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Caine 08 – Torrkan

Erstellt von Günther Lietz am 29. Januar 2010

Bei Amazon.deCaine 08 – Torrkan
(sfbentry)

Lausch; CD
Dauer: ca. 57 Minuten
Hörspiel von Günter Merlau
Nach einem Exposee von Günter Merlau
Drehbuch, Regie und Produktion: Günter Merlau
Musik von Mnemic, Günter Merlau, Devil’s Gift
Empfohlen ab 16 Jahren

Sprecher: Sprecher: Torsten Michaelis (Caine), Lutz Riedel (Kartaan), Klaus Sonnenschein (Torkaan), Karl Schulz (Kilkenny), Claudia Urbschat-Mingues (Linda Watkins), Reinhilt Schneider (Dhala’rin), Wolfgang Berger (Wachowski), Rainer Schmitt (Nicolas Kilkenny), Martine Sabel (Joel Grady), Art Jeffries (Günter Merlau)

Der angeschlagenen Linda Watkins gelingt die Flucht vor Joel Grady und die smarte Agentin begibt sich auf den Weg zum Outpost 31. Die Basis wurde zerstört und Art Jeffries macht sich, zusammen mit Wachowski, auf die Suche nach ihrem Arbeitgeber Drake. Denn sollte Drake tot sein, dann steht eine große Katastrophe bevor.

Auch bei Caine zeichnet sich eine Katastrophe ab, denn der Einfluss von Kartaan wird immer stärker. Kartaan ist zwar in das Penumbra gebannt, Caines magisches Amulett, doch scheinbar hat der massenmordende Außerirdische noch ein Ass im Ärmel. Dafür spricht jedenfalls seine Verbindung zu Dhala’rin, die aufmerksam den Worten Kartaans lauscht …

Erneut schaltet Lausch einen Gang hoch und gibt ordentlich Gas. Immerhin ist die Serie auf zehn Folgen ausgelegt und da muss die Spannung zunehmen. Das gelingt hervorragend. Zum Einen sind da Linda und Jeffries, deren Handlungsstränge nun zusammenlaufen. Sie müssen in der zerstörten und von außerirdischen Invasoren überlaufenen Basis nach Collin Drake suchen. „Müssen“ ist dabei richtig gewählt, denn Drake ist an ein Computersystem gekoppelt, dass im Falle seines Todes eine Bombe zündet. Also muss der Mann gefunden werden. Die Zeichen für sein Überleben stehen auch ganz gut, doch sind die Monster schon auf den Fersen der Menschen. Das erzeugt große Spannung, vor allem weil auch von einer Figur aus dem Rettungstrupp Abschied genommen wird. Wo gehobelt wird, da fallen halt Späne. So bleibt die Neugierde jedenfalls groß, denn stets kann wieder etwas unvorhergesehenes passieren.

Auch die Handlungsfäden von Caine und Kilkenny laufen zusammen und werden miteinander verwoben. Regisseur Günter Merlau fügt die losen Enden zusammen und bereitet die Serie offensichtlich auf ihr Ende vor. Das sorgt für einen straffen Handlungsaufbau. Besonders gelungen ist dabei Steven Caines Rückblick auf die letzten Episoden. Dadurch werden dem Fan die zurückliegenden Ereignisse nochmals in Erinnerung gerufen und finden Neulinge leichter den Einstieg in die Serie. Ein guter Schachzug. Aber auch die Handlung um Caine und Kilkenny ist verdammt gut. Und Caine liefert sich auch weiterhin ein Willensduell mit Kartaan. Das wird durch erfrischende Dialoge präsentiert, die oft eine derbe Wortwahl beinhalten. Aber genau das macht „Caine“ ja aus. Also unbedingt die Altersempfehlung beachten!

Die Spannung zwischen Caine und Kartaan ist deutlich spürbar und liegt förmlich in der Luft. Aber auch zwischen Kilkenny und Dhala’rin existiert eine Verbindung, die immer spürbarer wird. Die Seherin kocht zudem offensichtlich zusammen mit Kartaan ihr eigenes Süppchen. Die beiden haben einen Plan und der steht kurz vor seinem gelingen. Da schaudert es einem richtig und überschlägt sich die Spannung zum Ende der Folge hin.

Das liegt natürlich an den Schauspielern, die hier Höchstleistungen zeigen und mit hörbarer Spielfreude bei der Sache sind. Diese Freude überträgt sich auf den Zuhörer und reißt ihn förmlich mit. Eine gelungene Sache. Vor allem Torsten Michaelis (Caine) und Lutz Riedel (Kartaan) sind ein Genuss für die Ohren. Wie bereits in der vorangegangenen Episode, verschwimmen ihre Dialoge öfter miteinander oder spielen sich blitzschnell ab. Vor allem die boshafte Stimme von Herrn Riedel jagt einem einen eiskalten Schauer über den Rücken. Michaelis’ kontert dagegen mit Caines steigender Hilflosigkeit und Verwirrung. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Profikiller Caine nachgibt und Kartaan vollends die Kontrolle übernimmt. Das wird mit jedem Satz, mit jedem Wort immer deutlich. Und gleichzeitig ist auch der unbeugsame Wille Caines hörbar und auch spürbar. Ganz großes Kino für die Ohren, ganz großes Kompliment an die Sprecher!

Auch das Sounddesign von Günter Merlau überzeugt, der die unterschiedlichen Schauplätze gelungen mit passenden Geräuschen und Musikstücken unterlegt. Dadurch ist die Hörerschaft stets im Bilde, wo sich die Figuren gerade befinden. Dabei kommt die Klangkulisse auch richtig griffig zum Tragen. Sie unterstützt die Sprecher regelrecht und sorgt für eine gute Tiefe der einzelnen Szenen. Die harte Musik ist dabei ebenfalls sehr behilflich. Diesmal zeigt sich Devil’s Gift dafür verantwortlich und steuert einen Bonustrack bei. Einfach klasse. Dahinter folgt übrigens auch ein Hidden Track, in dem Art Jeffries (Günter Merlau selbst) eine tragende Rolle spielt. Unbedingt anhören!

Mit „Caine 08 – Torrkan“ (der auch vorkommt, aber eigentlich vernachlässigbar ist) präsentiert Lausch eine weitere Folge dieser Ausnahmeserie, die einfach nur begeistert. Heftige und ausgeklügelte Dialoge, ein derber Humor, eine griffige Fäkalsprache und dazu eine übergreifende Rahmenhandlung, die auf ihren Höhepunkt zusteuert – einfach gelungen. Auch die Präsentation der CD ist mal wieder ein Knaller und kommt im gewohnten Caine-Design daher. Unbedingt anschauen, einlegen und anhören!

Copyright © 2009 by Günther Lietz

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CAINE 07 – Dunkler Prophet

Erstellt von Günther Lietz am 29. September 2009

Bei Amazon.deGünter Merlau
CAINE 07 – Dunkler Prophet

Dauer: ca. 52 Minuten
Hörspiel von Günter Merlau
Nach einem Exposee von Günter Merlau
Drehbuch, Regie und Produktion: Günter Merlau
Musik von Mnemic, Günter Merlau, Mongofünf
Empfohlen ab 15 Jahren

Sprecher: Torsten Michaelis (Caine), Lutz Riedel (Kartaan), Klaus Sonnenschein (Torkaan), Karl Schulz (Kilkenny), Claudia Urbschat-Mingues (Linda Watkins), Reinhilt Schneider (Dhala’rin), Bernhard Völger (Mc Govern), Gerald Paradies (Collin Drake), Wolf Frass (Bob Spineza), Wolfgang Berger (Wachowski), Rainer Schmitt (Nicolas Kilkenny), Martine Sabel (Joel Grady), Smudo (Dr. Henry Rollins)

(sfbentry)

Cop Kilkenny ist mit Hilfe von Dhala’rin und Mordendyk den Aganoi entkommen. Doch anstatt zur Erde zu gelangen, trifft er auf Kyn’kor ein, wo sich die Dunkelelfen einen mörderischen Kampf mit den Dämonen der Aganoi liefern. An ihrer Seite Steven Caine, dem das Orakel offenbarte er sei der Weltenvernichter. Und das scheint durchaus zu stimmen, denn Caine verliert immer weiter die Kontrolle über das Penumbra und Kartaan erstarkt fortwährend.

Doch auch auf der Erde läuft einiges schief. So irrt Linda Watkins ziellos in der Wüste umher und landet schlussendlich im Krankenhaus, wo sie von Dr. Henry Rollins versorgt wird. Linda hat zwar den Angriff auf Outpost 31 überlebt, dabei aber ihr Gedächtnis verloren. Für FBI-Mann und Aganoi-Agent Joel Drady ein gefundenes Fressen, wäre da nicht Doktor Rollins …

Sind es tatsächlich schon sieben Folgen? Tatsächlich! „CAINE“ ist dermaßen rasant, dass jede einzelne Episode wie im Fluge vergeht und man meint, es wäre eine einzige große Geschichte. Sicherlich liegt das daran, dass die Folgen stets nahtlos ineinander übergehen. Dazu die harten, schnellen und temporeichen Szenenwechsel, die an Actionmovies erinnern. Extrem tolles Kopfkino eben. Doch geht einer Serie nicht irgendwann der Treibstoff aus, wenn sie immer nur mit Nachbrenner fliegt? Nun, „CAINE“ scheint einfach ein paar Tanks extra zu besitzen.

In „Dunkler Prophet“ laufen nun verschiedene Handlungsfäden zusammen und treffen die wichtigen Personen aufeinander. So steht Kilkenny endlich Steven Caine gegenüber. Damit sind zwei der wichtigsten Personen der Reihe endlich am gleichen Ort. Wobei Kilkenny sich zum Helden mauserte und nun daran macht, Caine den Rang abzulaufen. Zumindest zieht er gleich und auch die Sprecher – Torsten Michaelis als Steven Caine und Karl Schulz als Kilkenny – arbeiten auf einem gleich hohen Niveau. Michaelis und Schulz zu lauschen ist einfach nur grandios. Die ganze Sache wird durch Lutz Riedel abgerundet, der einen überaus fiesen und brutalen Kartaan gibt.

Das Kartaan langsam die Kontrolle übernimmt, wird hörbar dargestellt, vor allem in den Szenenbeschreibungen. So erklärt Caine anstelle eines Erzählers gerne mal die Ereignisse und die Szenerie, nun übernimmt aber auch Kartaan diesen Part und zwar mitten im Satz, so dass beide Figuren plötzlich als eine Person agieren. Das ist schaurig gut umgesetzt und bereitet einem richtig Gänsehaut. Das Ganze wird mit einer ordentlichen Portion Fäkalsprache abgerundet und in viel Gewalt gepackt.

Den Gewaltanteil bei „CAINE“ sollte man keineswegs unterschätzen. Vor allem in „Dunkler Prophet“ geht es recht derbe zu und Kartaans Einflüsterungen und Ansichten zu diesem Thema, gehen einem schnell unter die Haut. Obwohl die Figuren recht überzeichnet sind und die Gewalt keineswegs dem Selbstzweck dient, muss die Altersempfehlung von fünfzehn Jahren unbedingt beachtet werden. Der Hörer sollte in der Lage sein, das harte Hörspiel auch als fiktives Hörspiel zu begreifen – ansonsten landet der ein oder andere coole Spruch Kartaans schnell mal auf einem Schulhof und sorgt für Ärger. Jeder der mit dem Thema erwachsen umgeht, wird jedoch mit einer knallharten und verdammt guten Serie bedient.

Wie bereits in der letzten Episode „Mordendyk“ gibt es übrigens auch diesmal einen prominenten Gastsprecher: Smudo von den fantastischen Vier. Als Doktor Rollins hat er ein paar schöne Szenen und leistet hörbar gute Arbeit – das kommt einfach gut an, macht Laune. Ebenfalls als Gast tritt die Band Mongofünf in Szene, die ihren Sound beisteuert und mit einem Bonustrack am Ende vertreten ist. Der plötzlich deutsche Sound der Band ist zwar hart und wirkt passend, erscheint dennoch leicht ungewohnt. Im Verbund mit dem typischen „CAINE“-Sound und der hervorragenden Klangkulisse klingt es aber wieder mehr als passend und rundet die Folge gut ab.

Obwohl „Dunkler Prophet“ etwas kürzer als die anderen Folgen ist, bleibt abschließend doch wieder nur Eines zu sagen: Scheiße, ist das cool!

(Günther Lietz)

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CAINE 06 – Mordendyk

Erstellt von Günther Lietz am 29. September 2009

Bei Amazon.deGünter Merlau
CAINE 06 – Mordendyk

Dauer: ca. 60 Minuten
Hörspiel von Günter Merlau
Nach einem Exposee von Günter Merlau
Drehbuch, Regie und Produktion: Günter Merlau
Musik von Mnemic, Günter Merlau, Limbogott
Empfohlen ab 15 Jahren

Torsten Michaelis, Lutz Riedel, Klaus Sonnenschein, Kaspar Eichel, Peter Groeger, Frank Hildebrandt, Hannes Benders als Jon-Jon

(sfbentry)

Steven Caine, auserwählter Träger des mächtigen Penumbras, leidet noch immer unter den Visionen des Orakels. Doch er kann sich keine Verschnaufpause gönnen, denn die Dämonen der Aganoi bedrohen die Kyan’Kor. Zeit ist ein Luxus, den Caine nicht mehr besitzt. Das gilt auch für Collin Drake und seine Leute, die den Agaoni am Outpost 31 heftigen Widerstand leisten. Auch bei ihnen ist Zeit ein nicht vorhandener Luxus.

Und als wären diese beiden Konfliktherde nicht schon groß genug, kämpft sich Sean Kilkenny mit seiner Kyon’Kor-Verbündeten Dhala’rin durch das Höhlensystem der Aganoi auf deren Heimatplaneten. Unterstützung bekommen die beiden durch den kleinen Außerirdischen Jon-Jon, der einen Ausweg und gleichzeitig auch einen Rückweg kennt. Doch kann Kilkenny den Außerirdischen überhaupt trauen …?

Hui, jetzt wird aber vom Leder gezogen. Steven Caine rückt dabei leicht nach hinten und macht viel Platz für die anderen Figuren der Reihe. Vor allem der Cop Kilkenny wird in einem neuen Licht gezeigt. Er und seine Zweckverbündeten, kämpfen sich regelrecht durch die Schrecken der Aganoi. So erfährt der Hörer, durch die Augen Kilkennys, etliche Neuigkeiten und lernt weitere außerirdische Rassen kennen. Dabei geht es brutal, aber auch humorvoll zu. Das gilt vor allem für die Dialoge zwischen Kilkenny (gesprochen von Karl Schulz) und Jon-Jon (gesprochen von Comedian Hannes Bender). So gibt es einen kleinen Seitenhieb auf „Der Herr der Ringe“ und erklärt Kilkenny Jon-Jon den Begriff „Klugscheißer“ – was schlussendlich auch Bestandteil einer sehr emotionalen Szene ist.

Benders Leistung im Hörspiel ist sehr gut. Zu keinem Zeitpunkt bringt man ihn mit dem quirligen und beinahe nervigen Comedian in Verbindung, der er eigentlich ist. Im Gegenteil. Die Rolle des Jon-Jon ist von ihrem Sprecher losgelöst und Benders krächzend hohe Darbietung macht einfach nur Laune.

Ebenfalls große Laune macht auch Collin Drake (in Episode 3 glänzt der Name auf dem Titel mit „ll“, auf der Verlagsseite in den Inhaltsübersichten auch gerne mal nur mit einem „l“ – das ist im Grunde sehr witzig). Er, Art Jeffries und Linda Watkins liefern sich am Outpost 31 ein heftiges Gefecht. Dieser Handlungsstrang ist von großer Bedeutung und bedarf einer genaueren Betrachtung.

Erst einmal fällt auf, dass „Outpost 31“ im neudeutschen denglisch ausgesprochen wird, anstatt den Begriff konsequent Englisch oder als „Außenposten 31“ auszusprechen. Das war auch schon alles an Kritik, denn dieser Teil der Handlung hat es in sich. Sei es nun im Hinblick auf die Action, die Personen oder die Geschichte.

Gerald Paradies als Collin Drake bekommt in „Mordendyk“ viel Raum zur Entfaltung geboten. Seine Darstellung Drakes ist überragend und durch die Rückblicke in Drakes Vergangenheit, kann Paradies der Rolle neue Facetten geben. Aha, nun wird auch nachvollziehbar, warum Drake handelt wie er eben handelt. Der gute Mann hatte schon früh Kontakt zu den Aganoi und damit aufs falsche Pferd gesetzt. Als idealer Partner in Vergangenheit und Gegenwart taucht dann auch noch Art Jeffries auf, der von „CAINE“-Macher Günter Merlau höchstpersönlich gesprochen wird. Zwischen Drake und Jeffries herrscht ein sehr persönliches Verhältnis, wie der Hörer nun dramatisch erfährt. Ein Verhältnis, dass in einem grandiosen Cliffhanger endet. Das ist von LAUSCH beinahe schon sadistisch, aber so ist „CAINE“ nun mal: hart, brutal und stets am Limit – oft auch darüber hinaus.

Allerdings tritt die Produktion diesmal ein wenig auf die Bremse. Zwar kommt auch „Mordendyk“ mit einem flotten Tempo und flinken Schnitten daher, wirkt aber etwas ruhiger und konzentrierter. Diesmal ist es sogar möglich die Folge ohne Vorkenntnisse zu hören, sind die unterschiedlichen Handlungsstränge leichter nachzuvollziehen. Das wirkt beinahe schon ungewohnt, aber auch wie eine kleine, wohltuende Pause zum Verschnaufen.

Handwerklich operiert „Mordendyk“ auf höchstem Niveau. Günter Merlau ist ein Meister seines Fachs, der eine verdammt talentierte Truppe um sich versammelt hat. Dazu die harten Klänge der Metalband Limbogott, die erneut einen Bonustrack beisteuert. Musik ist Geschmackssache und bei „CAINE“ passt der Sound einfach.

Diese nun mehr sechste Folge der Reihe ist ein echter Hit. Grandios inszeniert, sauber produziert und mal wieder harte Unterhaltung fürs passende Publikum. Bei „CAINE“ haben Weicheier halt nichts verloren.

(Günther Lietz)

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CAINE 05 – Rebellion

Erstellt von Günther Lietz am 29. September 2009

Bei Amazon.deGünter Merlau
CAINE 05 – Rebellion

Dauer: ca. 69 Minuten
Hörspiel von Günter Merlau
Nach einem Exposee von Günter Merlau
Drehbuch, Regie und Produktion: Günter Merlau
Musik von Mnemic, Günter Merlau, Limbogott
Empfohlen ab 15 Jahren

Sprecher: Torsten Michaelis (Caine), Lutz Riedel (Kartaan), Klaus Sonnenschein (Torkaan), Karl Schulz (Kilkenny), Claudia Urbschat-Mingues (Linda Watkins), Reinhilt Schneider (Dhala’rin), Bernhard Völger (Mc Govern), Gerald Paradies (Collin Drake), Wolf Frass (Bob Spineza), Wolfgang Berger (Wachowski), Rainer Schmitt (Nicolas Kilkenny), Peter Tabatt (Cyril), Günter Merlau (Art Jeffries), Katinka Springborn (Elisa Spinoza), Mats Peter Milchgiesser (Sean als Kind)

(sfbentry)

Die Lage spitzt sich an allen Fronten zu. Steven Caine und Torkan müssen den Rat der Kyan’Kor überzeugen in den Kampf zu ziehen, während Collin Drake einen Plan in der Hinterhand hat, um die Außerirdischen von der Erde zu tilgen. Ein Plan, der Linda Watkins sauer aufstößt. Auch Sean Kilkenny schmiedete in der Gefangenschaft der Aganoi einen Plan, um die versklavten Menschen zu befreien. Dabei bekommt er unerwartete Hilfe …

„Rebellion“ ist die nun mehr fünfte Episode der harten Ausnahmereihe „CAINE“. Das Hörspiel zeichnet sich vor allem durch sein hohes Tempo und die rasanten Schnitte aus. Für Quer- und Neueinsteiger gibt es keine Möglichkeit, sich in die laufende Handlung einzuklinken. Wer „CAINE“ verstehen will, der muss von vorne anfangen. Die Reihe ist, wie ihr Protagonist, hart und kompromisslos. Und genau das macht die Serie so beliebt.

Neben der harten und actionreichen Handlung sind es auch die harten und betont coolen Dialoge, die zu fesseln wissen. Dabei steht der Konflikt zwischen Caine (Torsten Michaelis) und Kartaan (Lutz Riedel) im Mittelpunkt. Caine ist Träger des Penumbras, des magischen Amuletts, in das der Geist des außerirdischen Massenmörders Kartaan gebunden ist. Durch das Amulett verfügt Caine über unmenschliche Kräfte, aber Kartaan gewinnt wiederum zunehmend Kontrolle über den ehemaligen Profikiller. Der verbale Schlagabtausch zwischen den beiden Männern ist stets der Höhepunkt einer Folge, so auch in „Rebellion“. Michaelis und Riedel laufen dabei zur Höchstform auf und steigern sich stetig. Das ist sehr packend und fesselnd.

Auch Claudia Urbschat-Mingues weiß auf ganzer Linie zu überzeugen und die Figur der Linda Watkins mit Leben zu füllen. Wurde Lindas Vergewaltigung in „Dunkelheit“ etwas zur Seite gedrängt, so leidet die junge Frau nun verstärkt unter den Nachwirkungen und seelischen Verletzungen. Dabei bleibt die Rolle überaus glaubhaft.

Überhaupt werden alle Rollen sehr glaubhaft gespielt und sind ein Genuss. Immerhin wurde eine bekannte Sprecherriege für die Produktion eingespannt. In einer Gastrolle ist sogar Kim Frank zu hören – Schauspieler und ehemaliger Sänger der Gruppe „Echt“. Hier wurde ordentlich geklotzt, um ein überzeugendes Hörspiel auf die Beine zu stellen.

Der Mann dahinter ist Günter Merlau, der in allen Bereichen von „CAINE“ das Sagen hat und die Strippen zieht. Er ist sozusagen das Meisterhirn hinter LAUSCH und den Produktionen. Auch in „Rebellion“ lässt er sein Können spielen, sorgt für ein spannendes Drehbuch, perfekt abgestimmte Dialoge, pointierte Geräuscheffekte und die richtige Musikmischung. Die kommt zum Teil von der Metal-Band Limbogott, die im Anschluss an „Rebellion“ einen knallharten Bonustrack spendiert.

Knallhart ist auch die gesamte Reihe. Dabei muss der Hörer stets konzentriert der Geschichte folgen, da verschiedenen Handlungssträngen nachgegangen und auch in der Zeit gesprungen wird. Diesmal gibt es Rückblicke auf Kilkennys Kindheit, die für kleinere Verschnaufpausen sorgen. Noch immer gibt es keinen Erzähler der die Geschichte visualisiert, doch die Figuren werden etwas stärker bei den Beschreibungen der Szenen eingebunden. Das sorgt für ein sehr plastisches Bild.

Dieses oft blutige Bild, die sehr harten Dialoge und der markige Humor sind nichts für Weicheier und auch Kinder müssen die Finger von diesem Stoff lassen. „CAINE“ richtet sich eindeutig an reifere Semester, die differenzieren können.  „CAINE“ ist keine Massenware, sondern Genuss für Kenner. Das gilt auch für „Rebellion“ – hier wird Spannung groß geschrieben und steuert die Handlung langsam auf ein knalliges Finale zu. Genial!

(Günther Lietz)

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BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
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www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
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Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1. Carina Szarska
2. Harald Blohm
3. Wilma Schorrmann
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

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CAINE 04 – Dunkelheit

Erstellt von Günther Lietz am 29. September 2009

Bei Amazon.deGünter Merlau
CAINE 04 – Dunkelheit

Dauer: 57.23 Minuten
Hörspiel von Günter Merlau
Nach einem Exposee von Günter Merlau
Drehbuch, Regie und Produktion: Günter Merlau
Musik von Mnemic, Günter Merlau und BMG Zomba
Tonassistenz: Frederik Bolte und Jens Pfeifer
Disposition und Lektorat: Janet Sunjic
Aufgenommen im Hörig-Tonstudio
Empfohlen ab 15 Jahren

Sprecher: Caine (Michaelis, Torsten), Kartaan (Riedel, Lutz), Torkaan (Sonnenschein, Klaus), Moretti (Eichel , Kaspar), Setno (Groeger, Peter), Linda Watkins (Urbschat-Mingues, Claudia), Kilkenny (Schulz, Karl), Art Jeffries (Merlau, Günter), Josh (Bahro, Wolfgang), Rio (Sparberg, Andreas), Collin Drake (Paradies, Gerald), Joel Grady (Sabel, Martin), Mc Govern (Völger, Bernhard)

(sfbentry)

Die Situation in San Francisco wird immer bedrohlicher und steuert langsam auf eine Krise zu. Caine wird von den Kyan’kor auf deren Heimatplaneten geholt, um dort eine dämonische Bedrohung durch die Aganoi auszuschalten. Der Konflikt zwischen Caine und Kartaan wird dabei immer stärker, bringt Caine an den Rand der Verzweiflung.

Auf der Erde geht Cop Kilkenny weiter seiner Arbeit nach und stößt während der Ermittlungen auf unglaubliche Geschehnisse. Ganze Straßenzüge werden regelrecht entvölkert. Die Spuren, denen Kilkenny folgt, bringen den Cop in große Gefahr, denn die Aganoi werden auf ihn aufmerksam.

Das Schicksal der Welt scheint besiegelt, doch noch gibt es Collin Drake und seine Bruderschaft. Es ist aber fraglich, ob die Bruderschaft tatsächlich hehre Ziele verfolgt …

„Dunkelheit“ setzt nahtlos an, wo „Collin Drake und die Bruderschaft“ endete. Caine selbst ist erschüttert, da er Linda Watkins brutal vergewaltigte. Das harte und unmenschliche Verhalten des Helden wird allerdings dadurch etwas entschärft, dass es im Grunde genommen Kartaan war, der die Kontrolle übernahm und Caine zum Zuschauen verdammte. Trotzdem bleibt die Handlung selbst hart und brutal, führt auch zu einem harten und brutalen Konflikt zwischen Caine und Kartaan. Torsten Michaelis und Lutz Riedel transportieren diesen Konflikt großartig und verleihen ihren Stimmen stets die richtige Farbe und Emotion. Es ist deutlich hörbar wie sehr Caine leidet und was Kartaan für eine sadistische Freude daran findet. Von der Handlung und von den Dialogen, her wird hier ganz schön harter Tobak geboten.

Beinahe schon unglaubwürdig scheint dabei die Rolle von Linda Watkins zu sein. Obwohl sie erst vor kurzem das Opfer einer Vergewaltigung war, ist sie rasch wieder auf dem Posten, wirkt stärker und entschlossener als je zuvor. Rein vom Text her könnte ihr Verhalten deplatziert, nicht nachvollziehbar wirken. Aber Claudia Urbschat-Mingues verleiht ihrer Rolle genau die richtige Färbung, die sie braucht. So sind es nicht die Worte die man hört, sondern die Emotionen die man spürt, die deutlich zeigen, wie sehr Linda leidet und das sie nur nach Außen hin die starke Frau gibt. Collin Drake (hervorragend gesprochen von Gerald Paradies) erkennt das sehr genau und in einer sehr eindringlichen Szene verlangt er von Linda, dass sie ihren Hass nutzen möge. Einfach hervorragend gespielt.

Ebenso hervorragend – und die Folge eindeutig dominierend – ist Karl Schulz als der bärbeißige Cop Kilkenny. Stimmgewaltig und mit hörbarer Spielfreude transportiert er seine Rolle. An Kilkennys Seite erfährt der Hörer neue Enthüllungen und langsam wird das Ausmaß der tatsächlichen Bedrohung erkennbar. Es scheint für die Welt keinen Ausweg mehr zu geben, man kann niemandem trauen. Doch hier macht Kilkenny Mut und ruft seinen Kollegen McGovern zum Zusammenhalt auf. Eine sehr eindringliche Szene, die ebenso eindringlich endet. Die Vorgehensweise der Aganoi, der brutale Umgang mit den Gefangenen, ruft Erinnerungen an das Naziregime ins Gedächtnis und projiziert Bilder, die aus Film, TV und Geschichtsbüchern wohlbekannt sind.

Überhaupt ist „Dunkelheit“ auch als bildgewaltig zu bezeichnen, obwohl die Sprecher nur wenig beschreiben und es auch keinen Erzähler gibt, der die Szenerie hörbar umsetzt oder Zusammenhänge erklärt. Der Hörer ist hier ganz auf sich alleine gestellt, muss der Geschichte aufmerksam folgen und sollte die vorangegangenen Episoden kennen, um der Handlung folgen zu können. Für Neueinsteiger ist das natürlich kaum zu bewältigen, die sollten unbedingt mit der ersten Folge beginnen und sich langsam hocharbeiten. Fans werden allerdings mit einer spannenden und dicht gestrickten Geschichte belohnt.

Die Bilder und Szenen werden vor allem mittels der Dialoge und den Geräuscheffekten erzeugt. Niemand erzählt, dass die Türe zum Balkon des Penthouses geöffnet wird. Nein. Stattdessen hört man eine Türe, den plötzlichen Lärm der Stadt und den Wind, der in dieser Höhe das Gebäude umspielt. Klasse gemacht und ein dickes Lob an Günter Merlau. Zu schnell kann man sich hier verhaspeln und einen falschen Eindruck erwecken, doch Merlau hat ein gutes Gefühl für Musik und Effekte. Seine Komposition aus Dialogen, Geräuschen und Musik ist einfach grandios und trägt dazu bei, dass die Reihe „CAINE“ zu etwas ganz Besonderem zählt. Auch „Dunkelheit“ gehört dazu und überzeugt auf der ganzen Linie.

(Günther Lietz)

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Saat der Zerstörung 2

Erstellt von Günther Lietz am 6. August 2009

Mike Mignola, Robert Schlunze, Günter Merlau
Saat der Zerstörung 2

Hellboy 2
LAUSCH (www.merlausch.de)
Spielbuch: Robert Schlunze nach den Comics von Mike Mignola
Regie und Produktion: Günter Merlau
Musik: Günter Merlau, eingespielt vom Hamburger Hörspiel-Orchester
Postproduktion und Sounddesign: Frieder Schölpple
Besetzung: Hellboy – Tilo Schmitz, Adam Cavendish – Günter Merlau, Abe Sapien – Joachim Tennstedt, 1st Sgt. Wittman – Wolf Frass, Liz Sherman – Ranja Bonalana, Lady Cynthia – Dorothea Hagena, Broom – Gerd Samariter, Caleb Cavendish – Martin Schleiß, Magier – Michael Prelle, Sven Olafsen – Roland Floegel, Aron Cavendish – Marco Reinbold, Gibson – Achim Buch, Dr. Manning – Klaus Dittmann, Von Krupt – Robert Schlunze, Lady Cavendish – Ilse Seemann, Obersturmbannf. – Helmut Gentsch, Liz`Mutter – Katinka Springborn
In weiteren Rollen: Dirk Heinrich, Konradin Kunze, Martin Wolf, Wolfgang Berger, Bernd Hölscher, Carlheinz Heitmann, Janet Ivana Sunjic, Svenja Kimbel und Frieder Schölpple
1 CD, Spieldauer 69 Minuten, inkl. 16-seitigem Booklet
empfohlen ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-939600-48-0
(sfbentry)

Hellboy, Liz und Ape befinden sich auf Cavandish Hall, einem alten und mysteriösen Anwesen. Liz ist allerdings spurlos verschwunden, Ape abgetaucht und Hellboy steht einem finsteren russischen Magier gegenüber: Rasputin!

Dieser eröffnet Hellboy, er hätte ihn damals aus der Hölle geholt, damit Hellboy ihm helfe Ogdru-Jahad auf die Welt loszulassen und somit das Schicksal der Menschheit zu besiegeln. Das kann unser zigarreschmauchender Charmebolzen keineswegs zulassen und somit geht Hellboy in die Offensive …

„Saat der Zerstörung 2“ setzt nahtlos am ersten Teil an. Mit grandiosen Effekten und bombastischer Musik stellt sich Hellboy Rasputin. Der wird von Michael Prelle gespielt, der schon in einigen LAUSCH-Produktionen zu hören war und als Theaterschauspieler bekannt ist, keinesfalls als Synchronsprecher. Dieser Fokus auf Theater sorgt für eine entsprechende klassische Stimme, die bei Rasputin besonders gut zur Geltung kommt. Dadurch ist die Auseinandersetzung zwischen dem Magier und Hellboy ein Genuss für die Ohren.

Das Hörspiel setzt nun verstärkt auf Rückblenden und bringt auch Auszüge aus Akten der B.U.A.P. vor, so dass der Zuhörer mehr über das Team erfährt. Aber auch die Hintergründe zu Rasputin werden genauer unter die Lupe genommen, ebenso sein Verhältnis zu Hellboy und die finsteren Pläne des Magiers. Das alles ist sehr spannend inszeniert und wirkt, durch den Wechsel von Thema und Tempo, sehr dynamisch.

Ohne Frage sind beide Teile von hohem Niveau. Sei es nun das Spielbuch, die Sprecher, die Effekte oder die Musik – hier sitzt alles handwerklich perfekt und weiß gut zu unterhalten. Produzent und Regisseur Günter Merlau ist ein Meister seines Fachs und setzt den Kult-Comic von Mike Mignola hörbar exzellent um. Jede Szene wirkt authentisch und oftmals regen Hellboys zynische Kommentare zum Schmunzeln an. Das liegt zum Großteil an Tilo Schmitz, der den Hellboy einfach grandios gibt. Dazu der passende Klangeffekt, wenn Hellboy an seiner Zigarre zieht – und zwar hörbar. Das passt einfach, ist absolut stimmig.

Spannung, Humor und alles in einer wunderbaren Qualität. Mehr kann niemand erwarten. Die Abenteuer des roten Riesen sind einfach gelungen und schreien förmlich nach mehr. Auch die Aufmachung der CDs ist wunderbar – baut man bei LAUSCH doch auf die Comic-Illustrationen. Das passt einfach.

Das gute Stück lässt sich auch in allen gängigen Playern abspielen und problemlos in MP3 umwandeln. So bleibt die edle CD als Sammlerobjekt in der sicheren Vitrine und lädt mit ihrer Optik zum Angeben und Anschauen ein, während man Hellboy und seine Geschichten bequem über einen MP3-Player genießen kann. Erstklassig!

(Günther Lietz)

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Saat der Zerstörung Teil 2

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Saat der Zerstörung 1

Erstellt von Günther Lietz am 5. August 2009

Mike Mignola, Robert Schlunze, Günter Merlau
Saat der Zerstörung

Hellboy 1
LAUSCH (www.merlausch.de)
Spielbuch: Robert Schlunze nach den Comics von Mike Mignola
Regie und Produktion: Günter Merlau
Musik: Günter Merlau, eingespielt vom Hamburger Hörspiel-Orchester
Postproduktion und Sounddesign: Frieder Schölpple
Besetzung: Hellboy – Tilo Schmitz, Adam Cavendish – Günter Merlau, Abe Sapien – Joachim Tennstedt, 1st Sgt. Wittman – Wolf Frass, Liz Sherman – Ranja Bonalana, Lady Cynthia – Dorothea Hagena, Broom – Gerd Samariter, Caleb Cavendish – Martin Schleiß, Magier – Michael Prelle, Sven Olafsen – Roland Floegel, Aron Cavendish – Marco Reinbold, Gibson – Achim Buch, Dr. Manning – Klaus Dittmann, Von Krupt – Robert Schlunze, Lady Cavendish – Ilse Seemann, Obersturmbannf. – Helmut Gentsch, Liz`Mutter – Katinka Springborn
In weiteren Rollen: Dirk Heinrich, Konradin Kunze, Martin Wolf, Wolfgang Berger, Bernd Hölscher, Carlheinz Heitmann, Janet Ivana Sunjic, Svenja Kimbel und Frieder Schölpple
1 CD, Spieldauer 69 Minuten, inkl. 16-seitigem Booklet
empfohlen ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-939600-47-3

(sfbentry)

Es ist im Winter des Jahres 1944, als die Nazis mit Hilfe eines russischen Magiers ein Tor zur Hölle öffnen. Natürlich sind die Alliierten mit von der Partie und versuchen die Pläne der schurkischen Deutschen zu verhindern. Das gelingt auch, doch ein Wesen kriecht aus der Hölle hervor: the boy from hell – Hellboy!

Fünfzig Jahre später hat sich Hellboy zu einem riesigen roten Kerl mit höllischen Kräften gemausert, der im Auftrag der B.U.A.P. (Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen) ermittelt und mit seinem Team übernatürliche Bedrohungen ausschaltet. So wie es aussieht, ist Hellboys nächster Fall sehr persönlich, denn jemand hat seinen Ziehvater ermordet …

„Saat der Zerstörung“ ist die hörbare Umsetzung des Comics von Mike Mignola. Im Gegensatz zum Film „Hellboy“, hält sich LAUSCH stark an die gezeichnete Vorlage. Um jedoch auch Synergie aus dem Spielfilm zu ziehen, hat Produzent Günter Merlau die im Film vorkommenden Stimmen für sein Studio verpflichtet. Allen voran natürlich Tilo Schmitz, der Ron Perlman im Kinofilm „Hellboy“ und in der Animationsserie synchronisierte. Schmitz’ markante und raue Stimme passt halt wie die Faust aufs Auge.

Auch die anderen Rollen sind gut besetzt. Die feuerschleudernde Liz Sherman wird von Ranja Bonalana gesprochen, die Selma Blair im Film ihre deutsche Stimme lieh und hierzulande – unter anderem – als Synchronsprecherin von Julia Stiles („Die Bourne Identität“, „Mona Lisas Lächeln“) bekannt ist. Auch Fischmensch Abraham „Abe“ Sapien wird von der deutschen Kinostimme gesprochen. Das wäre Joachim Tennstedt, der im Film „Hellboy“ Doug Jones sprach und auch als deutsche Stimme von John Malkovich, Mickey Rourke, Christopher Lambert und vielen anderen Hollywoodgrößen bekannt ist.

Alleine diese drei Synchronsprecher zeigen deutlich auf, um was für eine hochwertige Produktion es sich handelt. Doch auch alle anderen Rollen sind hochkarätig besetzt und die Schauspieler wissen eindeutig, wie man einem Hörspiel Leben einhaucht. Immerhin braucht es dabei etwas andere Anforderungen, als in einem Film, da nur über Sprache und Klänge Stimmungen erzeugt werden können. Der Wegfall der visuellen Komponente ist allerdings kein Nachteil. Im Gegenteil, das Hörspiel ist sogar eindringlicher als der Comic und näher an der Geschichte, als der Kinofilm. Eine Glanzleistung von Günter Merlau, der sich für Produktion, Regie und Musik auszeichnet. Unter anderem spricht er sogar eine Rolle in „Saat der Zerstörung“: Adam Cavendish. Auch Spielbuchautor Robert Schlunze hat eine Sprechrolle. Er gibt Von Krupt zum Besten.

Schlunze hat ganze Arbeit geleistet und eine sehr gute Umsetzung der Thematik geschaffen. Immer wieder gelingt es ihm die Neugierde des Zuhörers zu fesseln, lässt er Hellboy zynisch die Geschichte erzählen oder einen bissigen, humorvollen Kommentar abgeben. Durch Rückblenden aus verschiedenen Winkeln bleibt das Geschehen stets spannend. Überhaupt stehen Spannung und Humor im Mittelpunkt des Hörspiels. „Hellboy“ ist kein düsterer und brutaler Horrorverschnitt, sonder originelle, actionorientierte Unterhaltung. Der Empfehlung „ab 14 Jahre“ solle man folgen.

Auch die Musik ist besonders hervorzuheben, stammt sie doch von Multitalent Günter Merlau, der hier mit dem Hamburger Hörspiel-Orchester zusammenarbeitete. Merlau weiß genau worauf es in einem Hörspiel ankommt. Handwerklich ist also alles vom Feinsten: Die Musik und die Effekte passen, sind harmonisch aufeinander abgestimmt und unterstreichen das Hörspiel. Das macht einfach großen Spaß.

„Saat der Zerstörung 1“ ist der gelungene Auftakt zu einer unterhaltsamen Serie und eine absolute Empfehlung!

(Günther Lietz)

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Saat der Zerstörung Teil 1

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