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neuauflage

Das Hüttenkochbuch

Erstellt von Werner Karl am 26. Oktober 2009

das-huttenkochbuchWolfgang und Magdalene Grabitz
Das Hüttenkochbuch

J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 11/2008
HC, Sachbuch, Essen & Trinken
ISBN 9783788811716
Titel- und alle Fotos im Innenteil von Wolfgang Grabitz

www.neumann-neudamm.de

„Das Hüttenkochbuch“ wendet sich an all jene, die gern Bergwandern und ihre Urlaubstage auf einer Hütte verbringen möchten. Solche Unternehmungen sollten im Voraus gut geplant werden, denn auf den Berg hinauf führen selten befestigte Straßen, und es gibt i. d. R. auch keine Einkaufsmöglichkeiten am Weg. Was man braucht, muss man selber hinauf tragen – und je länger man steigt, desto schwerer wiegt das Gepäck. Von daher ist es ratsam, sich an der Ausstattung der Hütte zu orientieren: Verfügt sie über elektrischen Strom, Herd und Kühlschrank – oder nichts davon? Entsprechend ist auszuwählen, was außer einem Erste-Hilfe-Kitt, Toilettenpapier, Reinigungs-/Waschmitteln, eigenem Küchengerät, Kerzen, Taschenlampen, Zündhölzern etc. an Getränken und haltbaren Lebensmitteln einzupacken ist.

Die Autoren versuchen zu helfen, indem sie einige einleitende Worte, viele Tipps und eine Liste „Grundbestand“ vor den umfangreichen Rezeptteil stellen. In diesem findet man gegliedert in „kalte Speisen“, Gerichte von der „Kochstelle“, vom „Backofen“, „vom Grill“, aus dem „Räucherofen“ und „Tischfeuer“ allerlei leckere Vorschläge für zünftige Mahlzeiten, die großen und kleinen Essern schmecken, z. B. „Wildkräutersalat“, „Soleier“, „Reibeplätzchen mit Kasseler“, „Brotsuppe pikant“, „Geschnetzeltes mit Gratin“, „Hefezopf“, „Gebratener Lachs vom Grill“, „Spare-Ribs“, „Geräucherte Forellen“ und „Käsefondue“. Zu jedem Rezept gibt es eine Zutatenliste, eine nachvollziehbare Anleitung, dazu oft noch Empfehlungen für Beilagen und Getränke sowie Extra-Tipps. Abgerundet wird mit stimmungsvollen Landschaftsfotos (alle wurden vom Autor in den Bergen geschossen – nur ein ‚Ausreißer’ ist dabei: eine Strandhütte), aber auch mit Abbildungen der Zutaten bzw. der fertigen Gerichte.

Für Auflockerung sorgen zwischendurch eine „Berggeschichte“ und das „Hütten-ABC“. Am Ende des Bandes finden sich noch einige Informationen zum Autorenpaar, das bei Verlag J. Neumann-Neudamm außerdem den Titel „Das Original-Grabitz-Wildkochbuch“ veröffentlicht hat. Alle Rezepte sind leicht nachzukochen und machen schon beim Durchblättern des Buchs Lust, das eine oder andere auszuprobieren, selbst wenn man in den eigenen vier Wänden und nicht auf der Hütte weilt. Bei den Gerichten handelt es sich mehr oder weniger um einfache, rustikale, oft aus der Alpenküche stammende Ideen – aber nicht nur. Manche haben phantasievolle Namen wie „Adleratzung“, „Sülze mit Teufelssoße“, „Geplatzter Bogen“, „Schweineschulter im Heu“ oder „Hüttenglut/Traumfeuer“. Andere kennt man auch aus der bürgerlichen Küche anderen Regionen wie „Sahnehering mit Bratkartoffeln“, „Strammer Max“, „Dicke Bohnen mit Speck“, „Detmolder Holunderküchl“ und „Zwiebelsuppe“. Exotisches ist nicht dabei, wie das folgende Beispiel beweist.

„Leberkäse mit Ei“:
1 Scheibe Leberkäse in etwas Fett braten. 1 Ei braten und mit Salz bestreuen. Den Leberkäse auf einen Teller geben, das Spiegelei darauf legen, mit einem Salatblatt und einer in Spalten geschnittenen Tomate servieren. Dazu Brot und Almdudler (Limonade) reichen. Der Tipp empfiehlt, den Leberkäse von beiden Seiten anzubraten und in einem aufgeschnittenen Brötchen anzubieten.

„Das Hüttenkochbuch“ ist ein sehr schön gestalteter und mit vielen leckeren Rezepten versehener (Bild-) Band, der wahrlich alltagstauglich ist. Hier gibt es keinen unnötigen Schnickschnack – und die Gerichte schmecken trotzdem oder gerade deswegen. Auch für weniger geübte Köche und alle, die kaum Zeit haben und doch gut essen wollen, ist dieses Kochbuch sehr empfehlenswert! (IS) (3xPRT)

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
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www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
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Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1. Roland Pfeilstette
2. Vanessa Pflicht
3. Phillip Triska
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
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Das Hüttenkochbuch

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Pilze des Waldes

Erstellt von Werner Karl am 26. Oktober 2009

pilze-des-waldesProf. Dr. Gottfried Amann, fortgeführt von Claudia Summerer
Pilze des Waldes

Teilausgabe von „Bodenpflanzen des Waldes“
Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 1962, 8. Auflage: 4/2004
HC, Sachbuch, Lexikon, Taschenbildbuch, Natur & Tier
ISBN 9783788807634
Titelgestaltung von Peter Engel, Grünwald
Titel- und Innenillustrationen Paul Richter
14 Seiten mit Schwarzweiß- und Farbabbildungen

www.neumann-neudamm.de

Prof. Dr. Gottfried Amann wurde vor allem durch seine populärwissenschaftlichen Bestimmungsbücher bekannt, in denen die wichtigsten Pflanzen und Tiere des einheimischen Waldes vorgestellt werden. Nach seinem Tod 1988 wird das umfangreiche Werk von Claudia Summerer fortgeführt. Besonders beeindruckend in allen Büchern – natürlich auch in „Pilze des Waldes“ – sind die naturgetreuen Illustrationen in Schwarz-Weiß und Farbe, die von Paul Richter stammen.

„Pilze des Waldes“ wendet sich an alle Naturfreunde, seien sie Spaziergänger, die mit Hilfe des Bestimmungsbuches mehr über ihre Umwelt erfahren wollen, oder gehören sie zu den Pilzsammlern, die im Zweifelsfall nachschlagen möchten, ob der Fund in den Korb gehört oder weiter wachsen soll (trotzdem ist es für Unkundige ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen). Das handliche Format des Bandes macht es möglich, ihn als Begleiter immer bei sich zu haben. Im Vorwort wird nicht nur erklärt, wie das Buch zu handhaben ist, sondern die Autoren weisen zudem darauf hin, dass man die Pflanzen nicht mutwillig zerstören darf, denn auch ungenießbare Pilze sind nützlich und dienen anderen Lebewesen als Nahrung.

Als nächstes werden einige Grundlagen und Fachtermini erläutert, damit man z. B. weiß, was die Lorchel von der Morchel unterscheidet oder was es bedeutet, wenn die Blätter/Lamellen als ‚frei’, ‚abgerundet’, ‚angeheftet’, ‚angewachsen’ oder ‚hängend’ beschrieben werden. Auch auf besonders giftige Arten wird ausdrücklich hingewiesen, und einige weitere Sammel-Tipps werden gegeben.

Auf die Farbtafeln folgt nun der Bestimmungsteil. Dieser ist gegliedert in „Schlauchpilze“ (Speise-Morchel, Herbst-Lorchel, Weiße Trüffel etc.) und „Ständerpilze“ (Krause Glucke, Pfifferling, Maronen-Röhrling usw.). Die bedeutendsten Speisepilze sind ebenso hervorgehoben wie die giftigen Sorten; auch andere Namen, unter denen sie bekannt sind (Pfifferling = Reherl), werden erwähnt. Kurz und sachlich beschreibt der Autor Hut, Stiel, Fleisch und Sporenstaub, gibt Auskunft über Standort, Zeit des Wachstums und etwaige Besonderheiten.

Auf die mitunter sehr phantasievollen Namen – wie z. B. Eselsohr, Stinkmorchel, Totentrompete, Satanspilz, Echter Reizker, Lila Dickfuß – geht er im Anschluss ein. Abgerundet wird mit zwei Seiten Rezepte, sowie einem Namens und Sachverzeichnis der beschriebenen Arten, so dass sich die entsprechenden Texte und Abbildungen schnell finden lassen. Wie auch die fünf anderen Bücher der Reihe ist „Pilze des Waldes“ ein sehr schöner, informativer und handlicher Band, der großen und kleinen Naturfreunden gewiss viel Freude bereiten wird. (IS) (3xPRT)

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Pilze des Waldes

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1. Alfons Schlechter
2. Katrin Duda
3. Kerstin Hübner
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Jäger 1×1 – Waffentechnik

Erstellt von Werner Karl am 26. Oktober 2009

waffentechnikKettner (Hrsg.)
Jäger 1×1 – Waffentechnik

Basierend auf Grundlagen einer Diplom-Arbeit der Ferlacher Büchsenmacherschule
von Marc Gortschnigg, Patrick Karasin, Florian Bild, Alexander Schönlieb, Martin Gessinger und der E. Kettner GmbH
überarbeitet von Verlag J. Neumann-Neudamm AG und Roland Zeitler
Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 4/2009, 1. Auflage: 9/2008
TB im Kleinformat, Sachbuch, Waffentechnik, Jagdwesen
ISBN 9783788812157
Titelgestaltung von Verlag J. Neumann-Neudamm AG
unter Verwendung eines Bildes der Fa. Blaser: Repetierdoppelbüchse R 93 Duo „Mod. Hamed“
Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.neumann-neudamm.de

Wie der Titel bereits vorwegnimmt, handelt es sich bei diesem Büchlein, das einen robusten Einband hat und gut in die Hemd- oder Jackentasche passt, um Fachliteratur. „Jäger 1 x 1: Waffentechnik“ ist ein sehr gut recherchiertes und anschaulich illustriertes Nachschlagewerk, das sich in erster Linie an Jäger wendet (die für ihre Prüfung lernen) und an all jene, die sich für (Jagd-) Waffen interessieren. Zunächst werden „Kalte oder blanke Waffen“ vorgestellt, d. h. traditionelle und gebräuchliche Messer und Stoßwaffen, von denen manche wie die „Saufeder“ heute nur noch Dekorationszwecken dienen.

Unter „Kurzwaffen“ versteht man Waffen mit einer Gesamtlänge von weniger als 60 cm: die „Pistole“ und der „Revolver“. Ihre speziellen Eigenschaften werden erläutert und Holstervarianten vorgestellt. „Langwaffen“ sind wenigstens 60 cm lang und lassen sich in mehrere Hauptgruppen einteilen, darunter Repetierer, Kipplaufwaffen, halbautomatische Waffen und Flinten. Dieser Teil ist besonders umfangreich, denn außerdem wird auf die verschiedenen Läufe kombinierter Waffen, verschiedene Ladevorgänge, Verschlusseinrichtungen, Schaftvarianten u. v. m. eingegangen. Kein noch so winziges Detail wurde übersehen! Weitere Kapitel sind der „Munition“, der „Optik“, der „Waffenpflege“ und der „Ballistik“ gewidmet. Auch auf die aktuelle Gesetzgebung zum Waffenbesitz und Hinweise auf Gefahren werden nicht ausgeklammert. Als Laie staunt man, wie weit manche Ziel gerichtete Waffe reicht (bis 5000 m), während Schrotwaffen auch in einem stumpfen Winkel streuen können (Radius 50 m).

Die sachlichen, knapp und leicht verständlich gehaltenen Erläuterungen werden durch viele Fotos, Grafiken und Tabellen ergänzt und veranschaulicht. Auch dem Neuling oder Laien vermittelt das Buch sehr viel Wissen und machen es durchaus auch interessant für Autoren historischer und phantastischer Romane und Illustratoren. Die Hauptzielgruppe sind allerdings Jäger, Förster und Sportschützen, die Bedarf an einem informativen Nachschlagewerk haben und ihre Kenntnisse ergänzen oder erweitern wollen. – Ein rundum gelungenes Buch! (IS) (3xPRT)

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Jäger 1×1 – Waffentechnik

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1. Sylvia Pradel
2. Maike Meier
3. Monika Honsel
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Natürlich Wild

Erstellt von Werner Karl am 26. Oktober 2009

naturlich-wildUlrich Vomberg & Gerlind Vermeer
Natürlich Wild

Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 1. Auflage: 10/2008
HC, Sachbuch, Essen & Trinken, Ess- und Jagdkultur
ISBN 9783788812027
Titelgestaltung von N. N.
Alle Fotos von Gerichten von Thomas Lammertz, Willich
Food-Design Gerlind Vermeer, Willich; alle übrigen Fotos aus verschiedenen Quellen

www.neumann-neudamm.de

Ulrich Vomberg und Gerlind Vermeer, die Autoren von „Natürlich Wild“, sind der Ansicht, dass das Fleisch von Tieren, die in natürlicher, artgerechter Umgebung leben, sehr viel schmackhafter ist als das von Rindern, Schweinen, Schafen usw., die allein in Hinblick auf ihre Schlachtung gehalten und gefüttert (Chemie, Hormone, Medikamente…) werden. Darum kommt bei ihnen nur Wild auf den Tisch. Aber was macht man, wenn einige Gäste Wild ablehnen? Die Antwort darauf gibt eine amüsante Anekdote – eine von mehreren, die, wie auch einige sehr schöne Naturfotografien, zwischen die Rezepte gestreut sind.

Bei den Rezepten wurden bewusst die traditionellen Braten, die in jedem Kochbuch zu finden sind, ausgelassen. Stattdessen orientierten sich die Autoren an den Jahreszeiten und an Ideen aus der mediterranen Küche oder geben sich experimentierfreudig mit Kombinationen von Fisch und Meeresfrüchten.

Beispielsweise findet man die Anleitungen für so klangvolle Rezepte wie „Fasanenbrust in Weinblättern“, „Beschwipste Wildsau“, „Mit Schwarzwildgulasch gefüllte Kohlrabi“, „Hasenrücken in Paprikaschote“, „Wildkaninchen in Buttermilch“, „Wildente auf chinesische Art mariniert“, „Damwildragout in überbackenen Muschelnudeln“, „Hirsch-Spieße auf roten Linsen“, „Rehfilet in Blätterteig“, „Consommé von der Wildtaube“, „Mousse von geräucherter Forelle“, „Matjes auf Rösti“, „Rahmäpfel“. Daran kann man bereits ersehen, wie variantenreich die Vorschläge sind und dass auch Süßspeisen nicht ausgeklammert wurden. Zu jedem Rezept findet man eine Zutatenliste und den Hinweis, für wie viele Personen das Gericht gedacht ist. Daneben steht die nachvollziehbare Kochanleitung, und ein Foto des fertigen Gerichts rundet ab.

Für „Tournedos vom Schwarzwild auf Apfelscheiben“ (6 Personen) werden 6 Scheiben Wildschweinfilet benötigt, die man mit je 1 Scheibe rohem Schinken umwickelt und rund formt. Mit Küchengarn binden, salzen und pfeffern. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen, geriebene Haselnüsse einstreuen und die Tournedos auf beiden Seiten ca. 3 min braten. Das Fleisch herausnehmen und warm stellen. Aus 2 Äpfeln sechs dicke Scheiben heraus schneiden. Diese ins Bratfett geben, etwas trockenen Weißwein angießen, Nelken und Koriander hinzu geben, und alles etwa 3 min schmoren. Herausnehmen und auf vorgewärmten Tellern anrichten. Auf jede Apfelscheibe ein Tournedo setzen und mit dem restlichen Sud beträufeln. Dazu passt Kartoffelpüree.

Auch wenn man Wildgerichten etwas skeptisch gegenüber steht, die interessanten Rezepte machen durchaus Lust, das eine oder andere auszuprobieren. Gehört man zu den Seite aufgeschlossenen Köchen und Genießern, wird man sich über die vielen leckeren Anregungen freuen. „Natürlich wild“ ist ein sehr schönes Kochbuch, das außerdem durch die Anekdoten und Naturfotos Freude bereitet. (IS) (3x PRT)

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Natürlich Wild

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1. Rudi Vogler
2. Daniela Büchner
3. Hilma Radel
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Das Multi-Vitamin-Kochbuch

Erstellt von Werner Karl am 24. Oktober 2009

das-multi-vitamin-kochbuchDr. Andrea Flemmer
Das Multi-Vitamin-Kochbuch

Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 1/2004
HC, Sachbuch, Ernährung, Gesundheit, Essen & Trinken
ISBN 9783788808310
Titelgestaltung von ratz-fatz, Melsungen
Fotos von Dr. Andrea Flemmer und Steffi Winkler
Vorwort von Astrid Wahrenberg und Dr. Andrea Flemmer

www.neumann-neudamm.de

Es gibt zahlreiche Bücher, die sich mit den für den menschlichen Körper wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen befassen, und noch mehr Kochbücher, die gesunde Rezepte vorstellen – aber selten Werke, die beides berücksichtigen. Entweder wird man mit einer (populär-) wissenschaftlichen Abhandlungen konfrontiert, die die Praxis vergisst, oder man bekommt eine Rezeptsammlung, die an der Oberfläche bleibt. Die Biologin Dr. Andrea Flemmer hat mehrere Bücher publiziert, die sich mit den Stoffen, die man mit der Nahrung aufnimmt, mit Mangelerscheinungen und Krankheiten, denen man durch gesunde Ernährung vorbeugen kann, befassen. Zu diesen Titeln gehören „Das Anti-Krebs-Kochbuch“, „Die Vitamin-Lüge“ und auch „Das Multivitamin-Kochbuch“.

In Letzterem geht es der Autorin darum, die Vitamine und ihre Wirkung vorzustellen und Rezepte zu nennen, mit denen sich der Bedarf an diesen wichtigen Stoffen abdecken lässt. In den westlichen Ländern sollte es keine Mangelerscheinungen mehr geben, da sich nahezu jeder abwechslungsreich und gesund ernähren kann – teure Zusatzmittel aus der Apotheke werden nicht benötigt und sollten, falls notwendig, von Ärzten verschrieben werden, um eine Überdosierung oder Wechselwirkungen zu vermeiden.

Das Buch ist in zwei Teile und einen Anhang gegliedert: Eingangs werden die Vitamine benannt, man erfährt Wissenswertes über ihre Vorkommen und Wirkungsweisen, Bedarfsmengen und die Speichermöglichkeiten des Körpers, woran man einen Mangel oder eine Überdosierung erkennen kann, welche Vitamine man bei bestimmten Krankheiten gezielt zu sich nehmen soll usw. Der Rezeptteil gibt zunächst einige allgemeine Tipps, z. B. die Vorteile und die Nachteile von einer Ernährung, bei der Sprossen berücksichtigt werden, worauf man beim Kauf von Lebensmitteln achten sollte und was beim Verarbeiten und Kochen wichtig ist. Die Rezepte selber sind bunt gemischt und reichen von Getränken über Frühstücks- und Zwischenmahlzeiten, Suppen und Salaten, Hauptgerichten und Süßspeisen bis hin zu Gebäck und Brotaufstrichen. Dieser Teil hätte gern noch umfangreicher ausfallen dürfen! Im Anhang findet man Erklärungen zu den Fachbegriffen, einen Saisonkalender für Obst und Gemüse, Bezugsquellen, Hinweise zu weiterführenden Büchern und ein Inhaltsverzeichnis.

Die Rezepte warten u. a. auf mit „Morgentee für eine gute Verdauung“, „Orangenmüsli mit Apfel“, „Karottenaufstrich“, „Sanddornjoghurt“, „Chinesische Gemüsesuppe aus dem Wok“, „Eissalat mit Keimlingen“, „Möhrengemüse mit Hefeflocken“, „Geschnetzelte Leber mit Champignons“, „Erdbeerquark“, „Butterbrot mit Schnittlauch“, „Roggenschrotpaste“, „Flockenbrot“, „Aprikosenkekse mit Provitamin A“. Die Beispiele zeigen, dass nicht jedes gesunde Essen kompliziert sein muss, doch manche Zutaten gibt es nicht im Discounter sondern nur im Reformhaus oder in anderen Spezialgeschäften. Trotzdem lohnt es sich, den Rezepten eine Chance zu geben, denn nicht nur berücksichtigen sie die Rundum-Versorgung mit Vitaminen, sondern sie bringen auch Abwechslung auf den Speisezettel und regen zu eigenen Ideen an. Zu jedem Rezept finden sich eine Zutatenliste und eine nachvollziehbare Anleitung, manchmal auch eine Abbildung des fertigen Gerichts und zusätzliche Anmerkungen.

Schnell und leicht zu bereiten ist „Gemischtes Gemüse“ für 2 Personen:
1 große rote Paprika, 200 g Salatgurke und 2 kleine Tomaten waschen, putzen und klein schneiden. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Darin 1 kleine geh. Zwiebel und 1 – 2 geh.
Knoblauchzehen dünsten, dann Paprika und Gurke mit braten. Wenn das Gemüse noch bissfest ist, die Tomaten hinzufügen. Abschmecken mit 2 TL fertige Gemüsebrühe, etwas Thymian und Rosmarin. Direkt vor dem Essen 4 EL Magerjoghurt untermischen.

„Das Multi-Vitamin-Kochbuch“ ist ein sehr informativer Band, der viele Hintergrundinformationen liefert und anschaulich erklärt, die Theorie außerdem praktisch ergänzt mit zahlreichen leckeren Rezepten. Möchte man sich und seine Familie gesund ernähren, ist der Titel sehr zu empfehlen. (IS) (3xPRT)

Titel bei Amazon.de: Das Multi-Vitamin-Kochbuch

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1. Lisa Dollwett
2. Alexander Jürgens
3. Monika Huber
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Amuse Gueule – Die Explosion ultimativen Genusses

Erstellt von Werner Karl am 12. Oktober 2009

amuse-gueule-e28093-die-explosion-ultimativen-genussesMarkus Plein
Amuse Gueule – Die Explosion ultimativen Genusses

Verlag FEL!X, Wintrich/Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 12/2008, 2. Auflage: 1/2009
HC, Sachbuch, Essen & Trinken, Esskultur
ISBN 9783867380201
Titelgestaltung von Markus Rühl und Nyree Newton
Foodfotografie von Jens Christoph, Foodstyling von Tino Kalning

www.felix-ag.de
www.neumann-neudamm.de
www.altes-kelterhaus.de
www.xtrabiz.de

Die Bezeichnung ‚Amuse Gueule’ stammt aus dem Französischen und steht für kleine, mundgerechte Appetithäppchen, die in Restaurants im Rahmen eines Menus oft gratis vor der Vorspeise serviert werden. Markus Plein, Jahrgang 1972, lernte und kochte in vielen internationalen Spitzenrestaurants, bevor er in Wintrich das ‚Alte Kelterhaus’ eröffnete, wo er seine Gäste mit mediterran und asiatisch angehauchten Gerichten verwöhnt. Seine besondere Liebe gilt allerdings den Amuse Gueules, mit denen man leicht ein 36-Gänge-Menu zusammenstellen kann – so der Klappentext. Einige Lieblingskreationen stellt Markus Plein in seinem Buch „Amuse Gueule“ vor.

Schon nach den ersten Seiten und einem Blick ins Inhaltsverzeichnis wird deutlich, dass „Amuse Gueule“ keines der üblichen und alltagstauglichen Kochbücher für die Familie ist, bei denen ‚schnell’ und ‚preiswert’ die Hauptkriterien sind. Zwar wird in „Vorspeisen“, „Zwischengerichte“, „Hauptgerichte“ und „Desserts“ eingeteilt, aber schon die Untertitel und die Namen der Gerichte lassen ahnen, dass die Kreationen recht phantasievoll und eigenwillig sind: „Spargeltarzan – Spargelchatreuse, Gebratene Scampi auf grün-weißem Spargelragout, Spargel im Blätterteig mit Hollandaise überbacken“, „Friedhof der Krustentiere – Hummergratin auf frischem Spargelragout, Garnelen im Kartoffelmantel, Shrimpssülzchen mit Tomaten-Estragonvinaigrette“, „Rinderwahnsinn – Rindercarpaccio mit Kürbis-Limonenvinaigrette, Mini-Rinderroulade mit kleinen blauen Kartöffelchen, Rinderzunge mit Meerrettichsauce und Kartoffel-Rosmarinpüree“, „Höllendunkel aber lecker – Halbflüssiger Schokoladenkuchen, Schokoladen-Marmorsoufflé mit Vanille-Zitronengrassauce“ sind nur einige Beispiele für die Ideen, bei denen auch das Anrichten z. B. in einer Fischdose und der Tischschmuck wichtig sind.

In Konsequenz hat Markus Plein einen umfangreichen Anhang beigefügt: „Grundrezepte“, auf die immer wieder zurückgegriffen wird (Saucen, Nudelteig u. ä.), „Menüvorschläge“ (verschiedene, aufeinander abgestimmte Menüs), „Motto-Dinner“ (Dekorationsvorschläge für den Tisch inklusive Einkaufsliste, dazu die passenden Gerichte) und Serviceteil (typische ‚Plein-Utensilien’, verwendetes Geschirr, Glossar, Register, Fotos der Mitwirkenden).

Zu jedem Rezept gibt es eine Zutatenliste, eine Anleitung und ein Foto des fertigen Gerichts, oft mit Serviervorschlag. Möchte man die Rezepte nachkochen, ist es ratsam, viel Zeit einzuplanen, um die mitunter exotischen Zutaten in besser sortierten Discountern, im Asia-Shop oder im Feinkostladen zu besorgen, die Dekorationen zusammenzutragen, vielleicht auch erst einen ‚Probelauf’ zu machen, bevor man die Kreationen Gästen servieren will. Auf jeden Fall sollte man Neuem gegenüber aufgeschlossen sein, viel Spaß und Geduld fürs Kochen und Dekorieren mitbringen.

Hier eines der einfacheren Rezepte – „Wan Tan Nudeln asiatisch“: 200 g Glasnudeln kochen, in eine Schüssel geben, abschmecken mit Salz, Pfeffer, Soja-, Tandoori-, Chili- und Fischsauce, Curry, 20 g gerösteten und gehackten Pinienkernen, frischen Korainderblättern, Ingwer, Honig, Zitronengras, Zitronen- und Orangenschale. Wan Tan-Teig (aus dem Asia-Shop) mit einer Kelle in heißes Fett drücken, damit kleine goldgelb gebackene Körbchen entstehen. Den Nudelsalat in die Körbchen füllen, mit Chilischoten, Kräutern und Karottenfritt (Karotten in feine Streifen schneiden, mehlieren und in der Fritteuse bei schwacher Hitze frittieren) dekorieren. Das Rezept steht unter „Mosel-Sushi“ und ist Bestandteil des „Magnum-Menüs“ mit 18-Gängen. Dazu passt „Dekoration Asia-Tisch“.

Zweifellos kann man die hier vorgestellten Amuse Gueules als kleine Kunstwerke bezeichnen, denn ihr Schöpfer achtet auf wirklich jedes Detail. So ist dann auch das Buch mit den vielen schönen Fotos in gewisser Weise ein Kunstwerk. Manche Rezepte klingen lecker und recht vertraut, andere erscheinen in ihrer Zusammenstellung gewagt. Wer Familie hat, wird zu einem besonderen Anlass das eine oder andere gern einmal ausprobieren wollen, aber kaum die Zeit und Geduld haben, daraus ein mehrgängiges Menü zu erstellen, zumal nicht nur Kinder Unbekanntes, ohne zu probieren, ablehnen. Singles und Paare hingegen, die gern experimentieren und sich die Zeit nehmen können, aufwändige Menüs vorzubereiten, werden an diesem Buch ihre helle Freude haben! (IS)

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Pilze, Pilze, Pilze – Pilze für Topf und Pfanne

Erstellt von Werner Karl am 12. Oktober 2009

pilze-pilze-pilze-pilze-fur-topf-und-pfanneBirgit Linde
Pilze, Pilze, Pilze – Pilze für Topf und Pfanne

Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 1. Auflage: 10/2008
HC, Sachbuch, Essen & Trinken
ISBN 9783788812041
Titelgestaltung von N. N.
Fotos von Jens Christoph, Günther Schumann; Foodstyling von Tino Kalnig, Dekoration von Tino Kalnig, Paavo Blafield, Wolfgang Grabitz

www.neumann-neudamm.de

Es gibt Menschen, die Pilze rundweg ablehnen, weil sie ihnen zu ‚schleimig’ sind oder ‚komisch schmecken’. Die Zahl derer, die Pilzgerichte über alles lieben, ist jedoch ungemein größer – und was ist leckerer, als die selbst gesammelten Pilze frisch auf den Tisch zu bringen als Ragout, Gulasch, Suppe oder Beilage zu einem Braten?

Birgit Linde gibt zunächst einige Tipps zur Lagerung und dem Putzen der Pilze, bevor sie sich den Rezepten zuwendet. Diese sind gegliedert in „Vorspeisen“, „Suppen“, „Fleisch“, „Fisch“, „Geflügel & Wildbret“, „Beilagen“, „Köstlich vegetarisch“, „Salate“, „Pilzsnacks“ und „Saucen & Füllungen“. Bereits das lässt ahnen, wie vielseitig Pilze in der Küche verwendet werden können.

Hier einige Beispiele: „Gefüllte Avocados mit Champignons“, „Kartoffel-Pfifferling-Cremesuppe“, „Rindslende in Blätterteig mit Champignons“, „Zanderfilet mit Morcheln“, „Gefülltes Perlhuhn mit Steinpilzen“, „Frittierte Shiitake-Pilze“, „Austernpilz-Champignon-Auflauf mit Kräuterkruste“, „Wildsalat auf Ungarisch“, „Gefülltes Pilzbrot“, „Einfache Essigpilze“.

Zu jedem Rezept gibt es eine Zutatenliste und eine nachvollziehbare Schritt für Schritt-Anleitung. Zwar sind viele Farbfotos enthalten, aber nicht zu jedem Gericht findet sich auch eine Abbildung. Der Schwierigkeitsgrad bzw. der Arbeitsaufwand und die Zubereitungszeit der einzelnen Rezepte sind unterschiedlich. Man entdeckt schnelle Gerichte wie „Champignoncocktail mit Garnelen“ oder „Waldpilzsuppe“ und Vorschläge, für die man etwas mehr Zeit einplanen sollte wie „Gulasch ‚Provence’ mit Pfifferlingen“ oder „Kaninchenroulade mit Orangen-Champignons.

‚Exotische’ Pilzsorten sind nicht vertreten sondern gängige Sorten wie Champignon, Steinpilz, Pfifferling und die in besser sortierten Gemüse-Abteilungen der Discounter erhältlichen Austernpilze und Shiitake. Sind ‚Mischpilze’ angegeben, kann man alles verwenden, was man an Speisepilzen im Wald findet.

Auch sehr lecker ist „Pilztoast“: Eine Auflaufform buttern und mit 4 Scheiben Toastbrot auslegen, mit je 1 Scheibe Schinken und Emmentaler belegen. Bei 200°C im Backofen backen, bis der Käse schmilzt. 200 g Champignons putzen und in etwas zerlassener Butter ca. 10 min dünsten. Mit 1 EL Mehl bestäuben, mit 4 EL Bouillon und etwas Weißwein ablöschen, noch mal 10 min kochen. Mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen, die Pilzmasse auf den Toasts verteilen und servieren.

„Pile, Pilze, Pilze“ ist ein sehr schönes Kochbuch für Pilz-Fans, das viele schmackhafte und abwechslungsreiche Rezepte bietet, die zum Nachkochen einladen. (IS)

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Die Vitamin-Lüge

Erstellt von Werner Karl am 12. Oktober 2009

die-vitamin-lugeDr. Andrea Flemmer
Die Vitamin-Lüge

Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 6/2005
PB, Sachbuch, Ernährung, Gesundheit
ISBN 9783788810207
Titelgestaltung von ratz-fatz, Melsungen
Alle Abbildungen stammen aus dem Archiv der Autorin oder aus anderen Quellen

www.neumann-neudamm.de

Dr. Andrea Flemmer ist Diplom-Biologin und promovierte an der TU München. Seit 1985 hält sie Vorträge zu Ernährungs-, Gesundheits- und Umweltthemen und ist seit 1991 kommunale Umweltschutzbeauftragte. Zu ihren Publikationen gehören Titel wie „Das Multivitamin-Kochbuch“, „Das Anti-Krebs-Kochbuch“ und auch „Die Vitamin-Lüge“. In diesem Band dreht sich alles um die lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe. Werden wir durch unsere Lebensmittel ausreichend versorgt – oder sollte man den Speiseplan durch Vitaminpräparate ergänzen?

Tatsächlich glauben viele, dass durch jahrelange Intensivbewirtschaftung und Überdüngung die Böden ausgelaugt sind, so dass die geernteten Gemüse und Früchte arm an Vitaminen sind und den Bedarf nicht mehr abdecken können. Die Werbung verspricht, dem durch teure Pillen und Pülverchen abzuhelfen. Wer gesund und auch noch im Alter vital sein will, kann demnach gar nicht früh genug damit beginnen, durch die zusätzliche Einnahme von Vitamin C, Kalzium, Magnesium usw. etwaigen Mangelerscheinungen vorzubeugen. Der Kauf entsprechender Produkte nutzt den Herstellern…, doch hat auch der Verbraucher etwas davon? Ist an den Behauptungen und Versprechen etwas dran?

Die Autorin ging der Sache auf den Grund: Wenn die Böden, die von Großbetrieben strapaziert werden, wirklich ausgelaugt sind, warum greift man dann nicht auf Bioprodukte und die Angebote von Bauernhöfen aus der Region zurück? In welchen Mengen sind die wichtigen Stoffe in den Lebensmitteln enthalten, und sind Bioprodukte wirklich vitaminreicher? Warum benötigen die Bewohner anderer Länder anscheinend weniger Vitamine als die Deutschen und Österreicher? Gibt es überhaupt noch Vitamin- und Mineralstoffmangel in Westeuropa? In welchen Mengen muss man bestimmte Lebensmitteln zu sich nehmen, um die Vitamin-Versorgung ausreichend abzudecken? Wie ist es um die Babynahrung bestellt? Können künstliche Vitamine Nachteile haben?

Ausführlich geht die Autorin auf all diese Fragen ein. Zunächst stellt sie die bekannten Vitamine und Mineralstoffe vor und veranschaulicht durch Tabellen, in welchen Lebensmitteln sie reichlich vorhanden sind. Man erfährt, wie hoch der Tagesbedarf ist, und falls man wirklich befürchtet, unterversorgt zu sein, dann gibt es Tipps wie z. B. ausreichende Bewegung im Freien, um Vitamin D zu tanken, ab und zu Sauerkraut zu essen, um Vitamin K aufzunehmen oder jodiertes Speisesalz zu bevorzugen, lebt man in südlichen, jodarmen Regionen. Ergänzt man hingegen durch künstliche Präparate, können Obergrenzen überschritten werden und Wechselwirkungen zwischen manchen Substanzen auftreten, die zu Gesundheitsschäden führen.

Einige Worte gibt es speziell auch zu den beliebten Multivitaminsäften und anderen Lebensmitteln, die künstlich angereichert wurden – aber nicht halten, was versprochen wird, wie Untersuchungen ergaben. In vielen Fällen ist noch gar nicht erforscht, welche Nebenwirkungen künstliche Vitamine und Mineralstoffe haben können, doch ist bereits erwiesen, dass beispielsweise zu viel künstliches Vitamin C langfristig zu Nierensteinen, einem erhöhten Cholesterinspiegel, Arteriosklerose, Osteoporose, Gicht und Herzinfarkt führen kann.

Als Fazit lässt sich ziehen, dass man bei ausgewogener Ernährung weder Mangelerscheinungen noch eine Überdosierung befürchten muss, geschweige denn Vitaminpräparate benötigt. Der Tagesbedarf der jeweiligen Substanzen ist so gering, dass man nicht einmal größere Mengen bestimmter Lebensmittel zu sich nehmen muss. Zwar gibt es ‚Risikogruppen’ wie z. B. Schwangere, einseitig ernährte (Klein-) Kinder, ältere Menschen, die ihre Ernährung vernachlässigen, chronisch Kranke, Diättreibende und Raucher/Alkoholiker, doch kann auch hier durch natürliche Lebensmittel die Versorgung abgesichert werden. Im Zweifelsfall wird ein Arztbesuch empfohlen und von der Eigenmedikation eindringlich abgeraten.

„Die Vitamin-Lüge“ ist ein interessantes, informatives Buch, das leicht verständlich alle Fragen beantwortet, die ernährungs- und gesundheitsbewusste Menschen bewegen. Die Autorin gibt viele nützliche Ratschläge, nennt Adressen, die seriöse Auskünfte erteilen, und wartet mit weiterführender Literatur auf. Möchte man mehr über Vitamine und Mineralstoffe, ihre Vorkommen, die empfohlene Tagesdosis und den Nutzen bzw. die Gefahren künstlicher Zugaben erfahren, kann man hier viel Wissenswertes erfahren. (IS)

Titel bei Amazon.de: Die Vitamin-Lüge


BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
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www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
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Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1. Holger Reess
2. Katrin Wegner
3. Carina Scholler
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
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Das Römer-Kochbuch

Erstellt von Werner Karl am 12. Oktober 2009

das-romer-kochbuchEdgar Comes
Das Römer-Kochbuch

Verlag FEL!X, Wintrich, & J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 11/2008
HC, Sachbuch, Essen & Trinken, Esskultur, Geschichte
ISBN 9783867380287
Titelmotiv von Edgar Comes
Foto im Innenteil von Jens Christoph, Foodstyling von Markus Plein

www.felix-ag.de
www.neumann-neudamm.de
www.milites-bedenses.de, edgar.comes@t-online.de

Je moderner unsere Gesellschaft wird, desto größer ist auch das Interesse, die Vergangenheit wieder auferstehen zu lassen. Nicht umsonst hatten gerade Mittelaltermärkte in den letzten zwanzig Jahre großen Zulauf, und immer mehr Menschen bekamen Spaß daran, eine bestimmte Epoche umfassend zu erleben. Dazu gehört natürlich auch das leibliche Wohl.
Um das Erlebnis von Märkten und Archäologieparks nach Hause zu holen, erschienen immer wieder entsprechende Bücher – die einen mehr wissenschaftlich, die anderen mehr praktisch veranlagt.

Vielleicht ist „Das Römer-Kochbuch“ nicht eines der ausführlichsten zum Thema Speis’ und Trank, aber gerade für den interessierten Laien eines der brauchbarsten. Der Autor Edgar Comes führt nicht nur in den Lebensstil der Epoche ein, sondern präsentiert auch eine ganze Reihe von leicht und schnell nachkochbaren Gerichten, für die man gar nicht einmal so viele außergewöhnliche Zutaten braucht. Das meiste kann man sogar in Supermärkten, Reformhäusern und Asia-Läden erwerben. Den Rezepten vorangestellt ist eine Einführung in die römische Kultur. Wie sah der Tagesablauf der meisten Römer aus, und was nahmen sie wann eigentlich zu sich und in welcher Weise?

Auf welche Nahrungsmittel hatten die Menschen in der Antike schon Zugriff und welche kannten sie noch nicht, weil sie entweder von anderen Kontinenten stammten wie Kartoffeln und Tomaten oder aber nicht so einfach herstellbar waren wie Kristallzucker? Statt dessen nahmen die Römer Süßmost oder Passum (eine pürierte Mischung aus Rosinen und Rotwein). Er klärt auch auf, dass man für die allseits beliebte Fischsauce, die selbst in süßen Gerichten nicht fehlen darf, lieber auf thailändische oder chinesische zurückgreifen soll, als sich selbst daran zu versuchen.

Die Gerichte sind in drei Bereiche aufgeteilt.
„Gustationes,“ also die Vorspeisen, beinhalten zum Beispiel eine Käse-Knoblauch-Kräuter-Paste“, die zum Brot gereicht wird und einfach nur aus 500 g Feta, 4 – 5 Knoblauchzehen, 2 – 3 Stängeln Sellerie, ½ Bund frischem Koriander, 1 – 2 Ästen Weinraute, Olivenöl, Weinessig, Salz und schwarzem Pfeffer besteht, aber auch verschiedenen Sorten gefüllter, hart gekochter Eier, Salaten, einem Spargelauflauf oder Aprikosen mit Fischsauce, Passum und Kräutern. „Additionen“ sind die Beilagen zu den Fleischgerichten. Das können z. B. Rote Beete mit Lauch sein, Erbsen auf indische Art, verschiedene Bohnentöpfe, Gemüsezwiebelzubereitungen, Gerstengrütze oder gar Pilze. „Mensae Primae“, also die Hauptgerichte, bestehen aus Fleisch oder Fisch. Es können verschiedene Sorten von Frikadellen zubereitet werden, ein Auflauf von Seebarsch, Frikassees mit Früchten und Gemüse, „Numidisches Huhn“ oder die unterschiedlichsten Braten. „Dulcia“, die Desserts, runden das opulente Festmahl ab. Nicht alles davon ist unbedingt süß, sondern wird auch mit Gewürzen bearbeitet wie der Birnenauflauf mit Fischsauce, Pfeffer, Passum und Honig oder die Omeletts mit Milch.

Der Autor greift dabei auf antike Quellen von Cato dem Älteren, Vergil, Apicius, Columella oder Plinius dem Älteren zurück, die auch noch in einem eigenen Kapitel vorgestellt werden. Und hier wird auch die Intention von Edgar Comes sichtbar. Er hat bewusst eine Auswahl an Rezepten getroffen, die von jedem Haushalt schnell und einfach nachzukochen sind. Die Zutaten kann man überall in den Läden finden, und sie sind auch leicht zu ersetzen – so schlägt er vor, auf das überall erhältliche Fladenbrot zurückzugreifen, um es nicht unbedingt auch noch backen zu müssen.

Exotische und aufwendige Gerichte wird man so gut wie gar nicht in der Rezeptsammlung finden, aber das ist auch nicht einmal notwenig, da manche Kompositionen von Süß und Salzig auf den ersten Blick nicht unbedingt mit heutigen Essgewohnheiten zusammenpassen dürften. Das reich mit Bildmaterial und einfachen Beschreibungen versehene Buch lädt durch seinen Aufbau zum Ausprobieren ein und hilft durch ständige Aufmunterungen, über den eigenen Schatten zu springen und sich auf das Abenteuer ‚Essen und Genießen wie die Römer’ einzulassen.

Vielleicht bleibt manches Gericht ja nicht nur ein exotischer Partygag, sondern wird später auch als alltagstauglich in den allgemeinen Speiseplan aufgenommen, wenn man einmal auf den Geschmack gekommen ist. Die Auswahl ist jedenfalls gelungen, und für jedes ist etwas dabei. Für diejenigen, die die Gerichte auch noch im stilvollen Ambiente servieren wollen, hat der Autor Tipps und Adressen parat, bei denen man sich eventuell Geschirr und Brot beschaffen kann.

Damit ist „Das Römer-Kochbuch“ eine gelungene Sammlung von Gerichten, die man auch als Laie schnell und ohne Furcht umsetzen kann und das gleichzeitig Wissen über einen besonderen Aspekt der römischen Kultur vermittelt, ohne dabei zu ermüden oder zu langweilen. Es bietet auch Anregungen, um ein Fest oder ein Live-Rollenspiel auch geschmacklich atmosphärischer zu gestalten und wird dadurch vielseitig verwendbar. Es lohnt sich also durchaus, mehr als einen Blick in das Buch zu werfen. (CS) (3xPRT)

Titel bei Amazon.de: Das Römer-Kochbuch

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1. Nicole Müller
2. Holger Rohde
3. Lars Nickauer
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Säugetiere und Kaltblüter des Waldes

Erstellt von Werner Karl am 12. Oktober 2009

saugetiere-und-kaltbluter-des-waldesProf. Dr. Gottfried Amann, fortgeführt von Claudia Summerer
Säugetiere und Kaltblüter des Waldes

Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 1987, 3. Auflage: 4/2006
HC, Sachbuch, Lexikon, Taschenbildbuch, Natur & Tier
ISBN 9783788807627
Titelgestaltung von Peter Engel, Grünwald
Titel- und Innenillustrationen Rolf Witschel
72 Seiten mit Schwarzweiß- und Farbabbildungen

www.neumann-neudamm.de

Prof. Dr. Gottfried Amann verfasste insgesamt sechs populärwissenschaftliche Bestimmungsbücher zu den wichtigsten Tieren und Pflanzen des heimischen Waldes. Das umfangreiche Werk wird von seiner Nichte Claudia Summerer fortgeführt. Die beeindruckenden, realistischen Farb- und Schwarzweißillustrationen in „Säugetiere und Kaltblüter des Waldes“ steuerte der Künstler Rolf Witschel bei.

Wie auch in den anderen Büchern wird im vorliegenden Titel in den Vorbemerkungen erläutert, wie der Band zu nutzen ist. Dann werden die verschiedenen Gruppen der Kaltblüter – Würmer, Schnecken, Gliederfüßler, Lurche und Kriechtiere – und Säugetiere – Fledermäuse, Insektenfresser, Nagetiere, Raubtiere, Paarhufer – vorgestellt, die ihrerseits Untergruppen haben, ihre Gemeinsamkeiten und Besonderheiten benannt.

Auf die Bildtafeln, die für ein schnelles Auffinden der einzelnen Arten und Themen mit Daumenmarken versehen sind, folgt der eigentliche Bestimmungsteil. Das Aussehen jedes Tieres ist kurz beschrieben, wobei z. B. auf das verschiedene Erscheinungsbild im Larven- und Erwachsenenstadium, die Eier, die Fährte, die Losung mit wenigen, aber präzisen Worten eingegangen wird. Im anschließenden Text wird das Wesentliche zusammengefasst wie Vorkommen, Nahrung, Paarungsverhalten, Anzahl der Jungen, Reaktion auf Menschen etc.

Im Anhang finden sich eine ausführliche Bibliographie, eine systematische Übersicht (Stamm, Unterstamm, Klasse…) und ein Namen- und Sachverzeichnis, mittels dem man die Textstellen und Abbildungen leicht findet.

Mit weit über 300 Seiten ist der Band recht umfangreich und bietet eine Menge interessanter Informationen, auch zu Tieren, die nicht unbedingt in unseren Wäldern zu finden sind wie der Elch, den man eher im Norden antrifft, und das Wisent, das dank gelungener Rückzüchtung aus den letzten Zoo-Exemplaren nun wieder im Osten beheimatet ist. Der Autor scheut sich nicht, Fachtermini anzuwenden, erklärt diese jedoch anschaulich und schreibt so unterhaltsam, dass auch Laien keine Probleme mit den Texten haben, sondern – im Gegenteil! – viel aus den Beschreibungen und Erläuterungen lernen können. Auch für Kinder, die sich für die Natur interessieren, ist es spannend mehr über den „Großen Regenwurm“, die „Braune Wegschnecke“, den „Gemeinen Weberknecht“, den „Laubfrosch“, die „Smaragdeidechse“, die „Zwergfledermaus“, den „Maulwurf“, die „Bisamratte“, den „Luchs“, den „Rothirsch“ u. v. a. zu erfahren.

„Säugetiere und Kaltblüter des Waldes“ ist ein interessantes und lehrreiches Buch für Naturfreunde aller Altersstufen und dank seiner Kompaktheit ein Begleiter, den man unterwegs immer dabei haben kann. (IS)

Titel bei Amazon.de: Säugetiere und Kaltblüter des Waldes

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