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neuauflage

In unbekannte Tiefen

Erstellt von Michael Drewniok am 18. Dezember 2011

Trevor Norton
In unbekannte Tiefen
Taucher, Abenteuer, Pioniere

(sfbentry)
Originaltitel: Stars Beneath the Sea. The Extraordinary Live of the Pioneers of Diving (London : Century 1999)
Übersetzung: Florian Marzin
Deutsche Erstveröffentlichung (geb.): 2001 (Verlag Rütten & Loening)
311 Seiten
ISBN-13: 978-3-352-00637-1

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Tauchgänge mit unerwarteten bis bösen Überraschungen

„Unter Wasser stirbt man nicht“, betitelte einst Ross Macdonald einen seiner ausgezeichneten Kriminalromane (obwohl eigentlich einem findigen deutschen Übersetzer dieser Geistesblitz kam), aber dass dies heutzutage tatsächlich so ist, verdanken wir den Pionieren der Tauchkunst, die buchstäblich den Kopf (oder die Lungen) für ihre Nachfahren hinhielten, auf dass sie heute die Gewässer dieser Erde betauchen können, um dort die fischigen Bewohner zu belästigen.

Bloß: Wer weiß denn, wer diese Männer waren, die sich nicht nur unter recht abenteuerlichen, sondern definitiv lebensgefährlichen Umständen hinab in die Tiefe ließen, um dort zunächst weniger zu sehen & zu staunen, sondern schlicht zu versuchen, einige Minuten zu überleben? Trevor Norton, selbst ein Veteran unter Wasser, hat sich die Aufgabe gestellt, einige Taucherlegenden dem Vergessen zu entreißen. Da er Brite ist und daher mit einem speziellen Humor-Gen begünstigt, liest sich das Ergebnis seiner Nachforschungen höchst vergnüglich; bereits die Überschriften der einzelnen Kapitel deuten darauf hin, dass Norton sein Werk ganz sicher nicht mit fachbuchlichem Bierernst verfasste.

Was grundsätzlich beachtet werden sollte

„Ein begnadeter Sinker“: John Guy Gilpatric (1896-1950) war ein Pionier des Tauchens mit Brille und Schnorchel im freien Meer – und ein idealer Repräsentant jenes seltsamen Menschenschlags, der diesem seltsamen, gefährlichen, faszinierendem Sport verfallen war und ist: wagemutig, exzentrisch, ein bisschen verrückt und an Land stets ein wenig verloren.

Wie man sich der blaugrünen Tiefe zunächst näherte, schildert Norton im Kapitel „Legere Kleidung ist angesagt, Eimer als Kopfbedeckung sind Vorschrift“. Dass er meint, was er schreibt, und nicht kalauert, belegen eindrucksvoll diverse Fotos: Wie üblich entdeckte der Mensch das Meer nicht; er wollte es erobern und ihm seine Bedingungen aufzwingen. Daher glichen die ersten ‚Taucheranzüge‘ frappierend den Ritterrüstungen des Mittelalters. Statt feindliches Meeresgetier, das unheimliche Wasser oder den gefährlichen Tiefendruck fernzuhalten, verwandelten sich diese Rüstungen nicht selten in Todesfallen, die weit mehr Opfer forderten als die fremde, feuchte Welt, bis man lernte, mit ihr und nicht gegen sie zu leben.

Neue Welt mit eigenen Gesetzen

„Bewaffnet nur mit einer Spitzhacke“: Henri Milne Edwards (1800-1885) war alles andere als der typische Tauchpionier, sondern primär ein Forscher, der seinen Job wirklich ernst nahm: ein Naturwissenschaftler, der sich auf die Tier- und Pflanzenwelt des Meeres spezialisiert hatte und den sehr richtigen Standpunkt vertrat, dass man beides gefälligst vor Ort zu untersuchen hatte; ein Entschluss, der im 19. Jahrhundert einen Mann allerdings zwangsläufig in heikle und groteske Situationen bringen musste.

„Der Mann, der es fast geschafft hätte“, hieß Roy Waldo Miner (1875-1955) und war auf den ersten Blick der farblose Angestellte eines Naturkunde-Museums mit mehr Geld als Organisationstalent. Der Auftrag, einen Ausstellungsraum als Korallenriff zu gestalten, führte ihn in die Tropen, wo er die Vorlage unter Wasser kurzerhand mit Dynamit in handliche Stücke blies, die er dann auflas, in die Heimat brachte und dort mit viel Leim und Farbe recht lebensecht wieder zusammensetzte.

„Die Freuden des Herumspazierens“: Über Charles William Beebes (1877-1962) sagenhaften Hang zur Selbstdarstellung darf man seinen großen Mut nicht vergessen: Er war der Mann, der sich in eine winzige Stahlkugel stecken und viele hundert Meter in die dunkle Tiefsee hinab senken ließ!

Selbst ist der Mann: riskante Selbstversuche

„Versorgt mit Süßigkeiten“: Trevor Nortons Kapitel über John Alwyne Kitching (1908-1996) ist weniger Biografie als kaum verhohlenes, ironisch-liebevolles literarisches Memento für einen alten Freund und Lehrer, der nach außen den knarzigen Sonderling gab und ansonsten eine ganze Generation tauchender Wissenschaftler den besten Start in ihre gefährliche Karriere ermöglichte.

„Der zerstreute Professor“ John Scott Haldane (1860-1936) eröffnet den Reigen der „Denker und Taucher“, die gewissermaßen doppelt verschroben und dabei genial waren und dem Mensch auf ihre kuriose Weise den Weg auf den Meeresgrund ebneten. Haldane fand heraus, wieso es groteske Zwischenfälle heraufbeschwören kann, einem Taucher nur Atemluft durch einen simplen Schlauch zuzuführen. Er erfand den ersten tauglichen Taucherhelm – und für das Land die erste Gasmaske!

„Der knuddelige Kaktus in der Kammer des Schreckens“ – John Burdon Sanderson Haldane (1892-1964): Wieder eine der unbekümmerten Titelschöpfungen der Verfassers, hinter der sich eine faszinierende Persönlichkeit verbirgt, ein Pionier des Tauchens unter deutlich erschwerten Bedingungen – denen des Krieges nämlich, denn selbstverständlich wurde das Militär schon bald aufmerksam auf die Möglichkeit, dem Feind unter Wasser und damit unbeobachtet hässliche Überraschungen zu bereiten. Haldane (übrigens ein Sohn des „zerstreuten Professors“) ersann die Instrumente und Methoden dafür und er probierte sie vor allem praktisch aus, was nicht nur aus heutiger Sicht als besonders komplizierter Versuch eines möglichst scheußlichen Selbstmords anmutet.

Mit Dynamit und Blitz

„Bumm!“ – Horace Cameron Wright (1901?-1979) ist die vielleicht farbigste unter den denkwürdigen Gestalten dieses Buches; ein Pionier nicht nur des Tauchens, sondern auch des Unterwasser-Filmens, der noch zur Stummfilmzeit keine Kosten und Mühen scheute, unglaubliche, aber längst in Vergessenheit geratene Spektakel in Szene zu setzen. Der seltsame Kapiteltitel spielt auf Wrights Vorliebe an, die subaquatische Kulisse durch den großzügigen Einsatz von Sprengstoff nach eigenen Vorstellungen umzugestalten.

„Eine Zuchtperle“ – Louis Marie-Auguste Boutan (1859-1934) war nicht der erste Mensch, der sich fragte, ob und wie es möglich sei, Fotografien unter Wasser anzufertigen. Aber ihm gelang, was viele scheitern ließ, doch bis es so weit war, „Bilder ins Dunkle hinein“ zu schießen, geschahen seltsame Dinge.

„Der Mann mit der erstaunlichen Röhre“: John Ernest Williamson (1881-1966) hielt wenig davon, sich ohne Deckung in die lebensfeindliche Welt unter Wasser zu wagen. Also konstruierte er eine sperrige, lange Röhre, die dort versenkt und von oben bestiegen werden konnte, um an ihrem unteren Ende gänzlich trockene See-Erkundungen zu ermöglichen – theoretisch jedenfalls, denn praktisch erwies sich bald, dass Williamson nicht den Stein der Weise gefunden hatte.

Das Ende der rauen Pionierzeit

„Tauchgang ins Abenteuer“: Hans Heinrich Romulus Hass (geb. 1919) ist den mittelalten Bewohnern dieses unseres Landes so bekannt wie die Professoren Grzimek und Haber – nicht ein Taucher, sondern der Taucher (bis ihn in den 60er Jahren Jacques-Yves Cousteau ablöste), der in zahlreichen Büchern und Filmen seinen wasserscheuen Fans die Pracht tropischer Korallenmeere (durch die er gern seine Gattin Lotte schwimmen ließ, die zu Recht deutlich mehr Blicke auf sich ziehen konnte als jeder Teufelsrochen) näherbrachte, und gleichzeitig eine ironische Reminiszenz an eine Zeit, als der ‚Forscher‘ sich dem Objekt seiner Neugier prinzipiell näherte, um es mit Speer und Harpune zu durchbohren.

„Der stille Partner“: Während sein alter Freund Jacques-Yves Cousteau selbst der Fun-Generation der Gegenwart noch nicht gänzlich unbekannt geworden ist, blieb Frederic Dumas (1913-1991) bescheiden im Hintergrund: ein fanatischer Taucher und Tüftler, dem der rotwollbemützte Kapitän des Medien-Kreuzers „Calypso“ mehr verdankte, als er in späteren Jahren bereit war anzuerkennen. Dennoch gehören beide zu den ersten, die erkannten, dass jeder Tauchgang auch ein Absinken in die Vergangenheit sein kann – in die Welt der Wracks nämlich, die Zeitkapseln gleich auf dem Meeresgrund die Jahrtausende überdauern können.

„Der Entdecker gesunkener Schiffe“: Peter E. A. Throckmorton (1928-1990) leitete über in die Phase der echten Unterwasser-Archäologie; es musste wohl der Tag kommen, an dem aus dem Abenteuer und Spaß Wissenschaft und Ernst wurde.

Damit hat sich für Norton der Kreis geschlossen. Selbstverständlich wird auch heute noch täglich irgendwo auf der Welt unter Wasser Pionierarbeit geleistet. Aber der eigentliche Knoten ist zerschlagen: Was es unter Wasser zu beachten gilt, damit man sich dort, wohin es 99 von 100 Tauchern zieht (d. h. nicht in die Tiefsee, in labyrinthische Höhlen oder in arktische Eismeere), aufhalten kann, ohne in jeder Sekunde in Lebensgefahr zu schweben, ist inzwischen bekannt. Aber dass dies gelingen konnte, verdanken die Anhänger dieses exotischen Sportes Männern wie denen, denen Norton ein Denkmal setzt, das den meisten von ihnen wohl gefallen hätte.

[md]

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Ein Weihnachtshund für alle Fälle

Erstellt von Werner Karl am 14. Dezember 2011

Petra Schier
Ein Weihnachtshund für alle Fälle

Rütten & Loening
Aufbau Verlag GmbH & Co. KG
ISBN 978-3-352-00819-1
Liebe & Romantik
1. Auflage 2011
Umschlaggestaltung: Mediabureau Di Stefano, Berlin
unter Verwendung eines Motivs von Per Breiehagen/Getty Images und
Michael Krabs/bildstelle
Hardcover mit Schutzumschlag, 153 Seiten

www.aufbau-verlag.de
www.petra-schier.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Petra Schier, Jahrgang 1978, wohnt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in der Eifel. Sie hat bisher mehrere sehr erfolgreiche historische Romane veröffentlicht. Im Verlag Rütten & Loening erschien von ihr bisher “Ein Weihnachtshund auf Probe” sowie “Ein Weihnachtsengel auf vier Pfoten”. Als Aufbau Taschenbuch liegt vor: “Hundeweihnacht”.

Zum Buch:

Irina ist ein Familienmensch. Sie ist aber nicht nur gerne in ihrer Freizeit mit der Familie zusammen sondern auch beruflich mit dieser eng verbunden. Irina arbeitet nämlich im Familienbetrieb Rosenbaum & Söhne, den ihr Vater leitet und in dem auch die drei älteren Brüder tätig sind. Da die Firma einen Großauftrag bekommen hat, stellt Irinas Vater einen neuen Mitarbeiter ein. Als Irina erfährt, dass es sich um ihren ehemaligen Schulkameraden Lars Reuther handelt, ist sie zunächst wie vor den Kopf geschlagen. Mit diesem Mann kann sie unter keinen Umständen zusammen arbeiten, denn sie und ihn verbindet eine Vergangenheit, die in erster Linie aus andauernden Streitigkeiten besteht. Aber da ist noch mehr, eine große Kluft steht zwischen den beiden und diese scheint unüberwindbar zu sein. Allerdings hat Irina hier nicht mit Lars Reuther gerechnet, der ihr mehr als deutlich seine Gefühle zeigt. Aber ist hier wahre Liebe im Spiel oder wird hier nur mit Gefühlen gespielt?

Mit „Ein Weihnachtshund für alle Fälle“ präsentiert die Autorin Petra Schier einen weihnachtlichen Roman für Herz und Seele. Hier schlagen die Gefühle Purzelbaum und dem Leser darf es wirklich warm ums Herz werden. Eine Geschichte also, die absolut in die Vorweihnachtszeit passt. Nicht fehlen dürfen dabei natürlich der Weihnachtsmann und auch das Christkind. Mit neuester Technik ausgerüstet machen sie sich daran Menschen glücklich zu machen und fordern dabei auch die Unterstützung von Nick, dem Weihnachtshund, ein. 

Ein Roman für alle diejenigen, die es romantisch mögen. Als Weihnachtsgeschenk und kleine Aufmerksamkeit uneingeschränkt empfehlenswert.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Sommernacht auf Mallorca

Erstellt von Werner Karl am 18. August 2011

Lea Korte
Sommernacht auf Mallorca

rütten & loening
ISBN 978-3-352-00807-8
Liebe & Romantik
1. Auflage 2011
Schutzumschlaggestaltung Anke Fesel unter Verwendung eines Motivs
von Susanne Wind / buchcover.com
Hardcover mit Schutzumschlag 157 Seiten

www.aufbau-verlag.de
www.leakorte.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Lea Korte, geboren 1963, wanderte nach Abschluss ihres Studiums nach Spanien aus. Mit ihrer Familie lebt sie in Spanien. Bisher ist sie mit historischen Romanen hervorgetreten.

Zum Buch:

In ihrem Buch „Sommernacht auf Mallorca“ entführt Lea Korte ihre Leserinnen in eine Urlaubsregion, die vielen bekannt sein dürfte. Isabella reist auf Empfehlung ihrer Freundin nach Mallorca, ist aber skeptisch. Ihr geplanter Urlaub auf der Insel ist ohnehin nicht alltäglich, nicht einfach nur ein Urlaub. Die junge Frau möchte in ihrer Zeit dort Abstand gewinnen zu ihrem ehemaligen Freund Axel, der sie mit einer anderen Frau betrogen hat. Eigentlich möchte Isabella momentan auch mit keinem Mann mehr etwas zu tun haben, sondern sich auf sich selbst konzentrieren. Das aber fällt schwer, da ihr innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Männer über den Weg laufen.

Eric, ein Engländer, begegnet ihr bereits auf dem Flughafen und wohnt, wie sich kurz darauf herausstellt, auch im gleichen Hotel. Sympathisch ist ihr dieser Mann nicht auf Anhieb, aber sie soll ihm noch öfter über den Weg laufen. Eric zeigt unterschiedlichen Seiten seiner Persönlichkeit, so dass man sich als Leserin fast vorstellen kann aus den Beiden könne ein Paar werden.

Bei einer Bergwanderung lernt Isabella dann noch Guillem kennen, einen einheimischen Pianisten, der von der ersten Begegnung an eine große Faszination in ihr weckt. Aber haben diese Gefühle eine Chance? Und welche Bedeutung haben Guillems merkwürdige Stimmungsschwankungen? Guillem wird als interessanter aber auch geheimnisvoller Mann geschildert und als solcher erscheint er auch jeder Leserin sicherlich nicht auf Anhieb sympathisch. Es ist fast als fühle man mit Isabella selbst, erlebe ihre eigene Gefühlswelt mit und stehe vor der Frage, ob das nun schon wieder der falsche Mann ist oder nicht.

Sehr schön und facettenreich schildert die Autorin in ihrem Buch Isabellas Gefühlswelt, ihre Unsicherheiten und Ängste, aber auch die herrliche Landschaft dieser Urlaubsinsel auf der eine Liebesgeschichte ihren Anfang nehmen soll.

Dieser Roman ist ein leichter Lesegenuss mit Urlaubsgefühl. Schöne Natur, geheimnisvolle Menschen, südländisches Flair und Temperament und pures Glücksgefühl gegen Ende prägen die 157 Seiten „Sommernacht“

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 1 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR MIT PERSÖNLICHER WIDMUNG DER AUTORIN (!): Lea Korte – Sommernacht auf Mallorca.

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Dreizehn Stunden

Erstellt von Werner Karl am 18. Februar 2011

Deon Meyer
Dreizehn Stunden

Originaltitel: 13 Uur
Rütten & Loening
Aufbau Verlag
ISBN 978-3-352-00779-8
Thriller
1. Auflage 2010
Aus dem Afrikaans von Stefanie Schäfer
Umschlaggestaltung: Gundula Hißmann und
Andreas Heilmann, Hamburg
unter Verwendung eines Motivs von
plainpicture / Design Pics / Con Tanasiuk
Hardcover, 470 Seiten

www.aufbau-verlag.de
www.deonmeyer.com

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Zum Autor:

Deon Meyer, Jahrgang 1958, gilt als einer der erfolgreichsten Krimiautoren Südafrikas. Er begann als Journalist zu schreiben und veröffentlichte 1994 seinen ersten Roman. Mit seiner Frau und vier Kindern lebt er in Melkbosstrand.

Zum Buch:

Mit „Dreizehn Stunden entführt uns der Autor Deon Meyer erneut nach Kapstadt, Südafrika, in eine Welt und eine Stadt, die von großen Unterschieden und vom Überlebenskampf geprägt sind.

Inspector Griessel wird um 5 Uhr 37 aus dem Schlaf gerissen und zu einem Mordopfer gerufen. Es handelt sich um eine junge amerikanische Touristin und Griessel weiß, damit ist Ärger verbunden. Eine schnelle Aufklärung wird erforderlich sein, aber wie, wenn bereits kurz darauf ein weiterer Toter auftaucht. Ein Musikproduzent wurde erschossen, ein Verdächtiger scheint schnell gefunden, aber ist er wirklich der Täter?

Griessel hat zu kämpfen, nicht nur mit den Fällen, sondern auch mit sich selbst und seinem Leben. Schließlich wartet er immer noch auf eine Beförderung, aber die ist auch in Anbetracht seiner Alkoholprobleme in letzter Zeit weit in den Hintergrund gerückt. Nun ist er zwar seit ca. einem halben Jahr trocken, aber seine Frau hat ihn rausgeschmissen und er bangt um seine Tochter, die im fernen Europa ein neues Leben beginnen will.

In einem weiteren Handlungsstrang lernen wir Rachel, die Freundin der ermordeten Amerikanerin kennen. Sie wird durch die Stadt gejagt aber von wem und warum. Hängt das mit der Ermordung ihrer Freundin zusammen? Deon Meyer baut geschickt und sehr facettenreich ein Spannungsgefüge auf, das seinesgleichen sucht. Das Buch und seine Geschichte lassen den Leser nicht mehr los, lassen keine Zeit zum Atem schöpfen. Deon Meyers Schreibstil ist einfach grandios.

Griessel ist ein sympathischer Charakter, der mit seinen Schwächen leben muss und gegen sie ankämpft. Er hat einen schwierigen Job und muss aus seinem Umfeld das allerbeste machen. Schön, dass es ihm auch irgendwie, zumindest teilweise gelingt. Ganz nebenbei vermittelt der Autor der Leserschaft sehr genau die Lebensumstände dieser Gesellschaft, die von Schwarz und Weiß geprägt ist und es immer noch nicht vollständig geschafft hat sich als eine Gesellschaft zu sehen. Aber: Man arbeitet daran.

Wer einen spannungsgeladenen Thriller lesen möchte und dabei noch eine fremde Welt kennen lernen will ist bei Deon Meyer und den für Inspector Griessel so wichtigen Dreizehn Stunden genau richtig.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

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Die Jesuitin von Lissabon

Erstellt von Werner Karl am 7. Juli 2010

Titus Müller
Die Jesuitin von Lissabon

Rütten & Loening
ISBN 978-3-352-00782-8
Historischer Roman
1. Auflage 2010
Schutzumschlaggestaltung Mediabureau Di Stefano Berlin
unter Verwendung von iStockphoto Motiven © Joachim Angeltun, © sx70
und einer Karte Lissabons von Joris Hoefnagel, © bridgemanart.de
Hardcover, 453 Seiten

www.ruetten-und-loening.de
www.aufbau-verlag.de
www.titusmueller.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Titus Müller, 1977 in Leipzig geboren, studierte Neuere deutsche Literatur, Mittelalterliche Geschichte und Publizistik in Berlin. Er erhielt den Würth-Literaturpreis und den C.S. Lewis-Preis. „Das Mysterium“ wurde 2008 mit dem Sir Walter Scott-Preis als bester historischer Roman des Jahres ausgezeichnet. Titus Müller lebt in München. Bisher erschienen von ihm: „Der Kalligraph des Bischofs“, „Die Priestertochter“, „Die sieben Häupter“, „Der zwölfte Tag“, „Die Brillenmacherin“ und „Die Todgeweihte“.

Zur Handlung:

Lissabon erlebt eine furchtbare Katastrophe im 18.Jahrhundert: Die Stadt wird von einem schwerwiegendem Erdbeben heimgesucht und zerstört diese fast vollständig und begräbt viele Einwohner unter den Trümmern. Der Orden der Jesuiten verurteilt die Katastrophe als Handeln Gottes die Menschen zu strafen. Alleine der Schmuggler, Naturwissenschaftler und ehemalige Ordensangehörige Antero Moreira de Mendonca kämpft mit allen Mitteln gegen die Macht des Ordens mit ihrem grausamen Führer und Erzfeind Gabriel Malagrida. Doch ein Netz aus Intrigen und unübersichtlichen Seilschaften behindern ihn in seiner Arbeit, das Erdbeben als natürliche Katastrophe nachzuweisen.

Auch in der jungen Frau Leonor scheint er sich getäuscht zu haben, da sie im Geheimen für die Jesuiten arbeitet. Doch auch sie beginnt an ihrer Gesinnung zu zweifeln. Denn obwohl der Orden der Jesuiten seither im Bereich Forschung vieles geleistet hat, versuchen sie zunehmend ihre Macht unter dem christlichen Glauben zu stärken, auszubauen und für ihre Zwecke zu missbrauchen. Leonor beginnt zunehmend, Antero und seine kleine Tochter vor den gefährlichen Fängern zu schützen. Doch es scheint nicht einfach, Antero zu überzeugen…   

Mein Fazit:

Titus Müller ist es gelungen, einen interessanten historischen Roman über eine Naturkatastrophe zu schreiben, die das Leben einer Stadt im 18.Jahrhundert grundlegend verändert. Interessant ist hier eindeutig der authentische historische Hintergrund. Der Schreibstil ist anspruchsvoll aber gut lesbar, das Buch selbst ist in viele kurze Kapitel eingeteilt, die ich als Leser sehr mag. Sie gliedern den Roman sehr überschaubar und gut nachvollziehbar.

Die gute Recherche der geschichtlichen Ereignisse bilden das Grundgerüst dieser Geschichte um die Frage nach dem Sinn des Übernatürlichen, die Angst und Beeinflussbarkeit der Menschen  und einer anbahnenden Liebesgeschichte. Das Bild der zerstörten Stadt Lissabon und die Handlungen werden mir als Leser sehr deutlich sichtbar. Dies bietet mir eine gute und nachvollziehbare Unterhaltung im schon anspruchsvollen Bereich der historischen Romanen. Denn auch der religiöse und politische Hintergrund spielt eine wichtige Rolle im Verlauf der Entwicklungen. In allem wird hier der frühere eher langweilige Geschichtsunterricht hier sehr lebendig durch den Autor vermittelt!

Da dies mein erster Roman von Titus Müller ist, bin ich auf seine weiteren schon veröffentlichten Romane (siehe oben) sehr gespannt.

Copyright © 2010 by Sandra Stockem

Und hier eine weitere Rezension zum Buch:

Titus Müller entführt den Leser in seinem Buch „Die Jesuiten von Lissabon“ in das Jahr 1755. Antero Moreira de Mendonca ist auf dem Schiffweg zurück in seine alte Heimatstadt Lissabon unterwegs. Was zunächst als eine Art Abenteuergeschichte anmutet, da Antero mit Schmugglerware unterwegs ist, entpuppt sich dann als etwas ganz Anderes. Antero kehrt nach Lissabon zurück, zu seiner Geliebten Leonor, einer Kaufmannstochter. Mit deren Hilfe will er den Kampf gegen den Ordensführer der Jesuiten, Gabriel Malagrida, aufnehmen. Antero ahnt nicht, dass Leonor ihre eigene Zukunft bei den Jesuiten sucht und bereits seit Jahren für diese arbeitet. Im Hause Leonors besucht Antero auch seine kleine Tochter Samira, die aus einer vorangegangenen Liebesbeziehung hervorgegangen ist. Julia, Samiras Mutter, musste sterben, und die Schuld hieran trägt einzig und allein Malagrida. Anteros Hass gegen den Jesuitenführer und dessen Orden ist daher groß, aber auch verständlich.

Während Anteros Aufenthalt in Lissabon vermehren sich die Anzeichen, dass eine Naturkatastrophe bevorsteht. Antero ist Wissenschaftler und als solcher merkt er schnell, dass plötzlich die Quellen nach Schwefel riechen, und dass sich die Tierwelt auffällig verhält. Kurze Zeit später ist es bereits zu spät. Ein katastrophales Erdbeben sucht die bis dahin reiche Hauptstadt heim und vernichtet innerhalb kürzester Zeit Reichtümer und Leben ungeahnten Ausmaßes. Antero weiß, dass Malagrida dieses Unheil für seine Zwecke nutzen will. Umso mehr ist ihm daran gelegen, die Hintergründe und Ursachen der Entstehung von Erdbeben aufzuklären. Dies ist von da an sein einziges Tun und Bestreben.

Der Autor bindet in seine Geschichte auf  ansprechende Weise historische Ereignisse und Figuren ein und macht sie neben der Handlung zum Hauptbestandteil des Romans. Hier geht es weniger um die Liebesgeschichte zwischen Leonor und Antero, sondern viel mehr um das schreckliche Erdbeben und die politischen und religiösen Interessen unterschiedlicher Gruppierungen. Auf dieser Grundlage erlebt die Handlung selbst nur wenige Höhen und Tiefen. Die Charaktere sind sehr detailliert beschrieben und es ist faszinierend mitzuerleben, wie Menschen innerhalb kürzester Zeit eine solch große Änderung durchleben können wie beispielsweise Leonor. Nicht  nur die Stadt Lissabon, sondern auch ihre Bewohner und damit auch die Protagonisten dieses Romans stehen vor einem Neuanfang.

Geschichte für jedermann, gekonnt verpackt.

Besonders zu erwähnen ist das Zusatzmaterial, welches dem Buch am Ende beigefügt ist. Hier findet der Leser neben Ausführungen zum Erdbeben und zum Leben Malagridas auch noch ein Interview mit dem Autor.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Pergamentum

Erstellt von Werner Karl am 6. April 2010

pergamentumHeike Koschyk
Pergamentum

Rütten & Loening
ISBN 9783352007729
Historischer Roman
1. Auflage 2009
Schutzumschlaggestaltung: morgen, Kai Dieterich unter
Verwendung eines Motives von veer.com
Hardcover, 426 Seiten

www.aufbau-verlag.de
www.heike-koschyk.de
www.pergamentum-das-buch.de

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Zur Autorin:

Heike Koschyk wurde 1967 in New York geboren. Bevor sie sich ganz ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin widmete, leitete sie erfolgreich eine Textilagentur und arbeitete als Heilpraktikerin in ihrer eigenen Praxis. 2008 wurde Heike Koschyk mit dem Agatha-Christie-Krimipreis ausgezeichnet. Die Idee zu „Pergamentum“ entstand während der umfangreichen Recherchen zur Biographie „Hildegard von Bingen – Ein Leben im Licht“ (Aufbau Taschenbuch Verlag). Heike Koschyk lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Zum Buch:

Der historische Roman Pergamentum der Autorin Heike Koschyk spielt im Jahr 1188. Eines Tages taucht im Kloster Eibingen der Mönch Adalbert auf. Seine Gestalt ist die des Teufels und sein Erscheinen erregt die Gemüter der Nonnen des Klosters. Am nächsten Tag wird der Mönch im Scriptorium des Klosters tot aufgefunden. Es kommt zu einem Brand. Elysa ist in Begleitung des Kanonikus Clemens von Hagen auf dem Weg zu ihrem Bruder, den sie Jahre nicht gesehen hat und auf dessen Gesellschaft sie liebend gerne verzichten würde. Clemens von Hagen gibt sich als Gesandter des Erzbischofs aus und bittet Elysa sich als Anwärterin im Kloster Eibingen umzusehen und Nachforschungen bezüglich des toten Mönchs anzustellen. Elysa willigt ein.

Von diesem Zeitpunkt an überschlagen sich die Ereignisse im Kloster. Ein rätselhaftes Pergament taucht auf und verschwindet wieder, Nonnen werden vergiftet, eine Nonne stürzt sich vom Glockenturm, ein merkwürdiger Exorzist taucht auf, ein Feuer wütet und vieles mehr. Über all diesen Dingen steht immer Hildegard von Bingen als ehemalige Äbtissin des Mutterklosters Rupertsberg. Hildegard von Bingen und ihre Lingua Ingnota, die geheime Sprache. Auch um Clemens von Hagen muss sich der Leser das ein ums andere Mal Sorgen machen, denn er begibt sich auf eine abenteuerliche Reise.

Das Buch ist spannend aufgebaut und entführt den Leser erfolgreich in eine historische Welt. Schön, welche Zusammenhänge im Verlauf des Buches sichtbar werden. Eine gelungene Mischung aus historischem Roman und Kriminalroman, die den Leser lange rätseln lässt wer der Täter oder die Täter nun wirklich sind und welche Bestrebungen hinter den Taten stecken.

Eine wichtige Rolle spielen im Roman auch die Elemente. Das Wetter ist immer passend zur Szenerie gewählt. Ihm kommt fasst die Rolle eines Protagonisten zu. Für Liebhaber historischer Romane ein absolutes Muss!

Copyright © 2009 by Iris Gasper

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