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neuauflage

Retrum

Erstellt von Werner Karl am 11. Januar 2012

Francesc Miralles
Retrum

Originaltitel: Retrum – Cuando Estuvimos Muertos
Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-7038-8
Thriller / Jugendbuch
Erschienen: Januar 2012
Aus dem Spanischen von Esther Fischer
Umschlagfotos: © iStockphoto.com/belterz; gkrobar
Umschlaggestaltung: Christian Keller inspiriert durch das
spanische Originalcover von Berto Martínez
Klappenbroschur, 352 Seiten
Altersempfehlung ab 13 Jahren

www.loewe-verlag.de
www.retrumfans.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Francesc Miralles, 1968 in Barcelona geboren, ist ein großer Fan düsterer und unheimlicher Schauplätze, wie sie sich auch in Retrum wiederfinden. Inspiriert wurde er zu der Geschichte durch den Song When We Were Dead seiner Band Nikosia. Musik ist neben seiner Arbeit als Drehbuchautor und Schriftsteller Francescs große Leidenschaft. Seine Romane für Jugendliche und Erwachsene wurden in Spanien mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Retrum, in dem sich viele Parallelen zu Francescs eigener Jugend finden, löste in Spanien einen regelrechten Hype aus.

Zum Buch:

Christian hat seinen Zwillingsbruder verloren. Dieser kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben und Christian allein ist daran schuld. Die Trauer um den Bruder trifft die Familie hart. Die Eltern trennen sich, Christian lebt fortan mit seinem Vater in der gewohnten Umgebung, die Mutter geht nach Amerika. Der Vater zieht sich zurück und sieht fast nur noch Fernsehen. Christian selbst wird zum Einzelgänger und hält sich gerne auf dem Friedhof auf. Dort fühlt er sich wohl, fühlt sich mehr im Tod lebendig als im Leben.

Auf dem Friedhof macht Christian die Bekanntschaft von Alexia, Lorena und Robert. Diese Gruppe hält sich ebenfalls gerne auf Friedhöfen auf, sucht die Nähe zu den Toten, übernachtet auch dort und tritt in Verbindung mit Geistern. Christian ist fasziniert von den Blassen, dieser Gruppe, die sich auch Retrum nennt. Nach einer Mutprobe, einer Nacht auf dem Friedhof, wird er in den erlauchten Kreis der Gemeinschaft aufgenommen. Alexia, diese dunkle Schönheit, zieht ihn magisch an, er verliebt sich in sie.

Es gibt aber auch noch ein anderes Mädchen, das Christian mag. Ihr Name ist Alba und sie besucht mit Christian gemeinsam die Schule. Für ihn ist es eine Art Freundschaft, aber für Alba ist es viel mehr als das. Christian ist hin- und hergerissen zwischen Alexia und Alba.

Auf einer Reise durch Europa, von einem bekannten Friedhof zum Nächsten, geschieht das Unfassbare. Retrum wird ganz anders als erwartet und erhofft mit dem Tod konfrontiert. Wird die Gemeinschaft damit umgehen können? Werden die Blassen das Unglaubliche verarbeiten können?

„Retrum“ das ist eine düstere, sehr melancholische Geschichte. Schon die Aufmachung des Buches macht das deutlich. Die Farben sind grau und schwarz, abgebildet sind Gräber, sogar der Schnitt des Buches ist schwarz gehalten. Voller Trauer ist auch Christian, sein Leben hat keinen Sinn mehr und so fühlt er sich den düsteren Gestalten näher als den Personen, die ihm im Leben Freude bereiten. Die Stimmung des Buches ist überwiegend traurig, nur in wenigen Momenten verändert sich die Gefühlswelt Christians. Er fühlt sich dann leichter, unbeschwerter als sonst. Diese Schwankungen werden beeinflusst von den Menschen mit denen er sich umgibt, aber ob diese Personen auch in ihrem Innersten das sind, was sie nach außen scheinen?

Das Ende der Geschichte könnte man so im Raume stehen lassen. Es ist nicht ganz abgeschlossen, aber doch nachvollziehbar. Dennoch sind wohl weitere Bücher rund um „Retrum“ geplant.

Diese Geschichte, die sich mit dem Tod und damit dem Verlust geliebter Menschen beschäftigt, richtet sich an Jugendliche. Trauerbewältigung ist eines der Themen, die hier im Raume stehen und mit denen sich der Autor in diesem Buch beschäftigt hat. Jeder bewältigt diese Trauer anders und es ist schwer dabei den richtigen Weg zu finden. So unterschiedlich wie die beschriebenen Friedhöfe auf Menschen wirken, so unterschiedlich sind auch ihre Emotionen im Zusammenhang mit dem Tod.

Es bleibt wohl den kommenden Büchern vorbehalten dem Leser zu zeigen, ob der Weg über die düstere Seite nach dem Tod eines geliebten Menschen die Angehörigen wieder in das Licht des Lebens zurückführen kann.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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Stadt aus Trug und Schatten

Erstellt von Werner Karl am 8. Januar 2012

Mechthild Gläser
Stadt aus Trug und Schatten
Band 1

Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-7402-7
Jugendbuch / Fantasy
Erschienen Januar 2012
Umschlag- und Innenillustration: Phillip Janta
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten
Altersempfehlung ab 13 Jahren

www.loewe-verlag.de
www.mechthild-glaeser.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Mechthild Gläser wurde im Sommer 1986 in Essen geboren. Auch heute lebt und arbeitet sie im Ruhrgebiet, wo sie sich ihrem Studium widmet und ab und an, laut eigener Aussage, unfassbar schlecht Ballett tanzt – aber nur, wenn niemand hinsieht. Sie hat früh mit dem Schreiben begonnen und ihr Laptop steht noch immer auf der rosafarbenen Schreibtischunterlage, auf der ihre ersten Geschichten entstanden. Inspiration findet sie überall, am besten jedoch bei einer Tasse Pfefferminztee.

Zum Buch:

Flora lebt gemeinsam mit ihrem Vater und der Haushälterin Christabel in einer Wohnung, in der normalerweise Fremde nicht erwünscht sind. So bringt Flora auch niemals Freunde mit nach Hause. Daher ist sie mehr als verwundert als plötzlich auf Wunsch ihres Vaters ein Austauschschüler aus Finnland namens Marian auftaucht und fortan bei der Familie leben soll. Als hätte Flora nicht schon genug zu tun mit der Erledigung des Haushaltes. Ihr Vater ist mehr mit seinen Fischen beschäftigt und sonst auch gedanklich eigentlich immer abwesend und die Haushälterin beschäftigt sich auch mehr mit anderen Dingen. So ist eine gewisse Abneigung Floras gegenüber Marian schon vorprogrammiert, denn eine Person mehr im Haushalt bedeutet unweigerlich auch mehr Arbeit.

Ohnehin geht es dem jungen Mädchen in letzter Zeit gar nicht wirklich gut. Sie sieht Schattengestalten, die ihr vorher nicht aufgefallen sind und träumt, was auch sehr ungewöhnlich ist. Hinzu kommt, dass ihr die Träume so realistisch erscheinen und sie auch immer wieder an den gleichen Ort entführen.

Eisenheim heißt die Stadt von der Flora träumt. Aber Eisenheim ist kein Traum wie Flora sehr schnell erfährt. Die Seelen aller Menschen wandern dorthin wenn sie schlafen. Die meisten Menschen merken davon gar nichts, denn sie sind Schlafende, aber ein kleiner Teil der Bevölkerung lebt sozusagen auch im Schlaf. Diese Menschen sind Wandernde.

In Eisenheim trifft Flora Marian wieder und erfährt, dass ihre Seele eine lange Zeit geschlafen hat, aber dann zur Wandernden werden wollte. Allerdings hat Floras Seele in Eisenheim etwas Wertvolles entwendet: Den weißen Löwen, einen mächtigen Stein, der dem Fürsten gehört. Hinter diesem Stein scheinen in Eisenheim alle her zu sein und sehr schnell stellt Flora fest, dass sie eigentlich niemandem trauen darf, nicht einmal sich selbst. Leider kann sie sich auch nicht an das erinnern was sie mit dem weißen Löwen getan hat und wo sie ihn versteckt hat und weiß auch nicht warum sie überhaupt diesen Stein gestohlen hat. Vielleicht aber wird ihre Erinnerung zurückkehren.

„Stadt aus Trug und Schatten“, das ist der Beginn einer Trilogie aus der Feder einer noch recht jungen Autorin, die hier eine wundervolle Idee zu Papier bringt.

In Eisenheim gibt es nicht nur die Seelen der Menschen, sondern auch die der Tiere, die dort allesamt ein völlig anderes Gesicht haben. Diese Stadt in der es keine Farben gibt und alles grau und schwarz erscheint ist wunderschön und gefährlich. Zeppeline dienen als Transportmittel, Gebäude aus allen Teilen der Erde finden sich dort wieder und Menschen bzw. deren Seelen versuchen ihre ganz eigenen Ziele umzusetzen, zu manipulieren und vieles mehr. Flora ist noch jung und muss sich mit der neuen Situation nicht nur in Eisenheim selbst, sondern auch in ihrem Alttag auseinandersetzen. Sie ist fortan Tag und Nacht in Aktion.

Leider ist weder im Buch selbst, noch auf der Verlagsseite des Loewe Verlages ein Hinweis enthalten, dass es sich bei diesem Buch um den ersten Teil einer Reihe handelt. Der Leser allerdings wird dies schnell bemerken, denn es gibt in der Geschichte so viele Ereignisse und Fragen, die sich unmöglich auf den 416 Seiten des Buches auflösen lassen. So werden auch nicht alle Fragen geklärt, nicht alle Handlungsstränge zu Ende geführt.

Auch eine Karte ist leider nicht vorhanden, wobei eine solche sicherlich die Orientierung in der grauen Stadt Eisenheim erleichtern würde.

Insgesamt gesehen ist dieses Buch aber in jedem Fall eine Leseempfehlung für junge und jung gebliebene Fantasy Liebhaber. Nicht abschrecken lassen sollte man sich von der Farbgebung des Covers, denn der Inhalt der Geschichte ist alles andere als pink.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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Puerta Oscura – Totengelächter

Erstellt von Werner Karl am 26. November 2011

David Lozano Garbala
Puerta Oscura – Totengelächter
(Band 2)

Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-6864-4
Jugendroman ab 13 Jahre
1. Auflage August 2011
Originaltitel: La Puerta Oscura – El Viajero
Aus dem Spanischen von Kirstin Bleiel und Catalina Rojas Hauser
Umschlagillustration: Alfonso Ruano, Pablo Nunes
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Umfang: 640 Seiten, HC mit Schutzumschlag

www.loewe-verlag.de

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Zum Autor:

David Lozano Garbala wurde 1974 in Zaragoza geboren. Schon als Jugendlicher liebte er Fantasy- und Horrorfilme und er fing schon früh an, selbst zu schreiben. Er studierte Jura und arbeitete als Anwalt in seiner Heimatstadt, aber er hörte nie auf, Geschichten zu erzählen. Seit dem Erscheinen von Puerta Oscura in Spanien ist David Lozano Garbala dort zu einer Ikone der Jugendliteratur geworden.

Zum Buch:

Da ist etwas, und es schaut von der anderen Seite des Spiegels, um Dich genau zu beobachten. Und ab und an greift es Dich durch den Spiegel an…

Der junge Pascal Rivas ist ein Wanderer, der auserwählt wurde, durch die dunkle Pforte in das Totenreich zu reisen zu können. Dieses Privileg verlangt von ihm die Erfüllung von gefährlichen Aufgaben. Nachdem er im ersten Band “Totenreise” per Zufall bei einer Party durch eine alte Truhe den geheimen Zutritt ins Reich der Toten gefunden hat und einige gruselige Abenteuer bewältigen musste, hat er sich geschworen, diese Welt nicht wieder zu betreten.

Doch er wird von einem Dämon im Zwischenreich beobachtet, ein Wesen in Gestalt eines kleinen Jungen namens Marc, der darauf wartet, in die Welt der Lebenden überzusiedeln und Unheil anzurichten. Dieses Wesen ist jedoch bösartig und es gilt, seine Absichten zu verhindern. Daher muss sich Pascal mit Hilfe seiner Freunde, der Wahrsagerin Daphne und Marcel Laville, dem Wächter erneut auf die Reise in die dunkle Totenwelt begeben. Doch nicht nur diese Aufgabe zieht ihn dorthin: Es ist zudem die Sehnsucht nach dem verführerischen Mädchen Beatrice, die ihm bei seinem ersten Abenteuer im Totenreich geholfen hat, seine entführte Freundin Michelle zu befreien. Zeitgleich geschehen in Paris seltsame Mordfälle, die die Kommissarin Marguerite Betancourt misstrauisch machen. Denn sie hat gemerkt, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht und heftet sich an die Fersen der Freunde. Als der Dämon noch einen lebenden Verbündeten gefunden hat, wird es immer schwieriger für Pascal, seine Aufgabe unbeschadet zu erfüllen und sein eigenes Leben zu schützen. Doch auch hier findet er wieder Hilfe unter den Toten…

Fazit:

Nachdem ich schon Band 1 verschlungen habe, setzt sich in diesem Band die spannende Geschichte von Pascal und seinen Reisen sowie Begegnungen mit Gut und Böse im Totenreich fort. Doch man merkt, dass er und seine Freunde schon viel erwachsener geworden sind. Was zuvor ein Abenteuer mit viel Aufregung war, wird jetzt um einiges kritischer und ernster gesehen. Zudem vermischt sich hier einiges mit Pascals Gefühlen zu Michelle und Beatrice, dessen er sich nicht sicher ist. Die Handlungen der Hauptfiguren sind jetzt noch viel besser nachvollziehbar, man fiebert im Kampf gegen das aufbrausende und hinterlistige Böse mit und leider endet auch hier nicht alles als Happy End. Daher ist eine Fortsetzung unabdingbar!

Ein toll geschriebenes Buch, das mich ab und zu schon schaudernd ließ. Spannend, flüssig und gefühlvoll, aber auch sehr düster, melancholisch und beklemmend führt David Lozano Garbala uns durch seine Geschichte in verschiedenen Welten. Dies ist die passende Lektüre an nasskalten Herbsttagen und früh einsetzender Dunkelheit, und nicht nur für Jugendliche! Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte im nächsten Band fortgeführt wird und welche Hürden Pascal noch auf sich nehmen muss!

Der Einband dieses Buches ist sehr ansprechend gruselig gestaltet, auf dem Schutzumschlag befinden sich kleine schwarze Skelette auf einem weißen Hintergrund, der erste Band ist mit weißen Skeletten auf schwarzem Grund gestaltet. Jedes Kapitel wird von einem hier schon fast skurril wirkenden Skelett eingeleitet. Die Bücher sind optisch insgesamt sehr stimmig!

Empfehlen würde ich persönlich dieses Jugendbuch trotz des beschriebenen Alters erst ab 14-15 Jahren, da einige Szenen doch schon sehr düster und gruselig sind.

Der 1.Band Puerta Oscura – Totenreise ist in 1.Auflage im Jahr 2010 als Hardcover unter der ISBN 978-3-7855-6863-7 erschienen.

Copyright © 2011 by Sandra Stockem

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In Liebe Brooklyn

Erstellt von Werner Karl am 15. November 2011

Lisa Schroeder
In Liebe Brooklyn

Originaltitel: Chasing Brooklyn
Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-7057-9
Jugendbuch
Erschienen November 2011
Aus dem Amerikanischen von Sandra Knuffinke und Jessika Komina
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Umschlagillustration und –typografie: CREATIO IMAGINIS, Maria-Franziska Löhr
Hardcover, 429 Seiten

www.loewe-verlag.de
www.lisaschroederbooks.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Lange Sommer voller Camping, Angeln, Lesen (natürlich!) und Spielen in der Sonne – so sah Lisa Schroeders Kindheit aus. Heute joggt sie durch die Nachbarschaft (wenn es nicht regnet), backt leckere Sachen, liest oder schaut sich Filme an, wenn sie nicht gerade an einem neuen Buch schreibt. Lisa Schoeder lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen im amerikanischen Bundesstaat Oregon.

Zum Buch:

„Manchmal ist das Leben ein Festmahl aus Eierkuchen mit Sirup, Waffeln und Erdbeeren, Würstchen und Kartoffelpuffern. Und manchmal ist das Leben Rührei.“

Brooklyns Leben ist wohl eher „Rührei“ seit ihr Freund Lucca vor einem Jahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Sei diesem Zeitpunkt ist nichts mehr wie es war. Brooklyns Leben scheint vollkommen aus den Fugen geraten zu sein. Sie lebt und funktioniert, aber mehr geht eben nicht. Zusätzlich leidet sie auch noch unter der Trennung ihrer Eltern und der Tatsache, dass ihre Mutter mit ihren beiden Brüdern vor einiger Zeit ausgezogen ist. Als nun auch noch ihr Schulfreund Gabe, der Fahrer des damaligen Unfallwagens, Selbstmord begeht, findet Brooklyn überhaupt keine Ruhe mehr. Sie leidet unter schrecklichen Träumen, erhält nächtliche Besuche und Nachrichten von Gabe und klammert sich immer mehr an ihre Erinnerungen. Sie ist nicht bereit Lucca loszulassen und nach vorn zu sehen.

Auch Nico, Luccas Bruder, geht es nicht gut. Er versucht seinen Schmerz über den Verlust des Bruders zu ersticken, in dem er läuft und sich auf  einen sportlichen Wettbewerb vorbereitet. Er glaubt seine Eltern seien viel mehr mit Lucca verbunden gewesen als mit ihm. Nico erhält Nachrichten seines verstorbenen Bruders. Dieser bittet ihn sich um Brooklyn zu kümmern. Das fällt Nico nicht schwer, denn eigentlich hat er sie ja schon immer gemocht. Nur wie sollen diese zwei trauernden Menschen zueinander finden, wie sich verhalten in einer solchen Situation?

„In Liebe Brooklyn“ ist schon alleine durch das Erscheinungsbild ein außergewöhnliches Buch. Mit einer handlichen Größe von nur 14,7 cm x 9,5 cm als Hardcoverausgabe eignet sich das Büchlein für den Transport in jeder Hosentasche. Die Autorin schildert in ihrem Buch abwechselnd die Gefühle von Brooklyn und Nico. Dabei bedient sie sich der Versform und erweckt damit beim Leser eine tiefe emotionale Verbundenheit zu den Charakteren. Brooklyn hat mein tiefstes Mitgefühl. Ihre Emotionen, ihre beschriebenen Hochs und Tiefs haben mich mehr als einmal zu Tränen gerührt.

Mit dieser einfühlsamen Geschichte werden der Tod und vor allem dessen Bewältigung durch die Hinterbliebenen den jugendlichen Lesern auf eine einmalige Art und Weise näher gebracht. Trauer, Tränen, Verzweiflung und Angst aber auch Glück, Lachen, Zuversicht und Vertrauen gehören zum Leben dazu, genau wie ein Festmahl und eben auch einfach nur Rührei.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

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Vladimir Tod hängt todsicher ab

Erstellt von Werner Karl am 5. November 2011

Heather Brewer
Vladimir Tod hängt todsicher ab
Band 3

Originaltitel Tenth Grade Bleeds in der Serie
The Chronicles of Vladimir Tod
Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-7370-9
Jugendbuch
Erschienen Oktober 2011
Aus dem Amerikanischen von Sandra Knuffinke und Jessika Komina
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Umschlagillustration: Christian Fünfhausen
Coverfotografie: Michael Frost
Klappenbroschur, 304 Seiten

www.loewe-verlag.de
www.heatherbrewer.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Heather Brewer war wie Vladimir ein eher ungewöhnlicher Teenager. Sie trug mit Vorliebe Schwarz, tanzte unter dem Vollmond und verschlang förmlich jedes Buch, das ihr zu nahe kam. Zugegeben, sie hat sich seither wenig verändert. Heutzutage trifft man Heather häufig an ihrem Schreibtisch an, wo sie in ihrem coolen Schlafanzug (schwarz mit Häschen drauf) neue Geschichten verfasst. Noch immer tanzt sie unterm Vollmond und verschlingt jedes Buch in Reichweite. Außerdem nimmt sie in voller Kostümierung an Mittelalterspektakeln teil, wo sie ganz in ihrer Rolle aufgeht. Heather glaubt nicht an Happy Ends – es sei denn, es fließt Blut. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Missouri, USA.

Zum Buch:

In „Vladimir Tod hängt todsicher ab“ scheint das Leben des Halbvampirs Vladimir so langsam an einem Wendepunkt angekommen zu sein. Sein Durst nach Blut wird immer größer und es hat den Anschein als könne er nicht mehr lange alleine mit den Blutkonserven, die seine Tante Nelly ihm aus der Klinik in der sie arbeitet besorgt, existieren. Dies merkt er vor allem als er auf einer Party einem Goth Mädchen näher kommt und der Geruch und die Anziehungskraft ihres Blutes ihm äußerste Zurückhaltung abverlangen. Kann er dieser Situation lange standhalten?

Auch seine sonstige Lebenssituation unter den Menschen wird immer schwieriger. Sein langjähriger Freund Henry wendet sich von ihm ab und Vlad versteht überhaupt nicht wieso. Henry fordert sogar von Vlad ihn freizugeben, weil er nicht mehr länger sein Lakai sein will. Dann ist da noch Eddie Po, ein Schulkamerad, der Vlads Geheimnis nach wie vor auf die Schliche kommen will und sich wie ein Stalker immer dichter an Vlads Fersen heftet.

Und auch von Vampirseite drohen Vladimir erneut Gefahren. Onkel Otis reist ab und meldet sich nicht mehr und Vlad wird von einem Anhänger seines Gegenspielers D’Ablo verfolgt.

Der Ablauf gestaltet sich etwas ähnlich wie in den Vorbänden. Vlad gehört scheinbar zu den Guten, andere Vampire zu den Bösen. Diese wollen dem Halbvampir etwas und es kommt zum Kampf. Da noch weitere Bücher der Reihe geplant sind, bleibt zu hoffen, dass die Handlung sich bald einmal in eine andere Richtung weiterbewegt und vielleicht etwas mehr über Vladimirs Vergangenheit und auch seine Zukunft preisgegeben wird. Ansonsten ist zu erwarten, dass die Leser die immer ähnliche Handlung nicht weiterverfolgen möchten.

Grundsätzlich aber liegt dieser Reihe eine schöne Idee mit viel Potential zugrunde. Vor allem der in den ungewöhnlichsten Szenen immer wieder aufflammende Humor der Autorin macht hier eigentlich Lust auf mehr.

Die Gestaltung des Buches bleibt dem Stil der Vorbände sowohl beim Cover als auch auf den Innenseiten treu. Erneut ist Vlad in schwarz weiß dargestellt und ein Smiley mit Reißzähnen, diesmal in pink, bringt hier Farbe ins Spiel.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

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Sirenenfluch

Erstellt von Werner Karl am 12. Oktober 2011

Lisa Papademetriou
Sirenenfluch
Band 1

Originaltitel: Siren’s Storm
Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-7048-7
Jugendbuch / Fantasy
1. Auflage 2011
Aus dem Amerikanischen von Hanna Ermakov
Umschlagillustration, -typografie und –fotografie: CREATIO IMAGINIS,
Maria-Franziska Löhr
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Klappenbroschur, 320 Seiten

www.loewe-verlag.de

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Zur Autorin:

Lisa Papademetriou hat bereits mehrere Jugendbücher veröffentlicht. Sie lebt mit Mann, Tochter und Hund in Massachusetts und arbeitet derzeit an der Fortsetzung von „Sirenenfluch“.

Zum Buch:

Ein Sommer in Shelter Bay. Der kleine Küstenort wird bevölkert von vielen Touristen. Die Menschen in Shelter Bay leben vom Tourismus, so auch Will’s Familie, die an ihrem Verkaufsstand „Fashiongemüse“ und Mitbringsel unterschiedlichster Art für die Touristen  anbietet. Nachdem ein Sturm über die Küste hinweg gefegt ist, machen sich alle Einheimischen am Strand daran wieder Ordnung zu schaffen. Dabei taucht auch die zerfledderte Leiche eines Mannes auf. In der Zeitung jedoch wird nicht viel davon berichtet, denn Touristen könnten ausbleiben.

Relativ zeitgleich lernt Will die wunderschöne Asia kennen und scheint sich auf Anhieb zu ihr hingezogen zu fühlen. Seine langjährige beste Freundin Zoe, die für ihn seit vielen Jahren ein echter Kumpel ist, betrachtet die Fremde Asia skeptisch. Etwas scheint sonderbar an diesem Mädchen zu sein. Auch Will fällt mehr und mehr auf, dass Asia sich schneller bewegen kann und auch eine außergewöhnliche Beziehung zum Element Wasser zu haben scheint. Dennoch übt Asia eine starke Anziehungskraft auf ihn aus.

Wer den Titel des Buches und den zugehörigen Klappentext liest, wird hier eine recht spannende Geschichte über Sirenen, eventuell auch einen zugehörigen Fluch, erwarten. Wer dann in die Lektüre des Buches einsteigt, wird schnell merken, dass es zwar ansatzweise um ein solches Thema geht, es in diesem Buch aber mehr um die Charakterisierung der Protagonisten und deren Beziehungen zueinander geht. Das vom Leser erwartete Thema kommt hier eindeutig zu kurz. Das ist sehr schade, denn auch wenn „Sirenenfluch“ der Beginn einer Reihe sein soll, so ist doch zu erwarten, dass die Handlung nicht nur oberflächlich bleibt, sondern das eigentliche Thema des Buches auch etwas stärker aufgreift. Sicherlich geschieht hier etwas in dieser Richtung, aber es ist einfach zu wenig für ein Buch und am Ende bleiben auch einfach zu viele Dinge offen und ungeklärt und lassen den Leser relativ unzufrieden zurück. Die größte Spannung wird gegen Ende des Buches spürbar, aber hier geschieht schon fast wieder zu viel und der Leser kann sich viele Dinge einfach nicht erklären.

So ist Sirenenfluch ein Buch mit einer sehr schönen Grundidee für die Handlung, dem es aber leider nicht gelingt diese Idee dem Leser auch über 320 Seiten spannend und fesselnd zu präsentieren. Obwohl im Folgeband vermutlich viele Fragen geklärt werden, mag man sich nach diesem ersten Band sicherlich fragen, ob man die Reihe überhaupt weiter lesen möchte.

Wer als Fantasyleser einmal etwas anderes sucht als Feen, Elfen, Vampire und Co., der ist hier eigentlich richtig und sollte sich an dieses Thema heranwagen, aber von der Umsetzung nicht allzu arg enttäuscht sein. Vielleicht ist auch der Lesegenuss größer, wenn das Buch erst zusammen mit dem in Zukunft zu erwartenden zweiten Teil gelesen wird.

In jedem Fall aber ist das Cover ein echter Hingucker.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

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Firelight – Brennender Kuss

Erstellt von Werner Karl am 22. August 2011

Sophie Jordan
Firelight – Brennender Kuss
Band 1

Originaltitel: Firelight
Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-7045-6
Jugendbuch / Fantasy
Erschienen August 2011
Aus dem Amerikanischen von Julia Sroka
Umschlagfoto: ©  2010 Amber Gray
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Hardcover mit Schutzumschlag, 376 Seiten

www.loewe-verlag.de
www.firelightfans.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Zur Autorin:

Sophie Jordan wuchs im Hügelland von Texas auf, das sie schon früh zu Geschichten über Drachen, Kämpfer und Prinzessinnen inspirierte. Neben Literatur für Jugendliche verfasst die ehemalige High School-Lehrerin auch historische Romane. Wenn sie nicht gerade schreibt, verbringt sie ihre Zeit gerne mit der Aufnahme von zuviel Koffein (am liebsten in Form von Latte macchiato und Cherry Cola) und bespricht Handlungsstränge mit jedem, der zuhört – ihre Kinder eingeschlossen. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in Houston.

Zum Buch:

Jacinda ist eine Draki. Sie lebt mit ihrem Rudel verborgen in den Bergen. Eigentlich unterscheidet sie auf den ersten Blick nichts von einem Menschen, aber sie besitzt die Eigenschaft sich in eine Art Drachen verwandeln zu können. Jacinda und ihre Freundin Azure sind jung und neugierig und so wagen sie sich ohne den Schutz des Rudels am helllichten Tag hinauf auf den Berg und verwandeln sich, fliegen als Drakis durch die Lüfte und genießen ihre Freiheit. Doch dann tauchen Jäger auf und für die zwei jungen Draki Damen wird es gefährlich. Azure gelingt nur mit Hilfe von Jacinda die Flucht und diese wiederum hat das Glück, dass einer der Jäger sie verschont.   

Der kleine Ausflug wird vom Rudel nicht gerne gesehen, denn mit dieser waghalsigen Idee haben Jacinda und Azure das Rudel in große Gefahr gebracht. Niemand soll erfahren wo sie leben und die Tatsache, dass sie nicht immer Drakis sind, sondern menschliche Gestalt annehmen können, ist ein lang und gut gehütetes Geheimnis. Nun soll Jacinda bestraft werden und ihre Mutter ahnt das. Daher ergreift sie mit ihren beiden Zwillingstöchtern Jacinda und Tamra die Flucht. Fortan will sie mit ihnen ein ganz normales Leben unter Menschen führen in einem Ort in der Wüste. Dort, so hofft sie, wird Jacindas Draki langsam aber sicher sterben. Tamra ist mehr als glücklich, erhofft sie sich dort einen Neuanfang, ein Leben voller Anerkennung, die ihr im Rudel verwehrt war, denn sie hat sich niemals verwandelt. Durch ihre Adern fließt zwar das Blut ihrer Eltern aber sie gehört nicht dazu, sie ist keine Draki.

In der neuen Schule geschieht dann das Unfassbare: Jacinda trifft auf ihren Retter, den Jäger Will. Aber erkennt er sie auch? Schließlich hat er sie nicht in menschlicher Gestalt gesehen. Dennoch gibt es eine sonderbare Verbindung zwischen ihm, dem Menschen und ihr, der Draki.

Sophie Jordan hat mit der Welt der Drakis etwas Neues, etwas Besonderes geschaffen. Diese fantastischen Wesen üben eine unheimliche Faszination auf den Leser aus. Mehr will man von ihnen wissen, von ihrer Beziehung zu den Steinen, ihrer Verbindung zur Natur, ihren besonderen Fähigkeiten. Stück für Stück wird dieser Wissensdurst gestillt, aber nie vollständig, nie genug, so dass das Buch einfach nicht aus der Hand gelegt werden kann, die Geschichte einfach weiter gelesen werden muss.

Natürlich geht es hier auch um Liebe und vor allem um die Emotionen der beiden Zwillingsschwestern Jacinda und Tamra, die so unterschiedlich scheinen, aber vermutlich aufgrund ihrer verschiedenen Wesen gar nicht anders können und sich eigentlich dennoch nahe sind.

Firelight – Brennender Kuss ist der erste Teil einer Reihe und hat leider ein recht offenes Ende. Da stört die voraussichtliche Wartezeit von einem Jahr bis der zweite Teil erscheint schon ein wenig. Wer solche Abstände beim Lesen nicht mag, sollte vielleicht lieber warten und die Bücher dann im Gesamtzusammenhang lesen. Der 1. Teil jedenfalls lohnt sich auf alle Fälle.

Drakis bereichern nun die Fantasywelt und zeigen uns wie romantisch und gefühlvoll ein Leben unter Feinden sein kann.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

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Der gläserne Fluch

Erstellt von Werner Karl am 4. Juli 2011

Thomas Thiemeyer
Chroniken der Weltensucher – Der gläserne Fluch
Band 3 der Reihe

Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-6577-3
Jugendbuch / Abenteuer
1. Auflage Juni 2011
Umschlagillustration Rahmen: Dirk Steinhöfel
Umschlagillustration Innenmotiv: Thomas Thiemeyer
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Karte: Thomas Thiemeyer
Hardcover, 480 Seiten
Altersempfehlung ab 12 Jahren

www.loewe-verlag.de
www.weltensucher-chroniken.de
www.thiemeyer.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Thomas Thiemeyer studierte Kunst und Geologie in Köln und arbeitete mehrere Jahre als selbstständiger Illustrator und Künstler. 2004 erschien sein Debütroman Medusa, der erste einer Reihe von sehr erfolgreichen Wissenschaftsthrillern für Erwachsene. Alle seine Romane wurden zu Bestsellern und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Thomas Thiemeyer lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Stuttgart. Chroniken der Weltensucher ist seine erste Reihe für Jugendliche.

Zum Buch:

Mit „Der gläserne Fluch“ schickt der Autor Thomas Thiemeyer seine Leser erneut auf eine Reise. Mit Humboldt, Oskar, Charlotte, Eliza und natürlich Wilma geht es im Luftschiff Pachacútec auf nach Afrika. Diese Reise ist wichtig, denn Humboldt muss herausfinden weshalb sein Freund und Studienkollege Bellheim von seiner Forschungsreise nach Afrika so verändert zurückgekehrt ist. Schließlich erkennt Bellheim niemanden mehr, kann sich an kaum etwas erinnern und scheint eine merkwürdige Wesensveränderung  durchgemacht zu haben. Und nach einer Silvesterfeier im Hause Bellheim ist nichts mehr wie es war.

Die Tafelberge von Bandiagra sind das Ziel der Weltensucher. Hier lebten einst die Tellem und um sie ranken sich merkwürdige Gerüchte. Die Dogon, das heute dort lebende Volk, meidet einen Bereich in den Bergen, in dem die Geister der Ahnen zu finden sein sollen: Die verbotene Stadt. Ist dies der Ort an dem Bellheims Veränderung ihren Anfang nahm?

Humboldt und seine Gefährten geraten von einem Abenteuer ins nächste und sie haben hier nicht nur das Geheimnis des gläsernen Fluches zu lösen, sondern müssen sich auch mit einem Widersacher, Sir Jabez Wilson, und dessen Wegbegleitern Max Pepper und Harry Boswell, die alle Leser der Reihe bereits aus einem vorangegangen Abenteuer kennen dürften, auseinandersetzen. Erkennen Humboldt und seine Freunde schnell die Gefahr, die in den Bergen lauert und arbeiten daran diese einzudämmen, geht es Wilson einzig und allein um Ruhm und Profit. Und zwischen allem stehen die Dogon, die mit dem Eintreffen der Weißen befürchten, dass eine uralte Prophezeiung in Erfüllung gehen wird, die das Ende der Welt voraussagt.

Auch der dritte Band der Chroniken der Weltensucher reiht sich nahtlos in die Reihe ein. Hier gibt es fantastisches Abenteuer und spannende Erzählung verknüpft mit geschichtlichem und geographischem Wissen. Einfach zauberhaft stellt sich hier ganz nebenbei auch ein Lerneffekt ein.

Thomas Thiemeyers Erzählstil ist fesselnd und begeistert einfach. Die Weltensucher selbst, vor allem Oskar und Charlotte, sind diesmal auch mit ihren eigenen Problemen beschäftigt und müssen ihren Weg einfach finden. Hier darf man sicherlich noch auf eine weitere Entwicklung in den Folgebänden gespannt sein. Ein schöner Abschluss des Buches ist wieder einmal die Enzyclopedia Humboldica, die dem Leser alles nötige Wissen zum Verständnis des Buches vermittelt.

Mögen die Pachacútec und ihre Besatzung schon bald erneut auf Reisen gehen.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Vladimir Tod – Beisst sich durch

Erstellt von Werner Karl am 3. Juli 2011

Heather Brewer
Vladimir Tod – Beisst sich durch
Band  2

Originaltitel Ninth Grade Slays in der Reihe
The Chronicles of Vladimir Tod
Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-7362-4
Jugendbuch
Erschienen Juni 2011
Aus dem Amerikanischen von Jessika Komina und Sandra Knuffinke
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Umschlagillustration Christian Fünfhausen
Klappenbroschur, 304 Seiten

www.loewe-verlag.de
www.heatherbrewer.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Heather Brewer war wie Vladimir ein eher ungewöhnlicher Teenager. Sie trug mit Vorliebe Schwarz, tanzte unter dem Vollmond und verschlang förmlich jedes Buch, das ihr zu nahe kam. Zugegeben, sie hat sich seither wenig verändert. Heutzutage trifft man Heather häufig an ihrem Schreibtisch an, wo sie in ihrem coolen Schlafanzug (schwarz mit Häschen drauf) neue Geschichten verfasst. Noch immer tanzt sie unterm Vollmond und verschlingt jedes Buch in Reichweite. Außerdem nimmt sie in voller Kostümierung an Mittelalterspektakeln teil, wo sie ganz in ihrer Rolle aufgeht. Heather glaubt nicht an Happy Ends – es sei denn, es fließt Blut. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Missouri, USA.

Zum Buch:

„Vladimir Tod – Beisst sich durch“ ist der 2. Band einer Reihe rund um den Halbvampir Vladimir Tod, der seine Eltern vor einiger Zeit verloren hat und seitdem bei seiner Tante Nelly lebt. Diese versorgt ihn bestens, kommt sie doch als Krankenschwester leichter als jeder andere Mensch an die für Vladimir so lebensnotwendigen Blutkonserven.

Vladimir, genannt Vlad, besucht eine normale Schule, hat normale Freunde und führt ein fast normales Leben. Leider nur würde er daran gerne das eine oder andere ändern. Immer noch ist er ein Außenseiter und daran ändert scheinbar auch seine Freundschaft zu Henry nichts. Viele Mitschüler meiden Vlad und so scheint auch dessen Liebe zu seiner Mitschülerin Meredith hoffnungslos. Jedenfalls meldet Meredith sich nicht mehr bei Vlad und er traut sich auch nicht den Kontakt zu ihr zu suchen. Neue Unterstützung erhält Vlad in diesem Band durch Henrys Cousin Joss, der neu in die Stadt gezogen ist um eine Weile in der Familie seines Cousins zu leben.

Aber dann stellt sich heraus, dass ein Vampirjäger in der Stadt sein soll auf der Jagd nach einem angeblich dort lebenden Vampir. Und ein Mitschüler von Vlad scheint die wahre Identität Vlads aufgedeckt zu haben. Ist das das Ende für den Halbvampir? Der junge Teenager ist ratlos und fühlt sich stellenweise alleine. Kann doch auch Otis, ein Freund seines Vaters und selbst Vampir, ihm derzeit nicht helfen, da er auf der Flucht ist und nur brieflich Kontakt mit Vlad hält.
Sehr schön eingearbeitet wird hier Vlads Reise nach Sibirien, die ihn einiges lehrt aber auch neue Geheimnisse offenbart.

Heather Brewer gelingt hier erneut eine interessante Geschichte vor allem für junge männliche Leser. Diese Mischung aus Fantasy und Realität, diese Verbindung von alltäglichen Problemen und den Besonderheiten des Vampirlebens machen das Buch aus. Vlad ist so natürlich, teilweise stark und sicher und teilweise auch verletzlich und vorsichtig. Hier kann der junge Leser sich selbst wieder finden in einer Phase seines Lebens, die nicht nur für ihn selbst schwierig zu bewältigen ist.

Das Cover des Buches passt hervorragend zum ersten Band. Eine dunkle Jungengestalt mit einem blauen Smiley, natürlich mit angedeuteten Reißzähnen.

Vampire sind eben anders und hier auch genau das, was man eben nicht von Ihnen erwartet: Menschlich komisch……

Copyright © 2011 by Iris Gasper

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Ghostmaster – Das Licht, das tötet

Erstellt von Werner Karl am 12. April 2011

Derek Meister
Ghostmaster – Das Licht, das tötet
Band 3

Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-6264-2
Jugendbuch
Erschienen März 2011
Umschlagillustration: Dirk Steinhöfel
Innenillustration: Marion Meister
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Hardcover mit Schutzumschlag, 432 Seiten

www.loewe-verlag.de
www.derekmeister-ghosts.de

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Zum Autor:

Derek Meister, 1973 in Hannover geboren, entdeckte schon früh seine Leidenschaft für Buch und Film. Bereits als Jugendlicher verfasste er Drehbücher. Er studierte Film- und Fernsehdramaturgie in Potsdam-Babelsberg und arbeitet heute als freier Autor für verschiedene Verlage und Fernsehproduktionen. Derek Meister lebt mit seiner Familie in Niedersachsen.

Zum Buch:

Nach „Ghosthunter“ und „Ghostfighter“ ist „Ghostmaster“ der dritte Band einer Mysterythriller-Trilogie rund um die Brane, die Engel oder das Licht das tötet. Viele Namen für etwas, das Ian und sein Freund Bpm nun seit geraumer Zeit suchen, verfolgen und auch vernichten wollen, denn die Brane sind böse. Sie verbrennen alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Da ist es doch völlig logisch, dass diese Wesen, was immer sie auch sein mögen, böse sind. Aber ist das wirklich so? Bei Ian jedenfalls kommen im Verlauf dieses letzten Teils der Trilogie so einige Zweifel auf.

Ian und sein Freund Bpm reisen nach Buenos Aires. Dort treffen sie auf Chiyo und Kommissar Kenichi, die der Leser ebenso wie die übrigen Charaktere bereits aus den vorangegangenen Büchern kennt. Gemeinsam wollen sie den Lichtwesen begegnen. Chiyo hat den Helm ihrer Großmutter, Hitomi, dabei, diesen merkwürdigen Helm, der die Brane scheinbar anlockt. Auf dem Anwesen von Cox treffen dann alle Charaktere aufeinander: Zachary, der bisher auf der Seite von Cox gekämpft hat, Daniel, der nach wie vor um seine verlorene Liebe trauert und wie schon erwähnt Ian, Bpm, Chiyo, Kenichi, natürlich auch Harvey und Sofia.

Neben der Haupthandlung um die Herkunft der Lichtwesen und deren Absichten, baut Derek Meister auch noch geschickt eine kleine Liebesgeschichte in die Handlung ein, die sich bereits angedeutet hat und nun ihre Vollendung finden soll. Diese Liebe aber ist auch Anlass und Grund eine jahrelange Freundschaft noch einmal auf die Probe zu stellen.

Ghostmaster ist ein Buch mit einer Handlung, die schnell an Fahrt gewinnt und die Spannung lange auf hohem Niveau hält. Jedem Leser sei aber empfohlen die vorangegangenen Bücher chronologisch zu lesen, da eines auf das andere aufbaut und die Handlung immer genau da ansetzt, wo sie vorher endete. Zu viele Hintergrundinformationen gehen verloren, wenn man die Bände isoliert und nicht in der richtigen Reihenfolge liest.

Hier gibt es Spannung in Form von Abenteuer, Science Fiction, Mystery, Thriller und vielem mehr und noch Liebe und Romantik obendrauf.

Ein grandioser Abschluss einer Jugendbuchreihe, die auch Erwachsenen, die das Besondere lieben gefallen dürfte.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

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