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neuauflage

Das Niveau singt

Erstellt von Werner Karl am 18. Dezember 2011

Axel Pätz
Das Niveau singt – Tastenkabarett-Lieder

Vertriebscentrum, Dezember 2011
CD mit Booklet
Gesamtspieldauer ca. 40 min.
Kabarett, Humor, Satire
EAN/UPC: 4-260032-561405

www.vertriebscentrum.de
www.axelpaetz.de
www.agentur-zirkel.de
www.lastwave.de
www.meekevoges.com
www.archiv-heine.com

Titel erhältlich bei Amazon.de

Das Niveau sinkt … in der Unterhaltungsbranche. Seien es die plattesten Prolo-Berlin-Witze á la Mario Barth, die ewig sexlastigen Schenkelklopfer von Inge Appelt, die 1.000ste Castingshow oder die nach allen Regeln der Kunst aufgewärmten Alt-Pseudo-Nachrichten der Kategorie „Die 10 unglaublichsten …“, „Die 10 spektakulärsten …“, „Die 10 blödesten …“ was-auch-immer Shows.

Da ist es längst überfällig, ein Gegengewicht zu setzen: „Das Niveau singt“ von Axel Pätz ist dafür das perfekte Beispiel. Denn der Kerl – sorry für diese kumpelhafte Titulierung – hat´s so richtig drauf. Er ist aktuell, bitterböse, dabei gnadenlos entlarvend und unglaublich bitter-komisch. Um es dann auch dem letzten Blödmann klar zu machen, beginnt er seine aktuelle CD auch gleich mit dem Programmtitel „Nirgendwo Niveau“. Und leider, leider hat er absolut recht. Wenn sich ein Starkoch, ein Sternekoch, wie Alfons Schubeck nicht scheut, für MacDonalds anzutreten, dann hat das nichts mehr mit Niveau, mit guten Essen, geschweige denn mit Kochkunst zu tun. Only the money makes the game!

Wir brauchen solche Menschen wie Axel Pätz, die uns schonungslos – am besten tagtäglich – den Schwachsinn um die Ohren hauen, der von allen Seiten auf uns einstürmt, uns überschwemmt. Manchmal komme ich mir vor wie in „Sie leben“ (John Carpenter, 1988). Überall dröhnt es aus Lautsprechern auf uns ein, überall schlagen uns die Werbebotschaften ihre Verführungsslogans ins Gesicht. Soll das alles Ablenkung sein, um uns vor der grausamen Wirklichkeit abzulenken?

Axel Pätz ist einer, der die entlarvende Sonnenbrille aus „Sie leben“ aufgesetzt hat. Und er lässt uns teilhaben am realen Irrsinn: Sein „Schlechter Patient“ weckt in uns Erinnerungen an unseren letzten Arztbesuch. Wir fühlten uns pudelwohl, hatten keinerlei Beschwerden. Doch als wir die Praxis dann verließen, sind wir uns unseres Schicksals bewusst: Wir werden sterben!

So einfach mal den „Müll runterbringen“ artet innerhalb von Sekunden in eine weltumgreifende Müll-Verschiebungs-Anklage aus, „Nordkorea“ ist die wahre „Hymne“ dieser letzten mittelalterlichen Bastion des Kommunismus und „Aufsitzrasenmäher“ ist DER neue Potenzersatz für den Spießbürger. Scheiß auf Porsche, scheiß auf Jaguar, ein Aufsitzrasenmäher mit Seitenauswurf-Grasfangsack ist das Non-Plus-Ultra!

Und natürlich dürfen auch die untersten in der Sozialpyramide nicht fehlen. Der Abschaum, das Allerletzte: Die Banker. Zu Beginn denkt man noch, dass dieses Lied eine vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Story werden könnte, doch – schwupps – wird aus dem Hartz-IV-Empfänger einer, der eine Vision hat: „Morgen gründen wir ´ne Bank“ sollte fester Bestandteil der Banker-Ausbildung sein.

Zum Schluss das Highlight schlechthin: „Zahnzusatzversicherung“ ist ein Wort, das uns runtergeht wie Öl. Und Axel Pätz geht MIR runter wie Öl. Danke, Axel, das es dich gibt (sorry, für diese plumpe Duz-Anbiederung; aber ich fühle: Wir sind Seelenverwandte). Schade, dass diese CD nur 11 Lieder hat. Ich bin jetzt schon heiß auf sein nächstes Programm.

Copyright © 2011 by Werner Karl

Titel erhältlich bei Amazon.de

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Das Honolulu Prinzip

Erstellt von Werner Karl am 16. März 2011

Christiane Weber
Das Honolulu Prinzip

Vertriebscentrum, 2010
Tresohr
CD, Musikkabarett
Gesamtlaufzeit ca. 78 min.
ISBN 4-260032-561061
Texte, Idee und Gesang: Christiane Weber
Musik: Burkhard Niggemeier & Rainer Bielfeldt
Piano: Burkhard Niggemeier
Aufgenommen 14./15. Mai 2010 in Köln/Stollwerck
Und 28./29. Mai 2010 in Berlin/BKA-Theater

www.christianeweber.com
www.vertriebscentrum.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Musikkabarett-Angebote gibt es viele, die meisten stammen von männlichen Künstlern, ob solo, paar- oder gruppenweise. Da ist eine – dazu attraktive – Frau eine willkommene Abwechslung. Und weil Christiane Weber auch noch intelligent ist und singen kann (in dieser Reihenfolge!), sprengt sie das Klischee des Blondchens locker vom Hocker.

17 Songs zwischen wunderbaren Sozialstudien, Melancholie und triefendem Spott bietet sie auf ihrem Programm-Mitschnitt „Das Honolulu Prinzip“:

Den Auftakt bildet gleich eine der besten Nummern, die „Hummernummer“, in der eine junge Dame als überdimensionierte Hummerattraktion Geburtstagsgrüße der etwas anderen Art an die mehr oder weniger belustigte Zielperson oder das Opfer überbringt; je nach Sichtweise. Dabei irrt sie sich nicht nur im Stockwerk und im Namensschild.

Jeder Mensch entwickelt sich im Laufe seines Lebens. Hoffentlich man selbst und erst recht der Idiot von damals aus der Schule. Und trotzdem ist man gewillt, bei einem unvermuteten Treffen dem Idioten eine neue Chance zu geben. „Gut zu wissen“, dass das eigene Bauchgefühl und die damalige Bewertung auch nach dem heutigen Wiedersehen mit dem Idioten immer noch zutrifft.

Mein Lieblingslied ist aber unumstritten „Inken, Inken“. Ein Lied über eine krasse Öko-Tante, die Schinken boykottiert, nach Süden atmet „weil da die Luft noch unverbraucht ist“ und den sie anhimmelnden Kassierer im Müsliladen geflissentlich ignoriert. Was sie nicht hätten tun sollen, denn der Kerl ist konsequent irre und verwandelt in bester Wilhelm-Busch-Tradition die Ökotussi in blutiges Schrot und Korn und verfüttert sie im Park an die Tauben.

In meiner Hitliste folgt dichtauf „ICE“, ein must-have für alle Bahnfahrer und – geschädigte. Anstelle wie in der Werbung entspannten Reisens in Ruhe und Bequemlichkeit, umsorgt von aufmerksamen Bahnbediensteten und Wohlgenüssen aus dem Bordrestaurant, erleidet unsere Bahnfahrerin die Leiden eines modernen Handy-Opfers, gefangen zwischen Textfragmenten „Ey, isch lieb disch, öh, ey, öh“, eines abfaulenden Beines, hochinteressanten Mitteilungen, wie viel Antennenbalken die Nachbarin ihrem ebenso dümmlichen Gesprächspartner – und allen anderen im Abteil – offenbart, und und und …

Sicher wäre außer dieser CD ein Abend bei und mit Christiane Weber eine in jeder Hinsicht angenehme Abendbeschäftigung. Besser als Bahn fahren mit Handyterror oder TV-Schwachsinn.

Termine? Leider ist Christiane Weber erkrankt und die nächsten Auftritte werden ab diesen Sommer hoffentlich wieder möglich sein. Ich wünsche ihr eine gute und rasche Genesung!

Copyright © by Werner Karl

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Ass-Dur live – Musik und Comedy

Erstellt von Werner Karl am 14. März 2011

Dominik Wagner & Benedikt Zeitner
Ass-Dur live – Musik und Comedy

VC Vertriebscentrum
1 DVD, deutsch
Musik und Comedy
ISBN 4-260032-561054
Gesamtspieldauer: 131 min.
FSK ab 0 Jahren freigegeben
Aufzeichnung vom 08. April 2010 in der „Bar jeder Vernunft“, Berlin
mit dem kompletten Abendprogramm „1. Satz – Pesto“

www.ass-dur.de
www.vertriebscentrum.de

Titel erhältlich auf Buch24.de
Titel erhältlich auf Booklooker.de

Das Duo Ass-Dur – bestehend aus Dominik Wagner und Benedikt Zeitner – hat sich auf der Musikhochschule Berlin kennen gelernt. Und das merkt man: Sie haben Spaß an dem, was sie tun und vor allem, sie präsentieren Musik, Comedy, Kabarett und Zauberei mit Eleganz, Witz und absoluter Professionalität. Und wahrscheinlich war die Loslösung von – und das virtuose Spiel mit – dem Metier, das sie studiert haben, vorprogrammiertes Schicksal. Sie bieten Musik-Kabarett vom Feinsten.

Hochintelligente Einleitungen und Wortwitzspiele persiflieren die allzu bekannten flachbrüstigen Conférencier-Texte pseudo-intellektueller Moderatoren und führen sie mit gnadenloser Komik ad absurdum. Dabei spielen sie im wahrsten Sinne des Wortes mit den Klavierklassikern und geben ihnen neue Töne, sie brechen die Vorurteile all jener auf, die mit klassischer Musik gähnend langweilige Kulturabende verbinden.

Dazu beherrschen sie das Rollenspiel des blonden, sprachgeschliffenen Schöngeistes, der von einem scheinbar oberflächlichen und gelangweilten Kultursklaven begleitet wird und in Wahrheit sein Instrument und seine Mimik ebenso beherrscht wie sein Kollege. 22 Stücke füllen die mehr als 2 Stunden Abendprogramm und man vermisst eigentlich nur noch das perfekte 5-Gänge-Menü dazwischen, das genau zu diesem Abend gepasst hätte.

Ein winziges Pünktchen, an dem die beiden noch feilen könnten, wäre das Timing bei der einen oder anderen Stelle gewesen. Ein paar Sekunden zu lang gewartet („Im Zug“), eine Nummer ein klein wenig überstrapaziert („Butzemann 1 bis 3“) und ein lange vorher absehbarer Gag („Frag mich, wie´s mir geht!“) sind aber durchaus zu verschmerzen. Denn es steht zu erwarten, dass die Jungs noch besser werden. Schließlich sind sie erst Mitte 20 und haben noch viel Zeit. Hoffen wir, dass sie zusammen bleiben und uns mit weiteren Programmen erfreuen.

Copyright © 2011 by Werner Karl

Titel erhältlich auf Buch24.de
Titel erhältlich auf Booklooker.de

Hier die nächsten Termine:
25.03 Bielefeld “2. Satz – Largo Maggiore” in der Oetkerhalle
26.03 Kalletal (bei Herford) “1. Satz – Pesto” in der August-Dreves-Schule
27.03 11h Borchen “1. Satz – Pesto” beim Kulturfrühstück
01.04 Rheinberg “1. Satz – Pesto” in der Stadthalle
02.04 Oberhausen “2. Satz – Largo maggiore” im Ebertbad
06.04 Karlsruhe “1. Satz – Pesto” im Jubez
07.04 Bamberg “2. Satz – Largo maggiore” im Morphclub
08.04 Bremen “1. Satz – Pesto” im Schlachthof
09.04 Bad Lippspringe (bei Paderborn) “1. Satz – Pesto” im Kongresshaus ->Karten
10.04 Trier “1. Satz – Pesto” in der Tuchfabrik
14.04 Dresden Gast bei “Jugend kulturell” im Theater Wechselbad
16.04 Winterthur (CH) “1. Satz – Pesto ” im Casinotheater
17+18.04 München “1. Satz – Pesto” in der Lach- und Schießgesellschaft
29.04 Bad Dürrheim (Baden) “1. Satz – Pesto” im Haus des Bürgers
… und auf www.ass-dur.de finden sich natürlich noch viele weitere.

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Weihnachten mit Horst Blue

Erstellt von Werner Karl am 29. Januar 2011

Horst Blue
Weihnachten mit Horst Blue

Vertriebscentrum, 2010
Musik, Kabarett, Weihnachten
CD im Jewel Case
EAN/UPC: 4260032561146
Laufzeit ca. 28 min.

www.vertriebscentrum.de
www.horst-blue.de

Titel erhältlich bei amazon.de

Horst Blue, der Name ist Programm: Deutsche Texte zu neuen und gecoverten Weihnachtsliedern mit pseudo-amerikanischem Akzent. Bei zwei Songs „No Strom, no Weihnachten“ und „Schnee fällt auf die schöne Welt“ wird Horst Blue von Birgit Breuer unterstützt. Alle Lieder stimmt Blue mit mehr oder weniger sinn- und stimmungsvollen Vierzeilern ein.

Der Untertitel „Toptrendy Christmas-Songs für jede Jahreszeit“ und der Aufdruck „100% Hits“ sind wohl eher Wunschdenken, denn wirklicher Anspruch. Im aalglatten und blitzsauberen Schlagerstil bieten die Songs wenig Überzeugendes, weder einen neuen Ohrwurm, der ins alljährliche Repertoire der Lieder unter dem Baum Einzug halten könnte ist auf der CD, noch textlich tatsächlich etwas, dass man als lustig, stimmungsvoll oder satirisch-kabarettistisch bewerten könnte. Nur ein Gitarrensolo war hörenswert, der Rest langweilt eher.

Und wer soll das Ding kaufen? Die Oma/Opa-Generation wird´s nicht kaufen, da diese sich an der verhaltenen Komik stoßen werden. Auch Mami und Papi werden den Kleinen, die noch an den Weihnachtsmann glauben, keine Songs mit verstörenden Texten präsentieren wollen und für Kabarett sind die Scherze einfach zu mickrig.

Irgendwie hat man das Gefühl, dass der Künstler und der Verlag dies selbst schon ahnten, ziert die CD doch nur eine Collection von 7 Songs und eine Hördauer von nicht mal 28 Minuten. OK, länger würde wahrscheinlich ohnehin keiner durchhalten. Sorry, aber jede andere Aussage wäre geschönt.

Copyright © 2011 by Werner Karl

Titel erhältlich bei amazon.de

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Halt’s Maul und sing!

Erstellt von Werner Karl am 28. Januar 2011

Moses W
Halt’s Maul und sing!

Vertriebscentrum, 2010
CD im Jewel Case
Chanson / Kabarett
EAN/UPC: 4260032561047
Gesamte Spielzeit: ca. 46 min.

www.moses-w.de
www.vertriebscentrum.de

Titel erhältlich bei amazon.de

Der Verlag ordnet Moses W. in die Sparte Chanson und Kabarett ein. Letzteres stimmt sicher, das Etikett Chanson wird aber der musikalischen Vielseitigkeit des „Ruhris“ aus Essen nicht gerecht. Das Zitat von seiner Website: „… rockige Musikpersiflagen und Geschichten aus dem Leben …“ trifft es wirklich besser.

Auf „Halt’s Maul und sing!“ präsentiert Moses W. 12 Songs aus 4 Bühnen-Programmen sowie 3 ganz neue Stücke. Die Bandbreite reicht dabei von Schlager, Pop, Rock, sogar Rapp/Crossover, Rock´n Roll, Hillbilly, bis hin zu den Comedian Harmonist. Der Titel „Comedian Harmonists singen Star Wars“ ist dann auch für mich als alter Science-Fiction-Fan das Highlight unter allen Songs. Nicht nur des Themas wegen, sondern eben gerade wegen der Persiflierung dieses modernen Klassikers des SF-Films.

Augenzwinkernde Coverversionen z.B. von Roger Cicero „Der Mann (eine kritische Selbstbetrachtung)“, Johnny Cash in „Staying alive“, Elvis „Weckt Elvis“ auf die Melodie von Blue Velvet, u.a. sind echt saugut gelungen, allerdings mit ganz eigenen Texten, die an Anspielungen und Eindeutigkeiten nichts vermissen lassen. So richtig was für die ganz, ganz wenigen Prols in der Welt ist „Der Mann ohne Taktgefühl“. Dieser findet wider Erwarten eine gleich gesinnte Partnerin, die voll und ganz die Bezeichnung Schlampe verdient.

Warum man bei einem deutschen Künstler mit deutsch gesungenen Liedern ein Booklet mit den Texten braucht, weiß ich allerdings nicht. Mehr Erleuchtung bringt der Textbeitrag „Auf ein Wort“, in dem der Künstler Einblick in die Entstehung der Songs gibt. Eine ¾-Std. gute Unterhaltung, die Lust auf ein komplettes Bühnenprogramm macht. Die aktuellen Tourdaten findet man auf www.moses-w.de.

Copyright © 2011 by Werner Karl

Titel erhältlich bei amazon.de

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C’est shit – Ohne Scheiß: Schoko-Eis!

Erstellt von Werner Karl am 21. Januar 2011

Eure Mütter
C’est shit – Ohne Scheiß: Schoko-Eis!

Schumba Verlag/ Fun Station, 2010
CD im Jewel Case
Comedy, Musik
Umfang 14 Songs
ISBN 978-3-938625-90-3

www.euremuetter.de
www.schumba-verlag.de
www.vertriebscentrum.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Um gleich mal von Anfang an etwas klar zu stellen. „Eure Mütter“ ist keine Emanzenband, keine schwule Theatergruppe oder ähnliches. Hinter diesem ungewöhnlichen Namen verbergen sich drei junge Comedian/Musiker und das beides auch noch richtig gut. Die Herren heißen Andi Kraus, Donato Svezia und Matthias Weinmann. Als „Eure Mütter“ sind sie seit 1999 zusammen und wollen erst im Jahr 2099 in Rente gehen. Wegen des runden Jubiläums natürlich. Doch bis dahin dauert es ja Gott sei Dank noch ein paar Tage.

Wer nun an flache Witze und noch flachere Banalitäten á la Mario Barth denkt, liegt falsch. Nein, die Jungs sind so richtig böse und direkt. Denn manche Themen, die sie in ihrem Programm „Ohne Scheiß: Schoko-Eis!“ musikalisch und textlich – und sich selbst dabei auch – abarbeiten, brauchen exakt diese Bissigkeit. Denn manch braver Bürger ist schon viel zu abgestumpft, um noch auf feinsinnige und zarte Andeutungen zu reagieren. Wer´s deftig mag, der ist bei „Eure Mütter“ gut aufgehoben.

In „Auweia, Shania!“ echauffieren sich die drei z.B. über die 2004 real stattgefundene Domino-Day-Katastrophe, bei der Stargast Shania Twain (Sängerin-Schnuckelchen aus Kanada) den Anstoß zu einem neuen Weltrekordversuch geben durfte. Nach 300 Steinen war Schluss mit lustig. Und der holländische Domino-Papst Robin Paul Weijers gab doch glatt ihr die Schuld an seinem Versagen. Sie hätte nicht richtig angestoßen. Hah! Genug Stoff für die drei Stuttgarter Jungs von „Eure Mütter“ hieraus einen Song zu kreieren.

Was man gegen vorzeitige Ejakulation tun kann, wird kurz und schmerzlos in „Tote Ratten“ behandelt, Klaus Kinski in „Nicht alle, die Du vögelst, werden Nutten“ zitiert und die permanente Aufforderung zum Tanz in „Dance, Dance, Dance“ vernichtend persifliert.

Am meisten überrascht war ich über manche Songs, die allein musikalisch abgehen wie Schmidt´s Katze. Fetzige Sounds, Rockriffs und richtig gängige Tonfolgen bleiben lange im Ohr hängen. „Ohne Scheiß: Schoko-Eis!“ ist bereits das vierte Programm mit dem die Jungs auf Tour gehen. Die Januar-Termine 2011 sind fast schon alle ausverkauft, erst im Februar hat man noch eine Chance „Eure Mütter“ live zu erleben. Sicher ein Abend, der sich von anderen Comedy/Music-Events abhebt.

Copyright © 2011 by Werner Karl

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Sex – Von Spass war nie die Rede

Erstellt von Werner Karl am 19. Januar 2011

Volker Surmann (Hrsg.)
Sex – Von Spass war nie die Rede

Satyr Verlag, 2010
Blue Cat Print & Music
CD, Hörbuch im Jewel Case
ISBN 978-3-938625-98-9
gelesen von den Autoren

www.satyr-verlag.de
www.vertriebscentrum.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Kennen Sie den Film mit Gene Wilder „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten“ aus dem Jahre 1972? Oder sind Sie schon zu jung dafür? Dann empfehle ich Ihnen „Sex – Von Spass war nie die Rede“.

Die Autoren Ahne, Uli Hanne Mann, Andreas Krenzke, Jess Jochimsen, Kirsten Fuchs, Dagmar Schönleber, Heiko Werning, Paul Bokowski u.v.a.m. werden Ihnen Einblicke und verblüffende Wahrheiten zum Thema Nr. 1 liefern: Schonungslos offen, mit mehr als deutlichen Worten, nehmen sie wirklich kein Blatt vor den Mund – sondern eher etwas ganz anderes in ihn.

Es sind Geschichten und Anekdoten vom ersten Mal, von umwerfenden Liebhabern, Männer verschlingenden Vamps, fantastischem Sex … oder doch die ernüchternde wahre Begebenheit? In jedem Falle aber mit Witz, dem Vermögen über sich selbst zu lachen, mitunter katastrophalen Verläufen hemmungslosen Begehrens, blanker Lust und multiplen Lach-Orgasmen.

Ich würde Ihnen zwei Dinge dringend raten, wenn Sie sich diese CD´s anhören: Bitte nicht während der Fahrt im Auto, denn das könnte zu schweren äh … Ablenkungen führen. Und zweitens: Hören Sie die 21 Beiträge mit Ihrem Lebenspartner und ich schwöre Ihnen: Spätestens nach einem Drittel der Stories werden Sie über ihn/sie herfallen.

Um Sie ein wenig genauer einzustimmen ohne Ihnen dabei die Lust (hähä!) zu nehmen, lassen Sie sich doch mal diese Titel der Beiträge auf der Zunge zergehen … oder auf der Haut … oder auf den Lippen … oder einem anderen Körperteil:  „Besuch einer Hure“, „Die Schlager-Nackt-Party“, „Slapstickwichsen“, „Havarie im Feuchtgebiet“ oder (Ingo Appelt hätte seine wahre Freude daran): „Ficken“.

Copyright © 2011 by Werner Karl

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Für alle Freunde des geschriebenen Wortes gibt es auch Taschenbücher:

„Sex – Von Spass war nie die Rede“ ISBN 978-3-938625-47-7
„Sex – Von Spass war nie die Rede 2“ ISBN 978-3-938625-57-6

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