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neuauflage

Verkehrt

Erstellt von Werner Karl am 2. April 2012

Thorsten Nesch
Verkehrt!

(sfbentry)
rotfuchs rororo
Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-499-21616-9
Jugendbuch
Erschienen: 01.02.2012
Umschlaggestaltung: any.way, Barbara Hanke/Cordula Schmidt
Umschlagabbildung: ullstein bild-Oed
Taschenbuch, 224 Seiten

www.rororo.de
www.fuxx-online.de
www.thorsten-nesch.com

Titel erhältlich bei amazon

Zum Autor:

Thorsten Nesch, geboren 1968 in Solingen, lebte von 1998 bis 2003 in Kanada. Sein erster Roman „Strandpiraten des Lebens“, ein westkanadisches Roadmovie, wurde im Wiesenburg Verlag veröffentlicht. Der Roman brachte ihm den Beinamen „Rheinland-Kerouac“ ein, und das OX–Magazin fand den Titel „Fear & Loathing in Kanada“ treffender. Die Junge Welt meinte über einen seiner mittlerweile 400 Auftritte „Nesch hat’s einfach drauf!“ Thorsten Nesch ist als Romanautor ein moderner Geschichtenerzähler, der auf der Bühne ebenso zuhause ist wie im Hörfunk und im Film.

Zum Buch:

Elizabeth und Frank besuchen eine gemeinsame Schule. Das sind dann auch eigentlich schon alle Gemeinsamkeiten der beiden, denn sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Elizabeth ist schön, gepflegt, stammt aus reichem Elternhaus, lebt in einer Villa mit Swimming-Pool, skypt regelmäßig mit ihrem Vater, der sich derzeit in Singapur aufhält und ist auch eine aufmerksame Schülerin. Frank hingegen ist ungepflegt, lebt in einer versifften Bude, in seinem Zimmer türmen sich Müll, Lebensmittel, gebrauchte Klamotten und wichtige Dinge des Lebens übereinander, seine Eltern sind getrennt und sein Vater schleppt andauernd eine Neue an, mit der Schule läuft es nicht so gut und zu allem Überfluss läuft Frank auch ständig die Nase. Was bleibt einem da anderes übrig als diese hochzuziehen?

Im Physikunterricht von Lehrer Bertchen geschieht dann das Unfassbare: Ein Versuch geht schief. Frank und Elizabeth, die diesen Versuch gemeinsam durchführen, tauschen ihre Körper. Außer ihnen bemerkt auf Anhieb niemand was da geschehen ist und so bleibt ihnen nichts anderes übrig als zunächst das Leben des jeweils anderen zu leben.

Lustige Begebenheiten sind hier vorprogrammiert und so muss der Leser seine Lachmuskulatur ordentlich strapazieren, wenn Frank im Körper von Elizabeth zum Reitunterricht geht und Elizabeth im Körper von Frank einen richtigen Boxkampf überstehen muss. Die Perspektive wechselt immer wieder zwischen Frank und Elizabeth hin und her und so werden auch die Lebensumstände der jungen Leute immer deutlicher.

„Verkehrt!“, das ist laut Klappentext des Buches Jugend forscht – Mit Folgen, aber es ist noch viel mehr. Hier kann der Leser in eine einfach nur fröhliche Geschichte abtauchen, in dem sicheren Wissen, dass er unterhalten wird. Die verkehrte Welt, die uns hier mit Hilfe von männlichen und weiblichen Ampelmännchen zu Beginn jedes Kapitels aufgezeigt wird, ist einfach lesenswert.

Unterhalten, das ist es wohl, was der Autor mit seiner Geschichte möchte und das schafft er mit Leichtigkeit.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei amazon

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Unsichtbare Blicke

Erstellt von Werner Karl am 1. April 2012

Frank M. Reifenberg
Unsichtbare Blicke

(sfbentry)
rororo
Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-499-21617-6
Thriller / Jugendbuch
Erschienen: 01.03.2012
Umschlaggestaltung: Simon Schmidt
Paperback, 400 Seiten

www.rororo.de
www.frankmariareifenberg.wordpress.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Frank Maria Reifenberg, im Westerwald aufgewachsen, seit 20 Jahren Wahlkölner, nach dem Abitur Ausbildung zum Buchhändler, danach Texter in Public-Relations-Agenturen, später mit eigener Agentur, zum Jahrtausendwechsel noch einmal von vorne begonnen: Ausbildung an der Internationalen Filmschule Köln. Schreibt seit über zehn Jahren Drehbücher und Konzepte für Film und Fernsehen, Romane und Erzählungen oder auch mal das Libretto für eine Jugendoper, wenn man ihn – wie die Bayerische Staatsoper – darum bittet.

Zum Buch:

Um das junge Mädchen Josie dreht sich dieser Thriller, in dem uns Josie als nettes, hilfsbereites Mädchen präsentiert wird. Neben der Schule arbeitet sie in einem Pflegeheim und ist dort bei den Alten sehr beliebt. In ihrer Freizeit sitzt sie, wie viele ihrer Altersgenossen und –genossinnen gerne am Computer. Trotz ihres sehr strengen, religiösen Elternhauses, hat sie einen PC auf ihrem Zimmer. Seit einiger Zeit chattet sie mit einem Jungen namens Geronimo. Dieser lebt in einem Internat und Josie scheint ihn sehr zu mögen. Aber ist Geronimo wirklich der, der er vorgibt zu sein? Schließlich sind die beiden sich noch nie persönlich begegnet.

Schnell wird jedenfalls klar, dass Josie beobachtet wird. Über die Webcam ihres Rechners wird sie ausspioniert und das sogar zu Zeiten, in denen dieser gar nicht eingeschaltet ist. Lange Zeit bemerkt das junge Mädchen gar nichts davon und als sie es weiß, werden die Probleme nur noch größer. Wer aber ist der Unbekannte, der hier für Josie zunächst unsichtbar spioniert? Was sind seine Beweggründe?

Neben dieser Haupthandlung, die uns Josie als Protagonistin näher bringt, bedient sich der Autor weiterer Handlungsstränge. Da ist zum einen eine Handlung, die in der Vergangenheit und zwar am 11.08.1978 einsetzt und sich in Zeitsprüngen bis zum 15.05.2009 fortsetzt. Dieser Handlungsstrang wird im Buch schon alleine durch die kursive Schrift auffällig hervorgehoben und beschreibt einen Jungen, der in der ehemaligen DDR in einem Heim aufwächst.

In einem weiteren Handlungsstrang folgt der Leser den Ermittlern Stella van Wahden und Miki Saito, die in zwei Mordfällen ermitteln: Zwei Mädchenleichen, beide aufgefunden mit einer merkwürdigen Zahlenkombination auf dem Arm, deren Sinn sich die Ermittler nicht erklären können.

Nach und nach finden die Handlungsstränge zusammen, gerät auch Josie in das Visier der Ermittler. Könnte sie ein mögliches neues Opfer des Täters werden? Es gibt Anhaltspunkte und Zusammenhänge, die darauf hindeuten. Und dann verschwindet Josie.

Mit „Unsichtbare Blicke“ gelingt es dem Autor Frank M. Reifenberg seinem Leser gleich mehrere Dinge vor Augen zu führen. Er deutet die Problematiken der damaligen Kinderheime in der DDR an, sowie die Schwierigkeiten getrennt lebender Familien in Ost und Westdeutschland nach einem gelungenen Fluchtversuch. Darüber hinaus wird auch ein ganz aktuelles Thema ins Visier genommen: Die Gefahr des Internets, der dortigen Anonymität und die Problematik von Webcams. Hier liegen Freude und Gefahr nah beieinander.

Dem Leser dieses Buches dürfte sich relativ schnell erschließen, wer hier als Täter in Frage kommt und nach und nach zeichnen sich auch dessen Beweggründe immer deutlicher ab. Dennoch bleibt die Handlung auch mit diesem Wissen spannend, denn es ist lange Zeit fraglich, ob es für Josie eine Rettung geben kann. Hier fiebert der Leser mit und auch gegen Ende des Buches sind überraschende Momente noch garantiert.

Eine Geschichte, die auch gegen Ende noch genügend Raum für eigene Gedanken und Vorstellungen des Lesers lässt.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Purpurne Lust

Erstellt von Werner Karl am 24. März 2012

Aveleen Avide
Purpurne Lust

Wir hatten dieses Buch schon einmal vorgestellt, wollen euch aber auch diese Rezension nicht vorenthalten. (Anm. d. Redaktion)

(sfbentry)
Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-499-25776-6
Erotische Geschichten
Erschienen 01.12.2011
Umschlaggestaltung: any.way, Cathrin Günther
Foto: Allan Jenkins/ Trevillion Images
Umfang: 240 Seiten, TB

www.rororo.de
www.aveleen-avide.com
www.aveleen-avide.blog.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zur Autorin:

Aveleen Avide, geboren 1965, lebt und arbeitet als Autorin in München. Ihre Bücher standen viele Monate an der Spitze der Amazon-Erotik-Bestsellerliste.

Zum Buch:

“Irdische Freuden, himmlische Lust” ? das eine schließt das andere in diesen sechs Geschichten niemals aus. Die Autorin nimmt uns auf ihrer Reise zu unterschiedlichen Schauplätzen und Orten mit (die sie laut Interview alle auch selbst schon einmal gesehen hat, wohl aber nicht als Zentralpunkt ihrer Geschichten), mal sehr romantischer Art wie in den Nationalpark in Florida oder eine kurze Zeitreise ins Mittelalter. Und doch geht?s hier überall um dasselbe: Erotik, Verführung, Lust, ausgesuchter Sex mit der nötigen Verpackung … und die Erfüllung der menschlichen Phantasien?

Von der eher noch seichten Variante “Hinter verschlossenen Türen”, wo eine Freundin ihren Besuch, zwei Menschen, die sich sichtlich von einander angezogen fühlen, kurzerhand in ihre Wohnung einsperrt und sie damit näher kommen lässt, über “Sündige Früchte”, die auf Grace Körper als neue Dessertvariante für diverse Koster drapiert werden oder “Spiel der Lust” in der eine Frau zum bezahlten Lustobjekt erotischer Spielchen von mehreren Personen wird.  “Hitze auf meiner Haut” erzählt zum Beispiel von der sehr prickelnden Begegnung von Samantha und Aiden, den sie als Reiseführer durch die tropisch warmen Everglades gebucht hat. Ich möchte hier nicht zu sehr auf die Inhalte vorgreifen, denn die Neugier aller interessierten Leser(innen) sollte ja auf hohem Level bleiben …

Meine Meinung:

Ich kann mich jetzt selbst nicht als routinierte Leserin erotischer Romane oder Erzählungen bezeichnen und kenne daher bisher nur die beiden Bücher von Aveleen Avide in diesem Genre. Ich vermute jedoch, dass Aveleens Geschichten sicher niemanden kalt lassen. Hier knistert es gewaltig. Auch wenn man sie wohl eher den weiblichen Lesern empfehlen würde, kann es sicher nicht schaden, wenn auch Männer mal eine Vorstellung bekommen, welche Phantasien hier in einem weiblichen Gehirn spuken. Und bei der Auswahl von sechs auch unterschiedlichen Geschichten ist bestimmt auch für jeden etwas dabei.

Die Geschichten leben von der Vielfalt, den Gedanken der jeweiligen Frau, um die es primär geht (Ich-Erzählerin) und sicher auch vom großen Kopfkino, das sich durch die Beschreibung von außergewöhnlichen Orten sowie natürlich sehr detaillierten sinnlichen und erotischen Details abspielt. Die opulenten Wortspielereien und gewaltigen Ausschmückungen bringen das Geschehen schon wortgewaltig in Szene. Und hier geht?s auch schon mal sehr knackig zu!  Als Leser hat man schon den Eindruck, das Gelesene intensiv zu beobachten. Manche Ausdrücke waren mir ab und an ein klein wenig zu heftig, wenn die aufgebaute erotische Stimmung auch schon mal eine härtere Gangart annahm. Aber das ist meine rein persönliche Empfindung. Wobei ich betonen möchte, dass alles in Richtung Gewalt hier zum Glück komplett ausgeklammert wird.

Trotz dieses klitzekleinen Kritikpunkts fühle ich mich durch Aveleen Avide sehr gut und prickelnd unterhalten und kann diese Buch im Genre erotischer Literatur gerne weiter empfehlen. Die Neugier wird auf jeden Fall befriedigt und was noch, muss jeder selbst ausprobieren! Und beim nächsten Würfelspiel sollte man seine Gedanken beisammen halten … oder auch nicht?

Im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschien ebenfalls der Band “Samtene Nächte”, ISBN 978-3-499-25243-3.

Copyright © 2012 by Sandra Stockem

… und noch eine Rezension:

Sechs erotische Kurzgeschichten präsentiert die Autorin Aveleen Avide in ihrem Buch Purpurne Lust und sechs Mal beschert sie dem Leser des Buches auch genau das: Lust. Dabei sind ihre Geschichten alle sehr unterschiedlich und so mag jeder für sich die eine Geschichte finden, die ihn am meisten anregt. Enttäuscht werden wird er oder sie aber sicherlich von keiner dieser Geschichten.

Es ist der Zauber der Worte, der diese Geschichten zu etwas Besonderem macht. Es prickelt und knistert, wenn hier nicht nur an Obst und Eis, sondern auch an Zehen und mehr gesaugt wird. Die Handlungen spielen allesamt in ausgefallenen und zugleich wundervollen Räumlichkeiten. Durch das beschriebene Ambiente wird eine Stimmung geschaffen, die Erotik braucht, die Erotik verstärkt und die starke Gefühle überhaupt möglich macht. 

Vielleicht hat schon manche Frau davon geträumt mit einem fremden Mann in einer Wohnung eingesperrt zu sein. Die Situation ist schnell geschaffen und die Möglichkeiten, die sich dann bieten sind ungezählt.

Dem Leser darf sicherlich gerne auch ein Schauer über den Rücken laufen, wenn er in die von mir persönlich favorisierte Geschichte eintaucht und mehr als nur magische Momente auf einer alten Burg erlebt. Es ist die Verbindung von Fantasy, Magie und Erotik, die den Reiz dieser Geschichte ausmacht. Als Leser begleitet man die Protagonistin auf ihrem Weg in einen wundervollen Garten und in eine Burg, die viele Geheimnisse birgt.

„Purpurne Lust“, das ist ein Ausflug in die erotische Welt, über die auch heutzutage noch lange nicht jeder spricht. Hier finden sich Anregungen und Inspirationen für jedermann. Aveleen Avide gelingt es ihre Geschichten anregungsvoll zu gestalten, sie nicht zu weit weg vom Leser und zu abwegig zu gestalten und die Handlungen an, durch und mit dem Körper zu etwas Besonderem und dennoch Alltäglichen zu machen.

Erotik ist nicht für jeden gleich und so findet sich für jeden Geschmack etwas wieder in „Purpurne Lust“. Erotische Genüsse für Frau und Mann.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

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Meerestochter

Erstellt von Werner Karl am 3. März 2012

Serena David
Meerestochter

(sfbentry)
Verlag: Rowohlt
ISBN  978-3-499-25632-5
Genre: Fantasy
Erscheinungsjahr: 2011
Umfang 368 Seiten

www.rowohlt.de

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zum Autor:

Hinter dem Pseudonym Serena David verbirgt sich eine sehr erfolgreiche Autorin historischer Romane.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch:

Immer in Vollmondnächten können die Meeresmenschen den Fluten entsteigen und verwandeln sich in ganz normale Menschen und mischen sich unter sie. So auch Aurora und Ondra, zwei hübsche Meermädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine, Aurora, ist keck, genießt ihre Ausflüge in ein völlig anderes Leben, genießt es, die Menschen-Männer um den Verstand zu bringen, zu flirten und auch mehr. Ondra hingegen, Tochter des mächtigsten Mannes auf dem Meeresgrund, ist zurückhaltender, grüblerisch, träumerisch. Sie verurteilt eigentlich Aurora für ihr lotterhaftes Verhalten, für ihre Dreistigkeit und Koketterie. Und für das Spiel mit der Gefahr. Denn es könnte ihr jederzeit jemand folgen und ihr Geheimnis entdecken.

Doch dann lässt Ondra sich von Aurora doch überreden, in einer Vollmondnacht mit an Land zu kommen und dort begegnet sie Adrian und all ihre Bedenken, all ihre Ängste sind auf einmal wie weggewischt. Sie verliebt sich unsterblich und Adrian ergeht es nicht anders mit dem seltsamen, wunderschönen Mädchen, zu dem er sich auf eigenartige Weise unglaublich hingezogen fühlt.

Und da beschließt Ondra, dass sie ganz zum Mensch werden will, sie weiß, dass es eine Möglichkeit zur endgültigen, gänzlichen Verwandlung gibt. Sie weiß aber auch, dass diese Möglichkeit genausogut ihr Leben kosten kann. Doch ist ihr Wille, mit Adrian zusammenzusein, stärker als jede Furcht. Und so geht Ondra an Land und begibt sich in die ihr völlig fremde Menschenwelt, die sie nicht versteht. Und auch so manches Verhalten versteht sie nicht.

Die Dorfbewohner in dem Ort, wo Adrian seine Semesterferien verbringt, beäugen misstrauisch das komische Mädchen. Und auch die Vorgänge im Haus von Adrian. Denn dieses Haus und das ganze Grünstück zählt zu seinem Erbe, von dem er bis dahin nichts wusste. Doch alles kommt irgendwann ans Tageslicht. Auch in Adrians Vergangenheit gibt einiges an Merkwürdigkeiten und seine Tante, die in dem Cottage lebt, verbirgt auch so einiges.

Dann wird die Leiche einer jungen Frau an den Strand des kleinen schottischen Dorfes gespült und Adrian gilt als einer der Hauptverdächtigen. Ist nun alles vorbei? Wird Ondra ihren Schritt, ein Mensch zu sein bereuen und zurückkehren zu ihresgleichen? Oder siegt am Ende gar die ganz große Liebe?

Fazit:

Die Meerestochter, eine romantische Geschichte um eine kleine Meerjungfrau, die sich in einen Menschenmann verliebt und aus dem Grund ihrer Welt den Rücken kehrt und ganz zum Mensch werden will. Wider jegliche Vernunft und gegen alle Widrigkeiten, die selbstverständlich auftauchen, begibt sie sich in eine vollkommen fremde Umgebung, sorgt für unglaublich komische Momente und auch die Freunde der Dramatik kommen nicht zu kurz.

Aber alles in Allem bin ich nicht wirklich hintenübergeschlagen, wie man ja so gerne sagt, vor Begeisterung. Es ist ein netter Fantasyroman, flott zu lesen, wie gesagt mit einem guten Schuss Humor, der sich dann aber auf Kosten der Dramatik im zweiten Teil des Buches verabschiedet und den Intrigen einer anderen Frau Platz macht, die man von Anfang an eigentlich gern auf den Mond schießen mag.

Es ist glaube ich fair, wenn ich sage, dass es ein netter Zeitvertreib war, aber eben nicht tiefschürfend und auch keine bahnbrechende Neuigkeit, auch wenn man noch nicht so wahnsinnig oft etwas über Meerjungfrauen gelesen hat. Die Story ist vorhersehbar, zwar nicht alles, aber die Hauptstruktur und die Seiten, auf denen die agierenden Personen stehen, sind einfach viel zu leicht erkennbar gewesen.

Copyright © 2012 by Sabine Kettschau

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

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Ende des Kapitels

Erstellt von Michael Drewniok am 7. Februar 2012

Nicholas Blake
Ende des Kapitels

(sfbentry)
Originaltitel: End of Chapter (London : William Collins Sons & Co. 1957)
Deutsche Erstausgabe (unter dem Titel „Schluß des Kapitels“): Juli 1962 (Rowohlt Verlag/RoRoRo Kriminalroman 2006)
Übersetzung: Margret Schmitz
185 S.
[keine ISBN]
Neuausgabe: 1998 (Diogenes Verlag/Detebe 23133)
Übersetzung: Nikolaus Stingl
311 S.
ISBN-13: 978-3-257-23133-5

Titel bei Booklooker.de (Rowohlt-Ausgabe)
Titel bei Booklooker.de (Diogenes-Ausgabe)
Titel bei Amazon.de (Rowohlt-Ausgabe)
Titel bei Amazon.de (Diogenes-Ausgabe)

Das geschieht:

Ausgerechnet das renommierte Londoner Verlagshaus Wenham & Geraldine ist in einen Skandal verwickelt: Obwohl der hier veröffentlichte General Thoresby sich bereiterklärt hatte, in seinen Memoiren einige ehrenkränkende Anschuldigungen gegen seinen lebenslangen Konkurrenten Sir Charles Blair-Chatterley zu streichen, wurden diese von unbekannter Hand wieder in das Manuskript eingefügt, gedruckt und in den Handel gebracht. Nun feiern die Medien ein Fest, und der wütende Blair-Chatterley hat nicht nur Thoresby, sondern auch den Verlag wegen Verleumdung verklagt.

In ihrer Not beauftragt die Führungsspitze – bestehend aus Arthur Geraldine, Elizabeth Wenham und Basil Ryle – den Privatdetektiv Nigel Strangeways mit der Aufklärung dieser Sabotage. Als Teilzeit-Lektor wird er in den Verlag eingeschmuggelt, von den Mitarbeitern jedoch rasch durchschaut, woraufhin Strangeways seine Maske fallen lässt und auf klärende Indiskretionen hofft. Hinter den Kulissen von Wenham & Geraldine geht es nämlich wenig kultiviert zu. Konkurrenzkämpfe werden still aber heftig geführt. Die brisanten Passagen könnten deshalb viele verärgerte Mitarbeiter und sogar Gäste des Hauses auf ihren Weg gebracht haben.

Hat General Thoresby selbst heimlich den ursprünglichen Text wiederhergestellt? Oder Herbert Bates, der als Herstellungsleiter aufgrund angeblich veralteter Arbeitsmethoden zwangsweise in den Ruhestand versetzt wurde? Verdächtig ist weiterhin Stephen Protheroc, ein ausgebrannter Dichter, der als Lektor für den Verlag arbeitet und den Verfall der Literaturkultur beklagt. Bevorzugtes Opfer seines Zorns ist die Romanzen-Königin Millicent Miles, die stets gern bereit ist, Öl ins Feuer zu gießen. Außerdem ist sie zornig, weil Wenham & Geraldine die Literaturzeitschrift ihres nichtsnutzigen Sohnes Cyprian Gileed nicht verlegt. Motive und Gelegenheiten hatten sie alle, aber erst ein überaus brutaler Mord enthüllt, dass auch Leidenschaft in einem Spiel ist, das bereits vor Jahrzehnten begann und von einem ebenso rachsüchtigen wie klugen Menschen in Szene gesetzt wird …

Auch hehre Geister hegen ihren Groll

Am Anfang steht – von Verfasser Nicholas Blake ebenso geschickt wie hinterlistig und vor allem witzig gefördert – der schöne Schein eines Verlages, der nicht nur vornehm residiert, sondern sich in dem edlen Auftrag aufreibt, kluge Bücher für ebensolche Leser zu veröffentlichen. Dabei ziehen Autoren, Verleger und Lektoren vorgeblich an einem Strang, weil sie quasi im Auftrag einer höheren Macht arbeiten, der Streit, Neid oder Intrigen unbekannt sind.

Es dauert nur wenige Absätze, bis dieses Trugbild in seinen Grundfesten erschüttert und kurz darauf zerstört ist. Die genannten Kopfarbeiter sind tatsächlich auch nur Menschen, und vielleicht sind sie sogar menschlicher als ihre weniger kultivierten Zeitgenossen, die den Konflikt nicht als Beleidigung und Aufforderung zum Kampf auf Leben & Tod sehen, sondern als Ventil nutzen, um Druck aus einer verfahrenen Situation abzulassen.

Doch die Männer und Frauen von Wenham & Geraldine betrachten sich selbst als Privilegierte, die über solchen Banalitäten stehen. Es bedarf eines Außenstehenden, um diese Selbsttäuschung und Heuchelei zu zerstreuen. Diese Aufgabe übernimmt Autor Nicholas Blake bzw. (im zwölften Roman dieser Serie) seine Hauptfigur Nigel Strangeways. Blake kennt die Realität vor und hinter der Schreibfeder, denn er war nicht nur Schriftsteller, sondern nach dem II. Weltkrieg einige Jahre im Verlagsgeschäft tätig. Seine Schilderungen besitzen daher nicht nur den nostalgischen Glanz einer Ära, in der die (mechanische) Schreibmaschine das modernste Handwerkszeug darstellte, sondern wirken auch und nicht von ungefähr überaus authentisch.

Der Geist und das Geschäft – Das Geschäft mit dem Geist

Die intime Kenntnis des dargestellten Arbeitsalltags teilte Blake mit Kollegen und Zeitgenossen wie Dorothy L. Sayers (1893-1957) oder Henry Slesar (1927-2002), die es in den weniger erfolgreichen Frühjahren ihrer Karrieren in die freie Wirtschaft verschlagen hatte. (Sayers war in einer Werbeagentur beschäftigt und ließ Lord Peter Wimsey 1933 in „Murder Must Advertise“/„Mord braucht Reklame“ in diesem Milieu ermitteln, Slesar war ebenfalls Werbetexter und nutzte dies 1961 für seinen Roman-Erstling „The Gray Flannel Shroud“/„Wer nicht wirbt, der stirbt“ bzw. „Das graue, distinguierte Leichentuch“.) Akademisch gut ausgebildet und eher intellektuell gestimmt, stellte die Konfrontation mit einer auf Profit ausgerichteten Realität offensichtlich eine durchaus schockierende Erfahrung dar.

Die Verleger Wenham, Geraldine und Ryle verkörpern Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Obwohl „Das Ende des Kapitels“ ein klassischer englischer „Whodunit“-Krimi ist, bleibt die Realität (des Jahres 1957) keineswegs ausgeklammert. Nicholas Blake verfolgte sehr aufmerksam die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Strömungen seiner Gegenwart, und er scheute sich nicht, sie zu kommentieren.

Daher macht er keinen Hehl aus seiner kritischen bis offen ablehnenden Haltung, die sich gegen jene ‚neuen‘ Menschen richtet, die Kommerz und Bürokratismus über eine humanistische Bildung und Gesinnung stellen, die allein einen Geist heranwachsen lässt, der die Probleme der Welt aufgeschlossen angehen kann. Folgerichtig bereitet es den Rittern auf Burg Wenham & Geraldine, die sich vom Pöbel belagert wähnen, grimmiges Vergnügen, erfolgreiche aber in ihren Augen ‚dumme‘ Zeitgenossen intellektuell zu demütigen. Auch Strangeways ist sich nicht zu fein für dieses seltsame und einseitige Spiel, als er brutal einem arglosen Beamten die geistige Enge seiner Existenz vor Augen führt.

Cover der Ausgabe von 1962 (Sammlung md)

Menschen statt Schachfiguren ihres Verfassers

Zwar gibt es „Whodunit“-Figuren wie den knorrigen Krieger, der sich für Britannien aufgerieben hat. Doch General Thoresby macht sich selbst über seinen buschigen Schnurbart lustig und entpuppt sich als hellwacher Zeitgenosse, der den anstehenden Prozess nutzen will, um medienwirksam einen Versager zu entlarven. Auch innerhalb des ehrwürdigen Verlagshauses ist die Zeit nur vermeintlich stehengeblieben. Tatsächlich zeigen die Kalender auch dort 1957. Bücher sind eine Ware, und der Geschmack des Publikums ändert sich: Diesen Prozessen wird Rechnung getragen. Somit steht von vornherein fest, dass keine literarischen Streitfragen für Intrigen und Mord sorgen. Grundsätzlich menschliche Eitelkeiten wurden verletzt und schufen den Nährboden für sorgsam gepflegten und üppig heranwachsenden Zorn, der lange und zunehmend mühsam kontrolliert wurde, um sich schließlich besonders heftig zu entladen.

Die böse Tat wird dabei vorsätzlich und mit genug Bedacht begangen, eventuelle Spuren zu verwischen oder gar zu fälschen. Dem Verfasser obliegt es, scheinbar lückenlose Alibis so zu schwächen, dass es den Lesern logisch dünkt und sie  überrascht. Dieser Aufgabe ist Nicholas Blake nicht nur gewachsen. Während er die Fäden fest in der Schreibhand hält, bleibt ihm genug Esprit, seine Leser mit geistreichen und/oder witzigen Einschüben zu unterhalten und abzulenken.

Die Unterscheidung fällt manchmal schwer, da der selbstbewusste Blake die Grenze zur offenen Herablassung problemlos übertritt. Der ernst zu nehmende Mensch zitiert Shakespeare und die großen Gedichte der Vergangenheit; man erkennt einander, wenn man sich solche Bälle zuspielt. Aus solcher Bildung resultiert weiterhin Charakterstärke, die Blake ungemein wichtig nimmt. Vor allem der jüngere Generation geht diese seiner Meinung nach ab, was sich in unfreundlichen und seltsam plumpen Vorurteilen Bahn bricht: Cyprian Gileed ist durch seinen ungepflegten Vollbart, die Liebe zum ‚progressiven‘ Free-Jazz oder seinen zur Schau gestellten Zynismus die Klischeefigur des arbeitsscheuen, pseudo-intellektuellen, ungewaschenen „Existentialisten“ und wird auf diese Weise als Schwächling und Strolch gebrandmarkt.

Nigel in der Löwengrube

Der „Whodunit“ fordert als Ermittler einen Wanderer zwischen den Welten. Nigel Strangeways ist Ermittler und von Berufswegen (sowie durch seinen Namen) prädestiniert, „fremde Wege“ zu beschreiten. Offizielle und unsichtbare Grenzen gelten für ihn nicht. Er kann sich über sie hinwegsetzen und dabei Verbindungen offenlegen, die den in ihren Mikrokosmen gefangenen Männern und Frauen im Umfeld der Täter und Opfer unerkannt bleiben. Status und Bildung verschaffen ihm einen Stallgeruch, der ihm das Vertrauen auch der oberen Gesellschaftsschichten sichert, wobei er andererseits Feingefühl und Verständnis notfalls überzeugend vorgeben kann. Dieses Talent oder besser: die aus ihm entwickelten Fähigkeiten machen aus Strangeways einen erfolgreichen Ermittler; immer wieder lesen wir, dass seine Gesprächspartner verblüfft bemerken, wie sie ihn, einen Fremden, ins Vertrauen ziehen.

Da Strangeways selbst Schriftsteller ist, kann er eigene Erfahrungen in die aktuellen Ermittlungen einbringen. Das ist wichtig, wie auch der Leser schnell lernt, der nebenbei einen Schnellkurs in die Arbeitsabläufe eines Buchverlags erhält: Für den klassischen „Whodunit“ ist solches Wissen wichtig, denn das fallentscheidende Indiz wird sich als nur scheinbar nebensächliches Detail entpuppen.

Obwohl sämtliche Elemente des klassischen Rätselkrimis akribisch beachtet werden, ergänzt Blake sie durch eine intensive Psychologisierung seiner Hauptfiguren. Emotionale Verletzungen und Schwächen bedingen eine Bluttat, die auch Tragödie ist. Dabei vermeidet Blake die Brechung durch Humor, sondern beschreibt in Worten, die so klar sind, wie sie die zeitgenössische Leserschaft ertragen wollte. Damit übertreibt er es nicht selten, und manche Charakterzeichnung atmet wie beschrieben allzu deutlich einen Zeitgeist, von dem auch oder gerade Nicholas Blake keineswegs frei war. Das mindert jedoch nicht das Vergnügen an einem „Whodunit“, der mehr als schnurrig-gemütliche Alltagsferne bieten möchte und kann.

Autor

Nicholas Blake wurde als Cecil Day-Lewis am 27. April 1904 in dem westirischen  Dorf Ballintubber als Sohn eines protestantischen Geistlichen geboren. Nach dem frühen Tod der Mutter zogen Vater und Sohn nach London. Day-Lewis besuchte bis 1927 Wadham College in Oxford. Hier lernte er u. a. den Poeten W. H. Auden (1907-1973) kennen, mit dem er diverse Gedichtsammlung herausgab. Selbst veröffentlichte Day-Lewis schon 1925 einen ersten Band mit Gedichten.

1928 heiratete er und leitete in den nächsten Jahren drei Schulen. Um sein Einkommen aufzubessern, beschloss sich Day-Lewis wie viele andere britische Gelehrte als Verfasser von Kriminalromanen zu versuchen. 1935 erschien „The Proof“ (dt. „Was zu beweisen war“), ein klassischer „Whodunit“, der im dem Verfasser gut bekannten Schulmilieu spielte und bereits den typisch unkonventionellen Detektiv in den Mittelpunkt stellte, den der Verfasser Nigel Strangeways nannte und charakterlich an seinen verehrten Freund Auden anlehnte.

Auf seinen Ruf als ernsthafter Dichter bedacht, schrieb Day-Lewis Krimis vorsichtshalber unter dem Pseudonym „Nicholas Blake“. Schon bald sorgte Nicholas Blake für den Unterhalt des Ehepaares Day-Lewis. Noch 15 Fälle löste Nigel Strangeways in den nächsten drei Jahrzehnten. Der II. Weltkrieg unterbrach das beschauliche Schriftstellerleben. Day-Lewis wurde für das „Ministry of Information“ tätig. Nach dem Krieg wechselte er ins Verlagshaus Chatto & Windus; das hier Erlebte floss in den Roman „End of Chapter“ (1957; dt. „Schluss des Kapitels“) ein.

In dieser Zeit zerbrach seine Ehe, und 1951 heiratete Day-Lewis die Schauspielerin Jill Balcon; dieser Verbindung entsprang u. a. der Schauspieler Daniel Day-Lewis. 1951 wurde er zum „Oxford Professor of Poetry“ gewählt, 1968 übertrug man ihm das Amt des „Poet Laureate“ und ernannte ihn damit zum Dichter des britischen Königshofes. Diese ehrenvolle Stellung (sowie viele andere hohe Ämter) hatte er bis zu seinem Tod aufgrund einer Krebserkrankung am 22. Mai 1972 inne.

[md]

Titel bei Booklooker.de (Rowohlt-Ausgabe)
Titel bei Booklooker.de (Diogenes-Ausgabe)
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Titel bei Amazon.de (Diogenes-Ausgabe)

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Lavendel gegen Ameisen

Erstellt von Werner Karl am 9. Januar 2012

Leenders/Bay/Leenders
Lavendel gegen Ameisen
Toppes erster Fall

(sfbentry)
rororo
Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-499-25836-7
Krimi
Erschienen: Dezember 2011
Umschlaggestaltung any.way, Cathrin Günther
(Abbildung: plainpicture/Arcangel)
Taschenbuch, 256 Seiten

www.rororo.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Die Autoren:

Hiltrud Leenders, geboren 1955 am Niederrhein, arbeitete zunächst als Übersetzerin und hat sich später einen Namen als Lyrikerin gemacht. Sie ist Mutter von zwei Söhnen und seit 1990 hauptberuflich Schriftstellerin.

Michael Bay, geboren 1955 in Rheine, arbeitet als Diplompsychologe und Psychotherapeut. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Artur Leenders, geboren 1954 in Meerbusch, arbeitet als Unfallchirurg in Kalkar. Seit über zwanzig Jahren ist er mit Hiltrud Leenders verheiratet und Vater der beiden Jungen.

Das Buch:

Dieser Krimi versetzt den Leser zurück in das Jahr 1988. So ist es nicht verwunderlich, wenn noch von der D-Mark die Rede ist und zu Beginn des Romans eine computergesteuerte Telefonanlage bei der Polizei eingeführt wird, die von vielen Beschäftigten sehr kritisch gesehen wird. Aus Anlass der Einführung dieser hochmodernen Technik findet ein Empfang statt. Hauptkommissar Toppe und sein Kollege van Appeldorn kommen aber nicht mehr dazu sich auf dieser Veranstaltung dem Buffet zu widmen, denn ein unerwarteter Einsatz führt sie zu einer Leiche.

In der Gärtnerei Welbers liegt im Schuppen die Leiche eines Mannes, kopfüber in einen Sack gesteckt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um den Richter Friedrich Landmann handelt. Dieser war nicht sehr beliebt und pflegte offensichtlich auch nicht viele private Kontakte. Umso verwunderlicher, dass sich in seinem Terminkalender einige merkwürdige Einträge finden.

„Lavendel gegen Ameisen“ das ist der erste Fall rund um den Ermittler Toppe, der hier gerade beweisen soll was in ihm steckt. Das erfordert ihm einiges ab, denn die ländliche Gegend und ihre Bewohner sind ihm immer noch fremd. Der Liebe wegen ist er aufs Land gezogen und nun baut er gerade auch noch ein Häuschen neben seinen Schwiegereltern.

Spannungen und Aufregungen sind hier vorprogrammiert, sowohl dienstlicher als auch privater Natur. Es handelt sich um einen bodenständigen Krimi, der wunderbar geschrieben ist und in dem auch die Gegend des Niederrheins nicht zu kurz kommt. Hier wird die Mentalität der Menschen beschrieben, es fließt etwas Dialekt ein und dennoch darf sich in der Geschichte jeder wohl fühlen auch wenn er diese Region nicht kennt.

Bereits zuvor sind mehrere Krimis rund um Toppe und sein KK 11 erschienen. Dieser erste Fall hier aber schlummerte noch in der Schublade und wurde bisher nicht veröffentlicht, genau wie der zweite Fall „Grenzgänger“, der voraussichtlich im August 2012 erscheinen wird. Toppes KK 11 tut sich anfänglich noch schwer, die Kollegen müssen zueinander finden und viele einzelne Ermittlungsteilchen zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Dabei spielen viele Fußabdrücke, spezielle Schuhe, gefundene Zettel und der Titel des Buches eine entscheidende Rolle.

Wer keine große Spannung, aber einen interessanten Kriminalfall lesen möchte, der ist mit „Lavendel gegen Ameisen“ genau auf der richtigen Seite, Ermittlungsarbeit um 1988 inklusive.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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Purpurne Lust

Erstellt von Werner Karl am 9. Januar 2012

Aveleen Avide
Purpurne Lust

(sfbentry)
rororo
ISBN  978-3-499-25776-6
Belletristik/Erotik
Erscheinungsjahr: 2011
Umfang 240 Seiten

www.rowohlt.de/
http://aveleen-avide.blog.de/ und
www.aveleen-avide.com/index.php

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zur Autorin:
Aveleen Avide, geboren 1965, lebt und arbeitet als Autorin in München. Ihre Bücher standen viele Monate an der Spitze der Amazon-Erotik-Bestsellerliste.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch:
“Ein prickelnder Cocktail erotischer Geschichten, eine verführerischer als die andere”, so steht es im Klappentext. Und ich kann nur sagen, dass ich dem vorbehaltlos zustimmen kann.

Folgende 6 hocherotische Geschichten hat sich die Autorin für ihre Leserschaft ersonnen:

Sündige Früchte
Grace lässt sich in der schwülen Hitze von Miami von ihrem Liebhaber Ethan zu einem besonders fruchtig-süßen Abenteuer mit weiteren Männern verführen, in dem sie die Vorspeise, die Hauptspeise und das Dessert ist und trotzdem alles nur auf ihre Wünsche ausgerichtet ist.

Magische Momente
Madeleine lernt auf einer Burg Aaron kennen und fühlt sich immer mehr in eine tief gehende Liebesgeschichte aus einer vergangenen Zeit zurückversetzt, die sie nicht loslässt und unaufhaltsam in die Arme von Aaron treibt.

Hinter verschlossenen Türen
Eliza, eine absolute Karrierefrau, besucht spontan ihre beste Freundin in Augsburg und möchte eine kurze Auszeit in der schönen Stadt nehmen und erlebt dort gemeinsam mit einem Freund der Familie -mehr oder weniger unabsichtlich- eingeschlossen in das Haus der Freundin einige Stunden hemmungsloser Lust.

Nackte Lust
Liliana soll in Florida für ihre Zeitung ein Interview mit dem Bildhauer Ryan Lord führen und wird dort selbst zum Objekt seiner künstlerischen und auch sonstigen Begierde.

Spiel der Lust
Vanessa wird von zwei Pärchen für ein sündiges Würfelspiel gebucht und erlebt einen unsagbar aufregenden, profitablen Abend, den sie so schnell nicht vergisst.

Hitze auf meiner Haut
Samantha schenkt sich selbst eine Tour durch die Everglades und erliegt dort dem Charme der Natur und ihres Guides Aiden, ein schwül-feuchtes Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Fazit:
6 Geschichten, wunderbar ausgestaltet, man sieht, riecht und hört alles ganz genau, wie die Autorin es beschrieben hat, wenn man möchte! Ein erotischer Streifzug, der meiner Meinung nach niemanden kalt lassen dürfte. Aber wohl hauptsächlich uns Frauen ansprechen wird.

Denn die Tatsache, dass Aveleen Avide eben solch einen Wert auf Details legt, ist doch sehr weiblich und spricht demnach auch eher Frauen an, die gern ein schönes Ambiente haben, die sich dann so richtig fallen lassen und entspannen, genießen können.

Mir hat das ausgesprochen gut gefallen und ich habe jede Geschichte auf ihre Weise genossen, habe sie nachklingen lassen, nach jeder Geschichte kurz inne gehalten oder eine Lesepause gemacht um nachzuspüren, was sie bei mir auslösen, habe mich auf das prickelnde Spiel eingelassen.

Frauen rufen ja immer danach, dass sie es vermissen, dass ihre Wünsche in der Erotik berücksichtigt werden. Bitte schön, mit den feinen, perfekt abgestimmten Geschichten um weibliche Begierden von Aveleen Avide werden sie definitiv fündig!

Copyright © 2012 by Sabine Kettschau

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Seidene Küsse (2006) 978-3-453-54514-4
Samtene Nächte (2010) 978-3-499-25243-3

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Endlich!

Erstellt von Werner Karl am 25. Dezember 2011

Ildikó von Kürthy
Endlich!

(sfbentry)
rororo
Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-499-25431-4
Liebe & Romantik
Erschienen November 2011
Umschlaggestaltung: any.way, Barbara Hanke/Cordula Schmidt
Illustration: © Tomek Sadurski; Foto der Autorin: Det Kempke
Taschenbuch, 320 Seiten

www.rororo.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Die Autorin:

Ildikó von Kürthy ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Ihre Bestseller wurden mehr als fünf Millionen Mal gekauft und in 21 Sprachen übersetzt. Ihr Roman “Mondscheintarif” wurde fürs Kino verfilmt. Sie ist 2010 zum zweiten Mal Mutter geworden.

Das Buch:

In „Endlich!“ geht es um Vera Hagedorn, vierzig, freiberufliche Texterin, wohnhaft in Stade, Niedersachsen und seit acht Jahren verheiratet. Vera findet ihr Leben eigentlich in Ordnung so wie es ist. Sie lebt ihren Alltag gemeinsam mit Mann Marcus. Viele Dinge sind einfach eingefahren aber Vera braucht das auch nicht anders. Nur ein Baby würde sie sich wünschen, denn mit 40 tickt die biologische Uhr schon ganz ordentlich. Allerdings will das Projekt Nachwuchs bislang nicht so recht gelingen, trotz diverser Hilfsmaßnahmen.

Mit einem Anruf ihrer Freundin Johanna jedoch verändert sich das Leben von Vera. Johanna bittet ihre Freundin nach Berlin zu kommen. Zunächst will sie gemeinsam mit ihr zu einer Ayurveda Kur an die Mosel. Im Anschluss möchte Johanna sich einer Schönheitsoperation an der Brust unterziehen und ihre Freundin Vera soll in dieser Zeit auf Johannas Sohn Sammy aufpassen und für ihre Freundin einen Text für ein geplantes Theaterstück überarbeiten. Johanna plant nämlich ihr Comeback als Schauspielerin. Gesagt, getan. Marcus Hagedorn ist mit den Reiseplänen seiner Frau einverstanden und so macht sich Vera auf in ein neues Leben. Sie lernt interessante schwule Männer kennen, setzt sich mit ihrer Figur auseinander, belegt das Seminar „Nacht besser aussehen“ und hat guten Sex.

Aber nicht nur diese Ereignisse verändern ihr Leben, sondern auch die Tatsache, dass ihr Mann Marcus sie offensichtlich bereits seit längerer Zeit mit einer anderen betrügt. Das kann Vera keinesfalls hinnehmen und sie kämpft wie eine Löwin darum ihn wieder für sich alleine zu gewinnen.

Ildikó von Kürthy präsentiert hier einen Frauenroman, der es Frau ermöglicht einen Blick auf sich selbst zu werfen. In diesem Buch findet sich vermutlich jede Frau um die vierzig an irgendeiner Stelle wieder.  Hier liegt es an der Leserin selbst zu beurteilen, was wirklich richtig ist und was falsch oder besser gesagt was wirklich zu ihr passt oder nicht passt. Der Autorin jedenfalls gelingt es mit viel Humor manche weibliche Eigenart auf die Schippe zu nehmen und mit einem Lächeln zu betrachten.
Besonders gut gelungen ist das Ende dieser Geschichte. Der Roman endet eben nicht unbedingt so, wie man es vermuten würde.

Ein Roman für starke Frauen von heute, die gerne einmal einen Blick auf ihre Schwächen werfen wollen.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

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Stille Nacht: Magische Liebesgeschichten

Erstellt von Werner Karl am 1. Dezember 2011

Tanja Heitmann (Hrsg.)
Stille Nacht: Magische Liebesgeschichten

(sfbentry)
rororo
ISBN  978-3-499-21626-8
Kinder & Jugenbuch/Für Große/Liebe
Erscheinungsjahr: 2011
Umfang 192 Seiten

www.rowohlt.de
www.tanja-heitmann.de/

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Kurzbriografie der Herausgeberin/Autorin:

Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren, studierte Politikwissenschaften und Germanistik und arbeitet in einer Literaturagentur. Sie lebt mit ihrer Familie auf dem Land
(Quelle: Homepage Tanja Heitmann)

Zum Buch:

Tanja Heitmann hat in dieser Anthologie einge ihrer Schriftstellerkolleginnen aus dem Fantasy- oder auch Romantic-Fantasy-Bereich um sich geschart und mit ihnen 6 zauberhafte, teils sehr melancholische, mystische und fantastisch anrührende Geschichten. Als da wären:

Tanja Heitmann “Eine Spur von Rot”
Nach einer Zeit der Kämpfe zwischen Menschen und Vampiren verbirgt sich ein quasi überlebender Vampir in den Wädern und eines Tages lässt ihn das Schicksal die Begegnung eines jungen Mädchens machen, die große Ähnlichkeit mit Rotkäppchen hat. Eine Liebesgeschichte, die sehr anrührt, die aber leider viel zu schnell zu Ende ist.

Gesa Schwartz “Das Herz in der Dunkelheit”
Eine kalte Winternacht in Paris führt Sophie nach einem Überfall durch merkwürdige Gestalten in die pflegende Obhut von Askadan, in der Gestalt eines Dämons, in die er durch einen Fluch gezwungen wurde. Auch hier, eine zarte Liebesgeschichte, ein Mensch und ein Dämon. Und hier spürt man die Hoffnung, dass doch noch nicht alles veloren ist.

Nina Blazon “Tom Jofnurs Lied”
Die Geschichte spielt in den eiskalten Wassern um den Pol, die Menschen leben von dem, was ihnen das Meer gibt. Und auch die Mythen, die es umgibt, treiben die Menschen an. Tom Jofnur ist auf einem Schiff, dessen Besatzung ein “Einhorn” jagt, dessen Horn werden magische Kräfte zugeschrieben werden. Doch dann taucht mitten in der Eiseskälte auf einer Eisscholle ein geheimnisvolles Mädchen auf. Und mit ihr an Bord verändert sich alles, scheinbar erst einmal zum Schlechten. Auch hier wieder, eine Liebe, die nicht sein darf, eine Liebe, die auch nicht sein kann und doch finden sich zwei Herzen.

Anika Beer “Geisterwolf”
Julie ist an Weihnachten ganz allein. Auf der einen Seite will sie diesen Umstand genießen doch andererseits fühlt sie sich doch sehr verlassen. Und in diese doch sehr melancholische Stimmung hinein begegnet ihr Adrian, ein geheimnisvoller junger Mann mit doch sehr gelben Augen. Und wieder wird dem Leser vor Augen geführt, nichts ist wirklich unmöglich, die Liebe erreicht jeden.

Michaela F. Hammesfahr “Winterkinder”
Drei Freundinnen verbringen die Weihnachtstage fröhlich gestimmt in der Jagdhütte des einen Mädchens. Alles scheint auf einen richtig tollen “Mädelsurlaub” hinauszulaufen. Doch dann erscheint ein alter Mann, der ihnen merkwürdiges über noch merkwürdigere Kinder erzählt und dann wäre da noch ein junger Jäger, dessen Beute zunächst unklar ist… Hier handelt es sich um eine doch sehr gekonnt gruselig inszenierte Kurzgeschichte, die ihre Wirkung nicht verfehlen sollte.

Nora Melling “Raunächte”
Elodie ist ehrgeizig, sie will im Leben weiterkommen und Weihnachten ist für sie nur gefühlsduseliges Übel. Und doch beschließt sie, Geschenke zu kaufen. Bei dieser Einkaufstour wird sie fast von einem Auto erfasst, doch sie wird in letzter Sekunde von Mick gerettet. Dieser heftet sich an ihre Fersen und lässt sich nicht abschütteln. Und auch die Geschichte, die er ihr dann erzählt, von 12 Raunächten, in denen die Tore zwischen den Welten zu öffnen sind, ist nicht so leicht loszuwerden. Auch hier steht die Liebe an erster Stelle und besiegt so manches Ungemach.

Fazit:

“Stille Nacht” ist eine wundervolle Ansammlung von Kurzgeschichten namhafter Fantasyautoren. Die wirklich unterschiedlichen Stile haben sich perfekt zusammengefunden, um das Fantasyherz, oder solche die es noch werden wollen, zu erfreuen. Allen Geschichten haftet an, dass mal ein Märchen durchscheint, mal ahnt man nordische Mythen dahinter, aber immer sind fremdartige Wesen mit von der Partie, immer geht es um das tiefe, alles überwindende Gefühl der Liebe. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit brauchen wir Menschen doch etwas, was uns wärmt, da eignet sich dieses kleine -aber sehr sehr feine- Büchlein perfekt. Denn das Herz wird garantiert durch die Geschichten erwärmt. Ich finde, es eignet sich perfekt als Geschenk, ob nun zum Nikolaustag oder auch unter dem Weihnachtsbaum, für Leser, die sich der fantastischen Liebe öffnen und sich entführen lassen können, in eine Welt voller Magie.

Copyright © 2011 by Sabine Kettschau

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Cut

Erstellt von Werner Karl am 24. Oktober 2011

Amanda Kyle Williams
Cut

(sfbentry)
Originaltitel: The Stranger You Seek (2011)
Wunderlich
ISBN 978-3-8052-5006-1
Krimi & Thriller
Erscheinungsjahr: 2011
Übersetzer Andree Hesse 
Umfang 432 Seiten

www.rowohlt.de
www.amandakylewilliams.com/

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Zum Autor:

Amanda Kyle Williams hat für die Keye Street Serie Kurse bei Brent Turvey, einem bekannten Kriminologen und Profiler genommen, als Privatdetektivin fremde Menschen überwacht, und als Gerichtsbotin gearbeitet. Sie lebt in Atlanta und arbeitet an dem nächsten Fall für Keye Street.

Zum Buch:

Keye Street, ehemals Profilerin beim FBI, hat nach einem harten Alkoholentzug, über den sie logischer Weise immer noch nicht hinweg ist, sich ihr Leben als Detektivin mit einem sehr unorthodoxen Team neu aufgebaut. Sie schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben und hat sich einen urkomischen, sarkastischen Humor zugelegt, den sie zu den passendsten und unpassendsten Momenten auch anbringt.

Ihr ehemaliger Kollege, Rauser, holt sie als Beraterin in einem neuen Fall von Serienmorden mit ins Boot, da er glaubt, alles was sie braucht, wäre nur wieder ihr altes Umfeld, um wirklich auf die Beine zu kommen. Der Killer, der schon den zweifelhaften Namen “Wunschknochen” erhält, bringt scheinbar wahllos auf grausamste Art und Weise Menschen um. Nur eines scheint ihnen gemein, sie öffnen ihm bereitwillig ihre Türen.

Keye lässt sich darauf ein und schnell passiert genau das, was Rauser vermutet hat, Keye verfällt in den Profilermodus und ist nicht mehr zu stoppen, auch wenn sie sich und ihr Leben damit in Gefahr bringt.

Fazit:

Von der ersten Seite an war ich absolut begeistert von diesem Buch. Der Stil, wie Amanda Kyle Williams den Leser am Leben der  Hauptprotagonistin teilhaben lässt und dann die krassen Schilderungen des Mörders aus seiner Perspektive, das alles hat mir unglaublich viel Lesevergnügen bereitet, wenn auch auf schockierende Art und Weise! Man kann einfach nicht aufhören, wenn der Täter von seinen Gedanken schreibt, wie er die Morde erlebt, wie er die Opfer auswählt, sie beobachtet, den Moment genau abpasst und sie dann leiden lässt.

Ganz besonders möchte ich aber auf den unfassbar komischen Humor hinweisen. Normal hat man bei Thrillern eigentlich herzlich wenig zu lachen, das passt nicht. Aber hier, aufgrund der Art von Keye und ihr Umgang mit den alltäglichen Problemen, da kommt man nicht umhin, manchmal wirklich laut aufzulachen. Und das macht die Figur der trockenen Alkoholikerin Keye unglaublich liebenswert. Hinzu kommt ihr “Team”, mit dem sie versucht, sich als Privatdetektivin irgendwie durchzuschlagen: Ein ewig kiffender Hacker und eine lesbische Sektretärin. Da sind brüllkomische Situationen eigentlich vorprogrammiert. Sie lassen den Leser bei all der Brutalität wenigstens manchmal kurz zum Luftholen kommen.

Die Story selber lässt den Leser manchmal fein auflaufen. So glaubt man zu wissen, wer hinter den blutigen Morden steckt, doch da wird man in die Irre geführt und alles ist dann doch anders, als zunächst geglaubt. Und so etwas liebe ich! Nicht so durchschaubar, eben Spannung pur, die im Leser den Ehrgeiz weckt, wann finde ich heraus, wers war und habe ich am Ende Recht!

Und zum Schluss -auf den sich übrigens eine unaufhaltsame Spannungsspirale hinarbeitet- möchte man mehr von Keye lesen, möchte sie noch nicht gehen lassen. Und das Wissen, dass die Autorin schon an dem Nachfolgebuch arbeitet, lässt einen Hoffnung schöpfen, dass man nicht allzu lang auf ein Wiedersehen warten muss.

Denn für mich steht fest: Nach diesem tollen Einstieg in die Serie möcht ich unbedingt weiterlesen, wie Keye sich weiterhin schlägt!

Copyright © 2011 by Sabine Kettschau

Titel erhältlich bei buch24.de
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