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neuauflage

Erweckung

Erstellt von Werner Karl am 26. September 2011

Mara Laue
Dämonenerbe 01
Erweckung

(sfbentry)
Sieben Verlag
ISBN 978-3-941547-44-5
Liebe & Romantik, Fantasy
Erschienen 2011
Titelbild Andrea Gunschera
208 Seiten

www.sieben-verlag.de
www.mara-laue.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Mara Laue, 1958 in Braunschweig geboren, begann im Alter von 12 Jahren mit dem Schreiben. Auf erste Veröffentlichungen in Schülerzeitungen folgten ab 1980 Fantasy- und Science-Fiction-Storys, Kriminal- und andere Kurzgeschichten und Gedichte in Anthologien und Fanzines sowie verschiedene Sachartikel zu diversen Themen. 1999 wurde ihr erstes (inzwischen vergriffenes Lyrik-) Buch veröffentlicht. Seit 2005 arbeitet sie als Berufsschriftstellerin und schreibt hauptsächlich Krimi/Thriller, Science Fiction, Okkult-Krimis, Dark Romance, Fantasy und Lyrik.

Von 2005 bis 2009 war sie Mitautorin der Science-Fiction-Serie “Sternenfaust” des Bastei-Verlages und arbeitet seit 2008 als Co-Autorin an der SF-Serie “Rex Corda” des Mohlberg-Verlages mit. Ebenfalls seit 2008 gehören auch Theaterstücke zu ihrem Repertoire. Mara Laue ist Mitglied der “Mörderischen Schwestern – Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen” und im „Syndikat – Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur“. Sie hat eine eigene Okkult-Krimi-Serie “Sukkubus” beim Online-Magazin “Geisterspiegel”, die ab 2012 mit dem zweiten Zyklus als Buchserie im Verlag Torsten Low fortgesetzt wird.

Nebenbei unterrichtet sie kreatives Schreiben in Workshops und Fernkursen und schreibt als Ghostwriterin Biografien und Firmenchroniken. Wenn ihr das Schreiben die Zeit dazu lässt, arbeitet sie im Nebenberuf als Künstlerin und Fotokünstlerin und hat gegenwärtig eine Ausstellung pro Jahr. (Quelle: Sieben Verlag)

Vorwort

Mit “Die Erweckung” liegt hier Band 1 aus der als Trilogie angelegten Reihe Dämonenerbe vor. Im Mai 2012 erscheint der zweite Band des Zykluses mit dem Titel “Prophezeiung” Im Dezember 2012 soll der dritte Band folgen, der momentan unter dem Arbeitstitel “Dämonenhochzeit” geführt wird.

Zum Buch

“Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!” scheint das perfekte Zitat für das Leben von Bronwyn Kelly zu sein. Sie ist Journalistin und steht kurz vor ihrem 33 Geburtstag, als sich ihr Leben radikal ändert. Sie ist gerade von einer Reise aus den Tiefen des Dschungels zurückgekehrt, bei der sie den mysteriösen Devlin Blake kennengelernt hat, als sich die Ereignisse überschlagen. Sie sieht Dinge, die es nicht gibt, sie entwickelt ein seltsames Muttermal, welches sich über ihren Körper auszubreiten droht und sie erfährt, dass sie nicht diejenige ist, für die sie sich ihr Leben lang hielt. So findet ihr beschauliches Leben in Denver ein akutes Ende, als sie am 27.9 einen Tag vor ihrem vermeintlichen Geburtstag einen Brief ihrer verstorbenen Eltern erhält. Sie teilen ihr mit, dass sie adoptiert wurde und dass sie sich in großer Gefahr befindet. Als nun noch Devlin Blake auf den Plan tritt muss sie sich endgültig von ihrem alten Ich verabschieden und ihm in eine Welt folgen, die ihr vollkommen unbekannt ist…

Fazit

Dieses Buch folgt der üblichen Schrittfolge der Romantic Fantasy. Dies ist aber nicht störend, da der Schreibstil wirklich sehr flüssig und mitreißend ist. Die Story an sich ist in sich schlüssig und der Aufbau der Welt logisch. Interessant fand ich den Part mit den verschiedenen Dämonendynastien und den Toren zwischen Dämonen- und der Menschenwelt. Diese kamen aber im ersten Band noch nicht besonders zum Tragen, vielmehr wurde ihre Geschichte entwickelt und der Leser an die Strukturen dieser Gesellschaft herangeführt. Somit verspricht der zweite Band besonders spannend zu werden und dem Leser zu ermöglichen in eine neue, gut konstruierte Welt einzutauchen.

Der erste Band ist besonders der sich entwickelnden Liebesgeschichte zwischen Bronwyn Kelley und Devlin Blake gewidmet, mit denen die Autorin zwei wirklich sympathisch und ambivalente Persönlichkeiten geschaffen hat.

Ein Buch, das einen in eine rasante Liebesgeschichte zwischen zwei Welten eintauchen lässt.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

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Heißkaltes Verlangen

Erstellt von Werner Karl am 30. August 2011

Eva Isabella Leitold
Heißkaltes Verlangen
Team Zero 02

Heißkaltes Verlangen (2011)
Sieben Verlag
ISBN: 978-3-941547-32-2
Genre: Erotik & Sexualität, Krimi & Thriller, Phantastik
Umfang: 202 Seiten

www.sieben-verlag.de/

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Eva Isabella Leitold wurde 1984 in der Steiermark in Österreich geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen lebt. „Heißkaltes Verlangen“ beschreibt den zweiten Band in der Team Zero Serie  und ist auch ihr zweiter veröffentlichter Roman.

Die Psychiaterin Cassandra Hart hat eine besondere Gabe. Sie kann mit ihrem Seelenband in die Herzen der Menschen sehen. Doch was ihr in ihrem Job eine außergewöhnliche Hilfe ist, stellt sich schon bald als Gefahr für ihr übriges Dasein heraus. Eines Nachts während ihres Dienstes fühlt sie sich beobachtet und verfolgt, wird niedergeschlagen und befindet sich schon mitten in schrecklichen Geschehnissen. Jemand hat es auf sie abgesehen und die Warnungen ihres vermeintlich Schizophrenen Patienten Ned kommen leider zu spät.  Glücklicherweise jedoch träumt ein Specialagent des Teams Zeros von ihr, Jeff Macintosh. Da ihn dieser Traum nicht mehr loslässt und Cassandras Fall eng mit dem ersten Einsatz von Team Zero verknüpft ist, beschließt das Team ihr zu helfen.

Cassandra kann auch jede Hilfe brauchen, denn ihre Gegner sind sehr mächtig und haben mithilfe eines speziellen Programms Zombie-Soldaten gezüchtet. Cassandra soll dem Chef dieses Projektes dienen um ihn in seinen Forschungen weiter voranzutreiben. So wird die attraktive Psychiaterin zur Gejagten, was der Kampftrainer des Teams Zero auf keinen Fall verantworten kann. Dessen leidenschaftliche Gefühle für Cass verkomplizieren die Situation, und bringen vorallem Cassandras bis dato beschauliches Leben ganz schön durcheinander. Als Cassandras Großmutter als Geisel gefangen genommen wird kommt es im Hauptsitz der Gegner des Team Zeros zu einem spannenden Showdown.

Der zweite Band der Team Zero Reihe beginnt vielversprechend. Die Story ist auf eine Art und Weise neu, die außergewöhnlichen Fähigkeit der Hauptperson gut durchdacht und die Geschichte startet fesselnd. Die einzelnen Charaktere sind interessant jedoch etwas stereotypisch und leider oftmals zu wenig erklärt. Dies liese sich jedoch auch damit begründen, das man es mit dem zweiten Band dieser Reihe zu tun hat und einem manchmal leider gewisse Hintergrundinformationen fehlen. Die Liebesgeschichte zwischen Jeff und Cassandra ist von Leidenschaft und Begehren geprägt, gut dargestellt und scheinbar mit mehr Hingabe geschrieben.

Leider verliert sich jedoch die Story, ähnlich wie die beiden Hauptcharaktere, in eben dieser Beziehung. Die guten Anfänge wirken beim längeren Lesen unausgegoren und zu wenig strukturiert. Das Ende kommt schnell und ohne größeren Spannungsbogen, wie um die eigentliche Geschichte schneller enden zu lassen und sich lieber wieder dem Liebesleben zu widmen. Das enttäuscht beim Lesen und ist auch ein wenig verwirrend. „Heißkaltes Verlangen“ ist dennoch ein Buch voller Leidenschaft und wem das genügt ist mit diesem Band gut beraten.

Copyright © 2011 by Chiara Kaiser

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Night Sky – Sklave des Blutes

Erstellt von Werner Karl am 5. August 2011

Stephanie Madea
Night Sky -Sklave des Blutes
Night Sky -Serie Band 1

Night Sky -Sklave des Blutes (07.2011)
Sieben-Verlag
ISBN 978-3-941-54735-3
Fantasy/Liebe & Romantik
Titelbild Andrea Gunschera
Umfang 248 Seiten

www.stephanie-madea.com
www.sieben-verlag.de/

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Vorwort

“Sklave des Blutes” ist der erste Band der Trilogie Night Sky. Band 2 “Schwur des Blutes” soll im Februar 2012 folgen, Band 3 “Schicksal des Blutes” im August 2012.

Zum Buch

Durch den Tod des Vaters aus seiner selbst gewählten 100 jährigen Isolation gerissen, betritt Jonas Baker, seines Zeichen reinrassiger Vampir, die Gefilde des modernen San Franciscos. Dort angekommen hat er nicht nur mit dem Hass seines Bruders zu kämpfen, sondern auch mit seiner kuppelwütigen Mutter, die ihn nun endlich entsprechend einer alten Legende mit einer reinrassigen Vampirin verheiraten möchte. Nebenbei fällt es als ältester Sohn auch noch in seine Geschicke, das millionenschwere Familienunternehmen zu leiten und den mysteriösen Tod seines Vaters aufzuklären. In all diesem Trubel trifft er auf die Pilotin Cira, ihres Zeichen eine einfache Sterbliche, die nun seine Welt vollkommen aus den Angeln hebt…

Fazit / Resümee

Ein wirklich guter Auftakt dieser Trilogie.  Hier passte der Sprachstil nicht nur zum Inhalt, sondern auch zu den verschiedenen Charakteren. Schnell entführte mich die Autorin in eine mir unbekannte Welt voller mysteriöser Wesen. Schattenwandler, Vampire, Dämonen, Gestaltwandler und Menschen vereinten sich zu einer wirklich grandios arrangierten Fantasywelt. Alles war durchdacht und stimmig und es gab keine logischen Ausreißer innerhalb des Gefüges. Die Liebesgeschichte, von der ich zunächst dachte, sie stehe vollkommen im Vordergrund, fügte sich hervorragend in das Rätsel um den verstorbenen Vater ein und ließ auch den anderen Handlungssträngen der Story genug Raum. Nebencharaktere waren gut durchdacht und verliehen der ganzen Geschichte noch einmal zusätzlich Charm. Perspektivwechsel ließen einem Platz für eigene Gedanken zur Story und machten den gesamten Plot abwechslungsreich und lebendiger. Ich bin jetzt schon gespannt auf die Fortsetzung und kann den Februar kaum noch abwarten.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Meeresblau

Erstellt von Werner Karl am 3. Juli 2011

Britta Strauß
Meeresblau

Sieben Verlag
ISBN 978-3-94154736-0
Fantasy, Liebe & Romantik
Erschienen (2011)
Umfang 245 Seiten

www.sieben-verlag.de/autoren/Britta_Strauss/

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zum Buch

Der Meeresbiologe Christopher Jacobsen kehrt nach dem Tod seiner Eltern in seine alte Heimat, die Isle of Skye zurück, um sich nach deren Tod um seine kleine Schwester zu kümmern. Deshalb beginnt er in dem kleinen Institut für Meeresbiologie der Insel zu arbeiten und trifft dabei auf Maya, die halbindianischer Abstammung ist. Sehr schnell entspinnt sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte, die beide mitreißt. Allerdings umgibt Christopher ein dunkles Geheimnis, welches sich ausgerechnet auf einer Expedition mit Maya zum Problem zu entwickeln scheint. Christopher ist hin und her gerissen zwischen den beiden Seiten seines Seins und ein Leben mit Maya zu führen rückt für ihn fast in unerreichbare Ferne …

Fazit

Wer Romantik und tiefe Gefühle schätzt, kommt bei diesem Buch voll auf seine Kosten. Hier wird eine Liebe beschrieben, wie man sie nur einmal im Leben findet. Wider allen Erwartungen, hat man allerdings nicht den üblichen Schnulzen-Roman vor sich. Selten habe ich ein Buch aus dem Bereich der Romantic-Fantasy gelesen, das so gut recherchiert war. Mir begegnete während des ganzen Buches keine einzige Ungereimtheit. Die ganze Szenerie war gut entworfen und liebevoll bis ins kleinste Detail ausgestaltet. Hinzu kam ein etwas ungewöhnlicher Sprachstil, der zunächst etwas altbacken wirkte, sich dann aber wunderbar in die erzählte Geschichte einpasste und das Mystische hervorhob. Schnell war man zwischen der modernen Wissenschaft und alten Mythologien gefangen. Am Schluss fiel es einem wirklich schwer aus der Geschichte wieder aufzutauchen und in die Realität überzuwechseln.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

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Drei Seiten für ein Exposé

Erstellt von Werner Karl am 3. April 2011

Hans Peter Roentgen
Drei Seiten für ein Exposé

Sieben Verlag, 2010
Taschenbuch, Sachbuch, Schreibratgeber
ISBN 978-3-940235-90-9
Umfang: 198 Seiten
Umschlagdesign: Rainer Wekwerth Design

www.sieben-verlag.de
www.hproentgen.de

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Titel erhältlich bei Booklooker.de

„Vier Fäuste für ein Halleluja“? Oder lieber „Drei Seiten für ein Exposé“? Ich bin der Meinung: „Vier Halleluja für ein gelungenes Exposé“. Aber langsam mit den jungen Pferden.

Wie Sie meiner Eingangsbemerkung unschwer entnehmen können, gefällt mir Roentgens Schreibratgeber. Das Ding ist klein, handlich, präzise und konkret. Genau das, was einem Autor unter allen anderen Ratgebern angenehm auffällt. Kein Herumeiern, keine schwammigen Empfehlungen, sondern echte Hinweise, Tipps und passende Beispiele aus dem wahren Verlags- und Autorenleben. Der Finger in der Wunde sozusagen.

Dass es allein mit einem möglicherweise gelungenen Text nicht getan ist, der automatisch zu einer Veröffentlichung und zu einem Autorenvertrag führt, dürfte jedem Menschen klar sein, der ernsthaft seine Texte in eine sinnvolle Reihenfolge bringen will. Doch wenn dann nun das Werk scheinbar fertig ist, wie verfährt man denn nun, um Agenten, Lektoren und Verlage „heiß“ zu machen auf das Meisterstück?

Ja, schön, ein Manuskript muss her, mit soundsoviel Normseiten, einer Vita und einem … Exposé.
Aber wie soll das aussehen? Wie kurz oder wie lang? Was gehört rein und was-verdammt-noch-mal nicht? Roentgen gibt die Antworten und dazu noch mehr: Dass ein Exposé auch ein Werkzeug sein kann, sein Werk noch einmal ins brennende Licht des Scheinwerfers zu stellen, zu überprüfen, ob der Plot schlüssig ist, die Protagonisten und Antagonisten nur so und nicht anders handeln konnten, plötzlich Plotlücken auftauchen und überhaupt die eine oder andere Person eigentlich überflüssig ist.

Das Verfassen eines Exposés ist eben nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern auch die letzte Kontrolle des eigenen Textes auf Unstimmigkeiten, so kurz vor dem Abschicken an die Agentur oder den Verlag. Die Rettung in letzter Sekunde sozusagen. Und dass man sich mit einem schlechten Exposé – trotz tollen Romans – auch selbst abschießen kann, ist auch eine Tatsache. Denn die Verlage reduzieren ihr Lektorenpersonal und haben entsprechend weniger Zeit, eingehende Manuskripte auf Herz und Nieren zu prüfen. Sie verlassen sich mehr und mehr auf Literaturagenturen und deren Lektoren.

Ich habe die knapp 200 Seiten in wenigen Stunden gefressen und an mancher Stelle ein Aha-Leseerlebnis erfahren. Und dazu zwei Geistesblitze für mein aktuelles Romanprojekt. Mehr kann man nun wirklich nicht von einem Ratgeber erwarten. „Drei Seiten für ein Exposé“ gehört in jedes Autorenregal. Aber bitte nicht um dort zu verstauben, sondern um damit zu arbeiten. Es lohnt sich!

Copyright © 2011 by Werner Karl

Titel erhältlich bei Buch24.de
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PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Hans Peter Roentgen – Drei Seiten für ein Exposé.

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Das Gewicht der Seele

Erstellt von Werner Karl am 18. Januar 2010

das-gewicht-der-seeleOliver Kern
Das Gewicht der Seele

Sieben Verlag, Fischbachtal, 3/2009,
PB, Mystery-Thriller, Dark Fantasy
ISBN 9783940235329
Titelgestaltung von Rainer Werkwerth

http://www.sieben-verlag.de/
www.wekwerth.com

Paul Tucholsky ist ein Kleinganove der tief verschuldet ist. Da kommt ihm die Anzeige der älteren Dame Gertrude von Ahrens und Drewsky gerade recht. Gemeinsam mit ihren drei Freundinnen Hannelore, Mathilda und Olga möchte Gertrude eine Reise durch Europa machen. Dafür benötigen die vier Damen einen Chauffeur, der ihnen darüber hinaus bei dem Gepäck behilflich ist. Paul erwartet ein fürstliches Honorar, für das er lediglich keine Fragen zu stellen hat. Doch bereits kurz nach Reiseantritt wird diese Auflage auf eine harte Probe gestellt. Konsterniert muss Paul mit ansehen, wie eine der alten Damen einen Mann an einer Tankstelle brutal zusammenschlägt. In Brüssel hat er mitten in der Nacht mit den vier alten Frauen zu einer herrschaftlichen Villa zu fahren, in der Olga verschwindet, nur um kurze Zeit später mit blutverschmierten Latexhandschuhen zurückzukehren. Was für ein düsteres Geheimnis hüten die vier älteren Damen, und was befindet sich in der Kühlbox und in der Arzttasche, die die Frauen mit sich herumschleppen und in die hineinzusehen Paul strengstens verboten wurde? Noch ahnt der junge Mann nicht im Mindesten, dass das bisher Erlebte nur der Auftakt zu weit schrecklicheren Erlebnissen sein soll…

So unscheinbar das Buch daherkommt, so faszinierend und packend ist sein Inhalt. „Das Gewicht der Seele“ ist Oliver Kerns Debütroman, denn bislang veröffentlichte der Schriftsteller nur Kurzgeschichten. Doch gleich mit seinem Erstling liefert Kern einen überzeugenden, gut durchdachten Mystery-Thriller ab, der nicht nur Genre-Fans begeistern wird. In einem ausgefeilten, minimalistischen Stil lässt er den Leser über die Schulter von Paul Tucholsky schauen und ihn an dessen Gedanken teilhaben. Dadurch bleibt der Leser auf dem Wissenstand des Protagonisten, was die Spannung konstant ansteigen lässt. Leider verrät der Titel schon sehr viel von dem Plot, so dass man die Wahrheit lange vor Tucholsky ahnt. Ein Pluspunkt für den Autor ist allerdings, dass es ihm dennoch gelingt, den Leser auf den letzten Seiten zu überraschen.

Bereits auf den ersten Seiten entwickelt sich eine düstere Krimi-Noir-Atmosphäre, die durch die mystischen Elemente eine dezente Gruselnote erhält. Trotz seines zweifelhaften Haupftcharakters gelingt es Kern, Sympathien bei dem Leser zu wecken, was vor allem an der gnadenlosen Ehrlichkeit des Ganoven liegt, denn Paul macht keinen Hehl daraus, dass er den Job in erster Linie des Geldes wegen annahm und hofft, die alten Damen im Lauf der Reise ordentlich schröpfen zu können. Leider bleibt die Geschichte aber auch von Ungereimtheiten nicht verschont, denn nachdem Paul von Gertrude mit einer Stricknadel traktiert wurde, verbringt er eine Nacht mit seiner Geliebten Laetitia, die allerdings kein Wort über die schmerzhafte Wunde im Oberschenkel ihres Freundes verliert. Dass Paul seine Hosen angelassen hat, ist höchst unwahrscheinlich.Durch überraschende Wendungen und Spekulationen, wer denn nun eigentlich die Bösen in diesem undurchsichtigen Spiel sind, fesselt der Roman bis zur letzten Seite. Hinzu kommt die sorgfältige Recherche, die verdeutlicht, wie viel Mühe sich der Verfasser mit diesem Projekt gemacht hat.

So packend der Roman ist, so unscheinbar und einfallslos ist leider das Layout des Buches. Abgesehen von der unattraktiven Schriftgröße, die vermutlich eine ökonomische Ursache hat, sagt das Covermotiv gar nichts aus. Das Spirituelle der Seele optisch darzustellen, geht hier gründlich in die Hose. Im Roman gab es eine Menge Szenen, aus denen man ansprechendere Motive für ein schönes Titelbild hätte entnehmen können. Oliver Kern entführt den Leser auf eine unheimliche Reise in die düsteren Gefilde der menschlichen Seele. Ein geheimes Forschungsprojekt der Nazis wird für die Protagonisten zu einem Horror-Trip. Atmosphärisch dicht und glänzend recherchiert bietet der Roman weitaus mehr, als das langweilige Cover verspricht.

Florian Hilleberg (FH)
 
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Das Gewicht der Seele

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