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Star Wars: Jedi-Padawan – Sammelband 3

Erstellt von Werner Karl am 15. August 2010

Jude Watson
Star Wars: Jedi-Padawan – Sammelband 3

(7: Der bedrohte Tempel/8: Der Tag der Abrechnung/9: Die Suche nach der Wahrheit )
Star Wars Jedi Apprentice – The Captive Temple, USA, 2000
Star Wars Jedi Apprentice – The Day of Reckoning, USA, 2000
Star Wars Jedi Apprentice – The Fight for Truth, USA, 2000
(c) 2000, 2006 Lucasfilm Ltd., USA
Dino/Panini Books, Stuttgart, 10/2006
TB, Jugendbuch, SF
ISBN 978-3-8332-1449-3
Aus dem Amerikanischen von Dominik Kuhn
Titelgestaltung von tab indivisuell, Stuttgart basierend auf dem US-Cover von Madalina Stefan und Cliff Nielsen

www.paninicomics.de
www.starwars.com
www.lucasarts.com
www.fantasticfiction.co.uk/w/jude-watson/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Auch der dritte Sammelband der „Jedi-Padawan“-Reihe erzählt wieder drei spannende Abenteuer aus der Jugendzeit des Obi Wan Kenobi, einem der bekanntesten Jedis des „Star Wars“-Universums.

„Der bedrohte Tempel“:
Nach den Ereignissen auf Melida/Daan scheint das Band zwischen Obi Wan Kenobi und seinem Meister Qui Gon Jinn endgültig zerbrochen. Trotz Obi Wans Entschuldigung und seiner Rückkehr in den Jedi-Tempel, kann sich Meister Qui Gon nicht entschließen, ihn wieder als seinen Padawan zurückzunehmen. Als es zu einem Anschlag auf Meister Yodas Leben kommt und plötzlich immer wieder rätselhafte Unfälle im Jedi-Tempel passieren, bekommt Obi Wan die Chance, seinem ehemaligen Meister bei den Ermittlungen zu helfen. Schnell erhärtet sich der Verdacht, dass ihr alter Gegner Xanathos die Hand im Spiel hat.

„Der Tag der Abrechnung“:
Obi Wan Kenobi und sein Meister Qui Gon Jinn gehen einigen Spuren nach, die sie bis nach Telos führen, dem Heimatplaneten von Qui Gons ehemaligem Padawan Xanathos. Hier erwartet sie eine böse Überraschung. Die einst friedliebende Bevölkerung ist dem grausamen Spiel Kartharsis verfallen, und der abtrünnige Jedi-Schüler Xanathos gilt dort als beliebter, von allen geschätzter Volksheld. Und so werden die beiden Jäger plötzlich zur Beute, denn ihre Gesichter sind auf jedem Steckbrief des Planeten zu finden, und sowohl die Sicherheitskräfte als auch die Bevölkerung sind hinter ihnen her.

„Die Suche nach der Wahrheit“:
Eigentlich sollte es eine Routinemission werden. Auf dem abgelegenen Planeten Kegan, der schon seit 30 Jahren keine Besucher mehr erlaubt, wird ein Kind geboren, das sensitiv für die Macht zu sein scheint. Meister Qui Gon Jinn und Obi Wan Kenobi sowie Meisterin Adi Gallia und ihr Padawan Siri werden geschickt, um das Kind zu untersuchen und wieder erste Kontakte und Beziehungen zu den Keganern aufzubauen. Dort angekommen müssen die Jedi aber schnell feststellen, dass ihre Gastgeber sie belügen und irgendetwas ganz und gar nicht stimmt. Bei einer Besichtigungstour in der Stadt verschwinden dann plötzlich ihre beiden Padawane, und nun müssen Qui Gon Jinn und Adi Gallia abwägen, wie weit sie die neue, noch wacklige Beziehung zu den Keganern belasten können.

Mit ihrer „Jedi Padawan“-Reihe hat die Autorin Jude Watson eine sehr schöne Serie vor allem für jüngere „Star Wars“-Fans erschaffen. Die Bücher sind spannend geschrieben und einfach zu lesen, und vor allem Leser zwischen 10 und 20 Jahren dürfte es leicht fallen, sich mit dem erst 13-jährigen Obi Wan Kenobi zu identifizieren, dessen Weg, ein großer Jedi-Meister zu werden, nicht immer ganz gradlinig verläuft. Ganz altersunabhängig dürften sich natürlich auch alle anderen Fans freuen, ein paar mehr Hintergründe über die großen „Star Wars“-Helden und insbesondere über Qui Gon Jinn lesen zu können, der in den Filmen ja nur eine recht kurze Rolle spielt.

Wichtigstes Motiv der drei vorliegenden Abenteuer ist das wieder-vertrauen-Lernen von Padawan und Meister, nach Obi Wans kurzzeitigem Austritt aus dem Jedi-Orden im vorherigen Band. Jude Watson gibt sich hier viel Mühe zu zeigen, dass die Jedi trotz all ihrer Kräfte und Fähigkeiten auch nur Menschen sind, die Fehler machen können und denen es auch nicht immer leicht fällt zu verzeihen. Was sie so besonders macht, ist, dass sie trotz aller Widrigkeiten immer wieder zurück auf den von ihnen gewählten Pfad finden. Auch wenn die einzelnen Bücher der Reihe jeweils in sich abgeschlossene Abenteuer bieten, ist es trotzdem ratsam, mit dem Lesen beim ersten Band zu beginnen, um auch die Gesamtgeschichte in der chronologisch richtigen Reihenfolge mitzubekommen.

Eine schöne, spannende Fortsetzung der Reihe und vor allem für alle jüngeren „Star Wars“-Fans absolut empfehlenswert!

Copyright © 2010 by Birgit Scherpe (BS)

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Die gestohlene Vergangenheit

Erstellt von Werner Karl am 26. April 2010

die-gestohlene-vergangenheitJude Watson
Die gestohlene Vergangenheit
Star Wars: Jedi-Padawan 3

Star Wars Jedi Apprentice – The Hidden Past, USA, 1999
(c) Lucasfilm Ltd., USA, 1999
Dino/Panini Books, Stuttgart, 11/1999
TB, SF
ISBN 978-3-89748-203-6
Aus dem Amerikanischen von Dominik Kuhn
Titelgestaltung von tab Werbung GmbH, Stuttgart unter Verwendung
des US-Cover von Madalina Stefan und Cliff Nielsen

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Obi-Wan Kenobis Name zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte „Star Wars“-Universum. Überall findet man Legenden oder kleinere Bruchstücke seiner Vergangenheit. Doch jeder fängt einmal klein an. In der vorliegenden Serie wird den Fans die Vergangenheit dieses großen Helden näher gebracht: Der sehnlichste Wunsch des zwölfjährige Obi-Wan Kenobi ist es, ein Jedi-Ritter zu werden. Doch die Zeit drängt, da jeder Schüler an seinem dreizehnten Geburtstag den Tempel verlassen muss. Obwohl Qui-Gon Jinn sich weigert, einen neuen Schüler zu seinem Padawan zu erwählen, führt das Schicksal, bei dem auch Yoda seine Hand im Spiel hat, ihn und den jungen Obi-Wan immer wieder zusammen. Dabei begegnet Obi-Wan auch Xanatos, Qui-Gons einstigem Schüler. Nach einigen gemeinsamen Abenteuern geht Yodas Rechnung auf: Qui-Gon erwählt den jungen Obi-Wan zu seinem neuen Padawan.

Auf ihrer Reise zum Planeten Gala werden die beiden Jedi auf die Welt Phindar entführt. Dort unterjochen skrupellose Verbrecher die Bevölkerung und unterziehen jeden, der sich auflehnt, einer grausamen Prozedur. Sie löschen die Vergangenheit der betreffenden Person aus!, Dann veranstalten sie Wetten wie lange der so ‚Geläuterte’ überleben wird. Meistens werden die Betroffenen auf gefährlichen Planeten ausgesetzt und mit einer Kamera beobachtet. Die einzige Hoffnung des Volkes liegt nun in der Hand von einstigen Dieben, die gegen die schrecklichen Zustände rebellieren. Ihr ganzes Vertrauen setzten sie in die Jedi. Diese können angesichts der Grausamkeiten, die auf Phindar herrschen, ihre Augen nicht verschließen und geben alles, um den wahren Drahtzieher hinter diesem Wahnsinn zu entlarven.

Nachdem Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi nun endlich als Lehrer und Padawan zusammengefunden haben, liegt eine Menge Arbeit vor den beiden. Qui-Gon lernt endlich, wieder jemanden zu vertrauen, hat ihn doch Xanatos Verrat einst schwer getroffen. Obi-Wan wiederum setzt alles daran, seinem Meister zu gehorchen, auch wenn seine hitzköpfige Art ihm manchmal im Weg ist. Sein Mut und seine selbstlosen Handlungen ermöglichen ihm aber auch, viele Freundschaften zu knüpfen und die Loyalität verschiedener Wesen zu gewinnen. Xanatos, einer der Gegenspieler, war einst ein Schüler von Qui-Gon. Als einziges Kind und Erbe seines reichen Vaters wendet er sich von seinem Mentor ab und genießt nun die Macht und den Reichtum, die ihn korrumpieren. Gut aussehend und charismatisch schafft er es immer wieder, Leute auf seine Seite zu ziehen. Dabei schreckt er vor keiner noch so skrupellosen Handlung zurück, um sich seine Wünsche zu erfüllen. Dieser und andere Charaktere geben der Serie immer wieder neue interessante Wendungen und bieten noch reichlichen Stoff für Fortsetzungen.

Die Freunde des „Star Wars“-Universums dürften erfreut sein, dass hier nicht nur eine seelenlose Geschichte erzählt wird, um am Hype der Saga zu verdienen. Das strikte Gegenteil ist der Fall. Wer eingefleischter Fan ist, wird dieses Buch mit Begeisterung verschlingen. Alle SF- und Fantasy-Fans ab 12 Jahre werden bei dieser Serie voll auf ihre Kosten kommen.

Copyright 2010 © by Petra Weddehage (PW)

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Der dunkle Rivale

Erstellt von Werner Karl am 12. April 2010

der-dunkle-rivaleJude Watson
Der dunkle Rivale
Star Wars: Jedi-Padawan 2

Star Wars Jedi Apprentice – The Dark Rival, USA, 1999
(c) Lucasfilm Ltd., USA, 1999
Dino/Paninibooks, Stuttgart, 11/1999
TB, Science Fiction
ISBN 978-3-89748-202-9
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Obi-Wan Kenobi – dieser Name leuchtet wie ein Fanal durchs gesamte „Star Wars“-Universum. Doch jeder fängt einmal klein an. In der vorliegenden Serie wird die Vergangenheit dieses großen Helden näher beleuchtet: Der zwölfjährige Obi-Wan Kenobi will unbedingt ein Jedi-Ritter werden. Obwohl er im Jedi-Tempel lernt, mit dem Lichtschwert umzugehen und die Macht zu nutzen, fällt dies dem hitzköpfigen Jungen nicht immer leicht. Kurz vor seinem dreizehnten Geburtstag, an dem jeder Jedi, ob erwählt oder nicht, den Tempel verlassen muss, verbreitet sich die Nachricht unter den Schülern, dass Qui-Gon Jinn im Tempel erwartet wird.

Obwohl Yoda Qui-Gon Jinn zu überzeugen versucht, einen neuen Schüler zu seinem Padawan zu erwählen bleibt dieser stur und verbirgt den wahren Grund seines Zögerns hinter fadenscheinigen Ausreden. In seinem Inneren aber weiß er, dass es falsch ist, sein Wissen nicht weiterzugeben. Doch immer wieder muss er daran denken, wie er bei seinem ehemaligen Schüler Xanatos versagt hat. Dessen Verrat hat ihn schwer getroffen, und er ahnt, dass er diesen Schicksalsschlag endlich überwinden muss, um wieder lehren zu können. Obi-Wan Kenobi trifft von nun an, wie es das Schicksal will, immer wieder auf Qui-Gon Jinn.

Dabei begegnet Obi-Wan auch Xanatos. Dieser gibt sich als knallharter Geschäftsmann aus, der aber die Bedürfnisse seiner Arbeiter im Auge behält. Auch betont er immer wieder, dass er keinen Groll gegenüber seinem ehemaligen Lehrer hegt. Seine nette, charismatische Art kann Obi–Wan jedoch nicht täuschen. Er fängt an, heimlich gegen die Offworld Corporation, eine von Xanatos Besitztümern, zu ermitteln. Dabei gerät er in ein wahres Netzwerk aus Intrigen und Verrat. Qui-Gon Jinn setzt nun alles daran, Obi-Wan zu helfen und fragt sich, ob dieser nicht doch ein würdiger Padawan wäre.

Im zweiten Buch wird die Geschichte um Obi-Wan Kenobi und Qui-Gon Jinn fortgesetzt. Diese beiden auf den ersten Blick sehr gegensätzlich erscheinenden Charaktere zusammenzubringen, ist nicht gerade leicht. Yoda scheint auch hier seine Hand im Spiel zu haben. Doch langsam gibt Qui-Gon Jinn seine sture Haltung auf und beginnt zögerlich, daran zu glauben, dass er wieder einen Padawan erwählen könnte. Die Fans des „Star Wars“-Universums dürften erfreut sein, dass hier nicht nur eine lieblose Geschichte heruntergebetet wird, um am Hype der „Star Wars“-Saga zu verdienen.

Das genaue Gegenteil ist der Fall. Qui-Gon Jinn ist wohl einer der geheimnisvollsten Protagonisten der Serie, da er ja nur im ersten Teil der Saga zu sehen war. Über diesen großen Helden, seine Zweifel, Hoffnungen und Wünsche kann der begeisterte Fan hier mehr erfahren. Ebenso verhält es sich mit Luke Skywalkers Mentor Obi-Wan Kenobi, der zu seiner Zeit genauso ein Hitzkopf war wie sein späterer Schüler. Die einzelnen Personen, wie auch ihre Beziehungen untereinander werden gut beschrieben. Die Freunde und Feinde der Jedi-Ritter sind sowohl Menschen als auch Außerirdische. Wer eins dieser Bücher gelesen hat wird nicht mehr genug davon bekommen können.

Eingefleischter „Star Wars“-Fan werden dieses Buch mit Begeisterung verschlingen. Alle SF- und Fantasy-Fans ab 12 Jahren werden voller Spannung nach den Büchern dieser Serie greifen.

Copyright © 2010 by Petra Weddehage (PW)

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Die geheimnisvolle Macht

Erstellt von Werner Karl am 6. April 2010

die-geheimnisvolle-machtDave Wolverton
Die geheimnisvolle Macht
Star Wars: Jedi-Padawan 1

Star Wars Jedi Apprentice – The Rising Force, USA, 1999
(c) Lucasfilm Ltd., USA, 1999
Dino/Panini Books, Stuttgart, 11/1999
TB, Science Fiction
ISBN 978-3-89748-201-2
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Obi-Wan Kenobi – dieser Name strahlt wie ein Fanal durchs gesamte „Star Wars“-Universum. Doch jeder fängt einmal klein an. In der vorliegenden Serie wird die Vergangenheit dieses großen Helden näher beleuchtet. Der zwölfjährige Obi-Wan Kenobi will unbedingt ein Jedi-Ritter werden. Im Jedi-Tempel lernte er mit dem Lichtschwert umzugehen und die Macht zu nutzen. Seine eigenen Ängste und Schwächen zu überwinden, ist jedoch alles andere als einfach. Der hitzköpfige Junge muss lernen, sein Temperament im Zaun zu halten, um sich so der guten Seite der Macht vollständig zu öffnen. Das fällt ihm nicht immer leicht.

Dazu nähert sich unaufhaltsam sein dreizehnter Geburtstag. Wenn ihn bis dahin kein Jedi-Ritter zu seinem Padawan erwählt hat, waren all seine Bemühungen umsonst. Jeder Jedi muss den Tempel mit dreizehn verlassen. Da verbreitet sich die Nachricht unter den Schülern, dass Qui-Gon-Jinn im Tempel erwartet wird. Die Chance, gerade von diesem Jedi erwählt zu werden, ist sehr gering, hat dieser doch seit Jahren keinen Schüler mehr angenommen. Über die Gründe gibt es viele Gerüchte. Als Qui-Gon Jinn im Tempel eintrifft, ist er sich sehr wohl bewusst, welche Hoffnungen er damit erweckt. Obwohl Yoda ihm dringend ans Herz legt, endlich einen neuen Schüler zu seinem Padawan zu machen, bleibt dieser stur und verbirgt den wahren Grund seines Zögerns hinter fadenscheinigen Ausreden. In seinem Inneren aber weiß er, dass es falsch ist, sein Wissen nicht weiterzugeben.

Obi-Wan Kenobi ist schwer enttäuscht, als er nicht erwählt wird. Er soll als Farmer arbeiten und beim Wachstum seltener Pflanzen seine Jedi-Kräfte einsetzen. Dies ist ein doppelter Schlag für den abenteuerlustigen Jungen. Doch wie es das Schicksal will, wird er auf dem Schiff, das ihn zu seinem neuen Leben bringen soll, von einer Person begleitet, mit der er nicht gerechnet hätte: Qui-Gon Jinn. Das Buch erzählt erstmals, wie Obi-Wan Kenobi darum kämpfen musste, ein Jedi-Ritter zu werden. Dabei muss er nicht nur seine eigenen Dämonen besiegen, sondern auch noch Qui-Gon Jinn überzeugen, dass er würdig ist, dass dieser ihn als Padawan auswählt. Die beiden sehr gegensätzlichen Charaktere zusammenzubringen, war nicht gerade leicht. Yoda scheint erneut seine Hand im Spiel zu haben.

Wer glaubte, hier nur eine lieblose Geschichte heruntergebetet zu bekommen, wird schwer begeistert sein, dass dem nicht so ist. Die einzelnen Protagonisten werden liebevoll beschrieben. Die Freunde und Feinde der Jedi-Ritter sind sowohl Menschen als auch Außerirdische. Wer eins dieser Bücher gelesen hat wird nicht mehr genug davon bekommen. Eingefleischte „Star Wars“-Fan werden dieses Buch mit Begeisterung verschlingen. Alle SF- und Fantasy-Freunde ab 12 Jahren werden mit diesem Band voll auf ihre Kosten kommen.

Copyright © 2010 by Petra Weddehage (PW)

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Die 501. – Star Wars Imperial Commando 1

Erstellt von Werner Karl am 4. Januar 2010

501Die 501.
Star Wars – Imperial Commando 1
Karen Traviss

Panini Books (2009)
ISBN 9783833219351
Science Fiction, Taschenbuch
Umfang: 538 Seiten
Cover: Greg Knight
Übersetzer: Jan Dinter

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Vorwort

Jeder Star-Wars-Fan – und wahrscheinlich die meisten SF-Fans ebenso – kennen die „Order 66“. Jene Order, mit welcher Kanzler Palpatine, in Wahrheit ein dunkler Sith-Lord, den letzten Schritt von der Republik hin zum Imperium, und selbst vom gewählten Kanzler hin zum Imperator beschreitet. Die Order 66 bedeutet die Ermordung aller greifbaren Jedi, vom Jüngling, von den Padawanen und Jedi-Rittern bis hin zu den Meistern. Und es sind die Klonsoldaten der Republik, welchen diesen Verrat und Mord an ihren bisherigen Verbündeten ausüben sollen und ja auch tun. Auch sie wandeln sich von Republic Commandos in Sekundenschnelle zu Imperial Commandos. Im Film haben wir dies in der Episode III der Star-Wars-Reihe „Die Rache der Sith“ in schrecklich-schönen Bildern miterleben können.

Zum Buch

Der Roman „Die 501.“ spielt 3 Wochen nach diesen dramatischen Ereignissen. Die 501. soll zur persönlichen Eliteeinheit Darth Vaders geformt werden, genauso schwarz gekleidet und tödlich wie dieser abtrünnige Meister der dunklen Seite, auf die ihn der frischgebackene Imperator gezogen hat.

Ich hatte mich schon damals beim Film gefragt, warum dieser Verrat der Klonsoldaten so „reibungslos“ von statten ging. Ich hatte vermutet, dass die Klone des Spenders Jango Fett von den Kaminoanern so erschaffen wurden, dass sie nicht nur möglichst perfekte Soldaten abgaben, sondern auch Befehle ihrer Vorgesetzten kritiklos ausführten, vielleicht sogar psychisch entsprechend konditioniert wurden. Doch weit gefehlt. Keine Tiefenhypnose, kein einprogrammierter Zwang, sondern die schlichte nibelungentreue Ausführung eines Befehls zum Massenmord und Auftakt zu einem neuen Krieg mit vertauschten Vorzeichen. Klone sind Befehlsempfänger! Gottlob aber keine perfekten!

Und hier fängt der interessante Teil der Geschichte der Klone an: Sie wurden von den Kaminoanern unter anderem mit beschleunigtem Wachstum geschaffen. Schließlich kann ein Kunde nicht 20 Jahre auf seine Bestellung warten. Die Klone reiften innerhalb weniger Jahre zu ausgewachsenen Männern heran. Doch ab dem Tag ihrer „Geburt“ unterliegen sie den individuellen Einflüssen ihrer Umwelt. Zu Beginn natürlich alle gleich auf dem Planeten Kamino und während ihrer Ausbildung. Aber schon hier liegen die Wurzeln zu verschiedenen Erfahrungen und der Bildung entsprechend differenzierter Charaktere. Missglückte Klonergebnisse, einige wenige unentdeckte Machtbegabte und unterschiedliche Intelligenzgrade ergeben unausweichlich auch unerwünschte „Endprodukte“: Äußerlich zwar identisch, aber innerlich oft genug völlig verschieden.

Und genau dies ist die eigentliche Story des vorliegenden Romans von Karen Traviss. Wir erleben mit, wie der mandalorianische Ausbildungs-Sergeant Kal Skirata seine Schützlinge als seine Kinder betrachtet. Er ist nicht damit einverstanden, dass sie sich für Machtbegabte hinschlachten lassen, ob Jedi oder Sith, ob helle oder ob dunkle Seite der Macht. Für ihn sind alle Machtbegabten das Grundübel, der Quell für millionenfachen Mord und immer neue Kriege. Womit er tatsächlich ja auch Recht hat. Und so beginnt Kal Skirata seinen eigenen Kampf. Er sammelt all jene Klone um sich, die nichts mit dem Imperium oder der Republik zu tun haben wollen. Sein erstes erklärtes Ziel ist die Mitarbeit der tausendjährigen Kamioanierin Ko Sai, welche die Wachstumsbeschleunigung stoppen soll. Denn auch ein Klon will leben…

Fazit

Im Prinzip hört sich dies alles überaus spannend an und man lechzt auf jeden Hinweis, der uns dummen erdgeborenen Star-Wars-Fans neue Einblicke in die Saga eröffnet, welche uns die Filme vorenthalten. Die Hoffnung auf die letzte Trilogie der ursprünglich auf 9 (!) Filme konzipierten Reihe wird gerade durch solche Ideen noch mehr geschürt. Wir wollen mehr, George Lucas!

Doch oh weh! Leider kann Karen Traviss hier dem eigenen Anspruch nicht gerecht werden. Sie schafft es doch tatsächlich, den überaus spannungsträchtigen Plot so langweilig in Worte zu fassen, dass ich genervt in der Hälfte des Buches das Handtuch geschmissen habe. Dazu trägt noch bei, dass sie alleine bei den Namen der Protagonisten so eine Verwirrung erzeugt, dass man wirklich nicht mehr weiß, wer ist wer, und wer gehört zu wem. Da helfen auch die Kapitelüberschriften wenig. Ich glaube, es ist 50 Bücher her, dass ich einen Roman nicht zu Ende gelesen habe. Wenn ich mich abgeregt habe und mein Frust abgeklungen ist, werde ich den Rest – vielleicht – noch lesen. Schade, das hätte ein anderer Autor zu einem Hammerbuch gemacht. Chance verpasst.

Copyright © 2010 by Werner Karl
 
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Die 501. – Star Wars Imperial Commando 1

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Tom Clancy’s Splinter Cell – Schachmatt

Erstellt von Werner Karl am 8. Dezember 2009

tom-clancys-splinter-cell-e28093-schachmattDavid Michaels
Tom Clancy’s Splinter Cell – Schachmatt

Tom Clancy’s Splinter Cell – Checkmate, USA, 2006
Panini Books, Stuttgart, 5/2008
TB, Thriller
ISBN 9783833218743
Aus dem Amerikanischen von Andreas Kasprzak
Titelgestaltung von axb group/Greg Horn

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http://splintercell.de.ubi.com/conviction/
www.greghornjufge.com/

Sam Fisher ist ein Mann, den es eigentlich gar nicht gibt. Als Sondereinsatzagent von Third Echolon arbeitet er zumeist alleine am Rande jeder Legalität und erledigt all die Dinge, von denen niemand wissen darf, die jedoch zum Schutz der nationalen Sicherheit notwendig sind. Als ein Schiff mit brisanter radioaktiver Fracht scheinbar führungslos auf die amerikanische Küste zusteuert, ist noch niemandem klar, dass dies der Auftakt für eine ganze Reihe von Ereignissen ist, die einen weltweiten Krieg herauf beschwören könnten – wenn es Fisher als „Splinter Cell“ nicht gelingt, vorher heraus zu finden, wer bei diesem tödlichen Strategiespiel die Fäden zieht. Die Suche nach Hinweisen wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit, als immer größere Katastrophen einen Erdrutsch politischer Entscheidungen herbei zwingen, an deren Ende ein Krieg mit dem Iran droht. Doch die Hinweise, die Sam Fisher aufspürt, weisen auf einen anderen Verantwortlichen hin, der aus sehr persönlichen und wirtschaftlichen Interessen versucht, die Welt in Brand zu setzen.

„Schachmatt“ lehnt sich an das Strategie- und Ego-Shooter Spiel „Splinter Cell“ an und kann seine Wurzeln keineswegs verleugnen. Die gesamte Story ist eine Abfolge von Einzelaufträgen, bei denen Sam Fisher über sein Computersystem OPSAT Hilfestellung und Anweisungen erhält, ansonsten jedoch ganz alleine agiert. Zuweilen hat man als Leser die Spielszenerie vom Bildschirm förmlich vor Augen, die eingeblendeten Karten, die Portraits, die Einsatzanweisungen.

Durch diese Romanstruktur fällt es schwer, den sehr voneinander abgegrenzten, aufgereihten Einsätzen des Agenten mit anhaltendem Interesse zu folgen. Allein in der Mitte des Buches, bei dem längeren Auftrag in Tschernobyl, löst sich der Autor von dieser Vorlage und erlaubt es somit seinen Protagonisten, etwas mehr Interaktion zu entwickeln, die über den Dreisatz ‚Entdecken-Vermeiden-Ausschalten’ hinaus geht. Trotzdem gelingt es kaum, Sam Fisher zu einer wirklich dreidimensionalen Person zu machen, was jedoch wohl auch nicht der Anspruch dieses Romans ist. Die Schreibweise ist technisch gut, ein gekonntes Stück Handwerk ohne den Versuch, besondere Tiefe oder Wortkunst zu entwickeln. „Schachmatt“ ist ein Buch zum Spiel, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und Fans von Sam Fisher werden ihn sicherlich gerne auf seine Einsätze begleiten, sich über die ausgefeilte Spezialausrüstung, die Schleichmissionen und die herb-trockenen Dialoge freuen.

Britta van den Boom (BvdB)

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Tom Clancy’s Splinter Cell – Schachmatt

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Resident Evil 09 – Tödliche Freiheit

Erstellt von Werner Karl am 3. November 2009

todliche-freiheitSuiren Kimura
Resident Evil 09 – Tödliche Freiheit

Biohazard – To the Liberty, Japan, 2002
Panini Comics, Stuttgart, 11/2006
TB, Horror, Action
ISBN 9783833213496
Aus dem japanischen von Burkhard Höfler
Titelgestaltung von tab indivisuell, Stuttgart
Illustrationen von Hiroaki Hashimoto
8 Farbseiten

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www.residentevil.com/5/
www.capcom.co.jp/bio_series/

„Resident Evil“, die berühmte Videospielreihe aus Japan, in der Mensch und Tier durch ein Virus des skrupellosen Umbrella-Konzerns zu blutrünstigen Zombies mutieren, erfreut sich weltweit einer großen Fangemeinde. Die Autorin S. D. Perry adaptierte bislang die Handlung sämtlicher Videospiele in Romanform. Mit dem neunten Band „Tödliche Freiheit“ schuf nun der Japaner Suiren Kimura eine eigenständige Geschichte, die nicht auf einem der Spiele oder Filme basiert. Eigentlich sieht für Jose Lopez zunächst alles nach einem mehr oder weniger langweiligen Routinejob aus. Der U. S. Marshal hat den Auftrag erhalten, den gefährlichen Serienmörder Jack Trump, der in England sein Unwesen trieb, mit Hilfe des Ozeanriesen Liberty wieder nach New York zu überführen. Doch schon der erste Arbeitstag verläuft ganz anders, als geplant. Der junge Marshal verpasst um ein Haar den Termin mit seinen britischen Kollegen. Daher kapert er kurzerhand ein Taxi und liefert sich schon bald eine halsbrecherische Verfolgungsjagd mit den örtlichen Gesetzeshütern.

Natürlich sind die englischen Beamten über diesen Vorfall nicht gerade erfreut und folglich heilfroh, als sie den ungestümen Beamten und seinen Gefangenen endlich aufs Schiff nach Amerika verfrachtet haben. Dort freundet sich Lopez mit der kleinen Silvia an, die an einer tödlichen Krankheit leidet. Die Verhöre mit Jack Trump erweisen sich als Geduldsprobe für den jungen Mann, da sich der Mörder in einem apathischen Zustand befindet und nur selten klare Momente hat. Außerdem scheint er sich nur vage an die vergangenen Tage erinnern zu können. Langsam kommen Lopez ernste Zweifel an der Schuld seines Landsmanns. Und sein Verdacht, das Jack vielleicht nur ein willkommenes Bauernopfer ist, scheint sich zu bestätigen, als er erfährt, dass die Liberty dem zwielichtigen Pharma-Konzern Umbrella gehört, der in die schrecklichen Ereignisse um Racoon-City verwickelt sein soll.

Der Marshal ahnt nicht, dass sich noch etwas sehr Gefährliches an Bord befindet, das eigentlich niemals das Licht der Welt erblicken sollte. Doch die Kreatur ist bereits erwacht und folgt gnadenlos ihrer genetischen Programmierung, die perfekte Lebensform zu werden, auch wenn sie hierfür über Leichen gehen muss. Schon bald muss Lopez, unterstützt von der toughen Söldnerin Louise Kah, ums nackte Überleben kämpfen. Verzweifelt versuchen die beiden, das kleine Mädchen zu beschützen. Bald erscheint ihre Lage hoffnungslos. Im letzten Moment erhalten sie rettende Hilfe von Jack, der mittlerweile wieder klar im Kopf ist. Doch kann Lopez wirklich auf diesen Mann zählen und ihm das Leben eines Kindes anvertrauen?

Der Roman ist flüssig und spannend geschrieben und wird hier und da mit ein wenig Humor aufgelockert. Die Charaktere haben durchaus Potential, doch man erfährt leider recht wenig über ihren Hintergrund, was zwar zum Erhalt der Spannung beiträgt, Hauptcharakter Lopez aber ein wenig blass erscheinen lässt. Da ist der undurchsichtige Jack Trump um einiges interessanter geraten, da der Leser wie der Agent im Dunkeln tappt, ob man dem vermeintlichen Killer ohne Gedächtnis Vertrauen entgegen bringen kann. Die harte Söldnerin Louise Kah erfüllt die Frauenquote, und Silvia ist das typische kleine Mädchen, das es zu beschützen gilt. Und im Hintergrund zieht der zwielichtige Geschäftsmann Robert Chan die Fäden. Zugegeben, der Plot ist nicht gerade neu, und es wurden viele Elemente aus den Spielen zusammengetragen, in denen es mehrfach galt, ein kleines Mädchen zu beschützen und auch der Schauplatz des Schiffes ist nicht gerade neu. Doch schließlich will der Autor das Genre und insbesondere das „Resident Evil“-Universum nicht neu erfinden und setzt auf Altbewährtes.

So entwickelt er eine spannende und unterhaltsame Geschichte mit jeder Menge Action und einem Schuss Horror. Das Horror-Element kommt dabei ein wenig zu kurz, doch ist das Gesamtbild stimmig und der Hauptgegner des Heldentrios wirklich zum Fürchten. Einige Teile der Handlung sind vorhersehbar, doch Suiren Kimura gelingt es, auch die eine oder andere Überraschung in die Geschichte einzuflechten. Ein nettes Extra sind die 8 Farbseiten, auf denen die Hauptpersonen von Illlustrator Hiroaki Hashimoto ansprechend in Szene gesetzt wurden. Da der Roman eine völlig eigenständige Geschichte präsentiert, die auch außerhalb der „Resident Evil“-Welt spielen könnte, sind keine Vorkenntnisse nötig, und das macht das Buch somit auch für Leser interessant, die „Resident Evil“ noch nicht kennen, aber spannende Unterhaltung zu schätzen wissen. Für Freunde spannender und actionreicher Unterhaltung ist „Resident Evil – Tödliche Freiheit“ bedenkenlos zu empfehlen. Fans der Reihe werden mit einer ansprechenden Story belohnt, die leider wenig Neues zu bieten hat, aber trotzdem gut zu unterhalten weiß. (CZ)

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Resident Evil 09 – Tödliche Freiheit

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Resistance 01 – Ein Sturm zieht auf

Erstellt von Werner Karl am 31. Oktober 2009

ein-sturm-zieht-auf2Dietz, William C.
Resistance 01 – Ein Sturm zieht auf

Panini Books (2009)
ISBN: 9783833219344
Umfang: 363 Seiten
Originaltitel: Resistance: A Gathering Storm (2009)
Übersetzer: Cora Hartwig
Genre: Military-Science-Fiction

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Vorwort:

Ein Cross-over quer durch alle Medien gehört heutzutage schon zum guten Ton; schließlich will jede Chance auf einen wirtschaftlichen Erfolg durch Synergie-Effekt genutzt werden. Dass ein Film durch seinen Titelsong – gerne auch umgekehrt – aufgewertet und gepuscht werden kann, ist dabei schon die älteste Methode. Zuerst das Buch, dann der Film – oder auch hier eben andersherum – ist Tagesgeschäft. Durch die weltweite Verbreitung von Computern und Spielekonsolen samt entsprechenden Spielen sind auch hier lukrative Geschäfte mittlerweile völlig normal. Dass dies jedoch auch für frühere Randgenres gilt und vor allem der Weg: Zuerst PC-Spiel, dann Buch, gefolgt von Kinofilmen (kennen wir z.B. auch von Resident Evil, USA, 2002, mit Milla Jovovich in der Hauptrolle) ist aber immer noch ein wenig erstaunlich, für Fans selbstredend erfreulich. Resistance – ein knallharter Military/SF/Horror-Mix stellt da nur eines der aktuellsten Beispiele dieser Entwicklung dar.

Zur Geschichte:

Die Handlung spielt – für einen Science-Fiction(Horror)-Roman ungewöhnlich – in unserer Vergangenheit. 1949 hatte sich überraschend die Sowjetunion vom Rest der Welt abgeschottet. Niemand ahnte den wahren Grund; interne Machtkämpfe, möglicherweise eine erneute Revolution wurden vermutet. Doch tatsächlich waren es Außerirdische, welche vom Rest der Menschheit unbemerkt, auf dem riesigen Kontinent gelandet waren und dort sofort begannen, die Bevölkerung anzugreifen und das ganze Land zu überrennen. Rasch folgten darauf europäische Staaten und schließlich auch Großbritannien. Der Ort für die erste Invasion war nicht willkürlich gewählt. Die außerirdischen Chimera lieben die Kälte, Eis und Schnee. In Russland haben sie es nicht nötig, sich die Erde ihren gewohnten Umweltbedingungen anzupassen. Das haben sie sich für den Rest der Welt aufgespart. Doch von Anfang an verbreiten die Chimera auch ein hoch ansteckendes Virus, das fast alle Befallenen in Bestien verwandeln kann. Ein guter Teil der besiegten Menschen dient ihnen jedoch vorzugsweise als Nahrung, der andere Teil wird sozusagen in Verbündete verwandelt.

US-Ranger Lieutenant Nathan Hale ist ein Sentinel und immun gegen das Alien-Virus. Er und seine Elitetruppe werden zu allerlei höchst gefährlichen Einsätzen abkommandiert, für die reguläre Truppen wenig Aussicht auf Erfolg hätten. Doch die fast immer als Himmelfahrtskommando einzuordnenden Aufgaben kosten ihn reihenweise Mitglieder seines Teams und er selbst überlebt ansonsten tödliche Verletzungen häufig genug nur aufgrund seiner Sentinel-Eigenschaften.

Dass die Chimera dabei überlegene Waffensysteme einsetzen, liegt auf der Hand, schließlich befinden wir uns bei „Resistance – Ein Sturm zieht auf“ zeitlich gesehen an der Schwelle zum Atomzeitalter. Es wird kein Wort über den 2.Weltkrieg verloren, die USA und die UdSSR scheinen also in dieser Alternativwelt noch keinen Grund gehabt zu haben, Atombomben zu entwickeln. Überhaupt ist der zeitliche Rahmen geschickt gewählt, denn es gibt keine NATO, keinen Warschauer Pakt, oder die später entstandene Europäische Union. Keine Raumsonden, Spionagesatelliten, Raumstationen wie z.B. die ISS oder eine von Atomwaffen starrende Welt. Nichts von all dem ist in Resistance existent; die Aliens haben also scheinbar leichtes Spiel. Wenn, ja wenn da nicht Lieutenant Nathan Hale wäre…

Fazit:

Die Verquickung von Science-Fiction-Horror mit einem (aus realer heutiger Sicht) zurückliegendem Zeitraum hat für mich den Hauptreiz an Resistance ausgemacht. Es ist einfach amüsant, die Schwierigkeiten überholter Waffentechnologie versus Alien-High-Tech-Equipment mitzuerleben. Ständig ist man versucht, den Protagonisten zuzurufen: „Dann nimm doch endlich die Atomgranate und puste die Mistkerle weg!“ Wobei dies das ganze Amüsement ist. Der Roman ist knallhart, brutal, eklig, frustrierend in der Darstellung der Kriegsszenen gegen einen überlegenen Gegner. Gleichzeitig denkt man immer: „Gott sei Dank leben wir im Jahr 2009.“

Der Autor William C. Dietz beherrscht dieses im Grunde bekannte Landser-Milieu, leider fehlt ihm ein wenig die Fähigkeit, wirklich Spannung oder gar Überraschung zu erzeugen. Auch erinnern die Szenen noch sehr an steigende Schwierigkeitsgrade der Spiel-Levels, eine dünne Rahmenhandlung ist zwar vorhanden, aber die große Geschichte ist es nicht. Solide gemacht, handwerklich sauber, für Military-Fans ohne Zweifel unterhaltend. Die Horror-Elemente überwiegen, sicherlich beabsichtigt die spärlichen SF-Elemente. Allein das Titelbild ist genial ausgewählt, schön das man hier nicht auf die Bilder aus der Playstation zurückgegriffen hat.

Titel bei Amazon.de:
Resistance 01 – Ein Sturm zieht auf

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Die Legenden der Drachenlanze 01 – Die Brüder

Erstellt von Werner Karl am 27. Oktober 2009

die-legenden-der-drachenlanze-01-die-bruderMargaret Weis, Tracy Hickman & Andrew Dabb
Die Legenden der Drachenlanze 01 – Die Brüder

Dragonlance Legends, Vol. 1: Time of the Twins, USA, 2008
Panini Comics, Stuttgart, 6/2009
PB mit Klappbroschur, vollfarbige Graphic Novel im Comicformat, Fantasy
ISBN 9783866077393
Titelbild und Zeichnungen von David Cole, Farben von Adam Chong
Aus dem Amerikanischen von Oliver Hofmann und Astrid Mosler

www.paninicomics.de
www.dragonlance.com/
www.margaretweis.com/news.php
www.trhickman.com/

Die amerikanischen Autoren begründeten in den frühen 1980er Jahren mit der „Drachenlanze“-Saga ein neues Genre in der Fantasy, das es in dieser Form noch nicht gegeben hatte: den Rollenspiel-Roman. Sie erzählten die Abenteuer ihrer Rollenspielgruppe nach und machten aus der reinen Zusammenfassung eine spannende Geschichte. Das begeisterte viele Leser, die selbst in die Rollen von magischen oder kriegerischen Helden schlüpften, und so erschienen schon bald Fortsetzungen, welche die Abenteuer, der Helden weiter zu spinnen versuchten, wenn auch diesmal in mehr literarischer Form. In den „Legenden der Drachenlanze“ widmeten sich Weiß und Hickman ihren Lieblingsfiguren, den Zwillingsbrüdern Raistlin und Caramon Majere. Gut zwanzig Jahre nach den Romanen gibt es nun erstmals auch eine Comic-Umsetzung der Saga, für die der erfahrene Szenarist Andrew Dabb wieder einmal das Skript verfasste.

Zwei Jahre sind nach der schweren Niederlage von Takhisis vergangen, das Vordringen der dunklen Göttin konnte aufgehalten werden. Doch ihre Vasallen, die Drachenfürsten, sind noch immer nicht besiegt und haben sich mittlerweile ihre eigenen kleinen Reiche geschaffen und beginnen, diese auszuweiten. Einige von ihnen hoffen auch auf einen zweiten Versuch, ihrer Herrin den Weg nach Krynn zu ebnen.

Die überlebenden Helden der Drachenlanze haben sich mittlerweile in alle Winde zerstreut. Tanis und Laurana haben wichtige Aufgaben übernommen, während sich Caramon und Tika nach Solace zurückgezogen und das ‚Wirtshaus zur letzten Bleibe’ übernommen haben und dort versuchen, eine Familie zu sein. Raistlin hingegen macht auf andere Weise von sich reden. Auch wenn er nun die Schwarzen Roben trägt, so bleibt er weiterhin ein Renegat und geht seinen eigenen Weg, ohne sich um die Regeln und Einschränkungen seines Ordens zu scheren. Er erweitert seine Macht, und der Dunkelelf Dalamar, der ihn eigentlich überwachen sollte, ist mehr und mehr von ihm fasziniert. Die Magiergilde beobachtet das mit Sorge, denn es ist nicht zu übersehen, dass er selbst dabei Grenzen überschreitet, die Krynn aufs Neue gefährden könnten. Derweil ist Crysania, eine Klerikerin des Gottes Paladin, voller Sorgen und Ängsten, denn sie hat immer wieder Träume und Visionen, in denen ihr Schicksal mit dem von Raistlin verknüpfen zu sein scheint. Als sie den Magier persönlich kennen lernt, ist sie auch von ihm als Mann fasziniert und kann ihn nicht mehr vergessen. Doch darf sie sich die Liebe zu ihm überhaupt erlauben?

Eines Tages ist Raistlin verschwunden. Auf der Suche nach ihm stößt sie in Solace auf Caramon, den die Untätigkeit nach den Kriegen und die Zurückweisung seines Bruders gebrochen und zum Trinker gemacht haben. Dass er sie auf Geheiß seiner Frau Tika zum Turm der Magier in Wayreth begleitet, ist ihr zunächst eher unangenehm, doch dann erweist sich, dass es genau das Richtige war. Wie sie nun erfahren müssen, ist Raistlin in die Vergangenheit zurück gereist, um auf den mächtigen Erzmagier Fistandantilus zu treffen. Wenn das geschieht, kann sich vielleicht die Geschichte verändern. Es gibt nur noch einen Weg, ihn aufzuhalten. Der Comic folgt sehr genau den dramatischen Ereignissen des Romans, und es kommt auch der Graphic-Novel sehr zugute, dass die Anzahl der Helden und Schauplätze etwas reduziert wurden und ein genauer Blick auf das Verhalten und die Entscheidungen der Brüder geworfen wird. Auch ohne in die Tiefe zu gehen, setzt die Geschichte nicht mehr auf epische Schlachten sondern das Schicksal einzelner. Denn so bewusst und zielstrebig, wie Raistlin seine Entscheidungen trifft, versuchen die anderen – die noch an das Gute in ihm glauben -, ihn genau davon abzuhalten. Dazu kommen die üblichen Ingredienzien klassischen Fantasy-Abenteuers, inklusive einer magischen Zeitreise.

Die zeichnerische Qualität ist dagegen nicht sonderlich herausragend und eher Mittelmaß. David Cole prägt den seit Jahren auch durch Abbildungen vertrauten Figuren seinen eigenen Stempel auf, so dass sie teilweise nur noch durch Haar und Augenfarbe oder typische Kleidung zu erkennen sind und nicht mehr viel mit den Gestalten auf den Buchcovern von Larry Elmore zu tun haben. Raistlin sieht aus wie ein alter Mann, obwohl er gerade erst auf die Dreißig zugehen dürfte. Caramon bekommt, als er sich zusammenreißt und trainiert, geradezu cartoonhaft hervor gehobene Muskelpakete. Auch Crysania hat mehr von einer Superheldin als einer zarten und zerbrechlichen Priesterin. Zudem scheint der Künstler nur begrenzt die Mimik von Menschen zu beherrschen, denn die Unterschiede sind recht gering, passen nicht immer zu den Geschehnissen und verkommen oft genug zu seltsamen Grimassen.

„Die Brüder“, der erste Teil der „Legenden der Drachenlanze“, ist inhaltlich solide umgesetzt, nur zeichnerisch bleibt die Geschichte auf einem schwachen Mittelmaß, da dem Künstler noch einiges an Ausdruckskraft fehlt. (CS)

Titel bei Amazon.de:
Die Legenden der Drachenlanze 01 – Die Brüder

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Mr. Monk 02 – Mr. Monk besucht Hawaii

Erstellt von Werner Karl am 25. Oktober 2009

mr-monk-besucht-hawaiiLee Goldberg
Mr. Monk 02 – Mr. Monk besucht Hawaii

Mr. Monk Goes to Hawaii, USA, 2006
Panini Comics, Stuttgart, 4/2007
TB, Krimi, Comedy
ISBN 9783833215902
Aus dem Amerikanischen von Ralph Sander
Titelgestaltung von tab indivisuell, Stuttgart
Fotos von Universal Studios Licensing LLLP

www.paninicomics.de
www.leegoldberg.com/

Natalie Teeger, die geplagte Assistentin des genialen Zwangsneurotikers Mr. Monk, hat sich ihren Urlaub redlich verdient. Zumal sie von ihrer besten Freundin Candance zu einem kostenlosen Hawaiiaufenthalt eingeladen wird. Natalie soll die Trauzeugin bei Candances Hochzeit sein. Nun, den meisten Menschen mag Urlaub zustehen, nicht aber jemandem, der für Mr. Monk arbeitet. Da er Natalie nicht zwingen kann, in San Franzisko zu bleiben, und er auf gar keinen Fall bereit ist, die Ersatzfrau zu akzeptieren, die Natalie bei einer Arbeitsagentur verpflichtet hat, gibt es nur eine Lösung: Mr. Monk wirft eine ominöse Tablette ein, die seine gesamte Persönlichkeit für zwölf Stunden umkehrt, setzt sich mit in den Flieger und folgt Natalie nach Hawaii.

Das wäre an sich schon Katastrophe genug, doch wer sich in Mr. Monks Nähe aufhält, kommt zwangsläufig mit Leichen, Lügen und Verbrechen aller Art in Berührung. Blitzschnell ist die Hochzeit gesprengt, und auch die erste Leiche lässt nicht lange auf sich warten…

In Monk-typischer Brillanz entwickelt sich dieser hochgradig komplexe Roman, in dem selbst winzige Kleinigkeiten von Bedeutung sind. Wieder einmal muss Monk den Mörder nicht nur finden, sondern auch zweifelsfrei überführen. Diesmal hat er eine harte Nuss zu knacken, denn sein Widersacher ist raffiniert, und die Umstände sind mehr als widrig. Geckos lauern an allen Ecken, Deckenventilatoren sind bösartig genug, nicht im Gleichtakt zu flappen, Mietwagen mit fleckigen Sitzen werden vermietet, und Menschen, die sich zum Essen auf die nackte Erde setzen – oder gar im Meer baden wollen – sind gewiss zu allem fähig…

Goldberg weiß zu überraschen, die Handlung ist niemals vorhersehbar. Besonders unterhaltsam sind dabei wie immer die kleinen Mord- und Kriminalfälle, die Monk so ganz nebenher noch knackt. Sehr feinfühlig wird dieser schwierige Charakter gezeichnet, auch alle anderen Figuren sind lebensecht dargestellt. Humor gibt die letzte Würze für rundum gelungenen Lesegenuss – Monk unter Einfluss seiner ‚Drogen’ ist zwar nicht allzu realistisch, aber zum Brüllen lustig geschrieben. Wer den Fernsehneurotiker liebt, wird dieses Buch verehren. (alea)

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Mr. Monk 02 – Mr. Monk besucht Hawaii

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