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neuauflage

Aschenputtels letzter Tanz

Erstellt von Werner Karl am 12. Mai 2012

Kathleen Weise
Aschenputtels letzter Tanz

Planet Girl Verlag
ISBN 978-3-522-50301-3
Jugendbuch / Thriller
Erschienen 21.03.2012
Gesamtausstattung: Andrea C. Uva
Klappenbroschur, 224 Seiten
Altersempfehlung ab 12 Jahren

www.planet-girl-verlag.de
www.kathleenweise.de

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Zur Autorin:

Kathleen Weise, geboren 1978 in Leipzig, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Heute arbeitet sie als freie Lektorin und Autorin. Darüber hinaus war sie viele Jahre ehrenamtlich als Mitarbeiterin des Literaturbüros Leipzig e.V. tätig mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit, Organisation und Durchführung von Lesungen, Textwerkstätten, Schullesungen und Workshops.

Zum Buch:

„Aschenputtels letzter Tanz“ das ist ein Thriller für Jugendliche und schon die äußere Aufmachung des Buches macht dies sehr deutlich. Die Umrisse einer Mädchengestalt sind erkennbar. Blumenranken umgeben diese Person und zieren nicht nur das Cover des Buches, sondern auch dessen Schnitt und jede einzelne Seite. Hier wird die Verbindung zu Märchen schnell klar und im Handlungsverlauf der Geschichte wird es nicht bei Aschenputtel alleine bleiben.

Harpers Familie lebt in Mahnburg auf einem alten Anwesen ganz in der nähe der Moorlandschaft, die diese Gegend geprägt hat und weiterhin prägt. Harper und ihre Mutter sind die schwarzen Schafe der Familie, denn sie leben nicht so angepasst wie Harpers Großmutter sich das aus ihrer Sicht als Familienoberhaupt wünscht. Daher hat Harpers Mutter sich bereits vor vielen Jahren einen anderen Lebensmittelpunkt gesucht. Mahnburg ist nur noch in den Ferien eine Anlaufstelle für Harper und ihre Mutter, die von Harper einfach nur Mutsch genannt wird. In diesem Sommer jedoch ist alles anders, denn Harpers Cousine Elsa hat sich verändert. Nach einem Überfall auf das junge Mädchen, bei der ein unbekannter Täter ihr einen Zeh entfernt hat, kann Elsa nicht mehr tanzen. Für die Familie ist das ein großes Drama, denn Elsa war sehr talentiert und ihr stand eine erfolgreiche Zukunft bevor. Nun aber ist die Zukunft des Mädchens ungewiss. Harper ist verwundert über die Äußerungen und das Verhalten ihrer Cousine. Irgendwie scheint Elsa dieses Erlebnis ganz im Gegensatz zu ihren Eltern und der Großmutter besser zu verarbeiten. Aber wer tut einem anderen Menschen so etwas an? Und was hat es mit dem Zettel auf sich, der neben Elsa gefunden wurde: „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen“?

Als Harper bei einem Spaziergang durchs Moor ein bewusstloses Mädchen, dem man das Gesicht zerschnitten hat, findet, ist sie zunächst völlig fertig mit den Nerven. Vor allem der Zettel, den Harper vor Ort findet, beschäftigt sie. Ein weiteres Märchenzitat deutet auf einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten hin. Nach und nach fängt sich Harper wieder, beginnt selbst Zusammenhänge zu erkennen, nach dem Täter zu suchen und gerät dadurch selbst in große Gefahr.

Auf nur etwas mehr als 200 Seiten schafft die Autorin Kathleen Weise es eine für jugendliche Leser spannende Geschichte zu schreiben, die manchen Leser mit ihrem Ende überraschen mag. Sicher gibt es einige Andeutungen im Buch, die bereits früh darauf schließen lassen, was sich hinter den Taten verbirgt, aber nicht jeder Leser wird diese auf Anhieb finden.

Nicht nur eine spannende Handlung, sondern auch die Darstellung des Lebens in einer Kleinstadt, die Beschreibungen der fantastischen Naturlandschaft Moor und die für den Handlungsverlauf wichtige Darstellung von Problemen und Bedürfnissen junger Menschen machen diese Geschichte zu einem gelungenen Ganzen.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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Die Schattenträumerin

Erstellt von Werner Karl am 23. April 2012

Janine Wilk
Die Schattenträumerin

Planet Girl Verlag
ISBN 978-3-522-50270-2
Jugendbuch / Fantasy
Erschienen 26.01.2012
Gesamtausstattung: Christopher Gibbs
Innentypografie: Bettina Wahl
Hardcover mit UV-Spotlackierung, 384 Seiten
Altersempfehlung ab 12 Jahren

www.planet-girl-verlag.de
www.janine-wilk.de

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Zur Autorin:

Janine Wilk wurde am 07.07.1977 als Kind eines Musikers und einer Malerin in Mühlacker geboren. Schon von Kindesbeinen an war die Literatur sehr wichtig für sie, mit elf Jahren schrieb sie ihre ersten Geschichten. Mit Anfang zwanzig begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten Buch und schon bald folgten die ersten Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kurzprosa. Janine Wilk lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von Heilbronn.

Zum Buch:

Die Autorin Janine Wilk entführt den Leser in ihrem Buch „Die Schattenträumerin“ nach Venedig. Im Jahre 1618 macht der junge Rafael Clementonis dort Bekanntschaft mit einem sonderbaren Wesen. Eine Statue, in deren Nähe er zufällig gelangt, bewegt sich plötzlich und beginnt sogar zu sprechen. Das Wesen behauptet ein Fluch zu sein, der Fluch, der über Venedig ausgesprochen wurde. Im heutigen Venedig besucht die 13-jährige Francesca di Medici auf Einladung ihrer Großmutter die Familie. Eigentlich lebt Francesca mit ihrer Mutter in Deutschland und besucht die Familie meist in den Sommerferien. Diesmal aber ist sie in den Weihnachtsferien gekommen und lernt die Stadt von einer anderen Seite kennen. Venedig ist zu dieser Jahreszeit viel ruhiger als sonst, aber auch grau und neblig. Es sind kaum Touristen in der Stadt und jeden Abend und jeden Morgen ist es in den engen Gassen an den Kanälen nebelig und kalt.

Francescas Aufenthalt in der Lagunenstadt gestaltet sich abenteuerlich. Zunächst einmal leidet Francesca mehr und mehr unter Albträumen. Diese kennt sie zwar schon, aber in Venedig scheinen sie sich zu verstärken. Als ihre Großmutter sie dann zum Haus von Horatio Baldini schickt und dieser ihr eine Traumgondel schenkt, die ihr angenehmere Träume bereiten soll, ist sie zunächst verwundert, aber kurz darauf erzählt Großmutter Fiorella ihrer Enkelin von einem furchtbaren Fluch, der seit vielen Jahren und Generationen auf der Familie die Medici lastet und nach und nach kann sich Francesca verschiedene Dinge zusammenreimen. Von da an ist sie damit beschäftigt den Fluch, der auf der Familie lastet und der mit dem Fluch über Venedig zusammenhängt, aufzuheben. Aber das ist ein ganz großes Abenteuer, bei dem Francesca auf die Hilfe ihrer Familie angewiesen ist.

„Die Schattenträumerin“ das ist eine Geschichte mit einer Kulisse, die einfach passt. Mit vielen Ideen und wundervollen Beschreibungen, aber auch leicht gruseligen Details löst die Autorin beim Leser ganz großes Kopfkino aus. Die Schatten des Buches, die Nebel über den Kanälen, die alten Palazzi, dämonische Kreaturen und dunkle Mächte, das alles wird lebendig und fasziniert hier bis zur letzten Seite. Sogar einem Buch kommt hier eine bedeutende Rolle  und das dürfte natürlich jeden Bücherwurm erfreuen.

Zu guter Letzt aber wird mit dieser Geschichte eines klar: Freundschaft, Familie, Ehrlichkeit, Zusammenhalt, Aufrichtigkeit und die Fähigkeit einander verzeihen zu können, alle diese Dinge brauchen Menschen um im Leben gemeinsam etwas erreichen zu können. Nur so ist ein Miteinander möglich, ob in der realen Welt oder in der Phantasie.

Nicht unerwähnt bleiben sollte zum Abschluss noch, dass dieses Hardcover auch zauberhaft gestaltet wurde. Venedig ist nicht nur auf dem Cover, sondern auch auf jeder einzelnen Seite präsent.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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Die Schattenträumerin

Erstellt von Werner Karl am 19. März 2012

Janine Wilk
Die Schattenträumerin

Planet Girl Verlag
ISBN 978-3-522-50270-2
Fantasy, Kinder & Jugend
Erschienen 2012
Übersetzer
Titelbild Christopher Gibbs
Umfang 382 Seiten

www.planet-girl-verlag.de
www.janine-wilk.de

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Autorenporträt

Janine Wilk wurde am 07.07.1977 als Kind eines Musikers und einer Malerin in Mühlacker geboren. Schon von Kindesbeinen an war die Literatur sehr wichtig für sie, mit elf Jahren schrieb sie ihre ersten Geschichten. Mit Anfang zwanzig begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten Buch und schon bald folgten die ersten Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kurzprosa. Janine Wilk lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von Heilbronn.

Zum Buch

Francesca wird schon seit ihrer frühsten Kindheit von unheilvollen Albträumen geplagt. Niemand kann ihr helfen diese Albträume loszuwerden, weder ihre Mutter noch ein Kinderpsychologe. Also verschweigt sie einfach ihrer Familie, dass sie weiterhin von den Albträumen heimgesucht wird. Als sie dann alleine zu ihrer Großmutter nach Venedig reist, verändern sich auch ihre Albträume. Denn ihr düstere Verfolger aus ihren Träumen findet sie – auch in der Wirklichkeit. Als Francescas Großmutter ihr dann endlich etwas über den Familienfluch erzählt, ist es für Francesca schon fast zu spät …

Fazit

Dieser Roman ließ den Leser in eine wunderbare Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit eintauchen. Schon nach den ersten paar Seiten fand sich der Leser mitten auf den Straßen des alten und des neuen Venedigs wieder, welches die Autorin mit einem unglaublichen Detailreichtum beschrieb. Erstaunlicherweise kam diese Story ohne eine Liebesgeschichte aus und konfrontierte den Leser endlich mal wieder mit dem wahren Bösen. Kuscheldämonen suchte man in diesem Roman vergebens, hier wurde der Leser schnell von Schattendämonen gejagt, die ihn so richtig schön das Gruseln lehrten. Gekrönt wurde alles von einer wirklich sympathischen und toughen Heldin und liebevoll ausgestalteten Nebencharakteren.

Ein Buch in dem eine Wendung die nächste jagt und der Leser immer das Unerwartete erwarten muss.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

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Insel der Schatten

Erstellt von Werner Karl am 30. September 2011

Janine Wilk
Lilith Parker – Insel der Schatten

(sfbentry)
Planet Girl Verlag
ISBN: 978-3-522-50142-2
Fantasy, Kinder & Jugend
Erschienen: 2011
Titelbild: Christopher Gibbs
Illustrationen: Christopher Gibbs
Umfang 365 Seiten

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Autorenporträt

Janine Wilk wurde am 07.07.1977 als Kind eines Musikers und einer Malerin in Mühlacker geboren. Schon von Kindesbeinen an war die Literatur sehr wichtig für sie, mit elf Jahren schrieb sie ihre ersten Geschichten. Mit Anfang zwanzig begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten Buch und schon bald folgten die ersten Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kurzprosa. Janine Wilk lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von Heilbronn. (Quelle: Planet Girl)

Zum Buch

Lilith Parker ist todtraurig. Ihr Vater ist Archäologe und wird auf eine längere Ausgrabung nach Burma gehen. Während dieser Zeit möchte er seine Tochter nicht alleine bei der Haushälterin Clara in London wissen. Also schickt er sie zu seiner Schwester, Lilith Tante Mildred, nach Bonesdale. Doch schon die Reise zu der Insel der Schatten verläuft für Lilith reichlich ungewöhnlich- sie wird von einer Krähe attackiert und bei der Überfahrt zur Insel, kommt ihr Boot gefährlich ins Wanken. Wenigstens lernt sie auf ihrer Reise Matt kennen, der gerade im Begriff ist, zusammen mit seiner Mutter, nach Bonesdale zu ziehen, und freundet sich mit ihm an. Kaum auf der Insel angekommen, reiht sich ein gruseliges Ereignis ans nächste und auch ihre Tante Mildred scheint in das Ganze verstrickt zu sein. Schnell manövriert sich Lilith in eine Situation, aus der es für sie kein entkommen gibt…

Fazit

Schon die ersten Seiten des Buches packten den Leser und verschafften ihm eine wahre Gänsehaut. Die unheimliche Grundstimmung verließ einen während des ganzen Buches nicht und erzeugte so eine passende Atmosphäre für die Handlung. Schnell fieberte und sorgte man sich zusammen mit dem sympathischen Hauptcharakter Lilith. Deren Namen sprach übrigens Bände, wie auch die Wahl des Ortsnamens. Mit diesen kleinen Details erschuf die Autorin eine ganz eigene Welt und verzauberte einen bis zur letzten Seite. Die Geschichte an sich war nicht nur etwas für jugendliche Leser, sondern auch etwas für Erwachsene,  die gruselige Märchen lieben.

Ein Buch, das einen in eine andere Welt entführt, voller guter und böser Monster, abseits einer Gesellschaft, wie wir sie kennen.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

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Sternenschimmer

Erstellt von Werner Karl am 24. August 2011

Kim Winter
Sternenschimmer

(sfbentry)
Planet Girl Verlag
ISBN 978-3-522-50278-8
Jugendroman
Erschienen 15.07.2011
Umschlaggestaltung: Maria-Franziska Löhr
Innentypografie: Marlis Maehrle
Hardcover mit Schutzumschlag, 576 Seiten
Altersempfehlung ab 13 Jahren

www.planet-girl-verlag.de

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Zur Autorin:

Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden, lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin, arbeitete sie im Pflegekinderdienst und in einem Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer Leidenschaft, die sie selbst als „Schreibsucht“ bezeichnet. Dem Wald ist Kim Winter übrigens noch immer sehr verbunden, weil sie dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. „Bei Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht.“

Zum Buch:

Die Erde in der Zukunft. Nach unzähligen Kriegen und Naturkatastrophen haben die Menschen wohl ihre in der Vergangenheit begangenen Fehler erkannt. Viele Menschen sind ums Leben gekommen, die übrigen aber sind zusammengerückt und leben unter einer großen Kuppel, die Schutz vor der UV-Strahlung draußen bietet. Es gibt eine gemeinsame Sprache und eigentlich ist das Leben dort nicht viel anders, als wir es auch heute kennen. Kinder gehen  zur Schule, Erwachsene gehen einer Arbeit nach, es gibt Restaurants und Kneipen und Freud und Leid. Und manchmal öffnet sich auch die Kuppel und man kann in den Himmel blicken.

Auf dem Planeten Loduun jedoch tobt ein grausamer Krieg. Auf der Erde werden Flüchtlingshäuser für Kinder aus Loduun vorbereitet. Mia möchte in einem dieser Häuser arbeiten und den durch Gefangenschaft und Verluste geprägten Kindern weit entfernt von ihrem Heimatplaneten eine neue Heimat bieten. Schnell freundet sich Mia mit einigen der Loduuner Kinder an und bringt ihnen das Leben auf der Erde und die Gewohnheiten der Menschen näher. Das ist auch gar nicht so schwer, denn die Loduuner sehen den Menschen sehr ähnlich. Besondere Gefühle entwickeln sich zwischen Mia und einem der Begleiter der Kindergruppe, Iason. Der junge Mann hat auf seinem Heimatplaneten bei der Befreiung der Kinder aus der Gefangenschaft geholfen und begleitet nun seine kleine Schwester Hope, auf der sein besonderes Augenmerk liegt. Zwischen Mia und Iason entwickeln sich nach anfänglicher Abneigung zarte Liebesbande. Gibt es für diese Liebe eine Chance? Stehen dieser Beziehung nicht unterschiedliche Vorstellungen von Liebe und Leben zweier Völker entgegen? Und kann Iason überhaupt auf der Erde bleiben, denn sein Leben hat einen ganz besonderen Sinn und wenn dieser Sinn erfüllt ist, dann stirbt Iason. So jedenfalls ist es jedem Loduuner vorher bestimmt.

Als dann SAH, ein Abgesandter des Kriegsführers Lokondra, auf der Erde auftaucht, stellen sich Mia und ihre Freunde die Frage nach dem Grund? Ist dieser nur wegen der Kinder gekommen oder gibt es eine andere Verbindung zu den Menschen? Ein spannender Teil des Buches garantiert hier überraschende Wendungen.

Die Autorin Kim Winter präsentiert mit „Sternenschimmer“ einen fantastischen Jugendroman, den sie in der Zukunft ansiedelt. In ihre wundervolle Liebesgeschichte hinein integriert  sie aber auch sehr aktuelle Themen wie Tierversuche, Klimaerwärmung, Kriege, Waffenlieferungen und deren Auswirkungen, Ausländerfeindlichkeit, Mobbing und vieles mehr. So birgt diese Geschichte für das angesprochene jugendliche Lesepublikum eine Menge an Informationen, die einfach so in die Handlung mit einfließen.

Sehr überzeugend ist die Liebesgeschichte zwischen Mia und Iason gelungen. Die jungen Menschen haben Alltagsprobleme zu meistern und müssen darüber hinaus mit Gefühlen lernen umzugehen, die ihnen vorher fremd waren. Außerdem müssen sie sich aneinander heran tasten, einen Weg zu- und miteinander finden.

„Sternenschimmer“ ist eine gelungene Mischung aus Zukunftsszenario, Liebesgeschichte, spannenden Elementen und ganz normalen Alltagsproblemen. Ein Buch auf dessen Fortsetzung man nun gespannt sein darf.

Copyright © 2011 Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Blutrote Lilien

Erstellt von Werner Karl am 19. April 2011

Kathleen Weise
Blutrote Lilien

(sfbentry)
Planet Girl Verlag
ISBN 978-3-522-50218-4
Jugendroman / historischer Roman
Erschienen Januar 2011
Umschlaggestaltung und Motiv: David Hauptmann, Hauptmann & Kompanie
Werbeagentur, Zürich, unter Verwendung eines Motivs von
Shutterstock, LittleLion Studio
Hardcover mit Schutzumschlag, 332 Seiten
Altersempfehlung ab 13 Jahren

www.planet-girl-verlag.de
www.kathleenweise.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Kathleen Weise studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, hat viele Jahre als Lektorin gearbeitet und ehrenamtlich Textwerkstätten für Jugendliche durchgeführt. Seit sie zum ersten Mal vom tragischen Schicksal der Königin Marie Antoinette gehört hat, interessiert sie sich für die Bourbonen-Könige, die Europa so schicksalhaft geprägt haben. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Leipzig.

Zum Buch:

Die Autorin entführt uns in ihrem Buch „Blutrote Lilien“ nach Frankreich in das Jahr 1609. Die junge Charlotte de Montmorency befindet sich in Begleitung ihrer Zofe und Freundin Manon und ihres Hundes Orson sowie ihres Falken auf dem Weg nach Paris. Dort soll sie am Hofe des Königs eingeführt werden und schon bald ihren Verlobten den Marquis de Bassompierre heiraten. Er ist zwar viele Jahre älter als sie, aber Charlotte hat ihn auf dem Anwesen ihres Vaters kennen und mögen gelernt und kann sich eine Ehe mit ihm durchaus vorstellen. Paris und der Louvre erscheinen der jungen Charlotte zunächst einfach wunderbar. Auch freut sie sich ihren Bruder und ihren Vater nach langer Zeit wieder zu treffen. Tag für Tag jedoch lernt Charlotte mehr Personen kennen und ihr erschließt sich langsam, dass es im Königshaus viele Menschen gibt, die nur nach Macht streben und denen fast jedes Mittel recht ist um dem König oder der Königin näher zu sein. Auch das Königspaar selbst scheint nicht zu harmonieren. Charlotte ist von ihrem Naturell her sehr aufgeschlossen und vielleicht oft ein wenig zu direkt. Mit dieser eigentlich liebenswerten Art macht sie sich am Hofe nicht nur Freunde. Als sie ihren Verlobten, ganz entgegen der Etikette, einen Besuch abstatten will und ihn dabei in eindeutiger Situation mit einer anderen Frau antrifft, ist Charlotte entsetzt. Mit diesem Mann möchte sie ihr Leben nicht verbringen. Ihre Familie jedoch und auch ihr Verlobter sehen das völlig anders. Doch dann scheint das Schicksal es gut zu meinen mit Charlotte.

Kathleen Weise verknüpft hier ganz gekonnt historische Personen und Ereignisse mit fiktiven Elementen. So oder ähnlich wird das Leben der Charlotte Marguerite de Montmorency am Hofe wohl verlaufen sein. Der Roman spielt in einer Zeit, in der zwar durch das Edikt von Nantes die Religionsfreiheit garantiert wurde, aber der Frieden durchaus nicht sicher war. Die Ränkespiele um Macht und die Frage nach der „richtigen“ oder „falschen“ Religion spielen in diesem Roman zwar eine untergeordnete Rolle, aber sie werden angerissen und vermitteln so dem jugendlichen Lesepublikum durchaus erste Eindrücke in diese historische Zeit.

Auffällig ist auch die Gestaltung des Buches. Mit einem wundervoll gestalteten Cover und vor allem einem versiegelten Brief zu Beginn der Geschichte ist der erste Gesamteindruck sofort positiv.

Das Buch „Blutrote Lilien“ ist historischer Roman, Jugendbuch, Liebesgeschichte und spannende Erzählung zugleich. Nicht aufdringlich, aber sich langsam steigernd schreitet die Geschichte voran und lässt den Leser nicht mehr los.

Copyright © 2011 Iris Gasper

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Das Vermächtnis der Feen

Erstellt von Werner Karl am 24. Februar 2011

Brigitte Endres
Das Vermächtnis der Feen

Planet Girl Verlag
ISBN 978-3-522-50140-8
Jugendbuch / Fantasy
Erschienen: 01.10.2010
Umschlaggestaltung und Motiv: Hauptmann &
Kompanie Werbeagentur, Zürich
Hardcover mit Schutzumschlag, 448 Seiten

www.planet-girl-verlag.de
www.brigitte-endres.de

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Zur Autorin:
  
Brigitte Endres, in Würzburg geboren, studierte Geschichte und Germanistik. Ihr Talent zum Fabulieren entdeckte die ausgebildete Lehrerin, als sie begann, für ihre Schüler zu schreiben. Bald darauf wurde ihr erstes Kinderbuch publiziert. Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen bei verschiedenen Verlagen sowie im Bayerischen Rundfunk. Heute ist Brigitte Endres hauptberuflich als Autorin tätig. “Das Vermächtnis der Feen” ist ihr erster großer Roman für Jugendliche.

Zum Buch:

Josie, ein junges Mädchen, ist nach Chicago gereist um während der Ferien dort ihren Vater zu besuchen. Dieser hat nicht den ganzen Tag für sie Zeit, da er als Wissenschaftler tagsüber auch in seinem Institut arbeiten muss. So begibt sich Josie allein auf Erkundungstour und begegnet dabei in einem nahe gelegenen Park einem merkwürdigen Vogel, einer schwarz / weißen Amsel, die eines Tages eine Brosche fallen lässt. Dann lernt Josie auch noch Amy kennen, ein gleichaltriges Mädchen, deren Großmutter vor kurzem aus unerklärlichen Gründen verschwunden ist. Amy und Josie stellen viele Gemeinsamkeiten fest. Auch Amy kennt die Amsel und besitzt eine ähnliche Brosche. Die Großmütter beider Kinder sind Schriftstellerinnen, wenngleich auch die Geschichten, die sie schreiben sich voneinander unterscheiden und dann stellen die Kinder fest, dass sie scheinbar miteinander verwandt sind. Als Josie eines Tages die Brosche in der Hand hält und die Nadel aus Versehen in ihre Haut sticht, beginnt die Brosche zu leuchten und kurz darauf zeigt sich im Park erneut die Amsel und verwandelt sich in einen kleinen Mann, der sich als Druid Dubh vorstellt. Druid Dubh erklärt Josie sie habe einen Auftrag zu erfüllen und müsse nach Irland aufbrechen. In Irland hält sich gerade auch Moma, Josies Großmutter, auf und Josie soll dorthin um das Reich Narranda vor dem Untergang zu retten. Narranda, das Reich der Feen, der Sidhoir, ist in großer Gefahr. Es gibt dort keine Sonne mehr, sondern Nebel ziehen über das Land, denn die Welt der Feen droht von den Menschen vergessen zu werden.

So macht sich Josie mit ihrer neu gewonnenen Freundin auf in die Fremde, doch Amy wird schon kurz nach der Ankunft der beiden in Irland entführt. Aus heiterem Himmel tauchen  während eines Gewitters dunkle schemenhafte Kreaturen auf und nehmen Amy mit sich. Josie weiß nicht ein noch aus, doch zunächst sucht sie Zuflucht bei ihrer Großmutter und Professor O’Reardon. Hier erfährt sie Stück für Stück mehr über ihre Vergangenheit, lernt den jungen Arthur kennen und gerät mit ihm in ein fantastisches Abenteuer.

In dieser Geschichte verbindet die Autorin Brigitte Endres unsere heutige Welt mit der Welt der Fantasie. Aber auch Märchen und Mythen, die vor allem in Irland ihren Ursprung haben, fließen in die Handlung ein und beeinflussen sie maßgeblich.

Häufige Szenenwechsel, fantastische Wesen und vor allem die wundervoll beschriebenen Charaktere der Protagonisten machen die Besonderheit dieses Buches aus. Für das angesprochene jugendliche Lesepublikum dürften die gewählten Verse der Bewohner Narrandas etwas sonderbar erscheinen und vielleicht auch nicht immer auf Anhieb zu verstehen sein, aber sie machen diese Welt doch auch zu etwas Außergewöhnlichem, das unbedingt erhalten werden muss.

Das Vermächtnis der Feen, eine geheimnisvolle Geschichte, die Brücken baut, Brücken zwischen Menschen und ihren Fantasien. Ein Buch für alle, die sich auf eine fantastische Reise begeben wollen. 

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Blutrote Lilien

Erstellt von Werner Karl am 22. Januar 2011

Blutrote Lilien
Kathleen Weise

Planet Girl Verlag
ISBN 978-3-522-50218-4 
Historischer Jugendroman ab 13 Jahren
Aus der Reihe: Liebe in allen Zeiten
1. Auflage Januar 2011
Umschlaggestaltung und Motiv: David Hauptmann
Hauptmann und Kompanie, Werbeagentur, Zürich
Umfang: 336 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

www.planet-girl-verlag.de
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Zur Autorin:

Kathleen Weise, geboren 1978 in Leipzig, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Heute arbeitet sie als freie Lektorin und Autorin. Darüber hinaus war sie viele Jahre ehrenamtlich als Mitarbeiterin des Literaturbüros Leipzig e.V. tätig mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit, Organisation und Durchführung von Lesungen, Textwerkstätten, Schullesungen und Workshops. Kathleen Weise hat zwei Krimis bei Beltz veröffentlicht und schreibt zusammen mit dem Autor Boris Koch für Heyne.

Zur Handlung:

Im Prolog wird grob auf den geschichtlichen Rahmen hingewiesen: Nach dem vorhergehenden 3-jährigen Krieg in Frankreich hat König Henri IV. durch sein Edikt von Nantes die Religionsfreiheit festgesetzt und heiratete Maria de Medici in zweiter Ehe. Wir befinden uns als Leser am Hofe von Henri IV. in Paris im Jahre 1609.

Die junge Charlotte Montmorency reist mit ihrer Zofe Manon aus ihrem Heimatort Chantilly zum Königshof nach Paris, da ihr Vater sie hier mit dem Marquis de Bassompierre verheiraten möchte. Ihr Vater und ihr Bruder nebst Frau befinden sich schon dort, um sie in die Welt des Königshofes einführen zu lassen. Charlotte ist zunächst vom Treiben am Hofe und der Stadt Paris geblendet, bis sie merkt, dass die politische Richtung und die Verbundenheiten untereinander eine sehr wichtige Rolle spielen. Hier tritt Charlotte zu Beginn ihres Lebens auch in das ein oder andere Fettnäpfchen, stets unter Kontrolle vieler neugieriger Augen. Mit vielen höfischen Gepflogenheiten ist sie überfordert, statt im strengen Regiment des Balletts der Königin zu tanzen, vertreibt sie sich lieber die Zeit  mit der Jagd und ihrem mitgebrachten Falken. Als sie ihren versprochenen Verlobten mit einer anderen Frau erwischt, ist sie außer sich und ignoriert ihn ab diesem Zeitpunkt eisig, sehr zum Zorn ihres Vaters. Und vielmehr scheint sie der Fremde zu interessieren, der sich ihr regelmäßig nachts am gegenüberliegenden Fenster zeigt…

Ihre ungestüme schlagfertige Art und nicht zuletzt ihr Aussehen bringen ihr aber auch die Sympathie des Königs entgegen, was jedoch nicht ohne Neider bleibt und Charlotte in eine sehr gefährliche Lage bringt, aus welcher sie nur mit Freunden wieder herausfindet. Doch wem kann sie am Hof wirklich noch trauen?
 
Mein Fazit:

Kathleen Weise ist es gelungen, eine interessante Geschichte um eine junge Frau am Pariser Hof in eine historisch festgelegte Zeit zu integrieren. Denn zwischen dem prunkvollen höfischen Leben und der äußerlichen Etikette verbergen sich Neid, Intrigen und religiös sowie politisch gesteuerte Machenschaften, die nicht leicht zu durchschauen sind. Aus der Perspektive von Charlotte empfindet man aus ihrer zunächst naiven Sicht die Lebensweise dort ganz angenehm, stößt aber immer mehr auf Falschheiten, vor welchen man Charlotte gerne warnen möchte. Der Leser fühlt mit der ungestümen Protagonistin mit und wird daher auch sehr gut in den Verlauf der Ereignisse eingebunden.

Das Buch selbst ist in kurze Kapitel eingeteilt, die ich persönlich sehr mag. Dies bietet mir die Möglichkeit, in kurzen Absätzen das Geschehen gut zu verfolgen. Zum Schluss stellt sich mit fast die Frage, ob es hier vielleicht eine Fortsetzung geben wird, in welcher man Charlottes weiteres Leben verfolgen kann?! Denn die Geschichte in diesem Buch ist viel zu schnell an mir vorbei gezogen und das Ende lässt eine Fortsetzung auch offen. Als Jugendbuch ist dies eine sehr gelungene Geschichte, die Empfehlung ab 13 Jahren ist gut gewählt.

Erwähnenswert zudem sind abschließend noch das sehr ansprechend gestaltete Buchcover, welches mir als erstes sehr ins Auge gefallen ist sowie die liebevolle Wiederholung der kleinen gedruckten Blätter auf jeder einzelnen Buchseite. Ebenso hilfreich und informativ sind das aufgelistete Personenregister am Ende des Buches sowie die Nachbemerkungen der Autorin. Daher: Ein tolles Buch, absolut empfehlenswert!

Copyright © 2011 by Sandra Stockem

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Die Rose von Arabien

Erstellt von Werner Karl am 25. Oktober 2010

Christine Lehmann
Die Rose von Arabien

Planet Girl Verlag
ISBN 978-3-522-50217-7
Jugendroman / Liebe
Erschienen Oktober 2010
Einbandgestaltung und –typografie: Gundula Hißmann und Andreas Heilmann, Hamburg
Hardcover, 576 Seiten

www.planet-girl-verlag.de
www.lehmann-christine.de

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Zur Autorin:

Christine Lehmann, 1958 in Genf geboren, wollte bereits mit 14 Jahren Schriftstellerin werden. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin arbeitet als Nachrichten-Redakteurin beim SWR. Darüber hinaus schreibt sie Krimis und Liebesromane, Essays, Kurzgeschichten für Anthologien und Kriminalhörspiele fürs Radio. Gemeinsam mit ihrem Mann lebt sie in Stuttgart.

Zum Buch:

Finja, 16 Jahre alt, lernt auf dem Weihnachtsmarkt in Stuttgart, bei einer zufälligen Begegnung, den jungen Chalil kennen und verliebt sich auf Anhieb in ihn. Leider verliert sie ihn wieder aus den Augen, bis sie ihn am Glühweinstand, dem alljährlichen Weihnachtsmarktreffpunkt ihres Vaters und dessen Studenten, wieder trifft. Es stellt sich heraus, dass Chalil ein Student von Finjas Vater ist und nicht nur das: Er ist der Sohn eines Scheichs aus Dubai. Finjas Vater arbeitet gerade an einem Auftrag des Scheichs und muss für dieses Projekt auch über die Weihnachtsfeiertage nach Dubai. Diese Aussicht gefällt Finja nun umso mehr, ist doch beabsichtigt, dass sie die Weihnachtsferien mit ihrem Vater gemeinsam in Dubai verbringt.

In freudiger Erwartungshaltung macht sich Finja auf den Weg nach Dubai. Dort erwartet sie ein Land, das verlockend und doch abschreckend ist, Menschen, die zwar freundlich sind, aber auch fremd erscheinen, eine Kultur und eine Religion, die mit ganz anderen Traditionen und Wertvorstellungen einhergehen, als Finja es gewohnt ist. Und so muss Finja sich von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde mit dieser ihr neuen Welt und dem arabischen Leben auseinandersetzen. Ihre Liebe zu Chalil scheint grenzenlos, doch immer wieder aufs Neue werden Finja und ihre Gefühle auf die Probe gestellt. Das junge Mädchen würde auf viele Dinge verzichten, nur um eine dauerhafte Beziehung zu dem jungen Sohn des Scheichs haben zu können und diesen auch zu heiraten. Sogar der Gedanke nur „Zweitfrau“ zu sein, erscheint ihr nicht abwegig.

Mit der Familie Chalils und ihrem Vater verbringt Finja die Feiertage in der Wüste, in einer Oase. Dort genießt sie die Gastfreundschaft des Scheichs Sultan ibn Achmed as-Salama, Chalils Großvater, und erlebt nicht nur eine Menge Abenteuer, sondern muss sich neben ihrem eigenen Gefühlschaos auch noch mit einer anderen jungen Frau namens Abra auseinandersetzen, die eifersüchtig auf Finja zu sein scheint.

Die Autorin, Christine Lehmann, beschreibt in ihrem neuen Jugendroman „Die Rose von Arabien“ die fantastische Liebesgeschichte zwischen der jungen deutschen Finja und Chalil, dem Erstgeborenen Sohn eines Scheichs. Immer wieder werden die Unterschiede der Kulturen hier sehr deutlich und der Leser leidet mit dem jungen Mädchen aus deren Sicht die Ereignisse geschildert werden und die solche innigen Gefühle empfindet und Herzblut investiert. Manchmal erscheint Finja auch etwas naiv und leichtfertig, aber in Anbetracht ihres Alters, dürfte das wohl relativ normal sein. Bis zum Ende bangt und hofft der Leser mit den zwei Liebenden. Hat ihre Liebe eine Chance?

Vor allem die vielen wundervollen Beschreibungen der Flora und Fauna haben mich an der Geschichte fasziniert. Hier hat man das Gefühl selbst die Großstadt Dubai, die Wüste, die Oase, die Antilopen, den Treibsand und vieles mehr zu sehen, zu erleben und vor allem auch zu riechen. Und: „Die Rose von Arabien“ ist mehr als nur eine Liebesgeschichte. In diesem Buch verliert sich der Leser in einer Welt aus „Tausendundeiner Nacht“, einer Welt voller Märchen und Mythen, die unglaublicher nicht sein könnten. Viele kleine Geschichten rahmen die Haupthandlung ein und führen den Leser Stück für Stück und abwechslungsreich durch das Buch.

Eine Liebesgeschichte nicht nur für Jugendliche mit fantastischen Einblicken in die uns doch immer noch fremde arabische Welt.

Copyright © 2010 Iris Gasper

Titel erhältlich by Buch24.de
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