Knaur

Kein Friede auf Erden

23 Storys aus mehr als anderthalb Jahrhunderten erinnern an die Tradition, sich zu Weihnachten schaurige Geschichten zu erzählen. Geisterspuk, Wahnsinn, Verbrechen: Das inhaltliche Spektrum ist breit, wobei die die feiertägliche Besinnlichkeit zwar gewahrt bleibt aber überaus großzügig interpretiert wird: Lektüre für draußen dunkle, drinnen behagliche Wintertage.

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Diesmal hat der Autor (im Original) zum Glück nur ein Jahr gebraucht, um endlich den Abschlussband seiner Trilogie vorzulegen. Soweit die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass dieser Band leider nicht mehr ganz die Kraft und die unwirklich-überirdische Ausstrahlung der ersten beiden Bände hat (und das man sich beim Verlag leider dazu entschlossen hat, den dritten Band nicht als Hardcover wie die anderen beiden Romane erscheinen zu lassen, sondern als Taschenbuch, was im Regal in der Zusammenschau keinen schönen Eindruck hinterlässt!). Verglichen mit dem, was sich andere Schriftsteller im Bereich der Phantastischen Literatur ausdenken, ist diese dritte Band noch immer hervorragend und außergewöhnlich, wenn auch mit Abstrichen …

Götter der Schuld

Obwohl alle Beweise gegen ihn sprechen, verteidigt Anwalt Mickey Haller einen angeblichen Frauenmörder. Die mühsam zusammengetragenen Indizien deuten auf ein Komplott hin, dessen Hintermänner nervös und schließlich mörderisch auf Hallers Bemühungen reagieren … – Der 5. Band der Haller-Serie bietet einmal mehr eine solide und spannende, auf das Geschehen zentrierte Mischung aus Krimi und Gerichtsdrama, die routiniert bis souverän bewährte Muster einerseits nutzt und andererseits abwandelt: ein echter „pageturner“.

Die Allee der verbotenen Fragen

Johann ist in England aufgewachsen. Nun möchte er vor dem Beginn seines Studiums Europa bereisen. Sein erstes Ziel ist Deutschland und zwar das kleine Dorf Wieck, in dem seine Eltern bei seiner Geburt gelebt hatten. Dort aber nimmt seine Reiseplanung eine überraschende Wendung als er auf dem Friedhof des Dorfes das Grab eines Kindes findet: Johann Fin Paul 1990-1990. Johann Fin Paul, das ist sein Name und 1990 ist auch er geboren, aber er lebt und dieses Kind ist gestorben. Als der Pastor des Dorfes Johann dann noch einen Koffer übergibt und einen leeren aber beschrifteten Umschlag, beginnt für Johann eine Reise quer durch Deutschland, eine Reise auf den Spuren einer ihm unbekannten Vergangenheit.

Schuld bist du

Das Ende einer Geschäftsreise wird für Jakob Auerbach zum Beginn einer Katastrophe. Die Wohnung, in die er zurückkehrt, ist verwaist. Seine Lebensgefährtin Anna und die kleine gemeinsame Tochter Mia trifft er nicht an. An einem Fenster sieht er die Botschaft: „Schuld bist du“. Was hat das zu bedeuten? Jakob ist ratlos. Ist seine Freundin vielleicht schon ohne ihn umgezogen in das neue gemeinsame Familiendomizil und nun verärgert, weil er nicht da war und sie alles alleine regeln musste? Natürlich macht er sich auf die Suche nach Anna und Mia, doch diese Suche wird zum Horrortrip und bringt für Jakob nur langsam Licht ins Dunkel …

Der Schrei des Eisvogels

In einem englischen Provinzweiler verschwindet der verhasste Dorfpolizist spurlos. Detective Superintendent Andrew Dalziel und sein Team stoßen in ein Wespennest: In Enscombe geht es unter der trügerisch beschaulichen Oberfläche krimineller zu als in mancher Großstadt … – Der Plot ist vertrackt und eingebunden in das Ambiente des ehrwürdigen Landhaus-Krimis, dessen harmoniesüchtig-naive Verlogenheit gleichzeitig genutzt und parodiert wird und sorgt für ein wunderbares Spiel mit verkrusteten Regeln des Kriminalromans: Band 15 der großartigen Dalziel/Pascoe-Serie ist einer der besten.

Die Augen der Überwelt

Glücksritter Cugel wird nach einem missglückten Einbruch von einem Magier gezwungen, sich auf die gefährliche Suche nach einem dämonischen Artefakt zu begeben; ein Unternehmen, das Cugel von einer Bredouille in die nächste führt … – Locker erzählter, trotzdem ungemein dichter, farbenfroher, gleichermaßen spannender wie witziger Episodenroman, der aufgrund des immensen Ideenreichtums glänzend unterhält: ein zeitloses Lektüre-Vergnügen!

Der Tod heilt alle Wunden

Der Tod einer Lady am Bratspieß bringt Ermittler Peter Pascoe in ein englisches Seebad. Die ohnehin schwierigen Ermittlungen werden verkompliziert, weil Pascoes exzentrischer und einmischungsfreudiger Chef Andrew Dalziel genau hier seinen Erholungsurlaub verbringt … – Der 23. Fall des Duos Pascoe & Dalziel lässt sich zäh an, bevor ab Seite 200 die bekannten Qualitäten ein ebenso verwickeltes wie vergnügliches Krimi-Rätsel in Gang bringen.

Das Jesusporträt

Der Raub einer uralten Reliquie setzt eine Kettenreaktion gewaltreicher Aktionen in Gang, in zwei geniale Kunstdiebe, ein listenreicher Ex-CIA-Agent, eine geheimnisvolle Contessa und ein moderner Schwarzmagier sich in der idyllischen Landschaft des Vierwaldstättersees mit allem bekämpfen, was die moderne Waffenkammer hergibt … – Was sich als weiterer Mystery-Thriller im Schlepptau von Dan Brown androht, entwickelt sich zu einem simplen aber spannenden, rasanten und vor allem kompetent geschriebenen Action-Abenteuer ohne dümmliche Mythentümelei: lesen, genießen, vergessen!