpole (1884-1941) vortrefflich in Worte zu fassen wusste.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Verdächtige Wurzeln eines hohen Festes</strong></p>
<p style="text-align: justify">Hinzu kommt die obskure Herkunft von Weihnachten. Heute als hohes christliches Fest gefeiert, bleiben die Wurzeln nichtsdestotrotz ‚heidnisch‘. Wie es üblich war für das junge, sehr pragmatisch ausgerichtete Christentum, wurde alles, was in den Missionsgebieten an die ursprüngliche Religion der Bewohner erinnerte und sich nicht niederbrennen oder ausrotten ließ, ‚adaptiert‘. Man errichtete Kirchen auf den Fundamenten alter Weihestätten, Festtage ließ man im Namen nun christlicher Heiliger weiterhin begehen. Doch im gemütlichen Weihnachten steckt immer noch ein bisschen Wintersonnenwende mit weniger besinnlichen Riten und Glaubensvorstellungen, und hinter dem breiten Kreuz des Weihnachtsmanns verbergen sich die alten Götter und Geister, wie Roger Johnson seine Leser wissen lässt.</p>
<p style="text-align: justify">Ohne an dieser Stelle in literaturgeschichtliches Dozieren zu verfallen, sei immerhin erwähnt, dass es die beschriebenen Weihnachtsgeschichten auch hierzulande gegeben hat. Das besinnliche Grauen hat sich heute auf das besinnungslose Festtags-Fernsehen verlagert. Noch bedient zumindest der Buchhandel jene (angeblich) rar gewordenen Zeitgenossen, die zumindest an den Feiertagen ein Buch in die Hand nehmen möchten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Autoren stillen schaurige Bedürfnisse</strong></p>
<p style="text-align: justify">Nicht jedermann (und jeder Frau) war es gegeben, den Weihnachts-Grusel selbst zu erfinden. Das Bedürfnis, sie zu hören oder wenigstens zu lesen, war aber so groß, dass die Schriftsteller jener oben erwähnten Vergangenheit dankbar die Chance ergriffen, sich als stellvertretende Geschichtenerzähler ein hübsches Sümmchen zu verdienen. Besonders im 19. und frühen 20. Jahrhunderts brachten die meisten Zeitschriften zu Weihnachten Sondernummern mit gruseligen und besinnlichen Erzählungen heraus, die nicht selten von den bedeutendsten Autoren ihrer Zeit verfasst wurden. Charles Dickens‘ „Christmas Carol“ vom herzlosen Geizhals Ebenezer Scrooge, dem in der Heiligen Nacht drei Geister sein verpfuschtes Leben vor Augen führen, ist das vielleicht berühmteste Beispiel und wohl selbst den Angehörigen der Fun-Generation noch ein Begriff. (Erwartungsgemäß diente sie zahlreichen Autorenkollegen als ‚Inspirationsquelle‘ – auch George Manville Fenn [1831-1909] gehört zu ihnen, doch er weiß die Vorlage mit gruseligem Witz höchst unterhaltsam zu variieren.)</p>
<p style="text-align: justify">Größer ist die Zahl der Erzähler, die heute vergessen sind, obwohl sich ihre Geschichten mit denen berühmter Schriftsteller oft messen können. Weil zumindest auf den britischen Inseln auch heute die Erinnerung an die Tradition des weihnachtlichen Gruselns überlebt hat und die Sehnsucht nach der Heimeligkeit einer gern verklärten, mit Gaslicht erleuchteten Vergangenheit stark ist, gibt es Männer wie Richard Dalby, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die literarischen Schätze aus der großen Zeit des klassischen Horrors zu heben und einem neuen Publikum zugänglich zu machen. Noch besser: Auch heute werden noch oder wieder weihnachtliche Spukgeschichten geschrieben. Sie ahmen die alte Muster nach, beschwören aber auch moderne Festtagsschrecken und sind keinesfalls weniger eindrucksvoll geraten!</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Weihnachten mystisch bis Weihnachten mörderisch</strong></p>
<p style="text-align: justify">Geistergeschichten zur Heiligen Nacht folgen mindestens grob jenen Traditionen und Klischees, die mit dem Weihnachtsfest in Verbindung gebracht werden, auch wenn die Verknüpfung manchmal nur Feigenblatt bleibt. Amelia Ann Blandford Edwards‘ (1831-1892) märchenhafte Seefahrt oder Richards Adams‘ Tauchgang konnten zu jedem Zeitpunkt stattfinden, und Stephen Gallagher (*1954) wollte nur einen Witz machen. Die Autoren hatten jedoch Weihnachts-Storys zugesagt und konstruierten flugs &amp; flüchtig entsprechende Überleitungen. Die Wirkung dieser Geschichten schränkt dies freilich nicht ein. Die Konzentration auf das weihnachtliche Element stellt auch eine Beschränkung darstellt.</p>
<p style="text-align: justify">Andere Autoren nutzen die Chance, forcierte Festtags-Fröhlichkeit durch die Konfrontation mit dem Schrecken ad absurdum zu führen. Dies kann grimmig wie bei Jessica Amanda Salmonson (*1950) oder Jane Beeson, versöhnlich (und gerade deshalb überraschend) wie bei Joan Aiken (1924-2004) und Alan McMurray oder außerordentlich schwarzhumorig wie bei Jill Drower geschehen, wobei letzteres eine britische Spezialität zu sein scheint: Obwohl generell ernsthafter im Ton, lassen sich entsprechende Elemente auch bei Saki (= Hector Hugh Munro, 1870-1916) oder Terry Lamsley (*1941) entdecken.</p>
<p style="text-align: justify">Aus dem Rahmen fallen Nathaniel Hawthorne (1804-1864) und Ernest Temple Thurston (1879-1933). Sie verzichten auf das Wirken ‚richtiger‘ Gespenster, sondern beschäftigen sich mit den psychologischen Aspekten des Schreckens: Der Mensch schafft sich seine Heimsuchungen selbst. Dabei gehört Hawthorne zu den Pionieren dieser Sichtweise, was sich in einem eher didaktischen Stil niederschlägt, während Thurston ein Jahrhundert später diese Interpretation verinnerlicht hat und sie formal eleganter sowie eindringlicher verarbeiten kann.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Gruselfreunde, aufgepasst!</strong></p>
<p style="text-align: justify">Für den Liebhaber der unheimlichen Literatur bietet „O du grausame Weihnachtszeit“ die Chance, die eigene Sammlung mit einem Juwel zu bereichern. Dies zu erkennen ist nicht leicht. wurde diese Kollektion doch verlagsseitig durch einen dümmlichen Titel sowie in bisher zwei Auflagen durch eher traurige als schaurige Titelbilder geradezu vorsätzlich dem Zielpublikum vorenthalten.</p>
<p style="text-align: justify">Dabei haben die von Richard Dalby einmal mehr kundig ausgewählten Autoren ihr Bestes gegeben. (Der einzige echte Flop ist das beliebige Garn des ob seiner „Scheibenwelt“-Bestseller berühmten Terry Prachett.) Unabhängig davon, ob der Geist der Weihnacht märchenhaft oder knochenbrechend beschworen wird: Er nimmt Gestalt an und beschert seinem Publikum manche angenehme Lesestunde!</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Herausgeber</strong></p>
<p style="text-align: justify">Richard Dalby (geb. 1949) hat sich bereits in jungen Jahren einen Namen als Herausgeber selten oder lange nicht mehr neu aufgelegter phantastischer Kurzgeschichten aus britischen Zeitungen und Magazinen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gemacht. In den 1980er und 90er Jahren erschienen diverse Kollektionen, in denen Dalby seine Entdeckungen präsentierte. Besonderes Gewicht legte er dabei auf gruselige Storys, die einst traditionell zur Weihnachtszeit erzählt und von zeitgenössischen Autoren speziell für diesen Anlass geschrieben wurden.</p>
<p style="text-align: justify">Sein immenses Fachwissen auf diesem Gebiet stellte Dalby u. a. in mehr als 200 Artikeln unter Beweis, die er zwischen 1984 und 2010 für „The Book and Magazine Collector“ – ein inzwischen eingestelltes Magazin für Sammler – verfasste. 1993 gründete Dalby mit David Tibet den Verlag „Ghost Story Press“, der bis 2003 in Kleinauflagen Story- und Gedichtbände viktorianischer Schriftsteller herausgab, die inzwischen zu begehrten Sammlerstücken geworden sind.</p>
<p style="text-align: justify"><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=O du grausame Weihnachtszeit" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=9783426502402&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de</a></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die Story-Sammlungen zu Weihnachten von Richard Dalby:</strong></p>
<p style="text-align: justify">(1988) <span style="color: #993300">Geister zum Fest. Weihnachtliche Gruselgeschichten</span> <em>(Ghosts for Christmas)</em><br />
(1989) <span style="color: #993300">Eiskalte Weihnachten. Geschichten von Mord und Totschlag</span> <em>(Chillers for Christmas)</em><br />
(1990)<span style="color: #993300"> Kein Friede auf Erden. Mordsmäßige Geschichten zur Weihnachtszeit</span> <em>(Mystery for Christmas)</em><br />
(1991) <span style="color: #993300">Stille Zeit und schrille Morde. Die schönsten Weihnachtskrimis</span><em> (Crime for Christmas)</em><br />
(1995)<span style="color: #993300"> O du grausame Weihnachtszeit. Schaurige Geschichten zum Fest</span> <em>(Shivers for Christmas)<br />
</em><br />
Diese Bände sind im Knaur Verlag erschienen; sie wurden mehrfach neu aufgelegt und sind deshalb antiquarisch problemlos zu finden.</p>
<p style="text-align: justify"><em>[md]</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/belletristik/o-du-grausame-weihnachtszeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eiskalte Weihnachten</title>
		<link>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/historisch/eiskalte-weihnachten/</link>
		<comments>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/historisch/eiskalte-weihnachten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 20:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anthologie]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi & Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Knaur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/?p=21748</guid>
		<description><![CDATA[27 phantastische Geschichten, wie sie vor dem Siegeszug von Radio &#38; Fernsehen gern an langweiligen Weihnachtsabenden erzählt wurden; zu klassischen Autoren des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gesellen sich moderne Zeitgenossen, die diese alte Tradition stimmungsvoll aufleben lassen: Hier wird aus Leibeskräften gespukt und gemordet, denn diese Geister u. a. Kreaturen sind vor allem übellaunig!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Eiskalte Weihnachten" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-21750" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Dalby-Eiskalte-Weihnachten-Cover-2008-187x300.jpg" alt="" width="187" height="300" /></a>Richard Dalby (Hg.)<br />
Eiskalte Weihnachten<br />
Kleine Morde zum Fest der Liebe</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>(sfbentry)<br />
Originaltitel: <span style="color: #800080;">Chillers for Christmas</span> (London : Michael O’Mara Books Ltd. 1989)<br />
Übersetzung: Stefan Troßbach<br />
Deutsche Erstausgabe: November 1993 (<a href="http://www.droemer.de" target="_blank">Knaur Verlag</a>/TB Nr. 67025)<br />
Titelbild: Nikolai Lutohin<br />
496 Seiten<br />
ISBN-13: 978-3-426-67025-5<br />
Neuausgabe: 2008 (<a href="http://www.droemer.de" target="_blank">Knaur Verlag</a>/TB Nr. 50240)<br />
496 Seiten<br />
ISBN-13: 978-3-426-50240-2</em></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Eiskalte%20Weihnachten" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=9783426502402&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Inhalt:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">27 phantastische Geschichten, wie sie vor dem Siegeszug von Radio &amp; Fernsehen gern an langweiligen Weihnachtsabenden erzählt wurden; zu klassischen Autoren des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gesellen sich moderne Zeitgenossen, die diese alte Tradition stimmungsvoll aufleben lassen:</p>
<p style="text-align: justify;">- Richard Dalby: Vorwort, S. 9/10</p>
<p style="text-align: justify;">- Rudyard Kipling: <span style="color: #993300;">Morrowbie Jukes‘ Ritt zu den Toten</span> (<em>The Strange Ride of Morrowbie Jukes</em>, 1885), S. 11-44: Ein britischer Offizier gerät in ein Lager indischer Verbannter, das er nie wieder verlassen soll.</p>
<p style="text-align: justify;">- Frank Cowper: <span style="color: #993300;">Heiligabend auf einem Geisterschiff</span> (<em>Christmas Eve on a Haunted Hulk</em>, 1889), S. 45-75: Ein Jäger muss im Wrack eines gestrandeten Schiffes übernachten, doch dort ist er ab Mitternacht nicht mehr allein.</p>
<p style="text-align: justify;">- Ernest R. Suffling: <span style="color: #993300;">Die Phantomreiter</span> (<em>The Phantom Riders</em>, 1896), S. 76-90: Ein Verbrechen aus Wut und Eifersucht muss von den längst toten Kontrahenten auf ewig wiederholt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">- Amelia B. Edwards: <span style="color: #993300;">Das Wachschiff in der Aire</span> (<em>The Guard-Ship at the Aire</em>, 1865), S. 91-111: In einer französischen Winternacht wird dem Reisenden eine perfide Todesfalle gestellt.</p>
<p style="text-align: justify;">- [Anonym]*: <span style="color: #993300;">Das Grauen: Eine wahre Geschichte</span> (<em>Horror: A True Tale</em>, 1861), S. 112-141: Realer Horror ist stärker als jeder Spuk; hier zeichnet er eine junge Frau für den Rest ihres Lebens.</p>
<p style="text-align: justify;">- G. A. Henty: <span style="color: #993300;">Die geheimnisvolle Pfeife</span> (<em>A Pipe of Myster</em>y, 1890), S. 142-163: Ein dankbarer Fakir ermöglicht zwei Briten den später lebensrettenden Blick in die Zukunft.</p>
<p style="text-align: justify;">- George Manville Fenn: <span style="color: #993300;">Nachtexpress</span> (<em>On the Down Line</em>, 1867), S. 164-177: Das Erscheinen eines gespenstischen Doppelgängers signalisiert dem Lokomotivführer das nahe Lebensende.</p>
<p style="text-align: justify;">- Arthur Conan Doyle: <span style="color: #993300;">Ein aufregender Heiliger Abend oder Mein Vortrag über Dynamit</span> (<em>An Exciting Christmas Eve</em>, 1883), S. 178-201: Ein weltfremder Wissenschaftler wird entführt und demonstriert seinen Kidnappern, wieso er als Experte für Sprengstoffe gilt.</p>
<p style="text-align: justify;">- Guy Boothby: <span style="color: #993300;">Gnadenlose Rache</span> (<em>Remorseless Vengeance</em>, 1902), S. 202-213: Für sein grausames Ende möchte sich ein Gespenst höchstpersönlich rächen.</p>
<p style="text-align: justify;">- Bernard Capes: <span style="color: #993300;">Das Haus im Schnee</span> (<em>The Vanishing House</em>, 1899), S. 214-221: In einer Winternacht spielen Straßenmusiker vor einem echten Höllenhaus auf.</p>
<p style="text-align: justify;">- Dick Donovan: <span style="color: #993300;">Der weiße Rabe</span> (<em>The White Raven</em>, 1899), S. 222-238: Den geliebten Bräutigam sollte man keinesfalls im Spukzimmer eines alten Landsitzes unterbringen.</p>
<p style="text-align: justify;">- F. Frankfort Moore: <span style="color: #993300;">Die merkwürdige Geschichte des Klosters von Northavon</span> (<em>The Strange Story of Northavon Priory</em>, 1904), S. 239-255: Zwar sind die bösen Mönche lange tot, aber was sie einst aus der Hölle lockten, liegt immer noch auf der Lauer.</p>
<p style="text-align: justify;">- W. J. Wintle: <span style="color: #993300;">Die schwarze Katze</span> (<em>The Black Cat</em>, 1921), S. 256-268: Der Geist einer Katze geht um und wird immer größer, dreister &amp; zudringlicher.</p>
<p style="text-align: justify;">- John Collier: <span style="color: #993300;">Weihnachten wieder hier</span> (<em>Back for Christmas</em>, 1939), S. 269-277: Der perfekte Mord wird durch ein unverhofftes Weihnachtsgeschenk des Opfers offenbart.</p>
<p style="text-align: justify;">- „Sarban“: Eine Weihnachtsgeschichte (<em>A Christmas Story</em>, 1951), S. 278-301: In der sibirischen Taiga verirrt sich ein Reisender auf einen Mammut-Friedhof.</p>
<p style="text-align: justify;">- L. P. Hartley: <span style="color: #993300;">Die Sternsinger</span> (<em>The Waits</em>, 1961), S. 302-311: Sie kommen nicht an seine Tür, um für sein Heil zu singen, sondern um ihn wegen seiner Sünden zu holen.</p>
<p style="text-align: justify;">- Shamus Frazer: <span style="color: #993300;">Florinda</span> (<em>Florinda</em>, 1956), S. 312-324: Geistermädchen können schrecklich nachtragend sein, wenn sie abgewiesen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">- Ronald Chetwynd-Hayes: <span style="color: #993300;">Der Galgenbaum</span> (<em>The Hanging Tree</em>, 1979), S. 325-347: Der Geist des Selbstmörders sucht nach einer Seele, auf die er seine Verdammungsstrafe abwälzen kann.</p>
<p style="text-align: justify;">- Alexander Welch: <span style="color: #993300;">Die Grotte</span> (<em>The Grotto</em>, 1988), S. 348-355: Ausgerechnet ein Kaufhaus-Weihnachtsmann wird von einem Geist um Erlösung gebeten.</p>
<p style="text-align: justify;">- Eugene Johnson: <span style="color: #993300;">Kurz vor Morgengrauen</span> (<em>Just Before Dawn</em>, 1988), S. 356-364: Der Selbstmord eines verzweifelten Mannes führt dessen hinterlistigen Freund einfallsreich der gerechten Strafe zu.</p>
<p style="text-align: justify;">- Peter Tremayne: <span style="color: #993300;">Buggane</span> (<em>The Buggane</em>, 1989), S. 365-385: Dass der eigentlich für ihren Tod Verantwortliche nicht mehr lebt und dessen Nachfahre unschuldig ist, hält diese Gespenster nicht von ihrer Rache ab.</p>
<p style="text-align: justify;">- John Glasby: <span style="color: #993300;">Ungebetene Gäste</span> (<em>The Uninvited</em>), S. 386-407: Der Weihnachtsabend gehört der Familie – auch wenn diese lange tot und wütend darüber ist.</p>
<p style="text-align: justify;">- A. J. Merak: <span style="color: #993300;">Das schönste Geschenk</span> (<em>A Present for Christmas</em>), S. 408-429: Unter gewissen grausigen Umständen wird ein Kopfschuss zur idealen Weihnachtsgabe.</p>
<p style="text-align: justify;">- Simon MacCulloch: <span style="color: #993300;">Der schwarze Plünderer</span> (<em>The Deliverer</em>), S. 430-445: Was der abtrünnige Priester aus der Hölle heraufbeschwor, geht ausgerechnet am Heiligen Abend auf Beutefang.</p>
<p style="text-align: justify;">- Roger Johnson: <span style="color: #993300;">Unheilige Nacht</span> (<em>The Night Before Christmas</em>), S. 446-474: Der Vorfahr war ein Wüstling, der von seinen perversen Vorlieben auch im Grab nicht ablässt.</p>
<p style="text-align: justify;">- David G. Rowlands: <span style="color: #993300;">Auf den Flügeln des Gesangs</span> (<em>On Wings of Song</em>), S. 475-489: Aus einer Mücke wird hier kein Elefant, sondern ein Weihnachts-Grauen der besonders heimtückischen Art.</p>
<p style="text-align: justify;">- Jessica Amanda Salmonson: <span style="color: #993300;">Der Weihnachtsmann</span> (<em>The Santa</em>), S. 490-494: Er kommt zwar pünktlich, bringt aber keine Geschenke, sondern Zerstörung und Tod.</p>
<p style="text-align: justify;">- Copyrightvermerke: S. 495/96</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">*1989 war dem Herausgeber der Verfasser dieser Geschichte unbekannt. Inzwischen ist die Herkunft geklärt: Sie stammt vom viktorianischen Erzähler John Berwick Harwood.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong> </strong></em></p>
<p><em><strong> </strong></em></p>
<div id="attachment_21751" class="wp-caption alignright" style="width: 200px"><em><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Eiskalte Weihnachten" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-21751 " src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Dalby-Eiskalte-Weihnachten-Cover-1993-190x300.jpg" alt="" width="190" height="300" /></a></strong></em><p class="wp-caption-text">Cover der Erstausgabe (Sammlung md)</p></div>
<p><em><strong> </strong></em></p>
<p><em><strong>„You better watch out, you better not cry / You better not pout / I&#8217;m telling you why: Santa Claus is coming to town.“</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">In seinem Vorwort erinnert Herausgeber Richard Dalby an die große Tradition der winterlichen oder besser: weihnachtlichen Geistergeschichte. Als die Zahl ablenkender Medien noch begrenzt war und die zum Fest zusammenkommenden Familienmitglieder sich mit sich selbst beschäftigen mussten, erzählten sie sich spannende und gruselige Geschichten, um auf diese Weise Langeweile, Streit &amp; Schlimmeres zu verhindern.</p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl sie einen Zeitraum von etwa 150 Jahren abdecken, folgen die meisten dieser Erzählungen bestimmten Mustern. Weihnachten gilt seit jeher als „Fest der Liebe“, sodass schreckliche Strafen denen drohen, die es wagen, sich dieser Harmonie in die Quere zu stellen. Dabei wird Weihnachten zum perfekten Tag der gespenstischen Abrechnung, weil dies das fröhliche Treiben, das sonst mit dem Fest gleichgesetzt wird, konterkariert: Wieso sollten Leslie Poles Hartley (1896-1972) untote Sternsinger sonst mit ihrer Rache ausgerechnet auf die heilige Nacht warten? Den ungeschickten Jäger in Frank Cowpers (1840-1930) Erzählung hätte es nicht am Heiligen Abend auf das Geisterschiff verschlagen müssen, denn dort spukt es wahrscheinlich in jeder Nacht. Ähnlich ergeht es heimgesuchten Pechvögeln bei Dick Donovan (= Joyce Emmerson Preston Muddock, 1843-1934) oder William J. Wintle (1861-1934).</p>
<p style="text-align: justify;">Rudyard Kipling (1865-1936), George Alfred Henty (1832-1902) oder Arthur Conan Doyle (1859-1930) verzichten auf das Element des weihnachtlichen Spukes bzw. ersetzen es durch ein absurdes und vor allem spannendes Garn, das Doyle zusätzlich humoristisch einfärbt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Düstere Wurzeln mit entsprechenden Trieben</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Von einem anderen Ansatz gehen Bernard Capes (1854-1918), Simon MacCulloch oder Jessica Amanda Salmonson (*1950) aus. Sie erinnern daran, dass Weihnachten zu jenen Kirchenfesten gehört, die im Zuge der Christianisierung älteren und ‚heidnischen‘ Feiertagen quasi übergestülpt wurden, um deren gesellschaftlich und religiös verankerte Bedeutung gleichzeitig zu übernehmen und zu verwischen. Die genannten Autoren machen deutlich, dass dieser Trick nicht zwangsläufig mit dem Erlöschen der übertünchten Riten einhergeht. Gleich mehrfach wird die noch recht moderne Gestalt des Weihnachtsmanns auf uralte und bitterböse Schreckensgestalten projiziert, weil diese in der Heiligen Nacht auftauchen. Das Erwachen ist beim Erkennen der Wahrheit doppelt furchtbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Capes geht literarisch noch einen Schritt weiter zurück. Er entfesselt keine diffusen Kreaturen mit ungeklärten Motiven, die über reine Zerstörungs- und Mordlust hinausgehen könnten. Im Geist der romantischen Spukgeschichte stützt er sich auf regionale Folklore und kollektive Ängste einer nicht ‚aufgeklärten‘ Vergangenheit. Seine Musikanten geraten an den Teufel, der noch höchstpersönlich auf weihnachtlich beschwingte und dadurch unvorsichtig gewordene Zeitgenossen lauert. George Manville Fenn (1831-1909) greift jenen alten Aberglauben auf, nach dem sich der Tod durch das Erscheinen eines geisterhaften Doppelgängers ankündigt. Ernest Richard Suffling (1855-1911) thematisiert einen weiteren Mythos, dem zufolge ein begangenes Verbrechen im Tod durch ewige Wiederholung gesühnt werden muss.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>„Frohe Weihnachten und euch allen ein Wohlgefallen“</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Gibt es eine schlimmere Drohung, die in diesem frommen Wunsch mitschwingt, der zu einer Verpflichtung geronnen ist? Niemals wurden mehr Morde oder Selbstmorde geschehen als zu Weihnachten, liest oder hört man oft. Der Zwang zu Harmonie &amp; Seelenfrieden, die Muße zur Reflexion des eigenen Lebens artet in eine ganz eigene Form des Stresses aus, die sich gern und besonders gewalttätig entlädt. John Stephen Glasby (1928-2011) spielt dies zweimal durch. Unter seinem Geburtsnamen treibt er Weihnachten als Familien-Horror beinahe parodistisch auf die Spitze; dies jedoch eher unfreiwillig, da seine Story die subtile und elegante Bosheit seiner älteren Schriftsteller-Kollegen vermissen last. Dies gilt auch für Glasbys andere Erzählung, die hier unter seinem Pseudonym „A. J. Merak“ erscheint.</p>
<p style="text-align: justify;">Gemeinsam ist in den hier gesammelten Geschichten der beinahe durchweg grimmige Unterton: Altes Unrecht wird gerächt, wobei die ursprüngliche Tat oft in keinem Verhältnis zur Strafe steht. Die so aktiven Geister legen eine sture Bosheit an den Tag (bzw. die Nacht): Peter Tremayne (= Peter Berresford Ellis, *1943) lässt seine in die Enge getriebene Figur sehr richtig anmerken, an dem in der Vergangenheit begangenen Unrecht unbeteiligt gewesen zu sein. Es nützt ihm überhaupt nichts, wie überhaupt die hier versammelten Phantome auf Blut aus sind. Dick Donovan, Frank Frankfort Moore (1855-1931) oder William J. Wintle zeigen uns weitere Spuk-Opfer, die keine Chance haben, weil sie mit einem Fluch, der auf sie wartet, nie rechneten bzw. ihn im festen Glauben an eine moderne, geisterfreie Gegenwart ignorierten.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass die Strafe wie bei Eugene Johnson (*1930) einen wirklichen Strolch trifft, ist die Ausnahme. Die Regel ist die völlige Verkehrung des Weihnachtsgedankens, der bei Shamus Frazer (= James Ian Arbuthnot Frazer, 1912-1966), Simon MacCulloch, David G. Rowlands (*1941) oder Jessica Amanda Salmonson kleinen Kindern und bei Roger Johnson und Ronald Chetwynd-Hayes (1919-2001) (recht ätherisch wirkenden) Frauen das Leben kostet. Nicht einmal den eigenen Bruder schont der Geist, den Guy Nevell Boothby (1867-1905) über seinen Mörder kommen lässt. Dabei war er sogar gewarnt, was bei diesen Phantomen ebenfalls die Ausnahme ist!</p>
<p style="text-align: justify;">Allein steht Alexander Welch mit seiner Geschichte vom Geist da, der um Erlösung bittet. Bei näherer Betrachtung wirkt dessen Vorgehen freilich wie Nötigung und kann sich in Sachen Grauen problemlos mit den anderen versammelten Heimsuchungen messen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Variationen festlichen Grauens</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die klassische Bösartigkeit des Gespenstes steht in der Tradition des Grusel-Großmeisters Montague Rhodes James (1862-1936), der selbst keineswegs an das Übernatürliche glaubte, sondern den Spaß an der Furcht favorisierte. Es ist dieser Grundton (s. o.), der in den liebevoll und detailfroh entfesselten Gräueln der weihnachtlichen Spukgeschichten mitschwingt: Sie sollen unterhalten, ihre Schrecken dürfen übertrieben werden und müssen politisch nicht korrekt sein. Spuk ist dabei übrigens kein Muss: John Collier (1901-1980) ersetzt in seiner auf den Schlussgag orientierten Geschichte geisterhaftes Tücken durch die Tücke des Objekts.</p>
<p style="text-align: justify;">Nur wenige der hier versammelten Verfasser experimentieren mit dem ‚psychologischen‘ Schrecken, der allein im Menschenhirn beheimatet ist und ‚echte‘ Gespenster nicht benötigt. Amelia Ann Blandford Edwards (1831-1892) lässt einen beleidigten Patrioten zum eiskalten Mörder mutieren. John Berwick Harwood (1828-1886) klammert sogar den bösen Willen aus. Sein ‚Geist‘ ist an dem verbreiteten Schrecken unschuldig, krankhafter Wahnsinn ist seine Ursache und seine Folge.</p>
<p style="text-align: justify;">Höchstens „Sarban“ (= John William Wall, 1910-1989) verlässt den Pfad der ‚richtigen‘ Spuk-Story. Er verwebt kunstvoll zwei vermeintlich gegensätzliche Geschichten. Die eine erzählt von einer bizarren aber realen Feier, mit denen Diplomaten fern der Heimat und voller Heimweh ‚ihr‘ Weihnachten aufleben lassen, die andere dreht sich um ein absurdes, womöglich nur geträumtes Erlebnis. Sarban geht es dabei weniger um Ereignisse als um Stimmungen, die er mit Weihnachten in Verbindung bringt.</p>
<p style="text-align: justify;">Selbstverständlich entfalten diese Geschichten auch außerhalb der Festzeit ihre Wirkung. Kälte und winterliche Düsternis draußen sowie ein warmer Lektüre-Platz innen reichen völlig aus, um noch heute das ebenso unheimliche wie heimelige Gefühl zu erzeugen, das diese literarischen Geister wecken sollten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Herausgeber</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Richard Dalby (geb. 1949) hat sich bereits in jungen Jahren einen Namen als Herausgeber selten oder lange nicht mehr neu aufgelegter phantastischer Kurzgeschichten aus britischen Zeitungen und Magazinen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gemacht. In den 1980er und 90er Jahren erschienen diverse Kollektionen, in denen Dalby seine Entdeckungen präsentierte. Besonderes Gewicht legte er dabei auf Storys, die einst traditionell zur Weihnachtszeit erzählt und von zeitgenössischen Autoren speziell für diesen Anlass geschrieben wurden.</p>
<p style="text-align: justify;">Sein immenses Fachwissen auf diesem Gebiet stellte Dalby u. a. in mehr als 200 Artikeln unter Beweis, die er zwischen 1984 und 2010 für „The Book and Magazine Collector“ – ein inzwischen eingestelltes Magazin für Sammler – verfasste. 1993 gründete Dalby mit David Tibet den Verlag „Ghost Story Press“, der bis 2003 in Kleinauflagen Story- und Gedichtbände viktorianischer Schriftsteller herausgab, die inzwischen zu begehrten Sammlerstücken geworden sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>[md]</em></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Eiskalte Weihnachten" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=9783426502402&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Story-Sammlungen zu Weihnachten von Richard Dalby:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Geister zum Fest" target="_blank">(1988) <span style="color: #993300;">Geister zum Fest. Weihnachtliche Gruselgeschichten</span> <em>(Ghosts for Christmas)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Eiskalte%20Weihnachten" target="_blank">(1989) <span style="color: #993300;">Eiskalte Weihnachten. Geschichten von Mord und Totschlag</span> <em>(Chillers for Christmas)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Kein Friede auf Erden" target="_blank">(1990) <span style="color: #993300;">Kein Friede auf Erden. Mordsmäßige Geschichten zur Weihnachtszeit </span><em>(Mystery for Christmas)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Stille Zeit und schrille Morde" target="_blank">(1991) <span style="color: #993300;">Stille Zeit und schrille Morde. Die schönsten Weihnachtskrimis</span> <em>(Crime for Christmas)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=O du grausame Weihnachtszeit" target="_blank">(1995) <span style="color: #993300;">O du grausame Weihnachtszeit. Schaurige Geschichten zum Fest</span> <em>(Shivers for Christmas)</em></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/historisch/eiskalte-weihnachten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Kuss der Vampirin</title>
		<link>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/der-kuss-der-vampirin/</link>
		<comments>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/der-kuss-der-vampirin/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 12:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Knaur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/?p=21630</guid>
		<description><![CDATA[Jeanne C. Stein Der Kuss der Vampirin Anna Strong 4 Legacy, USA, 2008 Knaur, München, dt. Erstausgabe: 08/2010 TB, Horror, Mystery-Thriller, Urban Fantasy, Romantic Mystery ISBN 978-3-426-50683-7 Aus dem Amerikanischen von Katharina Volk Titelgestaltung von ZERO Werbeagentur, München unter Verwendung von Motiven von Corbis/Sie Productions, Corbis/Bruno Ehrs, Corbis/Morey Milbradt/Brand X www.knaur.de www.jeannestein.com Titel erhältlich bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-50683-7" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-21631" title="Der Kuss der Vampirin" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Der-Kuss-der-Vampirin.bmp" alt="" width="161" height="252" /></a>Jeanne C. Stein<br />
Der Kuss der Vampirin<br />
Anna Strong 4</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Legacy, USA, 2008<br />
Knaur, München, dt. Erstausgabe: 08/2010<br />
TB, Horror, Mystery-Thriller, Urban Fantasy, Romantic Mystery<br />
ISBN 978-3-426-50683-7<br />
Aus dem Amerikanischen von Katharina Volk<br />
Titelgestaltung von ZERO Werbeagentur, München unter Verwendung<br />
von Motiven von Corbis/Sie Productions, Corbis/Bruno Ehrs, Corbis/Morey Milbradt/Brand X</em></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.knaur.de/"><em>www.knaur.de</em></a><br />
<a href="http://www.jeannestein.com/"><em>www.jeannestein.com</em></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-50683-7" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=978-3-426-50683-7" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Anna Strongs Leben wurde von heute auf morgen völlig umgekrempelt: Ein Vampir vergewaltigte sie und machte sie zu seinesgleichen. Als ihr Lebensgefährte hinter das Geheimnis kam, verließ er sie. Der Vampir, der als ihr Mentor auftrat, versuchte, sie für seine Zwecke zu missbrauchen und wurde von ihr getötet. Eine Organisation, die sich um die Belange der Vampire kümmert, möchte, dass Anna für sie arbeitet und Abtrünnige aufspürt, doch die junge Frau zweifelt an den Motiven dieser Gruppe. Obendrein muss sie sich vor Vampirjägern in Acht nehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit nicht genug taucht eine attraktive Werwölfin, die behauptet, die Ehefrau von Dr. Grant Avery – Annas ehemaliger Mentor &#8211; zu sein, auf. Welche Ansprüche die Witwe auch haben mag, Anna ist nicht an dem Erbe interessiert, dass ihr von Rechts wegen zustünde, und ist bereit, Sandra alles zu überlassen. Allerdings scheinen das Haus und das Geld die Werwölfin nicht sonderlich zu interessieren. Was mag sie dann von Anna wollen, die sich, obwohl sie heterosexuell ist, zu ihrer neuen Bekannten hingezogen fühlt? Dieses Problem muss jedoch warten, denn Gloria, die Freundin von Annas Partner David, steht im Verdacht, ihren Teilhaber, mit dem sie ein Lokal eröffnet hat, ermordet zu haben, nachdem dieser sie mit ihrem One-Night-Stand zu erpressen versuchte.</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich ist Anna sehr froh, dass es zwischen Gloria und David aus ist, aber das Paar kann nicht die Finger voneinander lassen, so dass eine neuerliche Enttäuschung für David vorprogrammiert ist. Anna nimmt Gloria das Versprechen ab, dass sie David in Ruhe lassen wird, sobald der wahre Täter gefunden ist. Doch Gloria ist eine gute Schauspielerin und spielt ihr eigenes Spiel. Auch wenn man die vorherigen drei Bände – „Verführung der Nacht“, Lockruf des Blutes“, „Dunkle Küsse“ &#8211; nicht kennt, findet man problemlos in den in sich abgeschlossenen Roman „Der Kuss der Vampirin“ hinein. Das liegt teils an der kurzen Zusammenfassung des Wesentlichen zu Beginn des Buchs, aber teils auch an der sinnvollen Struktur, die Quereinsteiger willkommen heißt. Zwar erleben diese keinen Aha-Effekt, wann immer eine Figur aus den anderen Romanen einen kleinen Auftritt hat, doch schmälert dies das Lesevergnügen nicht im Geringsten.</p>
<p style="text-align: justify;">Inzwischen hat sich die Titelheldin, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, damit abgefunden, eine Vampirin zu sein. Sie nutzt ihre neuen Gaben, um weiterhin ihrem Job als Kopfgeldjägerin nachzugehen, wobei sie es nun nicht mehr nur mit Versicherungsbetrügern sondern auch mit abtrünnigen Vampiren aufnimmt. Ihre Menschlichkeit und ihre Beziehungen zu menschlichen Freunden will sie jedoch nicht aufgeben. In Folge täuscht sie ihr Umfeld, und nur wenige kennen ihr Geheimnis. Diesmal muss sich Anna Strong zweier Probleme annehmen: Zum einen soll sie denjenigen aufspüren, der ihrer Intimfeindin Gloria einen Mord anzuhängen versucht, zum anderen gibt ihr die schöne Werwölfin Sandra Rätsel auf, und im wahrsten Sinne des Wortes taucht ein böser Geist aus der Vergangenheit auf, der sich an Anna rächen will.</p>
<p style="text-align: justify;">In Folge gibt es keinerlei Leerlauf, die temporeiche Handlung kommt zügig voran und weiß spannend zu unterhalten. Romantische Verwicklungen treten dabei in den Hintergrund. Das macht den Titel auch für Fans von Horror und Mystery-Thrillern interessant, die sich nicht für Paranormal Romances erwärmen können. Aber auch die Freunde der Romantic Mystery werden ihr Vergnügen an der Lektüre haben, denn Romanzen hängen stets in der Luft – und wer weiß, was im nächsten Band in dieser Hinsicht passiert?</p>
<p style="text-align: justify;">Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-50683-7" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=978-3-426-50683-7" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://sfbasar.filmbesprechungen.de/preisratsel/jeanne-c-stein-der-kuss-der-vampirin-anna-strong-4-5-x-im-gewinnspiel/" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-21999" title="banner_sfbasar" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/banner_sfbasar1.jpg" alt="" width="468" height="60" /></a><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/der-kuss-der-vampirin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Magisches Tattoo</title>
		<link>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/magisches-tattoo/</link>
		<comments>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/magisches-tattoo/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 16:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi & Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Knaur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/?p=21261</guid>
		<description><![CDATA[Anthony Francis Magisches Tattoo Skindancer-Serie  Band 1 Frost Moon (2010) Knaur Taschenbuch Verlag ISBN 978-3-426-50976-0 Fantasy, Thriller Erschienen 2011 Übersetzer Silvia Kinkel Titelbild FinePic Umfang 415 Seiten www.dakotafrost.com www.knaur.de Titel erhältlich bei Buch24.de Titel erhältlich bei Booklooker.de Autorenporträt Anthony G. Francis beweißt, dass Naturwissenschaften und eine überbordende Fantasie sich perfekt ergänzen. Er promovierte 2000 am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-50976-0" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-21262" title="skindancer" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/skindancer.jpg" alt="" width="152" height="231" /></a>Anthony Francis<br />
Magisches Tattoo<br />
Skindancer-Serie  Band 1</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Frost Moon (2010)<br />
Knaur Taschenbuch Verlag<br />
ISBN 978-3-426-50976-0<br />
Fantasy, Thriller<br />
Erschienen 2011<br />
Übersetzer Silvia Kinkel<br />
Titelbild FinePic<br />
Umfang 415 Seiten</em></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.dakotafrost.com/"><em>www.dakotafrost.com</em></a><br />
<a href="http://www.knaur.de/"><em>www.knaur.de</em></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-50976-0" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=978-3-426-50976-0" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Autorenporträt</p>
<p style="text-align: justify;">Anthony G. Francis beweißt, dass Naturwissenschaften und eine überbordende Fantasie sich perfekt ergänzen. Er promovierte 2000 am Georgia Institute of Technology in Computerwissenschaften und erwarb einen Abschluss in Kognitiver Wissenschaft. Er wendete Prinzipien des menschlichen Gedächtnisses auf die Datenwiederherstellung bei Computern an und entwickelte Software für Suchmaschinen und Roboter. Er lebt mit seiner Frau in San Jose, Kalifornien.</p>
<p style="text-align: justify;">Vorwort</p>
<p style="text-align: justify;">Der vorliegende Band ist der erste innerhalb einer Triologie. Im englischen sind bereits die Folgebände Blood Rock und Liquid Fire angekündigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Buch</p>
<p style="text-align: justify;">Dakota Frost hat einen sehr speziellen Beruf gewählt: Sie ist Tätowiererin für magische Tattoos. Keiner kann ihr auf diesem Feld das Wasser reichen. Doch ihre Kunst ruft nicht nur Fans auf den Plan. Atlanta ist die Hochburg des Übernatürlichen und man findet wirklich alles und jeden: Sei es Werwolf, Vampir oder Magier. Dakotas Alltag wird etwas aufgerüttelt, als sie von einem Magier zum Duell gefordert wird, und ein Werwolf ein Tattoo mit einem “besonderen” Motiv gestochen haben möchte. Als dann auch noch ein Mörder sein Unwesen treibt, der die magischen Tattoos bei lebendigem Leib aus seinem Opfern herausschneidet, gerät Dakotas Leben endgültig aus den Fugen &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Thriller entführt einen in eine Subkultur, die vielen Lesern fremd sein wird. Schnell findet man sich zwischen Tattoos, Lack und Leder und abweichenden Sexualpraktiken wieder. Man trifft Leute mit seltsam anmutenden Frisuren, Kleidern und einem noch seltsameren Verhalten. Alles wirkt düster und verrucht, dabei gleichzeitig unnahbar. Die Personenkonstellation war gut gewählt und die Geschichte an sich war schlüssig. Auch rasante Action und so manches Blutbad ließ dieser Thriller nicht vermissen. Dennoch wirkte das Ganze für mich eher wie eine Einführung in die Welt von Dakota Frost, bei der alles angerissen, aber nicht ganz ausgeführt wurde. Auch die Gefühle kamen für meinen persönlichen Geschmack zu kurz. Das Konzept mit den magischen Tattoos fand ich hingegen äußerst ansprechend und sehr interessant. Der Cliffhanger am Ende lässt mich nun auf einen zweiten Band hoffen, der mehr in die Tiefe geht und endlich alle Gefühle der Hauptprotagonistin ans Licht befördert.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Thriller für jeden, der der Action den Vorzug vor den Gefühlen gibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-426-50976-0" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=978-3-426-50976-0" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/magisches-tattoo/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

