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Willkommen auf Korallenkrone!

Erstellt von Werner Karl am 1. Juli 2010

das-meermadchen-internat-willkommen-auf-korallenkroneDagmar H. Mueller
Willkommen auf Korallenkrone!
Das Meermädchen Internat – Band 1

Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-6854-5
Kinder- und Jugendbuch
1. Auflage 2010
Umschlagillustration: Franziska Harvey
Umschlaggestaltung: Claudia Lorenz
Hardcover, 192 Seiten
Altersempfehlung ab 10 Jahren

www.loewe-verlag.de
www.dagmar-h-mueller.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Dagmar H. Mueller lernte mit knapp vier Jahren schwimmen und verbrachte einen Teil ihrer Schulzeit in zwei verschiedenen Internaten, von denen eines immerhin direkt am Meer lag (Leider auf der trockenen Landmenschen-Seite). Sie studierte brav Germanistik und Sportwissenschaften in Hamburg, fuhr aber jahrelang im Sommer begeistert an den Atlantik zum Surfen (und Surfergucken…). Heute lebt sie sehr glücklich mit ihrer Familie auf der größten Insel Europas und schreibt dort inmitten von Wiesen und Wasser Bücher für Kinder und Jugendliche, von denen bereits viele in andere Sprachen übersetzt wurden.

Zur Illustratorin:

Franziska Harvey wurde 1968 in Frankfurt am Main geboren, verbrachte allerdings einen Großteil ihrer Kindheit in Argentinien. Schon damals hat sie gern alles, was ihr unter die Finger kam, gezeichnet. Nach der Schule studierte sie in Wiesbaden Illustration und Kalligraphie. Sie begann für Agenturen und Verlage zu arbeiten und illustriert inzwischen viele, viele Kinderbücher. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren drei Kindern und Katz und Hund in Frankfurt.

Zum Buch:

Alani Baltico ist ein Meermädchen. Sie lebt mit ihrer jüngeren Schwester Sassi und ihren Eltern in einem abgelegenen Dorf. Dort betreibt Alanis Vater eine Delfinschule. Alani fühlt sich sehr wohl zu Hause und plant gemeinsam mit ihrem besten Freund Petin immer ungewöhnliche Streiche. Doch alles soll anders werden als eines Tages ein Mann namens Joruna Nort vor der Tür steht. Alanis Leben verändert sich von nun an. Sie soll ab dem kommenden Schuljahr das Meermädchen Internat Korallenkrone besuchen, obwohl ihre Eltern bisher von solchen Schulen gar nicht erbaut waren und auch eigentlich nicht so viel Geld für Alanis Schulbildung ausgeben können. Alani plant mit Petin die Schule erst gar nicht aufzusuchen, sondern mit ihm in die Südsee zu schwimmen. Aber es kommt anders: Bereits auf der Reise in Richtung Korallenkrone lernt Alani einige ganz nette Mädchen und Jungen kennen.

Gemeinsam bestehen sie im Strom den Kampf gegen eine Riesenmuräne und freunden sich an. Im Internat angekommen erfährt Alani dann, dass ihr wirklicher Nachname nicht Baltico sondern Andros ist und dass ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern, sondern nur ihre Pflegeeltern sind. Was hat das zu bedeuten und wer ist ihr Vormund in dessen Auftrag der Rechtsanwalt Joruna Nort Alani nun auf das Meermädchen Internat Korallenkrone schickt?

Diese neue Reihe der Autorin Dagmar H. Mueller richtet sich in erster Linie an junge Mädchen. Bereits das zauberhaft ausgearbeitete Cover mit wunderschönen Illustrationen und goldenem Aufdruck wird die jungen Leserinnen sicherlich anziehen. Die Personen werden sehr genau charakterisiert und man kann sich förmlich vorstellen was in der jungen Alani vorgehen mag, als all diese neuen Lebensumstände auf sie einprasseln. Hier werden Themen angesprochen, die auch in der realen Welt denkbar sind.

Dennoch kommen auch Spannung und Abenteuer nicht zu kurz und die fantastisch beschriebene Unterwasserwelt lädt die junge Leserschaft zum Träumen ein. Ganz nebenbei werden auch noch Aspekte wie Strömungen und das Verhalten einzelner Fische erläutert. Auf die kommenden Bände dürfen wir gespannt sein und dann mit Alani und ihren neuen Freunden erneut eintauchen in die glitzerwasserschöne Welt von Korallenkrone.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

….und eine weitere Rezension zum Buch:

Von Hanna, 10 Jahre

In dem Buch geht es um das Mädchen Alani Baltiko. Alani ist ein Meermädchen und lebt –wie man sich denken kann- im Meer. Sie wohnt mit Mam, Pap und Sassi (ihrer kleinen Schwester) in den weitesten Weiten der Weiten. Sie liebt Abenteuer. Mit ihrem besten Freund Petin stellt sie viel Unsinn an. Doch plötzlich taucht ein sehr komischer Typ bei ihnen auf und kurz danach schicken ihre Eltern sie auf ein superteures Internat, obwohl ihr Vater nichts von so einem Internat hält und sich von dem Geld lieber einen neuen Delfin kaufen würde, da er eine Delfinschule besitzt. Die Anreise klappt perfekt. Zwischendurch gibt es leider doch eine kleine Panne, denn Alani muss zusammen mit Polo und Tay, zwei Kindern, die sie auf dem Weg kennen gelernt hat, gegen eine drei Meter lange Muräne kämpfen. Doch gleich am ersten Abend auf dem Internat, kommt der große Schock für Alani, denn ihre Eltern sind, wie sie dort erfährt, nur ihre Pflegeeltern.

Ich empfehle das Buch allen Mädchen, da es sehr interessant und spannend ist, und wem das Buch gefällt, dem sage ich, dass es schon bald einen zweiten Band geben wird. Er heißt: Das Meermädchen Internat – Der Freundinnen-Schwur (Erscheinungstermin voraussichtlich: 15.09.2010).

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Chroniken der Weltensucher – Der Palast des Poseidon

Erstellt von Werner Karl am 21. Juni 2010

chroniken-der-weltensucher-der-palast-des-poseidonThomas Thiemeyer
Chroniken der Weltensucher – Der Palast des Poseidon
Band 2 der Reihe

Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-6576-6
Jugendbuch / Abenteuer
1. Auflage Juni 2010
Umschlagillustration Rahmen: Dirk Steinhöfel
Umschlagillustration Innenmotiv: Thomas Thiemeyer
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Weltkarte aus: Brockhaus Konversationslexikon, 14. Auflage, 1896
Hardcover, 480 Seiten
Altersempfehlung ab 12 Jahren

www.loewe-verlag.de
www.weltensucher-chroniken.de
www.thiemeyer.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Thomas Thiemeyer studierte Kunst und Geologie in Köln und arbeitete mehrere Jahre als selbstständiger Illustrator und Künstler. 2004 erschien sein Debütroman Medusa, der erste einer Reihe von sehr erfolgreichen Wissenschaftsthrillern für Erwachsene. Alle seine Romane wurden zu Bestsellern und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Thomas Thiemeyer lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Stuttgart. Chroniken der Weltensucher ist seine erste Reihe für Jugendliche.

Zum Buch:

Im zweiten Band der Reihe Chroniken der Weltensucher begegnet der Leser erneut dem Abenteurer Carl Friedrich von Humboldt und seinen Gefährten Oskar, Charlotte, Eliza und Wilma. Nur wenige Wochen nach deren Rückkehr aus der Stadt der Regenfresser erhält Carl Friedrich von Humboldt nun seinen ersten Auftrag privater Natur. Im Kretischen Meer, vor der Küste Santorins, sind mehrere Schiffe spurlos verschwunden. Nur Kapitän Dimitrios Vogiatzis hat sich retten können und nun möchte Stavros Nikomedes, der Sohn des Reedereibesitzers, der Ursache für das Verschwinden der Schiffe auf den Grund gehen. Mit dieser schwierigen Aufgabe betraut er Humboldt und seine Getreuen. Die Erzählungen des Kapitäns sind mehr als abenteuerlich, denn er will ein Seeungeheuer gesichtet haben, dass sein Schiff mit Mann und Maus unter Wasser gezogen haben soll.

Das Abenteuer führt Humboldt diesmal über mehrere Stationen ans Ziel. Bereits ganz zu Anfang nimmt jedoch ein skrupelloser Verfolger die Fährte der Getreuen auf. Sein Ziel: Den Forscher und seine Freunde zu töten. Sein Auftraggeber: Ein alter Mann. Wird es Humboldt gelingen das Rätsel um das Seeungeheuer zu lüften und den Auftragsmörder, genannt der Norweger, abzuhängen? Dies wird sich zeigen, aber zunächst einmal geraten alle Beteiligten in Gefangenschaft. Gefangen in der Tiefe, in einer wunderschönen und gefährlichen Unterwasserwelt.

Die Geschichte lässt den Leser abtauchen in eine Welt tief unter dem Meer. Wir begleiten Humboldt vor die Küste Santorins und tauchen mit ihm in einer Tauchkugel, Bathysphäre, hinab in die Tiefe. Was uns dort unten erwartet ist eine unvorstellbare Welt, die von Thomas Thiemeyer auf fantastische Art und Weise beschrieben wird. Zukunft und Vergangenheit, intelligente Roboter und lang verschwundene Städte verschmelzen hier zu einer fantastischen Einheit, die den Leser nicht mehr loslässt. Ältere Leser werden sich zurückversetzt fühlen in die Abenteuerwelt des Jules Verne.

Thiemeyers Helden sind allesamt nicht perfekt. Sie haben Ecken und Kanten und besonders der jugendliche Oskar hat in diesem Abenteuer so manches Mal mit seinen Gefühlen zu kämpfen, ist er doch zwischen Charlotte und seiner neuen Bekannten Océanne, der Tochter von Hippolyte Rimbault, hin und her gerissen und keineswegs immer Herr seiner selbst. Eine ganz besondere Rolle kommt in diesem Buch dem Kiwi Wilma zu. Dieser kann sich nun mit Hilfe einer umgebauten Erfindung mit den Anderen verständigen und trägt maßgeblich zur Lösung des Rätsels und zur Befreiung der Abenteurer bei. Wenngleich dieser Band der Chroniken der Weltensucher sich vom ersten Buch durch den häufigeren Wechsel der Schauplätze unterscheidet, so gelingt es dem Autor auch diesmal eine lehrreiche Abenteuergeschichte zu präsentieren, die Groß und Klein in ihren Bann zieht. Besonders gelungen ist auch diesmal wieder der Buchumschlag, dessen Illustrationen sofort ins Auge springen.

Als etwas unglücklich habe ich in der Mitte des Buches die kurzen französischen  Einschübe empfunden, vor allem vor dem Hintergrund, dass nicht jeder Leser dieser Sprache mächtig sein dürfte und nicht alle französischen Stellen auch im Verlauf der Geschichte unbedingt näher erläutert werden. Insgesamt eine gelungene Fortsetzung der Reihe, für jung und alt zu empfehlen.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Die Wundernacht des Elfenkönigs

Erstellt von Werner Karl am 14. Juni 2010

die-wundernacht-des-elfenkonigsVanessa Walder
Die Wundernacht des Elfenkönigs

Bindlach: Loewe Verlag 2010
Kinderbuch, Fantasy
Umfang 251 Seiten
Mit Illustrationen von Almud Kunert
ISBN 978-3-7855-6700-5

www.loewe-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Im Zauberwald beginnt sich Finsternis auszubreiten. Die Sonne scheint immer seltener, die Nächte werden länger und alle magischen Geschöpfe werden krank, sogar der Elfenkönig wird immer schwächer. Auch der Drache Obligo, der Ariane dereinst entführte und für das Mädchen und ihren älteren Stiefbruder Erik inzwischen zu einer Art Freund geworden ist, scheint im Sterben zu liegen und quält sich mit Schmerzen. Erst eine Prophezeihung macht klar, dass der Zauberwald dem Untergang geweiht ist, wenn der Elfenkönig nicht bald die richtige Braut findet und von dieser “erwählt” wird. Doch wer ist die Richtige? Und wo ist sie zu finden?

Während sich drei Trolle auf den Weg machen, alles von ihnen Gestohlene zurück zu geben, um Buße zu tun, und damit unwissentlich den Weg für die Rettung der Zauberwelt zu legen, machen sich andere Fabelwesen auf, die Menschen Ariane und Erik aus unserer Welt zu Hilfe zu holen, um das Rätsel der “richtigen” Braut zu lösen. Erst scheint alles auf Ariane in dieser Rolle hinzudeuten, doch diese ist erst 12 Jahre alt und wird zudem auf dem Weg zum Elfenkönig gefangen genommen. Oder ist sie gar nicht die Richtige? Wer aber dann? Denn die Zeit wird knapp, der Zauberwald droht in ewiger Finsternis zu versinken und schließlich ganz zu vergehen…

Auch mit dem dritten Band ihrer wunderbaren Serie ist der Autorin ein im wahrsten Sinne des Wortes zauberhaftes Kinderbuch gelungen, welches Erwachsene ebenfalls ansprechen dürfte. Die wunderbar schrulligen Charaktere, die der Leser schon in den beiden ersten Büchern kennenlernen und genießen konnte, werden von Walder diesmal vollständig in die Geschichte eingearbeitet. Erneut gelingt es der Autorin (fast) ohne Bösewicht eine packende Erzählung zu erschaffen, deren Atmosphäre überzeugt. Neben der Spannung und den liebenswerten Protagonisten ist auch der flüssige und unaufgeregte Stil von Vanessa Walder hervorzuheben. Endlich einmal eine Serie, die ihr Niveau gleichbleibend hält, ohne den Leser zu ermüden.

Einziges Manko der vorliegenden Ausgabe ist die etwas schwülstig wirkende Coverillustration, die zu suggerieren scheint, dass es sich um ein Liebesmärchen handelt, was aber gar nicht der Fall ist. Dies ist sehr schade, denn dies könnte gerade jüngere männliche Leser abhalten, das Buch in die Hand zu nehmen und stellt auch der ansonsten hervorragenden Illustratorin Almud Kunert kein wirklich würdiges Zeugnis aus, denn dies ist wahrlich nicht ihr bestes Bild.

Copyright © 2010 by Gunther Barnewald
 
Titel erhältlich bei Buch24.de
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Der Feuerflug des Elfenkönigs

Erstellt von Werner Karl am 10. Juni 2010

der-feuerflug-des-elfenkonigsVanessa Walder
Der Feuerflug des Elfenkönigs

Bindlach: Loewe Verlag 2009
Umfang 249 Seiten
Jugendbuch, Fantasy
Mit Illustrationen von Almud Kunert
ISBN 978-3-7855-6697-8

www.loewe-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Ariane und ihr älterer Stiefbruder Erik erhalten einen Hilferuf aus dem Zauberwald, denn dort hat man bemerkt, dass die magische Grenze, welche unsere Welt vom Reich des Elfenkönigs trennt, verschwunden ist. Die Wolken, welche zusammen mit den Felsen den Übergang bewachen sollen, sind in unsere Welt weiter gezogen und trüben hier das Wetter ein.

Während ein Rotkehlchen, welches nicht sprechen kann wie alle Tiere im Zauberwald, von der jungen Hexe Yvelle im Reich des Elfenkönigs entdeckt wird, wird Erik in einem naturhistorischen Museum mit drei Kobolden konfrontiert. Zum Glück werden letztere für Affen gehalten und beginnen ihr Unwesen in unserer Welt zu treiben, ohne erst einmal als magische Wesen identifiziert zu werden. Um die Grenze wieder herzustellen, holt der Elfenkönig die beiden Kinder zu Hilfe, denn Erik soll ihm beim Einfangen der Kobolde in unserer Welt helfen, während Ariane die Hexen dabei unterstützen soll, einen Zauber zu wirken, der die Grenze zwischen den Welten wieder herstellt.

Doch wird dies rechtzeitig gelingen? Wird der Elfenkönig mit den technologischen Herausvorderungen unserer Welt zurecht kommen? Werden die Hexen Erfolg haben?… Auch mit dem zweiten Buch um Ariane, Erik, den Elfenkönig und den Zauberwald ist Vanessa Walder wieder ein sehr entspanntes und wunderbar vergnügliches Kinderbuch gelungen.

Lobenswert vor allem, dass die Autorin es schafft, bei ihrem Abenteuer völlig ohne Bösewichte auszukommen, und trotzdem ein spannendes Garn zu erschaffen. Die herrlichen Illustrationen von Almud Kunert sind zwar manchmal etwas klein geraten, illustrieren das Buch ansonsten aber hervorragend. Insgesamt ein rundum empfehlenswertes Kinderbuch ohne Wenn und Aber. Auf den für September 2010 erwarteten Abschlussteil der Trilogie darf man gespannt sein.

Copyright © 2010 by Gunther Barnewald

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Die Stadt der Regenfresser

Erstellt von Werner Karl am 8. Juni 2010

chroniken-der-weltensucher-die-stadt-der-regenfresser1Thomas Thiemeyer
Chroniken der Weltensucher – Die Stadt der Regenfresser
Band 1

Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-6574-2
Jugendbuch / Fantasy
1. Auflage September 2009
Umschlagillustration Rahmen: Dirk Steinhöfel
Umschlagillustration Innenmotiv: Thomas Thiemeyer
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Weltkarte aus: Heinrich Berghaus, Physikalischer Atlas
Hardcover, 447 Seiten

www.loewe-verlag.de
www.weltensucher-chroniken.de
www.thiemeyer.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Thomas Thiemeyer studierte Kunst und Geologie in Köln und arbeitete mehrere Jahre als selbstständiger Illustrator und Künstler. 2004 erschien sein Debütroman Medusa, der erste einer Reihe von sehr erfolgreichen Wissenschaftsthrillern für Erwachsene. Alle seine Romane wurden zu Bestsellern und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Thomas Thiemeyer lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Stuttgart. Chroniken der Weltensucher ist seine erste Reihe für Jugendliche.

Zum Buch:

Oskar, 15 Jahre, lebt im Berlin des Jahres 1893. Er schlägt sich als Taschendieb durchs Leben, ist aber durchaus gebildet und liebt vor allem Bücher. Eines Tages trifft er auf einen Mann, der allein durch sein Erscheinungsbild Oskars Neugier auf dessen Geldbörse weckt. Durch ein geschicktes Ablenkungsmanöver gelangt Oskar zwar in den Besitz der Börse, aber sehr schnell wird er auf der Flucht ertappt. Der merkwürdige Mann, der sich als Carl Friedrich von Humboldt vorstellt, bestraft Oskar nicht direkt, sondern schlägt ihm vor, als Diener die geplante nächste Expedition zu begleiten. Oskar ist sich nicht sicher, aber schließlich reizt ihn die Vorstellung als Abenteurer und Entdecker unerforschte Gegenden zu erkunden.

So macht sich die Gruppe mit Carl Friedrich von Humboldt, dessen Nichte Charlotte, der dunkelhäutigen Eliza, dem Kiwi Wilma und dem Diener Oskar auf den Weg in die peruanischen Anden. Dort findet die Gruppe nicht nur den verschollenen Fotografen Harry Boswell wieder, sondern trifft auch auf ein lange vergessenes Volk, 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Und schließlich gibt es auch Verfolger, die mit Carl Friedrich von Humboldt oder besser gesagt mit Carl Friedrich Donhauser noch eine Rechnung offen haben. Wer wird wohl die Entdeckung an die Öffentlichkeit bringen? Oder werden alle Abenteurer in dieser unbekannten und unentdeckten neuen Welt ihr Ende finden?

Dieses Buch versetzt den Leser in eine bezaubernde Abenteuerwelt hinein, die man gar nicht mehr verlassen möchte. Hier begegnen uns merkwürdige Flugobjekte, riesengroße Insekten und außergewöhnliche Erfindungen. Als Leserin fühle ich mich in Jugendzeiten zurückversetzt und möchte nun mehr Abenteuer erleben mit Oskar und seinen Freunden. Aber dies wird schon in Kürze mit dem 2. Band der Reihe „Der Palast des Poseidon“ möglich sein.

Besonders hervorheben möchte ich noch den einzigartigen Schutzumschlag des Buches, an dessen Entstehung der Autor nicht unwesentlich selbst beteiligt war. Karten auf den Coverinnenseiten und die Encyclopedia Humboldtica runden das Leseerlebnis ab. Oskars Abenteuerreise kann ich allen jugendlichen und erwachsenen Lesern nur wärmstens ans Herz legen. 

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Tausendsturm

Erstellt von Werner Karl am 2. Juni 2010

tausendsturmMichael Rothballer
Tausendsturm
Das Vermächtnis der Schwerter 1

(sfbentry)
Loewe Verlag, Bindlach, 1/2008
HC, Jugendbuch, Fantasy
ISBN 978-3-7855-6126-3
Titelillustration von Tobias Brenner
Karte von Michael Rothballer

www.loewe-verlag.de
www.tobiasbrenner.de/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Wo bliebe die Fantasy ohne magische Artefakte – im Speziellen: Schwerter? Nicht nur, dass diese Waffe einen besonderen Reiz auf die Menschen ausübt, denn schon in klassischer Zeit wurden ihr besondere, teilweise auch magische, Fähigkeiten zugesprochen, und sie gehört auch generell zur Standardausstattung der Helden. Nicht immer sind sie dabei Segen- und Heilsbringer, oft genug können sie zum Fluch werden. Und manchmal kommt es ganz allein auf die Träger an, was diese mit der Macht anstellen, die ihnen die Waffe gibt. Auch Michael Rothballer bleibt dem Leser in „Tausendsturm“, dem ersten Band aus dem Zyklus „Vermächtnis der Schwerter“, die Antwort schuldig, ob die Waffen gut oder böse sind. In ferner Vergangenheit wurden die Klingen ‚Fendralin’ und ‚Themuron’ von den gottgleichen Naurain geschaffen und ihren Kindern aus den Völkern der Fendi und Themuraia übergeben. Sie sollten damit gegen die Drachen kämpfen, finsteren Wesen aus den Tiefen der Erde. Doch die Wirren der Zeit, der Diebstahl der Klingen durch eine der Bestien und düsterer Verrat, der die Naurain und Themuraia von der Welt fegte, ließ die Sterblichen viel von der Macht der Klingen vergessen.

Heute ist man sich zwar noch ihrer Bedeutung bewusst, aber man kennt nicht mehr alle Geheimnisse der Schwerter. Eines davon befindet sich sogar in der Schatzkammer im Königspalast von Citheon in der Stadt Tilet und wird von Joriq Techel, dem derzeitigen Herrscher über das Land, eifersüchtig bewacht. Wie ihr Gegenstück, das sich in der Kriegerschule Ecorim in Seewaith befindet, sind beides Insignien alter Königswürde. Doch dann wagen es die frechen Diebe Barat und Rai, in die gut bewachte Festung einzudringen. Sie haben es auf Gold und Silber abgesehen, aber das Einzige, was Rai in die Hände fällt, ist eine schmucklose, schwarze Klinge, die nicht einmal einen mit Edelsteinen verzierten Knauf hat. Schon bald müssen beide aus der Stadt fliehen, da es dunkle Gestalten auf sie abgesehen haben. Warum, das wissen sie nicht. Erst als Rai die Klinge einsetzen muss, ahnt er, was sie suchen. Er spürt die Macht der Klinge, die seinen Arm geführt hat. Von nun an rennt der junge Dieb um sein Leben und muss sich mehr als nur einmal tödlicher Gefahr entziehen. Schließlich gerät er in die Gewalt von Menschenfängern, die ihm durch Verrat nicht nur die Waffe nehmen, sondern ihn auch in die brutal geführten Erzminen von Andobras verschleppen…

Weit nördlich von Tilet hat sich in der Stadt Seewaith nur wenige Wochen vorher eine Tragödie abgespielt. Nicht bloß Krankheit und Not drohen durch den langen Winter auszubrechen, auch ein Bruderzwist brodelt unter der Oberfläche. Maralon Erenor hat seinem Nachfolger Arton zwar die Leitung der Schule Ecorim übergeben, aber er verweigert ihm das magische Schwert, das eigentliche Erbe der Familie. Und die Enthüllung, dass er im Gegensatz zu seinem Bruder Arden kein echtes Kind der Familie sei, ist zuviel für den stolzen Arton. Doch ehe er etwas gegen die Entscheidung unternehmen und seinen Ziehvater oder Bruder zur Rechenschaft ziehen kann, wird die Schule von heimtückischen Attentätern überfallen und niedergebrannt. Arton verschwindet und wird für tot gehalten, während sein Bruder alles übernimmt und nun auch offen das Schwert enthüllt – was ihn nicht nur zum wahren Erben der Königswürde, sondern auch zu einem Feind von Jorq Techel von Citheon macht…

Michael Rothballer macht keinen Hehl daraus, dass er sich eines klassischen Themas angenommen hat. Eine der Geschichte vorangestellte Legende deutet an, was von den uralten magischen Klingen zu erwarten ist, während der Roman selbst erst einmal die wichtigsten Akteure des Dramas einführt – vor allem den jungen Dieb Rai und den nicht viel älteren Krieger Arton, die beide erst einmal gründlich vom Schicksal gebeutelt werden und schon bald mächtige Feinde haben. Der Diebstahl von „Tausendsturm“ aus der königlichen Schatzkammer ist nur der Auftakt zu einer ganzen Reihe von dramatischen Ereignissen. Denn dadurch wird der Herrscher aufgeschreckt und beschließt etwas gegen eine andere Gefahr zu unternehmen, die ihm ebenfalls schon lange im Magen liegt – die Vernichtung der letzten Nachkommen des vorherigen Königsgeschlechts.

Das alles wird recht spannend und abenteuerlich geschildert. Nur manchmal bringt der Autor den Fluss der Erzählung zum Stocken, wenn er zu unnötig langen Erklärungen ausholt, die nichts oder nur wenig mit der Handlung zu tun haben. Das liest sich dann zwar ganz nett, lenkt aber auch die Aufmerksamkeit der Leser von den eigentlich wichtigen Geschehnissen ab. Es geschieht eine Menge auf den Seiten, aber auf was die Handlung dann letztendlich abzielt, ist nur zu erahnen. Man merkt, dass Michael Rothballer junge, männliche Leser im Auge hat. Freundschaft und Treue stehen im Vordergrund der Geschichte. Kämpfe und Abenteuer werden ausführlich beschrieben. Liebe, Romantik und andere zwischenmenschliche Interaktionen sind eher Nebensache und werden nur kurz abgehandelt. Dementsprechend blass bleiben auch die wenigen in der Geschichte auftauchenden weiblichen Figuren.

„Tausendsturm“ kann durchaus mit den Fantasy-Romanen von Markus Heitz mithalten. Der Autor schreibt zwar etwas behäbiger und nicht ganz so flippig, bietet aber das, was vor allem junge, männliche Leser lieben: actionreiche Abenteuer ohne charakterlichen Tiefgang oder schwülstige Romantik.

Copyright © 2008 by Christel Scheja (CS)
 
Titel erhältlich bei Buch24.de
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Erebos

Erstellt von Werner Karl am 29. Mai 2010

erebosUrsula Poznanski
Erebos

Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-6957-3
Jugendbuch
Erschienen 2010
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Klappenbroschur, 488 Seiten

www.loewe-verlag.de
www.ursula-poznanski.at

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität und landete schließlich als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag, für den sie immer noch tätig ist. 2005 wurde sie mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien ausgezeichnet.

Zum Buch:

Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel:
Es will töten.

Dies ist der Klappentext des Buches, der in ganz knappen Worten den Inhalt der Geschichte eindeutig wiedergibt.

Nick Dunmore ist Schüler an einer Schule mitten in London. Er hat Freunde, geht aus und spielt in seiner Freizeit Basketball. Plötzlich jedoch scheint seine Umgebung sich zu verändern. Sein bester Freund Colin taucht nicht beim Training auf und geht auch zu Hause nicht ans Telefon. In der Schule scheint er müde und spricht mit Leuten, die ihn vorher absolut nicht interessiert haben. Überhaupt ist an der Schule irgendetwas anders. Alle tuscheln und tauschen heimlich DVDs. Nick fragt sich was wohl dahinter stecken mag. Er hat einerseits das Gefühl das es etwas Sonderbares sein muss, andererseits möchte er gerne mitreden können und so probiert er die DVD mit dem Spiel Erebos direkt zu Hause aus, als er sie von Brynne in der Schule angeboten bekommt. Er fragt sich zwar weshalb er mit niemandem über die DVD und das Spiel sprechen soll und weshalb er es nur alleine spielen darf, aber dies alles tritt in den Hintergrund nachdem das Spiel einmal begonnen ist.

Nick Dunmore ist fasziniert von Erebos. Tag und Nacht sitzt er zu Hause vor dem Rechner und vernachlässigt seine sozialen Kontakte bis auf die Momente in denen er Aufträge in der Wirklichkeit zu erfüllen hat und das Spiel in zu einer Zwangspause zwingt. Ja: Der Bote erteilt nicht nur Aufträge im Spiel selbst, sondern auch in der Realität. So muss Nick beispielsweise eine Kiste irgendwo abholen und anderswo deponieren, sich mit einem Mädchen verabreden, Fotos machen und schließlich soll er sogar einem Lehrer Tabletten in seinen Tee geben. Dies ist der Moment bei dem Nick zum ersten Mal wirkliche Zweifel an Erebos kommen. Was mag dahinter stecken? Wieso lebt das Spiel?

Man kann förmlich sagen: Das Spiel spielt mit seinen Spielern und nicht die Spieler spielen das Spiel.

Zwischen Barbaren, Vampiren, Zwergen, Werwölfen, Katzenmenschen, Echsenmenschen und Dunkelelfen tobt ein Kampf. Der Kampf um Ruhm und Ehre und einen Platz im Inneren Kreis. Aber was bedeutet das? Nick und seine neuen Freunde, zu denen auch seine heimliche Liebe Emily gehört, finden das Stück für Stück heraus. Ob sie es schaffen bevor der Innere Kreis auch in der wirklichen Welt Schaden anrichten kann?

Erebos greift ein Thema auf, das sehr aktuell ist. Viele Jugendliche sind heutzutage stark durch PC-Spiele beeinflusst und so könnte es ein leichtes sein sie oder sogar Erwachsene zu manipulieren. Ob es allerdings jemals möglich sein wird ein solches Spiel wie Erebos, eine künstliche Intelligenz, zu erschaffen? Die Gefahren, die hiervon ausgehen könnten, mag ich mir gar nicht ausdenken.

Dennoch ist das Spiel gut. Es ist wahnsinnig gut. Es macht süchtig. Genau wie das Buch.
Erebos sollte man gelesen haben.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Leselöwen – Monstergeschichten

Erstellt von Werner Karl am 2. März 2010

6279_LL_Monster.inddCornelia Funke
Leselöwen – Monstergeschichten

Bindlach: Loewe Verlag 2009
Hardcover
Umfang: 61 Seiten
Mit Illustrationen von Elisabeth Holzhausen
ISBN 9783785562796

www.loewe-verlag.de

Die hier vertretenen sieben Kurzgeschichten (erstmals 1993 erschienen) von Cornelia Funke wurden nicht von ihr selbst illustriert, sondern von Elisabeth Holzhausen, die sich dieser Aufgabe mit Bravour entledigte, so dass wiederum ein Band der bekannten Edition Leselöwen entstanden ist (hier für Kinder ab 8 Jahren empfohlen), der auch furchtsamen Kindern durchaus empfohlen werden kann.

Während in “Gagrobatz” ein Schulbus in den Schlund eines Ungeheuers fährt und in dessen Magen landet, woraufhin die Insassen gefragt sind, sich ein Methode auszudenken, wie dass Wesen sie wieder freiwillig ausspuckt, wird die mutige kleine Rosa in der nächsten Geschichte in einer Geisterbahn von einem realen Monster entführt und nur der tollkühne Einsatz eines Freundes kann sie retten.

Und egal ob der kleine Leo ein unheimliches Wesen des Nachts im heimischen Kühlschrank entdeckt,  Hannes sich nichts sehnlicher wünscht als den Flug auf einem Drachen, ein kleiner Junge von einem Außerirdischen entführt wird, der aber Mitleid hat mit dem Erdenmenschen und sein Freund wird oder ein Erfinder einen singenden Pudding erfindet, immer triumphieren Humor und Menschlichkeit, wenn Funke ihrer Phantasie freien Lauf lässt. Sogar der merkwürdige Lehrer, der sich bei Regenwetter in ein riesiges, grünes Monster verwandelt, sorgt eher für Heiterkeitsanfälle bei seinen Schülern, nicht für wirkliches Gruseln.

So sind alle Begegnungen mit dem Phantastischen schlussendlich humanistisch geprägt, ein fröhliches und versöhnliches Ende wird garantiert, allen widerfährt Gerechtigkeit und keiner kommt zu Schaden. Auch Eltern, die um die ängstlichen Seelen ihrer armen Sprößlinge fürchten, können sich beruhigt zurück lehnen, sind sie doch bei Cornelia Funke und der wunderbaren Illustratorin Elisabeth Holzhausen in sehr guten Händen.

Copyright © 2009 by Gunther Barnewald (GB)

Titel bei Amazon.de:
Leselöwen – Monstergeschichten

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Aztec Code

Erstellt von Werner Karl am 28. Januar 2010

6442_TB_AztecCode_gerade.inddStephen Cole
Aztec Code

Originaltitel: The Aztec Code (2007)
Aus dem Englischen von Ursula Höfker
Bindlach: Loewe Verlag 2009
Loewe Taschenbuch 6442
Umfang: 365 Seiten
ISBN 9783785564424

www.loewe-verlag.de

Ein neuer Auftrag für das junge Codeknackergenie Jonah und seine jugendlichen Kollegen. Ihr Auftraggeber Coldhardt schickt die fünf Jugendlichen zum Einbruch in ein aufgegebenes AKW nach Guatemala, welches noch immer scharf bewacht wird. Denn hier versteckt ein reicher und überaus skrupelloser Waffenhändler seine Sammlung alter Relikte, unter anderem das legendäre Schwert des Hernando Cortés, des Eroberers des Reichs der Azteken. Es soll Zutritt zu einem versunkenen Tempel gewähren und zudem dafür sorgen, dass eine Göttin der Azteken wieder zum Leben erwacht und ihren Untertanen Unsterblichkeit gewährt. Von diesem Thema ist der Auftraggeber der fünf Helden der Geschichte noch immer besessen.

Leider hat der Waffenhändler das Schwert längst an ein mächtige Sekte verkauft, deren Mitglieder ebenfalls danach trachten, dass die verschollene Göttin wieder aufersteht. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht, auch Menschenopfer. Als Opfer ausersehen ist Tyes alter Freund und Liebhaber Ramez, der sich als letzten Bitte vor seiner Opferung die Anwesenheit Tyes wünscht, weshalb die militante Gruppe, die sich “Die sechste Sonne” nennt, Jonahs Kameradin einfach entführen lässt. Doch Tye gelingt die Flucht, sie möchte aber auf jeden Fall Ramez retten, während Coldhardt sich nur und ausschließlich für den Tempel und seine Geheimnisse interessiert. Schließlich erreichen, nach der Lösung einiger kniffliger Rätsel, beide Gruppen nahezu zeitgleich das verschollene und versunkene Bauwerk und es gelingt ihnen, den Tempel wieder aus dem Boden aufsteigen zu lassen. In einem packenden Showdown müssen Jonah, seine Kameraden und Coldhardt schließlich erst um ihr Leben und dann auch noch um ihre Flucht ringen, da der Tempel wieder zu versinken droht…

Auch mit der Fortsetzung von Snakeroot gelingt Stephen Cole ein spannendes, unterhaltsames und überaus fesselndes Jugendbuch mit einem Hauch Mystery. Da der Leser die Figuren bereits kennt, stehen diese nicht mehr so im Mittelpunkt, dafür gibt es mehr Handlung, die Suche nach dem verschollenen Tempel packt den Leser, die Actionszenen halten ihn bei Laune. Auch wenn der Autor nicht alle Klischees vermeidet, so trägt er doch immerhin nicht so dick auf, dass man die Lektüre wegen Hirnerweichung abbrechen müsste. Als Unterhaltungsroman für alle, die sich für die Spielfilme um Die Mumie und die Serie um Indiana Jones begeistern, ist Aztec Code genau das richtige Lesefutter. Einfach anschnallen, aufblättern und sich durch ein vergnügliches Abenteuer tragen lassen, welches ein gewisses Niveau wahrt und sich durch interessante Figuren abhebt vom sonstigen Müll in diesem Genre. Zu hoffen bleibt, dass auch der abschließende Teil der hier als Trilogie angekündigten Serie so viel Lesevergnügen bereiten wird wie seine Vorgänger.

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Aztec Code

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Drachen der Finsternis

Erstellt von Werner Karl am 29. Dezember 2009

5989_Drache_der_Finsternis.inddAntonia Michaelis
Drachen der Finsternis

Loewe Verlag, Bindlach, 1/2008
HC mit Schutzumschlag
Jugendbuch, Fantasy
ISBN 9783785559895
Titelgestaltung von Christina Keller unter Verwendung einer Illustration von Daniel Nikoi Djanie

www.loewe-verlag.de
http://blog.verlagsgruppe-oetinger.de/index.php?id=3773

Christopher ist ein kleiner, schmächtiger 14-jähriger Junge, unsportlich, scheu und in keiner Weise von irgendeinem Talent gesegnet. Damit ist er das getreue Gegenteil seines großen Bruders: Arne sieht umwerfend aus, ist klug und vielseitig begabt. Als Arne beschließt, für ein Jahr nach Nepal zu gehen, auf den Spuren seiner nepalesischen Großmutter, und dabei in einem Waisenhaus arbeiten will, überrascht dies niemand. Arne ist nun einmal ein großartiger Mensch! Doch dann verschwindet er plötzlich, irgendwo in den von Maoisten besetzten Bergregionen Nepals, aufgrund des einen Fehlers, den er besitzt: Er ist leichtsinnig. Christophers Eltern erstarren in Trauer und Angst. Er selbst besorgt sich einen Bildband über Nepal, um sich vorstellen zu können, wo Arne nun ist, und wünscht sich mit aller Macht, in diese wunderschöne Landschaft eintauchen und seinen Bruder retten zu können. Und plötzlich ist er da!

Aber es ist nicht das Nepal, welches er aus dem Fernsehen und Büchern kennt, sondern ein rätselhafter Ort, an dem seltsame und unheimliche Dinge geschehen. Schon zu Beginn trifft er auf Jamar, den 14-jährigen Thronfolger des Landes. Niemand weiß von Jamar, denn er ist unsichtbar geboren. Aus Schock über dieses traurige Wunder fiel seine Mutter sofort nach der Geburt ins Koma, in dem sie noch heute dahindämmert, und der König, sein Vater, kümmert sich nicht mehr um das Land. Tatenlos sieht er zu, wie das Volk hungert, er überlässt alle Entscheidungen dem Militär; selber sorgt er sich nur um den Blumengarten, den seine Frau so sehr liebte. Als Jamars Diener Tapa ermordet wird, beschließt der junge Prinz zu fliehen – und stößt dabei auf Christopher. Gemeinsam gehen die Jungen auf eine unglaubliche Reise. Ihnen begegnen Drachen, die Farben fressen, winzigen Bronzestatuen, die einst Menschen waren, Gefahren und Abenteuern jeder Art…

Es ist kein leicht zu lesendes Buch. Viele wichtige Themen sind hier eingearbeitet: Angst, Wut, Verlust, Trauer, Tod, Mut, umwälzende Veränderungen, Freundschaft, Armut, Krieg und vieles mehr. Mit leisen Tönen und beeindruckender Erzählgewalt webt die Autorin Realität und Fiktion zu einem höchst spannenden Ganzen zusammen. Man spürt, sie kennt dieses Land und seine Menschen und beklagt die Unterwerfung dieses Volkes, ohne anzuklagen. Ihre lebensnahen Charaktere, spannende Wendungen und schöne Sprache lassen den Leser niemals Langeweile verspüren, und sie führt ihn bis zum Ende, das auf sanfte Weise nachdenklich stimmt. „Drachen der Finsternis“ ist ein starkes Buch, empfehlenswert ab etwa 12 Jahren, geeignet für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen!

Alexandra Balzer (alea)

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Drachen der Finsternis

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